mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Moderator: Moderatoren Forum 7

Piranha
Beiträge: 415
Registriert: Mo 31. Okt 2016, 16:49
Wohnort: Italien
Kontaktdaten:

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Piranha » Sa 5. Nov 2016, 15:02

Ich denke, Krieg war und ist immer nur der Kampf um Resourcen.
Wenn eine Population wächst, dann braucht sie mehr Resourcen, Affen brauchen halt mehr Nahrung, Menschen auch Holz, Öl, Strom, usw.
Irgendwann wächst eine Gesellschaft halt so weit, dass sie mit den natürlichen Resourcen ihres eigenen Lebensraums nicht mehr auskommt und dann ist die tradizionelle Methode halt die, anderswo nach mehr Resourcen zu suchen.
Nachdem "anderswo" aber schon seit 1000den von Jahren von anderen Menschen (oder Affen) bewohnt wird, die ihre Resourcen selber brauchen, ist ein gewalttätiger Konflikt vorprogrammiert.

Unter Affen wird das wohl auch so bleiben, weil der natürliche Instinkt der Fortpflanzung und die davon ausgelöste Notwendigkeit der Ausbreitung nicht durch materielle Überlegungen gebremst wird.
Unter Menschen liesse sich das abstellen, aber dazu müsste halt zuerst mal ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass die Resourcen der Welt endlich sind und z.B. der Lebensstil der Europäer 3,5 Erden benötigen würde, wenn man ihn in der ganzen Welt haben wollte.
Boracay
Beiträge: 3465
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Boracay » Sa 5. Nov 2016, 15:23

In China haben in den letzten 30 Jahren ca. eine halbe Milliarde Menschen europäischen Lebensstandard erreicht. Wo ist die zusätzliche Welt die dafür notwendig ist geblieben?
Piranha
Beiträge: 415
Registriert: Mo 31. Okt 2016, 16:49
Wohnort: Italien
Kontaktdaten:

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Piranha » Sa 5. Nov 2016, 15:29

Boracay hat geschrieben:(05 Nov 2016, 15:23)

In China haben in den letzten 30 Jahren ca. eine halbe Milliarde Menschen europäischen Lebensstandard erreicht. Wo ist die zusätzliche Welt die dafür notwendig ist geblieben?


Die geht gerade in der westlichen Welt den Bach runter.
50 Mio. Amerikaner die von "Food Stamps" leben können ein Lied davon singen.
Boracay
Beiträge: 3465
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Boracay » Sa 5. Nov 2016, 15:42

Piranha hat geschrieben:(05 Nov 2016, 15:29)

Die geht gerade in der westlichen Welt den Bach runter.


Im Gegenteil - die Armut ist weltweit im freien Fall.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... 49204.html

Warum ist es negativ wenn die USA ihren Bürgern unbürokratische Hilfen anbieten?
Piranha
Beiträge: 415
Registriert: Mo 31. Okt 2016, 16:49
Wohnort: Italien
Kontaktdaten:

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Piranha » Sa 5. Nov 2016, 16:45

Boracay hat geschrieben:Warum ist es negativ wenn die USA ihren Bürgern unbürokratische Hilfen anbieten?


Weil es absurd ist zuerst den Menschen die Arbeitsplätze wegzunehmen indem die Industrie nach China umzieht, in USA immer mehr und mehr Billig-Jobs für Hungerlöhne entstehen und dann "grosszügig" zu behaupten man "hilft" den Arbeitslosen und Niedriglöhnern mit Lebensmittelmarken.
Boracay
Beiträge: 3465
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Boracay » Sa 5. Nov 2016, 16:50

Piranha hat geschrieben:(05 Nov 2016, 16:45)

Weil es absurd ist zuerst den Menschen die Arbeitsplätze wegzunehmen indem die Industrie nach China umzieht, in USA immer mehr und mehr Billig-Jobs für Hungerlöhne entstehen und dann "grosszügig" zu behaupten man "hilft" den Arbeitslosen und Niedriglöhnern mit Lebensmittelmarken.


Aha - du findest es also absurd das absoluter Billigdreck in China gefertigt wird (der auch nie nennenswert in den USA hergestellt wurde), damit eine halbe Milliarde Menschen aus bitterster Not und Hunger geholt wurden und eines der reichsten Länder der Welt (Median wohlgemerkt) seinen Bürgern unbürokratische Hilfen anbietet wie schon seit den 40ern?

