E-Bike

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Kamikaze
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Re: E-Bike

Beitragvon Kamikaze » Di 11. Sep 2018, 06:28

Teeernte hat geschrieben:(10 Sep 2018, 17:55)

Wenn man keine Fahrerlaubnis hat....gibt es nichts zu verlieren


Das ist leider wahr. Fahrradfahrer genießen im Straßenverkehr ein (aus meiner Sicht völlig unverständliches) Maß an Narrenfreiheit. Vergehen können von der Polizei nur dann geahndet werden, wenn der Fahrradfahrer freiwillig (!) kooperiert. Anderenfalls gibt es keinerlei Handhabe oder auch nur die Möglichkeit den Fahrer oder das Rad (und damit den Halter) zu ermitteln. Auch gibt es keine Versicherungepflicht - daher bleiben durch Fahrräder (oder deren Fahrer) geschädigte nahezu immer auf ihrem Schaden sitzen. Insbesondere im Zuge der großflächigen Motorisierung der Fahrräder durch das "Pedelec" (oder "E-Bike") hätte hier ein gesetzlicher Rahmen erstellt werden müssen.
So ist im Prinzip jeder blöd, der sein E-Rad nicht tunt - dem Fahrer, sowie dem Halter kann ja nichts passieren (abgesehen von Unfällen natürlich, wobei das dann die Krankenkasse zahlt - also unterm Strich die Gesellschaft).
Auch ich werde mir für das nächste Jahr ein (natürlich getuntes) E-Bike zulegen. Evtl. sogar mit Verkleidung, damit es bei Regen nicht unangenehm wird. Freie Fahrt ohne Versicherung und Nummernschild. Und das sogar schneller als mein E-Roller... :D :thumbup:
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Re: E-Bike

Beitragvon frems » Di 11. Sep 2018, 12:04

Raskolnikof hat geschrieben:(09 Sep 2018, 00:32)

Muss nicht und bringt auch keine Vorteile. Die Hersteller bzw. Vertreiber dieser Tuningchips empfehlen da auch nichts. die Funktionsweiose ist die, dass der Tuningchip der Bordelektronik stets die halbe tatsächliche Geschwindigkeit vorgaukelt. Und so schaltet die Elektronik dann die Unterstützung erst bei 50 km/h ab. Wenn du dann schneller als gewohnt treten musst schaltest du eben einen Gang höher. Natürlich bleibt es dir unbenommen, hinten ein anderes Ritzel einzubauen. Kostet nur ein paar Euro und ist schnell gewechselt, z.B. bei Shimano. Notwendig ist das aber nicht.
Anzusprechen wäre da eher der Sicherheitsaspekt und die rechtliche Seite.

Naja, es war ja vom Gesetzgeber recht unsinnig, bei (S-)Pedelecs das Tempo auf 25 bzw. 45 km/h zu drosseln. So ist man auf der Straße ein fahrendes Verkehrshindernis. Sinnvoller wären da 30/35 sowie 50/55 km/h. Wenn der mündige Fahrer diesen Fehler korrigiert, halte ich das für sehr anständig und nachvollziehbar. Dürfte auch das Unfallrisiko senken, wenn Pkw-Raser dauernd die Radfahrer schneiden.

Gibt übrigens auch nicht nur die Chips, mit denen man das Tacho und damit den Bordcomputer reinlegt. Die sind bloß relativ einfach zu montieren, da man sie nur anschraubt. Besser sind die Modchips, die man in den Motor einbaut und die Steuerung komplett umändert. Dann wird auch die richtige Geschwindigkeit (komplett ohne Drosselung) angezeigt. Hab ich gehört.
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Tom Bombadil
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Re: E-Bike

Beitragvon Tom Bombadil » Di 11. Sep 2018, 12:04

Gäbe es Regen und Schnee nicht, würde ich mir auch ein E-Bike anschaffen und damit zur Arbeit düsen. Für den Wocheneinkauf bräuchten wir aber trotzdem ein Auto :|
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Teeernte
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Re: E-Bike

