Russophobie im Westen

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Tantris
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Tantris » Fr 7. Jun 2013, 11:00

Haben die russen nun angst, keine supermacht mehr zu sein, oder dass sich ihre vasallenstaaten verabschieden?
Doktor Schiwago

Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Doktor Schiwago » Sa 29. Jun 2013, 16:12

Tantris » Fr 7. Jun 2013, 11:00 hat geschrieben:Haben die russen nun angst, keine supermacht mehr zu sein, oder dass sich ihre vasallenstaaten verabschieden?

Ich denke, Du kennst "die" Russen. Frag sie doch einfach.
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Tantris
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Tantris » Mo 1. Jul 2013, 06:49

Doktor Schiwago » Sa 29. Jun 2013, 16:12 hat geschrieben:Ich denke, Du kennst "die" Russen. Frag sie doch einfach.



LOL


Mach ich doch grade... aber... wie üblich... sie fühlen sich bedroht von ganz normalen einfachen fragen und antworten lieber nicht. Es könnte ja mal wieder eine verarschung sein,die sie nicht kapieren. Wie so oft....

Also ob es ausser angst keine gefühle gäbe... leute.... was ist denn los?
Doktor Schiwago

Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Doktor Schiwago » So 7. Jul 2013, 20:02

Tantris » Mo 1. Jul 2013, 06:49 hat geschrieben:
LOL

Mach ich doch grade... aber... wie üblich... sie fühlen sich bedroht von ganz normalen einfachen fragen und antworten lieber nicht. Es könnte ja mal wieder eine verarschung sein,die sie nicht kapieren. Wie so oft....

Also ob es ausser angst keine gefühle gäbe... leute.... was ist denn los?

Soweit ich das einschätze, sind das vor allem Rußlanddeutsche hier im Forum, also Deutsche, und keine Russen. Am besten, Du fragst Deine Russen, die Du immer in Kambodscha triffst. Genau die, die wegen des billigen Sexes dahinreisen. Die werden Dir schon antworten.
Und natürlich repräsentativ für Rußland sein.
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Shlabotnik » Mi 31. Jul 2013, 00:19

бутерброд (Butterbrot) ist zum Beispiel ein deutsches Wort, was man in Russland versteht
(хлеб с маслом)

Ja, es gibt noch viele andere deutsche Wörter in Russisch. Aber es gibt auch einige Wörter, die aus dem Russischen (oder allgemeiner: aus slawischen Sprachen) stammen und ins Deutsche übernommen wurden.

Ich schreibe in Klammern die Umschrift aus kyrillischen Buchstaben in lateinische Buchstaben rein:

огурец (ogurez) entspricht polnisch ogórek (daher "Gurke")
граница (graniza) (daher "Grenze")
творог (tvorog) (daher "Quark")

Da wir bei Milchprodukten sind: Kefir stammt aus dem Kaukasus, heißt in Russland auch кефир, das Wort ist aber ursprünglich von einem Verb einer nordkaukasischen Turksprache (vielleicht Karachay, ich weiß nicht exakt) abgeleitet, "köpürmek", was etwa "schäumen" heißt, da кефир gären muss.

Irgendwie trifft man sich beim Essen und Trinken, und das ist ja auch ganz gut so (gut gegen Phobien :D ).
Und der eine nimmt dann das Wort vom anderen, und regionale Spezialitäten behalten manchmal ihr Wort weltweit.
Виден сокол по полёту.
Chruschtschow

Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Chruschtschow » Mi 31. Jul 2013, 06:06

Es gibt keinen Grund vor Russen Phobien zu entwickeln.
Rußland ist ein schönes Land und die Russen ein gutes Volk.
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Tantris » Mi 31. Jul 2013, 07:10

Chruschtschow » Mi 31. Jul 2013, 06:06 hat geschrieben:Es gibt keinen Grund vor Russen Phobien zu entwickeln.
Rußland ist ein schönes Land und die Russen ein gutes Volk.


Und hat auch einen sehr gut aussehenden präsidenten, vergiss das nicht!


Warum wollen die "deutschrussen" um gottes willen nicht nach russland?

Woher kommt ihre angst?

Was wissen sie über russland, das wie nicht wissen und nicht fürchten?
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Ермолов
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Ермолов » Do 1. Aug 2013, 14:41

Warum suchen eigentlich Flüchtlinge aus Frankreich und USA Zuflucht in Russland?
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Tantris » Do 1. Aug 2013, 15:03

Ермолов » Do 1. Aug 2013, 14:41 hat geschrieben:Warum suchen eigentlich Flüchtlinge aus Frankreich und USA Zuflucht in Russland?


Wer "flieht" aus dem westen ins land der oligarchen?

Einer, der einen haufen geld hat und keine steuern zahlen will.

Warum bist du nicht in russland? Was sind die gründe deiner russophobie? Ist putin von weitem attraktiver als von nahem?

