DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Hyde » Di 20. Mär 2018, 20:44

Die Linken sind innenpolitisch eine Spaßpartei (Beispiel: Forderung Mindestsicherung von 1050 € ohne Sanktionen für alle Arbeitslosen), außenpolitisch muss man sie jedoch für hochgefährlich halten. Mit ihrem nationalistischen Kurs, ihrer Ablehnung von NATO, ihren EU-Ressentiments, ihrer Feindschaft gegenüber Freihandel und Globalisierung, ihrer Anbiederung an kriegstreibende und autoritäre Regimes, würden sie außenpolitisch großen Schaden anrichten, wenn sie an die Macht kämen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Hyde » Di 20. Mär 2018, 20:58

Der General hat geschrieben: Die größte Gefahr für den Weltfrieden sind die Cowboy´s über dem großen Teich und es ist gut und Richtig, dass jemand aus Moskau da genauer hinschaut und auf die Finger klopft!


Ohne die Cowboys wäre die Welt vielleicht heute noch von Faschismus und Kommunismus überzogen.

Aber über die USA zu diskutieren, macht mit einem . . . Linken keinen Sinn, der seinen Hass oder seine Liebe zu Ländern von deren NATO-Mitgliedschaft abhängig macht.

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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Woppadaq » Di 20. Mär 2018, 23:49

Hyde hat geschrieben:(20 Mar 2018, 20:44)

Die Linken sind innenpolitisch eine Spaßpartei (Beispiel: Forderung Mindestsicherung von 1050 € ohne Sanktionen für alle Arbeitslosen)


Was soll daran spassig sein? Wir reden doch hier von Arbeitslosengeld und nicht vom BGE, oder?


Mit ihrem nationalistischen Kurs, ihrer Ablehnung von NATO, ihren EU-Ressentiments, ihrer Feindschaft gegenüber Freihandel und Globalisierung, ihrer Anbiederung an kriegstreibende und autoritäre Regimes, würden sie außenpolitisch großen Schaden anrichten, wenn sie an die Macht kämen.


Also von hinten mal aufgerollt: Anbiederung an Putin gabs unter SPD-Schröder auch. Skepsis bis Ablehnung für Freihandel und Globalisierung ist inzwischen nicht mehr bloss ein linkes Thema. EU-Ressentiments sind nicht dasselbe wie EU-Ablehnung, es kann sogar EU-Stärkung bedeuten. "Nationalistischer Kurs" ist ein Schlagwort, welches sich hier bisher noch niemand die Mühe gemacht hat, mal näher zu erläutern, was ich bisher von den Linken als Nationalismus erkenne, ist weitaus passabler als der CSU-Nationalismus eines Seehofers.

Bleibt also nur die NATO-Ablehnung. Nunja...
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Hyde » Mi 21. Mär 2018, 02:15

Woppadaq hat geschrieben:(20 Mar 2018, 23:49)
"Nationalistischer Kurs" ist ein Schlagwort, welches sich hier bisher noch niemand die Mühe gemacht hat, mal näher zu erläutern, was ich bisher von den Linken als Nationalismus erkenne, ist weitaus passabler als der CSU-Nationalismus eines Seehofers.


Die Linken sind anders als die Rechten nicht in dem Sinne nationalistisch, dass sie eine restriktive Einwanderungspolitik verfolgen. Aber außenpolitisch sind sie von vorne bis hinten nationalistisch eingestellt. Das umfasst ihre Ablehnung der Globalisierung, ihre Ablehnung von internationalen Institutionen genauso wie ihre Weigerung, sicherheitspolitische Verantwortung im Ausland zu übernehmen.

In Krisengebieten, wo die Bevölkerungen auf sicherheitspolitische Stabilität angewiesen sind, jegliche deutschen Soldaten abziehen zu wollen, keine Verantwortung übernehmen zu wollen und stattdessen diese Krisengebiete und Menschen einfach „ihrem Schicksal zu überlassen“, dem Chaos zu überlassen, das ist eine Außenpolitik, die ich nationalistisch und egoistisch nenne.

