Armutsfalle private Krankenversicherung

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lunaluna
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon lunaluna » Mo 23. Mär 2015, 20:50

Hallo, mich würde es mal wirklich interessieren, wie die PKV vom Prinzip her kalkuliert.

Ich stelle mir das so vor: Sie kalkuliert zunächst, welche Gesunheitsleistungen der Versicherte nach Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen... voraussichtlich in seinem Leben in Anspruch nehmen wird.

Ich stelle mir vor, dass es hierfür zahlreiche Vergleichswerte, Tabellen und Verfahren gibt, die vorgegeben sind, so dass hier nicht absichtlich zu niedrig kalkuliert werden kann.

Dann wird das Errechnete durch die Anzahl der Monate geteilt, die der Versicherte voraussichtlich lebt. Das ergibt dann im Prinzip den monatlichen Beitrag.

Dann wird noch berücksichtigt, dass das Krankheitsrisiko im Alter höher ist, so dass ein Teil des Anfangsbeitrags angespart werden kann für das Alter, so dass sich ein Zinsvorteil ergibt.

Die Prämie muss dann nur insoweit angehoben werden, als die Versicherung sich verkalkuliert hat und zB das durchschnittliche Krankheitsrisiko der Vergleichsgruppe sich als höher herausstellt, als bei der Kalkulation angenommen, oder dass der medizinisch-technische Fortschritt teurer wird als bei der Kalkulation angenommen.

Ausserdem kann es passieren, dass die Versicherung überproportional viele Versicherte erwischt, die kränker werden als der Durchschnitt ihrer Vergleichsgruppe, die bei der Kalkulation zugrunde gelegt wurde. Auch dann muss die Prämie angehoben werden, aber der Versicherte kann dann den Tarif wechseln und die Versicherung steht blöd da.

So oder anders?
Zuletzt geändert von lunaluna am Mo 23. Mär 2015, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.
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John Galt
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon John Galt » Di 24. Mär 2015, 02:40

Die privaten Krankenversicherungen in Deutschland haben rund 150 Mrd. € Rückstellungen, auf die die Politik ganz scharf ist. Grüne und SPD haben Enteignungsphantasien bei einer Bürgerversicherung.

Die Gebührenordnung für Ärzte wird dummerweise teilweise von der Politik mitbestimmt, da werden dann häufig Geschenke für Ärzte auf Kosten der Versicherten gemacht.
Wenn die Rückstellungen nicht genug erwirtschaften, wird der Beitrag ebenfalls erhöht.
Wenn die Tarifgruppe häufiger krank ist als kalkuliert, ebenfalls.
Dazu kommt dann noch der allgemeine medizinische Fortschritt.

Das sind die Dinge die den Beitrag nach oben treiben.

Angestellte haben wie gesagt den Vorteil, wenn ihr Beitrag unter dem GKV-Höchstsatz liegt, den Arbeitgeiber an Sparleistungen zu Beitragsentlastungstarifen zu beteiligen.
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Starfix » Di 24. Mär 2015, 05:38

John Galt » Di 24. Mär 2015, 02:40 hat geschrieben:Die privaten Krankenversicherungen in Deutschland haben rund 150 Mrd. € Rückstellungen, auf die die Politik ganz scharf ist. Grüne und SPD haben Enteignungsphantasien bei einer Bürgerversicherung.

Die Gebührenordnung für Ärzte wird dummerweise teilweise von der Politik mitbestimmt, da werden dann häufig Geschenke für Ärzte auf Kosten der Versicherten gemacht.
Wenn die Rückstellungen nicht genug erwirtschaften, wird der Beitrag ebenfalls erhöht.
Wenn die Tarifgruppe häufiger krank ist als kalkuliert, ebenfalls.
Dazu kommt dann noch der allgemeine medizinische Fortschritt.

Das sind die Dinge die den Beitrag nach oben treiben.

Angestellte haben wie gesagt den Vorteil, wenn ihr Beitrag unter dem GKV-Höchstsatz liegt, den Arbeitgeiber an Sparleistungen zu Beitragsentlastungstarifen zu beteiligen.



Die Ärzte verdienen hier auch nicht mehr so gut, die gehen deswegen auch öfters Demonstrieren. Ich bin auch der absoluten Überzeugung verfallen das wir die Privaten Versicherungen Enteignen und eine bedingungslose Rundrum sorglos Bürgerversicherung für alle machen werden, wo weder der Unternehmer noch der Arbeitet einzahlt. Vielleicht kann man auch da einen großen Teil der Finanzierung einfach durch Geldschöpfung bezahlen. Wenn die Banken einfach so Geld schöpfen können, dann sollte man das auch hier machen. Man muss sich nur überlegen, wie man dabei die Inflation vermeidet. Gegenwärtig haben wir das Problem das zu wenig Geld im Umlauf kommt also könnte man so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Postnix » Di 24. Mär 2015, 06:11

Gesundheit ist ein Konsumgut wie jedes andere.

