Die Zukunft der SPD

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Alexyessin
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 14. Mär 2018, 19:16

Just Me hat geschrieben:(14 Mar 2018, 18:49)

Das stimmt. Wahlweise wirst du dazu ernannt, solltest also ein robustes Netzwerk in der Politik besitzen. ... Oh! Schau mal! ... Rechtsanwältin -> Eintritt in die SPD -> wissenschaftlicher Dienst RP -> wissenschaftliche Mitarbeiterin BVerfG -> Referentin im Bundesjustizministerium -> Richterin ... Eine Karriere, die seit dem Ende ihrer Rechtsanwalts-Karriere (bis dahin ohne SPD) voll und ganz im Windschatten der SPD-Karriere stattfand. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt!


Ja, aber das sind die typischen Aufstiegsmöglichkeiten die die Politik bieten muss um Menschen für sie zu begeistern, denn....

Just Me hat geschrieben:(14 Mar 2018, 18:49)
In der aktuellen Ministerriege der SPD werden einfach nur AUSSCHLIESSLICH "verdiente" Genossen - insbesondere Ex-Generalsekrete, die den Abstieg der SPD maßgeblich mitverantworten - noch einmal versorgt, bevor vielleicht zukünftig nix mehr geht. Auch Barley - vom Großen Siggi persönlich nominiert - gehört dazu.


.... dies ist eine ganz harte Auslese. So einen Wahlkampf managet du nicht einfach nebenher. Du brauchst Menschen, die das psychisch und physisch durchstehen.
Das ist ja kein SPD Problem, schau mal sonst. Doofbini, Scheuer, der Gröhe, der Tauber geht als Staatssekretär ins Verteidigungsministerium.
Söder. Ehemaliger CSU General. Merkel selbst. Münte,
Es sind Verdienste für die Partei, die dann entlohnt werden.
Wir sollten, aber das dann bitte in einem anderen Thread, besprechen, wie du dir das vorstellst. Denn so funktioniert es in dem Parteiensystem.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Just Me » Mi 14. Mär 2018, 19:38

Alexyessin hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:16)

Wir sollten, aber das dann bitte in einem anderen Thread, besprechen, wie du dir das vorstellst.


Warum? Dieser Thread dreht sich um die Zukunft der SPD. Und genau darum geht es auch, wenn man den Klüngel dieser Partei thematisiert. Denn er ist Bestandteil dessen, was gerade geschieht und was die Zukunft der SPD beeinflusst. Es ist also nirgends besser aufgehoben als hier.

Alexyessin hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:16)

Ja, aber das sind die typischen Aufstiegsmöglichkeiten die die Politik bieten muss um Menschen für sie zu begeistern, denn dies ist eine ganz harte Auslese.


Du sagst also "Klüngel ist typisch"? Dann ist der SPD keine Zukunft mehr beschieden. Klüngel ist gerade das, was die alte SPD einst so vehement und bis aufs Blut bekämpfte, als sie sich für die Demokratie einsetzte. Demokratie verträgt keinen Klüngel. Klüngel tötet Demokratie. Niemand wusste das besser als die bebelsche SPD.

Alexyessin hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:16)

So einen Wahlkampf managet du nicht einfach nebenher. Du brauchst Menschen, die das psychisch und physisch durchstehen.


Richtig. Doch das gilt nur, weil man von der Demokratie abweicht. Weil man nicht mehr "Meinungs-Wahlkämpfe", sondern REINE PERSONEN-WAHLKÄMPFE führt. Weil Inhalte zu hohlen Phrasen verkommen sind. Weil leere Sprechblasen die Wahlplakate zieren. All das würde nicht passieren, gäbe es zuerst eine inhaltliche und dann eine personelle "Bestenauslese" statt des Klüngels. Es sind also selbstgeschaffene Leiden. Anti-demokratische Leiden. Leiden eines zutiefst korrupten Systems.

Alexyessin hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:16)
Das ist ja kein SPD Problem, schau mal sonst. Doofbini, Scheuer, der Gröhe, der Tauber geht als Staatssekretär ins Verteidigungsministerium. Söder. Ehemaliger CSU General. Merkel selbst. Münte, Es sind Verdienste für die Partei, die dann entlohnt werden.


Mich interessieren "andere Parteien" in einem "SPD-Thread" nur nebenrangig. Und mich interessieren gerade die Konservativen im Kontext dieser Debatte nicht im Geringsten. Es ist System der Konservativen, sich durch Klüngel und "Geburtsrechte" Erbschaften zuzuschanzen. So haben sie Jahrtausende lang agiert. Doch die einstige SPD, also jene, die vor über 100 Jahren starb, änderte das. SIE - UND NUR SIE - brachte den Deutschen die Demokratie. Das gibt ihr jedoch nicht das Recht, selbige wieder zu ermorden; so, wie Ebert/Noske einst Liebknecht und Luxemburg ermordeten, um ihre Pfründe zu bewahren.

In einfacheren Worten: Von den Konservativen (und inbesondere den heutigen "Neoliberalen") ist nichts anderes zu erwarten. An eine SPD, deren Mitglieder einst bereit waren, für die Demokratie zu sterben, sind die Erwartungshaltungen deutlich höher. MINDESTENS BEWAHREN sollte die SPD leisten können, wenn sie sich nicht völlig ad absurdum führen und in 20, 30 oder auch erst 50 Jahren nur noch als schlechtes Beispiel für "Sozialdemokratie, wie sie nie geschehen darf" genannt werden will. Denn eines ist sicher: Die SPD stirbt. Nicht die Union. Die SPD. Ihr sterben nicht nur die Mitglieder weg; sie muss anscheinend auch noch - von der vagen Hoffnung getragen, dass Wähler wie du, die all das bezahlen sollen, es hoffentlich goutieren - Neumitglieder kaufen, um in aktuellen Zeiten überhaupt nennenswertes Personal aufbringen zu können...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon KarlRanseier » Mi 14. Mär 2018, 19:45

Die größten Verdienste haben Schröder, Clement und der Geistesriese Müntefering. Sie haben die SPD so nachhaltig abgewrackt, dass sie sich nicht mehr davon erholen wird.

Der GerHartz steht für keinen Job in Deutschland mehr zur Verfügung, er hat's wirklich geschafft und steht in den Diensten des lupenreinen Demokraten. Dort allerdings ist es nicht seine Aufgabe, irgendeine Partei in die Bedeutungslosigkeit abzuwracken.

Clement, der von der Wahl Ypsilantis abriet, da diese gegen Kernkraft war, wechselte zu RWE, was natürlich reiner Zufall ist und mit Korruption überhaupt gar nichts zu tun haben könnte.