Beitragvon Teeernte » Di 11. Sep 2018, 13:04

Kamikaze hat geschrieben:(11 Sep 2018, 07:28)

Das ist leider wahr. Fahrradfahrer genießen im Straßenverkehr ein (aus meiner Sicht völlig unverständliches) Maß an Narrenfreiheit. Vergehen können von der Polizei nur dann geahndet werden, wenn der Fahrradfahrer freiwillig (!) kooperiert. Anderenfalls gibt es keinerlei Handhabe oder auch nur die Möglichkeit den Fahrer oder das Rad (und damit den Halter) zu ermitteln. Auch gibt es keine Versicherungepflicht - daher bleiben durch Fahrräder (oder deren Fahrer) geschädigte nahezu immer auf ihrem Schaden sitzen. Insbesondere im Zuge der großflächigen Motorisierung der Fahrräder durch das "Pedelec" (oder "E-Bike") hätte hier ein gesetzlicher Rahmen erstellt werden müssen.
So ist im Prinzip jeder blöd, der sein E-Rad nicht tunt - dem Fahrer, sowie dem Halter kann ja nichts passieren (abgesehen von Unfällen natürlich, wobei das dann die Krankenkasse zahlt - also unterm Strich die Gesellschaft).
Auch ich werde mir für das nächste Jahr ein (natürlich getuntes) E-Bike zulegen. Evtl. sogar mit Verkleidung, damit es bei Regen nicht unangenehm wird. Freie Fahrt ohne Versicherung und Nummernschild. Und das sogar schneller als mein E-Roller... :D :thumbup:



Nun....der Radfahrer "haftet/zahlt" - mit seinem Leben/Gesundheit..... für eigene Fehler - aber auch - für die der anderen.

Nachtblind ohne Licht - auf der 2. Spur.... >> Die häufigste Ursache für Kopfverletzungen ist der Alleinunfall.....So verunglücken mehr als die Hälfte aller verletzten Radfahrer allein, also ohne Unfallgegner. https://www.t-online.de/auto/id_7138307 ... lich-.html

Im Jahr 2016 kamen bundesweit 382 Fahrradfahrer im Straßenverkehr ums Leben, wie das Statistische Bundesamt ... mitteilte –
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Re: E-Bike

Beitragvon Kamikaze » Di 11. Sep 2018, 13:25

Teeernte hat geschrieben:(11 Sep 2018, 14:04)
Nun....der Radfahrer "haftet/zahlt" - mit seinem Leben/Gesundheit..... für eigene Fehler - aber auch - für die der anderen.

So, wie auch Motorradfahrer, Quad-Fahrer, oder alle anderen, die ihre eigene Knautschzone sind. ;)

Die häufigste Ursache für Kopfverletzungen ist der Alleinunfall.....So verunglücken mehr als die Hälfte aller verletzten Radfahrer allein, [b]also ohne Unfallgegner

Was soll mir das sagen?
Wie mit jedem anderen Verkehrsmittel auch sollten jene, die es nicht können oder deren Ausrüstung mangelhaft ist die Finger davon lassen.
Wer nachtblind bei völliger Dunkelheit mit dem Motorrad in die Botanik schießt ist genau so selber schuld, wie ein entsprechender Fahrrad- oder Pedelec-Fahrer. Darauf hat aber buchstäblich nur der entsprechende Fahrer Einfluss (wenn man von nicht erkennbaren äußeren Einflüssen, wie z.B. Ölspuren u.ä. absieht).

