Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

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zollagent
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon zollagent » Do 10. Dez 2015, 20:38

kathrin » Do 10. Dez 2015, 20:36 hat geschrieben:

An sich schon, nur wollten wohl die Amerikaner ,Engländer, Franzosen und die Russen, bei solch unsicheren Kantonisten dieses Risiko nicht eingehen.

Machst du woran fest?
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon kathrin » Do 10. Dez 2015, 20:41

zollagent » Do 10. Dez 2015, 20:38 hat geschrieben:Machst du woran fest?



Das die einfach keine weitere Atommacht in Mitteleuropa geduldet hätten und auch nie dulden werden.
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Nomen Nescio
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Nomen Nescio » Do 10. Dez 2015, 21:21

kathrin » Do 10. Dez 2015, 20:12 hat geschrieben:

Doch,doch habe ich schon. Allerdings habe ich noch nichts davon gehört das die den IWF angepumpt haben damit sie nicht den Löffel beiseite legen mussten.
die erpressen die USA und südkorea. USA mit atomwaffenproduktion und südkorea mit verwandten. wie damals die DDR.

m.e. gehört das zur allgemeinbildung. offensichtlich nicht in bestimmten kreisen in D :x
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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zollagent
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon zollagent » Do 10. Dez 2015, 21:44

kathrin » Do 10. Dez 2015, 20:41 hat geschrieben:

Das die einfach keine weitere Atommacht in Mitteleuropa geduldet hätten und auch nie dulden werden.

Mehr als diese Behauptung hast du nicht zu bieten? Oder liegt hier das Motiv für den Verdeckten Krieg Russlands gegen die Ukraine?
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 11. Dez 2015, 00:40

Durch Appeasement in den 5. Krieg?

Litauens früherer Präsident warnt vor einem gefährlichen Appeasementkurs Deutschlands, der zu einem weiteren Krieg ermuntern könnte.
https://causa.tagesspiegel.de/deutschla ... erden.html

Das russische Regime glaubt an Krieg als Mittel der Politik. Kein Wunder, bei dem Personal. Da ist der Ex-KGB-Mann, den sie mal "den Blassen" nannten und der mit dem Untergang des Sowjetreiches auch seine Karriere am Ende sah, da ist General Schoigu, jetzt Verteidigungsminister, der Ultra-Nationalist Rogosin als Vize-Premier und schließlich Propagandachef Kisseljow, ein ziemlich durchgeknallter Polterer.

Aber anders als der Ultra-Nationalist Igor Girkin, der von einem ewigen oder zumindest permanentem Krieg träumt, gibt es schon auch ein Ziel - Hegemonie in Europa und Revanchismus.

Wenn Verständigungspolitiker anheim stellen, man müsse internationales Recht um der guten Beziehungen willen etwas flexibler gestalten, genauer gesagt verbiegen, und die Krim als eine Art Geschenk dem Cäsaren Putin übergeben, damit dieser milde werde, so wird das nicht als Fanal des Friedens gewertet (ohnehin eine reichlich naive Vorstellung), sondern als selbstverständlicher Tribut der Unterlegenen. Es würde als Sieg der Hegemonie und des Revanchismus verstanden werden und das unierte Europa könnte alsbald mit neuen Herausforderungen unter Druck gesetzt werden.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon BATA » Fr 11. Dez 2015, 00:41

Cobra9 » Do 10. Dez 2015, 16:33 hat geschrieben:Natürlich bin ich mir nicht sicher oder hab selbst was gesehen wie auch ? Umgekehrt Du auch nicht.


Wenn du meine Position respektierst, werde ich auch deine Position respektieren. So kann man wesentlich offener diskutieren weißt du.

Also vertrau ich mal auf die Medien, welche sauberer arbeiten als die Putin Sprachorgane nach meiner Meinung. So oder so war das Referendum ungültig.


Ich bin entsetzt, aber ist dein gutes Recht, ich verlange von Niemanden meine Meinung zu teilen.
Meine Haltung den Medien gegenüber ist grundsätzlich skeptisch. Seien es Deutsche, Amerikanische, Russische oder Ukrainische. Durch den direkten Zugang zur russischen, ukrainischen und deutschen Informationswelten habe ich jegliches Vertrauen in Journalismus verloren. Ich vertraue meinem Verstand und der Fähigkeit in allen diesen Informationsfeldern recherchieren zu können. Manchmal habe ich den Eindruck von Journalisten und manchen Völkerrechtlern für einen Vollidioten gehalten zu werden.
Ich bitte dies zu berücksichtigen.

Ich kann das gern an den von dir zitierten Beispielen demonstrieren. Glaub mir kein Wort.

Für Sonntag ist in der ukrainischen Krim eine umstrittene Abstimmung geplant, in der sich die Bewohner entweder für die Unabhängigkeit oder den Anschluss an Russland entscheiden sollen. In einem Gutachten kommt die als "Venedig-Kommission" bekannte Europäische Kommission für Demokratie durch Recht zu dem Ergebnis, "dass die Verfassung der Ukraine ... die Unteilbarkeit des Landes vorsieht und kein Referendum über eine Abspaltung erlaubt." Denkbar sei allenfalls ein Volksbegehren über mehr Autonomie. Außerdem sei es "mehr als fraglich, dass die derzeitigen Verhältnisse auf der Krim die Abhaltung eines Referendums unter Einhaltung europäischer demokratischer Standards zulässt."


zu "die Verfassung der Ukraine ... die Unteilbarkeit des Landes vorsieht und kein Referendum über eine Abspaltung erlaubt."

Mag sein. Das bestreitet doch Niemand, dass die Unabhängigkeitserklärung der Krim gegen die Verfassung der Ukraine verstoßen hatte. Die Behörden der Krim brachen doch bewusst die Verfassung indem sie die Unabhängigkeit erklärt haben.

Bei Allem Respekt, entweder besteht diese "Venedig-Kommission" nur aus Idioten, oder sie halten mich für einen Idioten, ist mir ehrlich nicht ganz klar.

Wie Jeder weiß, ist die Verfassung der Ukraine kein Bestandteil des internationalen Völkerrechts.
Aus der Verfassungswidrigkeit des durch die Behörden der Krim initiierten Referendums, lässt sich keine Annexion der Krim durch Russland ableiten.

