Welche Religion taugt was?

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Bielefeld09
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 24. Mär 2018, 23:50

Bleibtreu hat geschrieben:(24 Mar 2018, 23:40)

Die zahlreichen VerschwoerungsTheorien, die innerhalb der Ummah wie Unkraut grassieren, sind nur als bizarr zu bezeichnen. Da habe ich zusammen mit Wasteland schon Traenen gelacht! :D

Ich dachte, schlafen wäre ein Thema gewesen,
aber dafür, das Religion nichts taugt,
geht spalten und weiter hassen immer, oder :D
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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keinproblem
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » So 25. Mär 2018, 00:43

Ammianus hat geschrieben:(24 Mar 2018, 23:27)


Ich wende mich an dich, wenn du sagst, dass das Töten von Nichtmuslimen die Muslimas heiraten, islamkonform ist. Warum ich dich dazu nicht nach Belegen fragen darf, ergibt für mich keinen Sinn. Du stützt dich einfach darauf, dass die Gelehrten im Iran die dort an der Macht sind einfach schon das tun werden was im Islam eh vorgesehen ist, weil in der Geschichte von Religionen ja noch nie vorgekommen ist, dass Leute eine Glaubensrichtung instrumentalisieren (sollte gerade in Europa nicht unbekannt sein).

Wie oft willst du noch wiederholen, was Muslime für Sachen unter dem Deckmantel der Religion machen? Das hat hier in dem Thread gar keine Relevanz, weil es nur darum geht was der Inhalt der Religionen ist. Ich glaube Göbbels hat mal gesagt, dass man eine Lüge nur oft genug wiederholen muss damit sie zur Wahrheit wird, und mit dem ehemaligen Propagandaminister hast du dich ja sicher beschäftigt, wenn du bei gefühlt jedem vierten Schlag von Mensch direkt die Propaganda ("Er lügt!") Keule schwingst.
Bevor du mir wieder erzählst was in Saudi Arabien oder Iran für schlimme Sachen passieren und Zucker und Salz in einen Topf rührst, erkläre mir bitte was das Problem an parlamentarischer Demokratie ist, wenn ich morgen in ihrem Namen einen 6. Klässler gegen das Schienbein trete.



Ich finde es immerhin aufrichtig von dir, dass du schon zu Beginn des Satzes einräumst, dass du diese absolut subjektive und am Thema komplett vorbeigehende emotionale Äußerung schon zum dritten mal mit einbringst.


Du hast mich falsch verstanden, ich bin nicht am Zug wenn du so eine krasse These formulierst, dass im frühen islamischen Reich die Dhimmis unterdrückt und ausgebeutet worden, sondern du wenn ich dich nach der Quelle dieser Erkenntnis frage.


Natürlich gibt es dort Moderatoren die auch schwachsinnige Einträge löschen. Wenn es um Naturwissenschaften oder teils auch historische Wiki Einträge geht sind diese in der Regel sehr gut und Wiki kann von keinem Lexika in der Hinsicht das Wasser gereicht bekommen. Wenn es aber um philosophische, religiöse, oder politisch polarisierende Einträge geht, ist Wikipedia eben nur so gut wie der Mod, der drüber geschaut hat.


Ich sehe, dass die Substanz an Argumentationsmasse stetig abnimmt und dieser Gesprächsverlauf mehr und mehr ein "Ammianus gegen keinproblem" statt "das sind meine Thesen, Meinungen und sachlichen Belege wie siehst du das ganze,.." wird.

Wie wäre es denn, wenn wir einfach nochmal unsere Nachrichten vorm Abschicken durchlesen und es uns schlichtweg anders überlegen, wenn wir merken, dass da ja gar keine Fakten und Belege sind, die für eine gehobene sachliche Debatte über ein Thema nun mal fundamental sind.

Grüße
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Ammianus » So 25. Mär 2018, 00:50

keinproblem hat geschrieben:(25 Mar 2018, 00:43)

Natürlich gibt es dort Moderatoren die auch schwachsinnige Einträge löschen. Wenn es um Naturwissenschaften oder teils auch historische Wiki Einträge geht sind diese in der Regel sehr gut und Wiki kann von keinem Lexika in der Hinsicht das Wasser gereicht bekommen. Wenn es aber um philosophische, religiöse, oder politisch polarisierende Einträge geht, ist Wikipedia eben nur so gut wie der Mod, der drüber geschaut hat.


