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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mo 2. Jul 2018, 11:44
von Everythingchanges
Cobra9 hat geschrieben:(29 Jun 2018, 21:51)
1.
Möp falsch. Landwirtschaft ist gewachsen, finanziert durch Rentengelder. Tolles Wachstum real. Die Russische Wirtschaft ist nach vor veraltet.

Während Putins erster Regierungszeit (2000-2008) erlebte Russland ein starkes Wirtschaftswachstum und eine drastische Verbesserung der Lebensqualität. Das lag zwar nicht an der Wirtschaftspolitik von Putin, sondern an den hohen Ölpreisen - jedoch schreiben viele in Russland die Erfolge dem Präsidenten zu.

Es war aber der Ölpreis.

Es gibt keine Gründe, von einem langfristigen Wirtschaftswachstum zu sprechen, obwohl es einige makroökonomische Gründe gibt, die zu einer Verbesserung der Wirtschaftslage in Russland führen. Beispielsweise der höhere Ölpreis, die gesunde Politik der Zentralbank und der damit verbundene Rückgang der Inflation. Dennoch sind die fundamentalen Probleme des Landes nicht gelöst. Ohne starke rechtsstaatliche Institutionen, Verminderung der Korruption und stabile und planbare Zukunftsaussichten sind die russischen Unternehmen nicht bereit, Investitionen vorzunehmen. Russland befindet sich nach wie vor in einer langfristigen Stagnation, die jedoch kurzfristige Verbesserungen der Wirtschaftslage nicht ausschließt.

2.
Für Entwicklung fehlt das Geld

Für eines der größten Hemmnisse der Entwicklung hält Wirtschaftsanalytiker Michail Chasin die "absolut schaurige Demonetarisierung" der Wirtschaft. "Es herrscht ein Defizit an Geld, die Zinssätze für Kredite sind hoch."

3.
Die Sanktionen haben Banken und Unternehmen vom billigen Geld im Ausland abgeschnitten, erklärt die Politikwissenschaftlerin Jewgenija Albats. Dadurch sei eine "Bankrott-Kette" in Gang gesetzt worden. Unternehmen müssten sich überteuertes Geld bei den Inlandsbanken leihen und könnten es später nicht zurückzahlen. Als Folge gingen die Unternehmen und die Banken in Konkurs. Für die letzteren hält dieser Trend seit langem an: Seit 2008 ist die Anzahl der Banken in Russland um die Hälfte geschrumpft.

https://www.tagesschau.de/ausland/russl ... t-107.html


4.
Russland ist kein elementares Element für wirtschaftliche Belange und das die russ. Wirtschaft nur bei der Energie wichtig ist belegen Zahlen.

Russland muss ja Benzin Importe zulassen weil man selbst keine Kapazitäten hat :p Running Gag



5.
Falsch. Russland hat zuviel Ausgaben und ist in einer Abhängigkeit vom Ölpreis gefangen. Danach richtet sich alles. Das Russland hier Probleme hat ist erkennbar.

Holländische Krankheit nennt man es

http://m.spiegel.de/wirtschaft/unterneh ... 98313.html

6.
Heil Putin ist angekommen.Aber die Probleme sind real

Entweder Russland kriegt die Kurve bei neuen Quellen oder hat Probleme
http://www.google.de/search?q=erd%C3%B6 ... rt=10&sa=N
https://de.rbth.com/wirtschaft/2017/03/ ... hen_731129


1.
Die Wiedervereinigung wurde auch über die Rente mitfinanziert. War das für dich dann auch nicht nachhaltig? ;)

Am Ende ist entscheidend, dass die Subventionen zu einer Entwicklung führen und das tun sie in Russland derzeit.
http://my.page2flip.de/3687734/14438289 ... l5.html#/1 Auf seite 14 sind die Frühjahrsprognosen für diverse Brachen zu sehen.
Es gibt wahrlich schlimmere Schicksale und fast überall gibt es Impulse für diese Entwicklungen durch staatl. Unterstützung.

