Die Nordkorea-Frage

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Merkel_Unser
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Merkel_Unser » Di 12. Jun 2018, 20:09

War ja ne witzige Trump-Show heute wieder einmal. Viel Popanz um nichts, außer dass die USA irgendwelche nebulösen "Sicherheitsgarantien" abgeben und Kim die Denukleasierung von Nordkorea "vollendet" - so als ob dieser Prozess jemals angefangen hätte. Für Kim ein Erfolg auf ganzer Linie, hat er doch erstmal Ruhe vor dem Komödianten mit dem roten Knopf - und sein Land kann in Ruhe weiter am Atomprogramm arbeiten.
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Ammianus
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Ammianus » Di 12. Jun 2018, 20:16

keinproblem hat geschrieben:(12 Jun 2018, 20:57)

Gut, da gehe ich auch der Diskussion zu liebe mit, aber die Frage war ja nicht wie blöd findet ihr Nordkorea? sondern Warum ist China nicht an einen Modernisierungs- und Vermarktwirtschaftlichungprozess in Nordkorea interessiert?
Wenn wir also einfach mal davon ausgehen, dass es mindestens so schlimm wie überall ist, kann man sich ja auch die Frage stellen, ob ein China überhaupt florierende Industrie und damit einhergehende wirtschaftliche Autonomie so attraktiv findet, wäre zumindest mein erster Ansatzpunkt.



Danke für den Filmtipp, Beschreibung klingt interessant. Werde mir den bei Gelegenheit mal reinziehen!


Meine Vermutung habe ich schon beschrieben. In einem Nordkorea das mit dem heutigen China vergleichbar wäre, käme es zur klaren Forderung nach der Wiedervereinigung und dem Ende der kommunistischen Parteidiktatur. Wäre es nicht so, dann hätte Peking längst den kleinen und abhängigen Nachbarn zu echter Modernisierung gedrängt.
Vietnam z.B. kann etwas Ähnliches machen. Hier haben die Kommunisten bereits 1975 die Zwangsvereinigung vollzogen. Nordkorea aber kann seinen Bürgern - oder besser Insassen - nicht einmal Reisefreiheit gewähren.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Troh.Klaus » Di 12. Jun 2018, 23:21

Geben wir diesem "Deal" eine Chance. Wenn das tatsächlich was wird, dann hat The Donald, ungeachtet aller sonstigen Merkwürdigkeiten, doch etwas Gutes erreicht. Dafür ist er dann zu loben. Und man sollte auch "Rocket-Man" Kim Jong Un nicht vergessen. Anscheinend ist der kleine Dicke doch ein cleveres Kerlchen, der für sein Land (und seine Bewohner) eine bessere Zukunft erreichen will. Auch das, wenn's das denn ist, sollten wir loben.

Ansonsten, schau'n wir mal. Kritische Anmerkungen und neuerliche Verwerfungen frühestens morgen früh. Aber vielleicht gibt's heute Nacht ja mal keine Twitter-News.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon DarkLightbringer » Di 12. Jun 2018, 23:27

Die Gefahr eines Krieges ist fürs Erste gebannt
Unterm Strich haben Trump und Kim also tatsächlich einen Friedensprozess gestartet.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 12484.html

In der Tat sollte man dem Friedensprozess eine Chance geben. Schließlich, einen Atomkrieg haben zu wollen, nur um die gegenwärtige US-Administration kritisieren zu können, ist doch etwas überkandidelt.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 13. Jun 2018, 00:41

Polibu hat geschrieben:(12 Jun 2018, 12:40)

Wenn Nordkorea sich für die Welt öffnet, dann hat Trump sogar sehr viel erreicht. Am Ende steht vielleicht noch die Wiedervereinigung von Süd- und Nordkorea an.

So wie Trump es macht ist es der einzige richtige Weg. Na klar kann man auch darauf bestehen, dass Kim erst abdanken muss bevor man Gespräche führt, aber darauf kann man lange warten. Das wird dann nie etwas.

