Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Di 6. Sep 2016, 17:17

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Sep 2016, 16:25)

Den hat keiner übersehen. Wer als Ausländer in Afghanistan überleben will darf sich nicht per "order de mufti" über die Stämme stellen. Du kannst Opiumfelder abfackeln. Aber du mußt einem Preis bezahlen. In einem Land das bis jetzt jeden Eroberer zermürbt hat.


Das stimmt so nicht; Alexander der Große hat das Land beherrscht; Dschingis Khan sicher auch. Ich vermute, daß diese Leute seinerzeit entweder auf die Besonderheiten der Stämme dort eingegangen sind... etwa durch Heirat der Töchter von Stammesführern, oder durch platte Gewalt: Lückenlos alle Menschen abmurksen, wo sich auch nur der Anschein eines Widerstands zeigt.

Niemand sollte annehmen, daß ich solches Vorgehen gut hieße, aber so gehen Gewaltherrscher und rücksichtslose Eroberer vor!
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Di 6. Sep 2016, 17:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Sep 2016, 16:22)

Die werden kommen. Diese Art von Diktatoren verlieren früher oder später den Kontakt zur Wirklichkeit. Es ist immer dasselbe Muster. Schon Cäsar agierte so. Am Ende wähnte er sich als Gott. Der göttliche Julius.


In dieser Frage bin ich nicht so sicher; denken wir an Kim Jong Il als 3. Generation in Nord Korea. Wer weiß; vielleicht bewundern die Philippinos einen vermeintlich gerechten Herrscher, der sie von Korruption und organisiertem Verbrechen befreit? Urteilsfähig ist aus meiner Sicht nur jemand, der in dem Lande leben muß und die dort herrschenden Lebensumstände täglich erfährt.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Zinnamon » Di 6. Sep 2016, 17:39

H2O hat geschrieben:(06 Sep 2016, 18:25)

In dieser Frage bin ich nicht so sicher; denken wir an Kim Jong Il als 3. Generation in Nord Korea. Wer weiß; vielleicht bewundern die Philippinos einen vermeintlich gerechten Herrscher, der sie von Korruption und organisiertem Verbrechen befreit? Urteilsfähig ist aus meiner Sicht nur jemand, der in dem Lande leben muß und die dort herrschenden Lebensumstände täglich erfährt.


Wenn das so ist, dann wäre der Weltöffentlichkeit auch keine Bewertung der Zustände im Deutschland Hitlers zugestanden. Dann dürfte niemand den amerikanischen Wahlkampf, die Entwicklung Israels oder die Massnahmen des IS mit einem persönlichen Kommentar bedenken, der nicht im Gebiet des Geschehens wohnhaft ist.

:?
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Di 6. Sep 2016, 19:26

Zinnamon hat geschrieben:(06 Sep 2016, 18:39)

Wenn das so ist, dann wäre der Weltöffentlichkeit auch keine Bewertung der Zustände im Deutschland Hitlers zugestanden. Dann dürfte niemand den amerikanischen Wahlkampf, die Entwicklung Israels oder die Massnahmen des IS mit einem persönlichen Kommentar bedenken, der nicht im Gebiet des Geschehens wohnhaft ist.

:?


Eine Teilwahrheit verkünden Sie tatsächlich; Hitlers Machtergreifung hat die Welt ohne Erschütterung aufgenommen, und bis zur Olympiade 1936 hatte er auch seine Bewunderer weltweit. Daß der Unmensch auf einen Krieg zusteuerte, wollte auch niemand wahr haben; so schlecht war das Weltgewissen mit Blick auf das Friedensdiktat von Versailles. Erst als der Vernichtungskrieg im Osten mit seinen Massenmorden und Versklavungen unschuldiger Menschen begann... da kippte die Weltmeinung. Und das hatte der Verbrecher sogar vorher verkündet!

Vergleichbare Pläne sind von dem philippinischen Gewaltmenschen nicht bekannt; oder wissen Sie darüber mehr?

