Jugend verliert Interesse am Auto

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Re: Eine NATION Pendelt.....die MEHRHEIT mit dem Auto und Kraftrad.

Beitragvon Teeernte » Mi 25. Apr 2018, 10:17

frems hat geschrieben:(25 Apr 2018, 11:05)

Ich fürchte, ein Teil dieser Antwort könnte Dich verunsichern. Dein kindisch-primitives Gekläffe von Lobbyisten und Propaganda nervt, weil Du den selben Quatsch in jeden Strang ohne Zusammenhang hereinschreist. Schönen Tag noch.


Wald ....wie hinein...so heraus.

In jedem Strang - Dein ....ach ja - ......apropos Lobbyist -

Wenn Du schreibst - dass Du mit Verkehr/Verkehrsentwicklung NIE Dein Geld vedient/bekommen hast - würde ich das bestimmt glauben.

Ansonsten nehme ich hier eine Abhängigkeit - sprich Lobbyismus / Propaganda an..

Los erklär den Fetisch eines Ford Ka+.... :D :D :D
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon JJazzGold » Mi 25. Apr 2018, 10:28

frems hat geschrieben:(25 Apr 2018, 11:09)

Gleich drei Fehler auf einmal, da es nicht um Bedarf oder Besitz ging. Ebenso spielte der Unterschied von früheren Jugendlichen und heutigen eine zentrale Rolle, weshalb es sinnfrei ist so zu tun, als würde jede Generation gleich ticken, weil man sich das so lieber am Küchentisch erklärt. Außerdem fällt man nicht aus einer Statistik, die nach dem Alter geht, raus, wenn man ein Kind hat.




Du hast nicht begriffen, dass es mir egal ist, ob heutzutage ein paar Prozent Großstadtjugendliche mehr oder weniger ein privates Fahrzeug nutzen. Meinetwegen können auch 100% der Großstadtjugendlichen auf ein Auto verzichten. Das ist für mich als Liberale eine persönliche Entscheidung, die ich akzeptiere, solange es es eine persönliche Entscheidung bleibt und der Bedarf Anderer davon unbetroffen ist. Mir ist ebenso egal, ob du Jugendliche statistisch bis zum Alter von 25 Jahren definierst, mit dem ersten Kind ist die Jugend vorbei und der Bedarf ändert sich.
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Re: Eine NATION Pendelt.....die MEHRHEIT mit dem Auto und Kraftrad.

Beitragvon frems » Mi 25. Apr 2018, 10:28

garfield336 hat geschrieben:Also dass man heute weniger Autofährt als sonst kann ich in den Statistiken meines Heimatlandes nicht ablesen. Dort steigt das Verhältnis zugelassene Autos/ Einwohner beständig. :/

In Deutschland auch.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon frems » Mi 25. Apr 2018, 10:31

JJazzGold hat geschrieben:(25 Apr 2018, 11:28)

Du hast nicht begriffen, dass es mir egal ist, ob heutzutage ein paar Prozent Großstadtjugendliche mehr oder weniger ein privates Fahrzeug nutzen. Meinetwegen können auch 100% der Großstadtjugendlichen auf ein Auto verzichten. Das ist für mich als Liberale eine persönliche Entscheidung, die ich akzeptiere, solange es es eine persönliche Entscheidung bleibt und der Bedarf Anderer davon unbetroffen ist. Mir ist ebenso egal, ob du Jugendliche statistisch bis zum Alter von 25 Jahren definierst, mit dem ersten Kind ist die Jugend vorbei und der Bedarf ändert sich.

Ich weiß schon, worum es Dir geht. Du brauchst aber nicht so verängstigt zu sein. Dir will niemand irgendwas nehmen. Schade aber, dass Du etwas nicht begreifst: es geht nicht ums Benutzen und auch nicht um meine Definitionen, sondern einfach nur die Erkenntnisse einer Untersuchung mit möglichen Ursachen für die festgestellte Veränderung.
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Re: Eine NATION Pendelt.....die MEHRHEIT mit dem Auto und Kraftrad.

Beitragvon Teeernte » Mi 25. Apr 2018, 10:57

frems hat geschrieben:(25 Apr 2018, 11:28)

In Deutschland auch.