Obama hatte die Chance in der Nordkoreafrage voran zu kommen. Er hat sie nicht genutzt. Trump ist da weniger zimperlich. Politische Korrektheit interessiert ihn nicht und manchmal ist das auch ganz gut so.


Trump hat nichts anderes getan als das Image eines Diktators aufgemoebelt, der sein Volk hungern laesst, es is Gulags einsperrt, bespitzelt, und sogar seine eigenen Verwandten ermorded. Erreicht hat er nichts! Eine Seite Papier ohne Zeitplan ohne konkrete Abmachungen. Trump ist sowieso als Vertragspartner nicht das Papier wert das auf dem Vertrag gedruckt ist. Die Trumpschen Abmachungen halten oft nur bis er im Flugzeug nach Hause sitzt. Das weiss auch Kim und sicher hat er mitgekriegt was mit dem Atomabkommen mit dem Iran passierte.

Und Wiedervereinigung von Nord Korea ist jetzt weiter in er Ferne als vorher, es sei denn Wiedervereinigung unter Little Fat Guy's Herrschaft.

Zu Obama. Er hat ein Treffen mit Kim ins Gespraech gebracht und wurde dafuer von Trump scharf verurteilt. Jetzt machte Trump das wofuer er Obama verurteilt haette.

Fuer Trump war diese Singaporische Schmierenkomodie nichts anderes als Wahlkampf im Hinblick auf die bevorztehenden Herbstwahlen in den USA. Schaut her ich bin ein internationaler Staatsmann. Ist er nicht Hampelmann passt besser.

China ist der eigentliche Gewinner. Xi freut sich. Jetzt kann er fuer Aufhebungen von Sanktionen plaediren und die militaerische Praesens der Amis in Sued Korea wird geschwaecht. Nord Korea wird fuer lange Zeit eine angenehme Pufferzone gegenueber dem kapitalistischen Sued Korea bleiben.

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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Zinnamon » Mi 13. Jun 2018, 05:37

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Jun 2018, 00:27)

http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 12484.html

In der Tat sollte man dem Friedensprozess eine Chance geben. Schließlich, einen Atomkrieg haben zu wollen, nur um die gegenwärtige US-Administration kritisieren zu können, ist doch etwas überkandidelt.


Übersetzung: wer ein Atomabkommen kritisiert, dessen einziger konkreter! Inhalt das Einstellen von gemeinsamen Manövern/der Abzug amerikanischer Truppen aus Südkorea ist -natürlich ohne Absprache mit dem Verbündeten Südkorea- will selbstverständlich einen Atomkrieg, davon ab ist er überkandidelt.

Ironischerweise ist andererseits derjenige, der das einseitige Aufkündigen eines detailliert ausgehandelten Atomabkommenens kritisiert, dessen Nichteinhaltung in keinster Weise belegt werden kann -natürlich ohne Absprache mit den Verbündeten- ein Terrorismus- und Islamistengutfinder und Diktatorenfan. Dass hier zudem Verbündete, die dem nicht folgen wirtschaftlich abgestraft werden sollen wäre noch das Tüpfelchen auf dem i.

Tja, wer will schon in der Nordkoreafrage ein überkandidelter Atomkriegwoller und in der Iranfrage ein Terrorismus- und Islamisten- und Diktatorengutfinder sein?

Tragisch, dass man also, um es nicht zu sein, gleichzeitig einen substanzlosen Atomdeal mit einem Diktator und KZ-Gutfinder und ebenso das Aufkündigen eines detaillierten, bewährtes Atomabkommen mit einem ziehmlich demokratischen Staat (vergleiche hierzu Nordkorea) - unter Androhung von Strafen für die Verbündeten bei Zuwiderhandlung- begrüssen müsste.

Unterm Strich müsste man wohl auchh allgemein wohlwollendes Verständnis für die ständige Verprellung der Verbündeten bei jeder sich bietenden Gelegenheit und das gleichzeitige Hoffieren diverser politischer Gegner aufbringen können. Gar nicht so einfach das alles.. .