Und der Müntefering, von dem das Zitat "Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen" stammt, könnte Chef der Inquisition werden, natürlich erst nach einem Intensivkurs und einer Lektüre der Bibel. Allerdings lebt dieser alte Mann einige hundert Jahre zu spät, er ist schlicht aus der Zeit gefallen. Aber dieses schlimme Schicksal teilt er ja mit Sarrazin, Höcke, Gauland und anderen Gestalten.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mi 14. Mär 2018, 20:08

KarlRanseier hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:45)

Die größten Verdienste haben Schröder, Clement und der Geistesriese Müntefering. Sie haben die SPD so nachhaltig abgewrackt, dass sie sich nicht mehr davon erholen wird.

Der GerHartz steht für keinen Job in Deutschland mehr zur Verfügung, er hat's wirklich geschafft und steht in den Diensten des lupenreinen Demokraten. Dort allerdings ist es nicht seine Aufgabe, irgendeine Partei in die Bedeutungslosigkeit abzuwracken.

Clement, der von der Wahl Ypsilantis abriet, da diese gegen Kernkraft war, wechselte zu RWE, was natürlich reiner Zufall ist und mit Korruption überhaupt gar nichts zu tun haben könnte.

Und der Müntefering, von dem das Zitat "Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen" stammt, könnte Chef der Inquisition werden, natürlich erst nach einem Intensivkurs und einer Lektüre der Bibel. Allerdings lebt dieser alte Mann einige hundert Jahre zu spät, er ist schlicht aus der Zeit gefallen. Aber dieses schlimme Schicksal teilt er ja mit Sarrazin, Höcke, Gauland und anderen Gestalten.
da wäre noch hinzuzufügen, dass schröders familie lange von sozialhilfe abhängig war. und damm macht er einen kriminellen zum reformer und senkt die steuern für die reichen...- :rolleyes:
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Odin1506 » Mi 14. Mär 2018, 20:24

KarlRanseier hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:45)

Die größten Verdienste haben Schröder, Clement und der Geistesriese Müntefering. Sie haben die SPD so nachhaltig abgewrackt, dass sie sich nicht mehr davon erholen wird.

Der GerHartz steht für keinen Job in Deutschland mehr zur Verfügung, er hat's wirklich geschafft und steht in den Diensten des lupenreinen Demokraten. Dort allerdings ist es nicht seine Aufgabe, irgendeine Partei in die Bedeutungslosigkeit abzuwracken.

Clement, der von der Wahl Ypsilantis abriet, da diese gegen Kernkraft war, wechselte zu RWE, was natürlich reiner Zufall ist und mit Korruption überhaupt gar nichts zu tun haben könnte.

Und der Müntefering, von dem das Zitat "Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen" stammt, könnte Chef der Inquisition werden, natürlich erst nach einem Intensivkurs und einer Lektüre der Bibel. Allerdings lebt dieser alte Mann einige hundert Jahre zu spät, er ist schlicht aus der Zeit gefallen. Aber dieses schlimme Schicksal teilt er ja mit Sarrazin, Höcke, Gauland und anderen Gestalten.


Vor allem hat es Müntefering auch noch falsch zitiert, denn es heißt: "Wer nicht arbeiten will, der soll auch nichts essen".
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Do 15. Mär 2018, 08:02

Just Me hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:38)

Warum? Dieser Thread dreht sich um die Zukunft der SPD. Und genau darum geht es auch, wenn man den Klüngel dieser Partei thematisiert. Denn er ist Bestandteil dessen, was gerade geschieht und was die Zukunft der SPD beeinflusst. Es ist also nirgends besser aufgehoben als hier.


Die Metadiskussion über die Parteiensystematik in der Bundesrepublik ist aber hier nicht ganz richtig. Das war mein Einwurf.

Just Me hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:38)
Du sagst also "Klüngel ist typisch"? Dann ist der SPD keine Zukunft mehr beschieden. Klüngel ist gerade das, was die alte SPD einst so vehement und bis aufs Blut bekämpfte, als sie sich für die Demokratie einsetzte. Demokratie verträgt keinen Klüngel. Klüngel tötet Demokratie. Niemand wusste das besser als die bebelsche SPD.


Nein, ich habe nicht gesagt, das der "Klüngel" typisch wäre.

Just Me hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:38)
Richtig. Doch das gilt nur, weil man von der Demokratie abweicht. Weil man nicht mehr "Meinungs-Wahlkämpfe", sondern REINE PERSONEN-WAHLKÄMPFE führt. Weil Inhalte zu hohlen Phrasen verkommen sind. Weil leere Sprechblasen die Wahlplakate zieren. All das würde nicht passieren, gäbe es zuerst eine inhaltliche und dann eine personelle "Bestenauslese" statt des Klüngels. Es sind also selbstgeschaffene Leiden. Anti-demokratische Leiden. Leiden eines zutiefst korrupten Systems.


Das ist sehr düster ausgedrückt. Was meinst du denn, wie viele Menschen du für Parteiarbeit gewinnen kannst, die nebenbei noch arbeiten gehen müssen?

Just Me hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:38)
Mich interessieren "andere Parteien" in einem "SPD-Thread" nur nebenrangig. Und mich interessieren gerade die Konservativen im Kontext dieser Debatte nicht im Geringsten. Es ist System der Konservativen, sich durch Klüngel und "Geburtsrechte" Erbschaften zuzuschanzen. So haben sie Jahrtausende lang agiert. Doch die einstige SPD, also jene, die vor über 100 Jahren starb, änderte das. SIE - UND NUR SIE - brachte den Deutschen die Demokratie. Das gibt ihr jedoch nicht das Recht, selbige wieder zu ermorden; so, wie Ebert/Noske einst Liebknecht und Luxemburg ermordeten, um ihre Pfründe zu bewahren.


Jetzt schweifst du ab. Liebknecht wollte am Schluß ein Sowjetsystem - und das in Zeiten als selbiges gerade eine Diktatur wurde. Was meinst du hätten die Demokraten tun sollen?

Just Me hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:38)
In einfacheren Worten: Von den Konservativen (und inbesondere den heutigen "Neoliberalen") ist nichts anderes zu erwarten. An eine SPD, deren Mitglieder einst bereit waren, für die Demokratie zu sterben, sind die Erwartungshaltungen deutlich höher. MINDESTENS BEWAHREN sollte die SPD leisten können, wenn sie sich nicht völlig ad absurdum führen und in 20, 30 oder auch erst 50 Jahren nur noch als schlechtes Beispiel für "Sozialdemokratie, wie sie nie geschehen darf" genannt werden will. Denn eines ist sicher: Die SPD stirbt. Nicht die Union. Die SPD. Ihr sterben nicht nur die Mitglieder weg; sie muss anscheinend auch noch - von der vagen Hoffnung getragen, dass Wähler wie du, die all das bezahlen sollen, es hoffentlich goutieren - Neumitglieder kaufen, um in aktuellen Zeiten überhaupt nennenswertes Personal aufbringen zu können...


