Die Nordkorea-Frage

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Loki
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Loki » Mo 4. Sep 2017, 12:28

Tom Bombadil hat geschrieben:(04 Sep 2017, 13:18)

Die erste getestete Wasserstoffbombe der USA hatte eine Sprengkraft von 10 Megatonnen,

Die (USA) haben jedoch auch viel Platz, um das Ding zu testen, ohne daß im schlimmsten (Testun-)Fall eine Halbinsel im Meer versinkt...

So eine Bombe soll ja zudem auch auf die entsprechenden Trägerraketen passen; mit Bombern will Nordkorea im Ernstfall sich sicherlich nicht verteidigen.
Mit sog. "Rucksackbomben" allerdings zusätzlich.


Dass Nordkorea das in Rekordzeit geschafft haben soll, halte ich für nicht gerade wahrscheinlich.

Nun, sollte Mittelafrika den Bau von IT-Hardware forcieren, werden sie bestimmt nicht zuerst den Zuse-Z3-Computer nachbauen wollen...
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Tom Bombadil
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 4. Sep 2017, 12:55

In "Mittelafrika" wird in den nächsten 20 Jahren sicherlich keine Hochleistungs-CPU entwickelt werden, davon kannst du ausgehen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Loki
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Loki » Mo 4. Sep 2017, 14:09

Siliciumdioxid gibt es dort jedenfalls wie Sand am Meer.
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King Kong 2006
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China wird keinen Krieg zulassen

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 4. Sep 2017, 19:02

Chinas Botschafter im Uno-Sicherheitsrat

"Werden keinen Krieg in Nordkorea zulassen"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 66074.html


Das schliesst ja wohl die Annahme ein, die einige tatsächlich hegen, daß Peking sich wie die Dummen für die USA mit Nordkorea blutig schlagen, während die sich zurücklehnen.

Trump wollte vor den letzten Tests mit Feuer und totaler Wut Nordkorea begegnen. Dann kamen weitere Tests. Sollte Trump nicht mal Wort halten? Peking sagt, lieber nicht... Was wird Trump jetzt mit Nordkorea und China anfangen?
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 4. Sep 2017, 19:21

Würde das Trump-Wähler nicht verunsichern? Die Grünen haben auch richtig geblutet, als sie mal taten, was sie immer sagen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Uffzach » Mo 4. Sep 2017, 19:23

King Kong 2006 hat geschrieben:(04 Sep 2017, 20:02)
Trump wollte vor den letzten Tests mit Feuer und totaler Wut Nordkorea begegnen. Dann kamen weitere Tests. Sollte Trump nicht mal Wort halten? Peking sagt, lieber nicht... Was wird Trump jetzt mit Nordkorea und China anfangen?


Ich denke nicht, dass sich das Problem nicht-militärisch lösen lässt.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Ger9374 » Mo 4. Sep 2017, 19:30

Trump setzt sich selbst unter zugzwang.
China muss erst ruhig gestellt werden!
Wie naiv ist der US - Präsident eigentlich.
Es gibt effektive methoden sich missliebige Potentaten vom hals zu halten.Da kennen die
USA sich bestens aus.Da braucht es keinen Krieg!
Vielleicht könnten die Russen mit Tipps aushelfen!!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 4. Sep 2017, 19:32

Uffzach hat geschrieben:(04 Sep 2017, 20:23)

Ich denke nicht, dass sich das Problem nicht-militärisch lösen lässt.


Die Frage lautet, was das Ziel der Trump-Administration ist.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Uffzach » Mo 4. Sep 2017, 19:33

King Kong 2006 hat geschrieben:(04 Sep 2017, 20:32)

Die Frage lautet, was das Ziel der Trump-Administration ist.

Ich denke nicht, dass die ein Ziel hat und das ist genau der Grund, warum der koreanische Fettsack der Welt auf der Nase rumtanzen kann.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 4. Sep 2017, 19:44

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(04 Sep 2017, 20:21)

Würde das Trump-Wähler nicht verunsichern? Die Grünen haben auch richtig geblutet, als sie mal taten, was sie immer sagen.


Trump beim Wort nehmen ist ein Problem.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Nomen Nescio » Di 5. Sep 2017, 02:56

King Kong 2006 hat geschrieben:(04 Sep 2017, 20:32)

Die Frage lautet, was das Ziel der Trump-Administration ist.

die administration oder trump? denn die sind nicht ein.
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blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon King Kong 2006 » Di 5. Sep 2017, 07:04

Nomen Nescio hat geschrieben:(05 Sep 2017, 03:56)

die administration oder trump? denn die sind nicht ein.


Das ist aber die Frage. Man kann nicht sagen, daß Trump die Zügel komplett in der Hand hat. Oder sein Stab.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Mi 6. Sep 2017, 01:35

Aristide hat geschrieben:(03 Sep 2017, 14:25)

Der zug scheint abgefahren zu sein. Die kim bolschewisten sind jetzt für die usa nicht mehr angreifbar! Zumindest wenn man nicht riskieren will, dass so eine h-bombe den death valley in eine wüste verwandelt. Auf die löchrige raketenabwehr würde ich mich nicht verlassen wollen!

Der Hunger beginnt in diesem Jahr viel zeitiger.
Nicht erst im Frühjahr, er greift jetzt schon um sich.
Im Winter gibt es nichts Eßbares, wie Laub von ausgewählten Bäumen, Kräuter und Wiese.
Nur Wurzeln und Knollen können die Nordkoreaner ausgraben.
Schuld sei die Embargopolitik der bösen Weltgemeinschaft.

Die Leute würden gerade darum ihr Leben für die "Revolution" opfern.
Darauf verläßt sich wiederum Kim.
Anstatt zu verhungern, werden sie kämpfend sterben.
Ein Lösungsansatz wäre die sofortige Sperrung aller Treibstofflieferungen, die für Raketen benötigt werden.
Erfrieren muß niemand, Nordkorea hat Steinkohle für seine Kraftwerke.
Und man muß wohl oder übel Nahrung liefern, vor allem Reis.
Wenn Aussicht besteht, das Volk heil durch den Winter zu bringen, nimmt es dem Konflikt die Schärfe und es ist preiswerter, als Krieg und der Zusammenbruch jeder sozalpolitischen Ordnung auf der koreanischen Halbinsel.
Die Menschen dürfen nicht in Bewegung geraten, indem sie mit allen verfügbaren Mitteln die Flucht ergreifen.
Das kontrolliert sonst keiner mehr.
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
Den Falschen und den Unsrigen."
(Aus den USA)
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Europa2050 » Mi 6. Sep 2017, 06:52

unity in diversity hat geschrieben:(06 Sep 2017, 02:35)

Die Menschen dürfen nicht in Bewegung geraten, indem sie mit allen verfügbaren Mitteln die Flucht ergreifen.
Das kontrolliert sonst keiner mehr.


Wäre denn eine massive, vom Regime aufgrund der Mächtigkeit nicht mehr zu bewältigende Fluchtbewegung nach China (die Grenze zu Südkorea ist ja m.W. so gut wie unpassierbar) nicht eine Möglichkeit, Kim und Co. ohne Mord und Totschlag los zu werden?

Natürlich müsste man da China erstens beruhigen, was die Zukunft angeht und zweitens wirtschaftlich unterstützen, aber das wäre für die Menschheit trotzdem wohl die sinnvollere Option.
Nur, für so einen komplexen Vorgang scheint mir Trump wie an vielen anderen Stellen eine Fehlbesetzung.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Mi 6. Sep 2017, 09:49

Europa2050 hat geschrieben:(06 Sep 2017, 07:52)

Wäre denn eine massive, vom Regime aufgrund der Mächtigkeit nicht mehr zu bewältigende Fluchtbewegung nach China (die Grenze zu Südkorea ist ja m.W. so gut wie unpassierbar) nicht eine Möglichkeit, Kim und Co. ohne Mord und Totschlag los zu werden?

Natürlich müsste man da China erstens beruhigen, was die Zukunft angeht und zweitens wirtschaftlich unterstützen, aber das wäre für die Menschheit trotzdem wohl die sinnvollere Option.
Nur, für so einen komplexen Vorgang scheint mir Trump wie an vielen anderen Stellen eine Fehlbesetzung.

Flucht mit allen Mitteln, schließt Bewegung auf dem Meer mit ein.
Denk an die Boat-people aus Vietnam.
Wenn dabei etwas falsch verstanden wird, werden die Boote beschossen.
Auch ein Grund, so etwas zu verhindern.
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Europa2050 » Mi 6. Sep 2017, 09:57

unity in diversity hat geschrieben:(06 Sep 2017, 10:49)

Flucht mit allen Mitteln, schließt Bewegung auf dem Meer mit ein.
Denk an die Boat-people aus Vietnam.
Wenn dabei etwas falsch verstanden wird, werden die Boote beschossen.
Auch ein Grund, so etwas zu verhindern.


Ja, die Situation ist beschissen, für die ganze Welt, für die Nachbarn aber am meisten für die nordkoreanischen Menschen selbst. Die kommen irgendwie aus der Falle nicht raus. Und keine Lösung in Sicht.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Do 7. Sep 2017, 02:14

Ein Ölembargo und das Verbot von Textilexporten stehen zur Abstimmung:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017 ... ogie-2-tab

Man muß sich aber gleichzeitig zu Nahrungsmittellieferungen entschließen, sonst greift Kim auf seine Treibstoffreserven zurück, um Krieg zu führen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Raskolnikof » Do 7. Sep 2017, 09:35

Wenn das Ölembargo durchgesetzt werden sollte wird Kim zum Brandstifter. Dann rummst es. Daran wird auch ein Veto Chinas oder Russlands nichts ändern. Wir können ja schon mal wieder...:

https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Eichh%C3%B6rnchen
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 7. Sep 2017, 09:36

Europa2050 hat geschrieben:(06 Sep 2017, 10:57)

Ja, die Situation ist beschissen, für die ganze Welt, für die Nachbarn aber am meisten für die nordkoreanischen Menschen selbst. Die kommen irgendwie aus der Falle nicht raus. Und keine Lösung in Sicht.

Ist ja nicht so, dass die den Kommunismus nicht selbst gewählt hätten.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Europa2050 » Do 7. Sep 2017, 09:43

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(07 Sep 2017, 10:36)

Ist ja nicht so, dass die den Kommunismus nicht selbst gewählt hätten.


Der wurde Ihnen 1945 zugeteilt. Und über die Möglichkeiten einer totalitären Macht im inneren zu widerstehen haben wir in Deutschland ja in den letzten Jahrzehnten auch schon einiges gelernt.

Bleibt nur eines - Flucht. Und die ist aus NK momentan auch nicht so wirklich machbar. Das wäre aber Chinas Hebel.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

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