38 Grad und seit Monaten kein Regen

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Alter Stubentiger
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 14. Jan 2019, 16:26

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2019, 14:51)

Habe ich irgendwo etwas von Klimaverschwörung geschrieben? Kann mich nicht erinnern!

Man kann auch implizieren. Das ist eleganter.
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Cat with a whip
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Cat with a whip » Mo 14. Jan 2019, 16:49

Noch ein Rekord: 2018 war das wärmste Jahr der Ozeane seit der Aufzeichnungen. Die Erwärmungsrate beschleunigt.

https://www.nytimes.com/2019/01/10/clim ... hange.html
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BlueMonday
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon BlueMonday » Mo 14. Jan 2019, 17:04

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 14:50)

Das müssen sie ebensowenig zwangsläufig wie Grundschulen, Gymnasien, Polizei oder Hochschulen gewinnorientiert arbeiten müssen. Die Gesellschaft muss sich darüber klar werden, ob sie den Bahnverkehr als Basisinfrastruktur oder als Wirtschaftsunternehmen sehen und betreiben will.


Wirtschaften heißt mit Knappheit umzugehen, also sich die Kosten einer Entscheidung bewusst zu machen. Knappheit bedeutet dabei, dass ein Mittel mehrere, sich gegenseitig ausschließende Verwendungszwecke hat. Die nicht realisierten Verwendungszwecke sind die eigentlichen Kosten (Opportunitätskosten als die grundlegenden Kosten menschlichen Handelns) der verwirklichten Handlungsoption. Ökomomisch zu denken heißt, mit knappen Mitteln effizient umzugehen, also die wichtigsten Ziele vor den unwichtigeren zu verfolgen, mit einem Mittel möglichst viel zu erreichen usw. Also zu fordern, man solle nicht ökonomisch denken, ist die Forderung, nicht über Kosten nachzudenken und mit den Mitteln gedankenlos und letztlich verschwenderisch umzugehen.
Dabei ist jede Handlung gewinnorientiert; Man möchte von einem Zustand, den man als unbefriedigend empfindet zu einem besseren Zustand gelangen. Darin liegt der Gewinn und das Motiv der Handlung.
Oder so gesagt, man hebt das Ökonomische nicht aus den Angeln, wenn man irgendeine Struktur mit Steuermitteln finanziert. There ain't no such thing as a free lunch.


Das ist es auch, was in der Klimadebatte kaum Beachtung findet, aber das Entscheidende ist: Es gibt keinen einzigen alternativlosen und damit kostenlosen Weg mit dem Klimawandel umzugehen. Tatsächlich gibt es unzählige und alle haben Kosten und versprechen für irgendwen einen Gewinn.
But who would build the roads?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 14. Jan 2019, 17:07

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2019, 16:17)

Ja - die Frage ist ernst gemeint.
Und vonwegen "politische Entscheidung ... blablubb" - hast du mal darüber nachgedacht, welche Einschnitte in die Umwelt, welche Umweltzerstörung eine Erweiterung des Bahnnetzes oder des Busverkehrs mit sich bringen würden - ganz zu schweigen von den Umweltbelastungen.
Auch für dich was zum Nachdenken.

Das verwiesene Dokument beginnt mit
Zu Beginn der Diskussion sei die Frage erlaubt, ob es wirklich opportun ist, mit einer äußerst fragwürdigen Diesel-Kampagne derzeit einen weiteren Keil in die ohnehin tief gespaltene Gesellschaft zu treiben und dreizehn Millionen Fahrzeugbesitzer kalt zu enteignen.

