Handelskrieg

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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Mi 20. Jun 2018, 17:44

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jun 2018, 18:34)

Du weißt bestimmt auch, wie der legendäre Western "High Noon" ausgeht. ;)



https://de.wikipedia.org/wiki/Zwölf_Uhr_mittags

Heute ist aber nach deinen Angaben ein neuer Sheriff in der Stadt. Mal sehen, wie gut der ist. :D :D
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jun 2018, 17:52

zollagent hat geschrieben:(20 Jun 2018, 18:26)

Und trotzdem gibt es nichts, was der niedrigere Zoll fördern würde. Wo ist sie, die Leistung? Es bestimmt, anders als in den USA, nicht der Anbieter, was gekauft wird. ;)

Der angeglichene Zoll würde es dem Verbraucher überlassen, welches Preis-Leistungs-Verhältnis ihm zusagt.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jun 2018, 17:55

Alter Stubentiger hat geschrieben:(20 Jun 2018, 17:28)

Wir haben alle auf dem G7 Gipfel gesehen dass Trump auf Vernunft nicht vernünftig reagiert. Er läßt einfach die Rolläden runter und beleidigt andere. Frag mal die Kanadier!

In einer erst nachträglich veröffentlichten Szene hält er aber Merkel sogar mal die Hand, während diese kokettierend lächelt.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jun 2018, 18:09

zollagent hat geschrieben:(20 Jun 2018, 18:44)

Heute ist aber nach deinen Angaben ein neuer Sheriff in der Stadt. Mal sehen, wie gut der ist. :D :D

Wyatt Earp war auch umstritten, aber als Revolverheld war er gut. ;)
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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Do 21. Jun 2018, 06:47

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jun 2018, 19:09)

Wyatt Earp war auch umstritten, aber als Revolverheld war er gut. ;)

Wyatt Earp war vielleicht umstritten, aber Donald Trump ist verlogen und im Sinn des Wortes eingebildet und dämlich. Ich sehe nicht, wie mit so einem Spinner zu verhandeln wäre.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Do 21. Jun 2018, 06:48

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jun 2018, 18:52)

Der angeglichene Zoll würde es dem Verbraucher überlassen, welches Preis-Leistungs-Verhältnis ihm zusagt.

Und wie ist es mit Waren? Gehst du auch in den 1-Euro-Shop, weil's da so herrlich billig ist, ob du den Kram brauchst oder nicht?
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Jun 2018, 08:28

zollagent hat geschrieben:(21 Jun 2018, 07:48)

Und wie ist es mit Waren? Gehst du auch in den 1-Euro-Shop, weil's da so herrlich billig ist, ob du den Kram brauchst oder nicht?

Die US-Exportwaren sind ja eher hochwertig - Harley Davidson, Lewis-Jeans, Johnson-Motoren, Zippo-Feuerzeuge. Und was bei uns noch wenig bekannt, aber in den USA typischer ist - die lebenslange Garantie. Sowas wird man mit chinesischen Ramsch-Produkten nicht hinbekommen.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Do 21. Jun 2018, 08:38

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Jun 2018, 09:28)

Die US-Exportwaren sind ja eher hochwertig - Harley Davidson, Lewis-Jeans, Johnson-Motoren, Zippo-Feuerzeuge. Und was bei uns noch wenig bekannt, aber in den USA typischer ist - die lebenslange Garantie. Sowas wird man mit chinesischen Ramsch-Produkten nicht hinbekommen.

Dann dürften auch Zölle nicht das wahre Hindernis sein. Dir ist bekannt, daß bei Textilien die USA 25 % Zoll erheben, die EU zwischen 6,5 und 12%? Der Rest dessen, was du aufgezählt hast, sind wieder mal eher Nischenprodukte.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Jun 2018, 08:45

zollagent hat geschrieben:(21 Jun 2018, 09:38)

Dann dürften auch Zölle nicht das wahre Hindernis sein. Dir ist bekannt, daß bei Textilien die USA 25 % Zoll erheben, die EU zwischen 6,5 und 12%? Der Rest dessen, was du aufgezählt hast, sind wieder mal eher Nischenprodukte.

