Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 27. Apr 2019, 10:11

Audi hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:07)

Nein kein bisschen. Deine IS Relativierung ist ekelhaft.

In der Ukraine sind DVR und LVR offiziell als Terrororganisationen eingestuft.
Was sollen irreguläre Formationen auch sonst sein.
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon Audi » Sa 27. Apr 2019, 10:12

JJazzGold hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:09)

Die Frage nach Henne und Ei stellt sich nicht, Russland usurpiert mal wieder.

Schade, dass sich die EU so uneinig ist, ansonsten könnten Kontingente an Pässen zur Zweitbürgerschaft von jedem EU Mitgliedsstaat im Donbass angeboten werden, deren Interessen dann auch von der Nato geschützt werden müssen, da es bedauerlicherweise noch keine EU Armee gibt.

Aber wenn KIEW den DONBASS angreift und Menschen TÖTET ist es doch Mord an deutschen Staatsbürgern? Wenn du da Russland irgendwie die schuld dazu dichten kannst ist ja toll. Ändert nicht am Mord an sich
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon Audi » Sa 27. Apr 2019, 10:16

DarkLightbringer hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:11)

In der Ukraine sind DVR und LVR offiziell als Terrororganisationen eingestuft.
Was sollen irreguläre Formationen auch sonst sein.

Von wem?
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon JJazzGold » Sa 27. Apr 2019, 10:17

Audi hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:12)

Aber wenn KIEW den DONBASS angreift und Menschen TÖTET ist es doch Mord an deutschen Staatsbürgern? Wenn du da Russland irgendwie die schuld dazu dichten kannst ist ja toll. Ändert nicht am Mord an sich


Ich dichte nicht, ich informiere mich. Wer an das Märchen russischer Soldaten, die im Donbass Abenteuerurlaub machen, glaubt, der ist an Naivität nicht mehr zu überbieten.
Kiew hätte keinen Anlass zu schießen, wenn die Nato mit robuster Anweisung vor Ort die EU Zweitstaatsbürger vor den ukrairussischen Terroristen schützen würde.
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 27. Apr 2019, 10:19

Audi hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:16)

Von wem?

..in der Ukraine.

Der Terrorist Pawlow gab selbst zu, Wehrlose erschossen zu haben.

Pawlow selbst gab später in einem Interview mit ukrainischen Journalisten zu, mindestens 15 gefangene ukrainische Soldaten erschossen zu haben.[12] Amnesty trug dazu in einem Bericht vom 22. Mai 2015 Beweise zusammen.[13]
https://de.wikipedia.org/wiki/Arsen_Ser ... sch_Pawlow
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 27. Apr 2019, 10:22

Audi hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:12)

Aber wenn KIEW den DONBASS angreift und Menschen TÖTET ist es doch Mord an deutschen Staatsbürgern? Wenn du da Russland irgendwie die schuld dazu dichten kannst ist ja toll. Ändert nicht am Mord an sich

Nicht Kiew greift Donbass an, sondern die Ukraine verteidigt eigenes Territorium.

Kein Mensch sagt, Moskau habe Stalingrad angegriffen.
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon Audi » Sa 27. Apr 2019, 10:27

DarkLightbringer hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:19)

..in der Ukraine.

Der Terrorist Pawlow gab selbst zu, Wehrlose erschossen zu haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arsen_Ser ... sch_Pawlow

Dann wird der Terroristenhaufen immer größer

«Die ukrainische Armee begeht Kriegsverbrechen»
In Donezk schiessen ukrainische Soldaten wahllos auf ihre Ziele und nehmen in Kauf, dass dabei Zivilisten getötet werden. Das sagt Kriegsreporter Wolfgang Bauer.