Wo werden denn bitte Neumitglieder gekauft? Hast du dazu eine Quelle?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Just Me » Do 15. Mär 2018, 10:23

Alexyessin hat geschrieben:(15 Mar 2018, 08:02)

Die Metadiskussion über die Parteiensystematik in der Bundesrepublik ist aber hier nicht ganz richtig. Das war mein Einwurf.


Hier geht es um die SPD. Abstrakt, wie auch konkret. Dass sich daraus - wie aus eigentlich allem - auch für Andere ableiten lässt, ist irrelevant und würde, würdest du diese Systematik tatsächlich anwenden wollen, zu Chaos in eurem sowieso schon - aus der SIcht des offensichtlichen Willens dieser Plattform - fragwürdigen Ordnungsprinzip, mit dem politische Diskussionen eher erstickt als befruchtet werden, führen. Doch DAS zu diskutieren, würde HIER tatsächlich zu weit führen.

Alexyessin hat geschrieben:(15 Mar 2018, 08:02)

Nein, ich habe nicht gesagt, das der "Klüngel" typisch wäre.


Schon vergessen? Ich zitiere: "... aber das sind die typischen Aufstiegsmöglichkeiten die die Politik bieten muss ..." Und in der Tat handelt es sich hier um eine etwa Christian Lindner vergleichbare Vita: Mehr oder weniger in der freien Wirtschaft versagt; zieht die Karriere - wie auch bei DDR-Eliten üblich - plötzlich hart an, sobald die Partei ihre Flügel darüber ausbreitet. Bei Barley einen Tick langsamer und weniger parteinah als bei Lindner; doch bei beiden erst - und, Achtung!, NUR - im Windschatten der Partei.

Sowas nennt man seit Jahrhunderten "Emporkömmling" bzw. "Günstling". Und es hat seit alters her das bittere Geschmäckle des Nepotismus. Denn es beweist - wie in einer DEMO-KRATIE eigentlich nötig - nicht die "Volksvertretung", sondern eine "Eliten-Vertretung". Auch Barley vertritt nicht das Volk, sondern - notwendigerweise - vor allem jene, die ihre Karriere geschützt und ermöglicht haben. Denn "sie schuldet etwas". Und das muss sie zurückzahlen. Wie in jeder robusten mafiösen Struktur: "Eines Tages - vielleicht auch nie - werde ich einen Gefallen von dir einfordern. Doch bis dahin betrachte es als mein Geschenk an dich." (Don Corleone)

Nochmals: Das ist bei Konservativen seit alters her üblich (wie man etwa auch an der vergleichsweise größeren Menge der herbeigeschwindelten Doktor-Titel und etwa der Verteilung der "Nebenjobs" bei Vollzeit-gewählten politischen Vertretern sehen kann); es kennzeichnet mithin also ein "Maß des Konservativismus" innerhalb der SPD.

Alexyessin hat geschrieben:(15 Mar 2018, 08:02)

Das ist sehr düster ausgedrückt. Was meinst du denn, wie viele Menschen du für Parteiarbeit gewinnen kannst, die nebenbei noch arbeiten gehen müssen?


Das hängt davon ab, ob man "Partei-Arbeit" als "rein wirtschaftlichen Pragmatismus" betrachtet, oder ob man damit wirklich eine eigene Meinung vertritt. Tatsächlich ist der Besitz des richtigen Parteibuches nachweislich karrierefördernd. Das kannst auch du sicherlich allein schon in deiner eigenen Stadt-/Kommunalvertretung sehen: Da tauchen - auch von "vertretenen" Unternehmen - Namen in der Politik auf, bei denen du vehement zweifelst, ob diese - auch wirtschaftliche - Karriere ohne die politische Unterstützung möglich gewesen wäre.

Auf der anderen Seite sollten wir jedoch nie vergessen: Es war GENAU DIESES System, gegen das die alte SPD sich einst zusammenfand und aufstand. Es war GENAU DIESES System des reinen Selbstzwecks, das die SPD seinerzeit abschaffen wollte und musste, um der Demokratie den Boden zu bereiten. Und nun, seit Ebert/Noske, ist die SPD selbst Teil des Systems, das sie abschaffen wollte und musste. Nicht ohne Grund gibt es einen 4-Jahres-Zyklus der Wahlen. Nicht ohne Grund gibt es im Grundgesetz weder eine Parteienbindungs-Pflicht für Abgeordnete, noch für Minister/Kanzler. Nicht ohne Grund, denn Demokratie kann nur außerhalb(!) dieses Parteien-zentrierten Systems existieren; Parteien sind also per se nur eine "Übergangslösung auf dem Weg zur Demokratie" und hier vornehmlich Korrektiv für (noch(!)) fehlende politische Bildung des Einzelnen.

Alexyessin hat geschrieben:(15 Mar 2018, 08:02)

Jetzt schweifst du ab. Liebknecht wollte am Schluß ein Sowjetsystem - und das in Zeiten als selbiges gerade eine Diktatur wurde. Was meinst du hätten die Demokraten tun sollen?


"Die Demokraten"? Sie hätten, wie es sich für eine Demokratie geziemt, die Dinge diskutieren und dann nach Mehrheitsbeschlüssen umsetzen müssen. Auch unter dem Aspekt, dass nicht alles gleichermaßen eintritt; ganz besonders, wenn man von Anfang an korrigierend agieren kann. Mord als Teil der politischen Indoktrination ist einer Diktatur würdig. Niemals jedoch einer Demokratie. Die SPD-Eliten haben am Tag der DURCH SIE VERANLASSTEN Ermordung von Liebknecht und Luxemburg endgültig das Recht verwirkt, sich "Demokraten" nennen zu dürfen. Und das gilt bis zu ihrer Abkehr von der Verherrlichung jener, die an jenem Tag die Demokratie ermordeten. Denn wir sollten nicht vergessen: Den Konservativen und Rechtsnationalen waren Liebknecht & Co. mit ihrem fast schon absolutistischen Ziel der (nahezu) vollständigen Enteignung der PM ein noch weitaus größerer Dorn im Auge. Doch nicht einmal sie wollten sich die Hände mit politischem Blut besudeln. Das überließen sie der zuverlässig willfährigen SPD-Elite.