Nicht umsonst treffen sich auch hier - beim Fordern des Stopps jeglicher Auslandseinsätze und jeglicher sicherheitspolitischer Verantwortung - wieder mal ganz links und ganz rechts. Weil es nämlich im tiefsten Maß national-egoistisches Gedankengut ist, nach dem Motto: „was kümmert uns die Welt? Hauptsache uns hier geht es gut! Sollen doch die Taliban Afghanistan überrennen, ist ja nicht unser Problem!“
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Woppadaq » Mi 21. Mär 2018, 03:41

Hyde hat geschrieben:(21 Mar 2018, 02:15)

Die Linken sind anders als die Rechten nicht in dem Sinne nationalistisch, dass sie eine restriktive Einwanderungspolitik verfolgen. Aber außenpolitisch sind sie von vorne bis hinten nationalistisch eingestellt. Das umfasst ihre Ablehnung der Globalisierung, ihre Ablehnung von internationalen Institutionen genauso wie ihre Weigerung, sicherheitspolitische Verantwortung im Ausland zu übernehmen.

In Krisengebieten, wo die Bevölkerungen auf sicherheitspolitische Stabilität angewiesen sind, jegliche deutschen Soldaten abziehen zu wollen, keine Verantwortung übernehmen zu wollen und stattdessen diese Krisengebiete und Menschen einfach „ihrem Schicksal zu überlassen“, dem Chaos zu überlassen, das ist eine Außenpolitik, die ich nationalistisch und egoistisch nenne.

Nicht umsonst treffen sich auch hier - beim Fordern des Stopps jeglicher Auslandseinsätze und jeglicher sicherheitspolitischer Verantwortung - wieder mal ganz links und ganz rechts. Weil es nämlich im tiefsten Maß national-egoistisches Gedankengut ist, nach dem Motto: „was kümmert uns die Welt? Hauptsache uns hier geht es gut! Sollen doch die Taliban Afghanistan überrennen, ist ja nicht unser Problem!“


Also ich halte es für falsch, den bei der Linken traditionell vorhandenen Antiimperialismus wie auch den seit der Wende betonten Pazifismus jetzt als Nationalismus auszulegen. Der Vorwurf kann da leicht auf den Vorwerfenden zurückfallen, wenn man mal Fragen nach dem tieferen Sinn der Auslandseinsätze anfängt zu stellen, z.B. inwiefern da nicht vor allem nationale Interessenabsicherung eine Rolle spielt. Wenn es um den symbolischen Pazifismus geht - und die Linken können sich den noch leisten, da nie ernsthaft über eine Regierungsbeteiligung bei den anderen Parteien nachgedacht wurde und wird - da mehmen sich die Linken und die Grünen nichts. Es macht auch wenig Sinn, gegen das Abziehen von Soldaten aus Afghanistan zu sein, wenn selbst Obama wie Trump das ihren Wählern versprechen (ob sie es dann halten, ist eine andere Frage...)

Der Pazifismus spielt ebenso bei der "sicherheitspolitischen Verantwortung" eine Rolle. Es gibt da durchaus konträre Meinungen dazu, was genau darunter zu verstehen ist und welches Konzept Sinn macht. Und so wie es Sinn gemacht hat, den Irak-Einsatz abzulehnen, macht es auch Sinn, andere Konzepte abzulehnen, die mehr Konfrontation als Entspannung und Stabilität bringen. Mein Vertrauen gerade in die Konservativen, da die richtigen Mittel zu finden, ist ehrlich gesagt geringer als bei allen linken Parteien.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 21. Mär 2018, 05:03

Woppadaq hat geschrieben:(21 Mar 2018, 03:41)

Also ich halte es für falsch, den bei der Linken traditionell vorhandenen Antiimperialismus wie auch den seit der Wende betonten Pazifismus jetzt als Nationalismus auszulegen.

