Warum gibt es noch Telefonbücher?

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Aldemarin
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Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Aldemarin » Mi 9. Jan 2019, 14:58

Warum sind Telefonbücher (oder Telefonnummernverzeichnisse in digitaler Form) immer noch in althergebrachter Form zulässig, obwohl manche sogar keine Namen an Klingelschildern haben möchten? Müßte nicht jeder Herausgeber von Telefonnummernverzeichnissen jedes Mal bei jeden Eintrag nachfragen, ob derjenige in dem Verzeichnis erscheinen möchte? In wie weit unterliegen Telefonnummern den Datenschutz? Schließlich werden derartige Nummern gerne an Bekannte weitergeben, wo nicht immer sicher ist, ob sie dort wirklich immer sicher sind.
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Der Neandertaler
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Der Neandertaler » Mi 9. Jan 2019, 17:56

Hallo Aldemarin.
Aldemarin hat geschrieben:Warum sind Telefonbücher (oder Telefonnummernverzeichnisse in digitaler Form) immer noch in althergebrachter Form zulässig, obwohl manche sogar keine Namen an Klingelschildern haben möchten? Müßte nicht jeder Herausgeber von Telefonnummernverzeichnissen jedes Mal bei jeden Eintrag nachfragen, ob derjenige in dem Verzeichnis erscheinen möchte? In wie weit unterliegen Telefonnummern den Datenschutz? Schließlich werden derartige Nummern gerne an Bekannte weitergeben, wo nicht immer sicher ist, ob sie dort wirklich immer sicher sind.
Telefonnummern gehören, ebenso wie etwa Namen und Adresse, zu den Informationen, die sich auf eine natürliche Person beziehen oder zumindest beziehbar sind und so Rückschlüße auf deren Persönlichkeit erlauben. Um Deine nächste Frage vorweg zu nehmen: falls Du mal den Telephonanbieter wechseln solltes, sollter er Dir grundsätzlich zwei Fragen stellen:
  1. Ob Du Deine (alte) Telephonnummer behalten willst?
    und
  2. ob diese im Telephonbuch verzeichnet und somit veröffentlicht werden soll, bzw.: darf?
Telefonbücher in gedruckter Form gibt es immer noch, weil nicht jeder, immer und überall Zugang zum Internet hat. Aus dem gleiche Grund gibt es Telefonnummernverzeichnisse, ob in gedruckter oder in digitaler Form, weil es immer wieder Situationen gibt, daß der Ein oder Andere die ein oder ander Nummer sucht.

À propos:
    mir ist bisher nur der Fall bekannt, daß ein Bewohner der städtischen "Wiener Wohnen" seinen Namen nicht auf dem Hausnamensschild haben möchte. Für Deutschland ist mir solch ein Fall noch nicht bekannt.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 9. Jan 2019, 19:04

Der Neandertaler hat geschrieben:(09 Jan 2019, 17:56)


À propos:
    mir ist bisher nur der Fall bekannt, daß ein Bewohner der städtischen "Wiener Wohnen" seinen Namen nicht auf dem Hausnamensschild haben möchte. Für Deutschland ist mir solch ein Fall noch nicht bekannt.


In Deutschland gibt's in der Regel auch keine Zwangsbeschriftung vom Türklingeln durch den Vermieter. Da macht das der Mieter selber oder eben auch nicht, wenn er nicht will ;)
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Raskolnikof » Mi 9. Jan 2019, 23:25

Wer einen Telefonanschluß bei der Telekom beantragt hat die Möglichkeit, bei Antragstellung die Eintragung in das öffentliche Telefonbuch abzuwählen oder den Eintrag einzugrenzen (ein Name, auch Name des Partners, mit Anschrift oder ohne). Ansonsten wird die Tel.-Nr. mit Namen und Anschrift des Antragstellers automatisch veröffentlicht. Will man das zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr kann man den Eintrag telefonisch, schriftlich oder online löschen lassen. Der Onlineantrag wird sofort gelöscht, im örtlichen bzw. amtlichen Telefonbuch erscheint der Eintrag dann mit der nächsten Auflage nicht mehr.
Man muss also schon etwas dafür tun wenn man fernmeldetechnisch nicht mehr existieren möchte.