All das gilt für "Liebknechts Ziele" genauso, wie für die "Agenda 2010", die von den SPD-Eliten - zum mittlerweile unzweifelhaft nachweislich einzigen Vorteil der Reichen - hinterrücks eingeführt und umgesetzt wurde. Beispielhaft hier steht der Mindestlohn als Vergleich: Dieser wurde über 6 - in Worten: sechs - Legislaturperioden diskutiert, bis er eingeführt wurde. Und selbst dann noch in einer Höhe, die schon zum Zeitpunkt der Einführung kaufkraftbereinigt an der westeuropäischen Untergrenze lag und nachweislich in Armut und insbesondere Altersarmut führen musste. Nicht so die Agenda 2010: Vor der Wahl kein Thema, noch nicht einmal ein rein theoretisches Gedankenspiel, wurde sie in Nacht-&-Nebel-Aktionen innerhalb nur einer einzigen Legislaturperiode vollständig eingeführt. Und sie war UM WELTEN KOMPLEXER, als etwa die "leider sehr komplexe Berechnung der Mindestlohn-Grundlage", was die SPD stets als Hinderungsgrund für dessen alsbaldige Einführung vorschob, wenn sie sich gerade mal nicht hinter den Konservativen und Liberalen verstecken konnte.

Und das gilt auch für den aktuellen "Koalitionsvertrag", der abermals ein Symptom der "Ermordung der sozialen Demokraten" (nicht: "der Sozialdemokraten"; das ist ein himmelweiter Unterschied) ist: Praktisch NICHTS von dem, was die SPD bei den Wahlen vollmundig versprach, findet sich im Koalitionsvertrag als "verpflichtende Aufgabe" wieder. Bestenfalls steht da ein unverbindliches "Wir wollen ..."; üblicherweise steht dort nur "Lasst mal prüfen, was die Spatzen seit 30 Jahren vom Dach pfeifen!" Es ist ein Grundmuster der SPD. Seit gut 100 Jahren. Im traditionellen sozialdemokratischen Halbjahr vor den Wahlen ruft man sozialdemokratische Parolen, etwa "Bürgerversicherung!", "Erbschaftssteuer!" und "Vermögenssteuer!"; doch schon bei den Verhandlungen um die Posten und Pöstchen wird es stante pedes "vergessen": "Könnten wir ..." - "NIEMALS! Nur über unsere Leichen!" - "Na gut, wir haben es wenigstens versucht. Das mit dem Ermorden machen wir nur bei eigenen Leuten, also fällt es aus."

Man kann es auch so ausdrücken: Die SPD ist nachweislich die einzige Partei in Deutschland, die mit höchster Konsequenz nahezu ausschließlich ihre eigenen Wähler belügt und betrügt. Sie positionierte sich vor gut 100 Jahren als Steigbügelhalter der Konservativen und Rechtsnationalen. Und diese Position hat sie bis einschließlich heute nie mehr verlassen. Selten direkt; doch stets als serviler Katalysator. Und sie lernte nie, dass sie nur dienstbarer Geist ist, der nicht an den Tischen, an denen die Pfründe verteilt werden, gelitten wird. Nicht in der Weimarer Republik. Nicht an deren Ende, das die SPD aktiv mit herbeiführte. Und auch nicht in Zeiten der Bundesrepublik, wo sie diese Strategie fortsetzte und bis heute fortsetzt, wenn wir etwa - wohlgemerkt: beispielhaft für SPD-Eliten-Karrieren! - Hannelore Kraft, die nun, quasi "in der Blüte ihrer Jahre" und nachdem sie die SPD als Sprungbrett benutzt und fallengelassen hat, einen Aufsichtsratsposten in einem Steinkohlekonzern innehat. Die SPD dient den eigenen Partei-Eliten also nahezu ausschließlich nur als Wirt für ihr eigenes parasitäres Dasein. Und die SPD-Mitglieder bezahlen's freudig ... mit ihrem Geld ... vor allem aber mit ihrer Würde.

Will die SPD also eine mittelfristige Zukunft haben, muss sie sich - natürlich unter Voraussetzung der Vermeidung des Fehlers, den die Partei-Eliten seit der Ermordung Liebknechts und Luxemburgs systematisch bei allen eigenen Problemlagen wiederholen - nur eine einzige Frage stellen: Braucht es tatsächlich eine fünfte "konservative Volks-Partei" in Deutschland; will das Volk, das immerhin noch - bisher unvermeidlich - zumindest alle vier Jahre an der "Demokratie" partizipieren darf, eine fünfte konservative Volkspartei haben? Die Antwort auf diese eine Frage gibt auch Antworten darauf, wie die Partei sich aufstellen muss: "Unverdrossen weiter so!", wie es bis heute getan wird. Oder eben radikaler(!), weil über die Jahrzehnte derart umfassend erforderlich gewordener, Schnitt und Rückbesinnung zumindest auf das Godesberger Programm als fundamentale Basis der Sozialdemokratie, als politisches Gegengewicht zum aristokratischen Konservativismus und als Rettung der Demokratie überhaupt."

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PS: Die Standard-Schriftgröße in dieser Plattform heraufzusetzen erhöht die Lesbarkeit insbesondere längerer und/oder pointierterer Einlassungen enorm. Aber das scheint mir - s.o. - nicht gewollt, richtig?!
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Fr 16. Mär 2018, 10:58

Just Me hat geschrieben:(15 Mar 2018, 10:23)
Schon vergessen? Ich zitiere: "... aber das sind die typischen Aufstiegsmöglichkeiten die die Politik bieten muss .


Das von dir benützte Wort war Klüngel. Reine Interpretation von deiner Seite aus.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Just Me » Fr 16. Mär 2018, 22:31

Alexyessin hat geschrieben:(16 Mar 2018, 10:58)

Das von dir benützte Wort war Klüngel. Reine Interpretation von deiner Seite aus.


Richtig. Ich schrieb: "... im Windschatten der SPD ..", worauf du antwortetest: "... das sind die typischen Aufstiegsmöglichkeiten die die Politik bieten muss ..." Ich sagte also "Klüngel!"; du sagtest: "Yep, typische Aufstiegsmöglichkeit, die eine Partei bieten muss!".