Sie werfen auch den Kampf gegen das organisierte Verbrechen und den Rauschgifthandel in einen Topf mit bösartigen rassistischen Verbrechen, die an Unschuldigen begangen werden, die sich zur falschen Zeit am falschen Ort aufhalten... etwa Verbrechen des IS.

Trump ist wirklich seinen Äußerungen zufolge ein sehr gefährlicher Mensch; der bringt es fertig und jagt unbescholtene und fleißige Menschen aus den USA, weil sie aus Lateinamerika stammen. Erkennen Sie den Unterschied zu "unserem" Philippino?
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 7. Sep 2016, 13:24

H2O hat geschrieben:(06 Sep 2016, 18:17)

Das stimmt so nicht; Alexander der Große hat das Land beherrscht; Dschingis Khan sicher auch. Ich vermute, daß diese Leute seinerzeit entweder auf die Besonderheiten der Stämme dort eingegangen sind... etwa durch Heirat der Töchter von Stammesführern, oder durch platte Gewalt: Lückenlos alle Menschen abmurksen, wo sich auch nur der Anschein eines Widerstands zeigt.

Niemand sollte annehmen, daß ich solches Vorgehen gut hieße, aber so gehen Gewaltherrscher und rücksichtslose Eroberer vor!

Was in de Antike war weiß keiner so genau. Aber Alexander hat überall dort wo er war den Leuten ihre Götter und ihre Lebensart gelassen.

Nun denn. Die Briten und Russen waren ganz sicher nicht zimperlich beim Eroberungsversuch und sind gnadenlos gescheitert. Und die haben sich nie gescheut Machtmittel einzusetzen. Und zur Zeit der Briten konnte auch keiner mit der Ausrede kommen daß die Amerikaner den Afghanen mit Stingerraketen ausgeholfen haben. Die Leute dort sind so hart weil das Land so hart ist. Peter Scholl Latour war mit den Mudschaheddin am Cyber-Pass und beschrieb wie die Afghanen nur mit Hilfe ihrer Härte und Ortskenntnis den Russen getrotzt haben.

Meint wirklich irgend jemand man hätte denW arlords mit Hilfe unserer Bundeswehrsoldaten den Opiumanbau verbieten können? Eine lächerliche Vorstellung. Diese Warlords schmuggeln das Opium seit vielen Jahren über die iranische Grenze. Auch die Iraner sind ein hartes Volk und führen an dieser Grenze einen Drogenkrieg wie die USA an de Grenze zu Mexiko. Laut einer aktuellen Meldung sind dort bereits 3800 Soldaten und Polizisten im Drogenkrieg ums Leben gekommen. Den Dealern droht die Todesstrafe. Aber auch das kann nicht abschrecken.

Es ist einfach am Computerbildschirm den Moralapostel zu spielen oder den ganz harten Burschen zu geben der wie Rambo das Drogenproblem mal eben so lösen kann.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 7. Sep 2016, 13:28

H2O hat geschrieben:(06 Sep 2016, 20:26)

Eine Teilwahrheit verkünden Sie tatsächlich; Hitlers Machtergreifung hat die Welt ohne Erschütterung aufgenommen, und bis zur Olympiade 1936 hatte er auch seine Bewunderer weltweit. Daß der Unmensch auf einen Krieg zusteuerte, wollte auch niemand wahr haben; so schlecht war das Weltgewissen mit Blick auf das Friedensdiktat von Versailles. Erst als der Vernichtungskrieg im Osten mit seinen Massenmorden und Versklavungen unschuldiger Menschen begann... da kippte die Weltmeinung. Und das hatte der Verbrecher sogar vorher verkündet!

Vergleichbare Pläne sind von dem philippinischen Gewaltmenschen nicht bekannt; oder wissen Sie darüber mehr?

Sie werfen auch den Kampf gegen das organisierte Verbrechen und den Rauschgifthandel in einen Topf mit bösartigen rassistischen Verbrechen, die an Unschuldigen begangen werden, die sich zur falschen Zeit am falschen Ort aufhalten... etwa Verbrechen des IS.