Ja, die USA erheben auch Zölle, im Durchschnitt eben weniger als die EU. Das wird jetzt allerdings angehoben.
Wenn Zölle kein Hindernis sind, wie du meinst, dann ist es ja kein Problem, wenn aufgeschlagen wird. Der amerikanische Kunde kann ja trotzdem Import-Stahl kaufen. ;)
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Re: Handelskrieg

Beitragvon odiug » Do 21. Jun 2018, 08:46

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Jun 2018, 09:28)

Die US-Exportwaren sind ja eher hochwertig - Harley Davidson, Lewis-Jeans, Johnson-Motoren, Zippo-Feuerzeuge. Und was bei uns noch wenig bekannt, aber in den USA typischer ist - die lebenslange Garantie. Sowas wird man mit chinesischen Ramsch-Produkten nicht hinbekommen.

Die Frage ist aber eher, warum ist der Billigramsch so interessant für den Konsumenten :?:
Warum läuft man eher zu Ikea, denn zu einem Schreiner für eine neue Küche :?:
Wenn die Arbeitswelt Mobilität der Arbeitnehmer verlangt, und das gilt für die USA in weilt höherem Maße, als für Deutschland, dann sind langlebige Möbel eher eine Last, denn ein Gewinn.
Und das gilt so für Kleidung, Unterhaltungselektronik, für fast alle Bereiche der Konsumwelt.
Billig ist das Maß, nicht Qualität.
Wo das nicht gilt, ist Investitionsgüter.
Das wissen auch die Chinesen ... spätestens seit dem Versagen der Bremssysteme an ihrem Hochgeschwindigkeitszug.
Von daher müsste der Versuch, die Konsumindustrie wieder zurück zu bringen einher gehen, mit der Umkrempelung der Arbeitswelt und das denke ich, wird nicht geschehen.
Der Versuch ist zum Scheitern verurteilt.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon odiug » Do 21. Jun 2018, 08:58

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Jun 2018, 09:45)

Ja, die USA erheben auch Zölle, im Durchschnitt eben weniger als die EU. Das wird jetzt allerdings angehoben.
Wenn Zölle kein Hindernis sind, wie du meinst, dann ist es ja kein Problem, wenn aufgeschlagen wird. Der amerikanische Kunde kann ja trotzdem Import-Stahl kaufen. ;)

Die USA profitieren aber davon, dass viele ihrer Exporte gar nicht in die Handelsbilanz einfließen und von daher auch nicht Zöllen unterliegen.
Das war eine bewusste Entscheidung der US Politik.
Postindustrial service society nannte sich das.
Wenn wir also die Handelsbeziehungen auf eine neue Basis stellen wollen, und ich bin da ganz dafür, dann muss bitteschön alles auf den Tisch.
Das Problem für Trump: die USA zahlt dabei drauf.
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Ausgeglichene Außenhandelsbillanz oder Export-Weltmeister mit Strafzöllen ?!

Beitragvon GLÜ2010 » Do 21. Jun 2018, 11:54

Ausgeglichene Außenhandelsbillanz oder Export-Weltmeister mit Strafzöllen ?!

Trump will mit Schutzzöllen , Methoden von Kleinstaaten vor 100 Jahren und mehr , die US-Wirtschaft schützen , was in letzter Konsequenz zu einem Handelskrieg führt , der keinem der beteiligten nutzen kann .

Was sind SEINE Probleme ? Z.B. der Export amerikanischer Automobile im Vergleich zum Import von asiatischen , europäischen und vor allem von deutschen Automobilen .

Der eine Grund hierfür sind seine Sprit fressenden Big-Cars (Schlachtschiffe) , die keiner mehr haben will .

Der andere Grund ist durchaus der Export-Weltmeister mit seinem unausgeglichenem Export-Import-Verhältnis .

Die EU und vor allem Macron beklagen dies schon seit längerem zu Recht , allerdings ohne von (mittelalterlichen) Schutzzöllen zu Sprechen .

Auch ist dies Problem nicht mit einer Außenhandelsbeschränkung mittels Quote marktwirtschaftlich zu lösen .

Exportwelmeister hört sich für viele vielleicht gut an , mir wäre ein florierender Binnenmarkt mit einem ausgeglichenem Export wesentlich lieber . Zum einem wären wir mit Schutzzöllen nicht so leicht erpressbar wie zur Zeit .

Worauf beruht nun unsere Weltmeisterschaft im Export ?