Wolfgang Bauer, Sie sind unterwegs im Südosten der Ukraine und waren auch in Donezk – der Stadt, welche die ukrainische Armee zurückerobern will. Wie haben Sie Donezk erlebt?
Wolfgang Bauer: Es war schockierend, alptraumhaft. Wir haben gesehen, wie die ukrainische Armee unterschiedslos mit schwerer Artillerie mitten ins Stadtzentrum hineinfeuerte. Dabei muss man sich vorstellen: Donezk ist die fünftgrösste Stadt der Ukraine, so gross wie Hamburg. Gegenüber von unserem Hotel steht das grösste Krankenhaus der Stadt und wir waren an dem Morgen dabei – notgedrungen, weil wir fast aus den Betten fielen von der Explosionswelle – als ukrainische Soldaten sieben Raketen auf das Krankenhaus feuerten. Ich nehme an, sie hatten einen Militärposten daneben treffen wollen.


Doch so geht das jeden Tag: Mal sterben Leute an einer Bushaltestelle; mal wird ein Auto getroffen, in dem Zivilisten und Kinder sitzen; mal kommt die Strassenbahn unter Beschuss. Das Stadtmuseum ist in diesem Krieg bereits zum dritten Mal von Raketen getroffen worden.

Ja. Was die ukrainische Armee tut – ungeachtet der Opfer mit schwerer Artillerie in eine Millionenmetropole hineinzuschiessen – ist nichts anderes als ein Kriegsverbrechen. Eines, das auch entsprechend geahndet werden sollte. Der Westen muss massiv auf die ukrainische Regierung und das Militär Einfluss nehmen. Wenn sie die Regierung schon mit erheblich viel Geld unterstützen, müssen sie dafür sorgen, dass diese Art von Kriegsführung aufhört.


https://www.srf.ch/news/international/d ... verbrechen



Dann Nationalisten die Wahllos auf Zivilisten schießen.




Human Rights Watch wirft Kiews Armee Kriegsverbrechen vor


https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 82825.html



Also sitzten in Kiew Terroristen ala IS, laut deiner logik?

Immerhin Hat die Regierung in Kiew den Krieg brtal begonnen weil die Menschen mit dem Putsch nicht einverstanden waren.
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon Audi » Sa 27. Apr 2019, 10:28

JJazzGold hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:17)

Ich dichte nicht, ich informiere mich. Wer an das Märchen russischer Soldaten, die im Donbass Abenteuerurlaub machen, glaubt, der ist an Naivität nicht mehr zu überbieten.
Kiew hätte keinen Anlass zu schießen, wenn die Nato mit robuster Anweisung vor Ort die EU Zweitstaatsbürger vor den ukrairussischen Terroristen schützen würde.

Also wenn dann die Ukraine in den Donbass ballert muss man Russland den Krieg erklären? :?:
Dabei wird vergessen, dass eine Putschregierung die NICHT gewählt worden war als erstes geschossen hat
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 27. Apr 2019, 10:38

Audi hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:27)

Dann wird der Terroristenhaufen immer größer

(…)
Also sitzten in Kiew Terroristen ala IS, laut deiner logik?

Immerhin Hat die Regierung in Kiew den Krieg brtal begonnen weil die Menschen mit dem Putsch nicht einverstanden waren.

Die Bekämpfung von Terrorismus ist eine innere Angelegenheit der Ukraine, wenngleich die Terroristen fraglos von der Russischen Föderation unterstützt werden.

Beispiel Arsen Sergejewitsch Pawlow, Kampfname Motorola.

Der Mann war ursprünglich Hilfsarbeiter in einer Autowaschanlage und geriet wegen Diebstahl und Trunkenheit mit dem Gesetz in Konflikt.
Er soll auch mit Rechtsextremisten in Verbindung gestanden haben.

Pawlow meldete sich freiwillig, um in der Ostukraine zu kämpfen. Dort war er dann Milizenführer und Befehlshaber auf Seiten der Terroristen und verübte Kriegsverbrechen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arsen_Ser ... sch_Pawlow
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 27. Apr 2019, 10:40

Audi hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:28)

Also wenn dann die Ukraine in den Donbass ballert muss man Russland den Krieg erklären? :?:
Dabei wird vergessen, dass eine Putschregierung die NICHT gewählt worden war als erstes geschossen hat

Die Ukraine erkennt Terroristen nicht als "Russland" an.
Der IS ist übrigens auch nie als regulärer Staat anerkannt worden.
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon Europa2050 » Sa 27. Apr 2019, 11:15

Zurück zu Selenskyj.