Oder gehts dir wie den meisten auslandrussen: sie wollen nicht in russland leben, solange es derart zugeht dort.
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Ермолов » Do 1. Aug 2013, 15:19

Einer, der in westlichen "Demokratien" im Kampf für die Menschenrechte offensichtlich keinen Schutz findet.
Warum stellt Edward Snowden keinen Asylantrag in Deutschland? :(
Zuletzt geändert von Ермолов am Do 1. Aug 2013, 15:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon cronos » Do 1. Aug 2013, 22:03

Ермолов » Do 1. Aug 2013, 14:19 hat geschrieben:Einer, der in westlichen "Demokratien" im Kampf für die Menschenrechte offensichtlich keinen Schutz findet.
Warum stellt Edward Snowden keinen Asylantrag in Deutschland? :(


... aus einem ganz einfachen Grund, weil die hündischer Servilität der Bundeskanzlerin gegenüber den USA nicht mit der Gradlinigkeit eines Gerhardt Schröders verglichen werden kann, der den USA in ihrer Kriegsgeilheit pari bot.
Alleine der Hinweis, "man würde Snowden in den USA nicht foltern" spricht schon für sich.

Von einem demokratischen Staat wird erwartet, dass er nicht foltert.
Guantanamo scheint sich wohl in den Köpfen als legale Gerichtsbarkeit festgesetzt zu haben.

Das Thema lautet aber; Gründe für die Russenphobie
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon cronos » Do 1. Aug 2013, 22:18

Tantris » Do 1. Aug 2013, 14:03 hat geschrieben:
Wer "flieht" aus dem westen ins land der oligarchen?

Einer, der einen haufen geld hat und keine steuern zahlen will.

Warum bist du nicht in russland? Was sind die gründe deiner russophobie? Ist putin von weitem attraktiver als von nahem?

Oder gehts dir wie den meisten auslandrussen: sie wollen nicht in russland leben, solange es derart zugeht dort.



Sicher darum,weil das wirkliche Russland doch anders ist, als es in den westlichen Medien dargestellt wird.
Wer von Russland als dem Land der Oligarchen spricht, hat keinen blassen Schimmer von diesem Land.

Es sind genau diese Oligarchen , die die Ikone der objektiven westlichen Berichterstattung Jelzin erst ermöglicht hat. und denen Putin den Krieg erklärte.
Wenn Leute wie Chodorkowski öffentlich Putin den Krieg erklären , vergleichbar, als würde das Haus Krupp Thyssen öffentlichen Druck auf die deutsche Regierung ausüben und wenn dann Putin nach Warnung reagiert , dann wird das in den westlichen Medien als mangelnde Demokratie dardestellt.
Damit bedienen westliche Medien Vorurteile gegenber Russland aus der NAZI Zeit !!!
wie insgesamt die westdeutsche Russenphobie ein Relikt aus dem 3. Reich ist.
Zuletzt geändert von cronos am Do 1. Aug 2013, 22:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Tantris » Do 1. Aug 2013, 22:30

Ермолов » Do 1. Aug 2013, 15:19 hat geschrieben:Einer, der in westlichen "Demokratien" im Kampf für die Menschenrechte offensichtlich keinen Schutz findet.
Warum stellt Edward Snowden keinen Asylantrag in Deutschland? :(


Hat er doch gemacht. Du kriegst wohl überhaupt nichts mit?
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Tantris » Do 1. Aug 2013, 22:32

cronos » Do 1. Aug 2013, 22:18 hat geschrieben:

Sicher darum,weil das wirkliche Russland doch anders ist, als es in den westlichen Medien dargestellt wird.
Wer von Russland als dem Land der Oligarchen spricht, hat keinen blassen Schimmer von diesem Land.


Sind das dann keine richtigen russen, oder was?

Wie ist das mit putin? Ist er KEIN oligarch oder gehört ihm das land nicht?
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Ермолов » Do 1. Aug 2013, 22:53

Tantris » Do 1. Aug 2013, 22:30 hat geschrieben:
Hat er doch gemacht. Du kriegst wohl überhaupt nichts mit?


Du meinst, in Staaten, in denen auf bloßen Verdacht hin Präsidentenflugzeuge zur Landung gezwungen werden, wäre er sicher aufgehoben?
cronos » Do 1. Aug 2013, 22:18 hat geschrieben:Damit bedienen westliche Medien Vorurteile gegenber Russland aus der NAZI Zeit !!!
wie insgesamt die westdeutsche Russenphobie ein Relikt aus dem 3. Reich ist.