Zum einen haben wir in der EU einen der niedrigsten Mindestlöhne und haben uns dank Merkel 3 Legislaturperioden erfolgreich gegen diesen WETUNTERGANG gewehrt .
Zum anderen mißbrauchen wir Zeitarbeit zum Lohndumping , anstatt zum Abdecken von Auftragsspitzen bei zumindest gleichen Lohn wie für Festangestellte .
Des weiteren fördern sachgrundlos befristete Verträge nicht gerade das Investitionsklima z.B. im Wohnungsmarkt oder gar zur Familiengründung nach Möglichkeit noch mit mehren Kindern .

All diese Maßnahmen drosseln den Binnenmarkt .

Was ist eigentlich so un-christlich oder gar unsozial (cSu) an gleichem Lohn für gleiche Arbeit .

Sicherlich unsere Exporte würden etwas zurückgehen , dafür würde unser Binnenmarkt belebt . Andere EU-Staaten hätten etwas bessere Export-Chancen und müssten weniger von UNS unterstützt werden !!

Vor allem wäre die gesamte EU von Trump nicht so leicht erpressbar .

Eine weitere Belebung des Binnenmarktes können wir durch dringende Infrastrukturmaßnahmen wie z.B. in Schulen aber auch z.B. Brücken-und Straßenbau bewirken .

Mit gleichen Lohn für gleiche Arbeit würden wir auch die Renten-Armut der zukünftigen Rentner zum großen Teil verhindern .

Unsere Niedriglöhne ermöglichen natürlich höhere Exporte . Aber dieses sogenannte Wirtschaftswunder geht zulasten unseres Binnenmarktes und unseres Konsums , vor allem aber unserer Zukunft z.B. zukünftige Rentenarmut und somit größere staatliche Dauer- Subventionen .

Z.B. haben die Skandinavischen-Länder einen höheren Lebensstandart als wir und sind keinesfalls Export-Weltmeister . Dies beweist doch nur , dass man nicht Export-Weltmeister sein muß , um einen auf die Gesamtbevölkerung bezogenen höheren Lebensstandart zu haben , als wir Export-Weltmeister . Vielleicht leidet die oberste Neo-Liberale-Gottheit , die Profit-MAXIMERUNG einiger Global-PLAYER darunter .

Wenn mir das Skandinavische-Kima nicht zu kalt wäre , würde ich schon längst dort leben , anstatt in DE , wie gehabt , einige male den Arbeitgeber zu wechseln . um ein höheres Gehalt zu erzielen .

Wie gesagt anstatt Export-Weltmeister zu sein , sollten wir lieber durch gerechtere Löhne , gleicher Lohn für gleiche Arbeit , den Binnenmarkt beleben und so einige (Zukunfts)Probleme beheben . Wie bereits oben erwähnt , schneiden wir keineswegs schlechter dabei ab . Bestes Beispiel die Skandinavischen Länder .

Aber ich befürchte , nicht mehr Exportweltmeister zu sein , wird von einigen , ähnlich wie bei Mindestlohn zum Stopp des Lohn-DAUER-Subventions-Schwachsinns , als Weltuntergang gesehen . Hier wurde ich einige Legislaturperioden in diesem Sinne attackiert .


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Re: Ausgeglichene Außenhandelsbillanz oder Export-Weltmeister mit Strafzöllen ?!

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 21. Jun 2018, 12:01

GLÜ2010 hat geschrieben:(21 Jun 2018, 12:54)

Ausgeglichene Außenhandelsbillanz oder Export-Weltmeister mit Strafzöllen ?!

Trump will mit Schutzzöllen , Methoden von Kleinstaaten vor 100 Jahren und mehr , die US-Wirtschaft schützen , was in letzter Konsequenz zu einem Handelskrieg führt , der keinem der beteiligten nutzen kann .

Was sind SEINE Probleme ? Z.B. der Export amerikanischer Automobile im Vergleich zum Import von asiatischen , europäischen und vor allem von deutschen Automobilen .

Der eine Grund hierfür sind seine Sprit fressenden Big-Cars (Schlachtschiffe) , die keiner mehr haben will .

Der andere Grund ist durchaus der Export-Weltmeister mit seinem unausgeglichenem Export-Import-Verhältnis .

Die EU und vor allem Macron beklagen dies schon seit längerem zu Recht , allerdings ohne von (mittelalterlichen) Schutzzöllen zu Sprechen .

