Russische Streitkräfte

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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon gallerie » Fr 6. Sep 2013, 18:29

RedEye » Fr 6. Sep 2013, 23:06 hat geschrieben:Ob es gammelig ist, sei mal dahingestellt, da bei rund 700 kg Sprengstoff im Gefechtskopf vom Ziel nicht viel übrig bleibt, wenn es getroffen wird. :D Nein, das System ist in Russland außer Dienst gestellt, aber seine Derivate sind in der GUS noch weit verbreitet. Du musst wissen, dass die Russen z.B. ihre ICBMs bis vor der Einführung der Bulawa auf Atom U-Booten, stets mit Flüssigtreibstoffen betrieben haben, da sie im Vergleich zu Festtreibstoffen einen wesentlich höheren spezifischen Impuls haben und damit größere Nutzlasten möglich sind. Ein wesentlicher Nachteil davon ist halt das von dir erwähnte Betanken, und die Lagerung. Vorallem auf U-Booten ist es extrem gefährlich wenn die Rakete undicht wird, die Russen haben dadurch ein paar U-Boote verloren, z.B. die K-219: Klick!
Auch bei älteren Flugabwehrraketen, z.B. bei der SA-2, haben die Russen Flüssigtreibstoff verwendet. Hier sind die Nachteile besonders gravierend gewesen, sodass man bei späteren Modellen auf Festtreibstoffe umgestiegen ist.

…ein wenig kenne ich mich aus, die Scud waren damals das Gegenangebot der "Lance", die aber schon in den frühen 70er Jahren als Festtreibstoff Rakete einfacher in der Handhabung war. Im Gegensatz zur "Sergeant-Rakete", die ähnliche Betankungsprobleme mit sich führte wie die Scud.
Wir konnten schon damals eine Kurzstreckenrakete aus der Hosentasche abfeuern, ein einachsiger Anhänger reichte. Das Scud System musste unter kettenaufwand und riesigen Manpower in eine Feuerstellung bewegt werden.
Zuletzt geändert von gallerie am Fr 6. Sep 2013, 18:47, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon RedEye » Fr 6. Sep 2013, 18:32

Umbrella » Fr 6. Sep 2013, 18:23 hat geschrieben:
Habe ich schon gelesen, aber da ist ja zum Glück nicht viel passiert.
Bin der Meinung, dass der Ladeautomat weggehört.

Naja, solange noch die Kaliber bei 120-125mm bleiben, kann man noch darüber diskutieren, spätestens wenn die ersten 135 - 140mm oder gar >150mm Kanonen auf Panzern installiert werden, kann man das Nachladen per Hand vergessen, da die Geschosse einfach zu unhandlich werden, um sie z.B. in Fahrt nachzuladen. Eventuell wäre der Einsatz von Exoskeletten eine Lösung, die US-Armee forscht bereits intensiv in dieser Richtung, aber das ist noch reine Zukunftsmusik. Getrennte Munition wäre auch eine Option, aber dann sinkt die Feuergeschwindigkeit ins Bodenlose. Dem Ladeautomaten gehört meiner Meinung nach die Zukunft. :)
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon RedEye » Fr 6. Sep 2013, 18:50

gallerie » Fr 6. Sep 2013, 18:29 hat geschrieben:…ein wenig kenne ich mich aus, die Scud waren damals das Gegenangebot der "Lance", die aber schon in den frühen 70er Jahren als Festtreibstoff Rakete einfacher in der Handhabung war. Im Gegensatz zur "Sergeant-Rakete", die ähnliche Betankungsprobleme mit sich führte.