Die "JUNGE" Intelligenz ......

In der Auswertung nach Fahrerlaubnisklassen wird sichtbar, dass die Theorieprüfung für die Fahrer der Personenkraftwagen (Pkw) mit einer Misserfolgsquote von rund 39 Prozent die höchste Hürde darstellte. UND 32 Prozent der Fahrproben (Praxis) wurden nicht bestanden....


Die wollen kein Auto.... :D :D :D -ist eben KEINE X-Box.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon JJazzGold » Mi 25. Apr 2018, 12:28

frems hat geschrieben:(25 Apr 2018, 11:31)

Ich weiß schon, worum es Dir geht. Du brauchst aber nicht so verängstigt zu sein. Dir will niemand irgendwas nehmen. Schade aber, dass Du etwas nicht begreifst: es geht nicht ums Benutzen und auch nicht um meine Definitionen, sondern einfach nur die Erkenntnisse einer Untersuchung mit möglichen Ursachen für die festgestellte Veränderung.


Frems, das ist sehr fürsorglich von dir, dass du dich um mich sorgst, aber das musst du wirklich nicht. Die Jahre im Ausland haben mich gelehrt, wovor es sich lohnt Angst zu haben und ein paar jugendliche Großstädter, die jetzt ggfls. aufs Auto verzichten, gehören ganz bestimmt nicht dazu. Was du nicht begreifst ist, dass es mir egal ist, ob neben Hans und Franz jetzt auch Kevin in jugendlichen Jahren aufs Auto verzichtet. Ja mei, wenn's schee macht, dann sollen sie doch. Solch eine Statistik nehme ich zur Kenntnis, in fünf und zehn Jahren kommen die nächsten, dann lässt sich sukzessive daraus eventuell ein Trend ablesen. Nur auf eine Statstik würde ich an deiner Stelle nicht bauen.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon frems » Mi 25. Apr 2018, 12:34

JJazzGold hat geschrieben:(25 Apr 2018, 13:28)

Frems, das ist sehr fürsorglich von dir, dass du dich um mich sorgst, aber das musst du wirklich nicht. Die Jahre im Ausland haben mich gelehrt, wovor es sich lohnt Angst zu haben und ein paar jugendliche Großstädter, die jetzt ggfls. aufs Auto verzichten, gehören ganz bestimmt nicht dazu. Was du nicht begreifst ist, dass es mir egal ist, ob neben Hans und Franz jetzt auch Kevin in jugendlichen Jahren aufs Auto verzichtet. Ja mei, wenn's schee macht, dann sollen sie doch. Solch eine Statistik nehme ich zur Kenntnis, in fünf und zehn Jahren kommen die nächsten, dann lässt sich sukzessive daraus eventuell ein Trend ablesen. Nur auf eine Statstik würde ich an deiner Stelle nicht bauen.

Wir kommen der Sache näher. Ich bin begeistert. Du sagst es nämlich: es geht um Trends. Oder wie ich sagen würde: Entwicklungen. Und genau deshalb verglich man zwei Jahreswerte. Zum Glück muss ich aber auf nichts davon bauen. Und ich meinte auch nicht die Angst vor Großstädtern. Ist auch egal. Wir haben's nun. Yeah.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon JJazzGold » Mi 25. Apr 2018, 12:58

frems hat geschrieben:(25 Apr 2018, 13:34)

Wir kommen der Sache näher. Ich bin begeistert. Du sagst es nämlich: es geht um Trends. Oder wie ich sagen würde: Entwicklungen. Und genau deshalb verglich man zwei Jahreswerte. Zum Glück muss ich aber auf nichts davon bauen. Und ich meinte auch nicht die Angst vor Großstädtern. Ist auch egal. Wir haben's nun. Yeah.


Ah geh, wer hat denn Angst vor ein paar jugendlichen Großstädtern? Die strömen bei Sonnenschein in Scharen mittels aller möglichen Verkehrsmittel zu uns aufs Land an den See und lassen ihr Geld da, vom Parkplatz bis zum Biergarten.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 25. Apr 2018, 13:03

Brainiac hat geschrieben:(24 Apr 2018, 14:02)

Aber an welchen denn nun? Die genannte Grafik, nochmal, beschreibt die Situation in einem Ballungsraum. Und wie ich bereits schrieb, besitzt "die Jugend" in Deutschland insgesamt heute nicht weniger PKWs als 2010. (Dabei hat sie demographisch sogar leicht abgenommen, aber lassen wir dieses Detail, macht nicht viel aus.)