Doch es ist okay, ich will mich darum gar nicht streiten. Es ist dein Recht, den Klüngel auszublenden. Vielleicht muss man das sogar, um nicht zu verzweifeln. Irgendwie muss man ja ein sonniges Gemüt behalten, wenn ein Schröder als Kanzler Milliarden Euro an Steuergeldern dafür ausgibt, sich bei GAZPROM in den Aufsichtsrat einkaufen zu können; wenn ein Clement Vorsitzender des Kuratoriums des schärfsten Feindes der SPD wird; wenn eine Kraft mitten in einem kleinen Karriereknick in den Aufsichtsrat eines Steinkohlekonzerns wechselt; wenn ein Beck Pharmalobbyist wird; wenn ein Müller zur Ruhrkohle AG wechselt; wenn eine Fischer Pharmalobbyistin wird; wenn ... (Die Liste ist schier endlos. Und sie betrifft fast ausschließlich Partei-Eliten. --- Wollen wir eine Wette machen, in welchen Konzern bzw. zu welcher sozialdemokratie-feindlichen Lobby-Organisation Nahles in ein paar Jahren wechselt? Ich schätze, dass es ein Pharmakonzern bzw. Pharma-Lobbyverband wird. Nahles bekam noch nie etwas allein auf die Reihe. Und in der Pharma-Lobby tummeln sich bereits so viele Ex-Spezialdemokraten, dass sie - wie schon stets in der Vergangenheit - leicht in ein gemachtes Nest huschen kann. Abgesehen davon werden dort mit die besten Honorare gezahlt. Neben der anrechnungsfreien "Ex-Berufspolitiker-Rente" in Höhe von etwa 8.500 Euro im Monat und ggf. "Partei-Renten", die ihr dann zustehen, weil die SPD sich bis heute mit Händen und Füßen weigert, einen entsprechenden Gesetzesentwurf auch für die Politiker zu realisieren. Was ist deine Prognose?)

Mir geht es um den "ganzen Rest"; also jenen Teil in dem letztlich der Klüngel nur einen - eigentlich sogar winzigen - Bruchteil stellt. Also beiße dich nicht daran fest, Alexyessin. Schon gar nicht singulär.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 17. Mär 2018, 10:01

https://www.euractiv.de/section/eu-inne ... onschefin/
Euractiv 15. März 2018 Kathleen Van Brempt kandidiert als S&D-Fraktionschefin im Europaparlament
Ja! Was wir im Wesentlichen falsch gemacht haben, ist folgendes: Nach der Finanzkrise waren wir Sozialdemokraten Teil vieler Regierungen, die nicht die richtigen Antworten gegeben haben. Wir haben die Banken gerettet, und dann sind wir in die Mitgliedstaaten gegangen und haben ihnen gesagt, dass sie ein Haushaltsproblem haben, vor allem in Südeuropa...Wir als Sozialdemokraten haben Europa und die Kommission aber nicht daran gehindert, ihre Aktionen im Bereich der Haushaltsregeln durchzuführen. Wir haben Fehler gemacht. Verstehen Sie mich nicht falsch, wir brauchen gute Vereinbarungen über Haushalte und wirtschaftspolitische Steuerung in Europa – aber niemals auf Kosten unseres Sozialsystems! In dieser Hinsicht haben wir einen Riesenfehler gemacht...Ich glaube ohnehin nicht an die „Macronisierung“ der Sozialdemokratie. Wir müssen unsere Werte neu formulieren, aber wir müssen uns an den ursprünglichen Werten orientieren. Macron ist ein Pro-Europäer, also muss man mit ihm zusammenarbeiten. Aber er ist absolut kein Sozialdemokrat. Wir sollten also nicht über eine „Macronisierung“ unserer Fraktion nachdenken und stattdessen eher das Vertrauen in unsere eigenen Werte und unsere Ideologie zurückgewinnen.

Diese Vertreterin der europäischen Sozialdemokratie sieht auf EU-Ebene die Gestaltung des EU-Budgets ab 2020 als vorrangiges Ziel - vor allem bei den Posten Sozialausgaben, Migration, Mobilität und Energie.
Wir haben noch einige wichtige Dossiers zu besprechen, wie z.B. den europäischen Haushalt, Migration und Asyl. Das sind sehr wichtige Themen. Das Ergebnis der italienischen Wahlen kam auch dadurch zustande, dass wir die Italiener bei der Bewältigung des Migrationsproblems allein gelassen haben. Das hätte auf europäischer Ebene gelöst werden müssen.
Beim Mobilitätspaket und bei Handelsfragen müssen wir noch genau definieren, was wir erreichen wollen. Aber: Entweder wir erreichen unsere Ziele mit einer progressiven Mehrheit im Parlament – oder wir laufen Gefahr, weitere Fehler zu machen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 17. Mär 2018, 10:30

Wähler hat geschrieben:(17 Mar 2018, 10:01)

https://www.euractiv.de/section/eu-inne ... onschefin/
Euractiv 15. März 2018 Kathleen Van Brempt kandidiert als S&D-Fraktionschefin im Europaparlament

Diese Vertreterin der europäischen Sozialdemokratie sieht auf EU-Ebene die Gestaltung des EU-Budgets ab 2020 als vorrangiges Ziel - vor allem bei den Posten Sozialausgaben, Migration, Mobilität und Energie.

Meines Erachtens haben Parteien wie SPD oder SPÖ KEINE Zukunft. Wie auch, wenn man sich laufend ins Knie schiesst...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 17. Mär 2018, 10:44

Wähler hat geschrieben:(17 Mar 2018, 10:01)
https://www.euractiv.de/section/eu-inne ... onschefin/
Euractiv 15. März 2018 Kathleen Van Brempt kandidiert als S&D-Fraktionschefin im Europaparlament
Diese Vertreterin der europäischen Sozialdemokratie sieht auf EU-Ebene die Gestaltung des EU-Budgets ab 2020 als vorrangiges Ziel - vor allem bei den Posten Sozialausgaben, Migration, Mobilität und Energie.

Fuerst_48 hat geschrieben:(17 Mar 2018, 10:30)
Meines Erachtens haben Parteien wie SPD oder SPÖ KEINE Zukunft. Wie auch, wenn man sich laufend ins Knie schiesst...

Die neue Familienministerin der Bundesregierung hat als erste traditionelle Politikerin den Zusammenhang zwischen Sozial-, Bildungs- und Migrationspolitik erkannt. Ob die AfD und die Linke auf Dauer das Zeug zu Kümmererparteien für Einheimische und Zugezogene haben, muss sich erst noch herausstellen. Banlieues wie in Frankreich nur für Zugezogene aus Nicht-EU-Staaten sollten wir in Deutschland nicht schaffen. Irgendwelche öffentlichen deutschen Institutionen werden die Sozialarbeit machen müssen, so oder so.
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Elser
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Elser » Sa 17. Mär 2018, 17:55

Just Me hat geschrieben:(14 Mar 2018, 19:38)

Warum? Dieser Thread dreht sich um die Zukunft der SPD. Und genau darum geht es auch, wenn man den Klüngel dieser Partei thematisiert. Denn er ist Bestandteil dessen, was gerade geschieht und was die Zukunft der SPD beeinflusst. Es ist also nirgends besser aufgehoben als hier.