Eher umgekehrt, da die Scud viel früher entwickelt wurde als die Lance. :D Ich glaube, du hast da was durcheinandergebracht, die Lance war die mit Flüssigtreibstoff, die Sergeant mit Feststoff, hier der Vergleich:
Sergeant
Propulsion:Single-stage solid propellant

und Lance
Propulsion:Single-stage liquid propellant

:D

Festtreibstoffraketen haben 3 große Pluspunkte, sie sind extrem zuverlässig, ihr Treibstoff ist relativ billig und sind wesentlich ungefährlicher in der Handhabung.
Bei Flüssigtreibstoffraketen mussten nur die älteren Modelle vor dem Einsatz betankt werden, die 2 und 3 Generation hatte dagegen schon lagerfähige Treibstoffe.
Zuletzt geändert von RedEye am Fr 6. Sep 2013, 18:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon Umbrella » Fr 6. Sep 2013, 21:06

RedEye » Fr 6. Sep 2013, 17:32 hat geschrieben:Naja, solange noch die Kaliber bei 120-125mm bleiben, kann man noch darüber diskutieren, spätestens wenn die ersten 135 - 140mm oder gar >150mm Kanonen auf Panzern installiert werden, kann man das Nachladen per Hand vergessen, da die Geschosse einfach zu unhandlich werden, um sie z.B. in Fahrt nachzuladen. Eventuell wäre der Einsatz von Exoskeletten eine Lösung, die US-Armee forscht bereits intensiv in dieser Richtung, aber das ist noch reine Zukunftsmusik. Getrennte Munition wäre auch eine Option, aber dann sinkt die Feuergeschwindigkeit ins Bodenlose. Dem Ladeautomaten gehört meiner Meinung nach die Zukunft. :)


Kann sein, daran habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht gedacht.
Glaube aber auch nicht, dass die Kaliber noch viel größer werden.
Was will man denn mit einer 150mm? :D

Was den Exoskelett angeht, meine die Russen hängen auch hinterher.
Wenn man RIA glauben schenken darf, was man nicht immer tun sollte, dann hat sich das russische Verteidigungsministerium gegen Exoskelette ausgesprochen.
Der Krieg der Zukunft soll weniger mit Soldaten geführt werden.

Wobei ich diese Meinung nicht teile.
Sobald der Exoskelett einsatzfähig wäre, könnten schon einzelne Einheiten viel effektiver eingesetzt werden.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon RedEye » Sa 7. Sep 2013, 17:15

Umbrella » Fr 6. Sep 2013, 21:06 hat geschrieben:
Kann sein, daran habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht gedacht.
Glaube aber auch nicht, dass die Kaliber noch viel größer werden.
Was will man denn mit einer 150mm? :D

Hier ein Größenvergleich zwischen der 120 und 140mm APDSFS: Klick!
Und ein Artikel darüber: Klick!
Auf lange Sicht gesehen werden die Kaliber sehr wohl steigen, als Reaktion auf neue Gefahren.
Bezüglich der Frage, nun, während mit einer 135 - 140mm Kanone größere Durchschlagswerte mit panzerbrechender Munition erreicht werden können, kann man z.B. mit einer 152mm Kanone auch mit einem Sprenggeschoss wirkungsvoll stark gepanzerte Ziele bekämpfen. Außerdem kann man mit den 6-7kg Sprengstoff ein Haus mit wenigen Treffern auseinandernehmen, was vor allem in urbanen Gebieten von Bedeutung ist.
Was den Exoskelett angeht, meine die Russen hängen auch hinterher.
Wenn man RIA glauben schenken darf, was man nicht immer tun sollte, dann hat sich das russische Verteidigungsministerium gegen Exoskelette ausgesprochen.
Der Krieg der Zukunft soll weniger mit Soldaten geführt werden.
Wobei ich diese Meinung nicht teile.
Sobald der Exoskelett einsatzfähig wäre, könnten schon einzelne Einheiten viel effektiver eingesetzt werden.