Trump ist wirklich seinen Äußerungen zufolge ein sehr gefährlicher Mensch; der bringt es fertig und jagt unbescholtene und fleißige Menschen aus den USA, weil sie aus Lateinamerika stammen. Erkennen Sie den Unterschied zu "unserem" Philippino?


Aber das ist der Trend. Es ist ein Zeitalter der Populisten. Politik wird nicht mehr mit Sachlichkeit und Argumenten gemacht. Die Leute wollen einfache Lösungen in einer extrem komplexen Welt. Die Veränderungen in der Welt überfordern zu viele. Das macht Angst.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 7. Sep 2016, 13:30

H2O hat geschrieben:(06 Sep 2016, 18:25)

In dieser Frage bin ich nicht so sicher; denken wir an Kim Jong Il als 3. Generation in Nord Korea. Wer weiß; vielleicht bewundern die Philippinos einen vermeintlich gerechten Herrscher, der sie von Korruption und organisiertem Verbrechen befreit? Urteilsfähig ist aus meiner Sicht nur jemand, der in dem Lande leben muß und die dort herrschenden Lebensumstände täglich erfährt.


Es sind bereits Todeskommandos unterwegs. Also Milizen außerhalb der Kontrolle des Staates. Man muß nicht in einem Land leben um zu ermessen wohin so etwas führt.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Atheist » Mi 7. Sep 2016, 14:27

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Sep 2016, 14:28)

Aber das ist der Trend. Es ist ein Zeitalter der Populisten. Politik wird nicht mehr mit Sachlichkeit und Argumenten gemacht. Die Leute wollen einfache Lösungen in einer extrem komplexen Welt. Die Veränderungen in der Welt überfordern zu viele. Das macht Angst.


Das Gerücht, die Leute wollten einfache Lösungen in einer extrem komplexen Welt, hält sich hartnäckig, dabei ist die Sache recht einfach: Die Menschenrechte sind in einer sehr einfachen Sprache verfasst, so dass sie selbst von interessierten Ungebildeten annähernd verstanden werden können. Wer sich in der Menschheitsgeschichte die Zeiträume der Rechtlosigkeit anschaut und sie Zeiten der Ordnung gegenüberstellt, erkennt, dass es immer wieder die gleichen Schreihälse sind, die sich dem wild gewordenen Mob anbiedern und es der stets gleiche Mob ist, dem angesichts seiner ungezügelten Wut gegen alles Abnorme der Geifer aus dem Maul trieft. Stets hat er auch halbwegs rationale Argumente zur Hand, um seine wilde Raserei zu rechtfertigen - zurzeit ist da die Demokratie in Mode. Kriminalität, zumal rauschgiftbezogene, ist dabei ein zeitloser Argumentationsklassiker. Es sind auch nicht nur schrille Gestalten wie Duterte, die Ausnahmezustände schaffen, um sich der rechtlichen Ordnung zu entziehen. Diese Tendenz zur Ausbreitung des Feindstrafrechts ist insbesondere infolge von 9/11 auch in allen westlichen Staaten zu beobachten. Ich frage mich, warum das so ist. Vielleicht sind die Bevölkerungen des Westens einfach nur friedensmüde geworden...
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 7. Sep 2016, 15:46

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Sep 2016, 14:30)

Es sind bereits Todeskommandos unterwegs. Also Milizen außerhalb der Kontrolle des Staates. Man muß nicht in einem Land leben um zu ermessen wohin so etwas führt.

