Die Türkei nach Erdogan

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Postnix

Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon Postnix » Mi 26. Feb 2014, 23:38

Erdogan, das steht zweifelsfrei fest, hat seine Verdienste. Nach anfänglichen Erfolgen ist er zunehmend dem Machtwahn verfallen und hat sich nach rückwärts gewandt. Was wollte er nicht alles erreichen? So wollte er die Türkei zu einem Musterbeispiel für die islamische Welt entwickeln.

Heute ist die Türkei nur noch eine Lachnummer.

Bahnt sich hier eine neue Entwicklung an?
Zuletzt geändert von Postnix am Mi 26. Feb 2014, 23:39, insgesamt 1-mal geändert.
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palulu
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon palulu » Mi 26. Feb 2014, 23:42

Die Kommentare sind interessant. Murat fasst es schön zusammen. Ich wähle keinen Korrupten.
Alexander Zwo

Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon Alexander Zwo » Mi 26. Feb 2014, 23:43

Er will eine engere Anbindung an den Westen, also soll es noch schlimmer werden als unter Erdogan! :mad:
Nieder mit dem Westen! Da sind mir ja Islamisten und Nationalisten lieber als solche Ami-Kriecher!! :mad:
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MG-42
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon MG-42 » Mi 26. Feb 2014, 23:46

palulu » Mi 26. Feb 2014, 16:42 hat geschrieben:Die Kommentare sind interessant. Murat fasst es schön zusammen. Ich wähle keinen Korrupten.


Was waeren deine 3 Top Interessen bei einer Wahl, was erwartest du von den Kandidaten, was sind die drei Top Probleme die es zu lösen gilt aus deiner Sicht?
Alexander Zwo

Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon Alexander Zwo » Do 27. Feb 2014, 00:15

MG-42 » Mi 26. Feb 2014, 23:46 hat geschrieben:
palulu » Mi 26. Feb 2014, 16:42 hat geschrieben:Die Kommentare sind interessant. Murat fasst es schön zusammen. Ich wähle keinen Korrupten.


Was waeren deine 3 Top Interessen bei einer Wahl, was erwartest du von den Kandidaten, was sind die drei Top Probleme die es zu lösen gilt aus deiner Sicht?


Ein Kandidat ist nur gut, wenn er den Austritt aus der Nato fordert! :cool:
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palulu
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon palulu » Do 27. Feb 2014, 00:32

MG-42 » Do 27. Feb 2014, 00:46 hat geschrieben:
palulu » Mi 26. Feb 2014, 16:42 hat geschrieben:Die Kommentare sind interessant. Murat fasst es schön zusammen. Ich wähle keinen Korrupten.


Was waeren deine 3 Top Interessen bei einer Wahl, was erwartest du von den Kandidaten, was sind die drei Top Probleme die es zu lösen gilt aus deiner Sicht?


Es gibt tatsächlich "nur" 2 elementar wichtige Probleme in der Türkei, die es primär zu lösen gilt; das eine ist innenpolitischer, das andere außenpolitischer Natur:

1. Kurdenfrage und 2. Zypernfrage - (fast) jedes nachfolgende Problem im Land hängt auf die eine oder andere Weise mit einem dieser zwei Konfliktbereiche zusammen.

Unter der Prämisse, dass der EU-Beitrittsprozess die Türkei nachhaltig demokratisiert und liberalisiert, müsste der Zypernkonflikt vorher gelöst werden. Nikosia ist bekanntlich Hauptblockierer (z.B. Kapitel über Grundrechte, Justiz und Rechtstaatlichkeit) und übt gewaltigen Einfluss auf Griechenland, das ebenfalls einige Verhandlungskapitel oder Teile davon suspendiert hat.

Die Lösung der Kurdenfrage würde nicht nur die türk. Demokratie nachhaltig konsolidieren, sondern erwartungsgemäß in fast der Hälfte des Landes einen Wirtschaftsboom auslösen, der - wenn er nur halb so stark wäre wie die Konjunktur der letzten Dekade - die Türkei auf tschechisches Gesamtniveau hieven könnte, was den Beitrittsprozess erheblich beeinflussen würde.

Jede einzelne Lösung der beschriebenen zwei Konflikte hat einen immensen Einfluss auf die türk. Demokratie sowie Ökonomie.

Meine 3 persönlichen (kurzfristigen) Interessen - wohl eher Wünsche - wären:

1. Neoliberalen Wirtschaftskurs beibehalten.
2. Austritt aus der NATO und Neutralitätserklärung (ich weiß, ist utopisch).
3. Entideologisierung des Staates.