Was viele nicht wissen: Adressdaten der kommunalen Meldeämter unterliegen nicht dem Datenschutz. Jede Person hat die Möglichkeit im Meldeamt den vollständigen Namen einer gesuchten Person mit Geburtsdatum, einem evtl. Titel und genauer Anschrift zu erfragen. Bei viel Kommunen ist das sogar online, natürlich gegen Entrichtung einer Verwaltungsgebühr (auch online) möglich. Ist die gesuchte Person verzogen wird die Meldeadresse des Ortes genannt, bei dem sich der gesuchte Bürger nach einem Wohnortwechsel wieder angemeldet hat. Eine Begründung muss der Antragstellende für sein Ersuchen nicht abgeben.
Bei einem Wohnortwechsel erfolgt immer die Weitergabe der neuen Anschrift eines Bürgers an das Meldeamt des alten Wohnsitzes.

In früheren Jahren gab es sogar s.g. Stadtadressbücher, die man im Buchhandel erwerben konnte aber auch bei fast allen Sparkassen des Sparkassen-Verbundes auslagen.

Wehren kann man sich normalerweise gegen eine Weitergabe der persönlichen Adressdaten nicht. Eine Ausnahme in Form eines Sperrvermerkes erfolgt nur auf Antrag, der aber gut begründet sein will. Ein Grund kann z.B. sein, dass eine Frau, die von ihrem Mann mißhandelt wurde aus Angst vor ihm geflohen ist und nicht möchte, dass der Mann ihre Anschrift erfährt. Derartige Anträge werden aber in aller Regel geprüft. So kann z.B. in einem solchen Fall ein Polizeibericht oder ein Gerichtsbeschluss angefordert werden.
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Aldemarin » Do 10. Jan 2019, 00:03

Warum unterliegen Adressdaten der kommunalen Meldeämter nicht dem Datenschutz? Sind doch personenbezogene Daten! Welche anderen personenbezogenen Daten noch nicht dem Datenschutz? Unterliegen Telefonnummern, die nicht im Telefonbuch stehen, in vollem Umfang dem Datenschutz?
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Kamikaze » Do 10. Jan 2019, 07:11

Raskolnikof hat geschrieben:(09 Jan 2019, 23:25)
Was viele nicht wissen: Adressdaten der kommunalen Meldeämter unterliegen nicht dem Datenschutz. Jede Person hat die Möglichkeit im Meldeamt den vollständigen Namen einer gesuchten Person mit Geburtsdatum, einem evtl. Titel und genauer Anschrift zu erfragen. Bei viel Kommunen ist das sogar online, natürlich gegen Entrichtung einer Verwaltungsgebühr (auch online) möglich. Ist die gesuchte Person verzogen wird die Meldeadresse des Ortes genannt, bei dem sich der gesuchte Bürger nach einem Wohnortwechsel wieder angemeldet hat. Eine Begründung muss der Antragstellende für sein Ersuchen nicht abgeben.
Bei einem Wohnortwechsel erfolgt immer die Weitergabe der neuen Anschrift eines Bürgers an das Meldeamt des alten Wohnsitzes.

In früheren Jahren gab es sogar s.g. Stadtadressbücher, die man im Buchhandel erwerben konnte aber auch bei fast allen Sparkassen des Sparkassen-Verbundes auslagen.

Wehren kann man sich normalerweise gegen eine Weitergabe der persönlichen Adressdaten nicht. Eine Ausnahme in Form eines Sperrvermerkes erfolgt nur auf Antrag, der aber gut begründet sein will. Ein Grund kann z.B. sein, dass eine Frau, die von ihrem Mann mißhandelt wurde aus Angst vor ihm geflohen ist und nicht möchte, dass der Mann ihre Anschrift erfährt. Derartige Anträge werden aber in aller Regel geprüft. So kann z.B. in einem solchen Fall ein Polizeibericht oder ein Gerichtsbeschluss angefordert werden.


Ich kann hier nur für den Teil der Staatsverwaltung sprechen, in dem ich tätig bin, aber für diesen Bereich ist deine Aussage Quatsch.
Natürlich sind Adressen und sogar die Namen schützenswerte Daten und es muss (im Gegenteil zu deiner Aussage) eine Anforderung dieser Daten begründet werden. Diese Begründung wird dann geprüft und die Daten nur bei entsprechender Bewilligung abgegeben.