Russische Mikroelektronik ist halt einfach nicht klein zu kriegen. :cool: :D
Bezüglich der Exoskelette lass ich mich überraschen.
Zuletzt geändert von RedEye am So 8. Sep 2013, 15:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon RedEye » Mo 9. Sep 2013, 21:13

Eins der Highlights der MAKS-2013, das Luftabwehrsystem S-350E, welches die älteren S-300PS ersetzen soll:

Foto 1
Foto 2
Foto 3
Foto 4
Foto 5
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Das System besteht aus einem Kommandopost, das 2 mobile Radargeräte kontrollieren kann, die ihrerseits bis zu 8 Starteinheiten steuern können. Jede Starteinheit kann bis zu 12 Raketen tragen. Es können gleichzeitig bis zu 16 Flugzeuge oder 12 ballistische Ziele mit bis zu 32 Flugabwehrraketen bekämpft werden. Mit den derzeitig verfügbaren Raketen und Elektronik können Ziele in einer Entfernung von bis zu 60 km bekämpft werden. Spätere Versionen sollen laut russischen Quellen eine Reichweite von bis zu 120 - 150 km haben.
An diesem System kann man meiner Meinug nach wunderbar die Entwicklung der russischen Luftabwehr betrachten.
Das uralte S-75 System, Truppeneinführung in 1957, hatte 6 Starteinheiten mit je 1 Rakete, und konnte nur ein Ziel mit bis zu 3 Raketen gleichzeitig bekämpfen, Mobilität war sehr eingeschränkt, Auf- und Abbau der Stellungen dauerte mehrere Stunden. Die gesammelte Erfahrung aus dem Vietnam-Krieg führte zu Entwicklung von mobilen Systemen, die mehrere Raketen pro Starteinheit tragen können und mehr Ziele gleichzeitig bekämpfen können. Mittlerweile werden auch Systeme entwickelt und auch eingeführt, deren Hauptaufgabe die Bekämpfung der Präzisionsmunition ist, siehe auch das SA-22 und SA-15 System.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon Ермолов » Mo 9. Sep 2013, 21:24

RedEye » Fr 6. Sep 2013, 17:31 hat geschrieben:Ich kann jetzt nicht mehr die Statistik finden, aber ich habe in anderen Foren gelesen, dass die Überlebenschancen der Besatzung und die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes im Falle eines Durchschlages bei den russischen Panzern sich nicht wesentlich von den westlichen und israelischen Modellen unterscheidet. Es sieht halt im Falle der sowjetischen bzw. russischen Panzer einfach spektakulärer aus, wenn der Panzer seinen Hut zieht, weil die Treibladungen im Ladeautomat getroffen wurden. Auch in westlichen Modellen, Leo 2 und M1 Abrams, wird ein Teil der Munition, bei voller Beladung des Panzers, außerhalb des Panzerschotts im Turm, im Kampfraum gelagert.

Beim Leo 2 ist das so, aber auch beim M1?
RedEye » Fr 6. Sep 2013, 17:31 hat geschrieben:Auch hier kann man den Panzer abschreiben, wenn die Bereitschaftsmunition getroffen wird und die Treibladungen explodieren.

Aber da ist noch immer der Unterschied in der Wahrscheinlichkeit. Sowjetische Panzer kann man vergleichsweise schwer durchschlagen, ohne dabei nicht auch die Munition zu erwischen, weil sie nicht wie beim Leo oder T-90MS lokal konzentriert ist, sondern einen beträchtlichen Anteil an der Projektion des Panzers hinter der Panzerung einnimmt.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon Ермолов » Mo 9. Sep 2013, 21:27

RedEye » Mo 9. Sep 2013, 21:13 hat geschrieben:An diesem System kann man meiner Meinug nach wunderbar die Entwicklung der russischen Luftabwehr betrachten.
Das uralte S-75 System, Truppeneinführung in 1957, hatte 6 Starteinheiten mit je 1 Rakete, und konnte nur ein Ziel mit bis zu 3 Raketen gleichzeitig bekämpfen, Mobilität war sehr eingeschränkt, Auf- und Abbau der Stellungen dauerte mehrere Stunden. Die gesammelte Erfahrung aus dem Vietnam-Krieg führte zu Entwicklung von mobilen Systemen, die mehrere Raketen pro Starteinheit tragen können und mehr Ziele gleichzeitig bekämpfen können. Mittlerweile werden auch Systeme entwickelt und auch eingeführt, deren Hauptaufgabe die Bekämpfung der Präzisionsmunition ist, siehe auch das SA-22 und SA-15 System.