Von den Kandidaten erwarte ich in erster Linie erfrischenden Pragmatismus und keine starre Ideologie, die das Land lähmt, und Toleranz gegenüber ALLEN Bevölkerungsteilen. Das schließt die große religiöse und nationale Mehrheit genauso ein wie die Minderheiten. Bizarrerweise werden beide vom Staat diskriminiert und dennoch unterstützen sie sich gegenseitig nicht gegen ihn, weil sie Angst haben, dass die eine Seite die andere endgültig ins Abseits drängen könnte. Die Türkei zu verstehen ist schon eine Kunst.
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon Postnix » Do 27. Feb 2014, 00:38

1. Wie sollte die Zypernfrage gelöst werden?

2. Wie das Kurdenproblem?

3. Wer könnte das machen?
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon MG-42 » Do 27. Feb 2014, 00:46

palulu » Mi 26. Feb 2014, 17:32 hat geschrieben:
MG-42 » Do 27. Feb 2014, 00:46 hat geschrieben:
Was waeren deine 3 Top Interessen bei einer Wahl, was erwartest du von den Kandidaten, was sind die drei Top Probleme die es zu lösen gilt aus deiner Sicht?


Es gibt tatsächlich "nur" 2 elementar wichtige Probleme in der Türkei, die es primär zu lösen gilt; das eine ist innenpolitischer, das andere außenpolitischer Natur:

1. Kurdenfrage und 2. Zypernfrage - (fast) jedes nachfolgende Problem im Land hängt auf die eine oder andere Weise mit einem dieser zwei Konfliktbereiche zusammen.

Unter der Prämisse, dass der EU-Beitrittsprozess die Türkei nachhaltig demokratisiert und liberalisiert, müsste der Zypernkonflikt vorher gelöst werden. Nikosia ist bekanntlich Hauptblockierer (z.B. Kapitel über Grundrechte, Justiz und Rechtstaatlichkeit) und übt gewaltigen Einfluss auf Griechenland, das ebenfalls einige Verhandlungskapitel oder Teile davon suspendiert hat.

Die Lösung der Kurdenfrage würde nicht nur die türk. Demokratie nachhaltig konsolidieren, sondern erwartungsgemäß in fast der Hälfte des Landes einen Wirtschaftsboom auslösen, der - wenn er nur halb so stark wäre wie die Konjunktur der letzten Dekade - die Türkei auf tschechisches Gesamtniveau hieven könnte, was den Beitrittsprozess erheblich beeinflussen würde.

Jede einzelne Lösung der beschriebenen zwei Konflikte hat einen immensen Einfluss auf die türk. Demokratie sowie Ökonomie.

Meine 3 persönlichen (kurzfristigen) Interessen - wohl eher Wünsche - wären:

1. Neoliberalen Wirtschaftskurs beibehalten.
2. Austritt aus der NATO und Neutralitätserklärung (ich weiß, ist utopisch).
3. Entideologisierung des Staates.

Von den Kandidaten erwarte ich in erster Linie erfrischenden Pragmatismus und keine starre Ideologie, die das Land lähmt, und Toleranz gegenüber ALLEN Bevölkerungsteilen. Das schließt die große religiöse und nationale Mehrheit genauso ein wie die Minderheiten. Bizarrerweise werden beide vom Staat diskriminiert und dennoch unterstützen sie sich gegenseitig nicht gegen ihn, weil sie Angst haben, dass die eine Seite die andere endgültig ins Abseits drängen könnte. Die Türkei zu verstehen ist schon eine Kunst.


Erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort.

zu deinen Wuenschen.

1. insgesamt ging es der Tuerkei dank der Anbindung an der EU wirtschaftlich sehr gut, das Macht Sinn den Kurs beizubehalten. Der kranke Mann hat durchaus Muskeln wachsen lassen.

2. Die Nato mag nicht immer im Interesse der Tuerkei handeln, als Mitglied hat man Rechte, die die Tuerkei wahrscheinlich eher hilfreich sind, als neutraler waere der Einfluss geringer aus meiner Sicht.

3. Was versteht du darunter?

Die Kurden, was waere denn die optimale Loesung aus deiner Sicht des Kurdenproblems, es scheint die Regierung versucht den Einfluss von radikalen Kurdengruppen ausserhalb der Tuerkei durch eine mehr tolerante Kurdenpolitik zu minimieren,
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon palulu » Do 27. Feb 2014, 00:58

Postnix » Do 27. Feb 2014, 01:38 hat geschrieben:1. Wie sollte die Zypernfrage gelöst werden?


Aus wessen Sicht willst Du das hören?

2. Wie das Kurdenproblem?


Dadurch, dass man wie bisher die Gründung eines pro-türkischen Kurdistans unterstützt. Lange Geschichte, aber sie ist wahr. Siehe türkisch-nordirakische(/kurdische) Partnerschaft.

