Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

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adal
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon adal » Do 22. Okt 2009, 23:50

BruceLee hat geschrieben:Sollte die bald neu gegründete armenisch-türkische Historikerkommission, in der auch andere unabhängige Historiker ihre Plätze einnehmen werden, irgendwann zu dem Schluss kommen, dass es Völkermord war, werde ich diese Entscheidung akzeptieren. Die Frage ist nur, wie die Armenier das aufnehmen werden, wenn es zum gegenteiligen Entschluss kommen sollte.
Das ist dummes Zeug, es ist historisch längst geklärt. Die Kommission soll bloß eine Sprachregelung finden, mit der dann beide Seiten leben können. Das Unterfangen ist allerdings von vornherein zum Scheitern verurteilt. Ist aber auch nicht mehr so wichtig. Die jungen Armenier wollen, dass die Türken Berg-Karabach nicht in Frage stellen und ihre Grenze öffnen.

Eine Vertreibung – egal was der Anlass dafür gewesen sein soll - bei der bis zu 1,5 Mio. Menschen ums Leben kamen, kann man nicht einfach nur eine Vertreibung oder „ethnische Säuberung“ nennen. Es ist Völkermord.

Das „Argument“, der völkerrechtliche Tatbestand des Völkermords sei erst 1948 formuliert worden, ist entlarvend. Befanden sich die Jungtürken etwa in einem Verbotsirrtum? Warum hat sie bloß keiner aufgeklärt?

M.W hat die Türkei weder Restitutionsansprüche zu befürchten, noch eine Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, noch die Verurteilung türkischer Staatsbürger vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Es geht - fast 100 Jahre nach dem Verbrechen - nur noch um „Erinnerungsarbeit“.
Zuletzt geändert von adal am Fr 23. Okt 2009, 00:26, insgesamt 6-mal geändert.
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BruceLee
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon BruceLee » Fr 23. Okt 2009, 00:52

Endlich mal jemand, der dies ein wenig mitverfolgt(?) und/oder ein bisschen Ahnung davon zu haben scheint.(?)

adal hat geschrieben: Das ist dummes Zeug, es ist historisch längst geklärt. Die Kommission soll bloß eine Sprachregelung finden, mit der dann beide Seiten leben können.


Wenn es nach der AKP geht, ja! Aber historisch ist dies ganz und gar nicht geklärt - noch lange nicht. Demnach wird es wohl darauf hinauslaufen, dass sich die AKP mit Armenien auf ein Zwischending von Genozid und Massaker einigt. Die (AKP) müssten sich dann aber wirklich beeilen, denn die nächsten Parlamentswahlen stehen, wenn es keine vorgezogenen Wahlen (nächstes Jahr) geben sollte, schon 2011 an. Ich glaube aber kaum, dass eine Historikerkommission, dessen Gründung noch nicht einmal zu 100% fest steht, da der Annäherungsvertrag mit Armenien erst einmal von beiden Parlamenten bestätigt werden muss, dies innerhalb von nur ein paar Monaten oder 2 Jahren bewerkstelligen kann. Die AKP nämlich steht derzeit innenpolitisch zurecht unter Dauerbeschuss der Opposition + durch die eindeutige Mehrheit der Bevölkerung und es ist sehr fraglich, ob sie, nach dem sie angebliche Militärputsch-Verschwörer (Ergenekon) seit über 2 Jahren ohne jegliche Beweise und Anhaltspunkte im Knast schmorren lassen und gleichzeitig von ihnen persönlich eingeladene PKK-Terroristen aus dem Nordirak ohne jegliche Untersuchungen auf deren begangene Morde auf Zivilisten und Soldaten, die nächsten Wahlen überleben werden. Derzeit geht es drunter und drüber im Land.


Das Unterfangen ist allerdings von vornherein zum Scheitern verurteilt. Ist aber auch nicht mehr so wichtig. Die jungen Armenier wollen, dass die Türken Berg-Karabach nicht in Frage stellen und ihre Grenze öffnen.