Wer weniger hat, muss früher sterben.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Starfix » Di 24. Mär 2015, 06:42

Postnix » Di 24. Mär 2015, 06:11 hat geschrieben:Gesundheit ist ein Konsumgut wie jedes andere.

Wer weniger hat, muss früher sterben.



Was ist das für eine Einstellung? Ich halte diese Gedanken für verachtenswert. für mich ist das unterlassene Hilfe Leistung.

Edit:
Vor allen die Vorstellung aus allen ein Geschäft machen zu wollen halte ich für irrational, wann verschwindet denn endlich mal dieser Sozialdarwinismus aus den Köpfen?
Zuletzt geändert von Starfix am Di 24. Mär 2015, 06:46, insgesamt 3-mal geändert.
Ich leide unter Legasthenie und mache deshalb viele orthographische Fehler.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Postnix » Di 24. Mär 2015, 06:46

Ich beschreibe die Realität: Wer arm ist, stirbt früher. Leistungsträger leben länger. Sie haben es sich "verdient".
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Starfix » Di 24. Mär 2015, 07:02

Postnix » Di 24. Mär 2015, 06:46 hat geschrieben:Ich beschreibe die Realität: Wer arm ist, stirbt früher. Leistungsträger leben länger. Sie haben es sich "verdient".


Zu mehr bist Du nicht fähig? Wie ist es denn mit den Selbständigen Denken, Fantasie und Kreativität bestellt?
Ich sehe hier keine Leistungsträger, ich sehe hier eine menge ausgebeutet verdummte Lohnsklaven. Dann gibt es noch ein paar Aufseher die man genau wie die Lohnsklaven, wenn es darauf ankommt wie eine Heiße Kartoffel fallen lässt. Denn Rest kann man je verrenken lassen, der Mensch zählt ja nicht, hier zählt ja nur noch das was Leistung beringt, aber eines Tages wird die Personalnummer durch die Automaten Kennziffer ausgetauscht.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Flat » Di 24. Mär 2015, 07:29

Moses » Mo 23. Mär 2015, 17:46 hat geschrieben:Das ist so nicht richtig, wenn Du Dich als beamter bei einer GKV freiwillig versicherst, versicherst Du auch nur den Teil, den die beihilfe nicht abdeckt - also 30 oder 50% je nach dem


Moin,

kennst Du eine GKV, die so einen Vertrag anbietet?

Ich frage auch deshalb, weil eine Bekannte genau dieses Problem mit der doppelten Zahlung hat. Sie wäre bestimmt dankbar, wenn sie eine GKV wüsste, wo sie reichlich sparen kann.

Sowohl ihr (und auch ihren beamteten Kollegen) wie auch mir ist nämlich keine GKV bekannt mit so einem Vertragsangebot.

Tschüss

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http://www.spiegel.de/netzwelt/web/inte ... 62231.html
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon epona » Di 24. Mär 2015, 07:31

John Galt » Di 24. Mär 2015, 03:40 hat geschrieben:Die privaten Krankenversicherungen in Deutschland haben rund 150 Mrd. € Rückstellungen, auf die die Politik ganz scharf ist. Grüne und SPD haben Enteignungsphantasien bei einer Bürgerversicherung.

Die Gebührenordnung für Ärzte wird dummerweise teilweise von der Politik mitbestimmt, da werden dann häufig Geschenke für Ärzte auf Kosten der Versicherten gemacht.
Wenn die Rückstellungen nicht genug erwirtschaften, wird der Beitrag ebenfalls erhöht.
Wenn die Tarifgruppe häufiger krank ist als kalkuliert, ebenfalls.
Dazu kommt dann noch der allgemeine medizinische Fortschritt.

Das sind die Dinge die den Beitrag nach oben treiben.

Angestellte haben wie gesagt den Vorteil, wenn ihr Beitrag unter dem GKV-Höchstsatz liegt, den Arbeitgeiber an Sparleistungen zu Beitragsentlastungstarifen zu beteiligen.


So ist es.

Wobei die Rückstellungen incl. Pflegepflichtvers. 202 Milliarden (Stand 2014) betragen.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon lunaluna » Di 24. Mär 2015, 08:15

Die Gebührenordnung für Ärzte wird dummerweise teilweise von der Politik mitbestimmt, da werden dann häufig Geschenke für Ärzte auf Kosten der Versicherten gemacht.
Wenn die Rückstellungen nicht genug erwirtschaften, wird der Beitrag ebenfalls erhöht.
Wenn die Tarifgruppe häufiger krank ist als kalkuliert, ebenfalls.
Dazu kommt dann noch der allgemeine medizinische Fortschritt.