Auf was für einem Planeten lebst du eigentlich? Ich weiß dass das Leben im Ruhrgebiet gruselig und ekelhaft ist, aber bitte Übertrag das nicht auf die Erde. Dort ist der Wohlstand gigantisch gewachsen.
Hans Albers

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Hans Albers » Sa 5. Nov 2016, 16:53

Boracay hat geschrieben:(05 Nov 2016, 15:23)

In China haben in den letzten 30 Jahren ca. eine halbe Milliarde Menschen europäischen Lebensstandard erreicht.


Vielleicht erkundigen Sie sich mal besser über die Lebensumstände in China. Auf dem Lande gibts nicht mal ne Krankenversicherung.
Weiterhin:
http://www.deutschlandfunk.de/chinas-ma ... _id=326420
Die Reichen bekommen natürlich einen Super-Service.
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... niken.html

Von Menschenrechten und Pressefreiheit wollen wir erst gar nicht anfangen.
Boracay
Beiträge: 3465
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Boracay » Sa 5. Nov 2016, 17:08

Hans Albers hat geschrieben:(05 Nov 2016, 16:53)
Vielleicht erkundigen Sie sich mal besser über die Lebensumstände in China. Auf dem Lande gibts nicht mal ne Krankenversicherung.



Ich habe lange in China gelebt und war auch sehr viel auf dem Land (dem neuen Produktionsstandort). natürlich gibt es noch viel Armut aber das ist nicht mit dem Hunger und Elend von vor 35 Jahren zu vergleichen. Die Lohnsteigerungen sind dramatisch, existenzielle Not gibt es so gut wie gar nicht mehr (von 60% auf lächerliche 4% gesunken). Auf einmal sind eine halbe Millarde Menschen wohlhabend!



Ja - für eine Blutuntersuchung für die ich als Privatpatient in Deutschland 52€ bezahle sind im Shanghai Parkway US$ 850 fällig. Ist total absurd aber der kranke Reichtum (das häufigste Auto in Shanghai ist der Porsche Panamera) mancherorts treibt skurile Blüten.

Erzähl du mal den Chinesen dass sie ja so arm sind, die werden sich freuen.

Von Menschenrechten und Pressefreiheit wollen wir erst gar nicht anfangen.


Hat auch mit dem Thema null und gar nix zu tun.
Piranha
Beiträge: 415
Registriert: Mo 31. Okt 2016, 16:49
Wohnort: Italien
Kontaktdaten:

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Piranha » Sa 5. Nov 2016, 17:15

Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen, mir musst du nicht erzählen wie es da aussieht.

Absurd finde ich, dass eine Produktion in China ein Vielfaches vom chinesischen Konsum produziert, weil das zum Ergebnis hat, dass in USA 50 Mio. Menschen nicht von ihrer Arbeit leben können, während gleichzeitig in China die Menschen kein Geld für Konsum haben.
Da ist nichts "besser" geworden, sondern da haben 50 Mio. Amerikaner so viel von ihrem Wohlstand verloren, dass der Durchschnitt der Chinesen etwas mehr Wohlstand haben kann.
Damit sind in absoluten Zahlen mehr Menschen aus der Armut gekommen, aber nicht indem sie das bekommen, was sie sich selber erarbeitet haben, sondern indem sie Anderen vorenthalten auch so viel zu produzieren wie sie brauchen.

China produziert schon lange genug Güter um auch 100% der Bevölkerung nicht nur aus der Armut zu holen, sondern in Wohlstand leben zu lassen.
Nur die Gier der multinationalen Konzerne, die überhaupt nicht einsehen die produzierten Güter an die Bevölkerung des Landes zu verteilen was sie produziert führt dazu, dass in China immer noch ein Teil der Bevölkerung arm ist, während in USA 50 Mio. Menschen nicht genug Arbeit haben.
Boracay
Beiträge: 3465
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Boracay » Sa 5. Nov 2016, 17:23

Piranha hat geschrieben:(05 Nov 2016, 17:15)
Da ist nichts "besser" geworden, sondern da haben 50 Mio. Amerikaner so viel von ihrem Wohlstand verloren, dass der Durchschnitt der Chinesen etwas mehr Wohlstand haben kann.