Hab' ich augenblicklich aufgehört weiterzulesen. Wer das Thema nicht am Thema sondern an einer angeblichen und angeblich furchtbaren "Spaltung der Gesellschaft" aufzäumt, hat vermutlich eine ganz andere politische Agenda im Hinterkopf. Eine Gesellschaft, in der die Freiheit des Individuums einen hohen Rang hat, ist nicht nur natürlicherweise "gespalten" sondern erachtet Heterogenität als Wert an sich. Ich hab' genügend anderen Lesestoff "zum Nachdenken". Keine Sorge.
Hier im Thread geht es doch um athropogenen Einfluss auf den Klimawandel. Da sollte man auch solche Faktoren berücksichtigen und sich nicht nur am CO2 festbeißen.
Es gibt nämlich (auch @ X3Q) noch andere anthropogene Faktoren, die Einfluss auf die Geschwindigkeit des Klimawandels haben und DIE spiele ich keinesfalls herunter und noch weniger leugne ich die - im Gegenteil.
Da gibt es z. B. die bejubelte Energiewende und die rasant wachsenden Windmühlenwälder, um deretwillen Waldflächen und damit Sauerstoffproduzenten vernichtet werden.
Hat sich schon irgendjemand Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen sich auf das Mikroklima ergeben, ob sich thermische Veränderungen ergeben etc pp?
Wird überhaupt (schon) hinreichend verstanden, inwieweit sich Veränderungen des Mikroklimas insgesamt auswirken?
Und ja - diese Fragen sind ernst gemeint, das interessiert mich wirklich!

Mich auch. Man muss die Quantitäten nebeneinander stellen und vergleichen. Die Entwaldung der Erde ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnisstand ganz wesentlich von der Flächen-Nutzung für Tierfutter und dem marktwirtschaftlichen Preiskampf im Lebensmittelbereich getrieben. Ich selbst bin auch jedesmal geschockt, wenn ich den gigantischen Windradpark am Nordufer des Neusiedler Sees erblicke. Aber die grüne Lunge der Erde wird aktuell definitiv tausendmal mehr duch den Präsidentenwechsel in Brasilien gefährdet.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Selina » Mo 14. Jan 2019, 17:40

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2019, 15:19)

Und nochmal die Frage: wovon soll das bezahlt werden?
Hast du wieder mal verfassungsfeindliche Enteignungsphantasien?


Enteignungen (mit Entschädigungen) sind a) verfassungskonform, solange sie dem Allgemeinwohl dienen, und b) geht es gar nicht um Enteignungen, sondern mitunter nur um die Rückführung in staatliches Eigentum oder um die Umwandlung in genossenschaftliches Eigentum und dergleichen mehr. Vor allem geht es um eine andere Verwendung von Steuermitteln und Gewinnen. Immer den Nutzen für die Allgemeinheit im Blick. Damit meine ich die verschiedenen oben genannten Betriebe der Daseinsvorsorge.

Und Finanzierungsmodelle gibt es verschiedene. Zum Beispiel das hier aus Tallinn. Ich sagte ja auch immer "vielleicht" und "möglicherweise". Da gibt es unterschiedliche Ansätze, das zu finanzieren. Das ist alles in der Diskussion. Und hängt selbstverständlich von entsprechenden politischen Mehrheiten ab. Open end. Zuerst einmal muss dieser Prekäre-Arbeit-Sektor wieder verkleinert werden, indem ordentlich bezahlte versicherungspflichtige Jobs daraus gemacht werden. Hab gerade mit zwei Frauen gesprochen, die im Dienstleistungs- und Jugendhilfebereich als wichtige "technische Kräfte" fürn Äppel und nen Ei arbeiten müssen und sich dabei halb totschuften. Da ist so viel faul im Staate Dänemark...(Hamlet). Kostenloser oder preiswerter ÖPNV ist dabei nur ein zu lösendes Problem. Im Übrigen gibt es ja ziemlich konkrete Kostenloser-ÖPNV-Vorhaben in der Bundesregierung, sehe ich beim Googeln gerade. So weit aus der Welt ist diese Diskussion also gar nicht. Offenbar soll der Nahverkehr in einigen Städten auch mit Bundesmitteln subventioniert werden. Denn woher sollte sonst bei diesen speziellen Vorhaben das Geld kommen. Deine Frage ist in dem Punkt also schon berechtigt.