:D :?
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon odiug » Mi 13. Jun 2018, 07:09

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Jun 2018, 01:41)

Trump hat nichts anderes getan als das Image eines Diktators aufgemoebelt, der sein Volk hungern laesst, es is Gulags einsperrt, bespitzelt, und sogar seine eigenen Verwandten ermorded. Erreicht hat er nichts! Eine Seite Papier ohne Zeitplan ohne konkrete Abmachungen. Trump ist sowieso als Vertragspartner nicht das Papier wert das auf dem Vertrag gedruckt ist. Die Trumpschen Abmachungen halten oft nur bis er im Flugzeug nach Hause sitzt. Das weiss auch Kim und sicher hat er mitgekriegt was mit dem Atomabkommen mit dem Iran passierte.

Und Wiedervereinigung von Nord Korea ist jetzt weiter in er Ferne als vorher, es sei denn Wiedervereinigung unter Little Fat Guy's Herrschaft.

Zu Obama. Er hat ein Treffen mit Kim ins Gespraech gebracht und wurde dafuer von Trump scharf verurteilt. Jetzt machte Trump das wofuer er Obama verurteilt haette.

Fuer Trump war diese Singaporische Schmierenkomodie nichts anderes als Wahlkampf im Hinblick auf die bevorztehenden Herbstwahlen in den USA. Schaut her ich bin ein internationaler Staatsmann. Ist er nicht Hampelmann passt besser.

China ist der eigentliche Gewinner. Xi freut sich. Jetzt kann er fuer Aufhebungen von Sanktionen plaediren und die militaerische Praesens der Amis in Sued Korea wird geschwaecht. Nord Korea wird fuer lange Zeit eine angenehme Pufferzone gegenueber dem kapitalistischen Sued Korea bleiben.

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Richtig ... Trump verspielt die Führungsrolle der USA für ein bisschen Beifall von Breitbart und Konsorten.
Aber ich denke nicht, dass sich das im November an den Urnen auszahlen wird.
Zwar wird nicht der Präsident gewählt und all elections are local ... aber er wird dennoch das Thema im November sein.
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Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Trutznachtigall » Mi 13. Jun 2018, 07:12

Alpha Centauri hat geschrieben:(12 Jun 2018, 20:33)

Die Trumpianer in den USA haben Donald schon als Anwärter für den Friedensnobelpreis :D

Und wenn er den nicht kriegt, schmeisst Trump beleidigt dem "Raketenmann" die Brocken vor die Füße. :rolleyes:
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 13. Jun 2018, 10:24

odiug hat geschrieben:(13 Jun 2018, 08:09)

Richtig ... Trump verspielt die Führungsrolle der USA für ein bisschen Beifall von Breitbart und Konsorten.
Aber ich denke nicht, dass sich das im November an den Urnen auszahlen wird.
Zwar wird nicht der Präsident gewählt und all elections are local ... aber er wird dennoch das Thema im November sein.


Und bis November ist in Trump's Twitterkratie eine lange Zeit. Bis dahin wird die Ernuechterung erfolgen und der Schaum der Schaumschlaegerei in sich zusammengefallen sein.

Ergaenzend! Wie haette die Welt reagiert wenn ein US Praesident sich mit Pol Pot getroffen haette? Wie haette die Welt reagiert wenn ein US Praesident Pol Pot als "A Great Guy". a Great Leader" " A guy who does a great job" usw lobhudelt? A Great Guy der noch vor ein paar Monaen a fat little something und a rocket man war.

Kim Jong Un ist der Pol Pot unserer Zeit. Beide Psychopath Killers.
Zuletzt geändert von TheManFromDownUnder am Mi 13. Jun 2018, 10:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Alexyessin » Mi 13. Jun 2018, 10:25

Zinnamon hat geschrieben:(13 Jun 2018, 06:37)

Übersetzung: wer ein Atomabkommen kritisiert, dessen einziger konkreter! Inhalt das Einstellen von gemeinsamen Manövern/der Abzug amerikanischer Truppen aus Südkorea ist -natürlich ohne Absprache mit dem Verbündeten Südkorea- will selbstverständlich einen Atomkrieg, davon ab ist er überkandidelt.