Ferner sollen die verehrten Experten doch bitte mal konkret die Vorschrift aus dem Völkerrecht zitieren, wo es heißt, dass eine Unabhängigkeitserklärung im Einklang mit der Verfassung des Zentralstaats sein muss.

zu: Außerdem sei es "mehr als fraglich, dass die derzeitigen Verhältnisse auf der Krim die Abhaltung eines Referendums unter Einhaltung europäischer demokratischer Standards zulässt.

Das ist auch gar nicht erforderlich. Die verehrten Experten von der "Venedig-Kommission" sollen mal die Vorschrift aus dem Völkerrecht zitieren, wo konkret gefordert wird, dass eine einseitige Sezession eine Legitimation durch ein Referendum unter Einhaltung europäischer demokratischer Standards erfordert.


ok weiter.

UN verurteilen Krim-Annexion als illegal

Die Vereinten Nationen haben in ihrer Vollversammlung die Annexion der Krim durch Russland als rechtswidrig verurteilt. Eine von der Ukraine eingebrachte Resolution fand eine klare Mehrheit.


Ich habe das Dokument, welches damals zur Abstimmung vorgelegt wurde selbstverständlich studiert. Das Wort Annexion, kommt dort kein einziges mal vor.

Überzeug dich selbst: Dokument

Jetzt komme ich schon wieder verarscht vor.

Abgesehen davon, dass das Wort "Annexion" im zur Abstimmung vorgelegtem Dokument kein einziges mal vorkommt, haben Abstimmungen der UN Vollversammlungen im Gegensatz zu den Resolutionen des Sicherheitsrats, keine rechtliche Bindung.
Einfach gesagt: Eine Abstimmung der UN Vollversammlung kann überhaupt nichts für illegal erklären. Nur der UN Sicherheitsrat kann das.

Für wie bescheuert halten die Journalisten uns eigentlich? Was meinst du?

weiter:
Kreß: Das klingt wie vieles in der Rede verführerisch, führt aber völkerrechtlich in die Irre. 1949 hat man in der Genfer Konvention ausdrücklich klargestellt, die Übernahme der militärischen Kontrolle in einem fremden Staat gelte auch dann als Besetzung, wenn dieser Staat keinen bewaffneten Widerstand geleistet hat. Bei dieser Klarstellung spielte die Erinnerung an die Besetzung Dänemarks durch Nazi-Deutschland 1940 eine Rolle. Auch diese war ohne großes Blutvergießen abgelaufen.


Aber Herr Kreß. Die Behörden der Krim haben Russland um militärischen Schutz ersucht. Haben die Behörden von Dänemark etwa auch Nazi-Deutschland darum gebeten militärischen Schutz zu leisten? Wurde denn in Dänemark ein Monat vor der Besetzung ein Apell an Nazi-Deutschland vorbereitet doch bitte seine Soldaten zu schicken und für Sicherheit der Bürger Dänemarks zu sorgen?

weiter
Zudem spricht einiges dafür, dass die Abstimmung auf der Krim durch eine völkerrechtswidrige Gewaltanwendung russischer Truppen ermöglicht wurde. Unter diesen Umständen geht ein mögliches Selbstbestimmungsrecht der lokalen Bevölkerung jedenfalls nicht so weit, dass sich die Krim gegen den Willen der Regierung in Kiew aus der Ukraine lösen kann. Wenn überhaupt, könnte ein Anspruch auf Loslösung nur damit begründet werden, dass ein Zusammenleben in einem gemeinsamen Staat aufgrund konkreter Gewalterfahrungen oder systematischer Menschenrechtsverletzungen völlig unzumutbar geworden wäre. Das ist hier offensichtlich nicht der Fall.


Thesis: es spricht einiges dafür, dass die Abstimmung auf der Krim durch eine völkerrechtswidrige Gewaltanwendung russischer Truppen ermöglicht wurde.

Das ist durch die Existenz des Protokols der Sitzung des Krimparlaments vom 4. Februar klar widerlegt.

Zu was hätten russische Truppen denn die Krim-Behörden am 27. Februar nötigen können, was diese Behören nicht am 4. Februar sowieso schon beabsichtigt hatten?
und daraus übrigens auch gar keinen Hehl machten.

Thesis: Ein mögliches Selbstbestimmungsrecht der lokalen Bevölkerung geht jedenfalls nicht so weit, dass sich die Krim gegen den Willen der Regierung in Kiew aus der Ukraine lösen kann.

Ich kann nicht genug den IGH zitieren

Der IGH geht in seinem Gutachten davon aus, dass eine Unabhängigkeitserklärung dann im Einklang
mit dem Völkerrecht steht, wenn sie gegen keine anwendbare Regel des Völkerrechts verstößt.
Nicht erforderlich sei hingegen eine Legitimation durch eine völkerrechtliche Norm.

https://www.bundestag.de/blob/191664/b1 ... o-data.pdf

Wie lautet denn die völkerrechliche Norm, welches die Zustimmung einer Unabhängigkeitserklärung durch den Zentralstates vorschreibt? So eine Vorschrift gibt es im Völkerrecht nicht.


Thesis: Wenn überhaupt, könnte ein Anspruch auf Loslösung nur damit begründet werden, dass ein Zusammenleben in einem gemeinsamen Staat aufgrund konkreter Gewalterfahrungen oder systematischer Menschenrechtsverletzungen völlig unzumutbar geworden wäre. Das ist hier offensichtlich nicht der Fall.

Das ist eine veraltete Lehrmeinung und nicht das geltende Völkerrecht.
Eine Erlaubnis zur Abspaltung ist durch das Völkerrecht nicht erforderlich. Sagt IGH. Oder etwa nicht?


Das die Krim nicht der Kosovo ist bitte hier:
http://www.ostinstitut.de/documents/Kri ... Kosovo.pdf


langweilig. Kenne ich schon.
Natürlich ist Krim nicht der Kosovo. Das behauptet auch Niemand. Putin zitierte einfach aus der Unabhängigkeitserklärung. Auf das Kosovo Urteil bezogen sich die Krimbehörden.