2.
Russland wird dieses Jahr einen Haushaltsüberschuss erwirtschaften.
Und ganz nebenbei scheinen sie ein paar Schattenhaushalte zu füllen. Es scheint Geld da zu sein...

3.
Die russische Bankenlandschaft hat sich angepasst.
Es gab einen starken Zug zu mehr Marktanteil der großen Banken und die fahren mittlerweile ziemlich gute Gewinne ein (manch eine sogar Rekordgewinne).
Die sind auf der Schlussrunde in Sachen Bankenkonsolidierung.
Auch das macht Russland weniger anfällig. Die EU hat dieses Nummer noch vor sich.

4.
Energie ist elementar für Wirtschaften.

5.
Diese Tendenz wird es solange geben, solange Russland reich an den Rohstoffen ist, die die Welt braucht.
Das ist Fluch und Segen.
Gegen den Fluch kämpfen sie seit Jahrhunderten. Ein derart reiches Land muss sich nicht wirklich modernisieren und irgendwann sind dann große Sprünge nötig, um einen Rückstand kleiner zu bekommen.
Modernisierungen gingen in Russland fast immer mit Zwang und Leid einher.
Putin ist da aktuell noch sehr soft unterwegs...

6.
Hab ich nicht abgestritten.
Ich bezweifle nur, dass die sooo hilflos dabei sind, wie es hier gerne dargestellt wird.

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mo 2. Jul 2018, 14:16
von imp
Everythingchanges hat geschrieben:(02 Jul 2018, 11:44)

3.
Die russische Bankenlandschaft hat sich angepasst.
Es gab einen starken Zug zu mehr Marktanteil der großen Banken und die fahren mittlerweile ziemlich gute Gewinne ein (manch eine sogar Rekordgewinne).
Die sind auf der Schlussrunde in Sachen Bankenkonsolidierung.
Auch das macht Russland weniger anfällig. Die EU hat dieses Nummer noch vor sich.

Der deutsche Champion "Deutsche Bank" ist mit seiner US-Sparte beim USA-Stresstest als einzige Bank durchgefallen. Stärke und Schwäche sind im Weltmaßstab der Bankhäuser relativ. In der Tat wird sich die Rolle der Banken im Wirtschaftssystem weltweit in den nächsten Jahrzehnten auch wandeln müssen, da man für viele Transaktionen nicht mehr zwingend Banken und aufwändige Finanzdienstleister braucht. Da werden sich viele traditionelle Stärken und Schwächen nivellieren.

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 14:22
von sünnerklaas

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 14:26
von zollagent

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 14:32
von relativ

Tja die Dumpfbacken dort haben eben das selbe Problem wie unsere hier. Die bekommen keine ab und geben dann denen die Schuld die dort Fremd sind. :D

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 15:10
von sünnerklaas
relativ hat geschrieben:(04 Jul 2018, 14:32)

Tja die Dumpfbacken dort haben eben das selbe Problem wie unsere hier. Die bekommen keine ab und geben dann denen die Schuld die dort Fremd sind. :D


Ausländer sind schuld, die Frauen sind schuld, dass der ständig besoffene Igor Hohlbirne keine abbekommt:

Schriftsteller Platon Bessedin schrieb in der Boulevardzeitung: Moskowski Komsomolez: „Wir haben eine Generation von Nutten groß gezogen, die bereit sind, bei den ersten ausländischen Tönen die Beine breit zu machen.“
Quelle


Die Frau ist schuld an Russlands "Ontergang". Nie wieder Fußball-WM in Russland, nie wieder...

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 15:13
von relativ
sünnerklaas hat geschrieben:[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=4242983#p4242983] (04 Jul 2018, 15:10)[/url


Die Frau ist schuld an Russlands "Ontergang". Nie wieder Fußball-WM in Russland, nie wieder...


Die Beste Antwort darauf war.

