Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

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Uffhausen
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Uffhausen » So 10. Dez 2017, 20:52

Maltrino hat geschrieben:(10 Dec 2017, 17:19)
...meine wertvolle Arbeit (Ich entwickle zum Beispiel Konzepte zur Lösung der Pflegekrise)...

Gute Güte, so einer bist du? Interessant.

Hm... nee. Ich würde gern etwas diesbezüglich ansprechen, aber ich habe Angst, dass du dich dann wieder unnötig "bekämpft" fühlst. Oder dass du wieder nur meinst, mich verstanden zuhaben und dann wieder sowas wie deine merkwürdige Eiscreme-Verteilungsaktionen aus dem Hut zauberst... :?

Schade!

Oder wir machen es wie ich vorschlug: Schaffen ein Sytem der "Telemedizin",...

Gut, dann machen wir das halt so. Deine Idee sei uns Befehl...*ganztiefseufz* :|
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » So 10. Dez 2017, 21:28

Uffhausen hat geschrieben:(10 Dec 2017, 20:52)

...

Gut, dann machen wir das halt so. Deine Idee sei uns Befehl...*ganztiefseufz* :|


Guuut! Ich schätze den Kapitalbedarf um einen sinnvollen Anfang zu machen, der dann natürlich nicht staatlicher Natur wäre, denn außer du würde mich ja keiner in ein Amt wählen, auf ca. 300.000 Euro.

Wie so etwas generell aussehen müsste, kann man sich vielleicht folgendermaßen ableiten: Ich und einige andere "Laien" wissen in bestimmten medizinischen Fachgebieten so viel, und haben ein so gutes Verständnis, dass sie Patienten besser behandeln würden als 95% der Fachärzte. Trotzdem lässt man uns nicht ran, was ja auch irgendwie verständlich ist. Da es nun aber leider auch so ist, dass viele Ärzte dümmer und ahnungsloser sind als ich stellt sich die Frage, wie man diese Ärzte "kontrolliert". Ein System was mir vorschwebt wäre also eine Art Kontrolle. Checks und Balances. Systematisierte Zweit- und Drittmeinungen. Mehraugenprinzip. Das "vertraue deinem Arzt" wird ersetzt durch "kontrolliere den Arzt". Um aber auch Ärzte einzusparen, muss man das ganze so weit treiben, dass man es akzeptiert, dass am Anfang der "Kontrollkette" Dummköpfe sitzen.

Es ist ja heute schon so (siehe meine anderen Postings), dass viele Ärzte auf dem Land Dummköpfe sind. Anstatt nun also krampfhaft zu versuchen in jedes Kugkaff einen Super-Arzt zu bringen, akzeptieren wir dies einfach und kontrollieren diesen Dummkopf. So, Ende des Gedankenganges. Ich muss jetzt erstmal Fernsehgucken. Bis später.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Dark Angel » So 10. Dez 2017, 23:02

Maltrino hat geschrieben:(10 Dec 2017, 21:28)

Guuut! Ich schätze den Kapitalbedarf um einen sinnvollen Anfang zu machen, der dann natürlich nicht staatlicher Natur wäre, denn außer du würde mich ja keiner in ein Amt wählen, auf ca. 300.000 Euro.

Wie so etwas generell aussehen müsste, kann man sich vielleicht folgendermaßen ableiten: Ich und einige andere "Laien" wissen in bestimmten medizinischen Fachgebieten so viel, und haben ein so gutes Verständnis, dass sie Patienten besser behandeln würden als 95% der Fachärzte. Trotzdem lässt man uns nicht ran, was ja auch irgendwie verständlich ist. Da es nun aber leider auch so ist, dass viele Ärzte dümmer und ahnungsloser sind als ich stellt sich die Frage, wie man diese Ärzte "kontrolliert". Ein System was mir vorschwebt wäre also eine Art Kontrolle. Checks und Balances. Systematisierte Zweit- und Drittmeinungen. Mehraugenprinzip. Das "vertraue deinem Arzt" wird ersetzt durch "kontrolliere den Arzt". Um aber auch Ärzte einzusparen, muss man das ganze so weit treiben, dass man es akzeptiert, dass am Anfang der "Kontrollkette" Dummköpfe sitzen.

Es ist ja heute schon so (siehe meine anderen Postings), dass viele Ärzte auf dem Land Dummköpfe sind. Anstatt nun also krampfhaft zu versuchen in jedes Kugkaff einen Super-Arzt zu bringen, akzeptieren wir dies einfach und kontrollieren diesen Dummkopf. So, Ende des Gedankenganges. Ich muss jetzt erstmal Fernsehgucken. Bis später.

Nicht Medizin studiert haben, kein Arzt sein, aber mehr Ahnung als Fachärzte haben wollen, wenn's geht noch in allen möglichen Fachrichtungen.
Du Klugscheisser - wie willst du per "Telemedizin" eine Sonographie vornehmen, eine Bronchoskopie durchführen, eine Herzkathederuntersuchung etc. Erklär mal oder bist du damit überfordert?

Sorry - so absolut keine Ahnung haben, wie der medizinische Alltag in einer Klinik aussieht, was von Ärzten erwartet wird, aber große Reden über die angebliche Dummheit der Ärzte schwingen.
Und noch weniger Ahnung vom Alltag in der Sozial- und Pflegebrange, aber Konzepte entwickeln wollen, wie der Pflegenotstand gelöst werden könnte.
Alles per Computer und Unternet, aber dass Menschen soziale Wesen sind, die ein Grundbedürfnis nach direkten sozialen Kontakten haben, DAS hat sich noch nicht bis zu dir herum gesprochen. Dass das direkte Gespräch Patient - Arzt ein solcher direkter sozialer Kontakt ist, ist dir vollkommen unbekannt.
Dass gerade auch in Pflegeberufen solche sozialen Kontakte wichtig sind, aber auf Grund von Peronal- und Zeitmangel kaum gepflegt werden können, scheint dir unbekannt zu sein.

