Die Nordkorea-Frage

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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 28. Apr 2018, 14:49

Alexyessin hat geschrieben:(27 Apr 2018, 20:08)

Nein, warum auch. Die Wirtschaft ist Global und wird auch Global bleiben.
recht hat er trotzdem: es kommt das pazifische jahrhundert und die asiatischen staaten werden massiv wohlstand in europa absaugen...- :|
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alexyessin » Sa 28. Apr 2018, 20:43

Enas Yorl hat geschrieben:(28 Apr 2018, 15:04)

Als Kim Jong-un nach Peking fuhr lief seine Charme-Offensive längst, natürlich wird er die weitere Entwicklung mit der chin. Regierung absprechen. Das heißt aber noch lange nicht, das die Initiative dazu von China ausging.


Schon Kim Il-sung (eigentlich auch eher ein Anhänger Stalins) hat großen Wert darauf gelegt, Chinas Einfluss auf Nordkorea zu minimieren. Das haben sein Sohn und Enkel auch so gehalten. Die letzten Jahre war deutlich absehbar, wie frustriert man in Peking war, Kim Jong-un nicht zurück pfeifen zu können. Ich weiß nicht, warum du annimmst, das sich dies plötzlich geändert hat.


Kim Il Sung, Opa Kim, hat sich mit Mao, nicht mit Stalin, verbündet um die UN-Truppen zurück zuschlagen. Seit der Zeit ist Peking der einzige Verbündete den Kim-Korea hat. Das Opa Kim Anfangs Stalinist war liegt halt auch an der Tatsache, das 1945 Mao noch nicht die Macht in China hatte.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alexyessin » Sa 28. Apr 2018, 20:44

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(28 Apr 2018, 15:49)

recht hat er trotzdem: es kommt das pazifische jahrhundert und die asiatischen staaten werden massiv wohlstand in europa absaugen...- :|


Wieso?
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Misterfritz » Sa 28. Apr 2018, 21:19

Alexyessin hat geschrieben:(28 Apr 2018, 21:44)

Wieso?
Ich denke eher, dass dieser Friede Süd-Korea sehr viel Geld kosten wird - und sollte es sogar zu einer Wiedervereinigung von Nord und Süd kommen, dann noch viel mehr.
Und das Geld muss erst mal erwirtschaftet werden.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 28. Apr 2018, 22:02

Alexyessin hat geschrieben:(28 Apr 2018, 21:44)

Wieso?
weil die asiatischen staaten die niedrigsten lohn/stück-kosten haben. und dumm oder faul sind sie, die kopieren alle produkte zu einem bruchteil des westlichen preises. die arbeitsplatzstandards sind ebenfalls sehr gering und das wird auch noch lange so bleiben...- :p
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Misterfritz » Sa 28. Apr 2018, 22:04

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(28 Apr 2018, 23:02)

weil die asiatischen staaten die niedrigsten lohn/stück-kosten haben. und dumm oder faul sind sie, die kopieren alle produkte zu einem bruchteil des westlichen preises. die arbeitsplatzstandards sind ebenfalls sehr gering und das wird auch noch lange so bleiben...- :p
Welche asiatischen Staaten meinst Du? Süd-Korea, Japan, Tawain? :p
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 28. Apr 2018, 22:08

Misterfritz hat geschrieben:(28 Apr 2018, 23:04)

Welche asiatischen Staaten meinst Du? Süd-Korea, Japan, Tawain? :p
naja,südkorea, japan und taiwan sind ja schon fast hochlohnländer unter den asiaten. china is die verlängerte werkbank des westens und sourced selbst nach vietnam und nordkorea aus, jammert dabei bereits über die lohnkosten. samsung lässt viel in nordkorea produzieren, um mal ein beispiel zu nennen...- :p
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Enas Yorl » So 29. Apr 2018, 00:00

Alexyessin hat geschrieben:(28 Apr 2018, 21:43)Kim Il Sung, Opa Kim, hat sich mit Mao, nicht mit Stalin, verbündet um die UN-Truppen zurück zuschlagen.

