Anleitung zum richtig flüchten.

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Kamikaze
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon Kamikaze » Di 7. Aug 2018, 15:11

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(07 Aug 2018, 12:04)

Ich mach mal den Anfang!

Wer aus einem Kisengebiet fluechten muss, weil sein und das Leben seiner Familie unmittelbar gefaehrded ist denkt hat wohl kaum eine Praeferenz wohin er fluechten will. Deutschland, Frankreich, USA, Australien, Kanada. Hauptsache raus, Hauptsache sicher.

In allen Teilen der Erde wo Menschen aus ihrer Heimat fliehen muessen gibt es in angrenzenden laendern Fluechtlingslager der UN, egal ob Middle East, Afrika oder sonstwo. In diesen Fluechtlingslagern ween Fluechtlinge in Aufnahmelaender zugewiesen. Das Aufnahmeland hat das letzte Wort ob ein Fluechtling aufgenommen wird. Akzeptierte Fluechtlinge werden in das Aufnahmeland geflogen und bekommen dort sofort Hilfe und Schutz.

Das ist die einzige akzeptable Art! Das sind Menschen die Schutz brauchen, kein Geld fuer Menschenschmuggler haben und deren Asyplaetze nicht durch illegale Asylanten, vor allem nicht Wirtschaftsasylanten, weggenommen werden sollten.

Ich habe volles Verstaendnis wenn jemand aus dem Senegal oder Burkina Faso nach Eurpa oder Australien will um Geld zu verdienen aber illegal geht das nicht


Danke für diese Ausführungen. Das sehe ich ganz genau so.
Leider sind die Länder, in denen diese UN-Zentren liegen müssten nicht zu einer derartigen Kooperation bereit - ganz zu schweigen von der Unfähigkeit der (im Veto-Zirkel gefangenen) UN entsprechende Aktionen durch zu führen.

Unterm Strich bleibt die Forderung: Es muss legale Wege zur Migration nach Europa (und Deutschland) geben, damit illegale Migration sinnvoll unterbunden werden kann, was wiederum mehr Platz für wirklich verfolgte Flüchtlinge eröffnet.
Gleichzeitig muss man sich im Klaren sein, dass enorme Menschenmassen real verfolgte Flüchtlinge sind (z.B. Rohinga). Also auch mit einer solchen Regelung wird Deutschland nicht Alle aufnehmen können, ohne strukturelle Schwierigkeiten zu bekommen.
Dennoch kann (und sollte) Deutschland und die entsprechenden Menschen von Einwanderung profitieren. Dazu benötigt es jedoch vernünftige Steuerung und legale Wege für z.B. Facharbeiter, Pflegepersonal, WasAuchImmerGeradeGebrauchtWird, etc.

Und alle, die das direkt in die rechte Ecke verorten wollen:
Ich bin FÜR Migration. Steuerung =!= Verbot
Wer viel kluges sagt ist klug,
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon Teeernte » Di 7. Aug 2018, 15:21

Skull hat geschrieben:(07 Aug 2018, 15:59)

Ich will darauf hinaus, das in dieser Zeit verschiedenste Menschen AUS Deutschland geflüchtet sind.
Aus verschiedensten Wegen. Deren Überleben davon abhing, dass sie keine gültigen und korrekten Pässe bei sich trugen.

Was ist daran so schwer zu verstehen ? :?:

mfg


Versuch doch Deine Erklärung zu untermauern.

Ohne Pass - ist man in Deutschland (1941) wenige Meter gekommen.... (Ausnahme: Trecks - die aber organisiert - ganze Gemeinden beinhalteten - die Treckführerin für den Treck verantwortlich war)

Ohne VISUM im Pass war die Einreise - selbst in die Schweiz UNMÖGLICH.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon imp » Di 7. Aug 2018, 15:52

Quatschki hat geschrieben:(07 Aug 2018, 14:05)

In welchen Krisenländern werden Ausreisewillige an der Ausreise gehindert oder bei Behördenkontakt verhaftet?
Mir fallen da nur Nordkorea und Kuba ein. Und die Türkei, sofern man auf deren Fahndungsliste für Gülen-Anhänger steht.

Fluchtgründe und Bedrohungsszenarien gerade für Randgruppen existieren nicht nur in "Krisenländern". Aktuell fällt Kina ein.
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon Quatschki » Di 7. Aug 2018, 16:11

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(07 Aug 2018, 16:52)

Fluchtgründe und Bedrohungsszenarien gerade für Randgruppen existieren nicht nur in "Krisenländern". Aktuell fällt Kina ein.