Sollten solche Horrorvisionen, wie sie DIR im Gesundheitss- und Pflegewesen in naher Zukunft Realität werden, erschieße ich mich lieber mit nem nassen Handtuch!
Sowas von "unmenschlich" zu meinen mittels Internet wären soziale Probleme zu lösen, ist mir noch nicht unter gekommen.
Kein Wunder, dass du keinen Festvertrag bekommst, bei den Vorstellungen, die du hast. :s :x
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Mo 11. Dez 2017, 22:36

Dark Angel hat geschrieben:(10 Dec 2017, 23:02)

Nicht Medizin studiert haben, kein Arzt sein, aber mehr Ahnung als Fachärzte haben wollen, wenn's geht noch in allen möglichen Fachrichtungen.
Du Klugscheisser - wie willst du per "Telemedizin" eine Sonographie vornehmen, eine Bronchoskopie durchführen, eine Herzkathederuntersuchung etc. Erklär mal oder bist du damit überfordert?



Ich frag mich grad ehrlich ob ich mich wegen diesem Angemaule beim Moderator beschweren soll. Ach, bist selber einer. Ja, dann macht das wohl wenig Sinn was?

Es ist heute einfach in vielen Bereichen so, dass Leute die nie Medizin studiert haben, aber in ihrem Leben bestimmte Erfahrungen gemacht haben, oder aus irgendeinem Grunde sich jahrelang mit einem Thema beschäftigt haben, mehr Ahnung haben als (einzelne) studierte Fachkräfte. Es ist einfach so. Es ist einfach so, dass es Mediziner gibt, die Patienten behandeln, die die Erlaubnis haben eine Behandlung durchzuführen, die bestimmte Sachen einfach nicht wissen, obwohl das Wissen vorhanden ist. Es ist zum Beispiel so, dass bestimmte Krebsarten sich in bestimmten Organen "flächig", "diffus", oder wie man auch immer das nennen soll, verteilen. Dies ist Fakt. Dies ist aber so selten, dass es offenbar nicht Allgemeinwissen ist, das im Studium standardmäßig gelert wird. Deshalb kann es sein, dass ein Patient an einen Facharzt gerät und dieser Facharzt dieses Wissen einfach nicht hat. Stattdessen hat es aber vielleicht ein ehemaliger Betroffener oder ein Angehöriger eines anderen Patienten, der dies mitbekommen hat. Ich sag nicht, dass ich mehr Wissen hab als jeder Arzt. Aber es ist einfach so, dass ich in bestimmten Bereichen Erfahrungen gemacht hab die dazu führen dass ich, oder auch andere "Laien" einfach bestimmtes Wissen haben… Wenn ich nun also im realen Leben in einem Krankenhaus einen Arzt sehe, der mir sagt "Dieser Krebs ist immer, in 100% der Fälle knotenförmig" und ich 100% weiß, dass es nicht so ist, dann habe ich eben ein Wissen, dass ich einbringen muss. Das passiert. Das ist Realität.

Nein, Bronchoskopien oder Blutentnahmen sollen oder können nicht per Telemedizin gemacht werden. Aber zum Beispiel folgendes: Ein will eine Bronchoskopie bei einem Patienten machen und ihn zu einem Lungenarzt überweisen. Aber bei dem Patienten wurde gestern dies bereits gemacht. Die Telemedizin kann nun dabei helfen dieses Wissen zu vernetzen, damit die Arbeit nicht doppelt gemacht wird. Sorry, ich hab keine Lust hier Offensichtlichkeiten zu erklären. Es ist doch klar, dass Telemedizin jeder Art nur Sachen leisten kann wo körperliche Anwesenheit nicht zwingend notwendig ist. Es ist dem Patienten völlig egal ob sein Röntgenbild in 10 Metern Entfernung von einem Radiologen begutachtet wird, der den Patienten nie zu Gesicht bekommt, oder ob dieses Röntgenbild in 1000 Kilometern Entfernung begutachtet wird.

Dark Angel hat geschrieben:(10 Dec 2017, 23:02)

...
Sorry - so absolut keine Ahnung haben, wie der medizinische Alltag in einer Klinik aussieht, was von Ärzten erwartet wird, aber große Reden über die angebliche Dummheit der Ärzte schwingen.
Und noch weniger Ahnung vom Alltag in der Sozial- und Pflegebrange, aber Konzepte entwickeln wollen, wie der Pflegenotstand gelöst werden könnte.
Alles per Computer und Unternet, aber dass Menschen soziale Wesen sind, die ein Grundbedürfnis nach direkten sozialen Kontakten haben, DAS hat sich noch nicht bis zu dir herum gesprochen. Dass das direkte Gespräch Patient - Arzt ein solcher direkter sozialer Kontakt ist, ist dir vollkommen unbekannt.
Dass gerade auch in Pflegeberufen solche sozialen Kontakte wichtig sind, aber auf Grund von Peronal- und Zeitmangel kaum gepflegt werden können, scheint dir unbekannt zu sein.

