Freiheitskampf der Völker in Europa

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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Senexx » Sa 24. Mär 2018, 08:43

Bisher wenig. Für die Schweizer ist es erstmal eine Frage möglicher finanzieller Belastungen. Aber Sarden sind hartnäckig und sturköpfig, wie Schweizer. Mit ihrem Jahrhunderte währenden Unabhängigkeitskampf sind sie Vorbild für die Sarden.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Orbiter1 » So 25. Mär 2018, 07:28

Senexx hat geschrieben:(24 Mar 2018, 08:33)

Hier wird dich immer gebelfert: Europa und so. Grenzen sind nicht mehr so wichtig. Wieso wird dann plötzlich so viel Wert auf die Aufrecterhaltung von Zwangsstaaten gelegt?

Nennen sie doch einfach die Staaten deren Verfassung einen Passus enthält. „Die Grenzen unseres Staates und die Einheit der Nation sind nicht so wichtig“. In all diesen Ländern dürfen sich selbstverständlich Unabhängigkeitsbewegungen entwickeln und eine eigene Nation anstreben.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Senexx » So 25. Mär 2018, 07:35

Tschechien und die Slowakei haben sich friedlich getrennt, Jugoslawien hat sich aufgelöst, Grönland hat sich von Dänemark gelöst, die Loslösung Schottlands ist nur knapp gescheitert, nach dem Brexit wäre das Ergebnis wohl ein anderes gewesen.

Es gibt keinen Grund, warum es nicht noch mehr Loslösungen geben sollte. Außer Gewalt gegen Freiheitsbestrebungen.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Orbiter1 » So 25. Mär 2018, 08:52

Senexx hat geschrieben:(25 Mar 2018, 08:35)

Tschechien und die Slowakei haben sich friedlich getrennt, Jugoslawien hat sich aufgelöst, Grönland hat sich von Dänemark gelöst, die Loslösung Schottlands ist nur knapp gescheitert, nach dem Brexit wäre das Ergebnis wohl ein anderes gewesen.

Es gibt keinen Grund, warum es nicht noch mehr Loslösungen geben sollte. Außer Gewalt gegen Freiheitsbestrebungen.

Keine Ahnung warum sie den Unterschied zwischen legalen und illlegalen Unabhängigkeitsbestrebungen nicht erkennen. Und warum für sie Verfassungen, die zum Teil unter unglaublichen Opfern erkämpft und erstritten wurden, nur wertloses bedrucktes Papier ist, das keinerlei Bedeutung hat.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Senexx » So 25. Mär 2018, 09:06

Verfassungen sind eine Zeitlang dienlich, wenn die Wirklichkeit sich weiterdreht, haben sie ausgedient und müssen modifiziert werden. Fast alle Staaten sind Zwangsgebilde. Es gibt nur wenige Staaten, die nicht mit Gewalt gefügt wurden.

In einer aufgeklärten Welt herrscht Vertragsfreiheit, und Staaten sollten auf dem freien Willen ihrer Bürger beruhen. Wenn ganze Gebiete selbständig werden wollen, ist das zu respektieren.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Orbiter1 » So 25. Mär 2018, 09:44

Senexx hat geschrieben:(25 Mar 2018, 10:06)

Verfassungen sind eine Zeitlang dienlich, wenn die Wirklichkeit sich weiterdreht, haben sie ausgedient und müssen modifiziert werden.
Das ist richtig und das passiert ja auch laufend. Auch die spanische Verfassung von 1978 ist bereits 2 mal geändert worden. Niemand hält die Protagonisten der katalanischen Unabhängigkeitsbestrebung davon ab dafür zu werben die Verfassung so zu ändern dass aus ihrem illegalem Anliegen ein legales wird. Die erforderlichen Mehrheiten in beiden politischen Kammern und der weitere Prozess sind ja soweit klar.
In einer aufgeklärten Welt herrscht Vertragsfreiheit
Ja, wenn ein rechtliches Vakuum vorliegt. Eine bestehende Verfassung ist das Gegenteil eines rechtlichen Vakuums.
und Staaten sollten auf dem freien Willen ihrer Bürger beruhen.
Nein, die sollten auf die Einhaltung von Recht und Gesetz beruhen. Und einem Staatsapparat der Recht und Gesetz durchsetzt.
Wenn ganze Gebiete selbständig werden wollen, ist das zu respektieren.