Kannst du belegen das 50 Millionen Amerikaner ihren Wohlstand verloren haben? Und jetzt bitte kein Verweis auf Essensmarken die heute viel einfacher zu bekommen sind als früher.

Meinst du allen ernstes man solle Toaster und LED Lampen in den USA zusammenschrauben lassen? Die Arbeitslosenquote in den USA ist bei defakto 0 anglelangt, die wüssten gar nicht wo die AN dafür herkommen sollten.

China produziert schon lange genug Güter um auch 100% der Bevölkerung nicht nur aus der Armut zu holen, sondern in Wohlstand leben zu lassen.


Ja, sie sind auf einem guten Weg. Aber der Sozialismus hat China um hundert Jahre zurückgeworfen, das holst du nicht über Nacht auf.

Nur die Gier der multinationalen Konzerne, die überhaupt nicht einsehen die produzierten Güter an die Bevölkerung des Landes zu verteilen was sie produziert führt dazu, dass in China immer noch ein Teil der Bevölkerung arm ist, während in USA 50 Mio. Menschen nicht genug Arbeit haben.


Absurde Vorstellung einer Person die ihr Heimatdorf offensichtlich nie verlassen hat.

Warum denkst du entscheiden sich Unternehmen für Produktionsstandorte? Die Lohnhöhe hat hier nur einen geringe Einfluss, sonst würden alle in Afrika produzieren lassen.....
Piranha
Beiträge: 415
Registriert: Mo 31. Okt 2016, 16:49
Wohnort: Italien
Kontaktdaten:

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Piranha » Sa 5. Nov 2016, 17:37

Boracay hat geschrieben:Warum denkst du entscheiden sich Unternehmen für Produktionsstandorte? Die Lohnhöhe hat hier nur einen geringe Einfluss, sonst würden alle in Afrika produzieren lassen.....


Wie schwer kann das sein?
Afrika wird seit Jahrhunderten um seine Rohstoffe beraubt, zuerst durch Kolonialisierung, später durch "grosszügige" Kreditvergabe, so lange bis die Zinsen auf die Schulden gereicht haben die Rohstoffe praktisch für lau zu bekommen.
In derartig verschuldeten Ländern, wo die Regierungen entsprechend korrupt sind, ist der Aufbau einer Industrie nicht machbar.

China hat eine Regierung, die nicht alles an Wohlstand absaugt was sie in die Finger bekommen können, sondern Steuergeschenke an die Industrie macht.
Das in Verbindung mit billigen Löhnen macht China zum idealen Produktionsstandort.

Dass diese billigen Löhne dann dazu führen, dass die eigene Bevölkerung die heimische Produktion nicht kaufen kann, woraufhin der Exportüberschuss dafür sorgt, dass in anderen Ländern nicht mehr genug Arbeit vorhanden ist, während die Steuergeschenke weltweit für einbrechende Staatseinnahmen sorgen, ist halt die Kehrseite der Medallie.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 35074
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Realist2014 » Sa 5. Nov 2016, 17:41

Piranha hat geschrieben:(05 Nov 2016, 17:37)

Wie schwer kann das sein?
Afrika wird seit Jahrhunderten um seine Rohstoffe beraubt, zuerst durch Kolonialisierung, später durch "grosszügige" Kreditvergabe, so lange bis die Zinsen auf die Schulden gereicht haben die Rohstoffe praktisch für lau zu bekommen.
In derartig verschuldeten Ländern, wo die Regierungen entsprechend korrupt sind, ist der Aufbau einer Industrie nicht machbar.

China hat eine Regierung, die nicht alles an Wohlstand absaugt was sie in die Finger bekommen können, sondern Steuergeschenke an die Industrie macht.
Das in Verbindung mit billigen Löhnen macht China zum idealen Produktionsstandort.

Dass diese billigen Löhne dann dazu führen, dass die eigene Bevölkerung die heimische Produktion nicht kaufen kann, woraufhin der Exportüberschuss dafür sorgt, dass in anderen Ländern nicht mehr genug Arbeit vorhanden ist, während die Steuergeschenke weltweit für einbrechende Staatseinnahmen sorgen, ist halt die Kehrseite der Medallie.