Sollten solche Horrorvisionen, wie sie DIR im Gesundheitss- und Pflegewesen in naher Zukunft Realität werden, erschieße ich mich lieber mit nem nassen Handtuch!
Sowas von "unmenschlich" zu meinen mittels Internet wären soziale Probleme zu lösen, ist mir noch nicht unter gekommen.
Kein Wunder, dass du keinen Festvertrag bekommst, bei den Vorstellungen, die du hast. :s :x


Bla bla bla… Du weißt nichts über mich und das Leben von Menschen wie mir. Kleiner Hinweis: Das einzige was verhindert, dass ich das umsetze was mir vorschwebt ist der Mangel an Ressourcen. Sobald ich diese habe werde ich mit aller Kraft und ohne jeden Zweifel alles daran setzen das umzusetzen. Wenn du der Meinung bist, das ist eine "Horrorvision", dann muss du sofort die Polizei rufen oder besser mich, und andere die so denken, mit allen Mitteln aufhalten. Ich weiß, dass heute zum Beispiel junge Menschen Leid erfahren weil sie zufällig an einen Arzt in ihrer Stadt geraten der ihnen sagt "Ach, junge Menschen kriegen fast nie Krebs, gehen Sie mal nach Hause". Ich will, dass diese Menschen "gerettet" werden indem sowas kontrolliert wird, indem Vernetzung geschieht. Wenn das "Horror" für dich ist, dann solltest du sofort alles stehen und liegen lassen, eine Waffe nehmen und herausfinden wo ich wohne…
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Uffhausen » Di 12. Dez 2017, 04:12

Maltrino hat geschrieben:(11 Dec 2017, 22:36)
Es ist heute einfach in vielen Bereichen so, dass Leute die nie Medizin studiert haben, aber in ihrem Leben bestimmte Erfahrungen gemacht haben, oder aus irgendeinem Grunde sich jahrelang mit einem Thema beschäftigt haben, mehr Ahnung haben als (einzelne) studierte Fachkräfte. Es ist einfach so.

Ich persönlich würde würde statt "Es ist einfach so" lieber sagen "Es könnte gut sein". Im Fall der Fäller würde ich mich definitiv lieber von einem studiertem Arzt untersuchen und behandeln lassen, als von dir - der bestimmt über allerhand Wissen und Know-how verfügt, aber keinerlei praktische Erfahrung besitzt.

Es ist einfach so, dass es Mediziner gibt, die Patienten behandeln, die die Erlaubnis haben eine Behandlung durchzuführen, die bestimmte Sachen einfach nicht wissen, obwohl das Wissen vorhanden ist.

Irren ist menschlich - Und Ärzte sind Menschen. Und du kannst über unendlich viel Wissen verfügen, deswegen musst du es aber nicht immer zum richtigen/notwendigen Zeitpunkt abrufbereit haben. Vieles wird einem erst danach bewusst/fällt einem erst später ein. Und dann ärgert man sich mehr oder weniger - kennst du bestimmt auch.

Andererseits braucht es auch kein umfangreiches Wissens-Studium oder diverse Doktortitel, sondern vielmehr schlicht-schnödes Allgemeinwissen, um dem einen oder anderen Arztbesuch, bzw. entsprechende medizinische Bahandlung vermeiden zu können. "Gesunde Lebensweise" und Blabla - naja... :s Ich bin Raucher und habe gut 20 Kilo Übergewicht und bin Sportmuffel - aber es geht mir gesundheitlich gut! Mein Vater ist Veganer, trinkt und raucht nicht und fährt viel Fahrrad - ihm geht es allerdings gesundheitlich nicht gut. Das muss jeweils aber nicht so bleiben! Und ob alles mit allem zusammenhängt, ist auch nicht sicher zu sagen. Es gibt also keinerlei Garantie. Braucht sich keiner was einbilden. In der Regel kommt am Ende sowieso alles anders, als man denkt.

Was hat das aber alles mit dem Mangel an Pflegekräften (dein Thread-Titel!) zuschaffen? Bei mir im Pflegeheim mangelt es an Personal, nicht an Wissen! Unsere Fachkräfte sind alle gut ausgebildet und verfügen tw. über zig Weiterbildungen und Qualifikationen, selbiges Wissen sie auch gerne und regelmäßig weitergeben - und das alles auch glaubwürdig, weil sie eben nicht nur Pflege studiert haben, sondern diese auch tagtäglich praktisch ausüben (heute... nee, gestern - also Montag hatte bspw. unsere Pflege-Schülerin im 3. Lehrjahr ihren Praxisbesuch - ihre Lehrerin hat ihr diverse Abzüge in der Benotung gegeben, weil ihr theoretisches Wissen nicht mit der praktischen Handlung unserer Schülerin übereinstimmte! Lisa hat bspw. vergessen, nach der Körpereinreibung des Bewohners SOFORT das Ölfläschchen wieder zu verschließen! Skandal, der Bewohner hätte das Öl ja für etwas trinkbares halten können! Komisch aber, dass die Lehrerein das Weihnachtsgesteck auf dem Nachttisch nicht für gefährlich hielt, obgleich es mit u. a. mit künstlichen Früchten geschmückt ist, die der Bewohner ja verschlucken könnte... In der Theorie ist ALLES möglich - die Praxis ist aber REAL und Tatsache ist, dass der betroffene Bewohner noch nicht derart dement ist, dass er nicht ein Ölfläschchen von einer Sprudelflasche unterscheiden könnte. Aber sowas interessiert Studierte/Lehrbeauftragte/reine Wissens-bzw. Theoriemenschen ohne jedwede praktische Erfahrung herzlich wenig. Die besagte Lehrerein ist eben ein solcher Mensch. Zum Glück haben wir eine Pflegedienstleitung, die selbst, als sie vor zwei Jahren das PDL-Amt übernahm, über 20 Jahre praktische Erfahrung vorzuweisen hat und über diese Problematik sehr gut bescheid weiß, zumal sie selber Opfer derselben wurde und als bisherige Schüler-Beauftragte regelmäßig damit konfrontiert war.