Auch ist dies Problem nicht mit einer Außenhandelsbeschränkung mittels Quote marktwirtschaftlich zu lösen .

Exportwelmeister hört sich für viele vielleicht gut an , mir wäre ein florierender Binnenmarkt mit einem ausgeglichenem Export wesentlich lieber . Zum einem wären wir mit Schutzzöllen nicht so leicht erpressbar wie zur Zeit .

Worauf beruht nun unsere Weltmeisterschaft im Export ?

Zum einen haben wir in der EU einen der niedrigsten Mindestlöhne und haben uns dank Merkel 3 Legislaturperioden erfolgreich gegen diesen WETUNTERGANG gewehrt .
Zum anderen mißbrauchen wir Zeitarbeit zum Lohndumping , anstatt zum Abdecken von Auftragsspitzen bei zumindest gleichen Lohn wie für Festangestellte .
Des weiteren fördern sachgrundlos befristete Verträge nicht gerade das Investitionsklima z.B. im Wohnungsmarkt oder gar zur Familiengründung nach Möglichkeit noch mit mehren Kindern .

All diese Maßnahmen drosseln den Binnenmarkt .

Was ist eigentlich so un-christlich oder gar unsozial (cSu) an gleichem Lohn für gleiche Arbeit .

Sicherlich unsere Exporte würden etwas zurückgehen , dafür würde unser Binnenmarkt belebt . Andere EU-Staaten hätten etwas bessere Export-Chancen und müssten weniger von UNS unterstützt werden !!

Vor allem wäre die gesamte EU von Trump nicht so leicht erpressbar .

Eine weitere Belebung des Binnenmarktes können wir durch dringende Infrastrukturmaßnahmen wie z.B. in Schulen aber auch z.B. Brücken-und Straßenbau bewirken .

Mit gleichen Lohn für gleiche Arbeit würden wir auch die Renten-Armut der zukünftigen Rentner zum großen Teil verhindern .

Unsere Niedriglöhne ermöglichen natürlich höhere Exporte . Aber dieses sogenannte Wirtschaftswunder geht zulasten unseres Binnenmarktes und unseres Konsums , vor allem aber unserer Zukunft z.B. zukünftige Rentenarmut und somit größere staatliche Dauer- Subventionen .

Z.B. haben die Skandinavischen-Länder einen höheren Lebensstandart als wir und sind keinesfalls Export-Weltmeister . Dies beweist doch nur , dass man nicht Export-Weltmeister sein muß , um einen auf die Gesamtbevölkerung bezogenen höheren Lebensstandart zu haben , als wir Export-Weltmeister . Vielleicht leidet die oberste Neo-Liberale-Gottheit , die Profit-MAXIMERUNG einiger Global-PLAYER darunter .

Wenn mir das Skandinavische-Kima nicht zu kalt wäre , würde ich schon längst dort leben , anstatt in DE , wie gehabt , einige male den Arbeitgeber zu wechseln . um ein höheres Gehalt zu erzielen .

Wie gesagt anstatt Export-Weltmeister zu sein , sollten wir lieber durch gerechtere Löhne , gleicher Lohn für gleiche Arbeit , den Binnenmarkt beleben und so einige (Zukunfts)Probleme beheben . Wie bereits oben erwähnt , schneiden wir keineswegs schlechter dabei ab . Bestes Beispiel die Skandinavischen Länder .

Aber ich befürchte , nicht mehr Exportweltmeister zu sein , wird von einigen , ähnlich wie bei Mindestlohn zum Stopp des Lohn-DAUER-Subventions-Schwachsinns , als Weltuntergang gesehen . Hier wurde ich einige Legislaturperioden in diesem Sinne attackiert .


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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Jun 2018, 12:24

odiug hat geschrieben:(21 Jun 2018, 09:46)

Die Frage ist aber eher, warum ist der Billigramsch so interessant für den Konsumenten :?:
Warum läuft man eher zu Ikea, denn zu einem Schreiner für eine neue Küche :?:
Wenn die Arbeitswelt Mobilität der Arbeitnehmer verlangt, und das gilt für die USA in weilt höherem Maße, als für Deutschland, dann sind langlebige Möbel eher eine Last, denn ein Gewinn.
Und das gilt so für Kleidung, Unterhaltungselektronik, für fast alle Bereiche der Konsumwelt.
Billig ist das Maß, nicht Qualität.
Wo das nicht gilt, ist Investitionsgüter.
Das wissen auch die Chinesen ... spätestens seit dem Versagen der Bremssysteme an ihrem Hochgeschwindigkeitszug.
Von daher müsste der Versuch, die Konsumindustrie wieder zurück zu bringen einher gehen, mit der Umkrempelung der Arbeitswelt und das denke ich, wird nicht geschehen.
Der Versuch ist zum Scheitern verurteilt.