Da scheint jemand von den Entwicklungen in China in den letzten 30 Jahren vollkommen unwissend zu sein...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Boracay
Beiträge: 3465
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Boracay » Sa 5. Nov 2016, 17:52

Piranha hat geschrieben:(05 Nov 2016, 17:37)

Wie schwer kann das sein?
Afrika wird seit Jahrhunderten um seine Rohstoffe beraubt, zuerst durch Kolonialisierung, später durch "grosszügige" Kreditvergabe, so lange bis die Zinsen auf die Schulden gereicht haben die Rohstoffe praktisch für lau zu bekommen.


Aha...die neuste abenteuerliche Behauptung. Wie viele Rohstoffe hat Deutschland denn so? Warum sind hier nicht alle arm? Und warum sind andere ehemalige Kolonien wie die USA, Kanada, Singapur, usw. heute viel viel viel reicher?

In derartig verschuldeten Ländern, wo die Regierungen entsprechend korrupt sind, ist der Aufbau einer Industrie nicht machbar.


Die Verschuldung in Afrika ist irrelevant gering, schlicht und einfach deswegen weil Investoren das Ausfallrisiko zu hoch ist. sehr hoch verschuldet sind die Industrieländern.

China hat eine Regierung, die nicht alles an Wohlstand absaugt was sie in die Finger bekommen können, sondern Steuergeschenke an die Industrie macht.


Die größten Unternehmen in China sind nach wie vor in staatlicher Hand. Was würde Besteuerung denn hier bringen? Linke Tasche - Rechte Tasche spiel?

Die ausländischen private Unternehmen werden ordentlich zu Kasse gebeten. Steuern sind nicht niedriger als in Europa, auch nicht die individuelle Einkommensteuer.

Das in Verbindung mit billigen Löhnen macht China zum idealen Produktionsstandort.


Falsch. Der ideale Produktionsstandort kommt von sehr hoher Produktivität (die Einstellung zu Arbeit ist eine ganz andere als in Afrika), nicht umsonst dominieren die Auslandschinesen die Wirtschaft in ihren jeweiligen Ländern. Hinzu kommt eine stabile Energieversorgung, Gewerbeparks die funktionieren, recht hohes Bildungsniveau, kurze Wege zur Verschiffung und Grunderzeugnissen, risige Kompetenzzentren die sich die Regierung geschaffen hat.

Das gibt es alles nicht in Afrika.

Dass diese billigen Löhne dann dazu führen, dass die eigene Bevölkerung die heimische Produktion nicht kaufen kann


Welche Produkte kann denn ein Chinese nicht kaufen? Der private Konsum ist in China ins unermessliche gestiegen, allerdings sind Markenprodukte sehr viel teuer als in Europa. Daher auch die langen Schlangen an den Tax Free Schaltern am Fraport - Deutschland und die USA sind halt sehr viel billiger.

woraufhin der Exportüberschuss dafür sorgt, dass in anderen Ländern nicht mehr genug Arbeit vorhanden ist


Wo ist denn nicht genug arbeit vorhanden? In Südeuropa? Mienst du allen ernstes da wurden früher Toaser oder Kaffeemaschinen zusammengeschraubt? Spanien war noch in den 70ern ein dritte Welt Land, selbst da ist der Wohlstand unglaublich gestiegen.

während die Steuergeschenke weltweit für einbrechende Staatseinnahmen sorgen


Beleg? In Deutschland sieht das ganz anders aus - Rekordeinnahmen jagen die nächsten

https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/
Piranha
Beiträge: 415
Registriert: Mo 31. Okt 2016, 16:49
Wohnort: Italien
Kontaktdaten:

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Piranha » Sa 5. Nov 2016, 18:05

Ich gebs auf mit dir.
Du bist einfach beratungsresistent.
Ich gebe dir noch einen Punkt, der vollkommen offensichtlich ist, aber Antwort kannst du dir sparen, du bist auf meiner Ignoriert-Liste bevor du die ersten Buchstaben getippt hast.

Boracay hat geschrieben:Beleg? In Deutschland sieht das ganz anders aus - Rekordeinnahmen jagen die nächsten.