Upps, jetzt bin ich ein bisschen abgekommen - ich wollte eigentlich sagen, dass bei uns in der Einrichtung viel Wissen verfügbar ist - nur fehlt es an Wissbegierigen! Das hat verschiedene Gründe (nicht nur Bezahlung und Anerkennung). Ich denke, heutzutage geht der Trend hin zu flexiblen Arbeitszeiten - kann der Pflegeberuf in keinsterweise bieten! Der Bewohner/Patient ist Mensch und nicht Maschine; wenn er um sechs Uhr morgens aufsteht, sich waschen, anziehen und anschließend frühstücken will, dann will er das "jetzt" und nicht "irgendwann". Heißt, es MUSS eine Pflegekraft um diese Zeit bereitstehen, sie kann nicht sagen, ach heute schlafe ich mal aus und fange erst um zehn Uhr mit der Arbeit an. In der großen Regel müssen wir in der Pflege unseren Alltag an die Arbeitszeiten anpassen - und nicht umgekehrt, wie es heutzutage junge, bzw. zukünftige Arbeitnehmer gerne hätten, dass sich die Arbeit ihrem Alltag anpasst. Problemfeld diesbezüglich besonders Wochenenden/Feiertage. Einige junge MitarbeiterInnen haben damit ein Riesenproblem. Sie wollen Freitagabends mit ihren Freunden (die alle was anderes arbeiten und wochenends/feiertags frei haben) feiern gehen, was trinken, die Nacht durchmachen. Blöd dann, wenn sie am Samstag Frühdienst haben, während sie eigentlich in dieser zeit ihren Schlaf nachholen wollen. Was machen sie? Richtig sie melden sich kurzfristig krank! Und damit "glaubwürdig" erscheint, auch gleich noch für Sonntag. Kurzfristig jemand zufinden, der einspringt, ist schwer - wir müssen also unterbesetzt arbeiten, worunter die Pflegequalität und folglich der oder die zu Pfegende leidet. In den letzten zwei, drei Jahren, hat dies extrem zugenommen; viele junge Pflege-Anwärter schmissen aufgrund dessen die Ausbildung. Oder sie sind gegangen worden, weil die Fehlzeiten überhauf nahmen und ein gewisses System ersichtlich wurde. Wir haben auch schon gut und gerne ein Dutzend Pflege-Anwärter kündigen müssen, weil sie nicht bereit waren, während der Arbeitszeiten auf ihre Smartphonerei zu verzeichten. Oh, da ist grade ein Bewohner gestützt - der muss jetzt warten, meine beste Freundin hat grade Beziehungsprobleme! Kein Witz!
Ich hatte letzten Sommer einen Praktikanten, der hauptsächlich auch nur in einer stillen Ecke rumsaß und auf seinem Smartphone tippte - ich habe ihn drauf angesprochen, dass er sich doch (wenn ihm langweilig sei/er keine konkrete Aufgabe habe) zu den Bewohner setzen kann um sich wenigstens mit ihnen zu unterhalten - Antwort: "Aber mir hat jemand geschrieben, da muss ich doch antworten!" Nein, habe ich gesagt, nicht während der Arbeitszeit, sondern in der Pause oder nach Feierabend. War das falsch oder gemein von mir? Jedenfalls hat der Kerl am nächsten Tag sein Praktikum abgesagt.

Da ich auch in der Mitarbeitervertretung unserer Einrichtung bin, habe ich ich mal der PDL nachgefragt, wie es mit Bewerbungen aussieht - eigentlich könnte man sich nicht beklagen; Bewerbungen, bzw. Anfragen haben wir zuhauf. Nur keine qualitativen. Allerdings will kaum jemand direkt in der Pflege arbeiten, höchsten in der Betreuung/Alltagsbegleitung - wenn man ihnen aber dann mitteilt, dass bei uns hierzu auch kleinpflegerische Tätigkeit gehören (Toilettengänge! Evt. Inko- und Kleidungswechsel!), dann ist das Interesse, bei uns zu arbeiten, schnell wieder verflogen. Pfui, eklig, bäh! :dead:
Du hast vorgeschlagen, dass die ganzen jungen Studierwilligen in der Medizin, dort eingesetzt werden könnten/sollten, wo sie eher gebraucht würden - in der Pflege. Ich habe dir die Frage schon mal gestellt: Könntest du in der Pflege arbeiten, bist ja auch nur so ein Studierter, oder Studierender? Reicht dein theoretisches Wissen wirklich für die Praxis aus? Wenn ja, ran ans Werk! In der Pflege findest du immer einen Platz, auch wenn du diesen Beruf nicht gelernt hast (haben wir auch einige bei uns im Haus und dass sind richtige Goldstücke!) - wenn du willst, kannst du auch! Aber nur weil du könntest, musst du nicht wollen - ansonsten wärst du ja wohl schon längst in der praktischen Pflege tätig, gelle? :D

Also, wie sieht's aus? :cool:
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Dark Angel » Di 12. Dez 2017, 11:06

Maltrino hat geschrieben:(11 Dec 2017, 22:36)

Ich frag mich grad ehrlich ob ich mich wegen diesem Angemaule beim Moderator beschweren soll. Ach, bist selber einer. Ja, dann macht das wohl wenig Sinn was?