Es sieht nach (unkontrollierbarem) Bürgerkrieg aus. Keine Frage.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 7. Sep 2016, 16:40

Atheist hat geschrieben:(07 Sep 2016, 15:27)

Das Gerücht, die Leute wollten einfache Lösungen in einer extrem komplexen Welt, hält sich hartnäckig, dabei ist die Sache recht einfach: Die Menschenrechte sind in einer sehr einfachen Sprache verfasst, so dass sie selbst von interessierten Ungebildeten annähernd verstanden werden können. Wer sich in der Menschheitsgeschichte die Zeiträume der Rechtlosigkeit anschaut und sie Zeiten der Ordnung gegenüberstellt, erkennt, dass es immer wieder die gleichen Schreihälse sind, die sich dem wild gewordenen Mob anbiedern und es der stets gleiche Mob ist, dem angesichts seiner ungezügelten Wut gegen alles Abnorme der Geifer aus dem Maul trieft. Stets hat er auch halbwegs rationale Argumente zur Hand, um seine wilde Raserei zu rechtfertigen - zurzeit ist da die Demokratie in Mode. Kriminalität, zumal rauschgiftbezogene, ist dabei ein zeitloser Argumentationsklassiker. Es sind auch nicht nur schrille Gestalten wie Duterte, die Ausnahmezustände schaffen, um sich der rechtlichen Ordnung zu entziehen. Diese Tendenz zur Ausbreitung des Feindstrafrechts ist insbesondere infolge von 9/11 auch in allen westlichen Staaten zu beobachten. Ich frage mich, warum das so ist. Vielleicht sind die Bevölkerungen des Westens einfach nur friedensmüde geworden...


Was hat das mit den Menschrechten zu tun? Es gibt viele Leute deren kleine Welt durch all die technischen Veränderungen in Gefahr gerät. Der Beruf den sie mal erlernten und zukunftssicher schien ist plötzlich nicht mehr gefragt und dann stehst du da und sollst dich auf etwas Neues einstellen das dann vielleicht noch schneller nicht mehr gebraucht wird. Da geraten viele aufs Abstellgleis. Frust kommt auch. Bei all den Leuten die vielleicht nie den Einstieg in unsere Gesellschaft geschafft haben kommt noch mehr Frust auf. Und dann die vielen neuen Leute die man nicht versteht. Man muß einfach zur Kenntnis nehmen daß viele Leute da einfach überfordert sind. Und diese Leute haben Angst. Vor allem wenn dann noch Femde kommen die man gar nicht versteht. Populisten schüren diese Angst. Der Staat muß viel mehr dafür sorgen das auch nicht so Gebildete irgendwie an der Gesellschaft beteiligt werden. Genau das ist das Versprechen der AfD an die Unterpriviligierten. Das einzige Thema. Das versteht jeder. Das kommt an. Und du willst einem Hartzer aus der ostdeutschen Diaspora was von Menschenrechten erzählen. Viel Glück!
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Atheist » Mi 7. Sep 2016, 17:13

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Sep 2016, 17:40)

Was hat das mit den Menschrechten zu tun?


Schau mal, wie oft und vielfältig ausgesagt wird, dass jeder Mensch in den Unterzeichnerstaaten ein Recht auf Recht haben sollte:

Artikel 1

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.


Artikel 2

Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebiets, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.


Artikel 3

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.


Artikel 5

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.


Artikel 6

Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.


Artikel 7

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.


Artikel 8

Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenen Grundrechte verletzt werden.


Artikel 9

Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

Artikel 10

Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.


Artikel 11

Jeder, der wegen einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.
Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwerere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

Artikel 12

Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.


http://www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/Lang ... LangID=ger

[Ausführungen über Lebensrisiken und Rattenfänger] Und du willst einem Hartzer aus der ostdeutschen Diaspora was von Menschenrechten erzählen. Viel Glück!


Die Mauer gibt es schon seit Jahrzehnten nicht mehr und die Grundsicherung ist ebenfalls Ausfluss von Menschenrechten.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 7. Sep 2016, 18:28

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Sep 2016, 14:24)

Was in de Antike war weiß keiner so genau. Aber Alexander hat überall dort wo er war den Leuten ihre Götter und ihre Lebensart gelassen.