Dieser "traditionelle Antiimperialismus" ist auf antiwestliche Vorstellungen begrenzt, jedenfalls bei der deutschen Alt-Linken, bei der MLPD nicht und bei russischen Sozialisten auch nicht unbedingt. Der begrenzte Antiimperialismus bezieht sich auf die "angelsächsische Welt", also auf den atlantischen Schild, nicht auf die "russische Welt" (Ruski Mir) oder wie es die NPD in ihrem Programm nennt - die "eurasischen Machtzentren". Soll quasi heißen, Moskau und Peking sind gut, Washington und Brüssel nicht. Diesem Ansatz entspricht auch die Vorstellung einer Annäherung der Achse Berlin - Moskau, wobei die "Zwischenländer", die um Freiheit und Unabhängigkeit ringen, störend sind.

Diese Betrachtungsweise erklärt auch die sicherheitspolitisch unheimliche Nähe zwischen dieser Linken, eben der etablierten Linken, und der extremen Rechten wie AfD und NPD.

Der Vorwurf kann da leicht auf den Vorwerfenden zurückfallen, wenn man mal Fragen nach dem tieferen Sinn der Auslandseinsätze anfängt zu stellen, z.B. inwiefern da nicht vor allem nationale Interessenabsicherung eine Rolle spielt. Wenn es um den symbolischen Pazifismus geht - und die Linken können sich den noch leisten, da nie ernsthaft über eine Regierungsbeteiligung bei den anderen Parteien nachgedacht wurde und wird - da mehmen sich die Linken und die Grünen nichts. Es macht auch wenig Sinn, gegen das Abziehen von Soldaten aus Afghanistan zu sein, wenn selbst Obama wie Trump das ihren Wählern versprechen (ob sie es dann halten, ist eine andere Frage...)
Der Pazifismus spielt ebenso bei der "sicherheitspolitischen Verantwortung" eine Rolle. Es gibt da durchaus konträre Meinungen dazu, was genau darunter zu verstehen ist und welches Konzept Sinn macht. Und so wie es Sinn gemacht hat, den Irak-Einsatz abzulehnen, macht es auch Sinn, andere Konzepte abzulehnen, die mehr Konfrontation als Entspannung und Stabilität bringen. Mein Vertrauen gerade in die Konservativen, da die richtigen Mittel zu finden, ist ehrlich gesagt geringer als bei allen linken Parteien.

Dieser "symbolische Pazifismus" ist bei der etablierten Linken eben auch nur ein halber Pazifismus, eigentlich ein "Hurra-Pazifismus", der sich wiederum auf die "angelsächsische Welt" bezieht und im wesentlichen Isolationismus meint. Afghanistan ist ein gutes Beispiel. Was passiert denn, wenn man jedwede Stabilisierungsbemühungen aufgibt ? Dann wütet der Taliban. Ist das Pazifismus ? Nein, das ist einfach nur eine geografische Unterscheidung von Schlachtfeldern.

In Mali haben afrikanische Truppen, Franzosen und Blauhelme eingegriffen, mit einigem Erfolg. Alternativ dazu hätte sich ganz Nordwestafrika destabilisieren können.

Isolationismus heißt nicht einfach "kein Krieg", es heißt vielmehr "Marktradikalismus" im sicherheitspolitischen Segment. Es heißt so viel wie: "Möge der Bessere gewinnen".
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Mi 21. Mär 2018, 07:13

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Mar 2018, 05:03)

...Afghanistan ist ein gutes Beispiel. Was passiert denn, wenn man jedwede Stabilisierungsbemühungen aufgibt ? Dann wütet der Taliban. Ist das Pazifismus ? Nein, das ist einfach nur eine geografische Unterscheidung von Schlachtfeldern...


Vielleicht hast Du das noch nicht mitbekommen, aber in Afghanistan ist aktuell die Taliban so stark wie nie. Die Einsätze auch von Deutscher Seite haben leider nur eines gebracht nämlich Särge, völlig unnötig und nicht durchdacht.