Es ist heute einfach in vielen Bereichen so, dass Leute die nie Medizin studiert haben, aber in ihrem Leben bestimmte Erfahrungen gemacht haben, oder aus irgendeinem Grunde sich jahrelang mit einem Thema beschäftigt haben, mehr Ahnung haben als (einzelne) studierte Fachkräfte. Es ist einfach so. Es ist einfach so, dass es Mediziner gibt, die Patienten behandeln, die die Erlaubnis haben eine Behandlung durchzuführen, die bestimmte Sachen einfach nicht wissen, obwohl das Wissen vorhanden ist. Es ist zum Beispiel so, dass bestimmte Krebsarten sich in bestimmten Organen "flächig", "diffus", oder wie man auch immer das nennen soll, verteilen. Dies ist Fakt. Dies ist aber so selten, dass es offenbar nicht Allgemeinwissen ist, das im Studium standardmäßig gelert wird. Deshalb kann es sein, dass ein Patient an einen Facharzt gerät und dieser Facharzt dieses Wissen einfach nicht hat. Stattdessen hat es aber vielleicht ein ehemaliger Betroffener oder ein Angehöriger eines anderen Patienten, der dies mitbekommen hat. Ich sag nicht, dass ich mehr Wissen hab als jeder Arzt. Aber es ist einfach so, dass ich in bestimmten Bereichen Erfahrungen gemacht hab die dazu führen dass ich, oder auch andere "Laien" einfach bestimmtes Wissen haben… Wenn ich nun also im realen Leben in einem Krankenhaus einen Arzt sehe, der mir sagt "Dieser Krebs ist immer, in 100% der Fälle knotenförmig" und ich 100% weiß, dass es nicht so ist, dann habe ich eben ein Wissen, dass ich einbringen muss. Das passiert. Das ist Realität.

Aber sicher doch, Ärzte sind ja so doof, die müssen sich von Laien belehren lassen.
Und selbstverfreilich kommt auch kein Arzt auf die Idee, sich weiter zu bilden, mit Fachkollegen zu kommunizieren oder sich gar zu informieren, welche Fortschritte es in seinem Fachgebiet gibt.
Aber sicher sind die auf solche Klugscheisser angewiesen, die zwar keine Ahnung haben, aber Mediziniern erklären, wie die ihre Arbeit zu machen haben.

Maltrino hat geschrieben:(11 Dec 2017, 22:36)Nein, Bronchoskopien oder Blutentnahmen sollen oder können nicht per Telemedizin gemacht werden. Aber zum Beispiel folgendes: Ein will eine Bronchoskopie bei einem Patienten machen und ihn zu einem Lungenarzt überweisen. Aber bei dem Patienten wurde gestern dies bereits gemacht. Die Telemedizin kann nun dabei helfen dieses Wissen zu vernetzen, damit die Arbeit nicht doppelt gemacht wird. Sorry, ich hab keine Lust hier Offensichtlichkeiten zu erklären. Es ist doch klar, dass Telemedizin jeder Art nur Sachen leisten kann wo körperliche Anwesenheit nicht zwingend notwendig ist. Es ist dem Patienten völlig egal ob sein Röntgenbild in 10 Metern Entfernung von einem Radiologen begutachtet wird, der den Patienten nie zu Gesicht bekommt, oder ob dieses Röntgenbild in 1000 Kilometern Entfernung begutachtet wird.

Genau DAS zeigt mir, dass du von "Tuten und Blasen" so gar keine Ahnung hast.
Ein Allgemeinmedizinier überweist bei unklarem Befund bzw, wenn er an die Grenzen seiner Möglichkeiten gestoßen ist, an den Spezialisten und der Spezialist entscheidet, welche Diagnostik er einsetzt, NICHT der Allgemeinmediziner.
Und Ärzte SIND bereits vernetzt. Der Allgemeinmediziner hat bereits nach kurzer Zeit, die Diagnose des Spezialisten.
Röntgenbilder, Sono-, CT- oder MRT-Befunde sind ebenfalls unmittelbar nach Ende der jeweiligen Diagnostik verfügbar. Das funktioniert bereits via Internet/Intranet.
Der behandelnde Arzt hat bereits heute Zugriff auf alle Diagnosen und Befunde a) direkt als Aufnahme, b) in Form einer Auswertung und c) ganz klassisch in Form eines sehr detaillierten Arztbriefes.
Das IST heute bereits Realität!

Maltrino hat geschrieben:(11 Dec 2017, 22:36)Bla bla bla… Du weißt nichts über mich und das Leben von Menschen wie mir. Kleiner Hinweis: Das einzige was verhindert, dass ich das umsetze was mir vorschwebt ist der Mangel an Ressourcen. Sobald ich diese habe werde ich mit aller Kraft und ohne jeden Zweifel alles daran setzen das umzusetzen.

Wenn du dann mal so weit bist, kommst mit deinen Ideen mindestens 20 Jahre zu spät!