Ja wer ist denn dort bedroht?
Einzelne Dissidenten, deren Bedrohung durch die Justiz offensichtlich ist.
Für solche Leute, Emigranten, ist das Asylrecht gemacht worden.
Da macht individuelle Einzelprüfung auch Sinn, wobei man von Seiten der Asylsuchenden maximale Kooperationsbereitschaft und Wahrheitsliebe als selbstverständlich voraussetzen kann.
Wie früher Ostblock-Flüchtlinge. Die haben sich doch immer sofort bei der nächsten Behörde gemeldet, und sind nicht erst irgendwie illegal durch halb Westeuropa, um dann am Lieblingsbleibeort soziale Unterstützung zu beantragen.
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon imp » Di 7. Aug 2018, 16:14

Quatschki hat geschrieben:(07 Aug 2018, 17:11)

Ja wer ist denn dort bedroht?
Einzelne Dissidenten, deren Bedrohung durch die Justiz offensichtlich ist.
Für solche Leute, Emigranten, ist das Asylrecht gemacht worden.

Wie wir jüngst sahen, wird auch da zunächst pauschal drüber gekehrt und erst im Widerspruchsfall (den manche gern abschaffen wollen) seriös geprüft.

Wie früher Ostblock-Flüchtlinge. Die haben sich doch immer sofort bei der nächsten Behörde gemeldet, und sind nicht erst irgendwie illegal durch halb Europa, um dann am Lieblingsbleibeort soziale Unterstützung zu beantragen.

Doch, schon. Die haben tunlichst geschaut, dass die Flucht nicht in Junta-Griechenland oder anderen Staaten endete sondern möglichst Deutschland, Frankreich, Schweiz, Norwegen oder wenigstens - immerhin - Österreich. Die waren ja nicht bekloppt.
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon Wutbürger » Di 7. Aug 2018, 16:43

Skull hat geschrieben:(07 Aug 2018, 13:24)

Warum schreibst Du dann zuvor, das man DEFINITIV seine Papiere mitnimmt ? :?:

mfg



Weil wir von heute sprechen, nicht von anno dazumal. Darum.
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon Wutbürger » Di 7. Aug 2018, 17:17

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(07 Aug 2018, 11:51)

Hallo liebe Fluchtkritiker,

in diesem Strang möchte ich gern diskutieren, wie eine korrekte Flucht aus einem Krisengebiet nach Deutschland stattfinden soll. Ihr kritisiert die illegale Einreise, etwa den eigenmächtigen Grenzübertritt ohne Visum. Andererseits wird aus der legalen Einreise regelmäßig bei vielen Staaten geschlossen, dass keine Verfolgung vorliege. Dies ist, wie man an aktuellen Fällen in den Medien sieht, falsch. Stichwort verschwundener Uigure.

Was ist dran an der "Verteidigung echter Asylfälle gegen Wirtschaftsmigranten", wenn systematisch Fluchtweisen diskreditiert werden? Man kann ja schlecht erwarten, dass die Leute von Kina bis zur Nordsee rudern.




Eine korrekte Flucht kann es nicht geben. Das ergibt sich schon aus den Fluchtgründen. Das wäre sonst eine geplante Reise.
Ich habe aber die Frage aufgeworfen, ob man tausende km flüchten muss, um in Sicherheit zu sein. Sicher ist man da, wo die Bedrohung aufhört und man sicher leben kann- und es muss nicht immer Nordeuropa sein!

Und es ist für die meisten Flüchtlinge ein langer Weg. Über zig Länder... nach Deutschland:
Aus Somalia sind es über 6000 km
Aus dem Sudan sind es über 4500 km
Aus Ghana sind es über 4500 km
Aus Mali sind es über 4000 km
Aus dem Irak sind es über 3500 km
selbst aus Syrien sind es mehr als 2500 km

Luftlinie wohlgemerkt!

Guckst du selbst: https://www.google.com/maps/place/North ... 4d25.66283

Ich kritisiere die Einreise ohne Identitätsprüfung aus gutem Grund. Die Geschehnisse der vergangenen 2 Jahre muss ich ja wohl nicht aufzählen, die kennt ihr alle.
Was ist denn so schlimm daran, die Identität eines Schutzsuchenden zu überprüfen? Oder das Alter? Er (Sie) will doch hier Hilfe, da kann man doch mal mitarbeiten. Wer das nicht möchte - sorry, so sehen ich das - hat Dreck am Stecken.
Und überprüfen kann man die Identität nicht nur anhand der Papiere. Auch das wisst ihr alle...
Wenn sich dann aus dieser Überprüfung ergibt, dass der Migrant gar kein Syrer ist (wie er es angegeben hat), sondern XY, ja, dann nimmt er vieleicht wirklich einem Menschen etwas weg... der ein juristisches Anrecht hätte...