Das ist (hoffentlich) ein weiterer Grund für das endgültige Aus der AKP. Sommer- und Winterschlussverkäufe gibt es in den Geschäften und nicht in solch wichtigen politischen Entscheidungen, wo es um den Verkauf der völkerrechtswidrig besetzten Gebiete meiner Brüder in Aserbaidschan durch Armenien geht.

Eine Vertreibung – egal was der Anlass dafür gewesen sein soll - bei der bis zu 1,5 Mio. Menschen ums Leben kamen, kann man nicht einfach nur eine Vertreibung oder „ethnische Säuberung“ nennen. Es ist Völkermord.

Das „Argument“, der völkerrechtliche Tatbestand des Völkermords sei erst 1948 formuliert worden, ist entlarvend. Befanden sich die Jungtürken etwa in einem Verbotsirrtum? Warum hat sie bloß keiner aufgeklärt?

M.W hat die Türkei weder Restitutionsansprüche zu befürchten, noch eine Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, noch die Verurteilung türkischer Staatsbürger vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Es geht - fast 100 Jahre nach dem Verbrechen - nur noch um „Erinnerungsarbeit“.


Auf dieses Thema gehe ich vorerst mal nicht näher ein, bis ein gewisser User erst mal was anderes so langsam verdaut hat. Und das braucht eine verdammt lange Zeit.
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon adal » Fr 23. Okt 2009, 01:00

Bruce Lee hat geschrieben:Auf dieses Thema gehe ich vorerst mal nicht näher ein, bis ein gewisser User erst mal was anderes so langsam verdaut hat. Und das braucht eine verdammt lange Zeit.
Nun. Der Holocaust war Völkermord. Das bestreitet hierzulande nicht mal die NPD, jedenfalls nicht offen. Ist immerhin ein Straftatbestand.

In der Türkei hat sogar ein prominenter Schriftsteller mit Gefängnis zu rechnen, nur weil er sich zur international anerkannten historischen Wahrheit bekennt. Das Herumgeeier der Türken ist blamabel, da beißt die Maus keinen Faden ab. Die türkische Regierung kann damt keinen Blumentopf gewinnen, jedenfalls nicht im Ausland.

Der Annäherungsprozess zwischen Armenien und der Türkei wird letzten Endes, so er überhaupt vorankommt, die Genozidfrage ausklammern, davon bin ich überzeugt. Diesen hohen Preis werden die Armenier wohl oder übel inkauf nehmen müssen.
Bruce Lee hat geschrieben: Die AKP nämlich steht derzeit innenpolitisch zurecht unter Dauerbeschuss der Opposition... Derzeit geht es drunter und drüber im Land.
Wer sich, wie du, im nationalen Schmollwinkel am wohlsten fühlt, ist natürlich nicht nur gegen die Annäherung der Türkei an Armenien, sondern auch gegen die Anäherung der Türkei an die EU. Da halte ich mich heraus, das geht mich nix an. Das ist euer Bier.
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon Ferit » Fr 23. Okt 2009, 10:02

BruceLee hat geschrieben:Endlich mal jemand, der dies ein wenig mitverfolgt(?) und/oder ein bisschen Ahnung davon zu haben scheint.(?)


Der User adal hat überhaupt keine Ahnung. :hat:
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon BruceLee » Fr 23. Okt 2009, 12:57

adal hat geschrieben: Nun. Der Holocaust war Völkermord. Das bestreitet hierzulande nicht mal die NPD, jedenfalls nicht offen. Ist immerhin ein Straftatbestand.


Danke für diese Info, mal wieder was neues dazu gelernt. :lol:

Mal schauen ob Broder mit dem was er vor hat erfolgreich sein wird.


In der Türkei hat sogar ein prominenter Schriftsteller mit Gefängnis zu rechnen, nur weil er sich zur international anerkannten historischen Wahrheit bekennt.


