Die Nordkorea-Frage

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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Di 18. Sep 2018, 01:56

Die Spitzen der südkoreanischen Wirtschaft fahren mit.
Problem:
Sie dürfen nichts vereinbaren, was das gegen Nordkorea gerichtete Sanktionsregime in Frage stellt.
Es sei denn, Nordkorea zeigt richtiges Entgegenkommen.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon zollagent » Di 18. Sep 2018, 08:48

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(05 Sep 2018, 12:24)

Ethik von einem Kim Jong Un einfordern????????????????????????????????????????????????????????????

Man hat sie auch von einem Breschnew eingefordert und letztlich damit Erfolg gehabt.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon zollagent » Di 18. Sep 2018, 08:50

unity in diversity hat geschrieben:(18 Sep 2018, 02:56)

Die Spitzen der südkoreanischen Wirtschaft fahren mit.
Problem:
Sie dürfen nichts vereinbaren, was das gegen Nordkorea gerichtete Sanktionsregime in Frage stellt.
Es sei denn, Nordkorea zeigt richtiges Entgegenkommen.

Erst mal sehen, was sie "dürfen". Du wirst doch nicht im Ernst annehmen, daß das nordkoreanische Regime irgendwas tut, was zu einer Lockerung der Frontstellung führen könnte. Die werden nehmen, was sie kriegen können, ohne irgendwas dafür zu geben.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 18. Sep 2018, 10:17

zollagent hat geschrieben:(18 Sep 2018, 09:48)

Man hat sie auch von einem Breschnew eingefordert und letztlich damit Erfolg gehabt.


Hatte nichts mit Breschenew zu tun, sondern mit dem Bankrott der SU
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon zollagent » Di 18. Sep 2018, 13:06

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(18 Sep 2018, 11:17)

Hatte nichts mit Breschenew zu tun, sondern mit dem Bankrott der SU

Der hat die Sache beschleunigt, so weit richtig.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Mi 19. Sep 2018, 06:23

zollagent hat geschrieben:(18 Sep 2018, 09:50)

Erst mal sehen, was sie "dürfen". Du wirst doch nicht im Ernst annehmen, daß das nordkoreanische Regime irgendwas tut, was zu einer Lockerung der Frontstellung führen könnte. Die werden nehmen, was sie kriegen können, ohne irgendwas dafür zu geben.

Man gibt sich gegenseitig offen, weiss aber auch, dass einige innerkoreanische Verbesserungen vom Ausland abhängen:
https://www.nzz.ch/international/kim-un ... ld.1421224
Also davon, ob z.B China und die USA am Status-Quo festhalten wollen, oder positive Veränderungen zulassen können.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon zollagent » Mi 19. Sep 2018, 08:34

unity in diversity hat geschrieben:(19 Sep 2018, 07:23)

Man gibt sich gegenseitig offen, weiss aber auch, dass einige innerkoreanische Verbesserungen vom Ausland abhängen:
https://www.nzz.ch/international/kim-un ... ld.1421224
Also davon, ob z.B China und die USA am Status-Quo festhalten wollen, oder positive Veränderungen zulassen können.

So gern ich das alles glauben möchte, bisher sind es Absichtserklärungen. Taten überzeugen, nicht Worte. Übrigens stört mich schon lange die einseitige Ausrichtung auf Atomwaffen. Nordkorea ist auch eine der stärksten Chemiewaffennationen. Man hätte durchaus den Fokus darauf legen können, Massenvernichtungswaffen aller Art, und nicht nur Atomwaffen, abzurüsten. Aber warten wir mal ab, ob den Worten wirklich Taten folgen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 20. Sep 2018, 11:03

zollagent hat geschrieben:(19 Sep 2018, 09:34)

So gern ich das alles glauben möchte, bisher sind es Absichtserklärungen. Taten überzeugen, nicht Worte. Übrigens stört mich schon lange die einseitige Ausrichtung auf Atomwaffen. Nordkorea ist auch eine der stärksten Chemiewaffennationen. Man hätte durchaus den Fokus darauf legen können, Massenvernichtungswaffen aller Art, und nicht nur Atomwaffen, abzurüsten. Aber warten wir mal ab, ob den Worten wirklich Taten folgen.


Die einzige Taten die Folgen sind das Nord Korea allen Beteiligten Wolle ueber die augen zieht.