Siehe "Allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern" (AGO), §9 Abs 2 und 3:

(2) Auskunft oder Akteneinsicht, die nicht ausschließlich Angelegenheiten des Antragstellers zum Gegenstand hat, darf nur gewährt werden, wenn ein berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht wird. Auskunft oder Akteneinsicht darf nicht gewährt werden, wenn besondere Rechts- und Verwaltungsvorschriften, das öffentliche Interesse oder überwiegende Interessen Dritter entgegenstehen.
(3) Bei der Akteneinsicht ist sicherzustellen, dass nur berechtigte Personen Einsicht nehmen [...].

Link zur AGO: http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayAGO-9

Das Recht auf Anonymität wird grundsätzlich sehr hoch eingestuft.
Da es sich beim Melderegister/Grundbuch/woauchimmer die Daten liegen natürlich um eine Form der Akteneinsicht handelt, gilt prinzipiell: ohne ausreichende Begründung bekommt man weder Namen, noch andere Adressdaten von bayerischen Behörden.
Natürlich können sich einzelne Kollegen darüber hin weg setzen - dabei begeben sie sich aber auf äußerst dünnes Eis, denn ein entsprechender Verstoß kann auch für Beamte zur fristlosen Kündigung führen. Stichwort "Amtsmissbrauch".
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Teeernte » Do 10. Jan 2019, 10:58

Aldemarin hat geschrieben:(10 Jan 2019, 00:03)

Warum unterliegen Adressdaten der kommunalen Meldeämter nicht dem Datenschutz? Sind doch personenbezogene Daten! Welche anderen personenbezogenen Daten noch nicht dem Datenschutz? Unterliegen Telefonnummern, die nicht im Telefonbuch stehen, in vollem Umfang dem Datenschutz?


Weil die Meldeämter damit HANDELN.

Der Stsst hst sich dafür die Erlaubnis gegeben - und eine Widerspruchsformel eingebaut. Nur wer im Amt widerspricht wird nicht gemeldet.

Jede Partei kann die "Widersprecher" dann heraussuchen - da man über die Wählerlisten an (fast) alle kommt...
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Liegestuhl » Do 10. Jan 2019, 11:39

Aldemarin hat geschrieben:(10 Jan 2019, 00:03)

Warum unterliegen Adressdaten der kommunalen Meldeämter nicht dem Datenschutz? Sind doch personenbezogene Daten!


Art. 6 (1) DSGVO

Die Verarbeitung ist nur rechtmäßig, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:

e. die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;



Verarbeitung im Sinne der DSGVO bedeutet auch Speicherung.
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Raskolnikof » Do 10. Jan 2019, 11:46

Kamikaze hat geschrieben:(10 Jan 2019, 07:11)

Ich kann hier nur für den Teil der Staatsverwaltung sprechen, in dem ich tätig bin, aber für diesen Bereich ist deine Aussage Quatsch.

Melderegister werden nicht bei der Staatsverwaltung geführt sondern bei den Meldeämtern der Kommunen bzw. Stadtverwaltungen. Bestimmte Mitarbeiter der Staatsverwaltung mögen da evtl. einen Zugriff auf die Online-Datenbank der Meldeämter haben. Eine Weitergabe von Auszügen aus dem Melderegister obliegt aber einzig den Meldeämtern.
Natürlich sind Adressen und sogar die Namen schützenswerte Daten und es muss (im Gegenteil zu deiner Aussage) eine Anforderung dieser Daten begründet werden. Diese Begründung wird dann geprüft und die Daten nur bei entsprechender Bewilligung abgegeben.

Siehe "Allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern" (AGO), §9 Abs 2 und 3:

(2) Auskunft oder Akteneinsicht, die nicht ausschließlich Angelegenheiten des Antragstellers zum Gegenstand hat, darf nur gewährt werden, wenn ein berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht wird. Auskunft oder Akteneinsicht darf nicht gewährt werden, wenn besondere Rechts- und Verwaltungsvorschriften, das öffentliche Interesse oder überwiegende Interessen Dritter entgegenstehen.
(3) Bei der Akteneinsicht ist sicherzustellen, dass nur berechtigte Personen Einsicht nehmen [...].