Btw. liegt der Anteil der Alleinunfälle bei Radfahrern laut Wikipedia bei "nur" 41% und damit deutlich unterhalb der Hälfte. ;) Quelle
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Tom Bombadil
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Re: E-Bike

Beitragvon Tom Bombadil » Di 11. Sep 2018, 13:43

Ich sehe hier öfter mal Frauen jenseits der 40/50 Jahre, die mit ihrem E-Bike völlig überfordert sind und wild umherschlingernd versuchen, das Ding unter Kontrolle zu halten. Über kurz oder lang werden die sich den Hals abfahren.
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Re: E-Bike

Beitragvon Teeernte » Di 11. Sep 2018, 13:44

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Sep 2018, 13:04)

Gäbe es Regen und Schnee nicht, würde ich mir auch ein E-Bike anschaffen und damit zur Arbeit düsen. Für den Wocheneinkauf bräuchten wir aber trotzdem ein Auto :|


Alles geht.... https://goo.gl/images/1sfHzu
und bei Schnee gibts einen Seitenski...
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Re: E-Bike

Beitragvon Teeernte » Di 11. Sep 2018, 13:48

Kamikaze hat geschrieben:(11 Sep 2018, 14:25)

So, wie auch Motorradfahrer, Quad-Fahrer, oder alle anderen, die ihre eigene Knautschzone sind. ;)



Btw. liegt der Anteil der Alleinunfälle bei Radfahrern laut Wikipedia bei "nur" 41% und damit deutlich unterhalb der Hälfte. ;) Quelle


Auch hier geht die Polizei davon aus, dass viele Alleinunfälle gar nicht erfasst werden und somit eine hohe Dunkelziffer wahrscheinlich ist.[5] Eine umfassende internationale Studie belegt, dass sich die Mehrzahl der Unfälle mit Radfahrern, die deswegen von einem Arzt stationär behandelt werden müssen, ohne Fremdverschulden ereignet haben.[6]

Bei entsprechenden Alleinunfällen spielen vor allem Alkoholeinfluss, Unachtsamkeiten (insbesondere an Kanten oder im oder nahe dem Verkehrsraum stehenden Hindernissen), Fahrbahnschäden, unangepasste Fahrweise (oft im Zusammenhang mit zu hohen Geschwindigkeiten, z. B. an Gefällestrecken) und technische Mängel eine Rolle.
ebenda.
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Re: E-Bike

Beitragvon Teeernte » Di 11. Sep 2018, 13:56

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Sep 2018, 14:43)

Ich sehe hier öfter mal Frauen jenseits der 40/50 Jahre, die mit ihrem E-Bike völlig überfordert sind und wild umherschlingernd versuchen, das Ding unter Kontrolle zu halten. Über kurz oder lang werden die sich den Hals abfahren.



die haben bei der Vollautomatik 100 eu gespart...

https://www.testberichte.de/testsieger/ ... r_151.html

Schaltung....automatik
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Re: E-Bike

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 11. Sep 2018, 17:49

Um herauszufinden ob E-Bikenutzer überdurchschnittlich an sog. "Alleinunfällen" beteiligt sind, reicht die eigene isolierte Beobachtung / Vermutung wohl kaum aus. Da werden wohl alle abwarten müssen bis sich "destatis" dazu mit Auswertung von Fakten meldet. Bislang wurden insgesamt 59.200 sog "Alleinunfälle mit Personenschaden Innerhalb und außerhalb von Ortschaften" (Stand 2016) erfasst. Darin sind 15.283 (25,8 %) Alleinunfälle mit dem Fahrrad (4 Einschl. Pedelecs) enthalten. Aber auch PKW mit 28.716 (48,5 %) sind mehr als "ordentlich" dabei.

Vergleicht man allerdings "Außerhalb und Innerhalb von Ortschaften" haben "außerhalb" die PKW-Fahrer eine wesentlich höhere Neigung auch ohne "Gegner" zu verunfallen.

Wer wirklich wissen möchte was "Sache" ist sollte sich mal mit dem 359 Seiten des PDF Quelle : Statistisches Bundesamt "wissen nutzen" Verkehr - Verkehrsunfälle 2016 näher befassen ODER hier : "Publikationen im Bereich Verkehrsunfälle (destatis)" "umsehen". Es mag ja Gründe geben warum Behörden solche Statistiken erstellen. Aber wie immer ist die "gefühlte Wahrheit" ausschlaggebend...