Mit dieser konzertierten Aktion haben die Poroshenko-Leute in der Rada auf der einen Seite und Putin auf der anderen Seite in seltener Einigkeit dem neuen Präsidenten erstmal gezeigt, dass auch für ihn die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Schade, dass man ihn nicht erstmal machen lässt, aber so muss es in einer durch und durch korrupten Welt wohl sein. Er könnte am Ende das mit dem „Urteil“ und das mit dem „Vorbild für den postsowjetischen Raum“ ja noch umsetzen.

Und das wollen einige halt nicht ...
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon imp » Sa 27. Apr 2019, 11:22

JJazzGold hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:09)

Die Frage nach Henne und Ei stellt sich nicht, Russland usurpiert mal wieder.

Schade, dass sich die EU so uneinig ist, ansonsten könnten Kontingente an Pässen zur Zweitbürgerschaft von jedem EU Mitgliedsstaat im Donbass angeboten werden, deren Interessen dann auch von der Nato geschützt werden müssen, da es bedauerlicherweise noch keine EU Armee gibt.

Das könnte nicht intendierte Effekte haben. Evtl ziehen dann zahlreiche Ukrainer erst in den Osten und dann in den Westen um, der Staat leert sich und Deutschland wird an der Themse verteidigt. ;)

Tatsächlich wäre es clever von EU und Russland, vermehrt den Bürgern statt den Institutionen Angebote zu machen. Aber mit Ungarn oder Polen wäre da nichts zu machen.
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon JJazzGold » Sa 27. Apr 2019, 11:27

Audi hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:28)

Also wenn dann die Ukraine in den Donbass ballert muss man Russland den Krieg erklären? :?:
Dabei wird vergessen, dass eine Putschregierung die NICHT gewählt worden war als erstes geschossen hat


Was haben russische Soldaten auf ukrainischem Staatsgebiet verloren?
Nichts.
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon JJazzGold » Sa 27. Apr 2019, 11:35

imp hat geschrieben:(27 Apr 2019, 11:22)

Das könnte nicht intendierte Effekte haben. Evtl ziehen dann zahlreiche Ukrainer erst in den Osten und dann in den Westen um, der Staat leert sich und Deutschland wird an der Themse verteidigt. ;)

Tatsächlich wäre es clever von EU und Russland, vermehrt den Bürgern statt den Institutionen Angebote zu machen. Aber mit Ungarn oder Polen wäre da nichts zu machen.


Das stünde im Bereich der möglichen Folgen.
Ich überlege noch, wie dem entgegengewirkt werden könnte. Knackpunkt scheint ja heute schon zu sein, dass viele Ukrainer ihre Heimat nicht verlassen und diese den Russen überlassen wollen.
Da müsste heftig subventioniert werden und so völlig ohne diesbezügliche Hintergedanken habe ich die Nato nicht ins Spiel gebracht. Analog zu Weber, der Wohlstand und Sicherheit zu seinen Wahlkampfkernpunkten erklärt hat.

Ja, in der Tat bedauerlich, dass Polen und Ungarn so gar nicht pro EU weitreichend denken können. ;)
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon JJazzGold » Sa 27. Apr 2019, 11:40

Europa2050 hat geschrieben:(27 Apr 2019, 11:15)

Zurück zu Selenskyj.

Mit dieser konzertierten Aktion haben die Poroshenko-Leute in der Rada auf der einen Seite und Putin auf der anderen Seite in seltener Einigkeit dem neuen Präsidenten erstmal gezeigt, dass auch für ihn die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Schade, dass man ihn nicht erstmal machen lässt, aber so muss es in einer durch und durch korrupten Welt wohl sein. Er könnte am Ende das mit dem „Urteil“ und das mit dem „Vorbild für den postsowjetischen Raum“ ja noch umsetzen.

Und das wollen einige halt nicht ...