Link zur AGO: http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayAGO-9

Da liegt dein Denkfehler: Bei dem von dir zitierten Auszug der AGO des Freistaates Bayern geht es um „Auskunft oder Einsicht in Akten, Dateien und Ähnliches (Akteneinsicht)“. Damit sind Auskünfte zu personenbezogenen Vorgängen (Verwaltungsakte) gemeint. Soll heißen: Anträge, Amtsentscheidungen oder Bescheide einzelner Bürger bekomme ich nicht zur Ansicht, es sei denn, ich kann ein berechtigtes Interesse nachweisen, z.B. im Rahmen eines Gerichtsverfahrens. Dann kümmert sich aber der RA oder der Staatsanwalt darum.
Zu deiner Behauptung, dass ich Quatsch erzähle:
https://service.berlin.de/dienstleistung/120732/
https://olmera.verwalt-berlin.de/std/Login/start.do

Das ist nur ein Beispiel. Wie du siehst, werden dir Vorname(n), Nachnamen, Geschlecht, Geburtsdatum und Anschrift der gesuchten Person gegen die Zahlung einer Verwaltungsgebühr (5 Euro) mitgeteilt, ohne dass du ein berechtigtes Interesse nachweisen musst. Weitere Auskünfte zur Person erhältst du nur, wenn du ein „berechtigtes Interesse“ glaubhaft machen kannst (erweiterte Melderegisterauskunft).

Die Glaubhaftmachung eines berechtigten Interesses spielt noch in einem anderen Bereich der Kommunalverwaltung eine Rolle, nämlich bei der KFZ- Zulassungsstelle. Normalerweise erhalte ich dort bei Nennung eines KFZ-Kennzeichens Namen und Anschrift des Halters bzw. der Halterin nicht genannt. Wenn ich aber beispielsweise angebe, dass eine Zeugin beobachtet hat, wie ein Autofahrer beim Ausparken seines PKW aus einer Parklücke meinen Wagen streifte und dies vielleicht nicht bemerkte und wegfuhr und ich den Wagenhalter kontaktieren möchte ist damit ein berechtigtes Interesse zur Offenlegung des Fahrzeughalters glaubhaft gemacht worden.
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Raskolnikof » Do 10. Jan 2019, 11:56

Teeernte hat geschrieben:(10 Jan 2019, 10:58)

Weil die Meldeämter damit HANDELN.

Der Stsst hst sich dafür die Erlaubnis gegeben - und eine Widerspruchsformel eingebaut. Nur wer im Amt widerspricht wird nicht gemeldet.

Jede Partei kann die "Widersprecher" dann heraussuchen - da man über die Wählerlisten an (fast) alle kommt...

So einfach ist es mit dem Widerspruch zu Melderegisterauskünften nicht. Voraussetzung für einen entsprechenden Sperrvermerk ist der Nachweis für ein schutzwürdiges Interesse an der Verweigerung von Melderegisterauskünften (z.B. bei bedrohten oder verfolgten Personen). Ein entsprechender Nachweis kann z.B. bei Gericht eingeholt werden. Die einfache Glaubhaftmachung in der Form "Ich will nicht, dass mein Exmann meine neue Anschrift erfährt" reicht da nicht.
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Der Neandertaler » Do 10. Jan 2019, 16:11