Prominente Schriftsteller und Romantiker, die überhaupt keine Ahnung von der Materie haben und sich trotzdem einseitig zum Armenier-Thema äussern, weil es ihnen den Nobelpreis und viel Kohle aus Europa bringt, "Menschrechtler", die nur die Menschenrechte von Terroristen und deren Anhänger verteidigen, usw. gehören für mich eh für immer nach Sibieren abgeschoben. Das ist nur meine persönliche Meinung. Ansonsten hast du schon recht, die Beleidigung des Türkentums sollte endgültig legalisiert werden, zumal dies im übertragenen Sinne in den EU-Ländern ja schon längst der Fall ist.


Das Herumgeeier der Türken ist blamabel, da beißt die Maus keinen Faden ab. Die türkische Regierung kann damt keinen Blumentopf gewinnen, jedenfalls nicht im Ausland.


Das Herumgeeiere der Europäer ist noch blamabler, die Geschichte der Türkei aus ihren Federn mit Hirnamputierten und von den Diaspora-Armeniern bezahlten "Historikern" aufzwingen zu versuchen.


Der Annäherungsprozess zwischen Armenien und der Türkei wird letzten Endes, so er überhaupt vorankommt, die Genozidfrage ausklammern, davon bin ich überzeugt. Diesen hohen Preis werden die Armenier wohl oder übel inkauf nehmen müssen.


Armenien bleibt nur zu hoffen, dass die derzeitigen Schlussverkäufer in Ankara ihre Verkäufe möglichst schnell abschliessen.


Wer sich, wie du, im nationalen Schmollwinkel am wohlsten fühlt, ist natürlich nicht nur gegen die Annäherung der Türkei an Armenien, sondern auch gegen die Anäherung der Türkei an die EU. Da halte ich mich heraus, das geht mich nix an. Das ist euer Bier.


Wer Nationalist ist, bestimmt adal, stimmts? Ich habe nichts gegen eine Annäherung der Türkei zu Armenien, nachdem sich Armenien zunächst einmal aus den besetzten Gebieten Aserbaidschans zurück zieht. Auch habe ich nichts gegen eine öffentlich durchgeführte Debatte, dass die Geschehnisse von damals konstruktiv beleuchtet und zu einem abschliessenden Endergebnis kommt. Gegen den EU-Beitritt bin ich aber sehr wohl. Begründung: Die meisten EU-Bürger und die meisten Türkei-Bürger wollen das nämlich nicht, also soll da endlich ein aufrichtig gemeinter Schlußstrich von beiden Seiten darunter gezogen werden.
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon adal » Fr 23. Okt 2009, 19:26

BruceLee hat geschrieben:Wer Nationalist ist, bestimmt adal, stimmts? Ich habe nichts gegen eine Annäherung der Türkei zu Armenien, nachdem sich Armenien zunächst einmal aus den besetzten Gebieten Aserbaidschans zurück zieht. Auch habe ich nichts gegen eine öffentlich durchgeführte Debatte, dass die Geschehnisse von damals konstruktiv beleuchtet und zu einem abschliessenden Endergebnis kommt. Gegen den EU-Beitritt bin ich aber sehr wohl. Begründung: Die meisten EU-Bürger und die meisten Türkei-Bürger wollen das nämlich nicht, also soll da endlich ein aufrichtig gemeinter Schlußstrich von beiden Seiten darunter gezogen werden.
Na also. Viel Spaß im nationalen Schmollwinkel!
Zuletzt geändert von adal am Fr 23. Okt 2009, 19:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon BruceLee » Fr 23. Okt 2009, 22:01

adal hat geschrieben: Na also. Viel Spaß im nationalen Schmollwinkel!


Du bist also ein Befürworter von Zwangsverheiratungen? :lol:
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon adal » Fr 23. Okt 2009, 22:03

BruceLee hat geschrieben:
Du bist also ein Befürworter von Zwangsverheiratungen? :lol:
Ich bin sogar für das schulische Kopftuchverbot. Da können wir uns von der Türkei eine Scheibe abschneiden. Ob die türkische Justiz in der Lage ist, Zwangsverheiratungen auf dem Land zu verfolgen, da habe ich meine Zweifel. Die Betroffenen können sich leider auch nicht an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wenden, weil sie keine EU-Bürger sind.
Zuletzt geändert von adal am Fr 23. Okt 2009, 22:07, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon BruceLee » Fr 23. Okt 2009, 22:08

adal hat geschrieben: Ich bin sogar für das schulische Kopftuchverbot.