Ich fänds schon mal toll (als Vorstufe), wenn die Ticketpreise nicht weiter ins Uferlose steigen würden, während die ÖPNV-Linien immer weiter ausgedünnt werden, also nur noch in längeren Takten fahren, und zum Teil Uralt-Straßenbahnen durch die Gegend zuckeln. Und bei den Linien der Bahn (Fernverkehr) geht es genauso darum, endlich mal ein Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten, das den Namen auch verdient. Da herrschen zum Teil erschreckende Zustände, Unpünktlichkeit, Dreck, Chaos, überfüllte Züge. Schon alleine diese Defizite abzubauen, wär eine dankenswerte Aufgabe für so einen gewinnträchtigen Konzern. Auch in die Instandhaltung der Züge müsste viel mehr Geld und Personal gesteckt werden. Der Sicherheitscheck neulich hats gezeigt.

https://www.zukunft-mobilitaet.net/8923 ... n-luebben/
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 14. Jan 2019, 18:37

Alter Stubentiger hat geschrieben:(14 Jan 2019, 16:26)

Man kann auch implizieren. Das ist eleganter.

Ich impliziere gar nichts, aber ich hoffe doch, dass du den Unterschied zwischen Verschwörung und Ideologie kennst.
Oder etwa doch nicht?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Cat with a whip » Mo 14. Jan 2019, 18:55

xxx
Zuletzt geändert von Cat with a whip am Mo 14. Jan 2019, 18:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Cat with a whip » Mo 14. Jan 2019, 18:56

X3Q hat geschrieben:(14 Jan 2019, 00:08)
Nun ist es allerdings so, dass die Vertreter dieser Hypothese als Auslöser eines solchen Ereignisses immer einen Abfall der CO2-Konzentration z.B. aufgrund von geochemischen Prozessen angeben. Und auch die sich anschließende Auftauphase wird immer in Zusammenhang mit einer Zunahme der CO2-Konzentration durch z.B. verstärkte Vulkanaktivität gesehen.

--X

Und Methan beim Ende der Eiszeit.

Die Gesteinsverwitterung, die der Atmosphäre CO2 entzieht ist übrigens ein sehr wichtiger negativer Feedback-Mechanismus, der im geologischen Zeitmaßstab von Millionen Jahre verhindert dass die Erde sich aufheizt und gleichzeitig verhinderte dass der atmospärische CO2-Level umgekehrt nicht zu schnell absank.

Interessant dabei ist die Dynamik. Der Beginn läuft langsam schleichend und die Verwitterung bzw. Carbonat-Bildung wird mit sinkender atm. CO2-Konzentration und Temperturen eigentlich gebremst. Damit also die Temperaturen schnell genug fallen, muss irgendwie der Carbon-Zyklus gestört werden. Das klappt wohl wenn die Landmassen zufälig alle am warmen und Niederschlagreichen Äquator angeordnet sind, wie es eben beim Superkontinent Rodinia vor 1 Milliarde Jahren war. Bei der lange anhaltenden hohen Verwitterungsrate gewinnt am Ende die Eis-Albedo-Rückkopplung und so könnte das Klima am Ende in die große Eiszeit gefallen sein. Ohne das später über Millionen Jahre aus den Eisspalten und eisfreien Meeresstellen wieder austretende CO2 wären diese Eiszeiten nicht vorüber gegangen. Am Ende könnten dann Methan eine Rolle spielen um die Erde vergleichsweise schlagartig zu enteisen. Wenn Meereis zurückweicht, verringert sich der Druck über Methanhydrate, die dann freiwerden. Der daraus resultierende starke Treibhauseffekt könnte die Erde nur binnen 1000 Jahre aus der Eiszeit in ein kurzfristiges Hothouse katapultiert haben. Das muss man sich vorstellen, 15 Mio. Jahre Marionische Eiszeit und dann innerhalb 1000 Jahre ins Hothouse.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 14. Jan 2019, 19:27

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 17:07)

Das verwiesene Dokument beginnt mit

Hab' ich augenblicklich aufgehört weiterzulesen. Wer das Thema nicht am Thema sondern an einer angeblichen und angeblich furchtbaren "Spaltung der Gesellschaft" aufzäumt, hat vermutlich eine ganz andere politische Agenda im Hinterkopf. Eine Gesellschaft, in der die Freiheit des Individuums einen hohen Rang hat, ist nicht nur natürlicherweise "gespalten" sondern erachtet Heterogenität als Wert an sich. Ich hab' genügend anderen Lesestoff "zum Nachdenken". Keine Sorge.