Das sind die Dinge die den Beitrag nach oben treiben.


Dann stimmt es ja so ungefähr, was ich angenommen habe. Danke für die Ergänzungen, wobei ich ja med. Fortschritt und häufiger krank schon genannt hatte.

Kannst du mir erklären, warum die PKV dann lt. einigen usern gerade auf junge, gesunde Versicherte angewiesen sein soll? Die werden doch nicht automatisch weniger krank als kalkuliert. :?:

Oder darf deren überschiessender Beitragsanteil (Altersrückstellung) etwa für "alte, kranke" Versicherte anderer Kohorten verwendet werden? Kann ich mir nicht vorstellen... Der muss doch für ihre eigene Kohorte angespart werden, denk ich mir so.
Zuletzt geändert von lunaluna am Di 24. Mär 2015, 08:34, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon lunaluna » Di 24. Mär 2015, 08:28

epona » Di 24. Mär 2015, 07:31 hat geschrieben:
Wobei die Rückstellungen incl. Pflegepflichtvers. 202 Milliarden (Stand 2014) betragen.


Wieso braucht es dann nach deiner Aussage gerade junge, gesunde Versicherte? :?:
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon epona » Di 24. Mär 2015, 08:34

epona » Di 24. Mär 2015, 08:31 hat geschrieben:
So ist es.

Wobei die Rückstellungen incl. Pflegepflichtvers. 202 Milliarden (Stand 2014) betragen.


Nicht nur die steigende Lebenserwartung und die Kostensteigerung bedingt durch med. Fortschritt sind zu berücksichtigen, auch die Gratwanderung zwischen der Notwendigkeit realistische altersbedingte Kosten und wettbewerbsfähige Prämien für Neukunden zu ermitteln.

Paar Neukunden schaden keinem Unternehmen. :D
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon lunaluna » Di 24. Mär 2015, 08:40

epona » Di 24. Mär 2015, 08:34 hat geschrieben:
Nicht nur die steigende Lebenserwartung und die Kostensteigerung bedingt durch med. Fortschritt sind zu berücksichtigen, auch die Gratwanderung zwischen der Notwendigkeit realistische altersbedingte Kosten und wettbewerbsfähige Prämien für Neukunden zu ermitteln.


Sind die Vorgaben also nicht so eng?

Paar Neukunden schaden keinem Unternehmen. :D


Das war nicht die Frage.
Zuletzt geändert von lunaluna am Di 24. Mär 2015, 08:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon John Galt » Di 24. Mär 2015, 08:41

lunaluna » Di 24. Mär 2015, 08:15 hat geschrieben:
Dann stimmt es ja so ungefähr, was ich angenommen habe. Danke für die Ergänzungen. Kannst du mir erklären, warum die PKV dann lt. einigen usern gerade auf junge, gesunde Versicherte angewiesen sein soll? Die werden doch nicht automatisch weniger krank als kalkuliert. :?:

Oder darf deren überschiessender Beitragsanteil (Altersrückstellung) etwa für "alte, kranke" Versicherte anderer Kohorten verwendet werden? Kann ich mir nicht vorstellen... Der muss doch für ihre eigene Kohorte angespart werden, denk ich mir so.


Rein versicherungstechnisch sind die Versicherungen nicht auf junge Leute angewiesen. Die langfristig Versicherten sind aufgrund der Rückstellungen sowieso meist in ihrem Vertrag gefangen.

Allerdings möchte der Vertrieb Provisionen kassieren (teilweise bis zu 18 Monatsbeiträge) und die Versicherung möchte gerne auch noch in 50 Jahren existieren und sich nicht selber abwickeln.

Der einzige Grund wäre allerdings wenn die Tarifgruppe so aus dem Ruder läuft, dass der Beitrag nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Dann bräuchte man neue junge Leute in der Hoffnung den Krankheitsdurchschnitt wieder zu senken und wieder wettbewerbsfähig zu werden. Es gibt das Recht der Versicherten die Tarifgruppen innerhalb der Versicherung zu wechseln, was allerdings gerne kleingeredet wird und nicht gerne gesehen wird.

Die DKV als eine der größten PKVen hat über 20 Tarifgruppen. Die kleineren haben vielleicht 3-5. Manche zahlen aufgrund einer schlechten Kohorte teilweise 200€ mlt. zu viel. Wenn die Kohorte zu schlecht wird, machen die einfach eine neue auf. :p
Zuletzt geändert von John Galt am Di 24. Mär 2015, 08:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon lunaluna » Di 24. Mär 2015, 08:51

John Galt » Di 24. Mär 2015, 08:41 hat geschrieben:
Rein versicherungstechnisch sind die Versicherungen nicht auf junge Leute angewiesen. Die langfristig Versicherten sind aufgrund der Rückstellungen sowieso meist in ihrem Vertrag gefangen.