Hängt wohl damit zusammen, dass die Flugkörper immer kleiner und handlicher wurden. ;) Obwohl die Russen noch immer die S-300V beschaffen mit bis zu 4-Tonnen-Rakteten... :cool:
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon RedEye » Mo 9. Sep 2013, 22:01

Ермолов » Mo 9. Sep 2013, 21:24 hat geschrieben:Beim Leo 2 ist das so, aber auch beim M1?

Jup, auch beim M1 liegen 11 Schüsse im Panzerinnern:
44 rounds are stored in the turret bustle, while remaining 11 rounds are stored in protective containers inside the hull.

Quelle.

Aber da ist noch immer der Unterschied in der Wahrscheinlichkeit. Sowjetische Panzer kann man vergleichsweise schwer durchschlagen, ohne dabei nicht auch die Munition zu erwischen, weil sie nicht wie beim Leo oder T-90MS lokal konzentriert ist, sondern einen beträchtlichen Anteil an der Projektion des Panzers hinter der Panzerung einnimmt.

Der Leo-2 dürfte im Falle eines Durchschlags der frontalen Panzerung sich ähnlich spektakulär verabschieden wie ein T-72 im Falle eines Volltreffers in den Ladeautomaten: Bild 1, Bild 2. :D
Aber du hast Recht, aufgrund der kompakten Ausführung der sowjetischen Panzer, der überall verstreuten Munition im Innern(lässt sich aber relativ leicht beheben, indem man auf sie verzichtet), und nicht zuletzt der fehlenden Panzerung des Ladeautomaten sieht es im Falle eines Durchschlags für die Panzerbesatzung nicht gerade rosig aus... :|
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon Ермолов » Mo 9. Sep 2013, 22:17

RedEye » Mo 9. Sep 2013, 22:01 hat geschrieben:Jup, auch beim M1 liegen 11 Schüsse im Panzerinnern:

Quelle.

Interessant. Wusste ich nicht. :thumbup:
RedEye » Mo 9. Sep 2013, 22:01 hat geschrieben:Aber du hast Recht, aufgrund der kompakten Ausführung der sowjetischen Panzer, der überall verstreuten Munition im Innern(lässt sich aber relativ leicht beheben, indem man auf sie verzichtet),

Wobei das dann ein spürbarer Unterschied in der Anzahl der Munition wäre. 22 vs. 44 und sowas gefällt den Militärs aufgrund ihrer Erfahrungen gar nicht. :mad:
Ich bin auch gespannt, was in Armata realisiert wird.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon RedEye » Mo 9. Sep 2013, 22:24

Ермолов » Mo 9. Sep 2013, 21:27 hat geschrieben:Hängt wohl damit zusammen, dass die Flugkörper immer kleiner und handlicher wurden. ;) Obwohl die Russen noch immer die S-300V beschaffen mit bis zu 4-Tonnen-Rakteten... :cool:

Klar wird die Elektronik und Treibstoffzusammensetzung immer feiner und besser, aber wenn man die Aufgabe hat, Ziele in mehr als 100km Entfernung zu bekämpfen, und dazu noch Raketen, kommt man mit kleinen Flugkörpern wohl kaum aus, alleine schon wegen der Endgeschwindigkeit des Ziels und des Gefechtskopfs der Abwehrrakete...
Sehr interessant ist das Konzept der Amis, Hit-to-Kill, die sie mit THAAD verfolgen.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon RedEye » Mo 9. Sep 2013, 22:35

Ермолов » Mo 9. Sep 2013, 22:17 hat geschrieben:
Wobei das dann ein spürbarer Unterschied in der Anzahl der Munition wäre. 22 vs. 44 und sowas gefällt den Militärs aufgrund ihrer Erfahrungen gar nicht. :mad:
Ich bin auch gespannt, was in Armata realisiert wird.