Kim Jong Un wird niemals auch nur andeutungsweise seine Machtposition aufgeben. Es ist das einzige was er hat um sein Regime und sich am Leben zu halten.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon zollagent » Do 20. Sep 2018, 15:57

unity in diversity hat geschrieben:(19 Sep 2018, 07:23)

Man gibt sich gegenseitig offen, weiss aber auch, dass einige innerkoreanische Verbesserungen vom Ausland abhängen:
https://www.nzz.ch/international/kim-un ... ld.1421224
Also davon, ob z.B China und die USA am Status-Quo festhalten wollen, oder positive Veränderungen zulassen können.

Ich glaube nicht, daß für den Erhalt von Kims Regime auch nur ein amerikanischer Panzer angelassen würde.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Sa 22. Sep 2018, 11:35

Kultur kann Mauern öffnen:
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 26. Sep 2018, 11:15

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(20 Sep 2018, 12:03)

Die einzige Taten die Folgen sind das Nord Korea allen Beteiligten Wolle ueber die augen zieht.

Kim Jong Un wird niemals auch nur andeutungsweise seine Machtposition aufgeben. Es ist das einzige was er hat um sein Regime und sich am Leben zu halten.


Dass winzige was die Kim Dynastie am Leben hält sind deren Nuklearwaffen sonst nichts
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 26. Sep 2018, 23:59

Alpha Centauri hat geschrieben:(26 Sep 2018, 12:15)

Dass winzige was die Kim Dynastie am Leben hält sind deren Nuklearwaffen sonst nichts


Natuerlich und deshalb ist die ganze angebliche Nuklearabruestung reine Augenwischerei.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alpha Centauri » Do 27. Sep 2018, 11:17

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(27 Sep 2018, 00:59)

Natuerlich und deshalb ist die ganze angebliche Nuklearabruestung reine Augenwischerei.



Da mag was dran sein. Diese ganze Annährung seitens Kim an USA und Südkorea ist eher der Not statt der Überzeugung des Regimes in Pjöngjang geschuldet,
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Enas Yorl » Do 27. Sep 2018, 15:43

Alpha Centauri hat geschrieben:(27 Sep 2018, 12:17)Diese ganze Annährung seitens Kim an USA und Südkorea ist eher der Not statt der Überzeugung des Regimes in Pjöngjang geschuldet,


Oh, ich bin mir sicher das Kim Jong-un fest davon überzeugt ist, mit seiner Strategie Atommacht zu bleiben, die Sanktionen aufzubrechen und Nordkorea wirtschaftlich zu entwickeln. Dafür das Trump vage Äußerungen, gleich als ernsthafte Versprechen der Denuklearisierung verkauft, kann er doch nichts. ;)
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 28. Sep 2018, 09:48

Enas Yorl hat geschrieben:(27 Sep 2018, 16:43)

Oh, ich bin mir sicher das Kim Jong-un fest davon überzeugt ist, mit seiner Strategie Atommacht zu bleiben, die Sanktionen aufzubrechen und Nordkorea wirtschaftlich zu entwickeln. Dafür das Trump vage Äußerungen, gleich als ernsthafte Versprechen der Denuklearisierung verkauft, kann er doch nichts. ;)



Die Sanktionen wurden in der Vergangenheit immer von Peking unterlaufen und ich glaube das Spiel was Kim Jong-un spielt sehen im Hinblick auf Südkorea und sen USA manche in Peking mit Unbehagen
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Fr 28. Sep 2018, 14:15

Der große Führer hat den kleinen Cowboy erneut ein zu einem Gespräch aufgefordert:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... 2eec3.html
Mal sehen, wer wem gehorcht?
Derweil sich die Nachbarn Sorgen machen, bei einer Wiedervereinigung zu kurz zu kommen:
https://www.n-tv.de/politik/Japan-ist-b ... 41073.html
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Fr 28. Sep 2018, 14:32

Alpha Centauri hat geschrieben:(28 Sep 2018, 10:48)

Die Sanktionen wurden in der Vergangenheit immer von Peking unterlaufen und ich glaube das Spiel was Kim Jong-un spielt sehen im Hinblick auf Südkorea und sen USA manche in Peking mit Unbehagen