Das ändert nichts daran, dass der IGH das Völkerrecht so ausgelegt hat, dass das Völkerrecht zu Unabhängigkeit völlig Neutral steht. In sehr vereinfachten Form: Es gibt kein Verbot und eine Erlaubnis ist nicht erforderlich. Ich weiß nicht wie ichs dir noch erklären kann.

PS:
Selbst wenn ich mich in allen oben genannten Punkten geirrt haben sollte, macht es immer noch nicht aus einer Sezession der Krim, eine russische Annexion.

Wenn die Unabhängigkeitserklärung der Krim tatsächlich eines Tages vom UN Sicherheitsrat oder dem IGH als völkerrechtswidrig erklärt werden sollte. Dann ist es immer noch keine Annexion, sondern eine völkerrechtswidrige Sezession. Die Initiative geht ja nicht auf jemand Anders über, wenn der Initiator unrechtmäßig gehandelt hat.

Man kann nicht aus einem Annehmer einen Wegnehmer machen.

Das ganze erinnert an ein Beziehungsdrama. Eine Frau ist zu einem Anderen abgehauen. Jetzt beschuldigt der Ex- den Neuen Lover, ihm seine Frau ausgespannt zu haben.

Lächerlich das Ganze.

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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Cobra9 » Fr 11. Dez 2015, 06:28

kathrin » Do 10. Dez 2015, 21:41 hat geschrieben:

Das die einfach keine weitere Atommacht in Mitteleuropa geduldet hätten und auch nie dulden werden.


Genau wie Nordkorea ehh ? Atomwaffen hätten Sicherheit bedeutet und dank Russland wird die Botschaft überall angekommen sein mittlerweile. Es wird eine Reihe von Ländern geben wo sich die Waffeb zulegen werden. Eben nicht öffentlich, die Ukraine kann dazu gehören. Kleinere Waffen mit Reichweite bis nach Moskau sind nicht so teuer. Die kann man sich leisten.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Cobra9 » Fr 11. Dez 2015, 06:40

DarkLightbringer » Fr 11. Dez 2015, 01:40 hat geschrieben:Durch Appeasement in den 5. Krieg?

Litauens früherer Präsident warnt vor einem gefährlichen Appeasementkurs Deutschlands, der zu einem weiteren Krieg ermuntern könnte.
https://causa.tagesspiegel.de/deutschla ... erden.html

Das russische Regime glaubt an Krieg als Mittel der Politik. Kein Wunder, bei dem Personal. Da ist der Ex-KGB-Mann, den sie mal "den Blassen" nannten und der mit dem Untergang des Sowjetreiches auch seine Karriere am Ende sah, da ist General Schoigu, jetzt Verteidigungsminister, der Ultra-Nationalist Rogosin als Vize-Premier und schließlich Propagandachef Kisseljow, ein ziemlich durchgeknallter Polterer.

Aber anders als der Ultra-Nationalist Igor Girkin, der von einem ewigen oder zumindest permanentem Krieg träumt, gibt es schon auch ein Ziel - Hegemonie in Europa und Revanchismus.

Wenn Verständigungspolitiker anheim stellen, man müsse internationales Recht um der guten Beziehungen willen etwas flexibler gestalten, genauer gesagt verbiegen, und die Krim als eine Art Geschenk dem Cäsaren Putin übergeben, damit dieser milde werde, so wird das nicht als Fanal des Friedens gewertet (ohnehin eine reichlich naive Vorstellung), sondern als selbstverständlicher Tribut der Unterlegenen. Es würde als Sieg der Hegemonie und des Revanchismus verstanden werden und das unierte Europa könnte alsbald mit neuen Herausforderungen unter Druck gesetzt werden.



Putin verfolgt ein Spielchen names Eskalationsdominanz. . Die NATO muss zur Beherschbarkeit von Putins wieder auf Abschreckung setzen. Dümmliches Spiel, aber notwendig. Putin setzt darauf das Europa wie Amerika die Eskalation eines Konflikts weit mehr ablehnen als Russland. Nehmen wir die Ukraine. Russland unter Putin kann jederzeit den Bürerkrieg ausweiten und mehr investieren. Zumindest einige Zeit. Das schreckte längere Zeit auch die USA erfolgreich davon ab, an ein militärisches Vorgehen auch nur zu denken oder die Ukraine ausreichend zu unterstützen. Das ist im Kern Eskalationsdominanz und die wendet Putin sehr gern an.

Die richtge Reaktion der NATO und EU war der Ukraine beizustehen den damit hatte Putins Plan schon mal einen Knacks bekommen. Der Schwachpunkt liegt nämlich darin das Russlnd enorme Kosten hat durch seine Politik. Nur ist Russland zu Aktionen gewzungen. Ohne Ruhigstellung der Bevölkerung intern durch Aktionen extern hätte Putin ein Problem. Da würde ja das Bild zusammenfallen über lange Sicht. Daher ist es wichtig an allen Ecken dafür zu sorgen das Russland finanziell, materiell und mit viel mehr Einsatz aktiv sein muß. Aktuell in Verbindung mit dem Ölpreis ist das der einfachste Ansatzpunkt. Dabei aber nie die Tür ganz zumachen. Russland muss jederzeit an den Tisch könnnen um echte Verhandlungen mittragen zu können.

Die Krim ist für die Ukraine verloren. Auch die Städte der Sepas im Osten der Ukraine. Aber soll doch Russland die Kosten dafür tragen und zwei neue Staaten alleine unterhalten inkl. Aufbaukosten. Dann hat Putin was zu tun. Die Ukraine wird diese Kröte schlucken müssen um zu überleben ohne von Russland dauernd an der Leine geführt zu werden. Für die EU und NATO ist ein glaubwürdige Abschreckungsstrategie nötig.Putins Russland ist zur Überzeugung gelangt das von ihm begonnene Konflikte sehr wohl militärisch zu gewinnen sind. Das zwingt EU/NATO zu einer Antwort. Nehme wir die Ukraine mit dem Hintergrund. Würde es der Ukraine helfen als einem angegriffenen Staat, dessen territoriale Integrität auch von westlichen Mächten garantiert worden ist, als Beispiel mit Waffen zu helfen. Waffen nein aktuell, aber andere Hilfen auf jeden Fall. Es ist dann auch so das Russland deutlich mehr investieren muss und viele Hasen sind des Jägers Tod.