Was ergibt das für einen Sinn, gegen die Mehrheit beider Bevölkerungen zu handeln? Oder aus Sicht der Türkei, irgendwo Mitgied zu werden, wo man mehrheitlich unerwünscht ist?
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon BruceLee » Fr 23. Okt 2009, 22:11

Gegen Zwangsverheiratungen gibt es leider kein Erfolgspatent, genauso wenig wie gegen viele anderen Sachen auch.
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon adal » Fr 23. Okt 2009, 22:12

BruceLee hat geschrieben:
Was ergibt das für einen Sinn, gegen die Mehrheit beider Bevölkerungen zu handeln? Oder aus Sicht der Türkei, irgendwo Mitgied zu werden, wo man mehrheitlich unerwünscht ist?
Zunächst mal gibt es eh nur einen Annäherungsprozess. Was daraus wird kann niemand sagen.
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon dreizehn » Fr 23. Okt 2009, 23:39

Gretel hat geschrieben:

Höre - ich bin neutral.
Aber - WORAUS schließt Du das :?:


S176
[*]eines der lieblingsbücher der erwachsenen ghettobevölkerung war anscheinend franz werfels DIE VIERZIG TAGE DES MUSA DAGH , eine geschichte, die während des völkermords spielt , den die türken im ersten weltkrieg an den armeniern verübten ....[*]

http://books.google.de/books?id=L4Qcd6i ... q=&f=false

auch unter anderem Marcel Reich-Ranicki -->

Wer die Memoiren von Marcel Reich-Ranicki gelesen hat, dem ist wenn er ihn nicht schon vorher kannte, der Roman von Franz Werfel ein Begriff. Anschaulich beschreibt Reich-Ranicki wie im Warschauer Ghetto über Kerzenlicht gebeugt einige Juden den Roman lasen. Dabei weinten sie und erkannten sich wieder. Ihre jüdische Identität erwuchs neuerlich aus der Tatsache, das sie das mörderische NS-System zu Juden machte. Der Wunsch nach einem Nationalstaat empfing hier seine stärksten Impulse. Der Genozid als kollektive historische Erfahrung führte ganz entscheidend zur Gründung des Staates Israel.

http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-r ... werfel.htm


mfg
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon Antonius » Mo 23. Nov 2009, 19:31

dreizehn hat geschrieben:S176
[*]eines der lieblingsbücher der erwachsenen ghettobevölkerung war anscheinend franz werfels DIE VIERZIG TAGE DES MUSA DAGH , eine geschichte, die während des völkermords spielt , den die türken im ersten weltkrieg an den armeniern verübten ....[*]

auch unter anderem Marcel Reich-Ranicki -->

Wer die Memoiren von Marcel Reich-Ranicki gelesen hat, dem ist wenn er ihn nicht schon vorher kannte, der Roman von Franz Werfel ein Begriff. Anschaulich beschreibt Reich-Ranicki wie im Warschauer Ghetto über Kerzenlicht gebeugt einige Juden den Roman lasen. Dabei weinten sie und erkannten sich wieder. Ihre jüdische Identität erwuchs neuerlich aus der Tatsache, das sie das mörderische NS-System zu Juden machte. Der Wunsch nach einem Nationalstaat empfing hier seine stärksten Impulse. Der Genozid als kollektive historische Erfahrung führte ganz entscheidend zur Gründung des Staates Israel.

http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-r ... werfel.htm
mfg
Vor vielen Jahren habe auch ich Franz Werfels Buch "DIE VIERZIG TAGE DES MUSA DAGH " gelesen.
Hier wird der Genozid der osmanischen Türken an den Armeniern in den Jahren 1915ff eindrucksvoll beschrieben.