Ach auch destatis :
Zahl der Woche vom 18.08.2015: 12 % der Verkehrstoten 2014 waren Fahrradfahrer

WIESBADEN – Im Jahr 2014 starben bei Verkehrsunfällen in Deutschland 396 Menschen, die auf dem Fahrrad unterwegs waren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren darunter 39 Benutzer von Pedelecs. Weiterhin wurden bei Verkehrsunfällen 77.900 Fahrradfahrer verletzt. Damit waren 12 % der bei Verkehrsunfällen Getöteten und 20 % der Verletzten als Radfahrer unterwegs.

58 % der getöteten Fahrradbenutzer starben bei Unfällen innerhalb geschlossener Ortschaften, 42 % außerorts. Von den 396 getöteten Fahrradbenutzern waren 71 % männlich und 29 % weiblich. Über die Hälfte (57 %) der getöteten Radfahrer waren mindestens 65 Jahre alt.
Vermutlich wird sich das noch drastisch ändern, wenn nun drei Jahre später die Zahl der Pedelecs ordentlich zugenommen hat. Womöglich kann der teure "Ruheständlerberg" mittels dieser Fahrzeuge deutlich verringert werden. Gerade Beamtenpensionen sind deutlich geeigneter, wenn es darum geht sich die nun gerade nicht billigen Pedelecs anzuschaffen.... :?
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: E-Bike

Beitragvon Teeernte » Di 11. Sep 2018, 20:03

immernoch_ratlos hat geschrieben:(11 Sep 2018, 18:49)
Gerade Beamtenpensionen sind deutlich geeigneter, wenn es darum geht sich die nun gerade nicht billigen Pedelecs anzuschaffen.... :?


Ach....für DAS letzte Fahrrad mit Rückenwind ...kann man schon ein oder 2 Scheine mehr raustun.

Die Pedelecs oberhalb 3 000 ...sind sicher kein JedermannRad.

Im Aldi Ausverkauf (Mit Bosch ...500WAkku) nur 800 eu. machbar gewesen. Da kostet bei anderen der Akku ein Eu die Wh....
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Re: E-Bike

Beitragvon Ebiker » Mi 12. Sep 2018, 04:19

Teeernte hat geschrieben:(11 Sep 2018, 14:44)

Alles geht.... https://goo.gl/images/1sfHzu
und bei Schnee gibts einen Seitenski...


Da brauchts keinen Seitenski, nur vernünftige Winterreifen. Ich freu mich schon auf den nächsten Winter mit Glatteisregen, da fahr ich am liebsten :D
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: E-Bike

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 14. Jan 2019, 10:51

frems hat geschrieben:(07 Aug 2018, 17:44)
Die ich kannte, welche sich irgendwo eins für 600-800 Euro kauften, ärgerten sich jedenfalls, dass sie sich kein Besseres gekauft haben, während andere halt in Richtung fünfstellig gehen wollten.

Toll dass du dir eines gekauft hast!

Ich bin auf jeden Fall mit meinem E-Bike in der Preisklasse noch vollauf zufrieden.

Schön fände ich, wenn man die Mehrwertsteuer auf Fahrräder streichen/reduzieren würde. Es ist ja wirklich eine für die gesellschaftlich nützliche Sache.
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Re: E-Bike

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 14. Jan 2019, 10:59

Im Prinzip ist es mir Wurscht ob jemand ein E-Bike faehrt oder nicht aber wenn jemand auf dem E-Bike hinter mir bimmelt und sagt ich ueberhole dann werde ich irgendwann Arschloch rufen. Ich werde so lange ich kann in die Pendale treten und ein Fahrrad fahren . Ein E-Bike ist fuer mich no go!
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Re: E-Bike

Beitragvon nietoperz » Mo 14. Jan 2019, 11:06

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(14 Jan 2019, 10:59)

Im Prinzip ist es mir Wurscht ob jemand ein E-Bike faehrt oder nicht aber wenn jemand auf dem E-Bike hinter mir bimmelt und sagt ich ueberhole dann werde ich irgendwann Arschloch rufen. Ich werde so lange ich kann in die Pendale treten und ein Fahrrad fahren . Ein E-Bike ist fuer mich no go!