Warum Migranten nach Deutschland wollen leuchtet ein, Afrika und Asien (u.a.) denken natürlich, dass Deutschland das Paradies ist. Das kann ich nachvollziehen. Aber da sind wir wieder ganz schnell bei der polarisierenden Frage: Kann Deutschland allen aus jedem Grund helfen, bzw. aufnehmen?
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon Skull » Di 7. Aug 2018, 17:21

Wutbürger hat geschrieben:(07 Aug 2018, 18:17)

Kann Deutschland allen aus jedem Grund helfen, bzw. aufnehmen?

Was für eine dämliche Frage.

Natürlich kann Deutschland nicht allen Milliarden Menschen helfen oder aufnehmen.

Will auch niemand, fordert niemand. Versucht Deutschland auch nicht.

mfg
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon imp » Di 7. Aug 2018, 17:24

Wutbürger hat geschrieben:(07 Aug 2018, 18:17)

Eine korrekte Flucht kann es nicht geben. Das ergibt sich schon aus den Fluchtgründen. Das wäre sonst eine geplante Reise.
Ich habe aber die Frage aufgeworfen, ob man tausende km flüchten muss, um in Sicherheit zu sein.

Jo, und das Thema ist nicht Gegenstand dieses Stranges. Es geht um die korrekte Form, nicht darum, dass manche gern überhaupt Flüchtlinge nicht hier haben wollen.
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon Wutbürger » Di 7. Aug 2018, 17:42

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(07 Aug 2018, 18:24)

Jo, und das Thema ist nicht Gegenstand dieses Stranges. Es geht um die korrekte Form, nicht darum, dass manche gern überhaupt Flüchtlinge nicht hier haben wollen.



O.k., die korrekte Flucht:
- Ich werde verfolgt (bin schwul, Christ, ungläubig, zu groß oder klein...)/ mein Leben ist bedroht (Gründe wie vorne Plus Krieg)/ oder ich möchte einfach aus dem shithole raus
- ich entscheide, ich haue ab!
- Ich schaue mich in der Welt um, wo gibt es die besten Bedingungen, um zu leben (dabei lasse ich kulturelle Unterschiede außen vor, Sicherheit und materieller Status zählen= Deutschland ist für jede Flüchtenden einen genauen Blick wert!)
- ich raffe Geld, Smartphone und Papiere zusammen (braucht man halt)
- ich packe
- ich zahle Schlepper, betrüge, lüge, und mache generell alles, was mir nützt (ich will ja ich Sicherheit sein)- hier ist der Egosimus menschlich (und verständlich)
- ich stoße in Richtung Wunschland vor (dabei lüge und betrüge ich, wo ich nur kann- um einen Vorteil zu erlangen)
- immer wieder checke ich facebook, social media und meine persönlichen Infoquellen: wo gibt es am meisten, am leichtesten- wo die wenigsten oder laschesten Kontrollen...
- immer und überall stelle ich mich als Verfolgter dar, der ein schlimmes Schicksal hinter sich hat (stimmt ja auch oftmals!) und ein ganz ein Lieber bin und
- wenn ich dann ins gelobte Land komme lüge und betrüge ich, um das Bestmögliche für mich und meine Lieben herauszuholen (verständlich)
- ist der Asylantrag gestellt und die schlimme Zeit in einer Sammelunterkunft überstanden, bekomme ich eine Wohnung, Geld, Angebote die Landessprache Sprache zu lernen, meinen Lebensstil zu pflegen und und und
- meine Flucht scheint gelungen

Das ist meine Sicht, die, die ich hätte, müsste ich flüchten. Also aus Sicht des Flüchtenden, die korrekte Form.
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon Teeernte » Di 7. Aug 2018, 17:45

Wutbürger hat geschrieben:(07 Aug 2018, 18:17)

Eine korrekte Flucht kann es nicht geben.


Doch - UNHCR ....die Flucht endet beim Erreichen eines "Sicheren Bereiches".

Diesen hat der UNHCR in Zeltlagern organisiert. Die MEISTEN Flüchtlinge sind dort hin geflüchtet.

