Wirtschaft am Bosporus

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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 1. Okt 2019, 20:58

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Oct 2019, 18:47)

Soll die EU ihn dabei unterstützen oder soll Erdogan den EU-Türkei-Deal, und damit die Zurückhaltung von Migranten auf ihren Weg nach Europa, beenden?

Nein, ethnische Säuberungen sollten von der EU nicht mitfinanziert werden.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Orbiter1 » Di 1. Okt 2019, 22:46

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Oct 2019, 20:58)

Nein, ethnische Säuberungen sollten von der EU nicht mitfinanziert werden.
Aber dann nicht rumjammern wenn die 2 Mio Syrer nicht nach Syrien zurückkehren sondern nach Europa kommen.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Orbiter1 » Di 1. Okt 2019, 23:18

Die EU sollte ein Interesse daran haben die Türkei nicht in das wirtschaftliche Chaos abstürzen zu lassen. So sichert man sich auch weiter Einfluss.
Zuletzt geändert von Orbiter1 am Di 1. Okt 2019, 23:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon JFK » Di 1. Okt 2019, 23:19

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Oct 2019, 23:18)

Das war ja regelrecht eine Demütigung. Hätte jetzt auch nicht sein müssen. Das war bei den Spurs letztes Jahr offenbar nur ein kurzfristiger Höhenflug.


Falscher Tread
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 1. Okt 2019, 23:25

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Oct 2019, 22:46)

Aber dann nicht rumjammern wenn die 2 Mio Syrer nicht nach Syrien zurückkehren sondern nach Europa kommen.

Aha, man muss also ethnische Säuberungen unterstützen, damit Syrer nicht nach Europa kommen. Nee danke, da ziehe ich die Syrer vor.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon JFK » Di 1. Okt 2019, 23:31

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Oct 2019, 23:25)

Aha, man muss also ethnische Säuberungen unterstützen, damit Syrer nicht nach Europa kommen. Nee danke, da ziehe ich die Syrer vor.


Ethnische Säuberungen? In Nordsyrien?
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Orbiter1 » Di 1. Okt 2019, 23:42

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Oct 2019, 23:25)

Aha, man muss also ethnische Säuberungen unterstützen, damit Syrer nicht nach Europa kommen. Nee danke, da ziehe ich die Syrer vor.
Ich werde sie beizeiten daran erinnern.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 2. Okt 2019, 08:04

JFK hat geschrieben:(01 Oct 2019, 23:31)

Ethnische Säuberungen? In Nordsyrien?

War das vorher ein menschenleerer Raum, wohin Erdogan jetzt 2 Mio Menschen hin umsiedeln lassen will?
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 2. Okt 2019, 08:05

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Oct 2019, 23:42)

Ich werde sie beizeiten daran erinnern.

Du kannst ja mal versuchen ein posting von mir zu finden, in dem ich Flüchtlingen vor Krieg oder Bürgerkrieg Schutz verweigern will.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Orbiter1 » Mi 2. Okt 2019, 11:46

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Oct 2019, 08:05)

Du kannst ja mal versuchen ein posting von mir zu finden, in dem ich Flüchtlingen vor Krieg oder Bürgerkrieg Schutz verweigern will.
Ok, die Türkei kann die Last der 3,8 Mio Flüchtlinge im Land nicht mehr länger tragen und es kommen 2 Mio davon nach Europa. Auf die Verteilung darf man gespannt sein. Da sind sie dann hoffentlich auch dafür dass sich alle EU-Staaten daran beteiligen.

Zurück zur türkischen Wirtschaft. Der Finanzminister prognostiziert ein Wirtschaftswachstum von 5% für das kommende Jahr, nach voraussichtlich 0,5% in diesem Jahr. Wo das starke Wachstum herkommen soll ist unklar, aber als Schwiegersohn von Erdogan wird es nicht so schlimm werden falls die Prognose doch nicht eintrifft.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Adam Smith » Mi 2. Okt 2019, 12:23

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Oct 2019, 08:04)

War das vorher ein menschenleerer Raum, wohin Erdogan jetzt 2 Mio Menschen hin umsiedeln lassen will?


Da leben Kurden. Und Kurden mag Erdogan noch weniger als Araber.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Adam Smith » Mi 2. Okt 2019, 12:24

Orbiter1 hat geschrieben:(02 Oct 2019, 11:46)

Ok, die Türkei kann die Last der 3,8 Mio Flüchtlinge im Land nicht mehr länger tragen und es kommen 2 Mio davon nach Europa. Auf die Verteilung darf man gespannt sein. Da sind sie dann hoffentlich auch dafür dass sich alle EU-Staaten daran beteiligen.
.