Die geschäftsführende Bundesregierung gesteht mit ihrem sogenannten Perspektivbericht zu Afghanistan vor allem ein, dass dem Land durch Krieg und ausländische Einflussnahme jede Perspektive genommen wurde. Es ist völlig absurd, dass dieses Dokument des Scheiterns nun zum Anlass genommen wird, die weitere Truppenpräsenz in dem zentralasiatischen Land zu verteidigen“, sagt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Die Außenpolitikerin weiter:

„Die Bilanz im 17. Jahr am Hindukusch besteht aus steigenden Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung, einer stetig schlechter werdenden Sicherheitslage selbst in bisher relativ friedlichen Gebieten und einer immer katastrophaleren sozialen Situation der Menschen. Es ist vor diesem Hintergrund völlig unverständlich, dass die deutsche Truppenstärke auf 1.300 Militärs aufgestockt werden soll. Die Bundesregierung will in Afghanistan das Feuer mit noch mehr Benzin bekämpfen; das wird scheitern.

Afghanistan braucht jetzt nicht mehr Militär, sondern einen politischen Ausweg aus dem Krieg, Friedensgespräche unter UN-Kontrolle und einen zivilen Aufbau.“


https://www.linksfraktion.de/themen/nac ... cheiterns/

grüsse
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 21. Mär 2018, 07:39

Der General hat geschrieben:(21 Mar 2018, 07:13)

Vielleicht hast Du das noch nicht mitbekommen, aber in Afghanistan ist aktuell die Taliban so stark wie nie. Die Einsätze auch von Deutscher Seite haben leider nur eines gebracht nämlich Särge, völlig unnötig und nicht durchdacht.

Die geschäftsführende Bundesregierung gesteht mit ihrem sogenannten Perspektivbericht zu Afghanistan vor allem ein, dass dem Land durch Krieg und ausländische Einflussnahme jede Perspektive genommen wurde. Es ist völlig absurd, dass dieses Dokument des Scheiterns nun zum Anlass genommen wird, die weitere Truppenpräsenz in dem zentralasiatischen Land zu verteidigen“, sagt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Die Außenpolitikerin weiter:

„Die Bilanz im 17. Jahr am Hindukusch besteht aus steigenden Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung, einer stetig schlechter werdenden Sicherheitslage selbst in bisher relativ friedlichen Gebieten und einer immer katastrophaleren sozialen Situation der Menschen. Es ist vor diesem Hintergrund völlig unverständlich, dass die deutsche Truppenstärke auf 1.300 Militärs aufgestockt werden soll. Die Bundesregierung will in Afghanistan das Feuer mit noch mehr Benzin bekämpfen; das wird scheitern.

Afghanistan braucht jetzt nicht mehr Militär, sondern einen politischen Ausweg aus dem Krieg, Friedensgespräche unter UN-Kontrolle und einen zivilen Aufbau.“


https://www.linksfraktion.de/themen/nac ... cheiterns/

grüsse

Das sagte ich ja, die Position der Linken ist ein isolationistischer. Das heißt, man möchte den Schlachtfeldern aus der Ferne zusehen zum einen, zum andern die Dinge neuimperialistischen Zentren überlassen.

Interessant ist hierbei, dass sich die Position der etablierten Linken mit der neuen Rechten überschneidet.

Oder, etwas plakativer ausgedrückt - 4.000 Stolperdraht-Soldaten der NATO an der Ostflanke sind der Weltuntergang, 300.000 Soldaten der russischen Föderationstruppen an der Westflanke sind indes Anlass zum Strammstehen.
;)
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Mi 21. Mär 2018, 08:27

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Mar 2018, 07:39)

Das sagte ich ja, die Position der Linken ist ein isolationistischer. Das heißt, man möchte den Schlachtfeldern aus der Ferne zusehen zum einen, zum andern die Dinge neuimperialistischen Zentren überlassen.