3. Wer könnte das machen?


Diese Frage kann man nur negativ beantworten: Sarigül ist diese Person nicht.

Ich weiß, dass Du Erdogan nicht magst, aber er hat das Land revolutioniert und was er bis heute geschaffen hat, kann nicht genug gewürdigt werden. Jeder, der die Verhältnisse aus den 90ern kennt und objektiv bleibt, wird mir zustimmen.
Postnix

Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon Postnix » Do 27. Feb 2014, 01:06

palulu » Do 27. Feb 2014, 00:58 hat geschrieben:
Postnix » Do 27. Feb 2014, 01:38 hat geschrieben:1. Wie sollte die Zypernfrage gelöst werden?


Aus wessen Sicht willst Du das hören?

Aus der Sicht einer tragfäigen Lösung, die allen Seiten nützt und das Problem löst. Ihre Frage verstehe ich nicht.

2. Wie das Kurdenproblem?


Dadurch, dass man wie bisher die Gründung eines pro-türkischen Kurdistans unterstützt. Lange Geschichte, aber sie ist wahr. Siehe türkisch-nordirakische(/kurdische) Partnerschaft.


Bitte erläutern. Ist mir nicht geläufig.

3. Wer könnte das machen?


Diese Frage kann man nur negativ beantworten: Sarigül ist diese Person nicht.

Ich weiß, dass Du Erdogan nicht magst, aber er hat das Land revolutioniert und was er bis heute geschaffen hat, kann nicht genug gewürdigt werden. Jeder, der die Verhältnisse aus den 90ern kennt und objektiv bleibt, wird mir zustimmen.


Ich hatte anfangs nichts gegen Erdogan, fand ihn auch nicht unclever. Leider hat er sich in die falsche Richtung entwickelt, oder möglicherweise ist er nach einier Zeit erst aus der Deckung gekommen.
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon Chruschtschow » Do 27. Feb 2014, 14:39

....wird die gleiche wie der Türkenstaat vor Erdogan....
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon Subutai » Do 27. Feb 2014, 19:13

Sarigül wird die Türkei nicht regieren, die CHP wird niemals eine Mehrheit erhalten. Wenn Erdogan gehen sollte, wird Gül kommen oder ein anderer aus der AKP, der die Türkei regieren wird.
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon JJazzGold » Do 27. Feb 2014, 19:39

Postnix » Mi 26. Feb 2014, 23:38 hat geschrieben:Erdogan, das steht zweifelsfrei fest, hat seine Verdienste. Nach anfänglichen Erfolgen ist er zunehmend dem Machtwahn verfallen und hat sich nach rückwärts gewandt. Was wollte er nicht alles erreichen? So wollte er die Türkei zu einem Musterbeispiel für die islamische Welt entwickeln.

Heute ist die Türkei nur noch eine Lachnummer.

Bahnt sich hier eine neue Entwicklung an?


Erdogan ist nicht zunehmend seinem Machtwahn verfallen, sondern seinem Vorsatz erkenntlich immer treu geblieben.

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“
– Recep Tayyip Erdoğan
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon Alexander Zwo » Fr 28. Feb 2014, 01:40

JJazzGold » Do 27. Feb 2014, 19:39 hat geschrieben:
Postnix » Mi 26. Feb 2014, 23:38 hat geschrieben:Erdogan, das steht zweifelsfrei fest, hat seine Verdienste. Nach anfänglichen Erfolgen ist er zunehmend dem Machtwahn verfallen und hat sich nach rückwärts gewandt. Was wollte er nicht alles erreichen? So wollte er die Türkei zu einem Musterbeispiel für die islamische Welt entwickeln.

Heute ist die Türkei nur noch eine Lachnummer.

Bahnt sich hier eine neue Entwicklung an?


Erdogan ist nicht zunehmend seinem Machtwahn verfallen, sondern seinem Vorsatz erkenntlich immer treu geblieben.

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“
– Recep Tayyip Erdoğan


Das ist doch nur ein Islam light, was der Erdogan da macht. Die Pop- und Rocksängerinnen treten im türkischen TV genauso halbnackt auf, wie vor 20 Jahren. Was meinst Du, was meine Großeltern (alles Deutsche) zu solchen Sendungen gesagt hätten? :)

Was ich an Erdogan nicht mag ist, dass er auch ein Ami-Kriecher ist, wie unsere ganze Regierung. Dabei ist die Türkei stark genug und braucht keine Amis und keine Nato!
Chruschtschow

Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon Chruschtschow » Sa 1. Mär 2014, 23:33



Die grauen Wölfe.
Postnix

Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon Postnix » Fr 21. Mär 2014, 03:54

Erdogan steigert die Schlagzahl in seinem Kampf um die Hegemonie: Twitter anscheinend abgeschaltet.
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon John Galt » Fr 21. Mär 2014, 04:32

palulu » Do 27. Feb 2014, 00:32 hat geschrieben:
MG-42 » Do 27. Feb 2014, 00:46 hat geschrieben:Meine 3 persönlichen (kurzfristigen) Interessen - wohl eher Wünsche - wären:

1. Neoliberalen Wirtschaftskurs beibehalten.
2. Austritt aus der NATO und Neutralitätserklärung (ich weiß, ist utopisch).
3. Entideologisierung des Staates..