Hallo Aldemarin.
Aldemarin hat geschrieben:Warum unterliegen Adressdaten der kommunalen Meldeämter nicht dem Datenschutz? Sind doch personenbezogene Daten! Welche anderen personenbezogenen Daten noch nicht dem Datenschutz? Unterliegen Telefonnummern, die nicht im Telefonbuch stehen, in vollem Umfang dem Datenschutz?
Laut der "EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO)" Artikel 4 - Begriffsbestimmung, Satz 1 sind "alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen", "personenbezogene Daten". Eine Speicherung, egal ob "mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren" - auch egal, ob dieser Speichervorgang das "Erheben, das Erfassen, die Organisation, das Ordnen, die Speicherung, die Anpassung oder Veränderung, das Auslesen, das Abfragen, die Verwendung, die Offenlegung durch Übermittlung, Verbreitung oder eine andere Form der Bereitstellung, den Abgleich oder die Verknüpfung, die Einschränkung, das Löschen oder die Vernichtung" beinhaltet, jedweder dieser Verfahren setzt Deine Zustimmung voraus - bzw.: in minderen Fällen, eventuell nur Deine Unterrichtung.
    (Satz 2 + 11)
Dies gilt gleichermaßen für "natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet."
Das heißt:
    hast Du einmal Deine Zustimmung erteilt, kannst Du diese zwar zu jeder Zeit widerrufen (etwa beim Eintrag in's Telephonbuch), aber bis zu dieser Zeit können diese (öffentlich gemachten) Daten zu Auskunftszwecken an jede "natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle" verwendet werden.
      (Satz 9 - siehe hierzu: Beispiel-Link von Raskolnikof)
Einige Beispiele, die mir widerfahren sind:
  1. auf dem Parkplatz eines Supermarktes - ein Auto streift beim Ausparken mein Pkw - der Schaden ist nicht sehr groß. Ich sehe ihn noch wegfahren - merke mir Kfz-Kenzeichen und Auto-Marke. Ich fahre zur Polizei und gebe dies an. Ich möchte keine Anzeige stellen, sondern versuchen, mich so mit ihm zu einigen und frage deshalb nach der Adresse. Meine Anliegen wird geprüft - der Schaden wird geprüft (ob etwa die Schaden/Kratzer-Farbe mit meinen Angaben übereinstimmt). Wenn ja, habe ich gute Chancen, die Daten zu bekommen.
    Hintergrund der Überprüfung und eventueller Auskunfts-Weigerung:
      Der Autobesitzer hat eventuell nie der Veröffentlichung seiner Daten (in Verbindung mit dem Kfz-Kenzeichen) zugestimmt.
  2. Ich forsche bezüglich meiner Vorfahren und bin dazu im Standesamt meiner Geburtsstadt gewesen. Dazu wollte ich nach Auskunft über meine Vorfahren.
      "weisen Sie sich bitte aus!" kam als Antwort und Anweisung.
    Nach Feststellung meiner Identität und dem Familienzusammenhang bekam ich die gewünschten Auskünfte.
      Hintergrund:
        die Betroffenen haben eventuell nie einer Veröffentlichung ihrer Daten (in Verbindung mit dem Familienzusammehang) zugestimmt.
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Raskolnikof » Do 10. Jan 2019, 16:53

Noch einmal zur Klarstellung:

Ein Telefonbucheintrag ist freiwillig und kann jederzeit zurückgezogen werden, so dass Name und Telefonnummer in zukünftigen amtlichen Telefonbüchern und Onlineverzeichnissen nicht mehr erscheinen.

Eintragungen im Melderegister unterliegen im Gegensatz zu Telefonbucheinträgen nicht Freiwilligkeit der Bürger.
Jeder Bürger hat ohne Glaubhaftmachung eines persönlichen Interesse die Möglichkeit die einfache Melderegisterauskunft eines beliebigen Bürgers einzuholen (Vornamen, Nachname, Geburtsdatum, genaue Meldeanschrift).
Für weitere Angaben (erweiterte Melderegisterauskunft) ist der Nachweis eines berechtigten Interesses erforderlich.

KFZ-Halterfeststellung: Bei Glaubhaftmachung eines berechtigten Interesses (z.B. Sachbeschädigung am PKW wie Neandertaler beschreibt) wird der Name und Anschrift des PKW-Halters genannt. Darüber, ob ein berechtigtes Interesse vorliegt entscheidet im Einzelfall der Sachbearbeiter bzw. die Sachbearbeiterin bei der KFZ-Zulassungsstelle, im Zweifelsfall der/die Vorgesetzte.
Wenn ich bei der Zulassung eines KFZ mein Einverständnis zur Weitergabe meiner persönlichen Daten nicht erteile so bezieht sich das auf Adressverlage, Versicherungen u.ä. zum Zweck der Werbung.

Wenn jemand nun immer noch behauptet, dass dieses nicht richtig ist, würden ja alle Städte, Kreise und Gemeinden einschließlich unserer Regierungshauptstadt Berlin rechtswidrig handeln und das jeden Tag ;)
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Aldemarin » Do 10. Jan 2019, 18:32

Jeder Bürger hat ohne Glaubhaftmachung eines persönlichen Interesse die Möglichkeit die einfache Melderegisterauskunft eines beliebigen Bürgers einzuholen (Vornamen, Nachname, Geburtsdatum, genaue Meldeanschrift).