Ironischerweise ist andererseits derjenige, der das einseitige Aufkündigen eines detailliert ausgehandelten Atomabkommenens kritisiert, dessen Nichteinhaltung in keinster Weise belegt werden kann -natürlich ohne Absprache mit den Verbündeten- ein Terrorismus- und Islamistengutfinder und Diktatorenfan. Dass hier zudem Verbündete, die dem nicht folgen wirtschaftlich abgestraft werden sollen wäre noch das Tüpfelchen auf dem i.

Tja, wer will schon in der Nordkoreafrage ein überkandidelter Atomkriegwoller und in der Iranfrage ein Terrorismus- und Islamisten- und Diktatorengutfinder sein?

Tragisch, dass man also, um es nicht zu sein, gleichzeitig einen substanzlosen Atomdeal mit einem Diktator und KZ-Gutfinder und ebenso das Aufkündigen eines detaillierten, bewährtes Atomabkommen mit einem ziehmlich demokratischen Staat (vergleiche hierzu Nordkorea) - unter Androhung von Strafen für die Verbündeten bei Zuwiderhandlung- begrüssen müsste.

Unterm Strich müsste man wohl auchh allgemein wohlwollendes Verständnis für die ständige Verprellung der Verbündeten bei jeder sich bietenden Gelegenheit und das gleichzeitige Hoffieren diverser politischer Gegner aufbringen können. Gar nicht so einfach das alles.. .

:D :?


Hast du unserem DLB grade seine Doppelmoral aufgezeigt :)
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 13. Jun 2018, 10:42

Zinnamon hat geschrieben:(13 Jun 2018, 06:37)

Übersetzung: wer ein Atomabkommen kritisiert, dessen einziger konkreter! Inhalt das Einstellen von gemeinsamen Manövern/der Abzug amerikanischer Truppen aus Südkorea ist -natürlich ohne Absprache mit dem Verbündeten Südkorea- will selbstverständlich einen Atomkrieg, davon ab ist er überkandidelt.
Ironischerweise ist andererseits derjenige, der das einseitige Aufkündigen eines detailliert ausgehandelten Atomabkommenens kritisiert, dessen Nichteinhaltung in keinster Weise belegt werden kann -natürlich ohne Absprache mit den Verbündeten- ein Terrorismus- und Islamistengutfinder und Diktatorenfan. Dass hier zudem Verbündete, die dem nicht folgen wirtschaftlich abgestraft werden sollen wäre noch das Tüpfelchen auf dem i.
Tja, wer will schon in der Nordkoreafrage ein überkandidelter Atomkriegwoller und in der Iranfrage ein Terrorismus- und Islamisten- und Diktatorengutfinder sein?
Tragisch, dass man also, um es nicht zu sein, gleichzeitig einen substanzlosen Atomdeal mit einem Diktator und KZ-Gutfinder und ebenso das Aufkündigen eines detaillierten, bewährtes Atomabkommen mit einem ziehmlich demokratischen Staat (vergleiche hierzu Nordkorea) - unter Androhung von Strafen für die Verbündeten bei Zuwiderhandlung- begrüssen müsste.
Unterm Strich müsste man wohl auchh allgemein wohlwollendes Verständnis für die ständige Verprellung der Verbündeten bei jeder sich bietenden Gelegenheit und das gleichzeitige Hoffieren diverser politischer Gegner aufbringen können. Gar nicht so einfach das alles.. .
:D :?

Da sind aber ein paar Übersetzungsfehler drin.