Nur als Randnotitz:
Beim Leo-2 wäre man mehr als die Hälfte der Munition los, wenn man die Bereitschaftsmunition, 27 Geschosse von 42, entfernen würde. Im Leclerc hat man fast die Hälfte der Munition neben dem Fahrer platziert:
Weitere 18 Patronen befinden sich im Revolvermagazin rechts neben dem Fahrer.
- Von Wiki.
Nur waren die Franzosen so klug und haben den Ladeautomaten im Turm, abgeschottet von der Besatzung, platziert.
Ja, auf Armata bin ich auch gespannt, vor allem auf die angekündigte Panzerkapsel für die Besatzung.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon Ермолов » Mo 9. Sep 2013, 22:58

RedEye » Mo 9. Sep 2013, 22:35 hat geschrieben:Beim Leo-2 wäre man mehr als die Hälfte der Munition los, wenn man die Bereitschaftsmunition, 27 Geschosse von 42, entfernen würde. Im Leclerc hat man fast die Hälfte der Munition neben dem Fahrer platziert: - Von Wiki.
Nur waren die Franzosen so klug und haben den Ladeautomaten im Turm, abgeschottet von der Besatzung, platziert.

Ich meinte eher den M1, der wohl der einzige moderne westliche Panzer ist, bei dem haufenweise Kampferfahrung gesammelt wurde (Bei Challenger 2 und Merkava IV war das ja noch nicht so wirklich der Fall. Ganz zu schweigen von Leo 2l).
RedEye » Mo 9. Sep 2013, 22:35 hat geschrieben:Ja, auf Armata bin ich auch gespannt, vor allem auf die angekündigte Panzerkapsel für die Besatzung.

Ich denke, die Russen würden sehr ungerne auf das behelfsmäßige Nachladen mit der Hand verzichten. Inwieweit das mit der besonders geschützten Kapsel der Besatzung vereinbar ist, ist die Frage... :|
Zuletzt geändert von Ермолов am Mo 9. Sep 2013, 22:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon RedEye » Mo 9. Sep 2013, 23:14

Ермолов » Mo 9. Sep 2013, 22:58 hat geschrieben:Ich meinte eher den M1, der wohl der einzige moderne westliche Panzer ist, bei dem haufenweise Kampferfahrung gesammelt wurde (Bei Challenger 2 und Merkava IV war das ja noch nicht so wirklich der Fall. Ganz zu schweigen von Leo 2l).

Ich denke, die Russen würden sehr ungerne auf das behelfsmäßige Nachladen mit der Hand verzichten. Inwieweit das mit der besonders geschützten Kapsel der Besatzung vereinbar ist, ist die Frage... :|

Niemand wird ernsthaft auf sowas verzichten können, da jede Technik, vor allem in Gefecht, ausfallen kann. Aber wie das dann umgesetzt wird, ist in der Tat eine gute Frage. Irgendwie drängt sich bei mir eine Szene aus dem Film "The Core" auf:
Sie möchten die einzelnen Bomben um den inneren Erdkern herum platzieren und dann zeitgesteuert nacheinander zünden, so dass die Schockwellen sich gegenseitig verstärken und schließlich doch ausreichen, um den Kern in Gang zu bringen. Jede Bombe soll in einem Modul von Virgil abgeworfen werden. Dies ist jedoch nur möglich, indem ein Besatzungsmitglied durch die Turbine in den hinteren Teil des Schiffs klettert und eine dort angebrachte Verriegelung löst, was aber bedeutet, dass diese Person es nicht mehr in die sichere Kapsel zurück schaffen wird und somit der Auftrag ein Himmelfahrtskommando ist.
:D :D :D ;)
Zuletzt geändert von RedEye am Mo 9. Sep 2013, 23:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon Umbrella » Mo 9. Sep 2013, 23:34

RedEye » Mo 9. Sep 2013, 21:35 hat geschrieben:Nur waren die Franzosen so klug und haben den Ladeautomaten im Turm, abgeschottet von der Besatzung, platziert.
Ja, auf Armata bin ich auch gespannt, vor allem auf die angekündigte Panzerkapsel für die Besatzung.