Ich sehe, dass die Substanz an Argumentationsmasse stetig abnimmt und dieser Gesprächsverlauf mehr und mehr ein "Ammianus gegen keinproblem" statt "das sind meine Thesen, Meinungen und sachlichen Belege wie siehst du das ganze,.." wird.

Wie wäre es denn, wenn wir einfach nochmal unsere Nachrichten vorm Abschicken durchlesen und es uns schlichtweg anders überlegen, wenn wir merken, dass da ja gar keine Fakten und Belege sind, die für eine gehobene sachliche Debatte über ein Thema nun mal fundamental sind.

Grüße


Du wirst ja immer wirrer, jetzt zitierst du schon einen Text, den du scheinbar selbst geschrieben hast.

Na ja, immerhin hast du hier den Beleg dafür geliefert, welche Religion so ziemlich am wenigsten für die Zukunft taugt.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon think twice » So 25. Mär 2018, 01:04

Ammianus hat geschrieben:(25 Mar 2018, 00:50)

Ja ich seh es ein. Es gibt keinen Iran und die Steinigung gibt es auch nicht und hat vor allem gar nichts mit Ehebruch zu tun und die Briten haben den Wahabismus geschaffen. Und niemals nicht wurden Leute gesteinigt weil 4 Männer Zeugnis ablegten und die Dhimmis mussten auch viel weniger zahlen als die ...

vergiss es, es ist sinnlos

Und die gesamte muslimische Welt besteht nur aus dem Iran und Steinigungen so wie Deutschland nur aus Nazis besteht, die mit Hitlergruessen "Trauermaersche" inszenieren.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Bleibtreu » So 25. Mär 2018, 01:15

think twice hat geschrieben:(25 Mar 2018, 01:04)

Und die gesamte muslimische Welt besteht nur aus dem Iran und Steinigungen so wie Deutschland nur aus Nazis besteht, die mit Hitlergruessen "Trauermaersche" inszenieren.

Nein, niemand hat hier diese Behauptung aufgestellt, ausser dir eben. Ich hatte ihm heute explizit den liberalen Islam, einen rein spirituellen Islam, der keine weltlichen Ansprueche hat, vorgeschlagen - darauf ist er ueberhaupt nicht eingegangen und bei seiner fundamentalistischen Haltung geblieben. Es empfiehlt sich eben Beitraege/Diskussionen richtig zu lesen. :)
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon think twice » So 25. Mär 2018, 01:21

Bleibtreu hat geschrieben:(25 Mar 2018, 01:15)

Nein, niemand hat hier diese Behauptung aufgestellt, ausser dir eben. Ich hatte ihm heute explizit den liberalen Islam, einen rein spirituellen Islam, der keine weltlichen Ansprueche hat, vorgeschlagen - darauf ist er ueberhaupt nicht eingegangen und bei seiner fundamentalistischen Haltung geblieben. Es empfiehlt sich eben Beitraege/Diskussionen richtig zu lesen. :)

Ich habe lediglich auf einen Beitrag von Ammianus geantwortet. Es empfiehlt sich eben, Beiträge richtig zu lesen, bevor man andere belehrt.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Bleibtreu » So 25. Mär 2018, 01:25

think twice hat geschrieben:(25 Mar 2018, 01:21)

Ich habe lediglich auf einen Beitrag von Ammianus geantwortet. Es empfiehlt sich eben, Beiträge richtig zu lesen, bevor man andere belehrt.

Du hast auf einen Beitrag geantwortet, den er an kleinproblem schrieb. Also, geht es dir um deine Frage und Fakten oder wieder nur um die Person?

Ich hatte keinproblem explizit den liberalen Islam, einen rein spirituellen Islam, der keine weltlichen Ansprueche hat, angeboten:

ME ist es legitim und begruessenswert, die HududStrafen & die gesamte weltliche Seite des Islam abzulehnen. Wenn du fuer einen liberalen Islam eintrittst und deine Religion rein spirituell leben willst. Aber davon kann bei dir ja keine Rede sein - du willst das volle Paket wie fundamentalistische Hardliner - Islam bis in die allerletzte und kleinste Ritze des menschlichen Lebens.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon think twice » So 25. Mär 2018, 01:30


Mir ging es lediglich um Ammianus Beiträge, da er sich stundenlang an Steinigungen im Iran hochgezogen hat.
Eure Fachsimpeleien unter Islamwissenschaftlern interessieren mich nicht die Bohne.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » So 25. Mär 2018, 02:31

Sorry für die späte Antwort, habe sie leider übersehen.
Dark Angel hat geschrieben:(24 Mar 2018, 19:53)

"Züchtige Frauen" sind was für Frauen?