Viele Russinnen aber erwähnen höhnisch, Südamerikaner seien gepflegter, kontaktfreudiger und trainierter als Russen. „Warum sieht die Durchschnittsrussin wie Monica Bellucchi aus, der Durchschnittsrusse aber wie ein Blecheimer Sülze?“, lautet ein gnadenloser weiblicher Post auf Vkontakte. „Warum ist die Welt so ungerecht?“
:D

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 15:16
von Europa2050
sünnerklaas hat geschrieben:(04 Jul 2018, 15:10)

Ausländer sind schuld, die Frauen sind schuld, dass der ständig besoffene Igor Hohlbirne keine abbekommt:

Die Frau ist schuld an Russlands "Ontergang". Nie wieder Fußball-WM in Russland, nie wieder...


Ich hätte ja nicht gedacht, dass so eine Fußball-WM einen Sinn hat, aber so ein internationales Großereignis hat tatsächlich die Kraft, verkrustete Strukturen zur Selbstreflektion zu bringen :thumbup:

Der gemeine Südamerikaner - die letzte Waffe des CIA gegen das glorreiche und unbesiegte Russland. :D

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 15:18
von sünnerklaas
Europa2050 hat geschrieben:(04 Jul 2018, 15:16)

Ich hätte ja nicht gedacht, dass so eine Fußball-WM einen Sinn hat, aber so ein internationales Großereignis hat tatsächlich die Kraft, verkrustete Strukturen zur Selbstreflektion zu bringen :thumbup:


Frauenmangel ist ein echtes Problem in Osteuropa, der GUS und auch auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 15:27
von relativ
sünnerklaas hat geschrieben:(04 Jul 2018, 15:18)

Frauenmangel ist ein echtes Problem in Osteuropa, der GUS und auch auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.

Nicht das diese armen Männer noch dasselbe Problem bekommen wie die mit vollkomplexen behafteten extremislamistische Jungburschenschaft.

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 16:33
von zollagent
relativ hat geschrieben:(04 Jul 2018, 15:27)

Nicht das diese armen Männer noch dasselbe Problem bekommen wie die mit vollkomplexen behafteten extremislamistische Jungburschenschaft.

Da muß man nicht wirklich weit schauen. Auch die Schlümpfe haben das Problem, daß auf 20 Schlümpfe eine Schlumpfine kommt. Und wenn's schlecht läuft, ist die noch lesbisch. :D

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 18:56
von sünnerklaas
relativ hat geschrieben:(04 Jul 2018, 15:27)

Nicht das diese armen Männer noch dasselbe Problem bekommen wie die mit vollkomplexen behafteten extremislamistische Jungburschenschaft.


Werden sie. Der einzige Unterschied: die einen berauschen sich mit Koks und Cut - die anderen mit Vodka. Am Ende läuft alles auf dasselbe raus. Ein russischer Kollege hat mal zu mir gesagt, nirgendwo gäbe es so viele dumme Männer, wie in Russland. Die Fleissigen und die Intelligenten wären eben alle weg. Die sind im Ausland.

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Do 5. Jul 2018, 11:42
von SirToby
sünnerklaas hat geschrieben:(04 Jul 2018, 15:18)

Frauenmangel ist ein echtes Problem in Osteuropa, der GUS und auch auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.


Also im Fall Russlands herrscht statistisch eher ein Frauenüberschuss...

Stand eigentlich auch im Sternartikel.

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Do 5. Jul 2018, 18:38
von sünnerklaas
SirToby hat geschrieben:(05 Jul 2018, 11:42)

Also im Fall Russlands herrscht statistisch eher ein Frauenüberschuss...

Stand eigentlich auch im Sternartikel.


...in den Städten. Viele Regionen Russlands sind Abwanderungsgebiete. Ich vermute mal, dass auch aus solchen Regionen die allermeisten Pöbeleien kommen.

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Sa 14. Jul 2018, 11:43
von Cobra9
Russland und seine Rentner. Es wird ernster

https://www.welt.de/politik/ausland/plu ... stand.html

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Sa 14. Jul 2018, 12:07
von zollagent
Cobra9 hat geschrieben:(14 Jul 2018, 11:43)

Russland und seine Rentner. Es wird ernster

https://www.welt.de/politik/ausland/plu ... stand.html

Superwaffen scheinen wichtiger zu sein, als die russischen Rentner.