Hieße die Aussage "Großstädtische Jugend verliert Interesse am Auto", ich würde sie sofort unterschreiben, auch aufgrund deiner Grafik (auch wenn sie nur bis 2011 reicht).


Jetzt nehmen wir nur noch den - von kaum jemandem bezweifelten - Trend zur Verstädterung hinzu:
Nach einer Phase der Suburbanisierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts steigt aufgrund mehrerer Faktoren – vor allem wegen des demographischen Wandels, wegen höherer Energiepreise, wegen steuerlicher Eingriffe (Abschaffung der Eigenheimzulage und Reduzierung der Entfernungspauschale) und wegen zahlreicher Staus auf deutschen Verkehrswegen ziehen mehr Menschen vom Land in eine Stadt als umgekehrt – der Urbanisierungsgrad in den letzten Jahren wieder an (Reurbanisierung). Die Bevölkerungszahl in Deutschland hat insgesamt leicht abgenommen (insbesondere in den ländlichen Gebieten Ostdeutschlands seit etwa dem Jahr 2000); in mittelgroßen Städten hat sie weiter zugenommen.[14] Im 21. Jahrhundert ist zudem der zuvor unübliche Trend zu beobachten, dass auch Familien mit Kindern vermehrt in die Städte ziehen bzw. in diesen wohnhaft bleiben.[15] Auch für Einwanderer sind die Städte bevorzugte Zielorte.[16]

(https://de.wikipedia.org/wiki/Urbanisierung#Messung_von_Verst%C3%A4dterung_und_Urbanit%C3%A4t)

... und schon haben wir eben doch eine allgemeingültigere Trend-Aussage.

Klar. Es gibt erstmal mehr Rentner. Und sie sind (zumal mit der neuen GroKo) wohlhabender, gesünder, langlebieger und halten sich mehr, öfter und länger auch ein Auto. Deshalb wird sowohl der absolute Bestand als auch die relative PKW-Dichte auch mittelfristig nicht abnehmen. Zumindest in meinem privaten Umfeld sieht dieser PKW-Besitz jedoch häufig so aus, dass man am Sonntag das Auto aus der Garage holt und dann eine Runde dreht oder eine kleine Spazierfahrt unternimmt. Das Auto als "Muss" und Kultobjekt in dem Sinne wie noch in den 70er, 80er hat in meinen Augen tendenziell ein Ende.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Teeernte » Mi 25. Apr 2018, 13:32

frems hat geschrieben:(25 Apr 2018, 13:34)

Wir kommen der Sache näher. Ich bin begeistert. Du sagst es nämlich: es geht um Trends. Oder wie ich sagen würde: Entwicklungen. Und genau deshalb verglich man zwei Jahreswerte. Zum Glück muss ich aber auf nichts davon bauen. Und ich meinte auch nicht die Angst vor Großstädtern. Ist auch egal. Wir haben's nun. Yeah.


Endlich hatters.....

Die Jugend wünscht eine Mobilitäts-FLAT - so wie beim Handy ....Telefon oder Internet-Flat.

Immer und zu jeder Zeit "MOBIL" - egal wie und von/mit wem. Die FLAT kann an einer Karte/Auto/Konto/Versicherung/Dienstleister hängen.

Ob nun - Nahverkehr - mit einer kleinen Fern ......oder einer FLAT-FLAT bis hin zur - Überall-HIN Flat .

Das wird nicht weniger....eher mehr Verkehr. (Man könnte es auch Trafik wie beim Telefon nennen) Die Leute telefonieren/Internetten durch eine FLAT einfach mehr.

War das Auto noch STATUS - zu Kaisers Zeiten......

Gibt es viele Varianten ..... Wie ein 50 kmh Stadt-"Auto" - verbunden mit einer abholbaren Netzcard der Bahn - oder Autohersteller - die direkt mit der Bahn ....Parken, Netzcard und ihr Produkt an den Mann/Frau bringen - in 20 bis 50 Jahren...möglicherweise auch eher.

