China und Pakistan - warum enge Freunde?

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bennyh
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China und Pakistan - warum enge Freunde?

Beitragvon bennyh » Do 1. Dez 2016, 14:08

China ist bekanntermaßen ziemlich isoliert in Asien.
Die meisten Staaten in der Region fühlen sich von China bedroht und ziehen es vor, sich einer - noch nicht formellen - US-geführten Anti-China Koalition anzuschließen. Dies schließt Staaten wie Vietnam, das Millionen von Todesopfern durch Frankreich und die USA zu beklagen hatte, und Indien, das lange Zeit aufgrund der langen britischen Besatzung überhaupt nicht pro-westlich war, ein.
Einer der wenigen Verbündeten, vielleicht der engste, in der Region ist Pakistan.
Warum sind die beiden Staaten so eng? Was verbindet die beiden Staaten? Pakistan ist eine islamische Republik, China ist ein Land, das die muslimische Religion in seiner Bevölkerung betont unterdrückt. Und: Wie schafft es Pakistan, sowohl ein Verbündeter der USA als auch Chinas zu sein? Es erscheint zunehmend wie eine Quadratur des Kreises. Wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, wo man sich in Islamabad zwischen USA und China entscheiden muss?
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Re: China und Pakistan - warum enge Freunde?

Beitragvon ciesta » Do 8. Dez 2016, 13:22

Wirklich isoliert sind die nicht. Das geht bei deren Bedeutung für Asien auch gar nicht.

Zb. mit Russland hat man aktuell einen ganz netten politischen Freund an die Seite bekommen.
Speziell nach Trumps TPP-Absage gab es auch einige chinafreundliche Vorstöße anderer Länder.

Zudem sind die Investitionen in Sachen Seidenstrasse ein sehr verlockendes Angebot an alle Staaten dort.
Pakistan wurde da besonders bedacht (https://www.bloomberg.com/news/articles ... istan-port)
Der Hafen wurde vor kurzem eröffnet.

Ansonsten ist Pakistan natürlich wegen der Rivalität mit Indien interessant und die Lage hat auch viele Aspekte, die China sicher interessieren.
Speziell in Richtung Pakistan/Indien heizt sich da ja gerade einiges auf.
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Re: China und Pakistan - warum enge Freunde?

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 8. Dez 2016, 14:24

bennyh hat geschrieben:(01 Dec 2016, 14:08)

China ist bekanntermaßen ziemlich isoliert in Asien.
Die meisten Staaten in der Region fühlen sich von China bedroht und ziehen es vor, sich einer - noch nicht formellen - US-geführten Anti-China Koalition anzuschließen. Dies schließt Staaten wie Vietnam, das Millionen von Todesopfern durch Frankreich und die USA zu beklagen hatte, und Indien, das lange Zeit aufgrund der langen britischen Besatzung überhaupt nicht pro-westlich war, ein.
Einer der wenigen Verbündeten, vielleicht der engste, in der Region ist Pakistan.
Warum sind die beiden Staaten so eng? Was verbindet die beiden Staaten? Pakistan ist eine islamische Republik, China ist ein Land, das die muslimische Religion in seiner Bevölkerung betont unterdrückt. Und: Wie schafft es Pakistan, sowohl ein Verbündeter der USA als auch Chinas zu sein? Es erscheint zunehmend wie eine Quadratur des Kreises. Wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, wo man sich in Islamabad zwischen USA und China entscheiden muss?


Für Pakistan ist es vor allem wichtig daß China kein Freund Indiens ist.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: China und Pakistan - warum enge Freunde?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 8. Dez 2016, 21:17

Der gemeinsame Nenner ist wohl als Ausgangspunkt Indien.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten

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