Allerdings möchte der Vertrieb Provisionen kassieren (teilweise bis zu 18 Monatsbeiträge) und die Versicherung möchte gerne auch noch in 50 Jahren existieren und sich nicht selber abwickeln.


Das ist klar, war aber nicht meine Frage.

Der einzige Grund wäre allerdings wenn die Tarifgruppe so aus dem Ruder läuft, dass der Beitrag nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Dann bräuchte man neue junge Leute in der Hoffnung den Krankheitsdurchschnitt wieder zu senken und wieder wettbewerbsfähig zu werden.


Da reichen doch auch kranke, alte, sofern sie trotzdem weniger krank werden als kalkuliert wurde. Wichtig ist doch, eine gute Durchmischung jeder Kohorte zu erreichen.


Es gibt das Recht der Versicherten die Tarifgruppen innerhalb der Versicherung zu wechseln, was allerdings gerne kleingeredet wird und nicht gerne gesehen wird.


Auch klar. Hatte ich ja schon erwähnt.

Die DKV als eine der größten PKVen hat über 20 Tarifgruppen. Die kleineren haben vielleicht 3-5. Manche zahlen aufgrund einer schlechten Kohorte teilweise 200€ mlt. zu viel. Wenn die Kohorte zu schlecht wird, machen die einfach eine neue auf. :p


Auch klar. Aber die Altersrückstellungen gehen nach Kohorten, sehe ich das richtig?
Zuletzt geändert von lunaluna am Di 24. Mär 2015, 08:56, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon lunaluna » Di 24. Mär 2015, 08:59

epona » Di 24. Mär 2015, 08:51 hat geschrieben:
*Spam*


Nicht richtig lesen, und dann solche Kommentare für Aussagen, um die es gar nicht ging.

Also, halten wir fest: Die PKVen sind ausser aus ihrem grundsätzlichen Bestreben heraus, ihr Produkt zu verkaufen, und in diesem Zusammenhang möglichst gut durchmischte und daher möglichst grosse Kohorten zu erhalten, nicht auf junge, gesunde Versicherte angewiesen.

Nochmal: Oder werden die Beiträge der jungen, gesunden dafür verwendet, die Leistungen für die alten, kranken zu bezahlen?
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Di 24. Mär 2015, 10:10, insgesamt 8-mal geändert.
Grund: SpamZitat entfernt
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Blickwinkel » Di 24. Mär 2015, 09:10

Es gibt ja noch den Basistarif im Alter der PKVen. Klar ist, dieser Tarif stellt die Patienten schlechter wie in der GKV, allerdings ist er immerhin bezahlbar.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon epona » Di 24. Mär 2015, 11:14

lunaluna » Di 24. Mär 2015, 09:59 hat geschrieben:

Also, halten wir fest: Die PKVen sind ausser aus ihrem grundsätzlichen Bestreben heraus, ihr Produkt zu verkaufen, und in diesem Zusammenhang möglichst gut durchmischte und daher möglichst grosse Kohorten zu erhalten, nicht auf junge, gesunde Versicherte angewiesen.



WIR halten fest? :?:

Ich rate dir zu folgender Lektüre:

PKV Kalkulationsverordnung kurz KalV sowie Versicherungsaufsichtsgesetz VAG.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Moses » Di 24. Mär 2015, 11:24

Flat » Di 24. Mär 2015, 07:29 hat geschrieben:
Moin,

kennst Du eine GKV, die so einen Vertrag anbietet?

Ich frage auch deshalb, weil eine Bekannte genau dieses Problem mit der doppelten Zahlung hat. Sie wäre bestimmt dankbar, wenn sie eine GKV wüsste, wo sie reichlich sparen kann.

Sowohl ihr (und auch ihren beamteten Kollegen) wie auch mir ist nämlich keine GKV bekannt mit so einem Vertragsangebot.

Tschüss

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Ich war hier tatsächlich einem Irrglauben aufgesessen.
Die Kollegen mit einer Versicherung über die GKV verzichten tatsächlich auf Ihren Beihilfeanspruch und zahlen eine Vollversicherung. Grund ist tatsächlich die Familiensituation.
Noch mal Sorry für den Irrtum.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon John Galt » Di 24. Mär 2015, 11:31

Die Beihilfe zahlt doch allerdings meist 80% für die Kinder, bei mir waren das 25€ im Monat. Da muss man schon 10 Kinder haben, damit sich das lohnt.
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