Weniger Verkehr also - auf KEINEN Fall - ......und NATÜRLICH ist es - auch jungen Leuten EGAL was der Dienstleister der FLAT in 5 Minuten unten vor der Wohnung vorfährt....ob Diesel Benziner oder Emobil - die Fahrt ist gebucht - Anfang und Ende - wer das dann tankt, wäscht.... parkt - wen kümmert es.


Hat das Audi VOLL Leasing (incl Tanken Reifen...im Jahr 2000 ) noch 1600 DM gekostet - Wird die DEUTSCHLAND FLAT heut zu Tage dann unter 800 Eu zu haben sein.

Sicher kann man dem Vielfahrer die Flat mit ner E-Dose begrenzen. (Ladezeitraum inclusive) - oder wie Früher beim Pferdegespann - in Relaisstationen gewechselt ? Elektrobus - umsteigen - in der Wallachei mit nem Döner und ner Cola ?

Das Auto wechseln - kann so lange wie ein Handy-tausch dauern. Einige haben ein altes Nokia - mit Blau und 500 MB .....und andere eben ein Apple 10/Audi S4. Mit Nah FLAT - Fern FLAT. Bahn Karte erste Klasse zum NULL dazu zahlen.

WENIGER wird es NICHT. Schneller und MEHR .....ja ! Absetzbar - klar. .....und Familien Card. (Frei nach Hause...Tarif.)

Am meisten telefonieren die Slums in der Welt....da gibts dann FLAT ein kleinen FIAT 5 Jahre mit 200.000 au der Uhr. Stau stehen .

Business Flat - mit Regionalflughafen im 6 er Propeller .....bis hin zum Learjet.

....und natürlich später Teuerer als früher. (Zahlt jemand heute WENIGER Telefon als Früher ? ? ...privat ?)
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon jorikke » Mi 25. Apr 2018, 15:39

frems hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:20)

Kann vorkommen.


Ist zumindest schon mal ein besseres Niveau als die vorigen Beiträge von Dir. So langsam wird's.


Wenn du mich ärgern willst, brauch´ste bloß zu sagen. Dann ärgere ich mich.
Dann wird´s aber schlimm für dich.
Ich lad dich in einen Biergarten ein und saufe dich hemmungslos unter den Tisch.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Brainiac » Mi 25. Apr 2018, 16:15

schokoschendrezki hat geschrieben:(25 Apr 2018, 14:03)

Jetzt nehmen wir nur noch den - von kaum jemandem bezweifelten - Trend zur Verstädterung hinzu:

(https://de.wikipedia.org/wiki/Urbanisierung#Messung_von_Verst%C3%A4dterung_und_Urbanit%C3%A4t)

... und schon haben wir eben doch eine allgemeingültigere Trend-Aussage.


Ok, einverstanden. ;)

Die Frage ist, ob sich das relativ gesehen stark auswirkt. Nehmen wir diese Prognose, Tabelle auf Seite 70:

https://www.iwkoeln.de/fileadmin/publikationen/2017/357919/IW-Trends_2017-03-04_Deschermeier.pdf

Danach wächst Deutschland insgesamt bis 2035 um gut 1%, während die drei Stadtstaaten - die ich mal als repräsentativ für die Großstädte ansetze - um gut 10% wachsen. Das ist natürlich eine wesentliche Veränderung, aber keine Umwälzung der Verhältnisse. Außerdem dürfte es den Urbanisierungstrend ja auch bereits in den letzten Jahren gegeben haben, dort aber eben noch ohne sichtbare Auswirkung auf die PKW-Bestände.

Klar. Es gibt erstmal mehr Rentner. Und sie sind (zumal mit der neuen GroKo) wohlhabender, gesünder, langlebieger und halten sich mehr, öfter und länger auch ein Auto. Deshalb wird sowohl der absolute Bestand als auch die relative PKW-Dichte auch mittelfristig nicht abnehmen. Zumindest in meinem privaten Umfeld sieht dieser PKW-Besitz jedoch häufig so aus, dass man am Sonntag das Auto aus der Garage holt und dann eine Runde dreht oder eine kleine Spazierfahrt unternimmt. Das Auto als "Muss" und Kultobjekt in dem Sinne wie noch in den 70er, 80er hat in meinen Augen tendenziell ein Ende.