Aber natürlich nicht mit DEUTSCHEM Komfort....und DEUTSCHEM Taschengeld.
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon Skeptiker » Di 7. Aug 2018, 17:47

Ich glaube ManFromDownUnder hat Dir im ersten Post schon die perfekte Antwort gegeben - genau dafür trete ich auch ein.
TheManFromDownUnder hat geschrieben:(07 Aug 2018, 12:04)

Auf die Art und Weise braucht es keine Ertrinkenden geben. Niemand wird durch die Sahara geschickt oder an Sklavenhändler verkauft. Das ist auch viel billiger und fairer für die Beteiligten, weil der "Zwischenvertriebsweg" ausgeschaltet wird.

Für Linke hat das natürlich einen gigantischen Nachteil. Man kann Ertrinkende nicht mehr als Mittel der eigenen moralischen Überhöhung benutzen und jedem der diesem Spiel ein Ende bereiten will pauschal und undifferenziert unterstellen er würde Menschen im Meer ertrinken lassen wollen (ich habe noch nicht eine Person getroffen die irgendjemanden ertrinken lassen will!).

Eines ist aber natürlich klar. Wenn man als Staat Flüchtlinge aus den Lagern holt, dann kann eine illegale Einreise von Menschen, die sich den Aufenthalt ernötigen nicht geduldet werden. Das halte ich auch aus dem daraus einhergehenden Anreiz sich in Gefahr zu begeben für moralisch unvertretbar. Es muss sich dagegen lohnen den rechtmäßigen Weg zu gehen. DAS muss ins Lot gebracht werden.

Um das klarzustellen: Ich würde es aktuell auch als Flüchtling (ob Krieg oder Armut) so machen wie die Leute die sich heute in die Boote setzen. Vielleicht nicht mit Familie, aber alleine wäre es das Risiko ggf. wert. Auf der anderen Seite kann ich aber auch verstehen, dass das kein Modell für die Zukunft ist und wir auch an uns denken müssen, wissend was sich in Afrika die nächsten Jahrzehnte zusammenbraut.
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon Moses » Mo 13. Aug 2018, 07:34

Das Thema scheint einige User zu überfordern, drum hier noch mal in Kurzform:

es geht nicht um:

"Das Boot ist voll"
Obergrenze
Migrantenkriminalität

Ich habe mal aufgeräumt ohne Sanktionen, ab jetzt wird auch hier Spam sanktioniert. Das ist eine eindeutige Warnung um anschließenden Dauerdiskussionen vorzubeugen.

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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon sunny.crockett » So 26. Aug 2018, 13:08

Wutbürger hat geschrieben:(07 Aug 2018, 18:42)

O.k., die korrekte Flucht:
- Ich werde verfolgt (bin schwul, Christ, ungläubig, zu groß oder klein...)/ mein Leben ist bedroht (Gründe wie vorne Plus Krieg)/ oder ich möchte einfach aus dem shithole raus
- ich entscheide, ich haue ab!
- Ich schaue mich in der Welt um, wo gibt es die besten Bedingungen, um zu leben (dabei lasse ich kulturelle Unterschiede außen vor, Sicherheit und materieller Status zählen= Deutschland ist für jede Flüchtenden einen genauen Blick wert!)
- ich raffe Geld, Smartphone und Papiere zusammen (braucht man halt)
- ich packe
- ich zahle Schlepper, betrüge, lüge, und mache generell alles, was mir nützt (ich will ja ich Sicherheit sein)- hier ist der Egosimus menschlich (und verständlich)
- ich stoße in Richtung Wunschland vor (dabei lüge und betrüge ich, wo ich nur kann- um einen Vorteil zu erlangen)
- immer wieder checke ich facebook, social media und meine persönlichen Infoquellen: wo gibt es am meisten, am leichtesten- wo die wenigsten oder laschesten Kontrollen...
- immer und überall stelle ich mich als Verfolgter dar, der ein schlimmes Schicksal hinter sich hat (stimmt ja auch oftmals!) und ein ganz ein Lieber bin und
- wenn ich dann ins gelobte Land komme lüge und betrüge ich, um das Bestmögliche für mich und meine Lieben herauszuholen (verständlich)
- ist der Asylantrag gestellt und die schlimme Zeit in einer Sammelunterkunft überstanden, bekomme ich eine Wohnung, Geld, Angebote die Landessprache Sprache zu lernen, meinen Lebensstil zu pflegen und und und
- meine Flucht scheint gelungen

Das ist meine Sicht, die, die ich hätte, müsste ich flüchten. Also aus Sicht des Flüchtenden, die korrekte Form.


sehr gute Zusammenfassung, kann ich unterschreiben.