Was Russland unter Putin nicht kapiert ist das eine Handlungen ein Umdenken bewirken werden bei EU und NATO. Jeder Staatsschef wird sich eine einfache Frage stellen. Hätte Putin es gewagt die Krim zu besetzen, wenn die Ukraine noch ihre Atomwaffen besessen hätte?


Das Schicksal der Ukraine wird die Atommächte nicht mehr dazu ermuntern die Arsenal zu vekleinern sowie zusätzlich werden einige Länder sich Atomwaffen zulgen. Nach Putins Handlungen in der Ukraine, die den Westen schwach erscheinen lassen, muss auch die Nato an ganz ganz dringend der Glaubwürdigkeit ihrer Abschreckungsstrategie arbeiten sowie Wege wie man am besten ohne Gewalt mit Russland umgeht. Dabei muss man dem Kreml sehr verdeutlichen das er bei einer Verletzung des Bündnisgebiets mit militärischen Reaktionen zu rechnen hätte . Die Bereitschaft der NATO mus gezeigt werden, auf der Eskalationsleiter mit nach oben zu steigen, im schlimmsten Fall auch schneller als die Russen.

Von solchen Überlegungen will man selten was lesen oder Hören. Es war eine wunderbare Zeit wo mal Ruhe herschte. Die Zeiten sind vorbei dank Russland. Die Russen unter Putin haben auch da weniger Skrupel ingesamt. Man droht offen mit Atomwaffen. Deutlicher kann man es nicht machen. Wir haben einen neuen kalten Krieg.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Cobra9 » Fr 11. Dez 2015, 06:52

BATA » Fr 11. Dez 2015, 01:41 hat geschrieben:
Wenn du meine Position respektierst, werde ich auch deine Position respektieren. So kann man wesentlich offener diskutieren weißt du.



Ich bin entsetzt, aber ist dein gutes Recht, ich verlange von Niemanden meine Meinung zu teilen.
Meine Haltung den Medien gegenüber ist grundsätzlich skeptisch. Seien es Deutsche, Amerikanische, Russische oder Ukrainische. Durch den direkten Zugang zur russischen, ukrainischen und deutschen Informationswelten habe ich jegliches Vertrauen in Journalismus verloren. Ich vertraue meinem Verstand und der Fähigkeit in allen diesen Informationsfeldern recherchieren zu können. Manchmal habe ich den Eindruck von Journalisten und manchen Völkerrechtlern für einen Vollidioten gehalten zu werden.
Ich bitte dies zu berücksichtigen.

Ich kann das gern an den von dir zitierten Beispielen demonstrieren. Glaub mir kein Wort.



zu "die Verfassung der Ukraine ... die Unteilbarkeit des Landes vorsieht und kein Referendum über eine Abspaltung erlaubt."

Mag sein. Das bestreitet doch Niemand, dass die Unabhängigkeitserklärung der Krim gegen die Verfassung der Ukraine verstoßen hatte. Die Behörden der Krim brachen doch bewusst die Verfassung indem sie die Unabhängigkeit erklärt haben.

Bei Allem Respekt, entweder besteht diese "Venedig-Kommission" nur aus Idioten, oder sie halten mich für einen Idioten, ist mir ehrlich nicht ganz klar.

Wie Jeder weiß, ist die Verfassung der Ukraine kein Bestandteil des internationalen Völkerrechts.
Aus der Verfassungswidrigkeit des durch die Behörden der Krim initiierten Referendums, lässt sich keine Annexion der Krim durch Russland ableiten.

Ferner sollen die verehrten Experten doch bitte mal konkret die Vorschrift aus dem Völkerrecht zitieren, wo es heißt, dass eine Unabhängigkeitserklärung im Einklang mit der Verfassung des Zentralstaats sein muss.

zu: Außerdem sei es "mehr als fraglich, dass die derzeitigen Verhältnisse auf der Krim die Abhaltung eines Referendums unter Einhaltung europäischer demokratischer Standards zulässt.

Das ist auch gar nicht erforderlich. Die verehrten Experten von der "Venedig-Kommission" sollen mal die Vorschrift aus dem Völkerrecht zitieren, wo konkret gefordert wird, dass eine einseitige Sezession eine Legitimation durch ein Referendum unter Einhaltung europäischer demokratischer Standards erfordert.


ok weiter.



Ich habe das Dokument, welches damals zur Abstimmung vorgelegt wurde selbstverständlich studiert. Das Wort Annexion, kommt dort kein einziges mal vor.

Überzeug dich selbst: Dokument

Jetzt komme ich schon wieder verarscht vor.

Abgesehen davon, dass das Wort "Annexion" im zur Abstimmung vorgelegtem Dokument kein einziges mal vorkommt, haben Abstimmungen der UN Vollversammlungen im Gegensatz zu den Resolutionen des Sicherheitsrats, keine rechtliche Bindung.
Einfach gesagt: Eine Abstimmung der UN Vollversammlung kann überhaupt nichts für illegal erklären. Nur der UN Sicherheitsrat kann das.

Für wie bescheuert halten die Journalisten uns eigentlich? Was meinst du?

weiter:


Aber Herr Kreß. Die Behörden der Krim haben Russland um militärischen Schutz ersucht. Haben die Behörden von Dänemark etwa auch Nazi-Deutschland darum gebeten militärischen Schutz zu leisten? Wurde denn in Dänemark ein Monat vor der Besetzung ein Apell an Nazi-Deutschland vorbereitet doch bitte seine Soldaten zu schicken und für Sicherheit der Bürger Dänemarks zu sorgen?

weiter


Thesis: es spricht einiges dafür, dass die Abstimmung auf der Krim durch eine völkerrechtswidrige Gewaltanwendung russischer Truppen ermöglicht wurde.

Das ist durch die Existenz des Protokols der Sitzung des Krimparlaments vom 4. Februar klar widerlegt.

Zu was hätten russische Truppen denn die Krim-Behörden am 27. Februar nötigen können, was diese Behören nicht am 4. Februar sowieso schon beabsichtigt hatten?
und daraus übrigens auch gar keinen Hehl machten.

Thesis: Ein mögliches Selbstbestimmungsrecht der lokalen Bevölkerung geht jedenfalls nicht so weit, dass sich die Krim gegen den Willen der Regierung in Kiew aus der Ukraine lösen kann.