Ein echter Radler bimmelt nicht. Der überholt einfach.
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Re: E-Bike

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 14. Jan 2019, 11:16

nietoperz hat geschrieben:(14 Jan 2019, 11:06)

Ein echter Radler bimmelt nicht. Der überholt einfach.


E-Biker sind keine Radler! Das sind Zwitter
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Re: E-Bike

Beitragvon nietoperz » Mo 14. Jan 2019, 11:25

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(14 Jan 2019, 11:16)

E-Biker sind keine Radler! Das sind Zwitter


Ja, es kommt darauf an, was der E-Biker sonst noch für Fahrzeuge bewegt. Ein passionierter PKW-Lenker auf einem E-Bike ist schon eine mittlere Katastrophe.
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Re: E-Bike

Beitragvon frems » Mo 14. Jan 2019, 19:42

watisdatdenn? hat geschrieben:(14 Jan 2019, 10:51)

Toll dass du dir eines gekauft hast!

Hat aber wenig mit Idealismus oder so zu tun. Die Busse und Bahnen kommen mit dem Ausbau nicht hinterher und ich mag nicht immer das Leben in vollen Zügen genießen. Dafür hab ich einen netten Radweg über Deiche und Schleusen, wo es ständig hoch und runter geht. Keine Autos, keine Ampeln, kaum Fußgänger. Einfach nur zuverlässig und schnell ans Ziel kommen. Auto dauert noch länger. Und bei viel Gegenwind ist es schon charmant, wenn man selbst "bergauf" beschleunigen kann, während andere schieben. Zudem schwitzt man weniger, was ganz nett ist, wenn man den Tag im Büro verbringt und nicht extra im Unternehmen duschen und Kleidung wechseln möchte. Mal abgesehen davon, dass ich so nochmal eine Nummer schneller ankomme. Und in einem halben Jahr gingen trotzdem vier Kilo runter. Ist nicht viel, aber wenn dieses Jahr nochmal sechs, sieben oder gar acht weg sind, ist das schon mal besser als wenn es mehr wird. Auf dem Rückweg kann man die Unterstützung durch den E-Motor ja auch mal reduzieren oder komplett ausschalten.

Interessant find ich aber noch einige Vorurteile. Wenn ich mit Kollegen rede, die einen ähnlich weiten Radweg haben, dann haben viele bereits ein E-Bike oder liebäugeln zumindest beim nächsten Fahrradkauf damit. Die "entweder 'richtig' Radfahren (-> ohne Motor) oder gar nicht"-Fraktion fährt meist nur mit der Bahn, mit dem Auto/Motorrad und/oder macht längere (Familien-)Ausflüge mit dem Rad nur am Wochenende. Oder haben einen sehr kurzen Radweg von wenigen Kilometern. Aber es hat sich wohl langsam rumgesprochen, dass nicht nur Rentner mit solchen Geräten unterwegs sind und auch der Otto-Normal-Arbeitnehmer seine nachvollziehbaren Gründe haben kann.

Die MwSt-Senkung oder -Abschaffung wäre schon nicht schlecht. Oder eine kleine Prämie, die ja nicht so hoch sein muss wie bei einem Auto. Aber in Deutschland wohl unrealistisch. In der Zeit war auch mal ein interessanter Artikel, wonach viele öffentliche Unternehmen und Einrichtungen kein E-Bike-Leasing anbieten. Grund seien wohl die Gewerkschaften, da es einen minimalen Einfluss auf die Rente hat. Dass die Arbeitnehmer (im Vergleich zum Pkw) somit gesünder sind, mehr Geld sparen und später möglicherweise auch etwas länger leben, spielt da wohl keine Rolle. Und es wäre ja skandalös, wenn ein Arbeitnehmer selbst entscheiden kann, was er mit dem Geld bzw. Lohn macht... Hab es nochmal rausgesucht:

Mitarbeiter können sich über ihren Chef ein Dienstrad leasen. Bei Arbeitnehmern in der Privatwirtschaft ist das beliebt, im öffentlichen Dienst stellt ver.di sich quer. [...]