Sorry, dass wir deine Kreise störten. Aber ich kann die Brücke schlagen. ;)
Nachdem Selenskyi im Bezug auf Russland Sanktionen fordert, wäre er dem skizzierten Gedanken gegenüber evtl. aufgeschlossen.
Langfristig wird die Ukraine auch mit ihm anstreben EU Mitglied zu werden. Hoffe ich jedenfalls.
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon Audi » Sa 27. Apr 2019, 11:45

JJazzGold hat geschrieben:(27 Apr 2019, 11:27)

Was haben russische Soldaten auf ukrainischem Staatsgebiet verloren?
Nichts.

Erst hat die Putschregierung auf Donezk geschossen
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon imp » Sa 27. Apr 2019, 12:15

JJazzGold hat geschrieben:(27 Apr 2019, 11:40)

Sorry, dass wir deine Kreise störten. Aber ich kann die Brücke schlagen. ;)
Nachdem Selenskyi im Bezug auf Russland Sanktionen fordert, wäre er dem skizzierten Gedanken gegenüber evtl. aufgeschlossen.
Langfristig wird die Ukraine auch mit ihm anstreben EU Mitglied zu werden. Hoffe ich jedenfalls.

Das wäre ein langer Weg. Manchem Land hat die Bemühung dahin bereits viel gutes gebracht. So sehr ich aber offen dafür bin, dass einzelne Ost- und West-Ukrainer sich in Deutschland, Österreich, Dänemark (oder meinetwegen in Russland) besser morgen als übermorgen eine neue Zukunft suchen können, so wenig möchte ich der Ukraine im Ganzen Hoffnung machen, dass dieses Land in dieser Generation noch Vollmitglied wird. Es ist viel zu tun, am Besten legen sie ab Herbst richtig los. Was die Nato angeht, die sehe ich kritischer - und auf einen Nato-Verteidigungsfall zwischen Donezk und Sewastopol würde ich mich nicht gerade freuen.
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 27. Apr 2019, 12:40

Man muss einfach verstehen, dass der Eiserne Vorhang neu verlegt worden ist. So wie einst die Demarkationslinie durch Deutschland verlief, so verläuft sie heute durch die Ukraine.

Die Vorstellung, dies alles ginge uns nichts an, ist jedoch albern.
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 27. Apr 2019, 13:16

Der Sprecher des Selensky-Stabes hat sich geäußert:

"Wenn sie bezüglich der Krim gesprochen haben, sie hätten sie besetzt, und sie haben diese Annexion die Heimkehr genannt, so bestätigen sie heute durch die Prozedur zur Erleichterung der Einbürgerung, dass sie in diesem Prozess ein Aggressor-Land sind", betonte der Sprecher des Selenskyj-Stabs.
https://www.ukrinform.de/rubric-polytic ... jstab.html

Man wird nun versuchen, einen internationale Antwort auf die Eskalation seitens des Aggressors hinzubekommen.

Der litauische Außenminister sagte anläßlich des Besuches seines ukrainischen Amtskollegen, dass dies nicht leicht werde.
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Re: Präsidentencasting Ukraine 2019: Die deutsche Wahl?

Beitragvon JJazzGold » Sa 27. Apr 2019, 13:53

imp hat geschrieben:(27 Apr 2019, 12:15)

Das wäre ein langer Weg. Manchem Land hat die Bemühung dahin bereits viel gutes gebracht. So sehr ich aber offen dafür bin, dass einzelne Ost- und West-Ukrainer sich in Deutschland, Österreich, Dänemark (oder meinetwegen in Russland) besser morgen als übermorgen eine neue Zukunft suchen können, so wenig möchte ich der Ukraine im Ganzen Hoffnung machen, dass dieses Land in dieser Generation noch Vollmitglied wird. Es ist viel zu tun, am Besten legen sie ab Herbst richtig los. Was die Nato angeht, die sehe ich kritischer - und auf einen Nato-Verteidigungsfall zwischen Donezk und Sewastopol würde ich mich nicht gerade freuen.


Davon ausgehend, dass du jünger bist, als ich, das werden wir beide nicht erleben. Auch Putin nicht, weshalb die Konsequenzen vielleicht weniger drastisch ausfallen könnten. Momentan hoffe ich nur, dass Selinskyi den pro EU Kurs weiterfährt.
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