Kann sein, ich schrieb ja schon selbst, dass die Nutzung ggfs. einfach weniger intensiv ist, trotz derzeit noch nicht abnehmender Bestandszahlen. Vielleicht folgen letztere dem ja noch nach, wenn die Leute verstärkt darauf reagieren, dass da viel gebundenes Kapital mit relativ geringem Nutzen in der Garage steht.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon H2O » Mi 25. Apr 2018, 17:40

Brainiac hat geschrieben:(25 Apr 2018, 17:15)

Ok, einverstanden. ;)

Die Frage ist, ob sich das relativ gesehen stark auswirkt. Nehmen wir diese Prognose, Tabelle auf Seite 70:

https://www.iwkoeln.de/fileadmin/publikationen/2017/357919/IW-Trends_2017-03-04_Deschermeier.pdf

Danach wächst Deutschland insgesamt bis 2035 um gut 1%, während die drei Stadtstaaten - die ich mal als repräsentativ für die Großstädte ansetze - um gut 10% wachsen. Das ist natürlich eine wesentliche Veränderung, aber keine Umwälzung der Verhältnisse. Außerdem dürfte es den Urbanisierungstrend ja auch bereits in den letzten Jahren gegeben haben, dort aber eben noch ohne sichtbare Auswirkung auf die PKW-Bestände.


Kann sein, ich schrieb ja schon selbst, dass die Nutzung ggfs. einfach weniger intensiv ist, trotz derzeit noch nicht abnehmender Bestandszahlen. Vielleicht folgen letztere dem ja noch nach, wenn die Leute verstärkt darauf reagieren, dass da viel gebundenes Kapital mit relativ geringem Nutzen in der Garage steht.


Ich bin ein solcher Rentner mit Auto in der Garage in einer Großstadt. Ich möchte mein persönliches Auto nicht missen, obwohl ich es manchmal eine ganze Woche lang nicht nutze. Die Kosten sind sehr hoch, das stimmt schon. Aber der Gewinn an persönlicher Freiheit, das Fahrzeug zu jeder Zeit und Gelegenheit nutzen zu können, ohne Telefonanruf und Wartezeit, ist mir diesen Aufwand wert. Auch hat das letzte Hemd keine Taschen.

Mein Sohn hat nachgerechnet, daß die gelegentliche Nutzung (Einkauf im Großmarkt, Einkauf im Getränkemarkt) eines Taxis in seiner Großstadt günstiger ist als eine Garagenmiete und die sonstigen Unterhaltskosten für ein Auto. Er hat dann zwei Jahre ohne eigenes Auto gelebt, sich für Wochenendbesuche einen Leihwagen beschafft. Gerade wollte ich ihn dafür loben, da hatte er schon wieder ein Auto nur für sich, das meist nur herum steht. Denn seine Dienststelle erreicht er in 30 min zu Fuß oder bei schlechtem Wetter mit dem ÖPNV (Jahreskarte). Um nicht als Lästermaul da zu stehen, habe ich ihn nicht nach dem "Warum" gefragt. Ich vermute, daß ehemals nahe gelegene Einkaufsmöglichkeiten in Einkaufszentren umgezogen sind, und daß dann schon bei kleineren Einkäufen die Sache lästig wird.

Da passen vermutlich zwei Entwicklungen nicht so richtig zusammen... zentrale Warenverteilung und verdichtetes Wohnen in großen Städten.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon frems » Mi 25. Apr 2018, 20:47

jorikke hat geschrieben:(25 Apr 2018, 16:39)

Wenn du mich ärgern willst, brauch´ste bloß zu sagen. Dann ärgere ich mich.
Dann wird´s aber schlimm für dich.
Ich lad dich in einen Biergarten ein und saufe dich hemmungslos unter den Tisch.
Los, trau dich.