Nein, dass was Du hier Implizierst hat rein gar nichts mit der Position der Partei Die Linke zu tun. Wenn Die Linke Friedensgespräche einfordert statt Bomben, machst Du daraus ein "zusehen von Schlachtfelder aus der Ferne". Und wenn Dir dann noch anhand von Gegen Fakten (Afghanistan Bericht) die Argumente ausgehen, kommt ein Vergleich mit der AfD. :|

DarkLightbringer hat geschrieben:Interessant ist hierbei, dass sich die Position der etablierten Linken mit der neuen Rechten überschneidet.


siehe oben

DarkLightbringer hat geschrieben:Oder, etwas plakativer ausgedrückt - 4.000 Stolperdraht-Soldaten der NATO an der Ostflanke sind der Weltuntergang, 300.000 Soldaten der russischen Föderationstruppen an der Westflanke sind indes Anlass zum Strammstehen.
;)


Ich finde man kann froh sein, dass die Linke Pazifistisch veranlagt ist und die frühere Rolle der Grünen komplett übernommen haben. Ich sehe an dem Vorhaben sich für Frieden einzusetzen nichts schlimmes.

Deutsche Soldaten sollten sowieso Nie wieder eine Waffe in den Händen halten, dass jemals noch "Deutsche Soldaten" in Kriegen erneut getötet haben und gestorben sind, hätte ich nicht für möglich gehalten, nachdem ich mich vor vielen Jahren ganz Intensiv mit den Weltkriegen auseinander gesetzt bzw. informiert habe! Gegen Humanitäre oder Organisatorische Hilfen in Krisengebiete ist jedoch nichts einzuwenden.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon zollagent » Mi 21. Mär 2018, 08:35

Na ja, eine Selbstlähmung des Westens zum Gewährenlassen neuimperialistischer Bestrebungen aus dem Osten hat nichts mit Friedensliebe zu tun. Es ist eher die Arbeit einer 5. Kolonne für die Interessen anderer.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon pikant » Mi 21. Mär 2018, 08:36

Hyde hat geschrieben:(20 Mar 2018, 20:44)

Die Linken sind innenpolitisch eine Spaßpartei (Beispiel: Forderung Mindestsicherung von 1050 € ohne Sanktionen für alle Arbeitslosen), außenpolitisch muss man sie jedoch für hochgefährlich halten. Mit ihrem nationalistischen Kurs, ihrer Ablehnung von NATO, ihren EU-Ressentiments, ihrer Feindschaft gegenüber Freihandel und Globalisierung, ihrer Anbiederung an kriegstreibende und autoritäre Regimes, würden sie außenpolitisch großen Schaden anrichten, wenn sie an die Macht kämen.


das ist ein Zuwanderungsbeschgleunigungsforderung, wenn man allen, die hier in Deutschland leben, 1050 Euro in die Hand drueckt - da wuerde die AfD schnell auf 20% kommen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Hyde » Mi 21. Mär 2018, 10:33

Woppadaq hat geschrieben:(21 Mar 2018, 03:41)
Der Pazifismus spielt ebenso bei der "sicherheitspolitischen Verantwortung" eine Rolle.


Es ist aber kein Pazifismus, Kriege und Konflikte nicht beenden zu wollen.

Als zum Beispiel die Grünen sich 1999 für den Einsatz im Kosovo entschieden, haben sie damit pazifistisch gehandelt. Nicht-pazifistisch wäre es dagegen gewesen, wenn die Grünen sich gegen den Einsatz entschieden hätten, wenn man also die Feinde der Humanität einfach gewähren lässt, sodass die weiter ihr Unwesen treiben können, ohne dass sie besiegt werden. Auch die USA hat 1942 pazifistisch gehandelt, indem sie in den Krieg gegen Hitler-Deutschland eintrat.

Es hat nichts mit Pazifismus zu tun, wenn man Afghanistan den zerstörerischen und mordenden Taliban überlässt.
Wer für einen solchen angeblichen Pazifismus eintritt, dessen Ideologie auf dem Rücken der afghanischen Bevölkerung ausgetragen wird, den kritisiere ich ganz klar. Pazifismus heißt doch, dass man Kriege beenden will, und das geht nur, wenn man Aggressoren wie Hitler und den Taliban entgegentritt, sonst gibt es nie die Chance auf Frieden - oder nur Frieden unter Hitlerschen und Talibanschen Bedingungen.