Hallo?
Deutschland ist Exportweltmeister!
Deutschland macht mit Südeuropa das, was China mit den USA macht.
Die Verbraucher in Deutschland haben genauso wenig genug Geld um die heimische Produktion zu kaufen wie die Verbraucher in China, darum hat Südeuropa die Arbeitslosen.
Den auf Exportüberschuss basierenden Wohlstand Deutschland, wo mittlerweile 15 Millionen Menschen in Deutschland so wenig verdienen, dass sie noch auf HartzIV aufgestockt bekommen, als Begründung dafür zu nehmen, warum es Defizit-Ländern angeblich besser geht ist so weit jenseits von absurd, dafür muss erst noch ein Wort erfunden werden.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 29171
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 5. Nov 2016, 19:28

Piranha hat geschrieben:(05 Nov 2016, 16:45)

Weil es absurd ist zuerst den Menschen die Arbeitsplätze wegzunehmen indem die Industrie nach China umzieht...

Das haben die USA jetzt auch gemerkt, die werben verstärkt Industrie an, auch und gerade aus Deutschland, wo Unternehmern immer höhere Hürden in den Weg gelegt werden.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Occham
Beiträge: 1552
Registriert: Do 21. Mai 2015, 15:38
Benutzertitel: Ritt über die Rasierklinge

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Occham » Sa 5. Nov 2016, 19:47

Platon hat geschrieben:(22 Jan 2016, 00:18)

Unter Naturvölkern ist es nicht unüblich jede männliche Person die nicht zum eigenen Stamm oder Clan gehört und der unangemeldet irgendwo auftaucht als Todfeind zu betrachten und umzubringen. Von daher ist sich gegenseitig zu töten etwas völlig normales. Erst durch die Entwicklung von komplexen Gesellschaften und der Etablierung von größeren sozialen Ordnungen hat man sich darauf besonnen, dass jeden zu ermorden den man nicht kennt, und der eventuell keine guten Absichten hat, auf Dauer wohl keine so gute Idee ist.

Im Endeffekt wurde es ja erst zum Problem als man eben nicht mehr nur mit der eigenen Sippe gelebt sondern sich komplexe Wirtschaftskreisläufe und größere Siedlungsgebiete gebildet haben.

Wenn man verschleiert, bleibt da die Angst vor dem Unbekannten, wenn der Schleier fällt, ist diese Angst weg

Ui, ah, it's Magic... und dann gibs ja noch die Weisheit das nichts rein schwarz ist und nichts rein weiss... sacklzement :dead:
Große Dinge haben kleine Ursachen.
Hans Albers

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Hans Albers » So 6. Nov 2016, 11:58

Boracay hat geschrieben:(05 Nov 2016, 17:08)

Ich habe lange in China gelebt und war auch sehr viel auf dem Land (dem neuen Produktionsstandort). natürlich gibt es noch viel Armut aber das ist nicht mit dem Hunger und Elend von vor 35 Jahren zu vergleichen. Die Lohnsteigerungen sind dramatisch, existenzielle Not gibt es so gut wie gar nicht mehr (von 60% auf lächerliche 4% gesunken). Auf einmal sind eine halbe Millarde Menschen wohlhabend!



Ja - für eine Blutuntersuchung für die ich als Privatpatient in Deutschland 52€ bezahle sind im Shanghai Parkway US$ 850 fällig. Ist total absurd aber der kranke Reichtum (das häufigste Auto in Shanghai ist der Porsche Panamera) mancherorts treibt skurile Blüten.



Ja, da haben sie recht, bei der Armutsbekämpfung hat China so viel gestemt, wie kein anderes Land in der Lage.
Benutzeravatar
King Kong 2006
Beiträge: 4049
Registriert: Di 3. Jun 2008, 10:41
Benutzertitel: Kongenial

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 7. Nov 2016, 22:43

"Krieg - Wozu er gut ist" von Ian Morris.

Ein Interview mit Ian Morris.