Warum existiert diese Möglichkeit in dieser Form? Wie sieht es in anderen Ländern diesbezüglich aus?
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Raskolnikof » Do 10. Jan 2019, 18:57

Wikipedia sagt: "Die Melderegister werden in Deutschland bei den Gemeinden als öffentliches Register geführt. So können Melderegisterauskünfte, die gebührenpflichtig sind, von jedem über Dritte eingeholt werden."
Beispielsweise für gewerbetreibende, die ausstehende Forderungen bei z.B. "Empfänger unbekannt verzogen" durchsetzen wollen. Gewerbetreibende müssen allerdings im Gegensatz zu Privatpersonen die Glaubhaftmachung eines berechtigten Interesse erbringen. es könnte ja sein, dass der um Auskunft ersuchende Geschaftsmann eine bestimmte Person einzig sucht, um ihn zu bewerben. Und wenn es darum geht gibts keine Meldeanschrift. Und im privaten Bereich kann die Möglichkeit bestimmte Adressen zu erhalten auch praktisch sein, z.B. wenn du einen verschollenen Mitschüler für ein Klassentreffen suchst. Das geht zwar heute auch über Facebook. Aber nicht jeder ist bei Facebook registriert.

Wie es in anderen Ländern aussieht? Keine Ahnung.
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Teeernte » Do 10. Jan 2019, 21:25

Aldemarin hat geschrieben:(10 Jan 2019, 18:32)

Warum existiert diese Möglichkeit in dieser Form? Wie sieht es in anderen Ländern diesbezüglich aus?


Bringt 5 Eu bei Massenabfrage in die Gemeindekasse....

...Solche Melderegister sind üblich in "vormals" Diktaturen. Spanien...Ostblock...(Hitler)Deutschland...

Wozu muss das Amt die Religion wissen ? :D :D :D Ach - damit die Kirche zu ihrem Geld kommt .... - aber warum müssen Muslime oder ungläubige "geoutet" werden ??

Das gibts in GB - zb nicht. Wohnadresse wird mit Strom oder GasRECHNUNG nachgewiesen - wenns sein muss.

Auch in den USA ....nicht ....da legt man die Fahrerlaubnis vor oder gibt die Sozialdaten an....für die Adresse....wenn es sein muss.


Geldeintreiber unterstützen ? und dafür MILLIARDEN für Meldeämter ausgeben ? ..... :D :D :D -

Es ist der REST von DIKTATUR .

Nachtrag - Namensänderung kostet in GB 50 Pfund... zuzüglich neuem Pass - wer einen haben will.
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Senexx » Do 10. Jan 2019, 22:05

Das deutsche Meldewesen hätte schon lange weggefegt werden müssen. Stattdessen verteidigt der deutsche Michel es mit Zehen und Klauen und hat auch noch der GEZ hoheitliche Befugnisse eingeräumt. Der Bildungsnotstand induLa zeitigt üble Folgen.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Raskolnikof » Fr 11. Jan 2019, 01:00

Da hat doch tatsächlich jemand die Frechheit besessen, sich beim Meldeamt nach meiner Adresse zu erkundigen. Das ist ja unheimlich. Muss ich jetzt mit dem Besuch der russischen Mafia rechnen, dem US-Geheimdienst oder dem Ku Klux Klan? Wie kann ich mich schützen? Muss ich jetzt eine neue Identität annehmen und auswandern? Wohin? Osterinsel? Papua Neu-Guinea?
Mann, Mann, ihr habt Probleme...
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Der Neandertaler » Fr 11. Jan 2019, 13:04

Hallo Teeernte.
Die Sätze Deiner Beiträge waren zwar schon immer recht kurz und undurchsichtig. Da diese aber als Meinungsäußerung zu erkennen waren, konnte und mußte man diese auch dementsprechend durchgehen lassen. Der Unterschied Deines jetzigen Beitrages zu vorhergehenden: die jetzigen Sätze sind eindeutig - sie entsprechen aber auch einer gewißen Verschwörungstheorie. Melderegister sind keineswegs 'nur' "üblich in "vormals" Diktaturen", sondern auch notwendig in demokratischen Ländern. Ich hoffe es ist Dir bewußt, daß Du Deutschland in und mit Deiner Äußerung ("Es ist der REST von DIKTATUR .") indirekt mit einer Diktatur vergleichst, bzw. gleichsetzt?!?