Mao hat Kim Il-sung unterstützt, weil ihm Stalin Militärhilfe im großen Maßstab versprochen hatte, und eine UN-Resolution im Sicherheitsrat zu verhindern. Bei der Resolution hat Stalin ihn hereingelegt, den die Sowjetunion ist der besagten Abstimmung aus Protest über den Sitz der Republik China (Taiwan) fern geblieben. Und so hatte Mao und Kim auf einmal die UN-Streitmacht am Hals.

Alexyessin hat geschrieben:(28 Apr 2018, 21:43)Seit der Zeit ist Peking der einzige Verbündete den Kim-Korea hat.

Ein Verbündeter der China schon seit Jahren auf der Nase herumtanzt, wo war den der angebliche Einfluss Chinas auf Nordkorea in all den Jahren?

Alexyessin hat geschrieben:(28 Apr 2018, 21:43)Das Opa Kim Anfangs Stalinist war liegt halt auch an der Tatsache, das 1945 Mao noch nicht die Macht in China hatte.

Das nordkoreanische System ist eine Mischung aus Stalinismus, Konfuzianismus und einem Kastensystem (Songbun). Von Mao hat sich das Kim Il-sung sicher nicht abgeschaut.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » So 29. Apr 2018, 03:24

Misterfritz hat geschrieben:(28 Apr 2018, 22:19)

Ich denke eher, dass dieser Friede Süd-Korea sehr viel Geld kosten wird - und sollte es sogar zu einer Wiedervereinigung von Nord und Süd kommen, dann noch viel mehr.
Und das Geld muss erst mal erwirtschaftet werden.

Offiziell ist man noch im Kriegszustand, es herrscht Waffenstillstand. Das bindet enorme Mittel auf beiden Seiten. Frieden mit nuklearer Abrüstung der Halbinsel, setzt dieses Geld für andere Zwecke frei. Die politische Einheit wird man wohl nicht nach deutschem Muster organisieren. Die Demarkationslinie wird temporär eine normale Grenze. Beide Seiten werden sie nicht allzu durchlässig haben wollen, weil sonst absehbar ist, daß Korea Schlagseite bekommt (Invasion der nordkoreanischen Wirtschaftsflüchtlinge). Das sind war Landsleute, macht aber trotzdem schlechte Stimmung.
Man wird Sonderwirtschaftszonen, nach chinesischem Vorbild, im Norden schaffen. Kaesŏng ist der Anfang. Auf diese Weise führt man nach und nach marktwirtschaftliche Strukturen ein. Wenn es klappt, finanziert man die Einheit mit diesen Industriezentren. Dann muß noch die Ernährungssicherheit verbessert werden. Dazu könnten sich Nordkoreaner zum Erfahrungsaustausch in südkoreanischen Farmen einfinden.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alexyessin » So 29. Apr 2018, 13:51

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(28 Apr 2018, 23:02)

weil die asiatischen staaten die niedrigsten lohn/stück-kosten haben. und dumm oder faul sind sie, die kopieren alle produkte zu einem bruchteil des westlichen preises. die arbeitsplatzstandards sind ebenfalls sehr gering und das wird auch noch lange so bleiben...- :p


Und deswegen geht der Wohlstand weg von Europa?
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alexyessin » So 29. Apr 2018, 13:55

Enas Yorl hat geschrieben:(29 Apr 2018, 01:00)

Mao hat Kim Il-sung unterstützt, weil ihm Stalin Militärhilfe im großen Maßstab versprochen hatte, und eine UN-Resolution im Sicherheitsrat zu verhindern. Bei der Resolution hat Stalin ihn hereingelegt, den die Sowjetunion ist der besagten Abstimmung aus Protest über den Sitz der Republik China (Taiwan) fern geblieben. Und so hatte Mao und Kim auf einmal die UN-Streitmacht am Hals.


Nein, Mao hat getönt, das er die Carde Blanche für dieses Abenteuer gibt - kurz nach der Machtergreifung. Stalin wusste natürlich damit die ganzen Idioten zu beschäftigen.