Es gibt mehrere Gründe, warum der Konsument unter Druck gerät. Die schwache Kaufkraft hat auch etwas mit dem Handelsüberschuss zu tun wie aber auch mit den Ungleichgewichten im Freihandel.
Die Mittelschicht hat sich verschmälert, woraus sich Mindestlöhner rekrutieren, die inetwa dem chinesischen Wanderarbeiter entsprechen.
Macron hat sich 2016 zum Thema Dumping, Subvention und unfairen Handel geäußert.
Und eine Weltwirtschaftskrise, in die sich die EU offenbar blindlings hinein begeben möchte, wird die Lage noch deutlich verschlechtern.

Dabei läge es gerade jetzt nahe, mit vereinten Kräften gegen Dumping vorzugehen, den fairen Handel zu stärken, die Kaufkraft mittels Steuersenkungen zu erhöhen und in die längst fällige Infrastruktur zu investieren.
Der Nullstandpunkt der EU-Kommissarin Malmström ist über die Maßen leichtsinnig.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Jun 2018, 12:33

odiug hat geschrieben:(21 Jun 2018, 09:58)

Die USA profitieren aber davon, dass viele ihrer Exporte gar nicht in die Handelsbilanz einfließen und von daher auch nicht Zöllen unterliegen.
Das war eine bewusste Entscheidung der US Politik.
Postindustrial service society nannte sich das.
Wenn wir also die Handelsbeziehungen auf eine neue Basis stellen wollen, und ich bin da ganz dafür, dann muss bitteschön alles auf den Tisch.
Das Problem für Trump: die USA zahlt dabei drauf.

Das ist eine Glaubensfrage, da jede Seite andere Zahlen benutzt.

Eine US-Statistik bescheinigt Europa ein Leistungsbilanzdefizit mit den USA, EU-Zahlen meinen das Gegenteil. Wie entstehen diese Unterschiede?
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top- ... li=BBqfP3q

Alles auf den Tisch zu legen wäre ja eine Idee, aber der Nullstandpunkt der EU-Kommissarin Malmström bedeutet nunmal, dass man gar nichts auf den Tisch legt - nicht mal die halbe Wahrheit.

So bleibt uns Konsumenten eigentlich nichts anderes übrig, als dem Vabanque-Spiel zuzusehen. Und im schlimmsten Fall geht jeder 4. Arbeitsplatz verloren.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 21. Jun 2018, 15:46

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jun 2018, 18:22)

Die USA nimmt den Kampf mit China auf, was eine ziemlich große Chance für Europa wäre.
Daher plädiere ich auch nicht für Kindereien a la Zoll um Zoll, Zahn um Zahn, sondern für eine strategische Partnerschaft.

Mittlerweile habe ich auch das Macron-Interview gefunden, wo er schon 2016 sagt, China mache die Preise kaputt. Und er drückt auch aus, warum das für die Arbeitnehmer in Europa nicht fair ist

Hör doch auf Nebelbomben zu werfen. Dieser US-Präsident ist für keine Partnerschaft zu haben. Dies hat er überdeutlich klar gemacht. Er will die Weltherrschaft.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 21. Jun 2018, 15:47

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jun 2018, 18:27)

Mrs. Malmström unterbreitet keinerlei Angebot.
Und das kann sehr leicht auf die Knochen von jedem 4. Arbeitsplatz in Deutschland gehen.
Bedaure, aber unter Verantwortbarkeit würde ich etwas anderes verstehen.


Die Verantwortlichkeiten sind in den USA zu suchen.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Jun 2018, 15:54

Alter Stubentiger hat geschrieben:(21 Jun 2018, 16:46)

Hör doch auf Nebelbomben zu werfen. Dieser US-Präsident ist für keine Partnerschaft zu haben. Dies hat er überdeutlich klar gemacht. Er will die Weltherrschaft.