Maltrino hat geschrieben:(11 Dec 2017, 22:36)Wenn du der Meinung bist, das ist eine "Horrorvision", dann muss du sofort die Polizei rufen oder besser mich, und andere die so denken, mit allen Mitteln aufhalten. Ich weiß, dass heute zum Beispiel junge Menschen Leid erfahren weil sie zufällig an einen Arzt in ihrer Stadt geraten der ihnen sagt "Ach, junge Menschen kriegen fast nie Krebs, gehen Sie mal nach Hause". Ich will, dass diese Menschen "gerettet" werden indem sowas kontrolliert wird, indem Vernetzung geschieht. Wenn das "Horror" für dich ist, dann solltest du sofort alles stehen und liegen lassen, eine Waffe nehmen und herausfinden wo ich wohne…

Du redest immer noch Unsinn!
Ja es gibt auch schwarze Schafe unter den Ärzten, die sind aber nicht die Regel.
Jeder Mensch hat das Recht, sich eine zweite, dritte oder vierte "Meinung" einzuholen, wenn er sich falsch behandelt fühlt. Das IST Realität. Wenn Menschen sich aufgrund andauernder Beschwerden abspeisen lassen und sich keine zweite, dritte, vierte "Meinung" einholen - sorry, dann sind die selber schuld.
Niemand ist gezwungen sich nur einem ganz bestimmten Arzt zu wenden.
Und du scheinst etwas ganz wichtiges nicht zu wissen bzw zu ignorieren und das nennt sich "Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient". Wenn dieses Vertrauensverhältnis ge- oder zerstört ist/wird, dann sucht man sich einen anderen Arzt, dem man vertraut.
Dein Kontrollwahn führt lediglich dazu, dass JEDE Diagnose angezweifelt wird. Damit hilfst du niemandem!
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Do 14. Dez 2017, 01:29

Uffhausen hat geschrieben:(12 Dec 2017, 04:12)
...
Irren ist menschlich - Und Ärzte sind Menschen. ...


Auf diesen Satz hab ich gewartet, und all das andere was ihr geschrieben habt les ich gar nicht erst durch. Also:
Ärzte sind Menschen und (können) irren.
Ja, und deshalb müssen auch sie, wie alle anderen Menschen, kontrolliert werden. Jeder Richter, jeder Politiker, jeder Polizist muss damit rechnen dass er kontrolliert wird und dass, kurz gesagt, Gewaltenteilung herrscht. Will ich was anderes?

Ihr gebt also zu, dass Ärzte irren können. Ihr wollt aber ein System das nur funktioniert wenn sie nicht irren können. Nochmal: Ein Mann in der friesischen Tiefebene geht zum einzigen Hautarzt in der Region. Er vertraut diesem und jammert nicht rum als dieser sagt, dass ein eigentlich leicht zu diagnostizierendes Basalion nur ein harmloser Hautfleck ist, den man nicht unbedingt entfernen muss. Der Mann geht nach Hause ohne dass jemand das kontrolliert was da grad geschehen ist oder dass der Arzt verplichtet ist ein Foto vom Fleck in ein System zu schicken... Und das findet ihr gut? Ihr findet gut, dass der Arzt, obwohl er Fehler machen kann, nicht sich rückkoppeln muss/kann, dass er in kein System eingebunden ist wo sein Handeln kontrolliert wird?

Also, Ärzte sind Menschen und machen Fehler. Wenn Ärzte Fehler machen, dann sind Leben zerstört. Es ist also meiner Meinung nach notwendig diese Fehler zu "bekämpfen". Man kann dies tun indem man ein "Netz" schafft, das versucht diese Fehler aufzufangen. Ihr wollt, das sowas unbedingt verhindert werden muss. Ihr sagt also, dass Ärzte Fehler machen, aber ihr wollt nichts was die Folgen dieser Fehler mildert? Oder wie?

Oder geht es hier vielleicht um was ganz anderes? Geht es darum, dass ihr gesehen habt wie eure Angehörigen und Freunde an Krankheiten gelitten habt? Und geht es darum, dass ihr nun jedem der in ähnliche SItuationen gerät sagt "Ach stell dich nicht so an, das haben vor dir schon andere erlebt!"? Und wenn nun ein Mensch wegen Ärztefehlern leidet, dann soll man eurer Meinung nach sagen "Ach stell dich nicht so an, du bist nicht der einzige der leidet!"? Geht es darum? "Ach, stell dich nicht so an, meine Oma ist auch an Krebs gestorben!" Das eigene Leid wird relativiert wenn auch andere leiden und deshalb freut ihr euch insgeheim oder unterbewusst wenn ihr seht, dass auch andere leiden, und jeder Arztfehler ist dann zwar für andere Patienten furchtbar, relativiert aber euer Leid? Und deshalb seid ihr so aggresiv wenn jemand darüber nachdenkt ein System zu schaffen um Ärztefehler zu kontrollieren, zu verhindern? Wenn das Leid anderer verhindert wird, dann wird aber euer Leid nicht mehr relativiert? Dann wird es so sein, dass gestern noch ein Mensch falsch behandelt wurde weil sein Basaliom oder sonstwas nicht erkannt wurde, heute aber ein gleichwertiger Fall völlig anders behandelt wird? Und der erste wird sich sein Leben lang fragen "Warum lief es bei mir damals schief und heute werden andere Patienten geheilt?"? Ja das wird scheiße sein, das wird schmerzhaft sein, aber meine Güte, stellt euch doch nicht so an! Fortschritt ist schmerzhaft! Das haben vor euch schon andere erlebt. Also hört auf zu jammern!
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Uffhausen » Do 14. Dez 2017, 16:10

Maltrino hat geschrieben:(14 Dec 2017, 01:29)
...und deshalb müssen auch sie, wie alle anderen Menschen, kontrolliert werden.

Auch die Kontrolleure? Und die Kontrolleure der Kontrolleure? Und die Kontrolleure der Kontrolleure der Kontrolleure? Und die Kontrolleure der Kontroll...ach, das ist doch ein Fass ohne Boden! Und das schwebt dir vor? Lernt man sowas auf der Uni? :dead:
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Teeernte » Do 14. Dez 2017, 18:05

Maltrino hat geschrieben:(14 Dec 2017, 01:29)

Also hört auf zu jammern!