Du sagst also "Klüngel ist typisch"? Dann ist der SPD keine Zukunft mehr beschieden. Klüngel ist gerade das, was die alte SPD einst so vehement und bis aufs Blut bekämpfte, als sie sich für die Demokratie einsetzte. Demokratie verträgt keinen Klüngel. Klüngel tötet Demokratie. Niemand wusste das besser als die bebelsche SPD.



Richtig. Doch das gilt nur, weil man von der Demokratie abweicht. Weil man nicht mehr "Meinungs-Wahlkämpfe", sondern REINE PERSONEN-WAHLKÄMPFE führt. Weil Inhalte zu hohlen Phrasen verkommen sind. Weil leere Sprechblasen die Wahlplakate zieren. All das würde nicht passieren, gäbe es zuerst eine inhaltliche und dann eine personelle "Bestenauslese" statt des Klüngels. Es sind also selbstgeschaffene Leiden. Anti-demokratische Leiden. Leiden eines zutiefst korrupten Systems.



Mich interessieren "andere Parteien" in einem "SPD-Thread" nur nebenrangig. Und mich interessieren gerade die Konservativen im Kontext dieser Debatte nicht im Geringsten. Es ist System der Konservativen, sich durch Klüngel und "Geburtsrechte" Erbschaften zuzuschanzen. So haben sie Jahrtausende lang agiert. Doch die einstige SPD, also jene, die vor über 100 Jahren starb, änderte das. SIE - UND NUR SIE - brachte den Deutschen die Demokratie. Das gibt ihr jedoch nicht das Recht, selbige wieder zu ermorden; so, wie Ebert/Noske einst Liebknecht und Luxemburg ermordeten, um ihre Pfründe zu bewahren.

In einfacheren Worten: Von den Konservativen (und inbesondere den heutigen "Neoliberalen") ist nichts anderes zu erwarten. An eine SPD, deren Mitglieder einst bereit waren, für die Demokratie zu sterben, sind die Erwartungshaltungen deutlich höher. MINDESTENS BEWAHREN sollte die SPD leisten können, wenn sie sich nicht völlig ad absurdum führen und in 20, 30 oder auch erst 50 Jahren nur noch als schlechtes Beispiel für "Sozialdemokratie, wie sie nie geschehen darf" genannt werden will. Denn eines ist sicher: Die SPD stirbt. Nicht die Union. Die SPD. Ihr sterben nicht nur die Mitglieder weg; sie muss anscheinend auch noch - von der vagen Hoffnung getragen, dass Wähler wie du, die all das bezahlen sollen, es hoffentlich goutieren - Neumitglieder kaufen, um in aktuellen Zeiten überhaupt nennenswertes Personal aufbringen zu können...



Donnerwetter - gut analysiert ! Auch ich denke, dass diese "S"DP nicht mehr zu retten ist. Allein wenn ich die mäßigen schauspielerischen Leistungen von Andrea Nahles sehe und höre, könnte ich kotz... heulen. Aber man könnte eine neue Partei gründen. Die anständige Hälfte der jetzigen "S"PD, die Hälfte der Linken, 30 % der Grünen, 30 % der Nichtwähler. Das sind die poteziellen Mitglieder bzw. Wähler einer neuen, echten sozialdemokratischen Partei. Insgesamt 40 % der Stimmen bei einer Bundestagswahl währen, meiner Meinung nach, durchaus drin. Vielleicht sollte man eine solche Partei USPD (Unabhängige Soziald......) nennen, wie schon die Partei von Luxenburg und Liebknecht hieß. Natürlich müssen Sesselfurzer-Jobs beim Großkapital, für die Funktionäre einer solchen Partei, absolutes Tabu sein. Manchmal habe ich den Eindruck dass einige Aktivitäten von Sahra Wagenknecht, seit einiger Zeit, genau auf die Gründung einer solchen Partei abzielt.

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » So 18. Mär 2018, 16:12

Just Me hat geschrieben:(16 Mar 2018, 22:31)

Richtig. Ich schrieb: "... im Windschatten der SPD ..", worauf du antwortetest: "... das sind die typischen Aufstiegsmöglichkeiten die die Politik bieten muss ..." Ich sagte also "Klüngel!"; du sagtest: "Yep, typische Aufstiegsmöglichkeit, die eine Partei bieten muss!".


Mit Klüngel verbinde ich etwas anderes. Aber wie schon geschrieben, dies ist ein wenig zu Meta für die SPD alleine. Aber natürlich gibt es auch in der SPD sogenannte Karrieristen - das ist erstmal nichts verwerfliches. Menschen die Verantwortung übernehmen wollen sollten auch die Möglichkeiten dazu haben und wenn es durch die Tür mit einer Karriere geht. Es gibt auch unter den Karrieristen mehr Gute als Schlechte, egal ob in der Politik oder in der Wirtschaft oder im Öffentlichen Dienst. Und da geht es mir um den Punkt aus der Wirtschaft / Öffentlichen Dienst in die Politik. Was ich wirklich ablehne ist wenn es so klar ersichtliche Vorteilsnahmen auf der anderen Seite gibt, also von der Politik hinaus in ein Wirtschaftsfeld wechseln für das sie vorher verantwortlich waren, sei es Müller und sein Staatssekretär in der E.On Fusion, Gasgerd oder den von Klaeden.

Dann kommt zu dieser Verantwortung auch die exekutive Fähigkeit. Ein Ministerium braucht führen. Das ist eine Behörde und der Minister der oberste Dienstherr. Somit sind natürlich Menschen mit dem Wissen, wie eine Behörde zu führen ist, erstmal im Vorteil. Von den SPD Ministern gibt es keinen ohne administrative Vorerfahrung.
Das ist von der Qualität her nicht verkehrt, schließlich erwarte ich als Bürger auch, das eine Behörde funktioniert selbst wenn ich mit dem jeweiligen Minister nicht einverstanden bin.
Was bedeutet, das ich mir, mit Abstrichen bei Heil, nicht vorstellen kann, das die exekutive Führung unter einer Beteiligung der SPD zu leiden hätte.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Just Me » So 18. Mär 2018, 21:23

Alexyessin hat geschrieben:(18 Mar 2018, 16:12)

Mit Klüngel verbinde ich etwas anderes. Aber wie schon geschrieben, dies ist ein wenig zu Meta für die SPD alleine. Aber natürlich gibt es auch in der SPD sogenannte Karrieristen - das ist erstmal nichts verwerfliches. Menschen die Verantwortung übernehmen wollen sollten auch die Möglichkeiten dazu haben und wenn es durch die Tür mit einer Karriere geht. Es gibt auch unter den Karrieristen mehr Gute als Schlechte, egal ob in der Politik oder in der Wirtschaft oder im Öffentlichen Dienst. Und da geht es mir um den Punkt aus der Wirtschaft / Öffentlichen Dienst in die Politik. Was ich wirklich ablehne ist wenn es so klar ersichtliche Vorteilsnahmen auf der anderen Seite gibt, also von der Politik hinaus in ein Wirtschaftsfeld wechseln für das sie vorher verantwortlich waren, sei es Müller und sein Staatssekretär in der E.On Fusion, Gasgerd oder den von Klaeden.