Ich kann nicht genug den IGH zitieren

Der IGH geht in seinem Gutachten davon aus, dass eine Unabhängigkeitserklärung dann im Einklang
mit dem Völkerrecht steht, wenn sie gegen keine anwendbare Regel des Völkerrechts verstößt.
Nicht erforderlich sei hingegen eine Legitimation durch eine völkerrechtliche Norm.

https://www.bundestag.de/blob/191664/b1 ... o-data.pdf

Wie lautet denn die völkerrechliche Norm, welches die Zustimmung einer Unabhängigkeitserklärung durch den Zentralstates vorschreibt? So eine Vorschrift gibt es im Völkerrecht nicht.


Thesis: Wenn überhaupt, könnte ein Anspruch auf Loslösung nur damit begründet werden, dass ein Zusammenleben in einem gemeinsamen Staat aufgrund konkreter Gewalterfahrungen oder systematischer Menschenrechtsverletzungen völlig unzumutbar geworden wäre. Das ist hier offensichtlich nicht der Fall.

Das ist eine veraltete Lehrmeinung und nicht das geltende Völkerrecht.
Eine Erlaubnis zur Abspaltung ist durch das Völkerrecht nicht erforderlich. Sagt IGH. Oder etwa nicht?




langweilig. Kenne ich schon.
Natürlich ist Krim nicht der Kosovo. Das behauptet auch Niemand. Putin zitierte einfach aus der Unabhängigkeitserklärung. Auf das Kosovo Urteil bezogen sich die Krimbehörden.

Das ändert nichts daran, dass der IGH das Völkerrecht so ausgelegt hat, dass das Völkerrecht zu Unabhängigkeit völlig Neutral steht. In sehr vereinfachten Form: Es gibt kein Verbot und eine Erlaubnis ist nicht erforderlich. Ich weiß nicht wie ichs dir noch erklären kann.

PS:
Selbst wenn ich mich in allen oben genannten Punkten geirrt haben sollte, macht es immer noch nicht aus einer Sezession der Krim, eine russische Annexion.

Wenn die Unabhängigkeitserklärung der Krim tatsächlich eines Tages vom UN Sicherheitsrat oder dem IGH als völkerrechtswidrig erklärt werden sollte. Dann ist es immer noch keine Annexion, sondern eine völkerrechtswidrige Sezession. Die Initiative geht ja nicht auf jemand Anders über, wenn der Initiator unrechtmäßig gehandelt hat.

Man kann nicht aus einem Annehmer einen Wegnehmer machen.

Das ganze erinnert an ein Beziehungsdrama. Eine Frau ist zu einem Anderen abgehauen. Jetzt beschuldigt der Ex- den Neuen Lover, ihm seine Frau ausgespannt zu haben.

Lächerlich das Ganze.

Bitte verschone mich mit Links zu überschütten. Das ist kein guter Stil. Lass uns eins nach dem anderen durchgehen.



Lächerlich ist das Ganze von Dir. Hatten wir mehrmals das deine Position falsch ist und Du beschwerst Dich mit Text geflutet zu werden ? Na ja. Thema ist für mich beendet da mehrmals besprochen. Standpunkte sind klar, die Mehrheit der Völkerechtler hat auch klar gestellt das Du falsch liegst ingesamt und damit gebe ich mir keine fünfzigste Runde den Hamster.Schlag auf den Seiten nach wo man bisher schrieb oder hoff auf jemand der deinen Beiträge beantwortet. Für mich ist das Thema durch mit Dir.



@all


In der Ukraine wurden eine nicht so nette Gruppe zerschlagen.
The SBU security service said it had detained three Russian and four Ukrainian citizens after a shootout in which a special forces officer and the Ukrainian leader of the armed group were killed.

"Just in one place in the capital we found eight homemade explosive devices, four kilograms of TNT, automatic weapons, about forty hand grenades and 2,000 cartridges," spokeswoman Olena Gitlyanska said in a Facebook post.

Read more at Reutershttp://www.reuters.com/article/u ... d6TwlOl.99



Zum Prozess gegen Savchenko

Ukrainian pilot Nadezhda Savchenko will not appeal the sentence she is expected to receive from a Russian court, because doing so would create a false impression that she has any trust in Russia's judiciary system, her lawyer said Wednesday, the opposition-minded Open Russia portal reported.

A verdict against Savchenko, who is on trial in the Russian city of Donetsk, may be reached by the end of the year, and will likely carry a “tough” sentence, Russia's Investigative Committee spokesman Vladimir Markin has been quoted by media reports as saying earlier this month.

http://www.themoscowtimes.com/news/arti ... 52475.html
Zuletzt geändert von Cobra9 am Fr 11. Dez 2015, 07:06, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 11. Dez 2015, 07:30

BATA » Fr 11. Dez 2015, 00:41 hat geschrieben:Wie Jeder weiß, ist die Verfassung der Ukraine kein Bestandteil des internationalen Völkerrechts.
noch die verfassung von rusland. und doch wird mit feuer und schwert die unabhängigkeit von z.b. tschetschenien bestritten. DURCH RUSSLAND.
BATA » Fr 11. Dez 2015, 00:41 hat geschrieben:Aus der Verfassungswidrigkeit des durch die Behörden der Krim initiierten Referendums, lässt sich keine Annexion der Krim durch Russland ableiten.
weil aber dieses referendum beeinflußt wurde durch die anwesenheit von grünen russische männchen, ist sie bereits ungültig. denn das ist schon als eine akt von besetzung.
ergo: referendum ungültig ==> krim de jure noch immer ukraine ==> rusland hat also die krim annektiert.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Cobra9 » Fr 11. Dez 2015, 07:46

Nomen Nescio » Fr 11. Dez 2015, 08:30 hat geschrieben:noch die verfassung von rusland. und doch wird mit feuer und schwert die unabhängigkeit von z.b. tschetschenien bestritten. DURCH RUSSLAND.
weil aber dieses referendum beeinflußt wurde durch die anwesenheit von grünen russische männchen, ist sie bereits ungültig. denn das ist schon als eine akt von besetzung.
ergo: referendum ungültig ==> krim de jure noch immer ukraine ==> rusland hat also die krim annektiert.