Ich meine mal die Skizze eines T-95 Prototypen im Netz gesehen zu haben, wo es ähnlich war.
Ob es tatsächlich sinnvoll ist, ich meine, man müsste doch den Panzer verlassen, wenn der Ladeautomat spinnen würde?(Um an diesen ran zu kommen)

Abgesehen davon wird doch auch die Größe des Panzer beeinflusst: Einzelne Kapsel für Besatzung, Ladeautomat und der Motor.
Zuletzt geändert von Umbrella am Mo 9. Sep 2013, 23:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon Chruschtschow » Fr 20. Sep 2013, 08:31

http://de.rian.ru/photolents/20130919/266906800_3.html

Die zehn größten Erfolge der russischen Rüstungshersteller


russische Rüstungserfolge..
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon RedEye » Sa 21. Sep 2013, 22:55

Und hier der Floh.... äh Panzer-Biathlon, Teil 1:


Wenn man sich die Kommentare auf russischen Foren bezüglich dieses Events durchliest, kann man sie, meiner Meinung nach, in 3 Worten zusammenfassen, Pleiten, Pech und Pannen. :D
Die Ukrainer haben sich von der Show anstecken lassen:



Mit dem Zielverfehlen wohl auch. :D
Zuletzt geändert von RedEye am Sa 21. Sep 2013, 23:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon RedEye » So 22. Sep 2013, 23:03

Zweiter Teil des Panzer-Biathlons:



Diesmal gab es nicht so viele Zielverfehlungen wie im ersten Teil. Liegt auch zum Teil daran, dass diesmal die richtige Umgebungstemperatur in den Feuerleitanlagen eingegeben wurde. Im ersten Durchgang hatten, soweit ich das richtig verstanden habe, alle Panzer in ihren Feuerleitanlagen eine Umgebungstemperatur von -18 °C stehen...
Chruschtschow

Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon Chruschtschow » Di 24. Sep 2013, 13:56

http://de.rian.ru/security_and_military/20130924/266939279.html


Russlands neuer Armata-Panzer soll bei Siegesparade 2015 auffahren


Neue Waffen für Rußland
Chruschtschow

Re: Russische Streitkräfte

Beitragvon Chruschtschow » Mi 25. Sep 2013, 17:15

NISCHNI TAGIL, 25. September (RIA Novosti).

Der russische Maschinenbauer Uralvagonzavod (UVZ) und sein französischer Partner Renault Trucks Defense entwickeln gemeinsam einen neuartigen Schützenpanzer. Der Prototyp wurde auf der Waffenmesse Russian Arms Expo 2013 in der Ural-Stadt Nischni Tagil vorgestellt.


http://de.ria.ru/security_and_military/20130925/266950418.html

Unsere Zusammenarbeit ist schon Realität“, sagte UVZ-Generaldirektor Oleg Sijenko am Mittwoch. Das Kampffahrzeug sei paritätisch entwickelt worden. „Der französische Partner stellte uns das Getriebe, den Motor, das Konzept sowie das Feuerleitsystem zur Verfügung.“

Anders als die jetzigen Kampffahrzeuge dieser Klasse sei der neue Schützenpanzer nicht mit einer 30mm, sondern mit einer 57mm-Kanone mit einer Reichweite von 16 km ausgestattet. Mit dieser Feuerkraft und der hohen Mobilität werde das neue Kampffahrzeug auf dem Markt auf eine große Nachfrage stoßen, erwartet Sijenko. Nach seinen Worten ziehen Uralvagonzavod und Renault die Gründung eines Joint Ventures in Erwägung, um die Schützenpanzer in Russland zu bauen. Zukünftig werden die Schützenpanzer auch mit russischen Motoren ausgestattet werden, sagte Sijenko. Ein solcher Motor sei bereits gebaut worden und werde getestet.


Kooperation von internationalen Unternehmen auch in der Rüstungsindustrie Realität.

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