„Krieg hat die Welt sicherer gemacht“

http://www.cicero.de/weltbuehne/us-fors ... acht/56210


Demnach haben größere Gesellschaften höherer Ordnung das Risiko eines gewaltsamen Todes für ihre Mitglieder deutlich gesenkt. Während in Steinzeitgesellschaften zwischen zehn und zwanzig Prozent der Menschen von anderen getötet würden, hätten die Reiche der Antike diese Rate auf fünf bis zehn Prozent verringert (S. 16 f.), in der Weltordnung der Neuzeit sei die Rate trotz der beiden Weltkriege auf 1 bis 2 Prozent im 20. Jahrhundert gesunken, jetzt auf 0,7 Prozent (S. 403 f.). Die stabilen friedlichen Gesellschaften hätten auch zu mehr Reichtum geführt (S. 16). Laut Morris ist Krieg die bisher einzige Methode, um diese großen friedlichen und produktiven Gesellschaften hervorzubringen. Morris verschweigt keineswegs die Grausamkeit des Kriegs.

https://www.dfg-vk.de/pazifismus/rezens ... er-gut-ist


Etwas kritischer geht die AG Friedensforschung mit dem Werk um. Auf jedenfall ein interessantes Buch.

Das Todesspiel

Erst die gewaltsame Herausbildung von immer größeren Staaten, Morris nennt diese in Anlehnung an eine bekannte Schrift des englischen Philosophen Thomas Hobbes »Leviathane«, habe das Biest im Menschen gezähmt und die Gattung auf den Weg der Zivilisation gebracht. Er schreibt: »Gesellschaftliche Entwicklung entspricht nicht genau Leviathans Stärke, kommt ihr aber sehr nahe.« Erst der zentral regierte Staat sei in der Lage gewesen, die Menschen in großem Maßstab zu disziplinieren, etwa junge Männer dazu zu überreden, in lebensbedrohlichen Situationen Befehlen zu gehorchen. Das »gehört zu Leviathans größten Leistungen«, meint Morris.

Kulturelle Entwicklung, ökonomischer Fortschritt und staatliche Gewalt bilden für ihn eine unauflösliche Einheit: »Gewalt und Kommerz sind zwei Seiten ein und derselben Medaille, denn die unsichtbare Hand braucht eine unsichtbare Faust, die ihr den Weg ebnet, bevor sie ihren Zauber bewirken kann

http://www.ag-friedensforschung.de/them ... orris.html
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
Benutzeravatar
Nomen Nescio
Moderator
Beiträge: 10290
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 7. Dez 2016, 16:50

in NL wurde eine konferenz gehalten. über wasser. das ist nicht abnormal, aber fremd war das auch der vorsitzende unser verteidigungskräfte - ein general - dabei war.

er wies auf die kommende dezennien und warnte gegen vernachlässigung des wassersproblem. in mittelafrika hat es schon mehrere jahre nicht geregnet. die folge davon läßt sich ausrechnen und sieht man schon jetzt. krieg, zerrütung des lebens, flüchtlinge, druck auf andere völker, und alle weitere probleme.

die regierungen, die menschheit soll sich mehr damit beschäftigen und suchen nach lösungen. nicht jede lösung ist verwillkommt, denn verursacht wieder neue probleme.
als beispiel wurde ein dorf gegeben wo man eine brunne gemacht hatte. jetzt brauchten die frauen nicht mehr fast eine halbe stunde zu laufen um wasser zu holen. so far so good.
die frauen aber weigerten sich diese brunne zu benützen. bei untersuchung zeigte sich daß die frauen so hart arbeiten mußten, daß sie kein moment »frei« waren. die zeit zum laufen fanden sie erholung, denn jetzt konnten sie plaudern.

was ist weisheit?
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
Boracay
Beiträge: 3465
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: mernschen und krieg: seit 10.000 jahr begleiten sie einander schon

Beitragvon Boracay » Mi 7. Dez 2016, 18:06

Nomen Nescio hat geschrieben:(07 Dec 2016, 16:50)
er wies auf die kommende dezennien und warnte gegen vernachlässigung des wassersproblem. in mittelafrika hat es schon mehrere jahre nicht geregnet.


Wie kommst du darauf? Die Saherzone ergrünte ja geradezu die letzten Jahre...

http://planeterde.de/wissen/der-sahel-wird-gruner/

die folge davon läßt sich ausrechnen und sieht man schon jetzt. krieg, zerrütung des lebens, flüchtlinge, druck auf andere völker, und alle weitere probleme.


Schwarzmalerei wie üblich. Fakt ist: Die Globale Armut ist im freien Fall, es gibt immer weniger Hunger und immer weniger Kriege.

Man muss nur mehr Kapitalismus wagen - dann sind die wirtschaftlichen Anhängigkeiten so groß dass keiner mehr einen Krieg wagt.

Zurück zu „71. Geschichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste