Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

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Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon jack000 » Fr 5. Aug 2016, 16:14

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat zugegeben, dass Sicherheitskräfte im Namen des Kampfes gegen Drogenkriminalität Menschen umbringen. Seit seinem Amtsantritt Ende Juni sind mehr als 400 mutmaßliche Drogendealer getötet worden. Niemand wurde dafür zur Rechenschaft gezogen. Menschenrechtsaktivisten werfen Duterte vor, Todesschwadronen zu dulden.

Der Präsident widerspricht dem nicht - im Gegenteil. "Ihr Hurensöhne, ich bringe euch echt alle um", sagte er bei einer an die Drogendealer gerichteten Rede. "Wenn ihr Ämter bekleidet, Soldaten, Polizisten oder Bürgermeister seid, seid ihr als Erstes dran."

Duterte hatte im Wahlkampf unter anderem versprochen, die Kriminalität zu stoppen. Im Mai wurde er mit großer Mehrheit gewählt. Duterte hat sich zum Ziel gesetzt, Drogenprobleme binnen sechs Monaten zu beheben. Fast 4500 Personen wurden festgenommen.

Schießbefehl zum Töten

Die meisten der getöteten Dealer und Süchtigen hätten sich zur Wehr gesetzt, sagte er. Aber einige seien sicherlich auch "gerettet" worden - diese zynische Formulierung hat sich für von Ermittlern begangene Morde eingebürgert. Duterte versprach, diese Fälle würden untersucht. Dass jemand zur Rechenschaft gezogen wird, gilt indes als unwahrscheinlich bis abwegig.

Duterte sagte Journalisten, er habe den Schießbefehl zum Töten von Drogendealern gegeben. Davon seien auch Politiker betroffen, die am Rauschgiftgeschäft beteiligt seien. "Mein Befehl lautet, euch zu erschießen. Menschenrechte sind mir egal, das könnt ihr mir glauben."

Der Präsident war offenbar aufgebracht, nachdem er einen verletzten Polizisten besucht hatte. Ein Drogendealer hatte dem Mann in die Brust geschossen. "Ich werde euch töten lassen", sagte Duterte. "Schaut an, was ihr den Philippinen antut - und ich soll euch vergeben?"

In Davao, wo Duterte vor Amtsantritt viele Jahre Bürgermeister war, wurden mehr als tausend Kleinkriminelle auf offener Straße oder in ihren Hütten ermordet. Die Täter entkamen immer. Familien und Augenzeugen trauten sich selten, Aussagen zu machen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/p ... 06276.html

Der Kampf gegen die Drogenkriminalität wird mit äußerster Brutalität geführt und Tote gehören zum Konzept. Der Präsident löst sein Wahlversprechen ein und die Methoden scheinen ihm egal zu sein.

Wenn eine Regierung mit sowas durchkommt besteht die Gefahr, dass als nächstes Opositionelle genauso behandelt werden? Steuern die Philippinen auf eine Diktatur zu oder ist die Situation anders nicht unter Kontrolle zu bekommen und daher ein notwendiges Übel?
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon frems » Mi 10. Aug 2016, 14:07

"Wie ihr wisst, liege ich mit dem Botschafter (von US-Außenminister John Kerry) im Streit, seinem schwulen Botschafter, diesem Hurensohn. Ich bin von ihm angepisst", sagte Duterte. Duterte war im Wahlkampf in Konflikt mit Goldberg geraten, als dieser Dutertes Äußerungen kritisiert hatte, wonach er auch gerne eine "schöne" australische Missionarin vergewaltigt hätte, die 1989 bei einem Aufstand in einem Gefängnis von Davao sexuelle missbraucht und ermordet worden war.

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Polit ... ohn--.html

"Wenn ihr irgendwelche Drogenabhängigen kennt, fackelt nicht lange, tötet sie. Dies den Eltern zu überlassen, wäre wohl zu schmerzvoll für diese", sagte er zu einer Gruppe von etwa 500 Menschen in einem Slum in der Hauptstadt Manila. Dies berichtet der "asiancorrespondent".

http://www.focus.de/panorama/welt/phili ... 25623.html

Präsident der Philippinen: "Menschenrechte sind mir egal"
Sicherheitskräfte auf den Philippinen ermorden reihenweise mutmaßliche Drogendealer. Dem Präsidenten Duterte gefällt das: "Mein Befehl lautet zu schießen."

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat zugegeben, dass Sicherheitskräfte im Namen des Kampfes gegen Drogenkriminalität Menschen umbringen. Seit seinem Amtsantritt Ende Juni sind mehr als 400 mutmaßliche Drogendealer getötet worden. Niemand wurde dafür zur Rechenschaft gezogen. Menschenrechtsaktivisten werfen Duterte vor, Todesschwadronen zu dulden.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/p ... 06276.html

Seit einem Monat regiert Rodrigo Duterte die Philippinen - seitdem hat die Polizei Dutzende Dealer erschossen, angeblich immer in Notwehr. Der Präsident setzt seine Beamten unter gefährlichen Handlungsdruck.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 04577.html

Das ist praktisch. Nun kann man ohne Konsequenzen Menschen ermorden. Einfach auf ihre Leiche einen Zettel legen. "Er nahm Drogen". Fertig.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 10. Aug 2016, 14:18

frems hat geschrieben:(10 Aug 2016, 15:07)

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Polit ... ohn--.html


http://www.focus.de/panorama/welt/phili ... 25623.html


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/p ... 06276.html


http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 04577.html

Das ist praktisch. Nun kann man ohne Konsequenzen Menschen ermorden. Einfach auf ihre Leiche einen Zettel legen. "Er nahm Drogen". Fertig.


Wir haben hier natürlich gut reden; wir wissen nicht, welchen Umfang die Drogensucht auf den Philippinen angenommen hat. Der Mann wurde gewählt, weil er seine rücksichtslose Gangart vorher angekündigt hatte. Er scheint also das kleinere Übel zu sein! Wer weiß hier schon, wie groß und unerträglich das Chaos durch Rauschgiftkonsum und Rauschgifthandel in diesem Inselreich geworden ist?
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Flat » Mi 10. Aug 2016, 14:26

H2O hat geschrieben:(10 Aug 2016, 15:18)

Wir haben hier natürlich gut reden; wir wissen nicht, welchen Umfang die Drogensucht auf den Philippinen angenommen hat. Der Mann wurde gewählt, weil er seine rücksichtslose Gangart vorher angekündigt hatte. Er scheint also das kleinere Übel zu sein! Wer weiß hier schon, wie groß und unerträglich das Chaos durch Rauschgiftkonsum und Rauschgifthandel in diesem Inselreich geworden ist?



Es geht aber um Lynchjustiz.
_______
wer Rechtsradikales sagt und tut, ist rechtsradikal. Das hat nichts mit Nazikeule zu tun.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/inte ... 62231.html
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 10. Aug 2016, 14:34

Flat hat geschrieben:(10 Aug 2016, 15:26)

Es geht aber um Lynchjustiz.


Das ist so, schon klar. Deshalb ja meine Frage, ob wir hier beurteilen können, welches Ausmaß die Drogenverbrechen dort erreicht haben. Vielleicht sehen die Menschen dort gar keine andere Lösung mehr, als alle Leute um zu bringen, die in den Verdacht geraten, mit Drogen irgendwie in Verbindung zu stehen.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon frems » Mi 10. Aug 2016, 14:54

H2O hat geschrieben:(10 Aug 2016, 15:18)

Wir haben hier natürlich gut reden; wir wissen nicht, welchen Umfang die Drogensucht auf den Philippinen angenommen hat. Der Mann wurde gewählt, weil er seine rücksichtslose Gangart vorher angekündigt hatte. Er scheint also das kleinere Übel zu sein! Wer weiß hier schon, wie groß und unerträglich das Chaos durch Rauschgiftkonsum und Rauschgifthandel in diesem Inselreich geworden ist?

Ist egal. Es ist ein Unterschied, ob Polizeikräfte verstärkt bzw. massiv gegen Drogenkartelle vorgehen, oder ob Bürger angestachelt werden, ihre Nachbarn öffentlich hinzurichten, weil man den Verdacht hat (oder es zumindest anschließend behauptet), die Person hätte mal Drogen konsumiert.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Billie Holiday » Mi 10. Aug 2016, 14:56

frems hat geschrieben:(10 Aug 2016, 15:54)

Ist egal. Es ist ein Unterschied, ob Polizeikräfte verstärkt bzw. massiv gegen Drogenkartelle vorgehen, oder ob Bürger angestachelt werden, ihre Nachbarn öffentlich hinzurichten, weil man den Verdacht hat (oder es zumindest anschließend behauptet), die Person hätte mal Drogen konsumiert.


Sehe ich auch so.
Der Nachbar passt Dir nicht? Abknallen und ihm ein Tütchen Mehl in die Tasche schieben.... :rolleyes:
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 10. Aug 2016, 15:11

frems hat geschrieben:(10 Aug 2016, 15:54)

Ist egal. Es ist ein Unterschied, ob Polizeikräfte verstärkt bzw. massiv gegen Drogenkartelle vorgehen, oder ob Bürger angestachelt werden, ihre Nachbarn öffentlich hinzurichten, weil man den Verdacht hat (oder es zumindest anschließend behauptet), die Person hätte mal Drogen konsumiert.


Wenn die Not groß genug ist, dann könnte auch diese Form der Selbstjustiz geeignet sein, ein geringeres Übel an zu steuern. Man muß schon an Ort und Stelle mitleiden, wenn man so sicher sein will, daß das alles der helle Wahnsinn ist. Es geht auch nicht darum, daß da 'mal einer etwas gemacht hat, sondern darum, daß den Leuten bekannt ist, daß da einer etwas macht. Ich bin sehr vorsichtig, wenn ich eine Sache bewerten soll, die sich irgendwo hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen abspielt.

Wir rechtschaffenen Westler haben in bester Absicht etliche Dinge nicht verbessert, sondern die Verhältnisse nur noch tiefer in den Sumpf gefahren. Denken Sie nur an Jahrzehnte andauernde Entwicklungshilfe und Hilfe zum Überleben, und was am Ende daraus geworden ist. Wissen Sie wirklich, wie groß die Not in diesem Teil der Welt inzwischen geworden ist?

Teile der Berichte lassen erkennen, daß der so brutale Präsident durchaus mitfühlen kann, etwa beim Besuch am Bett eines schwer verletzten Polizeibeamten.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon jack000 » Mi 10. Aug 2016, 15:18

H2O hat geschrieben:(10 Aug 2016, 15:34)

Das ist so, schon klar. Deshalb ja meine Frage, ob wir hier beurteilen können, welches Ausmaß die Drogenverbrechen dort erreicht haben. Vielleicht sehen die Menschen dort gar keine andere Lösung mehr, als alle Leute um zu bringen, die in den Verdacht geraten, mit Drogen irgendwie in Verbindung zu stehen.

Theoretisch könnte es ein Scenario geben bei dem es keine andere Möglichkeit mehr gibt. Aber ich kann mir nicht vorstellen dass es dort so schlimm ist, dass es notwendig ist, dass eine Regierung die Bevölkerung zur Selbstjustiz anstacheln muss.
Da hätte man erstmal andere (Wenn auch für Deutschland nicht vorstellbare) Methoden anwenden müssen. M.E. geht es hier um ein persönliches Ding vom Präsidenten (ggf. ist eines seiner Kinder an Drogen gestorben?).
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Atheist » Mi 10. Aug 2016, 15:20

H2O hat geschrieben:(10 Aug 2016, 16:11)

Wenn die Not groß genug ist, dann könnte auch diese Form der Selbstjustiz geeignet sein, ein geringeres Übel an zu steuern.


Das ist keine Frage von Geeignetheit, sondern eine von rechtlicher oder moralischer Erlaubtheit. In beiden Alternativen kann sie ohne Umschweife mit "nein" beantwortet werden.
Zuletzt geändert von Atheist am Mi 10. Aug 2016, 15:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Keoma » Mi 10. Aug 2016, 15:21

jack000 hat geschrieben:(10 Aug 2016, 16:18)

Theoretisch könnte es ein Scenario geben bei dem es keine andere Möglichkeit mehr gibt. Aber ich kann mir nicht vorstellen dass es dort so schlimm ist, dass es notwendig ist, dass eine Regierung die Bevölkerung zur Selbstjustiz anstacheln muss.
Da hätte man erstmal andere (Wenn auch für Deutschland nicht vorstellbare) Methoden anwenden müssen. M.E. geht es hier um ein persönliches Ding vom Präsidenten (ggf. ist eines seiner Kinder an Drogen gestorben?).


Der Präsident hat sie doch nicht alle.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon frems » Mi 10. Aug 2016, 15:22

H2O hat geschrieben:(10 Aug 2016, 16:11)

Wenn die Not groß genug ist, dann könnte auch diese Form der Selbstjustiz geeignet sein, ein geringeres Übel an zu steuern. Man muß schon an Ort und Stelle mitleiden, wenn man so sicher sein will, daß das alles der helle Wahnsinn ist. Es geht auch nicht darum, daß da 'mal einer etwas gemacht hat, sondern darum, daß den Leuten bekannt ist, daß da einer etwas macht. Ich bin sehr vorsichtig, wenn ich eine Sache bewerten soll, die sich irgendwo hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen abspielt.

Wir rechtschaffenen Westler haben in bester Absicht etliche Dinge nicht verbessert, sondern die Verhältnisse nur noch tiefer in den Sumpf gefahren. Denken Sie nur an Jahrzehnte andauernde Entwicklungshilfe und Hilfe zum Überleben, und was am Ende daraus geworden ist. Wissen Sie wirklich, wie groß die Not in diesem Teil der Welt inzwischen geworden ist?

Teile der Berichte lassen erkennen, daß der so brutale Präsident durchaus mitfühlen kann, etwa beim Besuch am Bett eines schwer verletzten Polizeibeamten.

Mit der Logik kann man Völkermorde aufgrund von ethnischen Spannungen rechtfertigen. Hauptsache es ist danach Ruhe und der Präsident wird abgefeiert, wenn er davon spricht, gerne eine ermordete Australierin selbst vergewaltigt zu haben, um Botschafter, die dies kritisieren, als "schwule Hurensöhne" zu verunglimpfen und den Menschenrechten den Kampf anzusagen. Davon ab gehört die Inselgruppe nicht zu den ärmsten Regionen dieser Welt, sondern liegt im Mittelfeld mit Staaten wie Paraguay und Moldawien. Und selbst wenn es arm wäre wie Afghanistan, Niger oder Äthiopien, müsste man kein Verständnis dafür haben.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 10. Aug 2016, 15:37

jack000 hat geschrieben:(10 Aug 2016, 16:18)

Theoretisch könnte es ein Scenario geben bei dem es keine andere Möglichkeit mehr gibt. Aber ich kann mir nicht vorstellen dass es dort so schlimm ist, dass es notwendig ist, dass eine Regierung die Bevölkerung zur Selbstjustiz anstacheln muss.
Da hätte man erstmal andere (Wenn auch für Deutschland nicht vorstellbare) Methoden anwenden müssen. M.E. geht es hier um ein persönliches Ding vom Präsidenten (ggf. ist eines seiner Kinder an Drogen gestorben?).

Mir geht es darum, daß wir urteilen, ohne die Dinge aus der Nahansicht zu kennen. Solche Bewertungen können beliebig abwegig sein.