Enas Yorl hat geschrieben:(29 Apr 2018, 01:00)
Ein Verbündeter der China schon seit Jahren auf der Nase herumtanzt, wo war den der angebliche Einfluss Chinas auf Nordkorea in all den Jahren?


Der war nicht nötig. Ohne China hätte NK schlichtweg aufgehört zu existieren.

Enas Yorl hat geschrieben:(29 Apr 2018, 01:00)
Das nordkoreanische System ist eine Mischung aus Stalinismus, Konfuzianismus und einem Kastensystem (Songbun). Von Mao hat sich das Kim Il-sung sicher nicht abgeschaut.


Also so wie das chinesische Modell. Vom Stalinismus ist nur noch die Führerkultgeschichte. Starkes Militär - typisch China.

Und noch was. Xi wird in seinem Hinterhof mit Sicherheit nichts dulden was der Hegemonialmacht China nicht gefällt. Wenn ich ein wenig strategisch tippen darf geht es Xi darum, das mit dem Wegfall der Atomsprengköpfe auch die USA von der Halbinsel verschwinden.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Watchful_Eye » So 29. Apr 2018, 17:29

Alexyessin hat geschrieben:(29 Apr 2018, 14:55)
Also so wie das chinesische Modell. Vom Stalinismus ist nur noch die Führerkultgeschichte. Starkes Militär - typisch China.

Maos Herrschaft richtete sich strikt gegen den Konfuzianismus. In der Kulturrevolution wurden zB Konfuzianisten erbittert verfolgt.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alexyessin » So 29. Apr 2018, 17:33

Watchful_Eye hat geschrieben:(29 Apr 2018, 18:29)

Maos Herrschaft richtete sich strikt gegen den Konfuzianismus. In der Kulturrevolution wurden zB Konfuzianisten erbittert verfolgt.


In der Kulturrevolution hat Mao alles verfolgt, der ihm nicht gefolgt hat. Deng hat es ja nach Mao Schmidt gegenüber mal zugegeben, das das System China ein konfuzianisches wäre und kein kommunisitsches.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Watchful_Eye » So 29. Apr 2018, 17:53

Alexyessin hat geschrieben:(29 Apr 2018, 18:33)
In der Kulturrevolution hat Mao alles verfolgt, der ihm nicht gefolgt hat. Deng hat es ja nach Mao Schmidt gegenüber mal zugegeben, das das System China ein konfuzianisches wäre und kein kommunisitsches.

Wo sollen die konfuzianistischen Elemente in der Mao-Herrschaft denn sein? Wenn man z.B. daran denkt, wie während des "großen Sprunges" Familien wahllos auseinandergerissen wurden und zwischen Frauen und Männern nicht unterschieden wurde, ist das doch sehr weit von konfuzianistischen Idealen entfernt. Es gab parteiinterne Gegner von Mao wie Liu Shaoqi oder eben Deng, der sich tatsächlich an konfuzianistischen Ideen orientieren wollte, allerdings spiegelte das nicht Maos Ideen wieder.

Ich hab das Buch "Nachbar China" zufällig hier - wobei es einige Jahre her ist, dass ich es gelesen habe - und den entsprechenden Satz auf die Schnelle nicht gefunden. Kannst du mir zufällig sagen, wo ich ihn finde?
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alexyessin » So 29. Apr 2018, 17:58

Watchful_Eye hat geschrieben:(29 Apr 2018, 18:53)

Wo sollen die konfuzianistischen Elemente in der Mao-Herrschaft denn sein? Wenn man z.B. daran denkt, wie während des "großen Sprunges" Familien wahllos auseinandergerissen wurden und zwischen Frauen und Männern nicht unterschieden wurde, ist das doch sehr weit von konfuzianistischen Idealen entfernt. Es gab parteiinterne Gegner von Mao wie Liu Shaoqi oder eben Deng, der sich tatsächlich an konfuzianistischen Ideen orientieren wollte, allerdings spiegelte das nicht Maos Ideen wieder.