Nun ja, vermutlich war der Untergang des persischen Reichs allen afghanischen Widerständlern Warnung genug, mit Alexander nicht herum zu spielen. So war das wohl auch mit Dschingis Khan; die haben ganz einfach die Landschaft leer geräumt, wenn sich da jemand unbotmäßig räusperte.
Nun denn. Die Briten und Russen waren ganz sicher nicht zimperlich beim Eroberungsversuch und sind gnadenlos gescheitert. Und die haben sich nie gescheut Machtmittel einzusetzen. Und zur Zeit der Briten konnte auch keiner mit der Ausrede kommen daß die Amerikaner den Afghanen mit Stingerraketen ausgeholfen haben. Die Leute dort sind so hart weil das Land so hart ist. Peter Scholl Latour war mit den Mudschaheddin am Cyber-Pass und beschrieb wie die Afghanen nur mit Hilfe ihrer Härte und Ortskenntnis den Russen getrotzt haben.

Kein Vergleich mit dem Heerscharen und dem Eroberungswillen der Mongolen. Die wollten nicht unbedingt die Afghanen beherrschen; Raub und Mord und wenn es ihnen denn notwendig schien: leere Landschaft.

Meint wirklich irgend jemand man hätte denW arlords mit Hilfe unserer Bundeswehrsoldaten den Opiumanbau verbieten können? Eine lächerliche Vorstellung. Diese Warlords schmuggeln das Opium seit vielen Jahren über die iranische Grenze. Auch die Iraner sind ein hartes Volk und führen an dieser Grenze einen Drogenkrieg wie die USA an de Grenze zu Mexiko. Laut einer aktuellen Meldung sind dort bereits 3800 Soldaten und Polizisten im Drogenkrieg ums Leben gekommen. Den Dealern droht die Todesstrafe. Aber auch das kann nicht abschrecken.

Es ist einfach am Computerbildschirm den Moralapostel zu spielen oder den ganz harten Burschen zu geben der wie Rambo das Drogenproblem mal eben so lösen kann.

Etwas eigenartig, den Einsatz der Bundeswehr oder der USA mit Alexander oder Dschingis Khan zu vergleichen; allein die Zielsetzungen dieser Aktion sollten den Unterschied klar machen. Leere Landschaft stand bestimmt nicht auf dem Plan.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 7. Sep 2016, 18:37

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Sep 2016, 14:28)

Aber das ist der Trend. Es ist ein Zeitalter der Populisten. Politik wird nicht mehr mit Sachlichkeit und Argumenten gemacht. Die Leute wollen einfache Lösungen in einer extrem komplexen Welt. Die Veränderungen in der Welt überfordern zu viele. Das macht Angst.


Schade; mir ging es eigentlich darum, den Unterschied zwischen einem populistischen und gnadenlosen Kampf gegen tatsächliche Verbrecher dar zu stellen, indem ich die verbrecherischen Mordzüge gegen Menschen aufzeigte, die einer mißliebigen Völkerschaft (Nazis) oder Ideologie (Daesh) zugerechnet wurden. Das hatte Zinnamon verkegelt.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 7. Sep 2016, 18:44

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Sep 2016, 14:30)

Es sind bereits Todeskommandos unterwegs. Also Milizen außerhalb der Kontrolle des Staates. Man muß nicht in einem Land leben um zu ermessen wohin so etwas führt.


Ich meine, daß im Mittelalter dieses Vorgehen etwas mit "vogelfrei" zu tun hatte; Abwesenheit der Gerichtsbarkeit. Im Wilden Westen Kopfgeld, "tot oder lebendig". Es kommt sicher auf die Ausgangslage an, wenn man diese Mittel bewerten will. Es ist also durchaus möglich, daß nach einer Beruhigung der allgemeinen Sicherheitslage sich wieder eine zivilisierte Strafverfolgung
durchsetzt.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Wasteland » Mi 7. Sep 2016, 18:52

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Sep 2016, 14:30)

Es sind bereits Todeskommandos unterwegs. Also Milizen außerhalb der Kontrolle des Staates. Man muß nicht in einem Land leben um zu ermessen wohin so etwas führt.