Noch viel früher. Bereits zu Zeiten des Wilhelminismus war sie zusammen mit der allgemeinen Slawophobie stark ausgeprägt. In ihrer jetzigen Form hat die Russophobie ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert, als das große und übermächtige konservative Russland im Sinne der Restauration größten Einfluss auf die innerdeutschen Angelegenheiten ausübte und damit sich stark konträr zu den aufkeimenden intellektuellen liberalen Strömungen positionierte. Nikolai I bekam von der liberalen Presse für seine antirevolutionären Handlungen damals die Bezeichnung "Gendarm Europas". Diese Ressentiments gingen direkt vom Monarchen auf den Staat und seine Bevölkerung über.
Zuletzt geändert von Ермолов am Do 1. Aug 2013, 22:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon cronos » Do 1. Aug 2013, 23:16

Tantris » Do 1. Aug 2013, 21:32 hat geschrieben:
Sind das dann keine richtigen russen, oder was?

Wie ist das mit putin? Ist er KEIN oligarch oder gehört ihm das land nicht?


selbstverständlich sind die in Russland lebenden Oligarchen richtige Russen, wie die in Deutschland lebendenn Kinderschänder auch richtige Deutsche sind, ber aNiemand würde Deutschland als ein Land der Kinderschänder bezeichnen, wie du es für Russland als Land der Oligarchen machst.
Verstanden ? oder fehlt dir einfach nur die Sicht auf Relationen ?

Ich kann mir kein Urteil über deine Kenntnisse der Eigentumsverhältnisse über Russland erlauben, Putin gehört das Land aber nicht, vielleicht sind deine Kenntnisse darüber einfach nur mangelhaft.
also; husch husch zu den Büchern
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Tankist » Do 1. Aug 2013, 23:19

Tantris » Do 1. Aug 2013, 15:03 hat geschrieben:Warum bist du nicht in russland? Was sind die gründe deiner russophobie? Ist putin von weitem attraktiver als von nahem?

Oder gehts dir wie den meisten auslandrussen: sie wollen nicht in russland leben, solange es derart zugeht dort.


Jetzt muss ich dich wieder schockieren: die meisten Russlanddeutschen und Russen, die Russland verließen, taten dies in der Jelzin-Zeit.

Du weißt schon, damals, als es so leicht war Geschäfte zu machen und es kaum Korruption gab. :cool:
Chruschtschow

Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Chruschtschow » Do 1. Aug 2013, 23:20

Mutantris, fühlt sich Kambodscha eigentlich mehr den Russen oder Amerikanern verpflichtet?

Die Russen kurbeln eure Wirtschaft ziemlich an.
cronos

Re: Russophobie im Westen

Beitragvon cronos » Do 1. Aug 2013, 23:34

Ермолов » Do 1. Aug 2013, 21:53 hat geschrieben:
Du meinst, in Staaten, in denen auf bloßen Verdacht hin Präsidentenflugzeuge zur Landung gezwungen werden, wäre er sicher aufgehoben?


Noch viel früher. Bereits zu Zeiten des Wilhelminismus war sie zusammen mit der allgemeinen Slawophobie stark ausgeprägt. In ihrer jetzigen Form hat die Russophobie ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert, als das große und übermächtige konservative Russland im Sinne der Restauration größten Einfluss auf die innerdeutschen Angelegenheiten ausübte und damit sich stark konträr zu den aufkeimenden intellektuellen liberalen Strömungen positionierte. Nikolai I bekam von der liberalen Presse für seine antirevolutionären Handlungen damals die Bezeichnung "Gendarm Europas". Diese Ressentiments gingen direkt vom Monarchen auf den Staat und seine Bevölkerung über.



stimmt, dürfte aber das Niveau eines öffentlichen und nichthistorischen Foruem sprengen.

Denk aber an die Duldung der deutschen Gründungskriege Bismarks durch Russland -Dreikaiserabkommen - und an den Rückversicherungsvertrag, seine Nichtverlängerung der Anfang vom Ende der Friedensepoche in Europa war.
Ich halte mich da mehr an das Trauma des Westens zu Rapallo, das offensichtlich heute nach 90 Jahren immer noch virulent ist.
Tatsache ist es wohl, dass diese beiden großen Länder Deutschland und Russland dazu verdammt sind, zusammenarbeiten zu müssen.
Jedes Mal, wenn es in der Geschichte zu einem Affront kam, ging es böse aus: 1914, 1917/18, 1941, 1946 , 1952
Aber immer dann, wenn das Verhätnis Positiv war, 1870, 1922, 1970 und 1989 war es gut für Deutschland


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Andrycha
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Re: Russophobie im Westen

Beitragvon Andrycha » Fr 2. Aug 2013, 21:34

http://www.youtube.com/watch?v=zWctUCwdt8U#at=70

Ziemlich billige Provokation. Hätten die einfach nur Bild vom Putin genommen aber gleich "fuck Russia" und mit der Fahne den Arsch abwischen? Und deswegen ist man in Russland gegen solche "westliche Werte" so abgeneigt.
unmenschenverachtend

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