Einzig etwas fehlt noch:
- ich wundere mich, dass mich nach Ankunft im Zielland Helfer und Aktivisten umfrangreich unterstützen und beraten, um möglichst lange auch bei Ablehnung des Asylantrages dort auf Kosten der Steuerzahler leben zu können.
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon Raul71 » So 26. Aug 2018, 18:05

Skull hat geschrieben:(07 Aug 2018, 18:21)

Was für eine dämliche Frage.

Natürlich kann Deutschland nicht allen Milliarden Menschen helfen oder aufnehmen.

Will auch niemand, fordert niemand. Versucht Deutschland auch nicht.

mfg
Wieviele dürfens dann wenigstens sein? 20 Mio, 50 Mio oder gar 100?
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Re: Anleitung zum richtig flüchten.

Beitragvon JJazzGold » Mo 27. Aug 2018, 08:13

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(07 Aug 2018, 11:51)

Hallo liebe Fluchtkritiker,

in diesem Strang möchte ich gern diskutieren, wie eine korrekte Flucht aus einem Krisengebiet nach Deutschland stattfinden soll. Ihr kritisiert die illegale Einreise, etwa den eigenmächtigen Grenzübertritt ohne Visum. Andererseits wird aus der legalen Einreise regelmäßig bei vielen Staaten geschlossen, dass keine Verfolgung vorliege. Dies ist, wie man an aktuellen Fällen in den Medien sieht, falsch. Stichwort verschwundener Uigure.

Was ist dran an der "Verteidigung echter Asylfälle gegen Wirtschaftsmigranten", wenn systematisch Fluchtweisen diskreditiert werden? Man kann ja schlecht erwarten, dass die Leute von Kina bis zur Nordsee rudern.



Gesetzt den Fall, eine regierungsbeteiligte AfD würde Konditionen schaffen, die mich zu der Einsicht bringen, es sei lebensverträglicher Deutschland fluchtartig zu verlassen, würde ich als erste Maßnahme meiner Fluchtüberlegungen jeglichen Staat ausklammern, in dem sich analoge Organisationen etabliert haben und zur Zusammenarbeit streben, oder vergleichbare lebensbedrohende Regierungssysteme etabliert habe.

Als nächstes würde ich überprüfen, welche dann noch infrage kommende Staaten Restriktionen zur Einwanderung bezüglich vorzuweisender Vermögenswerte, fachliche Qualifikationen oder nachzuweisender vorhandener familiäre Anbindung aufweisen und inwieweit diese Kapazitäten bereits als ausgeschöpft gelten, oder aufgrund von bisheriger Staatsangehörigkeit, religiöser Ausrichtung, Geschlecht oder sexueller Ausrichtung nicht infrage kommen.

Dies bedingt, dass Vermögenswerte, soweit sie nicht bereits in versteckter oder offener Form beschlagnahmt wurden, zu verflüssigen, zu transferieren und ggfls. in als neutral geltende Ausweispapiere zu investieren.

In einem nächsten Schritt würde ich die Möglichkeiten überprüfen, ob eine unrestriktierte individuelle Ausreise noch möglich ist, oder ob sich .B. Organisitionen etabliert haben, die eine Flucht in die noch verfügbaren Staaten ermöglichen und Verbindung zu diesen aufnehmen, um zu klären, inwieweit über diese die gesamte Familie transferierbar ist, oder zumindest die Kinder und Alten vorab in Sicherheit gebracht werden können und die Erwachsenen sukzessive transferiert werden können, je nach zeitlich limitierter Lage gesellschaftlich-politischer Veränderungen.

Bestünde keine dieser Möglichkeiten, müsste ich entsprechend der restriktierenden Gesetzgebung alle Möglichkeiten ausschöpfen das Land, den Kontinent, entsprechend leicht ausgerüstet, in Richtung des präferierten Gebiets illegal zu verlassen, in der Hoffnung es per Bahn, Schiff, pedes und im günstigsten Fall Flugzeug zumindest soweit schaffen zu können, dass eine Rücksendung entfällt und sich die Möglichkeit weiter zu kommen bietet, bis einer der zuvor festgelegten Staaten erreicht ist, die zum Einen eine Aufnahme ermöglichen und zum Anderen von mir als langfristig sicherer und lebenswerter Aufenthaltsort für meine Familie eingeschätzt wird.

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt

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