Die Grenze ist zu.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Ger9374 » Do 3. Okt 2019, 01:34

Erdogan wird versuchen die jetzt lästigen Glaubensbrüder loszuwerden .
Ob er dies über Europa versucht , wenn dann nur teilweise!
Er wird sich diese Einnahmequelle auf dauer erhalten wollen.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon JJazzGold » Fr 11. Okt 2019, 12:54

Orbiter1 hat geschrieben:(02 Oct 2019, 11:46)

Ok, die Türkei kann die Last der 3,8 Mio Flüchtlinge im Land nicht mehr länger tragen und es kommen 2 Mio davon nach Europa. Auf die Verteilung darf man gespannt sein. Da sind sie dann hoffentlich auch dafür dass sich alle EU-Staaten daran beteiligen.

Zurück zur türkischen Wirtschaft. Der Finanzminister prognostiziert ein Wirtschaftswachstum von 5% für das kommende Jahr, nach voraussichtlich 0,5% in diesem Jahr. Wo das starke Wachstum herkommen soll ist unklar, aber als Schwiegersohn von Erdogan wird es nicht so schlimm werden falls die Prognose doch nicht eintrifft.


Hätten die EU Leader das in der Hose, was man unter “Arsch“ versteht und wären sich wenigstens ein einziges Mal einig, dann würden sie Erdogan kalt lächelnd antworten, “Wir sitzen in der EU auf 4,5 Mio qm Land mit einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 121Personen/km² und sind gemeinsam in der Lage baw entsprechende Infrastruktur zu etablieren und vorzuhalten, let them roll.“
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon Adam Smith » Fr 11. Okt 2019, 13:32

JJazzGold hat geschrieben:(11 Oct 2019, 12:54)

Hätten die EU Leader das in der Hose, was man unter “Arsch“ versteht und wären sich wenigstens ein einziges Mal einig, dann würden sie Erdogan kalt lächelnd antworten, “Wir sitzen in der EU auf 4,5 Mio qm Land mit einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 121Personen/km² und sind gemeinsam in der Lage baw entsprechende Infrastruktur zu etablieren und vorzuhalten, let them roll.“


Die Grenze ist zu. Es dürfte eher darum gehen, dass Erdowahn sich nicht zu viel aufregt.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon JJazzGold » Fr 11. Okt 2019, 13:48

Adam Smith hat geschrieben:(11 Oct 2019, 13:32)

Die Grenze ist zu. Es dürfte eher darum gehen, dass Erdowahn sich nicht zu viel aufregt.


Der würde sie doch sowieso nicht rollen lassen, damit wäre ihm der Grund für seine Invasion in Syrien genommen.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon euroade » Fr 11. Okt 2019, 13:55

wirtschaft am bosporus liegt darnieder, wie kann das sein nachdem die EU abermilliarden euro an den bosporus geschickt hat.
folgendes, ich hab mir ein neues auto gekauft, und staunte nicht schlecht dass so gut wie alle modelle, die mich interessierten in der türkei hergestellt wurden.
welcher autohersteller geht freiwillig in die türkei. da sind vermutlich massiv subventionen an die autohersteller geflossen.
das ziel der EU dürfte klar sein, die türkei soll mit biegen brechen in die EU aufgenommen werden.
naja, hoffentlich bleiben die franzosen hart, solange frankreich dagegen ist wird das nichts.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon unity in diversity » Fr 11. Okt 2019, 14:07

JJazzGold hat geschrieben:(11 Oct 2019, 13:48)

Der würde sie doch sowieso nicht rollen lassen, damit wäre ihm der Grund für seine Invasion in Syrien genommen.

Die Flüchtlingsansiedlung ist vorgeschoben.
Erdo bekämpft die kurdischen "Terroristen" und bedient sich dazu Hilfswilliger aus der islamterroristischen FSA.
Es geht um das strategische Vorland für die allgemeine Südostexpansion.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Wirtschaft am Bosporus

Beitragvon JJazzGold » Fr 11. Okt 2019, 14:21

unity in diversity hat geschrieben:(11 Oct 2019, 14:07)

Die Flüchtlingsansiedlung ist vorgeschoben.
Erdo bekämpft die kurdischen "Terroristen" und bedient sich dazu Hilfswilliger aus der islamterroristischen FSA.
Es geht um das strategische Vorland für die allgemeine Südostexpansion.


Das ist mir klar.
Wobei er zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt, Kurden eliminieren und Landgewinnung.
Wenn man es genau nimmt, sogar drei, er wird Flüchtlinge los.
Hindern wird ihn niemand daran, hat er sich doch rechtzeitig versichert, dass Russland und der Iran wohlwollend zusehen. Letzterer, weil ihm die Destabilisierung Syriens in die Hände spielt.

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