"züchtig" ist im Deutschen ein Wort, dass als Synonym für "sittsam", "anständig","tugendhaft" und "zurückhaltend" verwendet wird.

Wer legt denn fest, was eine "züchtige Frau" ist?
Das hat niemand festzulegen, hat die Frau das Vergehen nicht begangen (Ehebruch) ist sie schon in diesem Szenario "züchtig", völlig gleich was sie sonst so treibt.

Ist dir eigentlich bewusst, welche Menschenverachtung du mit dieser Aussage zum Ausdruck bringst?

Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung, lasse mich aber trotzdem eines besseren belehren wenn ich etwas übersehen hab.

Gute Nacht
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » So 25. Mär 2018, 03:13

Tut mir leid, dass ich erst so spät antworte habe deine Nachricht nicht gesehen.

Bleibtreu hat geschrieben:(24 Mar 2018, 19:41)

Woher hast du diesen Bloedsinn? Saudi Arabien und das Haus al Saud sind keine von den Briten installierte Monarchie:

Entstehung des Landes
Seit dem 18. Jahrhundert verbündete sich der arabische Stamm der Saud mit der sehr strenggläubigen islamischen Reformbewegung der Wahhabiten, um auf diese Weise die arabischen Beduinenstämme zu einigen und zu unterwerfen.

Ein erster größerer Expansionsversuch unter Emir Saud I. (1803–1814) provozierte jedoch im Auftrag des ohnmächtigen osmanischen Sultans eine Militärintervention des osmanischen Vizekönigs von Ägypten, Muhammad Ali, dessen Truppen Sauds Sohn Abdallah I. 1818 vernichtend schlugen. Zweimal – 1818–1822 und nochmals 1838–1843 – wurde das saudische Herrschaftsgebiet im Nedschd von ägyptischen Truppen besetzt. Nach diesen Rückschlägen gerieten die erheblich geschwächten Saudis unter die Oberherrschaft anderer, osmanentreuer arabischer Stammesfürsten. Das Osmanische Reich beobachtete die Lage immer genauestens. (Siehe: Osmanisch-saudischer Krieg)

Erst Emir Abd al-Aziz II. ibn Saud (regierend ab 1902) befreite seine Dynastie und deren Stamm von dieser Unterordnung im Osmanischen Reich und nutzte den wahhabitischen Fundamentalismus erneut für eine siegreiche militärische Expansion in Arabien. Entscheidend war hier der militärische Sieg Ibn-Sauds 1925 über die konkurrierende Dynastie der Haschimiten, die dabei ihr Stammkönigreich Hedschas samt den heiligen Städten Mekka und Medina verloren.

Nach weiteren Eroberungen wurden die unterschiedlichen Gebiete am 23. September 1932 zum neuen Einheitsstaat Saudi-Arabien vereinigt. Deshalb ist der 23. September Nationalfeiertag. Durch die reichen Erdölvorkommen erlangte Saudi-Arabien Wohlstand und eine große Bedeutung für die Wirtschaft der Industrienationen. 1934 kam es zum saudisch-jemenitischen Krieg, der mit einem Sieg Saudi-Arabiens endete.


Sehr gutes Quellenmaterial, und muss auch eingestehen den Nebensatz "Saudis sind eine installierte Monarchie" zu undifferenziert raus gehauen hab. Die Sauds haben schon vorher eine aggressive Politik auf der Halbinsel gefahren etc., aber mein Punkt ist, dass das Saudische Königshaus durch die britische "Indirect Rule" Geld und Waffen von den Briten bekommt, solange sie ihre Interessen durchsetzen (meiner Auffassung nach ist Saudi Arabien demzufolge ein Marionettenstaat), siehe "Vertrag von Darin" usw.
Aber ich verstehe worauf du hinaus willst und du hast schon recht, dass es nicht ausreicht um "installiert" zu sein, nur weil man ohne Unterstützung von XY heute nicht die lokale Macht wäre.



Ebenso falsch ist deine wiederholte Behauptung ueber das islamische Recht. Haben wir nicht bereits zigfach durchgekaut :x , dass zb die HududStrafen auf Quran und Ahadith [Sunnah] beruhen? Noch dichter an der Quelle geht es nicht. :p
Was soll denn eine PrimaerQuelle in diesem Fall sein? :D

Bundeszentrale fuer politische Bildung:
Rechtsverständnis und politischer Alltag in Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten
Prof. Hilmar Krüger über das Rechtsverständnis und den politischen Alltag in Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten.

Es gibt wohl keinen Staat im Nahen und Mittleren Osten, dessen Rechtssystem so stark islamisch geprägt ist wie Saudi-Arabien. Islam und islamisches Recht prägen, durchdringen, formen usw. das gesamte soziale, kulturelle, wirtschaftliche, geistige, politische usw. Leben.

Gedrängt durch die Entwicklungen Im Anschluss an den Golfkrieg von 1991 verkündete König Fahd am 1. März 1992 drei Gesetze, die in etwa als verfassungsrechtliche Grundnormen charakterisiert werden können. Das wichtigste von ihnen ist das sog. "Grundgesetz der Herrschaft", in dem erstmals in der Geschichte des Staates allgemeine Grundsätze des Regierungssystems niedergelegt werden.

Aufgrund dieses Verfassungsdokuments werden - nicht anders als früher - Gesellschaft und Herrschaft völlig dem Islam untergeordnet. Koran und Sunna (die prophetische Tradition) gelten expressis verbis als Verfassung des Staates, wie es die wahhabitischen Religionsgelehrten stets erklärt haben.

Das in Saudi-Arabien befolgte Recht orientiert sich grundsätzlich an den Normen der hanbalitischen Rechtsschule. Dies gilt insbesondere für den Bereich des Kultus ('ibâdât), der ahwâl ash-shakhsîya (Familien- und Erbrecht) und im Strafrecht. - Die Todesstrafe ist weiterhin gültig. Üblicherweise werden die Todesurteile am Freitag nach dem Mittagsgebet (in Riad vor der Hauptmoschee) vollstreckt.


Islamisches Recht spielt lediglich in einigen Bereichen des Handels, der Wirtschaft und der Gerichtsverfahren eine sekundäre Rolle. Dies hängt allerdings davon ab, welches Gericht für die Streitbeilegung zuständig ist. Ist ein Kadi zuständig, so wendet er ausschliesslich das traditionelle islamische Recht (die Scharî'a) an. Staatliche Vorschriften, die im Zweifel nicht auf islamischem Recht beruhen, werden ausschliesslich von besonderen Gerichten (z.B. in handels, bank-, arbeits-, sozial- oder wertpapierrechtlichen Streitigkeiten) angewandt. [...]


Nun eine Primärquelle über den Islam wären Koran und Sunnah, Sekundärquellen Gelehrte, andere Muslime, Nachrichten etc. die nur als qualifizierte Quelle gelten sollten, wenn sie sich selbst auf eine Primärquelle beziehen.
Auch wenn ich nun nicht unbedingt alles gut finde, was die bpb so publiziert oder wofür sie auf ihrer Homepage wirbt (zB Henrik Bröder), so wäre es falsch sie grundsätzlich als wertend einzustufen (in dem von dir verlinktem Artikel ist keine Quelle angegeben, aber zumindest der Name des Prof. der ihn verfasst hat).

Naja wie auch immer, den ersten Punkt des Artikels hast du leider nicht mit gepostet, wäre der wohl etwas ausschlaggebend wenn man sich ein Gesamtbild machen möchte.

Die Herrschaft in Saudi-Arabien beruht auf einer Verbindung der königlichen Familie Sa'ûd und den Wahhâbîya, die eine extrem radikale Strömung der Hanbaliten, einer der vier sunnitischen Rechtsschulen (madhhâhib), sind.

Gute Nacht
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Bleibtreu » So 25. Mär 2018, 05:14

keinproblem hat geschrieben:(25 Mar 2018, 04:13)

Tut mir leid, dass ich erst so spät antworte habe deine Nachricht nicht gesehen.

Macht nichts, ich bin noch am Arbeiten und deswegen wach.

Sehr gutes Quellenmaterial, und muss auch eingestehen den Nebensatz "Saudis sind eine installierte Monarchie" zu undifferenziert raus gehauen hab. Die Sauds haben schon vorher eine aggressive Politik auf der Halbinsel gefahren etc., aber mein Punkt ist, dass das Saudische Königshaus durch die britische "Indirect Rule" Geld und Waffen von den Briten bekommt, solange sie ihre Interessen durchsetzen (meiner Auffassung nach ist Saudi Arabien demzufolge ein Marionettenstaat), siehe "Vertrag von Darin" usw.
Aber ich verstehe worauf du hinaus willst und du hast schon recht, dass es nicht ausreicht um "installiert" zu sein, nur weil man ohne Unterstützung von XY heute nicht die lokale Macht wäre.

Nicht nur das - die Briten haben beide Seiten versucht gegeneinander auszuspielen. Haetten sie die Sauds an die Macht bringen und installieren wollen, waere das mehr als kontraproduktiv gewesen! ;)

Nun eine Primärquelle über den Islam wären Koran und Sunnah, Sekundärquellen Gelehrte, andere Muslime, Nachrichten etc. die nur als qualifizierte Quelle gelten sollten, wenn sie sich selbst auf eine Primärquelle beziehen.


Da muss ich dich korrigieren. In diesem Fall bezog sich deine Forderung an Smith nach einer PrimaerQuelle auf den WikiArtikel ueber Saudi Arabien, den du ablehntest. Hier nach zu lesen:
keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 18:41)
Nein tut es nicht, Wikipedia ist nämlich eine Sekundär- und keine Primärquelle. Ich kann mir einfach einen Account dort machen und in den Artikel reinschreiben, dass Saudi Arabien ein sozialistischer Ein-Parteien-Staat ist. Reicht der Link dann auch aus?


keinproblem hat geschrieben:(25 Mar 2018, 04:13)Auch wenn ich nun nicht unbedingt alles gut finde, was die bpb so publiziert oder wofür sie auf ihrer Homepage wirbt (zB Henrik Bröder), so wäre es falsch sie grundsätzlich als wertend einzustufen (in dem von dir verlinktem Artikel ist keine Quelle angegeben, aber zumindest der Name des Prof. der ihn verfasst hat).

Wer darf denn dM nach authentische Aussagen ueber Saudi Arabien machen? Entweder haeltst du die Zentrale fuer politische Bildung fuer serioes und akzeptabel oder nicht. Ihr kannst du zumindest nicht unterstellen, dass irgendwer in den Artikel etwas Falsches einfuegt. Ich bin also der BeweisPflicht nach gekommen. Wie steht es mit dir? Bring du doch bitte Quellen, die deine Behauptungen ueber Saudi Arabien stuetzen.

Naja wie auch immer, den ersten Punkt des Artikels hast du leider nicht mit gepostet, wäre der wohl etwas ausschlaggebend wenn man sich ein Gesamtbild machen möchte.


Das war keine Absicht von mir. Ich bin die Letzte, die die Wahabis als gemaessigt betrachtet, wie du auch meinem Beitrag an Ammianus entnehmen kannst:
viewtopic.php?p=4163870#p4163870

* Erstens, habe ich im obigen Zitat ueber die Sauds bereits zitiert, worum es sich bei den Wahabis handelt: "Seit dem 18. Jahrhundert verbündete sich der arabische Stamm der Saud mit der sehr strenggläubigen islamischen Reformbewegung der Wahhabiten"
* Zweitens, geht dies Teils auch aus einem weiteren Passus meines Zitates von der bpb hervor:
"Das in Saudi-Arabien befolgte Recht orientiert sich grundsätzlich an den Normen der hanbalitischen Rechtsschule. Dies gilt insbesondere für den Bereich des Kultus ('ibâdât), der ahwâl ash-shakhsîya (Familien- und Erbrecht) und im Strafrecht. - Die Todesstrafe ist weiterhin gültig. Üblicherweise werden die Todesurteile am Freitag nach dem Mittagsgebet (in Riad vor der Hauptmoschee) vollstreckt."
* Und Drittens, kann es jeder, wie du es auch konntest, in der von mir mitgelieferten Verlinkung zur Quelle nachlesen. Deswegen liefere ich immer die OriginalQuelle mit.

Und aus diesem Passus den ich zitierte, geht deutlich hervor, dass sich das islamische Recht in Saudi Arabien auf islamische PrimaerQuellen stuetzt:
"Aufgrund dieses Verfassungsdokuments werden - nicht anders als früher - Gesellschaft und Herrschaft völlig dem Islam untergeordnet. Koran und Sunna (die prophetische Tradition) gelten expressis verbis als Verfassung des Staates, wie es die wahhabitischen Religionsgelehrten stets erklärt haben.

Es ist in FachKreisen unstrittig, dass sich die islamische RechtsSprechung Saudi Arabiens auf Quran und Sunnah stuetzt - da hilft kein noch so vehementes Leugnen. Dass HududStrafen im Islam auch fuer dich immer noch Gueltigkeit haben, hast du ja bereits bestaetigt, als wir darueber diskutierten und du deren Kraft versuchtest mit Verweis auf vier Zeugen und dem ganzen Geeier, abzumildern. Du versuchst also lediglich mit fadenscheiniger Argumentation zu verschleiern, wozu die Saudis brutal offen, open face, stehen. Denn auch fuer dich gelten diese Strafen immer noch. DAS ist fuer MICH der entscheidende Punkt, aus diesem Grunde ordne ich dich ebenfalls als Fundamentalist ein. Wuerdest du sagen, ok, das galt damals, heute muessen wir damit anders umgehen und es anders interpretieren; Koerper- und TodesStrafen haben heute keine Gueltigkeit mehr, meine Religion ruft mich ja auch dazu auf meinen Verstand zu benutzen, also tu ich das auch... aber so gehst du damit leider nicht um.

DAS was die Wahabiten, auch die strengen Hanbaliten; die Hanafiten, etc - fast alle uebrigen RechtsSchulen und Denominationen voneinander unterscheidet, ist ihre jeweilige Auslegung der PrimaerQuellen. Denn ALLE beziehen sich auf die PrimaerQuellen, auch die Schia! Die Exegese, die Interpretation, der Umgang mit Quran und Sunnah, welcher Gelehrten sich dazu bedient wird, DAS ist das Entscheidende! Und wer die Quellen wortwoertlich, so nah als moeglich am Text auslegt + an jedem Buchstaben klammert, der ist ein Fundamentalist, egal unter welcher Flagge er offiziell segelt und wie sehr er sich gegen TierQuaelerei ausspricht - da beisst die Maus keinen Faden ab.

Ganz furchtbar fand ich deine Aussage zu den unschuldig Verurteilten. Da ploppte bei mir sofort der beruehmte Spruch: Toetet sie, der Herr wird die Seinen schon finden auf. Fuer mich ist diese Einstellung unfassbar Menschen verachtend. :dead: Genau diese Einstellung, was sind schon ein paar Jahrzehnte MenschenLeben gegen die Ewigkeit, ist auch ein Naehrboden fuer den islamistischen Terrorismus. Das irdische Leben gilt nichts, im Gegensatz zum ewigen Leben. Da brauchen wir das HuriGesabbel [die Jungfrauen] gar nicht mehr drauf satteln. Da bin ich schon papp satt. :|
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Dark Angel » So 25. Mär 2018, 10:38

keinproblem hat geschrieben:(25 Mar 2018, 03:31)

Sorry für die späte Antwort, habe sie leider übersehen.

"züchtig" ist im Deutschen ein Wort, dass als Synonym für "sittsam", "anständig","tugendhaft" und "zurückhaltend" verwendet wird.

Ich weiß, wofür das Synonym "züchtig" steht.
Du hast meine Frage nicht beantwortet! Daher noch einmal.
Was soll das sein , eine "züchtige Frau"?
Und wer legt fest, was eine "züchtige Frau" ist?

keinproblem hat geschrieben:(25 Mar 2018, 03:31)] Das hat niemand festzulegen, hat die Frau das Vergehen nicht begangen (Ehebruch) ist sie schon in diesem Szenario "züchtig", völlig gleich was sie sonst so treibt.

Und wieder beantwortest du meine Frage nicht!

keinproblem hat geschrieben:(25 Mar 2018, 03:31)Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung, lasse mich aber trotzdem eines besseren belehren wenn ich etwas übersehen hab.

Gute Nacht

Dachte ich mir, dass du nicht verstehst, was ich meine.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon BlueMonday » So 25. Mär 2018, 12:52

Wenn man mit taugen wirkmächtig meint, dann ist der Etatismus mit Abstand die tauglichste Religion, also die in viele Köpfe tief eingedrungene Staatsglaubigkeit. Wenn es irgendwo ein Problem gibt, dann ist in der Regel der "Staat" die Lösung. Mittlerweile selbst für privateste Probleme. Unvorstellbar, ein Leben ohne dieses Wunderding.