Macron will aber anscheinend keine "Weltherrschaft". Hat er dann recht, wenn er sagt, Dumping und Subvention sei kein Versagen des Freihandels, sondern ein Versagen des unfairen Freihandels ?
Oder hat er jetzt unrecht, damit Dritte keine Argumentationsmunition haben ?

Wir sollten einen Handelskrieg doch nicht allein auf der Basis wilder Annahmen führen (Trump ist der Antichrist, Trump hat Hörner, etc.).
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Jun 2018, 15:59

Alter Stubentiger hat geschrieben:(21 Jun 2018, 16:47)

Die Verantwortlichkeiten sind in den USA zu suchen.

Die hat man schon gefunden. Wie im richtigen Krieg auch braucht man zuerst einen Schuldigen. Den Rest entscheidet dann die Siegesgöttin.

Der defätistische >>Spiegel<< schreibt indes:
Hat Trumps Kritik einen wahren Kern?
Ja. Die deutschen Überschüsse werden nicht nur vom US-Präsidenten kritisiert, sondern auch von Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds und der OECD oder europäischen Politikern wie Frankreichs neuem Präsidenten Emmanuel Macron.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 49382.html
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 21. Jun 2018, 16:06

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Jun 2018, 13:24)

Es gibt mehrere Gründe, warum der Konsument unter Druck gerät. Die schwache Kaufkraft hat auch etwas mit dem Handelsüberschuss zu tun wie aber auch mit den Ungleichgewichten im Freihandel.
Die Mittelschicht hat sich verschmälert, woraus sich Mindestlöhner rekrutieren, die inetwa dem chinesischen Wanderarbeiter entsprechen.
Macron hat sich 2016 zum Thema Dumping, Subvention und unfairen Handel geäußert.
Und eine Weltwirtschaftskrise, in die sich die EU offenbar blindlings hinein begeben möchte, wird die Lage noch deutlich verschlechtern.

Dabei läge es gerade jetzt nahe, mit vereinten Kräften gegen Dumping vorzugehen, den fairen Handel zu stärken, die Kaufkraft mittels Steuersenkungen zu erhöhen und in die längst fällige Infrastruktur zu investieren.
Der Nullstandpunkt der EU-Kommissarin Malmström ist über die Maßen leichtsinnig.


Die Europäer exportieren von den Autos abgesehen eher Luxusartikel und dann eben Investitionsgüter. Also nichts für die amerikanische Unter und Mittelklasse. Wir verkaufen Dinge die die amerikanische Industrie braucht. Und dass ist ein Bereich wo der Preis nur ein Kriterium ist. Im Gegensatz zu dir kaufe ich auch Maschinen für die Produktion ein. Da kommt es auf Langlebigkeit an und auf Verfügbarkeit = Unkaputtbarkeit. Und auf die Ersatzteilversorgung. Auch wenn die Maschine 10 Jahre alt ist! Darauf wird in der Wirtschaft geachtet und dann kommt erst der Preis. Wer als US-Fabrikant gestern auf hochwertige Maschinen aus dem Ausland setzte hat also einen handfesten Grund für diese Entscheidung. Und er wird wegen der Zölle keine US-Hersteller bevorzugen die es oft gar nicht mehr gibt. Gerade im Maschinenbau sind die vielen deutschen Mittelständler unverzichtbar für Produzenten auf der ganzen Welt. Amerika ist in diesem Bereich einfach nicht mehr wettbewerbsfähig. Weder über den Preis noch über die Qualität. Den großen Vorsprung den Amerika nach dem Krieg in der Fertigung und im Maschinenbau hatte ist fast vollständig verloren gegangen.

Will Amerika den weiteren Abstieg in die Bedeutungslosigkeit verhindern muß es mehr für die Innovationskraft tun. Nur silicon valley reicht nicht. Das ist nur eine Insel in einem Land dass in vielen Regionen im Niedergang begriffen ist. Diese Abwärtsspirale wird sich durch den Krieg gegen den Welthandel nur noch beschleunigen. Ich wünsche mir von dir eine ungeschminkte Betrachtung Amerikas und nicht immer diese Durchhaltepropaganda. Die hilft keinem. Vor allem nicht dem Durchschnittsamerikaner der von Trump nur verarscht wird.
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