Dieses Buch sollte Pflichtlektüre an allen Schulen in Deutschland (und Europa) sein!
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon Ferit » Mo 23. Nov 2009, 19:46

Antonius hat geschrieben:Vor vielen Jahren habe auch ich Franz Werfels Buch "DIE VIERZIG TAGE DES MUSA DAGH " gelesen.
Hier wird der Genozid der osmanischen Türken an den Armeniern in den Jahren 1915ff eindrucksvoll beschrieben.

Dieses Buch sollte Pflichtlektüre an allen Schulen in Deutschland (und Europa) sein!


Ich habe dieses Buch auch gelesen. Es ist langweilig geschrieben und eine einseitige Propaganda. :roll:
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon Antonius » Mo 23. Nov 2009, 20:12

Ferit hat geschrieben:Ich habe dieses Buch auch gelesen. Es ist langweilig geschrieben und eine einseitige Propaganda. :roll:

Dein Pech, wenn Du nichts verstehst. ;)

Ich bleibe dabei:
In Franz Werfels Buch wird der Genozid der osmanischen Türken an den Armeniern in den Jahren 1915ff eindrucksvoll beschrieben.
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre an allen Schulen in Deutschland (und Europa) sein!
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon Ferit » Mo 23. Nov 2009, 21:22

Antonius hat geschrieben:Dein Pech, wenn Du nichts verstehst. ;)

Ich bleibe dabei:
In Franz Werfels Buch wird der Genozid der osmanischen Türken an den Armeniern in den Jahren 1915ff eindrucksvoll beschrieben.
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre an allen Schulen in Deutschland (und Europa) sein!

Sollte dieses Propagandabuch je in Deutschland und in Europa Pflichtlektüre werden, ist die Zeit wirklich gekommen diesen Kontinent zu verlaßen. Wie kann man nur wollen ein solches Propagandabuch Kindern lesen zu laßen.
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon Berk » Do 17. Dez 2009, 15:42

dreizehn hat geschrieben:Türkei entsetzt über Christen- und Judenfeindlichkeit


In einer Umfrage sagt jeder Dritte, dass er nicht neben einem Christen wohnen will. Vier von zehn wollen keinen Juden als Nachbarn. Weniger als ein Prozent der Türken sind nicht Muslime.

Als "erschreckend" hat der türkische Vizeregierungschef Bülent Arinc nach einem Bericht der Zeitung "Radikal" vom Donnerstag die Ergebnisse einer Umfrage bezeichnet, die eine breite Ablehnung von Juden und Christen durch die muslimische Bevölkerungsmehrheit der Türkei dokumentiert. Vier von zehn Türken wollen demnach keinen Juden als Nachbarn, jeder Dritte lehnt es ab, neben einem Christen zu wohnen. Zu diesen Ergebnissen kam eine neue Umfrage, die mit Unterstützung der EU von der jüdischen Gemeinde in der Türkei vorgenommen wurde.....

http://diepresse.com/home/panorama/reli ... o?from=rss


leider spiegelt sich diese intoleranz auch bei den türkischen emigranten wieder .




mfg

dreizehn,dreizehn,dreizehn

deine Verallgemeinerung also die Emigranten in D z.B wie ich wollen garnicht neben deutsche (Christen gibt es die denn noch ich kenne nur Protestanten und Katholiken) wohnen ? So so das erzähle mal meinen Deutschen Nachbarn den ich seit 30 jahren kenne. ;)
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon dreizehn » Sa 19. Dez 2009, 23:58

???

was erzählen sie überhaupt ? :confused:


hauptsache pro türkisch :tease:
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon Wasteland » So 20. Dez 2009, 02:48

dreizehn hat geschrieben:

hauptsache pro türkisch :tease:


Die Vernunft kennt keine Nationalität. Im Gegenteil. Nationalismus ist die Charakterschwäche einem Stück Erde mehr Wert zuzuordnen als Prinzipien. ;)
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Re: Türkei ist ein Hort religiöser Intoleranz?

Beitragvon Berk » So 20. Dez 2009, 15:45

Wasteland hat geschrieben:
Die Vernunft kennt keine Nationalität. Im Gegenteil. Nationalismus ist die Charakterschwäche einem Stück Erde mehr Wert zuzuordnen als Prinzipien. ;)

:thumbup:
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