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Sa 14. Jul 2018, 12:13
von Cobra9
zollagent hat geschrieben:(14 Jul 2018, 12:07)

Superwaffen scheinen wichtiger zu sein, als die russischen Rentner.


Mhmm na ja das ist das Problem von Russland. Petro Staat eher

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Sa 14. Jul 2018, 12:17
von zollagent
Cobra9 hat geschrieben:(14 Jul 2018, 12:13)

Mhmm na ja das ist das Problem von Russland. Petro Staat eher

Ob es sachgerecht ist, das trennen zu wollen, wo doch der Staat der Hauptaktionär der Ölindustrie ist?

Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Verfasst: Sa 14. Jul 2018, 13:56
von Cobra9
zollagent hat geschrieben:(14 Jul 2018, 12:17)

Ob es sachgerecht ist, das trennen zu wollen, wo doch der Staat der Hauptaktionär der Ölindustrie ist?


Mhmm na ja Ich denke Russland setzt falsche Prioritäten und begeht eine Politik der Agression. Dabei vernachlässigt man die eigene Wirtschaft. Rechtsunischerheit, alte Infras. usw. usw. sind massive Probleme. Aber für Putin irgendwie nicht. Auch wenn bsp. die Versorgung med. Natur in Russland nichts kostet, die Austattung ist eine Katastrophe.

Das kostenlose Gesundheitssystem ist ein Überbleibsel der sozialen Absicherung, das noch aus Sowjetzeiten stammt. Doch leider stammt auch der Großteil der staatlichen Krankenhäuser samt ihrer Einrichtung noch aus dieser Zeit. Der Staat finanziert den Bereich Medizin nur unzureichend und hat viele Finanzierungspflichten auf die Regionen abgewälzt.

Gerade in der Provinz ist die Ausrüstung in den Polikliniken daher oft veraltet, die Ärzte sind überlastet, schlecht bezahlt und dementsprechend unmotiviert. Im südrussischen Gebiet Saratow beispielsweise hat sogar die Staatsanwaltschaft inzwischen ein Verfahren gegen die Gebietsregierung wegen der Unterfinanzierung der Krankenhäuser eingeleitet. In der Region fehlen 90 Millionen Euro zur Finanzierung.

https://www.handelsblatt.com/politik/de ... nRaP15-ap2



Russland hat außerdem ein sehr hohes Problem bei Unfallen usw.

http://www.bpb.de/internationales/europ ... -vergleich



Während Putins erster Regierungszeit (2000-2008) erlebte Russland ein starkes Wirtschaftswachstum und eine drastische Verbesserung der Lebensqualität , ganz ohne Frage da hat es gute Zahlen gegeben. Das lag aber nicht an der Wirtschaftspolitik von Putin, sondern an den hohen Ölpreisen. Russland beifndet sich seit 2009 in einer andauernden Stagnation befindet und die wirtschaftlichen Aussichten sind eher trübe. Ohne starke rechtsstaatliche Institutionen, Verminderung der Korruption und stabile und planbare Zukunftsaussichten sind die russischen Unternehmen nicht bereit, Investitionen vorzunehmen. Russland befindet sich nach wie vor in einer langfristigen Stagnation, die jedoch kurzfristige Verbesserungen der Wirtschaftslage nicht ausschließt. Das Fazit zu Putin in 18 Jahren ist ein Witz


http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 98313.html

Deutsche und russische Sicherheitsbehörden kooperieren

Verfasst: Fr 20. Jul 2018, 12:49
von imp
https://netzpolitik.org/2018/deutsche-b ... sland-aus/
Der Erfolg der Fußball-WM in Russland hat auch deutsche Väter: Die Sicherheitsbehörden haben Daten über Gewalttäter ausgetauscht, auch deutsche Behörden haben 30 Fußball-Gewalttäter an Russland gemeldet. Die erfolgreiche Sicherheitszusammenarbeit zeigt, was möglich ist, wenn Europa nicht streitet.