Dann kommt zu dieser Verantwortung auch die exekutive Fähigkeit. Ein Ministerium braucht führen. Das ist eine Behörde und der Minister der oberste Dienstherr. Somit sind natürlich Menschen mit dem Wissen, wie eine Behörde zu führen ist, erstmal im Vorteil. Von den SPD Ministern gibt es keinen ohne administrative Vorerfahrung.
Das ist von der Qualität her nicht verkehrt, schließlich erwarte ich als Bürger auch, das eine Behörde funktioniert selbst wenn ich mit dem jeweiligen Minister nicht einverstanden bin.
Was bedeutet, das ich mir, mit Abstrichen bei Heil, nicht vorstellen kann, das die exekutive Führung unter einer Beteiligung der SPD zu leiden hätte.

Du hast ziemlich romantische Vorstellungen von "Macht", Alexyessin...

Alexyessin hat geschrieben:(18 Mar 2018, 16:12)
Dann kommt zu dieser Verantwortung auch die exekutive Fähigkeit. Ein Ministerium braucht führen. Das ist eine Behörde und der Minister der oberste Dienstherr. Somit sind natürlich Menschen mit dem Wissen, wie eine Behörde zu führen ist, erstmal im Vorteil. Von den SPD Ministern gibt es keinen ohne administrative Vorerfahrung.

Vergib mir, aber das ist völlig romantisierter Stuss.

Ministerien bestehen zu 99,99 Prozent aus "Langzeit-Beamten", die schon da waren, bevor der neue Minister in seinen Sessel furzte; und die noch da sein werden, wenn der nächste Minister in den gleichen Sessel furzt. Und die folgen stur ihren Dienstanweisungen. Und die ändern sich nicht, nur weil ein neuer Minister im Chef-Büro einzieht; jedenfalls wenn der Minister noch 2+ funktionierende Hirnzellen besitzt. Genauso wenig, wie sich der Mitarbeiter-Stamm ändert, nur weil ein neuer Chef einzieht, der ein anderes Parteibuch hat. Ein Ministerium kann JEDER - sogar du - "führen". Denn der Minister muss nichts anderes machen, als morgens seinen Kaffee zu trinken. Und das bekommst sicherlich auch du fehlerfrei hin. Den Rest erledigen die Beamten. Notfalls unter Zuhilfenahme anderer Behörden und Beamter.

Du bist Minister und willst irgendwas haben? Gehe zu deinem Büroleiter und sage: "Sorgt dafür, dass XYZ geschieht! Ich will die Ergebnisse in 4 Wochen auf meinem Tisch haben." Danach kannst du die Füße auf den Tisch legen und der Dinge harren, die da geschehen. Und dazu brauchst du auch keine "Führungsfähigkeiten". Allein die Macht, die du besitzt, legitimert dich ausreichend. Denn diese Macht erlaubt dir auch eine Versetzung nicht genehmer Beamter. Doch die wollen gar nicht versetzt werden. Die fühlen sich pudelwohl in ihrem verhältnismäßig hoch dotierten Job. Solange du sie also - Achtung! - einfach in Ruhe arbeiten lässt und dich möglichst wenig einmischst, sind alle zufrieden. Deine Leute. Deine Abteilungsleiter. Und du auch.

Deshalb ist es auch so leichthin möglich, mitten im Flug vom Wirtschafts- ins Außenministerium zu wechseln; ohne dass es dabei zu den geringsten Reibungsverlusten kommt. Deshalb kann auch ein Lehrer oder ein Jurist das Umweltministerium oder das Finanzministerium oder das Kriegsministerium "führen". Weil es egal ist, wer gerade Minister ist. Weil den Job JEDER machen könnte. Sogar du. Und ja, das ist in einer Demokratie sogar eine sehr positive Voraussetzung: Denn es muss sichergestellt werden, dass das Ministerium nicht schlechter arbeitet, wenn es von einem Minister mit akademischen Hintergrund an einen Minister mit Hauptschul-Hintergrund übergeben wird.

Doch es bedeutet eben auch: "Für 'Minister' muss man nicht qualifiziert sein. Es bedarf allerdings sehr wohl eines ausgeprägt mafiösen Netzwerkes, um überhaupt die Chance zu erhalten, einen dieser seltenen Posten zu ergattern." Und mehr noch: Es bedeutet auch, dass es eigentlich gar keine Minister bräuchte, wäre da nicht das reaktionäre Bild, das dem Harem im Orient ähnelt: Der Sultan nimmt sich nicht 100 Frauen, sondern er hält sich die Töchter anderer Machthaber als Geiseln, um sich der Willfährigkeit der anderen Machthaber zu versichern. Merkel versichert sich also ihrer Macht, indem sie SPD- und andere Partei-Politiker, und damit die Parteien selbst, mit eben diesen Ministerposten KAUFT. Als Gegenleistung erhält sie Willfährigkeit; etwa bei der Wahl zum Kanzler.

Alexyessin hat geschrieben:(18 Mar 2018, 16:12)

Was ich wirklich ablehne ist wenn es so klar ersichtliche Vorteilsnahmen auf der anderen Seite gibt, also von der Politik hinaus in ein Wirtschaftsfeld wechseln für das sie vorher verantwortlich waren, sei es Müller und sein Staatssekretär in der E.On Fusion, Gasgerd oder den von Klaeden.

Dann wundert es mich doch sehr, wie bigott du sein kannst, Alexyessin. Denn würdest du ernst meinen, was du hier sagst, dürftest du weder CSU, noch FDP, noch CDU, noch SPD wählen. ALLE genannten Parteien haben es sich seit Jahrzehnten zu eigen gemacht, ihre Eliten nach dem Ende der politischen Karriere in der wirtschaftlichen Karriere einzusetzen. Nahezu durchgängig zu 100 Prozent. Bevorzugt für Aufsichtsratsposten, zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Viel häufiger aber als "Honorar-Lobbyisten", die gegen finanzielle/materielle Gefälligkeiten politische Kontakte zu noch aktiven Freunden vermitteln.