Vor allem belegt ja die Geschichte das man so Dorgenkriminalität nicht beikommt. Kolumbien ist da ein gutes Beispiel. Dort gibt und gab es auch Todesschwadrone.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 7. Sep 2016, 18:55

Fuerst_48 hat geschrieben:(07 Sep 2016, 16:46)

Es sieht nach (unkontrollierbarem) Bürgerkrieg aus. Keine Frage.


Diese Art von Bürgerkrieg muß der neue Präsident aber schon mit einigem Erfolg als Bürgermeister in seiner Stadt geführt haben. Darum wurde er offenbar zum Präsidenten der Philippinen gewählt.

Denkbar, daß sich die Philippinos in einem Bürgerkrieg des organisierten Verbrechens gegen einen schwachen und korrupten Staat sahen. Nun also der starke und rücksichtslose Staat gegen das Verbrechen, wie der neue Präsident das vor seiner Wahl klar und unmißverständlich angekündigt hatte.

Wissen wir, wie die große Mehrheit der Philippinos diese neue Lage empfindet?
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Atheist » Mi 7. Sep 2016, 19:01

Wasteland hat geschrieben:(07 Sep 2016, 19:52)

Vor allem belegt ja die Geschichte das man so Dorgenkriminalität nicht beikommt. Kolumbien ist da ein gutes Beispiel. Dort gibt und gab es auch Todesschwadrone.


Bei solchen öffentlichkeitswirksamen Bauernopferungen kommt es nicht auf eine dauerhafte Lösung von Problemen an, sondern auf Abschreckung. Pech haben die Opfer, die ihrem gesetzlichen Richter entzogen werden - darunter befinden sich sowohl Kriminelle als auch Unschuldige.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 7. Sep 2016, 19:02

H2O hat geschrieben:(07 Sep 2016, 19:55)

Diese Art von Bürgerkrieg muß der neue Präsident aber schon mit einigem Erfolg als Bürgermeister in seiner Stadt geführt haben. Darum wurde er offenbar zum Präsidenten der Philippinen gewählt.

Denkbar, daß sich die Philippinos in einem Bürgerkrieg des organisierten Verbrechens gegen einen schwachen und korrupten Staat sahen. Nun also der starke und rücksichtslose Staat gegen das Verbrechen, wie der neue Präsident das vor seiner Wahl klar und unmißverständlich angekündigt hatte.

Wissen wir, wie die große Mehrheit der Philippinos diese neue Lage empfindet?


Ich habe Kontakt zu Philippinos. Die sagen, es ist richtig, wenn der Präsident gegen die IS-Fanatiker vorgeht und dazu sogar Gurkhas ins Land holt.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Wasteland » Mi 7. Sep 2016, 19:03

Atheist hat geschrieben:(07 Sep 2016, 20:01)

Bei solchen öffentlichkeitswirksamen Bauernopferungen kommt es nicht auf eine dauerhafte Lösung von Problemen an, sondern auf Abschreckung. Pech haben die Opfer, die ihrem gesetzlichen Richter entzogen werden - darunter befinden sich sowohl Kriminelle als auch Unschuldige.


Aber Abschreckung alleine dämmt den Drogenhandel nicht ein. Ich verstehe nicht warum man nach so vielen Fehlversuchen auf der Welt immer noch daran glaubt.
Zuletzt geändert von Wasteland am Mi 7. Sep 2016, 19:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 7. Sep 2016, 19:04

Wasteland hat geschrieben:(07 Sep 2016, 19:52)

Vor allem belegt ja die Geschichte das man so Dorgenkriminalität nicht beikommt. Kolumbien ist da ein gutes Beispiel. Dort gibt und gab es auch Todesschwadrone.


Vergleichen Sie da nicht Äpfel mit Birnen? In Kolumbien war der Rauschgifthandel ein Mittel, einen vorgeblichen oder tatsächlichen sozialen Kampf gegen ein gesetztes Herrschaftssystem führen zu können. So ungefähr mein Wissensstand.

Auf den Philippinen scheint aber der Rauschgifthandel abgekoppelt von sozialen Bewegungen sein Unwesen geführt zu haben. Oder bin ich da auf dem Holzwege?

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