Das Modell funktioniert über die sogenannte Entgeltumwandlung: Die Leasingrate wird direkt vom Bruttogehalt abgezogen – Leasingnehmer ist der Arbeitgeber, der das Fahrrad dann der Mitarbeiterin zur Nutzung anbietet. Für ein E-Bike, das im Laden beispielsweise 2.500 Euro kostet, liegt die Rate bei einem Gehalt von 3.000 Euro brutto bei rund 69 Euro. Dieser Betrag wird vor dem Versteuern abgezogen. Der geldwerte Vorteil, der der Arbeitnehmerin durch die Bereitstellung des Fahrrads entsteht, muss nur mit einem Prozent des Bruttopreises versteuert werden. Der Arbeitnehmerin fehlen unter dem Strich lediglich rund 47 Euro beim Nettolohn. Nach Ende der Vertragslaufzeit kann sie das Rad zum Restwert kaufen oder einen neuen Vertrag abschließen. [...]

Große Unternehmen wie die Deutsche Bahn, SAP, Rewe, der amerikanische Pharmahersteller MSD oder die Rügenwalder Mühle bieten inzwischen Dienstradleasing an. Es ist Teil ihres Mobilitätskonzepts oder des Gesundheitsmanagements, inzwischen gilt es sogar als Wettbewerbsvorteil.

"Wir müssen interessante Anreize für unsere Mitarbeiter schaffen", sagt die Rechtsanwältin Agnes Fricke, bei den Stadtwerken Wedel unter anderem für Personal zuständig. Sie sagt: "Die Konkurrenz bei der Fachkräftesuche ist groß." Die Hamburger Innenstadt sei nur 18 Kilometer entfernt. Ein Arbeitsplatz in der City ist für potenzielle Bewerber häufig attraktiver als eine Stelle im beschaulichen Wedel mit seinen rund 33.000 Einwohnern.

Fricke würde gerne allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Dienstradleasing anbieten. "Aber ver.di bremst uns aus", sagt sie. Nur die Mitarbeiter, die übertariflich bezahlt werden – also eine freiwillige, frei vereinbarte Zulage von den Stadtwerken erhalten – können über die Zulage ein Dienstrad leasen. Allen anderen verweigert die Gewerkschaft die Lohnumwandlung. Der Grund: ver.di, und ebenso der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), lehnen für ihre Mitglieder im öffentlichen Dienst das Dienstradleasing als Lohnumwandlung ab. Sie fürchten, dass das Firmenrad das Einfallstor für weitere Umwandlungen von Lohn sei.

Außerdem führt diese Gehaltsumwandlung bei einem Dienstrad für rund 2.500 Euro dazu, dass später die monatliche Rente um etwa fünf Euro gemindert ist. "Bei vielen unserer Mitglieder kommt es bei der Rente auf jeden Euro an", sagt Hanna Binder von ver.di.

https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-06/ ... ettansicht
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Re: E-Bike

Beitragvon H2O » Mo 14. Jan 2019, 21:02

Diese Vorteile sehe ich auch, wenn man täglich Strecken > 10 km pendeln muß. Gegenüber dem Fahrrad hat man noch den Vorteil, bei Regenwetter etwas geschützter unter einem Wetterschutz voran zu kommen, während man sich auf einem "richtigen" Fahrrad unter dem Wetterschutz naß schwitzt. Gesundheitspolitisch sicher eine gute Sache, aber im Einzelfall doch unerfreulich.