Die Sachlage ist eigentlich klar und bis auf Russland samt Freunden sieht das niemand ernsthaft anders. Die EU usw. sehen das alles so das es illegal ist und Russland nicht. Da gibts dann genug PR dafür

Aber es steht eigentlich fest das folgendes passt:

http://www.osce.org/pc/147796?download=true

Aber soll BATA seine Sichtweise vertreten. Muss man nicht teilen da falsch :)

In Kürze eine gute Zusammenfassung:
Völkerrechtswidrigkeit der Unabhängigkeitserklärung und des Referendums der Krim

Russland kann die Rechtmäßigkeit weder der Anerkennung der Unabhängigkeit der Republik Krim noch die Rechtmäßigkeit des mit ihr abgeschlossenen Vertrages über die Aufnahme in seinen Staatsverband (18.3.2014) mit dem Völkerrecht rechtfertigen. Denn sowohl die Unabhängigkeitserklärung der Krim vom 11.3.2014 als auch das auf der Krim am 16.3.2014 abgehaltene Referendum kamen unter Verletzung elementarer Rechtsstandards des Völkerrechts zustande.

Zu Unrecht berufen sich die Republik Krim und Russland zur Rechtfertigung der Unabhängigkeitserklärung auf das Gutachten, das der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen (IGH) am 22. Juli 2010 auf Antrag der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo vom 17.Februar 2008 erstattet hat. Zwar verstößt nach Ansicht des IGH auch die einseitige, auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker gestützte Unabhängigkeitserklärung eines Volkes gegenüber dem Staat, in welchem es bislang gelebt hat, als solche nicht gegen irgendein Prinzip oder eine Norm des universellen Völkerrechts. Ein solches Verbot lasse sich weder dem Völkergewohnheitsrecht noch dem Völkervertragsrecht entnehmen (para. 84). Insbesondere verletze eine solche Erklärung nicht das Prinzip der territorialen Integrität eines Staates, weil die Pflicht zu dessen Einhaltung von Art. 2 Nr. 4 UNO-Charta den Staaten auferlegt werde bzw. nur für die Beziehungen zwischen den Staaten gelte und deswegen durch die Unabhängigkeitserklärung Kosovos als solche nicht tangiert werde (para. 80).

http://www.ostinstitut.de/de/ost_publik ... s_der_krim


Die Unabhängigkeitserklärung der »Autonomen Republik der Krim und der Stadt Sewastopol« sowie das Referendum vom 16. März 2014 stellten bereits eine Verletzung des ukrainischen Verfassungs- und Staatsrechts dar.
Eine genaue Analyse der politischen Stimmung auf der Krim zeigt jedoch, dass im Falle eines unter freien und demokratischen Bedingungen durchgeführten Referendums ein Ergebnis zugunsten Russlands selbst in
der Phase der extremen ukrainischen Staatskrise keineswegs selbstverständlich zu erwarten gewesen wäre.


..Darüber hinaus hätte Russland im Frühjahr 2014 weit
-
aus kostengünstigere Möglichkeiten gehabt, die russi
-
sche Minderheit effektiv zu unterstützen: Die damals
gültige Verfassung der ARK garantiert der Halbinsel
in engen Grenzen einige Hoheitsrechte, weswegen die
Autonomie in Verhandlungen durchaus ausbaubar gewesen wäre, ohne die staatliche Integrität zu gefährden.
Die politischen Voraussetzungen waren gegeben: Die
ukrainische Führung war zu Verhandlungen über die
Stärkung der Autonomie bereit, während die russische
Führung im Lichte der Krise des ukrainischen Staates
in einer starken Position war. Vieles deutet daher darauf
hin, dass es Putin und seiner Entourage im Frühjahr
2014 kaum um das Wohl der Krimbevölkerung ging;
vielmehr diente Putin die Annexion als Hebel, die widerspenstige Ukraine massiv zu destabilisieren, den Einfluss
Russlands im Nachbarland zu sichern, den Russen »die
Perle des Imperiums« zurückzugeben, um somit sein
Hauptziel zu erreichen: Legitimation und Sicherung
seiner autoritären Herrschaft.

http://www.laender-analysen.de/russland ... sen291.pdf

Klares Nein auch von Anne Peters :)
http://www.mpil.de/files/pdf3/Peters_Ve ... _20143.pdf


Guter Artikel dazu:

http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 05122.html



Außerdem ist die Debatte eh absurd da Putin klar zugab die Sache war geplant. Nein das war natürlich nur rein gem. Völkerecht geplant :p :p


"Die Krim - der Weg in die Heimat" tauchen mehrere Interviewausschnitte von Putin auf. Unter anderem sagt er darin: "Wir müssen beginnen, die Krim zurück zu Russland zu holen."

http://www.tagesschau.de/ausland/putin-krim-103.html
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Demolit » Fr 11. Dez 2015, 07:52

Cobra9 » Fr 11. Dez 2015, 07:46 hat geschrieben:
Die Sachlage ist eigentlich klar und bis auf Russland samt Freunden sieht das niemand ernsthaft anders. Die EU usw. sehen das alles so das es illegal ist und Russland nicht. Da gibts dann genug PR dafür

Aber es steht eigentlich fest das folgendes passt:

http://www.osce.org/pc/147796?download=true

Aber soll BATA seine Sichtweise vertreten. Muss man nicht teilen :)


Entschuldige Cobra...

Natürlich Kann der BATA seine Sicht vertreten. Nur dürfte es jedem Menschen mit einigermaßen vernünftiger Sicht doch eingängig sein, dass er die nicht zu 100sten Male an gleicher Stelle mit keinem neuen Argument ( alte alle ! widerlegt) in einem öffentlichen Raum wieder und wieder einbringen kann, ohne das sich die Öffentlichkeit mit Grausen abwendet.

Nervenden Kindern nimmt man auch mal das weg, was dieses Nerven befördert.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Cobra9 » Fr 11. Dez 2015, 08:11

Demolit » Fr 11. Dez 2015, 08:52 hat geschrieben:
Entschuldige Cobra...

Natürlich Kann der BATA seine Sicht vertreten. Nur dürfte es jedem Menschen mit einigermaßen vernünftiger Sicht doch eingängig sein, dass er die nicht zu 100sten Male an gleicher Stelle mit keinem neuen Argument ( alte alle ! widerlegt) in einem öffentlichen Raum wieder und wieder einbringen kann, ohne das sich die Öffentlichkeit mit Grausen abwendet.