Man fühlt sich bei den Linken selbst besser, weil man angeblich ja so pazifistisch ist, aber der Preis für das eigene Besserfühlen ist dann, dass in Afghanistan und anderswo weiterhin hunderttausende unschuldige Menschen abgeschlachtet werden. Ein recht hoher Preis für das eigene Wohlbefinden - aber Hauptsache, man kann die eigene Ideologie durchdrücken.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon pikant » Mi 21. Mär 2018, 10:49

Der General hat geschrieben:(21 Mar 2018, 08:27)





Ich finde man kann froh sein, dass die Linke Pazifistisch veranlagt ist ..... Ich sehe an dem Vorhaben sich für Frieden einzusetzen nichts schlimmes.



sich fuer Frieden einsetzen hat mit Pazifismus doch nichts zu tun.
Russland gibt ja auch vor sich fuer den Frieden einzzusetzen und ist militaerisch in der Welt unterwegs und besetzt sogar gewaltsam Gebiete.
ein Pazifismus kann eben Frieden nicht gewaehrleisten wie zB. die Gruenen am Kosovo erfahren mussten und ja eine militaerische Handlung kann auch Frieden sichern.
Was soll daran so gut sein, wenn ich ansehen muss, wie man Menschen grundllos umbringt und ich daneben stehe und nicht eingreifen kann, da ich es ablehne einzugreifen?
ein Pazifislmus macht am Ende den Gewalttaetigen zum Sieger und dem Pazifisten zum Verlierer.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Hyde » Mi 21. Mär 2018, 10:52

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Mar 2018, 05:03)

Dieser "traditionelle Antiimperialismus" ist auf antiwestliche Vorstellungen begrenzt, jedenfalls bei der deutschen Alt-Linken, bei der MLPD nicht und bei russischen Sozialisten auch nicht unbedingt. Der begrenzte Antiimperialismus bezieht sich auf die "angelsächsische Welt", also auf den atlantischen Schild, nicht auf die "russische Welt" (Ruski Mir)


Das sieht man auch daran, dass der User DerGeneral in diesem Thread hier vor ein paar Seiten gesagt hat, dass Putins Kampfeinsatz in Syrien gut war, weil er damit Frieden geschaffen habe.

Aber wehe, der Westen unternimmt mal Auslandseinsätze - dann zählt die eigene Argumentation nicht mehr, und das Gegenteil wird behauptet.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 21. Mär 2018, 10:55

Hyde hat geschrieben:(21 Mar 2018, 10:52)

Das sieht man auch daran, dass der User DerGeneral in diesem Thread hier vor ein paar Seiten gesagt hat, dass Putins Kampfeinsatz in Syrien gut war, weil er damit Frieden geschaffen habe.

Aber wehe, der Westen unternimmt mal Auslandseinsätze - dann zählt die eigene Argumentation nicht mehr, und das Gegenteil wird behauptet.

Der Kollege General hat einen besonderen Sinn für Humor. Da würde auch der Begriff vom Friedenskrieg Sinn machen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon pikant » Mi 21. Mär 2018, 11:03

Der General hat geschrieben:(17 Mar 2018, 00:36)

Wenn ich da für mich spreche, so wäre mein Argument, dass Russland bzw. Putin stets Sorge trägt den Weltfrieden zu wahren !


Und dann behaupten sie einige Tage spaeter, dass Pazifismus den Frieden sichert - Putin und Russland ist doch der Beweis das exakt das Gegenteil der Fall ist, denn Putin greift doch um den Weltfrieden zu wahren fast ueberall militaerisch ein, siehe Krim, Syrien oder Ukraine.
Mit Pazifismus a la Linkspartei kaeme Putin keinen Schritt weiter :D

Da sollte man sich schon als Linker entscheiden ob man Putin mit militaerischen Loesungen lobt oder den Pazifismus Linken hier spielt.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon pikant » Mi 21. Mär 2018, 11:05

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Mar 2018, 10:55)

Der Kollege General hat einen besonderen Sinn für Humor. Da würde auch der Begriff vom Friedenskrieg Sinn machen.