Inzwischen gibt es eine so große Auswahl von Elektro-Rädern zwischen Hilfsantrieb und Kleinmotorrad, daß für jeden Zweiradfreund das Richtige dabei ist. Neuerdings sogar eine elektrische Harley Davidson :thumbup: :D
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Re: E-Bike

Beitragvon Teeernte » Mo 14. Jan 2019, 22:32

frems hat geschrieben:(14 Jan 2019, 19:42)
Hab es nochmal rausgesucht:


https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-06/ ... ettansicht


Die Steuer hat doch einen Teil der Steuerersparung schon wieder GEFRESSEN..... nur gut dass mein Arbeitgeber die Differenz für mich (zusätzlich) bezahlt. ...wenn das Firmenrad dann über 4500Eu liegt macht sich das bemerkbar.... - wenn man später dann MEHR bezahlen muss...

Die steuerlichen Risiken, die für den Arbeitgeber bei Vertragsgestaltungen mit Gehaltsumwandlung bestehen, wurden lange Zeit unterschätzt. Kritiker weisen schon seit längerer Zeit darauf hin, dass einige der von Leasinggebern angebotenen Vertragsgestaltungen gegen die steuerlichen Regeln verstoßen.[4] Das betrifft insbesondere den niedrigen Kaufpreis, zu dem die Arbeitnehmer das Firmenfahrrad am Ende der Leasingdauer erwerben können. Eine solche Vertragsgestaltung kann dazu führen, dass der Arbeitnehmer – bei wirtschaftlicher Betrachtung – zum eigentlichen Leasingnehmer (statt des Arbeitgebers) oder sogar zum wirtschaftlichen Eigentümer (statt des Leasinggebers) wird. In beiden Fällen handelt es sich nicht mehr um eine Fahrzeugüberlassung, die lohnsteuerlich mit 1 % des Brutto-Listenpreises zu bewerten ist. Stattdessen werden die Leasingraten, die der Arbeitgeber an die Leasinggesellschaft gezahlt hat, als Netto-Lohnzufluss bewertet. Auf Grundlage des Netto-Lohns ist der Brutto-Lohn zu ermitteln. Die darauf entfallenden Steuern und Abgaben sind vom Arbeitgeber nachzuentrichten. Die als Vorsteuer geltend gemachte Umsatzsteuer ist zu erstatten.

Inzwischen haben die obersten Finanzbehörden der Länder gemeinsam mit dem Bundesfinanzministerium reagiert und den Zeitwert eines Firmenfahrrads nach 36 Monaten mit 40 % des ursprünglichen Brutto-Listenpreises (UPE) festgelegt, sofern kein Wertgutachten existiert. Die Leasinggeber raten ihren Kunden, auf ein solches Wertgutachten zu verzichten. Bei einem Zeitwert von 40 % der UPE[5] und einem vertraglichen Restwert von 10 % der UPE muss der Kaufpreis mindestens 17,5 % der UPE betragen, wenn der Leasinggeber das Fahrrad an den Arbeitnehmer des Leasinggebers verkauft. Die 7,5 % entsprechen 25 % des möglichen Mehrerlöses von 30 % (40 % Zeitwert abzgl. 10 % vertraglichem Restwert). Verzichtet der Leasinggeber auf diese "Wertsteigerungschance", ist er gemäß Leasing-Erlass nicht als wirtschaftlicher Eigentümer anzuerkennen, Stattdessen wird der Arbeitgeber oder sogar der Arbeitnehmer zum wirtschaftlichen Eigentümer. Unabhängig davon, ob Leasinggeber oder Leasingnehmer wirtschaftlicher Eigentümer ist, muss der Preisvorteil (gegenüber dem Zeitwert von 40 % der UPE) in jedem Fall als Lohnzufluss versteuert und in der Sozialversicherung verbeitragt werden. Von dem "Steuervorteil" bleibt nicht viel übrig
https://de.wikipedia.org/wiki/Firmenrad
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