I
Das Treffen in Singapur ist historisch, ebenso wie die Vereinbarung, die koreanische Halbinsel zu denuklearisieren. Atomwaffen sollen abgegeben werden - nachprüfbar, unumkehrbar und endgültig. Arbeitsgruppen sollen die Details ausarbeiten, aber eines ist auch klar - ohne Nachweis keine Aufhebung von Sanktionen.
Dazu schreibt der "Spiegel", der nicht gerade im Ruf steht, sonderlich trumpy zu sein:
Die Gefahr eines Krieges ist fürs Erste gebannt
Unterm Strich haben Trump und Kim also tatsächlich einen Friedensprozess gestartet. Es gibt eine Entspannung, die Gefahr eines Krieges, die vor wenigen Monaten noch bedrohlich real zu sein schien, ist zumindest fürs Erste gebannt. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 12484.html

Was wäre eine alternative Verhandlungsposition dazu? Sie lautet: Egal, laufen lassen.

II
Im Nahen Osten hat man Krieg - seit 7 Jahren in Syrien -, ein ballistisches Raketenprogramm seitens der Iraner, eine beträchtliche Expansion terroristischer Milizen vom Libanon bis zum Jemen, ein Atom-Archiv mit Sunset-Option, eine halbe Million Tote, Millionen von Flüchtlingen, oder kurz, die Destabilisierung des gesamten Nahen Ostens.
Die Option A dazu ist die bekannte Formel: Egal, laufen lassen. Option B dazu ist die Eindämmung des Irans, einvernehmlich mit Israel und arabischen Staaten.

III
Wir sollten Trump nicht überschätzen und die tatsächlichen Herausforderungen nicht unterschätzen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 13. Jun 2018, 10:49

Die Sache ist für Trump erstmal abgehakt. Hauptsache Geld gespaart. Bei den Manövern. Das ist das wirklich interessante. Man hat nicht mehr das Geld...

Kim ist fast ein "normaler" Staatsmann. Das ist für NK ne große Nummer. Das sind die Ergebnisse.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 13. Jun 2018, 10:57

King Kong 2006 hat geschrieben:(13 Jun 2018, 11:49)

Die Sache ist für Trump erstmal abgehakt. Hauptsache Geld gespaart. Bei den Manövern. Das ist das wirklich interessante. Man hat nicht mehr das Geld...

Kim ist fast ein "normaler" Staatsmann. Das ist für NK ne große Nummer. Das sind die Ergebnisse.


Trump hat Kim zu einem fast normalen Staatsmann gemacht. Stellen wir uns vor ein US Praesident haette Pol Pot zu einem fast normalen Staatsmann gemacht. Unvorstellbar?
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 13. Jun 2018, 11:11

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Jun 2018, 11:57)

Trump hat Kim zu einem fast normalen Staatsmann gemacht. Stellen wir uns vor ein US Praesident haette Pol Pot zu einem fast normalen Staatsmann gemacht. Unvorstellbar?


Naja, Saddam hat man auch schon so hofiert. Das ist wohl der "Interessenslage" (z.B. der USA) geschuldet.

Da muß der Kim nur aufpassen, daß ihm nicht sein Lächeln gefriert. Wie schnell sich die Interessenlage (also schon ein paar Jahre braucht es) ändert, davon könnte ein Saddam ein Liedchen singen, wenn man ihn nicht seinen Feinden ausgeliefert hätte.

Ich denke aber Kim ist da in einer sichereren Position.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon zollagent » Mi 13. Jun 2018, 11:15

King Kong 2006 hat geschrieben:(13 Jun 2018, 12:11)

Naja, Saddam hat man auch schon so hofiert. Das ist wohl der "Interessenslage" (z.B. der USA) geschuldet.

Da muß der Kim nur aufpassen, daß ihm nicht sein Lächeln gefriert. Wie schnell sich die Interessenlage (also schon ein paar Jahre braucht es) ändert, davon könnte ein Saddam ein Liedchen singen, wenn man ihn nicht seinen Feinden ausgeliefert hätte.

Ich denke aber Kim ist da in einer sichereren Position.