Im Übrigen gebe ich dir den heißen Tipp: CDU, CSU und FDP sind dem eigenen Bekunden nach "wirtschaftsnahe Parteien". Sie machen also, was sie sagen: Sie dienen der Wirtschaft. Die SPD ist da ein ganz anderes Kaliber: Sie war einst eine "Arbeiter-Partei", vertrat also vor allem anderen "soziale Interessen". Insofern solltest du INSBESONDERE darauf achten, WO die Genossen der Bosse so verschwinden: Clement in der INSM, als Think Tank des Ultra-Neoliberalismus also zugleich der größte lebende Feind der Sozialdemokratie, Beck (und zahllose weitere Spezialdemokraten) in der Pharma-Lobby, also jenen Kreisen, die ein gesteigertes Interesse daran haben, dass "Behandlungs-Kosten" möglichst explodieren, während zugleich die "Pflicht-Leistungen" möglichst reduziert werden; und jüngst Kraft im Aufsichtsrat eines Steinkohlekonzerns, der sicherlich äußerst umfassende ökologisch nachhaltige Konzepte verwirklichen will, um den Kindern der Arbeiter, die es sich nicht leisten können, mal eben umzuziehen, wenn ihr Haus immer wieder überflutet wird, zu helfen; aber auch in der Automobilindustrie, der Rüstungsindustrie, der Mineralölindustrie, der Stahlindustrie, dem Maschinenbau und diversen anderen Branchen verschwinden immer wieder Spezialdemokraten in Aufsichtsrats- und Vorstandssesseln ... Und du kannst dich ja mal in einer ruhigen Stunde fragen, was diese Konzerne sich wohl erhoffen, wenn sie SPD-Politiker in ihren Aufsichtsrat einkaufen. Tipps zum Friseur der tollen Frisur werden es wohl kaum sein, oder?! Und bestimmt zweifelst auch du daran, dass sie dann gemeinsam eine Lohnerhöhungsstrategie erarbeiten wollen, nicht wahr, Alexyessin?! Was also könnte dabei "Sozialdemokratisches" herauskommen, wenn Konzerne vor allem ihren Aktionären und damit der Dividende verpflichtet sind und sich Politiker einkaufen, die sie haben KÖNNEN, aber NICHT MÜSSEN?

EINZIG die Linkspartei ist davon (noch?) weitgehend ausgenommen: Da in der Wirtschaft niemand mit ihnen spielen will, sind die Links-Politiker schlechte Lobbyisten.

Alexyessin hat geschrieben:(18 Mar 2018, 16:12)

Mit Klüngel verbinde ich etwas anderes.

Der Vorteil von Sprache ist die Verbindlichkeit der Information. Und die Nomenklatur wird im Duden definiert. Insofern wäre es sicherlich ratsam, wenn du den Duden zu Rate ziehst, Alexyessin. Und darin steht:

Duden hat geschrieben:Klüngel = Gruppe von Personen, die sich gegenseitig Vorteile verschaffen; Clique

Was auch immer du also damit verbindest: Wenn es nicht dem Vorgenannten entspricht, liegst du auch hier schlicht falsch. Und wenn doch, dann verbindest du mit "Klüngel" nichts anderes als ich und Millionen anderer Deutsch sprechender Menschen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fuerst_48 » So 18. Mär 2018, 22:16

Elser hat geschrieben:(17 Mar 2018, 17:55)

Donnerwetter - gut analysiert ! Auch ich denke, dass diese "S"DP nicht mehr zu retten ist. Allein wenn ich die mäßigen schauspielerischen Leistungen von Andrea Nahles sehe und höre, könnte ich kotz... heulen. Aber man könnte eine neue Partei gründen. Die anständige Hälfte der jetzigen "S"PD, die Hälfte der Linken, 30 % der Grünen, 30 % der Nichtwähler. Das sind die poteziellen Mitglieder bzw. Wähler einer neuen, echten sozialdemokratischen Partei. Insgesamt 40 % der Stimmen bei einer Bundestagswahl währen, meiner Meinung nach, durchaus drin. Vielleicht sollte man eine solche Partei USPD (Unabhängige Soziald......) nennen, wie schon die Partei von Luxenburg und Liebknecht hieß. Natürlich müssen Sesselfurzer-Jobs beim Großkapital, für die Funktionäre einer solchen Partei, absolutes Tabu sein. Manchmal habe ich den Eindruck dass einige Aktivitäten von Sahra Wagenknecht, seit einiger Zeit, genau auf die Gründung einer solchen Partei abzielt.

Elser

Als sog. Vorbild nehme man unsere EX-GRÜNE Glawischnig, die in ihrer politischen Karriere den NOVOMATIC-Konzern bis aufs Messer bekämpft hat, und jetzt dort in der Führungsebene (!) ihr bescheidenes (!) Salär verdient.
Wenn das nicht CHARAKTERSTÄRKE ist ??? Was dann? :mad2: :mad2: :mad2:
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mo 19. Mär 2018, 08:30

Just Me hat geschrieben:(18 Mar 2018, 21:23)

Du hast ziemlich romantische Vorstellungen von "Macht", Alexyessin...


Ich weiß nicht was an einer nüchternen Betrachtung der Gegebenheiten jetzt romatisch sein sollte....
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Geri2 » Sa 24. Mär 2018, 14:52

Hab diese Tage etwas über die Katarina Barley gelesen.
Die kam wie Phönix aus der Asche.
Sie arbeitete nach dem Jura-Staatsexamen ein Jahr für eine
Hamburger Kanzlei, anschließend öffentlicher Dienst, Verbeamtung
und in den 8 weiteren Jahren warf sie, nahm Mutterschutz
und wurde Richterin.
Wird man mit Frauenquote so schnell Richter?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon imp » Sa 24. Mär 2018, 17:20

Geri2 hat geschrieben:(24 Mar 2018, 14:52)

Hab diese Tage etwas über die Katarina Barley gelesen.
Die kam wie Phönix aus der Asche.
Sie arbeitete nach dem Jura-Staatsexamen ein Jahr für eine
Hamburger Kanzlei, anschließend öffentlicher Dienst, Verbeamtung
und in den 8 weiteren Jahren warf sie, nahm Mutterschutz
und wurde Richterin.
Wird man mit Frauenquote so schnell Richter?

Schwesig hatte auch so eine Instantkarriere in der Politik.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Geri2 » So 25. Mär 2018, 11:28

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:20)

Schwesig hatte auch so eine Instantkarriere in der Politik.



Dieses ganze Gendergedöns führt unser Land noch ins Unglück.
Eine Amtsärztin als Bundesverteidigungsministerin.
Seither gibt es nur Stress mit anderen Ländern.
Sie will jeden verarzten, den sie in die Finger kriegt.

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