Aha - da hast du aufgehört zu lesen ...
Na dann interessieren dich offensichtlich die Ergebnisse nicht, zu denen das Fraunhofer-Institut kommt nicht, laberst aber etwas von "Freiheit des Individuums", auf die Idee, dass die Ergebnisse zu denen die Wissenschaftler gelangen, genau DIESE Freiheit des Indivduums betreffen, kommt der werte Herr gar nicht erst.
Zum Bleistift diese Ergebnisse
"Moderne Dieselfahrzeuge mit Euro-6 gehören zu den saubersten Verkehrsmitteln im urbanen Verkehr. Ein Diesel-Pkw emittiert mit 80 mg NOx pro km deutlich weniger Schadstoffe als Linienbusse (550 mg NO x pro Fahrgast auf einem Kilometer) sowie Nahverkehrszüge (240 mg NOx pro Fahrgast auf einem Kilometer) und liegen bei einem Besetzungsgraden von mehr als einer Person auch unter den Emissionswerten von Straßen-, U- und S-Bahnen."

Wie passt das denn zu deiner Behauptung mit der "besseren Welt" ohne Individualverkehr, wie passt das zur Klimadebatte?
Erklär mal!

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 17:07)Mich auch. Man muss die Quantitäten nebeneinander stellen und vergleichen. Die Entwaldung der Erde ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnisstand ganz wesentlich von der Flächen-Nutzung für Tierfutter und dem marktwirtschaftlichen Preiskampf im Lebensmittelbereich getrieben. Ich selbst bin auch jedesmal geschockt, wenn ich den gigantischen Windradpark am Nordufer des Neusiedler Sees erblicke. Aber die grüne Lunge der Erde wird aktuell definitiv tausendmal mehr duch den Präsidentenwechsel in Brasilien gefährdet.

Man muss gar nichts nebeneinander stellen und vergleichen. Tatsache IST, dass insbesondere Regenwälder nicht nur Sauerstoffproduzenten sind, sondern ein wichtiger Faktor als Klimaregulant (Wasserhaushalt).
Flächennutzung für Tierfutter ist wiederum dem exponetiellen Wachstum der Erdbevölkerung geschuldet!
7 Mrd Menschen benötigen nunmal mehr Nahrung als 1,2 Mrd (1900) und auch mehr als 3,5 Mrtd (1970).
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon BingoBurner » Mo 14. Jan 2019, 19:33

Cat with a whip hat geschrieben:(14 Jan 2019, 16:49)

Noch ein Rekord: 2018 war das wärmste Jahr der Ozeane seit der Aufzeichnungen. Die Erwärmungsrate beschleunigt.

https://www.nytimes.com/2019/01/10/clim ... hange.html


Ach tatsächlich.............

Die Oceane sind ein Reflektor....
Das liegt an einer Schicht...hauchzart.....

https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde ... 09618.html

Diese Schicht löst sich gerade. Hat was mit Temperaturen, Salz und Süßwasser zu tun und 50 Seiten die ich dazu schreiben könnte.

Übrigens der Winter in Bayern jetzt........ist so ziemlich der wärmste überhaupt, trotz der Schneemassen !

Trockener Schnee, nasser Schnee.......die Bayern hier im Forum kennen den Unterschied.

"Der letzte Marsch der Ents".....OHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH.......viele dieser Bäume waren meine Freunde.......... ein paar Feldmäuschen klettern manchmal an mir hoch und runter...

Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 14. Jan 2019, 19:59

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2019, 19:27)

Aha - da hast du aufgehört zu lesen ...
Na dann interessieren dich offensichtlich die Ergebnisse nicht, zu denen das Fraunhofer-Institut kommt nicht, laberst aber etwas von "Freiheit des Individuums", auf die Idee, dass die Ergebnisse zu denen die Wissenschaftler gelangen, genau DIESE Freiheit des Indivduums betreffen, kommt der werte Herr gar nicht erst.
Zum Bleistift diese Ergebnisse
"Moderne Dieselfahrzeuge mit Euro-6 gehören zu den saubersten Verkehrsmitteln im urbanen Verkehr. Ein Diesel-Pkw emittiert mit 80 mg NOx pro km deutlich weniger Schadstoffe als Linienbusse (550 mg NO x pro Fahrgast auf einem Kilometer) sowie Nahverkehrszüge (240 mg NOx pro Fahrgast auf einem Kilometer) und liegen bei einem Besetzungsgraden von mehr als einer Person auch unter den Emissionswerten von Straßen-, U- und S-Bahnen."

Wie passt das denn zu deiner Behauptung mit der "besseren Welt" ohne Individualverkehr, wie passt das zur Klimadebatte?
Erklär mal!

In der Realität müssen sowohl Schulkinder als auch ältere Menschen mit Mobilität versorgt werden, Auch in noch so dünn besiedelten ländlichen Gebieten. Man kommt also (eigentlich) ohnehin nicht dran vorbei. NOx, Stickoxide sind nur eine von mehreren Schadstoffklassen. Niemand (außer Dir vielleicht) redet von einer Welt ohne Individualverkehr. Es ist einfach eine gesellschaftliche Entscheidung: Will man ein engmaschiges, großflächiges Angebot an öffentlichem Verkehr. Oder will man nicht. Natürlich kostet ersteres Geld, Klar. Nicht wenige Anhänger dieser Präferenz pfeifen im Gegenzug auf allen möglichen sonstigen Schnickschnack. Öffentlicher Verkehr muss einfach nur funktionieren und vorhanden sein. Ich brauche weder eine DB Lounge noch überhaupt irgendwelchen Luxus.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 14. Jan 2019, 20:50

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2019, 18:37)

Ich impliziere gar nichts, aber ich hoffe doch, dass du den Unterschied zwischen Verschwörung und Ideologie kennst.
Oder etwa doch nicht?

Ich sehe dass deine Meinung verdammt nah an dem ist was die Leute ins Trumps Dunstkreis so von sich geben.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Senexx » Mo 14. Jan 2019, 20:55

Selina hat geschrieben:(14 Jan 2019, 15:17)

Das ist eben die Frage: Müssen Betriebe, die ganz klar zur Daseinsvorsorge gehören (Nahverkehr, Gesundheitswesen, Wasser- und Stromversorgung, Wohnungsgesellschaften etcpp), wirklich unbedingt gewinnorientiert arbeiten? Und müssen es diese exorbitanten Gewinne wie etwa bei der Bahn sein?

Von was sprechen Sie? Die Bahn macht keine exorbitanten Gewinne. Der größte Teil des Gewinns kommt aus dem Frachtgeschäft (Schenker). Bei richtiger Betrachtung macht sie sogar Verluste, denn sie muss dauernd mit Milliarden bezuschusst werden. Ihre Verschuldung liegt derzeit bei 20 Milliarden, das ist der halbe Umsatz. Eigentlich ist sie bankrott.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Mo 14. Jan 2019, 21:29

@ Dark Angel:

Ein Diesel-Pkw emittiert mit 80 mg NOx pro km deutlich weniger Schadstoffe als Linienbusse (550 mg NO x pro Fahrgast auf einem Kilometer) sowie Nahverkehrszüge (240 mg NOx pro Fahrgast auf einem Kilometer) und liegen bei einem Besetzungsgraden von mehr als einer Person auch unter den Emissionswerten von Straßen-, U- und S-Bahnen.


Dann möchte ich aber doch einen leisen Dämpfer geben, was Dieselfahrzeuge betrifft: Inzwischen werden in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt Wasserstoffzüge der Firma Alstom betrieben. Einmal zwischen Bremerförde und Buxtehude, das andere Mal zwischen Wolfsburg und Magdeburg. In Deutschland bei Alstom/Salzgitter gebaut; vermutlich nach französischen Plänen.

Diese Züge kommen zum Einsatz, wo die Bahnstrecken nicht elektrifiziert wurden. Sie fahren ganz ohne Abgase, und wenn der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde, dann ohne NOX oder CO2 in die Umwelt zu entlassen. Die Strecke Bremerförde-Buxtehude wird seit etwa 6 Monaten betrieben... und alle Beteiligten sind glücklich. 1.000 km Reichweite = 1 Tag ohne Nachtanken.