Melderegister?
Ohne diese müßte sich zum Beispiel zu jeder Wahl immer jeder registrieren (lassen). Auch wäre eine sicher Planung (Infrastruktur, etc.) wohl fast unmöglich. Darüberhinaus erfolgt eine Daten-Speicherung in jeder Behörde getrennt von andere Behörden. Laut Bundesmeldegesetz (BMG) § 3 Satz 1 - Speicherung von Daten dürfen die "zuständigen Meldebehörden" nur die Daten speichern, die diese "zur Erfüllung ihrer Aufgaben" benötigen - "sowie die zum Nachweis ihrer Richtigkeit erforderlichen Hinweise".
    Familienname, frühere Namen, Vornamen unter Kennzeichnung des gebräuchlichen Vornamens, Doktorgrad, Ordensname, Künstlername, Geburtsdatum und Geburtsort sowie bei Geburt im Ausland auch den Staat, Geschlecht, keine Eintragung
Hinzu kommt das eventuelle Sterbedatum sowie eventuelle Auskunftssperren und/oder bedingte Sperrvermerke. Diese Angaben werden sowohl für die betreffende Person selber erhoben, als auch für dessen eventuelle Mitbewohner.
Teeernte hat geschrieben:Wozu muss das Amt die Religion wissen ? :D :D :D Ach - damit die Kirche zu ihrem Geld kommt .... - aber warum müssen Muslime oder ungläubige "geoutet" werden ??
Erste Frage: "Welches Amt?" Doch wohl nur das Finanzamt!?!
    ... um Deine gesetzmäßige Steuer zu erheben.
      ... wobei: das Finanzamt erfährt diese Angaben auch nur (eventuell) von der Kirche.
Zum zweiten Punkt: Jeder Muslim ... jeder Bürger muß zumindest seine rechtliche nicht-"Zugehörigkeit zu einer öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaft" angeben - gilt übrigens auch gleichermaßen für eventuelle Atheisten.
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Teeernte » Fr 11. Jan 2019, 13:31

Der Neandertaler hat geschrieben:(11 Jan 2019, 13:04)

Hallo Teeernte.
Die Sätze Deiner Beiträge waren zwar schon immer recht kurz und undurchsichtig. Da diese aber als Meinungsäußerung zu erkennen waren, konnte und mußte man diese auch dementsprechend durchgehen lassen. Der Unterschied Deines jetzigen Beitrages zu vorhergehenden: die jetzigen Sätze sind eindeutig - sie entsprechen aber auch einer gewißen Verschwörungstheorie. Melderegister sind keineswegs 'nur' "üblich in "vormals" Diktaturen", sondern auch notwendig in demokratischen Ländern. Ich hoffe es ist Dir bewußt, daß Du Deutschland in und mit Deiner Äußerung ("Es ist der REST von DIKTATUR .") indirekt mit einer Diktatur vergleichst, bzw. gleichsetzt?!?

Melderegister?
Ohne diese müßte sich zum Beispiel zu jeder Wahl immer jeder registrieren (lassen). Auch wäre eine sicher Planung (Infrastruktur, etc.) wohl fast unmöglich. Darüberhinaus erfolgt eine Daten-Speicherung in jeder Behörde getrennt von andere Behörden. Laut Bundesmeldegesetz (BMG) § 3 Satz 1 - Speicherung von Daten dürfen die "zuständigen Meldebehörden" nur die Daten speichern, die diese "zur Erfüllung ihrer Aufgaben" benötigen - "sowie die zum Nachweis ihrer Richtigkeit erforderlichen Hinweise".
    Familienname, frühere Namen, Vornamen unter Kennzeichnung des gebräuchlichen Vornamens, Doktorgrad, Ordensname, Künstlername, Geburtsdatum und Geburtsort sowie bei Geburt im Ausland auch den Staat, Geschlecht, keine Eintragung
Hinzu kommt das eventuelle Sterbedatum sowie eventuelle Auskunftssperren und/oder bedingte Sperrvermerke. Diese Angaben werden sowohl für die betreffende Person selber erhoben, als auch für dessen eventuelle Mitbewohner.Erste Frage: "Welches Amt?" Doch wohl nur das Finanzamt!?!
    ... um Deine gesetzmäßige Steuer zu erheben.
      ... wobei: das Finanzamt erfährt diese Angaben auch nur (eventuell) von der Kirche.
Zum zweiten Punkt: Jeder Muslim ... jeder Bürger muß zumindest seine rechtliche nicht-"Zugehörigkeit zu einer öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaft" angeben - gilt übrigens auch gleichermaßen für eventuelle Atheisten.