Nervenden Kindern nimmt man auch mal das weg, was dieses Nerven befördert.


Du wenn das die Meinung von BATA ist muss man damit leben. Falsche Meinung ist nicht gleich falsche Handlung. Nur Bata sollte sich mal überlegen ob das stumpfe Abspulen "seiner" Wahrheit was bringt. Ich glaub eher jemand der in Tübingen junge Juristen ausbildet oder Personen die das seit Jahren machen inkl. notwendiger Vorlagen. Solange es plausibler ist als die Meinung von BATA wüsste ich auch nicht was dagegen spricht. BATA will erzählen ein A ist ein C.

Kleines Beispiel

Prof. Anne Peters, Direktorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg

Im Ergebnis hatte die Abspaltung völkerrechtlich nicht die Voraussetzungen der abhelfenden Abspaltung, der Gebietswechsel sei "vielmehr eine Verletzung der territorialen Unversehrtheit der Ukraine". Übrigens auch durch den Einsatz russischer Militärs, der letztlich das völkerrechtliche Prinzip des Gewaltverzichts verletzt habe. Von einer Intervention auf Einladung könne nicht die Rede sein, denn als Ex-Präsident Wiktor Janukowytsch sich mit einem entsprechenden Brief an Russland wandte, war er nicht mehr maßgeblicher völkerrechtlicher Vertreter der Ukraine. Da es sich bei seiner Absetzung nicht um eine offensichtliche Verletzung der ukrainischen Verfassung handelte, könne dies nicht als Argument für russisches Eingreifen gelten. "Die Annexion der Krim war eine gewaltsame und krass völkerrechtswidrige Gebietsverletzung des Territoriums der Ukraine", pointierte Anne Peters ihre Argumentation. Ein Unterschied zur Abspaltung des Kosovo von Serbien 2008 seien etwa die dort tatsächlich verübten massiven Menschenrechtsverletzungen.

http://www.giessener-anzeiger.de/lokale ... 948132.htm



Glaube ich jetzt der Frau Peters und der Mehrheit ihrer Kollegen oder BATA .....ganz schwere Frage vor allem wenn man das auch nachlesen kann was die Frau sagt und somit prüfen. Ei der Daus die hat Recht. Wenn ich Fragen habe wo ich als Laie nicht nachvollziehen kann steht mir eine Juristin 24/7 zur Verfügung, da Lebensgefärtin. Und Mist wie das Völkerecht musste ich mit pauken da ich das selber brauchte. Wofür ist privat.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon BATA » Fr 11. Dez 2015, 09:57

Cobra9

Hatten wir mehrmals das deine Position falsch ist und Du beschwerst Dich mit Text geflutet zu werden ?


Nun, du musst mir schon verzeihen, dass deine Meinung, dass meine Position falsch ist mir gelinde gesagt völlig egal ist.
Deine Position lässt eine Menge Fragen offen. Siehe da:

Na ja. Thema ist für mich beendet da mehrmals besprochen. Standpunkte sind klar


Sehr schade, dass du jetzt den Rückzieher machst wo es doch gerade erst interessant wird.
Ich finde ich habe meinen Standpunkt in Bezug auf die von dir zitierte Texte gut begründet und hatte mir eigentlich etwas mehr von dir erwartet. Aber gut so sei es.

die Mehrheit der Völkerechtler hat auch klar gestellt das Du falsch liegst ingesamt und damit gebe ich mir keine fünfzigste Runde den Hamster.


Also was du hier vorschlägst ist das Gehirn in den Schrank zu stellen und blind der Autorität zu vertrauen. Weil Einstein etwas gesagt hat, muss es wahr sein.

Die Mehrheit der Völkerrechtler? Woher willst du das wissen? Hast du sie gezählt? Gibt es eine Statistik?
Das ist bloß deine subjektive Wahrnehmung!

Bedingt dadurch, dass mangels Sprachkenntnissen der russische Informationsraum für dich nicht zur selbstständigen Recherche zugänglich ist. Die Standpunkte russischer Völkerrechtler die sich zu diesem Thema äußerten finde ich jedenfalls weit aus besser begründet als die bereits erwähnten welche ichbereits kommentiert habeund du nicht mehr weiter diskutieren wolltest.

Deine subjektive Wahrnehmung bezüglich der Meinungsverhältnissen unter Völkerrechtlern ist freilich für juristischen Status der Republik Krim völlig irrelevant. Diese Völkerrechtler, denen du blind zu glauben vorschlägst, die sollen ihren Käse doch bitte nicht mir, sondern dem IGH erklären.
Zuletzt geändert von BATA am Fr 11. Dez 2015, 09:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon zollagent » Fr 11. Dez 2015, 10:20

BATA: Viel Schreiben heißt noch lange nicht, gut begründen. Es dient eher dazu, schwache Argumente in einer Flut von Aussagen untergehen zu lassen. Mag ja sein, daß es Völkerrechtler gibt, die die "Heimkehr" der Krim nach Russland als richtig ansehen. Die überwiegende Mehrheit tut es nicht und begründet das auch.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Cobra9 » Fr 11. Dez 2015, 10:41

BATA
Nun, du musst mir schon verzeihen, dass deine Meinung, dass meine Position falsch ist mir gelinde gesagt völlig egal ist.
Deine Position lässt eine Menge Fragen offen. Siehe da:




Sehr schade, dass du jetzt den Rückzieher machst wo es doch gerade erst interessant wird.
Ich finde ich habe meinen Standpunkt in Bezug auf die von dir zitierte Texte gut begründet und hatte mir eigentlich etwas mehr von dir erwartet. Aber gut so sei es.



Standpunkte sind erklärt ausreichend. Die wir mindestens fünfmal durchgekaut haben. IGH, Kosovo Vergleich, Krim....alles behandelt und besprochen. Standpunkte nicht kompatibel und auf eine sechste, siebste .....Wiederholung steht mir nicht der Sinn
BATA
Also was du hier vorschlägst ist das Gehirn in den Schrank zu stellen und blind der Autorität zu vertrauen. Weil Einstein etwas gesagt hat, muss es wahr sein.