Nordkorea ist Chinas Pufferzone gegenüber den in Südkorea stationierten US-Streitkräften.
Ein Vorrücken an die koreanisch/chinesische Grenze kann kein chinesischer Politiker und Offizier dulden.
Dazu muss man wissen, dass jeder wesentliche, chinesische Politiker der Volksbefreiungsarmee entstammt.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Enas Yorl » Fr 28. Sep 2018, 15:48

Alpha Centauri hat geschrieben:(28 Sep 2018, 10:48)Die Sanktionen wurden in der Vergangenheit immer von Peking unterlaufen und ich glaube das Spiel was Kim Jong-un spielt sehen im Hinblick auf Südkorea und sen USA manche in Peking mit Unbehagen

Kim Jong-un wird weder seine Nukes aufgeben, noch die nordkoreanische Souveränität. Bestenfalls lässt er sich auf eine Begrenzung seines nuklearen Arsenals ein, im Eintausch gegen den Abbau der Sanktionen. Damit bliebe ein geteiltes Korea erhalten, nur ohne nordkoreanische Drohgebärden, aber einer weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Für Peking wäre das geradezu ein Wunschszenario.

unity in diversity hat geschrieben:(28 Sep 2018, 15:32)
Nordkorea ist Chinas Pufferzone gegenüber den in Südkorea stationierten US-Streitkräften.
Ein Vorrücken an die koreanisch/chinesische Grenze kann kein chinesischer Politiker und Offizier dulden.
Dazu muss man wissen, dass jeder wesentliche, chinesische Politiker der Volksbefreiungsarmee entstammt.

Das ist ohnehin ein sehr theoretisches Szenario, und vergisst koreanische Eigeninteressen. Weder Nordkorea noch ein wiedervereinigtes Korea könnten ein Interesse daran haben, amerikanische Truppen an der chin. und russischen Grenze zu stationieren. Damit würde Korea nicht sicherer werden, sondern in einen neuen Konflikt hineingezogen. Der Verlierer bei einen Rückgang des nordkoreanischen Drohpotentials gegen Südkorea, wären eigentlich die USA. Deren Möglichkeiten Südkorea als Schutzmacht zu erpressen (ja ich weiß ein böses Wort), würden damit erheblich sinken.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 29. Sep 2018, 16:06

Enas Yorl hat geschrieben:(28 Sep 2018, 16:48)

Kim Jong-un wird weder seine Nukes aufgeben, noch die nordkoreanische Souveränität. Bestenfalls lässt er sich auf eine Begrenzung seines nuklearen Arsenals ein, im Eintausch gegen den Abbau der Sanktionen. Damit bliebe ein geteiltes Korea erhalten, nur ohne nordkoreanische Drohgebärden, aber einer weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Für Peking wäre das geradezu ein Wunschszenario.


Natürlich wäre ein vereinigtes Korea unter Vorherrschaft Südkoreas (und damit unter Einflusses der USA) nicht in Pekings Interesse , zumal US Truppen direkt an der Grenzen keine feuchten Wunschträume der geopolitischen Strategen in Peking oder auch Moskau sein dürfte. :cool:

Das ist ohnehin ein sehr theoretisches Szenario, und vergisst koreanische Eigeninteressen. Weder Nordkorea noch ein wiedervereinigtes Korea könnten ein Interesse daran haben, amerikanische Truppen an der chin. und russischen Grenze zu stationieren. Damit würde Korea nicht sicherer werden, sondern in einen neuen Konflikt hineingezogen. Der Verlierer bei einen Rückgang des nordkoreanischen Drohpotentials gegen Südkorea, wären eigentlich die USA. Deren Möglichkeiten Südkorea als Schutzmacht zu erpressen (ja ich weiß ein böses Wort), würden damit erheblich sinken.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Di 2. Okt 2018, 01:05

Die Landminen ,beiderseits der DMZ, werden geräumt:
https://www.tagesschau.de/ausland/korea ... n-101.html

Es gibt weiterführende südkoreanische Initiativen:
http://german.korea.net/Government/Curr ... leId=34475

Man plant eine nordostasiatische Wirtschaftsgemeinschaft.
Die Basics für einen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung hätten sie.
Anders als in Europa und speziell in Italien, wo man es mit einer schuldenfinanzierten Konjunktur versucht.
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