In Singapur hatte ich eine Zeitlang das Gemeinwesen aus der Nahansicht gesehen; daher sehe ich das Herrschaftssystem dort viel milder, als das in diesem Diskussionsforum von vielen Teilnehmern gesehen wird. Tja, wer sich da noch nie einige Zeit aufgehalten hat...
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 10. Aug 2016, 15:40

Atheist hat geschrieben:(10 Aug 2016, 16:20)

Das ist keine Frage von Geeignetheit, sondern eine von rechtlicher oder moralischer Erlaubtheit. In beiden Alternativen kann sie ohne Umschweife mit "nein" beantwortet werden.


Vielleicht sollten Sie sich dort als zivilisierter Retter der Nation zur Wahl stellen? Welchen Grund sollten die Menschen dort haben, diesen grauenhaften Menschen in sein Amt zu wählen? Die befinden sich sicher alle im kollektiven Wahnsinn.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Keoma » Mi 10. Aug 2016, 15:41

H2O hat geschrieben:(10 Aug 2016, 16:37)

Mir geht es darum, daß wir urteilen, ohne die Dinge aus der Nahansicht zu kennen. Solche Bewertungen können beliebig abwegig sein.

In Singapur hatte ich eine Zeitlang das Gemeinwesen aus der Nahansicht gesehen; daher sehe ich das Herrschaftssystem dort viel milder, als das in diesem Diskussionsforum von vielen Teilnehmern gesehen wird. Tja, wer sich da noch nie einige Zeit aufgehalten hat...


Also, ich brauche keinen Studienaufenthalt auf den Philippinen, um zu erkennen, dass der Präsident nicht dicht ist.
Wenn dir das arrogant und eurozentristisch vorkommt, von mir aus.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 10. Aug 2016, 15:44

Keoma hat geschrieben:(10 Aug 2016, 16:21)

Der Präsident hat sie doch nicht alle.

Darüber entscheiden die Philippinos allein; dort ist der Mann der gewählte Präsident, der umsetzt, was er den Leuten versprochen hat.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon H2O » Mi 10. Aug 2016, 15:44

Keoma hat geschrieben:(10 Aug 2016, 16:41)

Also, ich brauche keinen Studienaufenthalt auf den Philippinen, um zu erkennen, dass der Präsident nicht dicht ist.
Wenn dir das arrogant und eurozentristisch vorkommt, von mir aus.

Letztere Freiheit nehme ich mir!
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Keoma » Mi 10. Aug 2016, 15:45

H2O hat geschrieben:(10 Aug 2016, 16:44)

Darüber entscheiden die Philippinos allein; dort ist der Mann der gewählte Präsident, der umsetzt, was er den Leuten versprochen hat.


Die Philippinos sind ja nicht die einzigen, die einen Präsidenten wählen, der sie nicht alle beisammen hat.
Zum Glück darf man bei uns das auch sagen.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Atheist » Mi 10. Aug 2016, 15:48

H2O hat geschrieben:(10 Aug 2016, 16:40)

Vielleicht sollten Sie sich dort als zivilisierter Retter der Nation zur Wahl stellen? Welchen Grund sollten die Menschen dort haben, diesen grauenhaften Menschen in sein Amt zu wählen? Die befinden sich sicher alle im kollektiven Wahnsinn.


Wenn irgendwo Unrecht geschieht, erlaube ich mir einen Kommentar über besagtes Unrecht. Das gilt sowohl für Erdogans Umgang (und dem seiner Anhänger) mit angeblichen oder tatsächlichen Putschisten als auch für den privaten Lynch und staatliche Todesschwadronen auf den Philippinen.
Zuletzt geändert von Atheist am Mi 10. Aug 2016, 15:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Philippinen: Brutaler Kampf gegen Drogenkriminalität

Beitragvon Keoma » Mi 10. Aug 2016, 15:48

H2O hat geschrieben:(10 Aug 2016, 16:44)

Letztere Freiheit nehme ich mir!


Tu dir keinen Zwang an.
Tatsache ist, dass die Mentalität der Philippinos schon sehr eigenartig sein muss, um so jemanden ins höchste Amt zu hieven.

http://derstandard.at/2000042633223/Pra ... -Hurensohn
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