Nun - man stellt einen Automechaniker - DER WILL (überzeugt durch GELD) in die Notaufnahme.

Der männliche Patient hat starke Bauchschmerzen - einen harten Bauch.....Blinddarm ist schon raus.

Was nun ? OP oder MRT ? Zeit läuft.... *...

....und du willst Deine Mädels auch durch - ähmmmm Praktizierende - ohne Ausbildung "untersuchen" lassen ?

Die Pädoszene wird sofort im Gesundheitsbereich tätig ? neee - nicht für alte oder Erwachsene....

Bereits jetzt gibts in Bayern mehr "Gesundbeter" als Ärzte. :D :D :D es geht also....

Natürlich musst Du Deine Enddarmuntersuchung im Puff selbst bezahlen !!

Ps.: *....18:45Uhr nun iss er tot.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Do 14. Dez 2017, 23:55

Teeernte hat geschrieben:(14 Dec 2017, 18:05)

Nun - man stellt einen Automechaniker - DER WILL (überzeugt durch GELD) in die Notaufnahme.

Der männliche Patient hat starke Bauchschmerzen - einen harten Bauch.....Blinddarm ist schon raus.

Was nun ? OP oder MRT ? Zeit läuft.... *...

....und du willst Deine Mädels auch durch - ähmmmm Praktizierende - ohne Ausbildung "untersuchen" lassen ?

Die Pädoszene wird sofort im Gesundheitsbereich tätig ? neee - nicht für alte oder Erwachsene....

Bereits jetzt gibts in Bayern mehr "Gesundbeter" als Ärzte. :D :D :D es geht also....

Natürlich musst Du Deine Enddarmuntersuchung im Puff selbst bezahlen !!

Ps.: *....18:45Uhr nun iss er tot.


Beispiel: Eine Frau ist laut allen hochgenauen Bildgebungsverfahren Krebsfrei. Der Tumormarker ist so, dass theoretisch noch Krebs da sein kann, aber nicht muss. Da die Ärzte soviel zu tun haben (siehe deine Notfälle) und da morgen Wochenende ist muss die Patientin schnell schnell entscheiden, und da sie nicht als Jammerlappen da stehen will stimmt sie in der Eile einer aggressiven Behandlung zu. Obwohl eigentlich keinerleit Zeitdruck bestand. Nur der Krankenhausbetrieb (siehe deine Beschreibungen) zwingt sie dazu schnell schnell zu entscheiden. Die nächsten Monate erholt sie sich so gut es geht von dem allen, liest im Internet, spricht mit anderen Ärzten, hört Erfahrungsberichte und liest Statistiken, Studien und Leitlinien und findet heraus, dass vergleichbare Fälle auch ohne aggressive Behandlung in 95% der Fälle krebsfrei blieben und die restlichen 5% problemlos mit einer späteren Therapie geheilt wurden. Den Rest ihres Lebens verbringt sie damit jeden Abend in Wutausbrüche zu verfallen, dass sie damals schnell schnell im Krankenhaus diese Entscheidung fällte.

Ich weiß gar nicht worüber wir hier noch diskutieren. Ja, es gibt Notfälle. Ja, es gibt auch Entscheidungen die ein bishen Zeit haben. Ja, es besteht Handlungsdruck wenn das Haus einstürzt, ja es braucht Zeit wenn ein Haus geplant und genehmigt wird. Ja, ein Blinddarmdurchbruch muss sofort operiert werden. Und deshalb darf es kein System geben das verhindert, dass eine Frau am Freitagabend, ohne vollständige Informationen, eine schnelle Entscheidung treffen muss, aus dem Bauch heraus?

Schau doch mal die Realität an. Hab heute eine Werbung für "Otoonova" gesehen, eine private Krankenversicherung, wo die Versicherten offenbar per App Krankschreibungen und Medikamente verschrieben bekommen. Gleichzeitig werde ich jeden Tag bei Facebook mit Fotos von Narben, merkwürdigen Gnubbeln und roten Flecken und Blutwerten überflutet, weil ich in einigen Facebookgruppen bin wo die Patienten regelmäßig Rat suchen und hoffen diesen dort zu finden. Weil... Ja weil... meiner Meinung nach viele Ärzte nicht gut genug sind, um es vorsichtig zu formulieren, oder aus den Gründen die du nennst überfordert sind. Ob sich Leute an diesen Bildern einen runterholen... Ähem, glaub eher nicht.

Deine Einwände, alle bestimmt berücksichtigenswert. Aber was ist nun die Alternative? Nichts machen und alles lassen wie es ist? Eine überforderte und gehezte Ärzteschaft (siehe deine Beschreibung von Notfällen) die keine Zeit hat den Patienten was zu erklären. Diese suchen dann in Facebookgruppen Rat weil die offenen Fragen trotzdem da sind. Und dieser Zustand ist gut?