Die Mehrheit der Völkerrechtler? Woher willst du das wissen? Hast du sie gezählt? Gibt es eine Statistik?
Das ist bloß deine subjektive Wahrnehmung!


Pech gehabt da liegst Du falsch. Meine bessere Hälfte arbeitet im JUMI und OLG Stuttgart als Juristin. Ich brauch auch nix zählen sondern Umfragen, Bewertungen in Fachmedien kann ich lesen.Uni Tübingen, Heidelberg ist der Trend ganz klar das es illegal war was Russland tat. Bei der Weihnachtsfeier durfte ich auch mal mit Juristen des Fall Ignace Murwanashyaka plaudern. Auch da keine Gegenstimme das klare Verstösse gegen geltendes Recht vorliegen. Nö alles nur subjektiv :)
BATA
Bedingt dadurch, dass mangels Sprachkenntnissen der russische Informationsraum für dich nicht zur selbstständigen Recherche zugänglich ist. Die Standpunkte russischer Völkerrechtler die sich zu diesem Thema äußerten finde ich jedenfalls weit aus besser begründet als die bereits erwähnten welche ichbereits kommentiert habeund du nicht mehr weiter diskutieren wolltest.


Sind das die gleichen Juristen wie früher die mit der Telefonjustiz :p Aber ganz logisch das Völkerechtler aus Russland Dir besser gefallen. An deren Neutraler Bewertung habe ich aber so meine Zweifel. Da traue ich lieber den Deutschen, Engländern usw.

Es gibt sehr gute Juristen in Russland und auch Völkerrechtler, aber wer eine abweichende Meinung hat lebt gefährlich. Siehe Sergej Magnitskij . Also unter solchen Umständen neutrale Bewertungen abzuliefern könnte ins Auge gehen
BATA
Deine subjektive Wahrnehmung bezüglich der Meinungsverhältnissen unter Völkerrechtlern ist freilich für juristischen Status der Republik Krim völlig irrelevant. Diese Völkerrechtler, denen du blind zu glauben vorschlägst, die sollen ihren Käse doch bitte nicht mir, sondern dem IGH erklären.


Der IGH wird dann tätig wenn es nötig ist. Und der IGH hat zur Krim keine Stellungsnahme rausgegeben, der Kosovo Vergleich ist nicht relevant. Grüzie
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Cobra9 » Fr 11. Dez 2015, 10:43

zollagent » Fr 11. Dez 2015, 11:20 hat geschrieben:BATA: Viel Schreiben heißt noch lange nicht, gut begründen. Es dient eher dazu, schwache Argumente in einer Flut von Aussagen untergehen zu lassen. Mag ja sein, daß es Völkerrechtler gibt, die die "Heimkehr" der Krim nach Russland als richtig ansehen. Die überwiegende Mehrheit tut es nicht und begründet das auch.


Für Juristen in Russland könnte es gefärlich sein gegen die Meinung des System Putin zu sein. Sergej Magnitskij kann ein Lied davon singen....och nee der starb in der Haft.



http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... walts.html
http://russian-untouchables.com/rus/docs/P01G.pdf

Außerdem ist es Blödsinn das Völkerrecht eine Sache der Auslegung wäre je nach Land. Es ist ein internationales Recht und wer meint da viel besser zu sein in der Begründung als die Fach Unis inkl. Bereich wie Tübingen oder Heidelberg soll Belege bringen dafür.
Aber nicht ....och Du sprichst die Sprache nicht. Afrikaans kann ich recht gut. Und was sollte das am Völkerrecht in Südafrika ändern?
Nix. Gleiches wie auch für Deutschland gelten würde. Manche versuchen echt nette Seilzüge
Zuletzt geändert von Cobra9 am Fr 11. Dez 2015, 10:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon zollagent » Fr 11. Dez 2015, 10:46

Cobra9 » Fr 11. Dez 2015, 10:43 hat geschrieben:
Für Juristen in Russland könnte es gefärlich sein gegen die Meinung des System Putin zu sein. Sergej Magnitskij kann ein Lied davon singen....och nee der starb in der Haft.



http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... walts.html
http://russian-untouchables.com/rus/docs/P01G.pdf

Gut, aber wenn ich recht erinnere, zitierte BATA auch Völkerrechtler aus Deutschland und den USA.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Cobra9 » Fr 11. Dez 2015, 10:50

zollagent » Fr 11. Dez 2015, 11:46 hat geschrieben:Gut, aber wenn ich recht erinnere, zitierte BATA auch Völkerrechtler aus Deutschland und den USA.


Dagegen spricht auch nix. Nur das hier:

Bedingt dadurch, dass mangels Sprachkenntnissen der russische Informationsraum für dich nicht zur selbstständigen Recherche zugänglich ist. Die Standpunkte russischer Völkerrechtler die sich zu diesem Thema äußerten finde ich jedenfalls weit aus besser begründet als die bereits erwähnten welche ichbereits kommentiert habeund du nicht mehr weiter diskutieren wolltest


ist nicht unbedingt relevant. Warum sollte Völkerrecht sich in Russland anders darstellen als in Deutschland, Japan oder Pakistan :?:
Recht und Gesetz findet immer Köpfe die eine andere Auslegung finden als die Mehrheit der Köpfe. Und auf obiges Bezogen habe ich mich als ich sagte ich bezweifel mal das in Russland eine neutrale Bewertung entgegen der Meinung des Systems passieren kann oder darf.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Demolit » Fr 11. Dez 2015, 10:53

zollagent » Fr 11. Dez 2015, 10:46 hat geschrieben:Gut, aber wenn ich recht erinnere, zitierte BATA auch Völkerrechtler aus Deutschland und den USA.


Ja tat er ... ehedem...wie Moskau es herausgab. Nur sind die Kundigen , die er heranzog das, was man üblicherweise hier als Minderheitsmeinung zur Kenntnis nimmt. Zum anderen sind diese Vertreter auch in der Betrachtung der gesellschaftlichen Erscheinungen des Westens in einer Minderheitenposition.

Gut, dass es sie gibt, tragen stets zum Humus fürs Denken bei. Dzrchlagend richtig ist deren Meinung nicht.
Zuletzt geändert von Demolit am Fr 11. Dez 2015, 10:56, insgesamt 1-mal geändert.

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