Ich hab das Buch "Nachbar China" zufällig hier - wobei es einige Jahre her ist, dass ich es gelesen habe - und den entsprechenden Satz auf die Schnelle nicht gefunden. Kannst du mir zufällig sagen, wo ich ihn finde?


Youtube Doku über Helmut Schmidt mit Interview mit selbigen. Das Mao kein Konfizianer war, mag sein, das System war es ab Deng auf einen Großteil.
Werde dir das nachliefern, das Interview.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Watchful_Eye » So 29. Apr 2018, 18:00

Alexyessin hat geschrieben:(29 Apr 2018, 18:58)

Youtube Doku über Helmut Schmidt mit Interview mit selbigen. Das Mao kein Konfizianer war, mag sein, das System war es ab Deng auf einen Großteil.
Werde dir das nachliefern, das Interview.

Bei Deng geb ich dir auch Recht. ;) Aber Mao wollte Konfuzianismus eben bewusst überwinden. Das waren für ihn "alte Gedanken".
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alexyessin » So 29. Apr 2018, 18:09

Watchful_Eye hat geschrieben:(29 Apr 2018, 19:00)

Bei Deng geb ich dir auch Recht. ;) Aber Mao wollte Konfuzianismus eben bewusst überwinden. Das waren für ihn "alte Gedanken".


Was ja, angesichts der Revolution die er durchführen musste, kein "schlechter" Gedanke war. Aber wir kommen weg. Es geht ja um NK. Und das die Schutzmacht Nordkorea eben nicht die SU war sondern Rotchina.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » So 29. Apr 2018, 21:48

In Artikel 4 des Waffenstillstandsabkommens von 1953 steht die Empfehlung, eine hochrangige Konferenz einzuberufen, die über den Abzug aller ausländischen Truppen verhandelt.
Diese Konferenz könnte wahr werden, nachdem in Panmunjeom ein Friedensvertrag im Beisein von UN-Vertretern unterschrieben wird.
Die DMZ kann man von südkoreanischer Seite aus besuchen:
http://german.visitkorea.or.kr/ger/SI/S ... 4_10_8.jsp
Das nordkoreanische Atomtestgelände soll im Mai geschlossen werden.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon zollagent » Mo 30. Apr 2018, 09:15

unity in diversity hat geschrieben:(29 Apr 2018, 22:48)

In Artikel 4 des Waffenstillstandsabkommens von 1953 steht die Empfehlung, eine hochrangige Konferenz einzuberufen, die über den Abzug aller ausländischen Truppen verhandelt.
Diese Konferenz könnte wahr werden, nachdem in Panmunjeom ein Friedensvertrag im Beisein von UN-Vertretern unterschrieben wird.
Die DMZ kann man von südkoreanischer Seite aus besuchen:
http://german.visitkorea.or.kr/ger/SI/S ... 4_10_8.jsp
Das nordkoreanische Atomtestgelände soll im Mai geschlossen werden.

Nachdem es nach dem letzten Atomtest tektonische Veränderungen auf dem Atomtestgelände gegeben haben soll, nach N-TV ist "ein ganzer Höhenzug" eingestürzt, wird gemutmaßt, daß dieses Atomtestgelände eh unbrauchbar geworden ist. Ob diese "Schließung" auf ernsthaften Willen zur Einstellung der Atomrüstung zurückgeht, darf also durchaus bezweifelt werden.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 30. Apr 2018, 10:34

Folgendes Szenario wäre möglich:
Durch die tektonische Verwerfung ist das Testgelände unbrauchbar geworden, also will Kim das Beste rausholen. Er kündigt an, das Gelände offiziell zu schließen und erklärt, dass der Krieg beendet sei. Danach gibt es eine Friedenskonferenz mit dem Ergebnis, dass die USA abziehen. Am Ende ist Südkorea schutzlos und kann vom Norden erobert werden, immer mit der Drohung, Seoul mit Artillerie in Schutt und Asche zu legen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

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