Wenn ich ins Krankenhaus gehe, zu Untersuchtungen, da sehe ich eigentlich kaum Notfälle. Die allermeisten Patienten sind da mit Termin und sitzen stundenlang im Wartezimmer. Wo ist da das Problem diese Masse an Nicht-Notfällen in einem vernetzten System zu behandeln? Alles tolle Einwände die du lieferst. Aber: Was ist die Schussfolgerung? Das jetzige System ewig so zu lassen wie es ist? Aber das ist doch scheiße! Aber man muss sich für etwas entscheiden. Nichts machen geht nicht. Ganz hart ausgedrückt: Du willst, dass weiterhin Menschen in regelmäßigen Abständen Menschen sterben weil sie zufällig an einen mittelmäßigen Arzt vor Ort geraten sind, der einen Krebs, der im Frühstadium problemlos zu behandeln ist, als "Zyste" diagnostiziert?
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Do 14. Dez 2017, 23:59

Uffhausen hat geschrieben:(14 Dec 2017, 16:10)

Auch die Kontrolleure? Und die Kontrolleure der Kontrolleure? Und die Kontrolleure der Kontrolleure der Kontrolleure? Und die Kontrolleure der Kontroll...ach, das ist doch ein Fass ohne Boden! Und das schwebt dir vor? Lernt man sowas auf der Uni? :dead:


Na wenn du willst, dann lass uns das doch alles ändern. Dann kann ich Häuser bauen ohne dass mich jemand kontrolliert, wird total toll!
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Teeernte » Fr 15. Dez 2017, 01:50

Maltrino hat geschrieben:(14 Dec 2017, 23:55)

Beispiel:


Mein Dorfarzt ist 75 - und die Praxis schafft 100 Patienten - wenn es sein muss in 4 Stunden.....

Ja gut - wer nur Pillen-Verlängerung//Krankenschein haben will - das gibts bei der Anmeldung.

Für den Schreibkram (Abrechnung) ist eine Medstudentin da...

Es gibt dann nur wenige - die wirklich zum Arzt wollen. Einige haben im Fernsehen von der neuen SUPERKRANKHEIT was gehört - gaaaanz selten und nur sehhhhhr teuer in der Diagnose. - Die Medikamente sollten mindestens 1000 Eu kosten.

Auch diese bekommen ihr Superwunder.

Die Leute kommen ja erst kurz vor dem Verrecken...... mit Husten, Schnupfen Halsweh... gaaaaanz gefährlich.
Grippe - Die Hälfte der Bevölkerung stirbt ja dran...

....und wenn sich wirklich jemand ins Bein gehackt hat - ....bekommt der Arzt für die Näharbeit auch doch schon 6 Eu.

Wenn man WIRKLICH was hat....gibts ne Überweisung. Leider gibts da selten eine ordentliche Diagnose... Die Krankheit bekommt man selten los. Also noch ne Runde - MRT, all you can Arzt....

Früher hat man sich ja auf Arbeit ausgetauscht - dass "Fehlhaltungen" die eine oder andere Gelenksache - eigentlich eine Muskelverspannung ist. ...und für das "Alt" werden - dies oder das Hausmittel gibt. (Das darf man nun - Konkurrenz - auf Arbeit NIEEEE machen.)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Fr 15. Dez 2017, 16:05

Teeernte hat geschrieben:(15 Dec 2017, 01:50)

...all you can Arzt....



Ähm ja. Lass raten: Du beschreibst also wie das Gesundheitssystem kollabiert, aber an einer Lösung willst du jetzt nicht mehr arbeiten, weil das ja bedeuten würde, sich mit meinen Ansätzen auseinanderzusetzen, aber das wär ja doof weil ich blöd bin?

Kleiner Vorschlag: Mach es doch so wie ihr deutschen es immer macht: Fragt in die Runde was man gegen den Kollaps des Gesundheitssystems tun kann, wartet darauf dass sich ein unsypatischer Typ wie ich meldet und euch eine Lösung, einen Ansatz vorschlägt, dann sagt ihr:
"Der Arsch, der Volltrottel! der Klugscheißer und Dilletantist, der hat doch keine Ahnung! Erschießt die Sau!"
"Ok machen wir, und was tun wir nun?"
"Nun macht was er gesagt hat! Denn das Gesundheitssystem kollabiert!!!!"
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Teeernte » Sa 16. Dez 2017, 00:21

Maltrino hat geschrieben:(15 Dec 2017, 16:05)

Ähm ja. Lass raten: Du beschreibst also wie das Gesundheitssystem kollabiert, "


Nö.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Sa 16. Dez 2017, 12:47

Teeernte hat geschrieben:(15 Dec 2017, 01:50)

...

Wenn man WIRKLICH was hat....gibts ne Überweisung. Leider gibts da selten eine ordentliche Diagnose... Die Krankheit bekommt man selten los. Also noch ne Runde - MRT, all you can Arzt.... ...


Wenn man wirklich krank ist bekommt man eine Überweisung, dort bekommt man aber keine ordentliche Diagnose. Und das ist toll und muss nicht geändert werden? Na dann, ist ja alles bestens.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Teeernte » Sa 16. Dez 2017, 17:01

Maltrino hat geschrieben:(16 Dec 2017, 12:47)

Wenn man wirklich krank ist bekommt man eine Überweisung, dort bekommt man aber keine ordentliche Diagnose.

Und das ist toll und muss nicht geändert werden? Na dann, ist ja alles bestens.


...Nö. Deine Unterstellungen / Suggestivfragen ist Dein Mittel der Diskussion.. ?

gähn.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Sa 16. Dez 2017, 19:20

Keine Ahnung. Bin halt nur ratlos. Ich schlage eine Änderung am bisherigen Zustand vor. Als Antwort kommt von allen, dass es sowas nicht braucht, da der jetzige Zustand schon optimal ist. In der Folge beschreiben die selben Leute dann wie schlimm der jetzige Zustand ist. Wie soll ich darauf noch antworten? Wenn es im jetzigen Zustand so viele Missstände gibt, die ihr beschreibt, wie soll man die dann eurer Meinung nach ändern? Oder soll man sie nicht ändern?
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