Paisifismus a la Linkspartei ist toll und Putin wahrt mit Militaer hochgeruestet den Weltfrieden und muss immer eingreifen, um die USA zuureck zu draengen.
Friedenskrieg passt.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 21. Mär 2018, 11:11

pikant hat geschrieben:(21 Mar 2018, 11:05)

Paisifismus a la Linkspartei ist toll und Putin wahrt mit Militaer hochgeruestet den Weltfrieden und muss immer eingreifen, um die USA zuureck zu draengen.
Friedenskrieg passt.

Gut, dann sind sich ja alle einig und wir können der etablierten Linken zumindest noch den Titel der "Friedenskriegspartei Nr. 1" zubilligen.
Für die AfD muss man sich eben etwas anderes überlegen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon jorikke » Mi 21. Mär 2018, 12:02

Der General hat geschrieben:(21 Mar 2018, 08:27)

Nein, dass was Du hier Implizierst hat rein gar nichts mit der Position der Partei Die Linke zu tun. Wenn Die Linke Friedensgespräche einfordert statt Bomben, machst Du daraus ein "zusehen von Schlachtfelder aus der Ferne". Und wenn Dir dann noch anhand von Gegen Fakten (Afghanistan Bericht) die Argumente ausgehen, kommt ein Vergleich mit der AfD. :|



siehe oben



Ich finde man kann froh sein, dass die Linke Pazifistisch veranlagt ist und die frühere Rolle der Grünen komplett übernommen haben. Ich sehe an dem Vorhaben sich für Frieden einzusetzen nichts schlimmes.

Deutsche Soldaten sollten sowieso Nie wieder eine Waffe in den Händen halten, dass jemals noch "Deutsche Soldaten" in Kriegen erneut getötet haben und gestorben sind, hätte ich nicht für möglich gehalten, nachdem ich mich vor vielen Jahren ganz Intensiv mit den Weltkriegen auseinander gesetzt bzw. informiert habe! Gegen Humanitäre oder Organisatorische Hilfen in Krisengebiete ist jedoch nichts einzuwenden.


Das deutsche Soldaten nie wieder eine Waffe in den Händen halten sollen, ist eine Forderung von dir. Etwa so sinnvoll als würde ich fordern, der BVB darf nie wieder einen Ball benutzen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Woppadaq » Mi 21. Mär 2018, 12:03

Hyde hat geschrieben:(21 Mar 2018, 10:33)

Es ist aber kein Pazifismus, Kriege und Konflikte nicht beenden zu wollen.


Jeder Krieg will "den Krieg beenden", selbst Hitlers totaler Krieg wollte das, auch die Amis in Vietnam waren nur zur Friedenssicherung dort.

Man muss das aber auch können, sonst tappt man in die Kriegsfalle.

Als zum Beispiel die Grünen sich 1999 für den Einsatz im Kosovo entschieden, haben sie damit pazifistisch gehandelt.


Ich möchte daran erinnern, dass diese Entscheidung bei den Grünen sehr umstritten war und zur Farbbeutelattacke auf Fischer führte, der damals auf dem Sonderparteitag wahrscheinlich die Rede seines Lebens hielt. Wären die Grünen nicht in der Regierung gewesen, hätten diese es mit Freuden genossen, über die "Kriegstreiberei" der Regierung herzuziehen, so wie das damals die Linke gemacht hat.

Man fühlt sich bei den Linken selbst besser, weil man angeblich ja so pazifistisch ist, aber der Preis für das eigene Besserfühlen ist dann, dass in Afghanistan und anderswo weiterhin hunderttausende unschuldige Menschen abgeschlachtet werden. Ein recht hoher Preis für das eigene Wohlbefinden - aber Hauptsache, man kann die eigene Ideologie durchdrücken.


Nochmal: dieser Pazifismus war der Pazifismus der Grünen, bis sie selbst endlich in der Verantwortung standen. Diesen Pazifismus leisten sich die Linken, solange sie sich ihn leisten können. Von "sicherheitspolitischer Verantwortung" zu reden, wie George W. Bush das getan hat, und einen das dann als Pazifismus zu verkaufen, ist schon ein ziemliches Kunststück.

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