Aber nur solange dabei der Rechtsweg eingehalten wird.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Senexx » So 25. Mär 2018, 10:29

Sie biegen sich die Wahrheit mal wieder zurecht. Bitte verdummen Sie andere andernfors.

Rajoy hat den Kompromiss für ein neues Autonomiestatut für Katalonien im Verein mit rechtsextremen Verfassungsrichtern gekippt. Er wollte 114 von 223 Artikeln für verfassungswidrig erklären lassen. Nach vierjähriger Verhandlung wurden 14 Artikel als verfassungswidrig eingestuft, zahlreiche andere wurden eingeschränkt.

Das war der Auslöser für das Unabhängigkeitsverlangen.

Der spanische Staat hat Maß und Mitte verloren und sich auf einen neofranquistischen Pfad begeben.

Rajoys gescheiterter Versuch, während des Artikels 155 das katalanische Erziehungswesen zu ändern, ist ein weiteres Beispiel.

Am Donnerstag hat selbst ein zentralistischer Hardliner wie Felipe Gonzalez davor gewarnt, die Katalanen weiter zu demütigen.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Orbiter1 » Di 27. Mär 2018, 11:35

Senexx hat geschrieben:(25 Mar 2018, 11:29)

Sie biegen sich die Wahrheit mal wieder zurecht. Bitte verdummen Sie andere andernfors.

Der einzige der hier was verbiegt sind sie. Ich habe über die Legalisierung der Unabhängigkeitsbestrebungen geschrieben. Dazu müsste die spanische Verfassung geändert werden. Es gab bisher aber keinerlei Aktivitäten der Unabhängigkeitsbewegung in diese Richtung. Sie schreiben über das katalanische Autonomiestatut, und dann auch noch wie üblich verzerrt.
Rajoy hat den Kompromiss für ein neues Autonomiestatut für Katalonien im Verein mit rechtsextremen Verfassungsrichtern gekippt.

Rajoys Partei, der PP, hatte erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des neu ausgehandelten katalonischen Autonomiestatut und hat deswegen, in Übereinstimmung mit dem Gesetz, beim spanischen Verfassungsgericht eine Normenkontrollklage eingereicht.
Er wollte 114 von 223 Artikeln für verfassungswidrig erklären lassen. Nach vierjähriger Verhandlung wurden 14 Artikel als verfassungswidrig eingestuft, zahlreiche andere wurden eingeschränkt.

Besonders weit ist der PP nicht gekommen. Von 114 beanstandeten Artikeln wurden gerade mal 14 als ganz oder teilweise verfassungswidrig eingestuft. Für weitere 27 Artikel bestimmte das Verfassungsgericht die Auslegung, damit sie verfassungskonform sind. Rechtsextreme Verfassungsrichter, wenn es sie denn wie von ihnen behauptet gegeben hätte, wären zu einem ganz anderen Urteil gekommen. Und die hätten schon gar nicht 4 Jahre dafür gebraucht.
Das war der Auslöser für das Unabhängigkeitsverlangen.
Von Seite der Unabhängigkeitsbewegung gab es anschließend nie den Versuch ihr Anliegen zu legalisieren.
Der spanische Staat hat Maß und Mitte verloren und sich auf einen neofranquistischen Pfad begeben.

Der spanische Staat verteidigt die spanische Verfassung. Und das ist auch gut so.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Senexx » Di 27. Mär 2018, 12:58

Der spanische Staat verletzt die Verfassung und die Menschenrechte.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Tom Bombadil » Di 27. Mär 2018, 16:03

JJazzGold hat geschrieben:(24 Mar 2018, 08:35)

Was sagt die Schweiz dazu?

Die Schweizer wird es freuen: endlich Zugang zum Meer :D Mallotze sollte auch endlich deutsch werden, der Freiheitskampf der deutschen Rentner gegen das spanische Unterdrückungsregime ist kaum noch zu ertragen :(
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Senexx » Mi 28. Mär 2018, 05:04

Nachtrag: Die sardische Initiative für den Anschluss Sardiniens an die Schweiz nennt sich übrigens "Canton Marittimo", nicht "Mediterraneo", wie ich versehentlich gepostet habe. Sie hat inzwischen auch in der Schweiz eine Aktivistengruppe.
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