Gevatter....die PLANEN doch nicht nach MELDEAMT. :D :D :D

was hat das MELDEAMT für hoheitliche Aufgaben ?

PRIVAT https://einwohnermeldeamt24.de/ GELD verdienen 9,80 Eu .......OHNE JEGLICHE Nachfrage nach dem GRUND der Abfrage.

Die DATEN kannst Du hier einsehen.... https://www.buergerservice.bremen.de/si ... eldung.pdf

und


Daten auf dem Ausweis
Sichtbar sind folgende Daten der Ausweisinhaberin bzw. des Ausweisinhabers:

Familienname
Geburtsname
Vornamen
Doktorgrad
Tag der Geburt
Ort der Geburt
Lichtbild
Unterschrift
Größe
Farbe der Augen

Anschrift, bei Anschrift im Ausland die Angabe „keine Hauptwohnung in Deutschland“
Postleitzahl
Staatsangehörigkeit
Alphanumerische Seriennummer
Letzter Tag der Gültigkeitsdauer
Zugangsnummer bzw. CAN
Ggf. Ordens- oder Künstlername



Für die Wahlunterlage oder die Elektronische Lohnsteuerkarte ist natürlich die "UnterhosenGRÖSSE" und die Schamhaarfarbe sehr relevant. :D

Die anderen Ämter haben keinen Zugriff auf die Meldeämterdaten....jedesmal muss man die neu eingeben. (in der Schweiz geht das....die sind vernetzt. Name reicht - und der Vordruck kommt fertig ausgefüllt musst Du nur noch unterschreiben..)

Wayne interessierts....


....und die 10 Identitäten von "zugezogenen" sind ja nichts NEUES...

(Ja eben- wen hat die Religion zu interessieren ..)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Raskolnikof
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Re: Warum gibt es noch Telefonbücher?

Beitragvon Raskolnikof » Fr 11. Jan 2019, 14:11

Teeernte hat geschrieben:(11 Jan 2019, 13:31)
was hat das MELDEAMT für hoheitliche Aufgaben ?

Spontan fällt mir die Durchführung von Wahlen ein (Bundestagswahl, Landtagswahl, Kommunalwahl, Europawahl). Deshalb heißen diese Ämter ja auch zumeist "Melde- und Wahlamt".
Und wie soll wohl das Steueramt seine Bescheide für die Müllabfuhr, Grundsteuer etc. schicken, wenn die Kommune nicht einmal weiß, wer innerhalb ihres Hoheitsgebiets wohnt?
Es gab früher mal ein Schulfach "Politik" und davor "Staatsbürgerkunde". Ich habe da aufgepasst. Aber es ist nie zu spät... ;)
PRIVAT https://einwohnermeldeamt24.de/ GELD verdienen 9,80 Eu .......OHNE JEGLICHE Nachfrage nach dem GRUND der Abfrage.

Was ist daran auszusetzen, wenn ein Privatunternehme die Marktlücke für sich entdeckt und vollkommen legal Bürgern den Service anbietet gegen Bezahlung beim Meldeamt nach bestimmten Personen zu forschen?
Für die Wahlunterlage oder die Elektronische Lohnsteuerkarte ist natürlich die "UnterhosenGRÖSSE" und die Schamhaarfarbe sehr relevant. :D

Wenn du meinst, diese Daten angeben zu müssen wirst du bestimmt auch dafür eine Möglichkeit finden. Meist haben Onlineformulare ganz am Ende noch eine Spalte für "Zusätzliche (freiwillige) Angaben. ;)
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.

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