Natürlich gibt es auch Busse mit dieser Technik. Die Brennstoffzellen werden von der Firma Ballard/Vancouver/Kanada hergestellt. Leider kann ich dazu keine Erfolgsmeldung verbreiten... vielleicht zu teuer oder zu unzuverlässig oder zu unbequem mit dem Nachtanken? Auf jeden Fall gibt es keine Fanfarenkkänge dazu.
Vielleicht geht aber hier die Post ab:
https://www.ingenieur.de/technik/fachbe ... it-fahren/

Weiterhin gibt es PKW der Firmen Toyota und Hyundai mit Wasserstoff und Brennstoffzelle. Die Fahrzeuge sind in der oberen Mittelklasse angesiedelt, zumindest vom Preis her... aber doch schon öffentlich getestet. Funktioniert gut, kein bekannt gemachter Ärger. Kostet ~75.000 €, und wäre neben ein Taxi auf Grundlage Daimler Diesel zu halten. Auch diese Fahrzeuge laufen ohne Abgase des Antriebssystems.

Für Otto Normalverbraucher vom Preis her bisher sicher außer Reichweite... schade!

Ich habe das hier nur aufgeschrieben, um Ihren Blick auf diese Entwicklung zu lenken, die aus meiner Sicht so manche Koordinate verschieben dürfte.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Selina » Mo 14. Jan 2019, 21:49

H2O hat geschrieben:(14 Jan 2019, 21:29)

@ Dark Angel:



Dann möchte ich aber doch einen leisen Dämpfer geben, was Dieselfahrzeuge betrifft: Inzwischen werden in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt Wasserstoffzüge der Firma Alstom betrieben. Einmal zwischen Bremerförde und Buxtehude, das andere Mal zwischen Wolfsburg und Magdeburg. In Deutschland bei Alstom/Salzgitter gebaut; vermutlich nach französischen Plänen.

Diese Züge kommen zum Einsatz, wo die Bahnstrecken nicht elektrifiziert wurden. Sie fahren ganz ohne Abgase, und wenn der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde, dann ohne NOX oder CO2 in die Umwelt zu entlassen. Die Strecke Bremerförde-Buxtehude wird seit etwa 6 Monaten betrieben... und alle Beteiligten sind glücklich. 1.000 km Reichweite = 1 Tag ohne Nachtanken.

Natürlich gibt es auch Busse mit dieser Technik. Die Brennstoffzellen werden von der Firma Ballard/Vancouver/Kanada hergestellt. Leider kann ich dazu keine Erfolgsmeldung verbreiten... vielleicht zu teuer oder zu unzuverlässig oder zu unbequem mit dem Nachtanken? Auf jeden Fall gibt es keine Fanfarenkkänge dazu.
Vielleicht geht aber hier die Post ab:
https://www.ingenieur.de/technik/fachbe ... it-fahren/

Weiterhin gibt es PKW der Firmen Toyota und Hyundai mit Wasserstoff und Brennstoffzelle. Die Fahrzeuge sind in der oberen Mittelklasse angesiedelt, zumindest vom Preis her... aber doch schon öffentlich getestet. Funktioniert gut, kein bekannt gemachter Ärger. Kostet ~75.000 €, und wäre neben ein Taxi auf Grundlage Daimler Diesel zu halten. Auch diese Fahrzeuge laufen ohne Abgase des Antriebssystems.

Für Otto Normalverbraucher vom Preis her bisher sicher außer Reichweite... schade!

Ich habe das hier nur aufgeschrieben, um Ihren Blick auf diese Entwicklung zu lenken, die aus meiner Sicht so manche Koordinate verschieben dürfte.


Brennstoffzellen-Busse werden auch in Chemnitz entwickelt. Vermutet so mancher gar nicht, dass es in dieser sächsischen Stadt solche Innovationen gibt. Aber ja, an der TU Chemnitz (im Verbund mit der Industrie) gibts ne Menge Interessantes zu entdecken.