Klingt gut. Nach 10 Jahren ist die Zeit von Erdogan einfach vorbei.

Ein paar langfristige Sachen:
Man sich bewusst sein, dass sich die Gewichte in Europa zukünftig weiter verschieben werden. http://www.wrsc.org/sites/default/files ... o_2050.jpg
Solange man kein allzugroßes politisches Drama in den nächsten Jahren anzettelt, wird irgendwann in den nächsten 5-20 Jahren der Ton von den jungen progressiven Türken angegeben werden.
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
pudding

Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon pudding » Fr 21. Mär 2014, 13:48

John Galt » Fr 21. Mär 2014, 05:32 hat geschrieben:


Klingt gut. Nach 10 Jahren ist die Zeit von Erdogan einfach vorbei.

Ein paar langfristige Sachen:
Man sich bewusst sein, dass sich die Gewichte in Europa zukünftig weiter verschieben werden. http://www.wrsc.org/sites/default/files ... o_2050.jpg
Solange man kein allzugroßes politisches Drama in den nächsten Jahren anzettelt, wird irgendwann in den nächsten 5-20 Jahren der Ton von den jungen progressiven Türken angegeben werden.

Merkwürdig, auf deinem Bildchen sieht man deutlich dass hauptsächlich Staaten mit neoliberal-kapitalistischer Prägung auf dem absteigenden Ast sind und Staaten mit totalitärer Prägung aufsteigen.
Kommt das deiner Vorstellung von Liberalität entgegen? :?:
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John Galt
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Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon John Galt » Fr 21. Mär 2014, 13:57

pudding » Fr 21. Mär 2014, 13:48 hat geschrieben:
John Galt » Fr 21. Mär 2014, 05:32 hat geschrieben:
Klingt gut. Nach 10 Jahren ist die Zeit von Erdogan einfach vorbei.

Ein paar langfristige Sachen:
Man sich bewusst sein, dass sich die Gewichte in Europa zukünftig weiter verschieben werden. http://www.wrsc.org/sites/default/files ... o_2050.jpg
Solange man kein allzugroßes politisches Drama in den nächsten Jahren anzettelt, wird irgendwann in den nächsten 5-20 Jahren der Ton von den jungen progressiven Türken angegeben werden.

Merkwürdig, auf deinem Bildchen sieht man deutlich dass hauptsächlich Staaten mit neoliberal-kapitalistischer Prägung auf dem absteigenden Ast sind und Staaten mit totalitärer Prägung aufsteigen.
Kommt das deiner Vorstellung von Liberalität entgegen? :?:


Man sieht vor allem Staaten aufsteigen, die sich heute dem fikki fikki zuwenden. Nach dem Solow-Modell steigt das BIP dann wenn die Bevölkerungswachstumsrate rückläufig wird, da man dann einen höheren Kapitalstock pro Kopf hat = steigende Kapitalintensität und genau das wird in Zukunft der Fall sein und deshalb steigen diese Staaten auf Genosse Pudding. Volkswirtschaft für Anfänger. :x
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Bakelit

Re: Die Türkei nach Erdogan

Beitragvon Bakelit » Fr 21. Mär 2014, 20:32

Zeigt doch etwas ganz Interessantes.

Es zeigt, dass die Kulturen, die nie von paternalistischen, autokratischen Strukturen los gekommen sind, deren sozio-politische Gesellschaftsstruktur auf hierarchischem Denken fußt, immer nur Führungspersönlichkeiten entwickeln, die irgendwann in das, was unter den Begriff " Größenwahn" weitläufig gefasst werden kann, fallen.

Der Ex-Buchhalter als jetziger Sultan ist doch prägnant für diese These. Der schlimmste Vertreter dieser Couleur war ein Postkartenmaler als GRÖFAZ.

Aber der Bedürftige über alles in der Welt , der die Hierarchien wegbrechen, jubelt natürlich diesen Abgehobenen zu, weil man selber am Boden klebt. Die Putineska hier, wird dazu als Beispiel von einem lachenden Bakelit auch zur Beweisführung sein seiner These angeführt...

echt ;)

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