Was ist der Staat? Zwei Akteure haben ein Vertrauensproblem. Die Spieltheorie nennt es auch "Gefangenendilemma". Man kommt nicht zur für beide Seiten besten Lösung (die Taube auf dem Dach), denn jede Seite fürchtet den Defekt (Betrug, Vertragsbruch) durch die andere Seite. Durch den Defekt gewinnt nur die eine Seite und spart sich die Gegenleistung. Durch das wundersame Hinzutreten eines dritten Akteurs - der "Staat" - der auf einer höheren Ebene über den beiden anderen Aktueren schwebt, löst sich scheinbar das Problem auf. Die ursprünglichen Akteure geben dazu die Waffen an diesen Dritten ab, entwaffnen sich, geben ihre Macht ab. Und die dritte Partei wacht nun über die Einhaltung von Versprechen (Verträge etc.). Jeder Defekt wird geahndet und bestaft und erscheint dadurch weitaus weniger lukrativ. Die Taube wird vom Dach geholt. Fantastisch.

Nur hat man damit leider ein gewaltiges neues Vertrauensproblem und Defektionspotential geschaffen. Man muss nun dem Gewaltmonpolisten vertrauen, seine Macht nicht zu missbrauchen. Und dafür braucht es dann schon viel Glauben und religiösen Kult.Hymnen, Flaggen, Symbole, Oberhäupter, Vertreter, Diener, Amtskutten als Ausweis, Riten und Zeremonien, Stätten der Glaubensbekundung, Gründungsmythen ("Gesellschaftsvertrag"), heilige Texte ("Verfassungen")... die ganze Palette eines tiefgläubigen Brauchtums.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Adam Smith » So 25. Mär 2018, 12:57

Warum benötigt eigentlich ein allmächtiges Wesen Schutz? Und dieses in Ländern in denen fast alle beten? Warum gibt es keinen Unterschied zu Ländern in denen den Lebewesen das allmächtige Wesen vollkommen egal ist? Weil das Wesen allmächtig ist? Weil ihm alles egal ist?

Wer weiss darauf eine Antwort?

http://mobil.krone.at/444542
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Kael » So 25. Mär 2018, 14:03

Spaghettimonster taugt was
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Alter Stubentiger » So 25. Mär 2018, 14:06

Ammianus hat geschrieben:(24 Mar 2018, 16:19)

Die Rolle buddhistischer Geistlicher in Myanmar wäre auch unter die Lupe zu nehmen.

Dito.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Adam Smith » So 25. Mär 2018, 14:12

Ammianus hat geschrieben:(24 Mar 2018, 16:19)

Die Rolle buddhistischer Geistlicher in Myanmar wäre auch unter die Lupe zu nehmen.


Ebenso auf Sri Lanka und in Südkorea. Ansonsten wäre die Analyse unvollkommen.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Alter Stubentiger » So 25. Mär 2018, 14:13

unity in diversity hat geschrieben:(24 Mar 2018, 16:34)

@Alter Stubentiger
Die Baath-Parteien in Syrien und im Irak, mit Ablegern in Ägypten, Libyen und Algerien, haben sich auch als atheistisch ausgegeben, folgten aber einem anderen quasireligiösen Stern.
Sie konnten Israel nie akzeptieren, weil dort eine Konkurrenzreligion ihren, seit der Antike, berechtigten Platz wieder eingenommen hat.
Für die Araber war Israel ein neuer Kreuzfahrerstaat, dessen Volk man einfach ins Meer zurücktreiben müsse.
Jeder Feldzug gegen Israel war ein Kampf, Religion gegen Religion, obwohl es Atheisten hätte leicht fallen müssen, die Vorteile Israels zu erkennen. Die Kibbuzim zum Beispiel. So macht man Wüsten zu Nahrungsquellen.
Pejes und Kippa, waren das Feindbild an sich und sind es heute noch.
Dabei haben sie übersehen, daß man in Israel Staat und Religion trennt, sonst wären die IDF nie stark genug geworden, ihr Land in einer feindlichen Umgebung dauerhaft verteidigen zu können.