Ich trau mich auch, aber ich finde Biergärten, in denen man nicht rauchen darf, sehr skurril. Ebenso erscheint es mir etwas kurios, wenn Autofahrer noch Bier an Tankstellen kaufen dürfen, aber Radfahrer und Fußgänger nicht. Aber das nicht meine Definition von "Freiheit". Aber ansonsten immer gerne.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon H2O » Mi 25. Apr 2018, 21:24

frems hat geschrieben:(25 Apr 2018, 21:47)

Ich trau mich auch, aber ich finde Biergärten, in denen man nicht rauchen darf, sehr skurril. Ebenso erscheint es mir etwas kurios, wenn Autofahrer noch Bier an Tankstellen kaufen dürfen, aber Radfahrer und Fußgänger nicht. Aber das nicht meine Definition von "Freiheit". Aber ansonsten immer gerne.


Oha, ist das wirklich so? Dann entfällt ja in einigen Landstrichen der bunte Abend im Hausanzug an der Tanke. Oder die Jungs haben dort ein Alibi-Auto abgestellt...
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 27. Apr 2018, 15:06

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(25 Apr 2018, 10:37)

Wenn in Zukunft sowieso Home Office und Computerauto kommen, wozu dann noch in Städte fahren? Nicht zur Arbeit, nicht zum Einkauf.

Wozu eigentlich noch leben wenn man nichts mehr zu tun hat?
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 27. Apr 2018, 16:15

Brainiac hat geschrieben:(25 Apr 2018, 17:15)

Ok, einverstanden. ;)

Die Frage ist, ob sich das relativ gesehen stark auswirkt. Nehmen wir diese Prognose, Tabelle auf Seite 70:

https://www.iwkoeln.de/fileadmin/publikationen/2017/357919/IW-Trends_2017-03-04_Deschermeier.pdf

Danach wächst Deutschland insgesamt bis 2035 um gut 1%, während die drei Stadtstaaten - die ich mal als repräsentativ für die Großstädte ansetze - um gut 10% wachsen. Das ist natürlich eine wesentliche Veränderung, aber keine Umwälzung der Verhältnisse. Außerdem dürfte es den Urbanisierungstrend ja auch bereits in den letzten Jahren gegeben haben, dort aber eben noch ohne sichtbare Auswirkung auf die PKW-Bestände.


Kann sein, ich schrieb ja schon selbst, dass die Nutzung ggfs. einfach weniger intensiv ist, trotz derzeit noch nicht abnehmender Bestandszahlen. Vielleicht folgen letztere dem ja noch nach, wenn die Leute verstärkt darauf reagieren, dass da viel gebundenes Kapital mit relativ geringem Nutzen in der Garage steht.

Gebundenes Kapital ist relativ. Ganz unfinanziert, ohne Leasing oder besicherten Kredit, kommt allenfalls der ältere Kleinwagen an den dritten, vierten Besitzer.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon Teeernte » Fr 27. Apr 2018, 18:31

NUR !!! 6,8 Mio Rentner haben noch einen Führerschein. 20 Mio Rentner gibt es - die meisten davon allein (ein Personen Haushalt).

Da muss man nicht mehr für ANDERE sorgen- Das Auto IST eben keine Geldanlage.

Man kauft sich DEN "LETZTEN" .

Nach altem Recht ausgestellte Führerscheine bleiben grundsätzlich bis zum Januar 2033 gültig. :D :D :D
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon gallerie » Fr 27. Apr 2018, 18:40

...wer pflegt schon gern eine Beziehung zu einer Blechkarosse?
Potenzerkrankte Zeitgenossen, auch dieses werden wir überleben.
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Re: Jugend verliert Interesse am Auto

Beitragvon H2O » Fr 27. Apr 2018, 19:38

Teeernte hat geschrieben:(27 Apr 2018, 19:31)

NUR !!! 6,8 Mio Rentner haben noch einen Führerschein. 20 Mio Rentner gibt es - die meisten davon allein (ein Personen Haushalt).

Da muss man nicht mehr für ANDERE sorgen- Das Auto IST eben keine Geldanlage.

Man kauft sich DEN "LETZTEN" .

Nach altem Recht ausgestellte Führerscheine bleiben grundsätzlich bis zum Januar 2033 gültig. :D :D :D


Dann bin ich unter Garantie längst ein Aschenhäufchen. Mir ist schon jetzt ganz schlecht! :eek: Meinen Straßenfloh VW LUPO 3L erbt mein ältester Enkel als Oldtimer betriebsbereit mit Mobilitätsgarantie.

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