Zitat

Firma aus Chemnitz entwickelt umweltfreundliche Busse

Eine Chemnitzer Firma will den Nahverkehr umweltfreundlicher machen – mit einem Brennstoffzellenbus, der gänzlich ohne lithium- und kobalthaltige Batterien als Zwischenspeicher auskommt. In England sollen schon bald Doppelstockbusse mit der neuen Technik aus Sachsen fahren.


https://www.mdr.de/nachrichten/wirtscha ... n-100.html
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Teeernte » Mo 14. Jan 2019, 22:22

Selina hat geschrieben:(14 Jan 2019, 17:40)

Enteignungen (mit Entschädigungen) sind a) verfassungskonform, solange sie dem Allgemeinwohl dienen, und b) geht es gar nicht um Enteignungen, sondern mitunter nur um die Rückführung in staatliches Eigentum oder um die Umwandlung in genossenschaftliches Eigentum und dergleichen mehr. Vor allem geht es um eine andere Verwendung von Steuermitteln und Gewinnen. Immer den Nutzen für die Allgemeinheit im Blick. Damit meine ich die verschiedenen oben genannten Betriebe der Daseinsvorsorge.


...Sicher wird man das machen....aber anders als Du denkst.

Den "Armen" wird man Daseinsvorsorge bieten....die Mittelschicht abkassieren - und der REST - verfliegt den Sprit .

So wie Heute - wer muss den teuren Strom zahlen ? ....Der - der die Parteien gewählt hat - die für EE ist.

...die anderen haben Gewerbestrom.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Mo 14. Jan 2019, 22:28

@ Selina:

Erfreulich, ja; aber eine Sache, die erst im Entstehen ist... hoffentlich ein Erfolg, denn die bisher auch notwendigen Stützbatterien sind ihrerseits hinsichtlich der Umwelt nicht ohne Probleme. Mir ging es darum zu zeigen, daß hier und jetzt schon diese Technik in Serienfahrzeugen der Bahn und in Fahrzeugen von Nissan und Hyundai eingesetzt wird. Die kann man kaufen und nutzen, hier und jetzt.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Mo 14. Jan 2019, 22:33

[Mod] Hier muß ich mich selbst zur Ordnung rufen... und alle anderen Teilnehmer auch: Wenn uns etwas zur Elektro-Wasserstoff-Gas-Mobilität einfällt, das bitte in Unterforum 41 abladen. Klar, das Thema Mobilität gehört fast überall hin, ist eben ein menschliches Grundbedürfnis. Dennoch, mit Querverweisen läßt sich das Thema dort bündeln. H2O
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 14. Jan 2019, 23:12

Senexx hat geschrieben:(14 Jan 2019, 20:55)
Von was sprechen Sie? Die Bahn macht keine exorbitanten Gewinne. Der größte Teil des Gewinns kommt aus dem Frachtgeschäft (Schenker). Bei richtiger Betrachtung macht sie sogar Verluste, denn sie muss dauernd mit Milliarden bezuschusst werden. Ihre Verschuldung liegt derzeit bei 20 Milliarden, das ist der halbe Umsatz. Eigentlich ist sie bankrott.

"Wovon sprechen Sie" ist nicht nur gewinnorientiert ökonomischer (5 statt 7 Bytes) sondern auch stilvoller ("An was erkennt man schlechten Stil", siehe Zwiebelfisch). Die Bahn ist tatsächlich de facto bankrott. Weil man irgendwann Anfang der 90er beschlossen hatte, dass Straßeninfrastruktur großzügig vom Staat bezahlt wird, die Bahn aber ein gewinnorientiertes Börsenunternehmmen zu sein hat.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 14. Jan 2019, 23:32

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 19:59)

Will man ein engmaschiges, großflächiges Angebot an öffentlichem Verkehr.

Will man dieses engmaschige, großflächige Angebot, muss man aber auch damit leben, dass die Busse und Bahnen oft nur halb oder ganz leer rumkurven. Da stellt sich dann schon die Frage, ob das mit Individualverkehr nicht doch umweltschonender wäre.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

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