Das sehe ich auch so. Bei vielen dieser Regime kommt noch ein Personenkult dazu. Das ist ja eine quasireligiöse Verehrung eines Führers. So etwas zementiert natürlich patriarchalische Strukturen in diesen Gesellschaften. Das verhindert jede gesellschaftliche Erneuerung. Und so etwas wie ein Kibbuz ist in diesen Strukturen gar nicht denkbar. Das wäre ja eine Bedrohung für die Patriarchen. Vor allem wenn da auch noch Frauen und Männer auf Augenhöhe zusammenarbeiten.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Alter Stubentiger » So 25. Mär 2018, 14:17

BlueMonday hat geschrieben:(25 Mar 2018, 13:52)

Wenn man mit taugen wirkmächtig meint, dann ist der Etatismus mit Abstand die tauglichste Religion, also die in viele Köpfe tief eingedrungene Staatsglaubigkeit. Wenn es irgendwo ein Problem gibt, dann ist in der Regel der "Staat" die Lösung. Mittlerweile selbst für privateste Probleme. Unvorstellbar, ein Leben ohne dieses Wunderding.

Was ist der Staat? Zwei Akteure haben ein Vertrauensproblem. Die Spieltheorie nennt es auch "Gefangenendilemma". Man kommt nicht zur für beide Seiten besten Lösung (die Taube auf dem Dach), denn jede Seite fürchtet den Defekt (Betrug, Vertragsbruch) durch die andere Seite. Durch den Defekt gewinnt nur die eine Seite und spart sich die Gegenleistung. Durch das wundersame Hinzutreten eines dritten Akteurs - der "Staat" - der auf einer höheren Ebene über den beiden anderen Aktueren schwebt, löst sich scheinbar das Problem auf. Die ursprünglichen Akteure geben dazu die Waffen an diesen Dritten ab, entwaffnen sich, geben ihre Macht ab. Und die dritte Partei wacht nun über die Einhaltung von Versprechen (Verträge etc.). Jeder Defekt wird geahndet und bestaft und erscheint dadurch weitaus weniger lukrativ. Die Taube wird vom Dach geholt. Fantastisch.

Nur hat man damit leider ein gewaltiges neues Vertrauensproblem und Defektionspotential geschaffen. Man muss nun dem Gewaltmonpolisten vertrauen, seine Macht nicht zu missbrauchen. Und dafür braucht es dann schon viel Glauben und religiösen Kult.Hymnen, Flaggen, Symbole, Oberhäupter, Vertreter, Diener, Amtskutten als Ausweis, Riten und Zeremonien, Stätten der Glaubensbekundung, Gründungsmythen ("Gesellschaftsvertrag"), heilige Texte ("Verfassungen")... die ganze Palette eines tiefgläubigen Brauchtums.


Deshalb gibt es in funktionierenden Demokratien nur Macht auf Zeit und die Gewaltenteilung. Da wo sie abgeschafft wird steht man auf der Schwelle zur Autokratie.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Antonius » Mi 28. Mär 2018, 14:59

Adam Smith hat geschrieben:(25 Mar 2018, 13:57)
Warum benötigt eigentlich ein allmächtiges Wesen Schutz? Und dieses in Ländern in denen fast alle beten? Warum gibt es keinen Unterschied zu Ländern in denen den Lebewesen das allmächtige Wesen vollkommen egal ist? Weil das Wesen allmächtig ist? Weil ihm alles egal ist?

Wer weiss darauf eine Antwort?

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Gott braucht keinen Schutz, schon gar nicht durch (einzelne) Menschen.
Gott kann man nicht beleidigen, denn er steht über diesen Dingen.

Das Christentum als Reformbewegung - so habe ich es gelernt - schöpfte seine Kraft von Beginn an aus einem reformatorischen Ansatz,
beispielsweise gab es keine Ess- und Trinkgebote, keine Bekleidungsvorschriften, keine Körperverletzungsvorschriften (Beschneidung), kein Bilderverbot, etc.
Die Christliche Theologie ist vom ethischen Prinzip der Gottes- und Nächstenliebe überwölbt, die allerdings bereits im Judentum postuliert wurde.

Etwa 600 Jahre später kam dann dieser Absturz, der Islam.
Uralte, archaische, längst überholt geglaubte Rituale wurden wieder eingesetzt.
Das ist bis heute das Problem der (Religions-)Ideologie des Islam.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)

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