Nur der Genauigkeit halber, Saddam wurde seinen eigenen Landsleuten ausgeliefert. Genau denen, die er viele Jahre lang blutig beherrscht hat. Ob so was Kim gefallen würde?
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon zollagent » Mi 13. Jun 2018, 11:18

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Jun 2018, 11:57)

Trump hat Kim zu einem fast normalen Staatsmann gemacht. Stellen wir uns vor ein US Praesident haette Pol Pot zu einem fast normalen Staatsmann gemacht. Unvorstellbar?

Bei Trump nicht. Wer keine Maßstäbe als "den richtigen Deal" hat, der würde auch seine Oma ins KZ verkaufen. Alles eine Frage des Preises. :rolleyes:
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 13. Jun 2018, 11:20

King Kong 2006 hat geschrieben:(13 Jun 2018, 12:11)

Naja, Saddam hat man auch schon so hofiert. Das ist wohl der "Interessenslage" (z.B. der USA) geschuldet.

Da muß der Kim nur aufpassen, daß ihm nicht sein Lächeln gefriert. Wie schnell sich die Interessenlage (also schon ein paar Jahre braucht es) ändert, davon könnte ein Saddam ein Liedchen singen, wenn man ihn nicht seinen Feinden ausgeliefert hätte.

Ich denke aber Kim ist da in einer sichereren Position.



Der Unterschied ist das kein US-Praesident sich kumpelhaft mit Saddam hatte ablichten lassen, das der Irak ein selbstaendiger international anerkannter Staat war und ist und Saddam den USA nicht mit interkontinetal Raketen drohte.

Kim ist unter den Diktaoren ein bottom feeder in der gleichen Kategorie wie es Pol Pot war. Man gibt einem solchen Psychopath keine credability. Man haettte ihn langsam durch Sanktionen, die zweifelsohne wirkten, austrocknen koennen.

Der Vergleich zu Saddam hinkt.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 13. Jun 2018, 11:32

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Jun 2018, 12:20)

Der Unterschied ist das kein US-Praesident sich kumpelhaft mit Saddam hatte ablichten lassen, das der Irak ein selbstaendiger international anerkannter Staat war und ist und Saddam den USA nicht mit interkontinetal Raketen drohte.

Kim ist unter den Diktaoren ein bottom feeder in der gleichen Kategorie wie es Pol Pot war. Man gibt einem solchen Psychopath keine credability. Man haettte ihn langsam durch Sanktionen, die zweifelsohne wirkten, austrocknen koennen.

Der Vergleich zu Saddam hinkt.


Warum? Die USA haben sich anscheinend nicht durch Saddam bedroht gefühlt. Sogar militärisch unterstützt. Bei allen seinen Programmen. Das macht man nicht, wenn man sich bedroht fühlt. Immerhin hat Rumsfeld sogar die Hand von Saddam geschüttelt. Er hat viele auch im Irak getötet. Als der Mohr seine Schuldigkeit gegen den Iran getan hat, hat man sich gedacht, die Interessenslage neu zu bewerten. Der interessante Parameter ist die Einschätzung der Interessenslage. Nicht "Psychopathie". Saddam war genauso legitimiert wie Kim. Nicht mehr und nicht weniger.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon zollagent » Mi 13. Jun 2018, 11:40

King Kong 2006 hat geschrieben:(13 Jun 2018, 12:32)

Warum? Die USA haben sich anscheinend nicht durch Saddam bedroht gefühlt. Sogar militärisch unterstützt. Bei allen seinen Programmen. Das macht man nicht, wenn man sich bedroht fühlt. Immerhin hat Rumsfeld sogar die Hand von Saddam geschüttelt. Er hat viele auch im Irak getötet. Als der Mohr seine Schuldigkeit gegen den Iran getan hat, hat man sich gedacht, die Interessenslage neu zu bewerten. Der interessante Parameter ist die Einschätzung der Interessenslage. Nicht "Psychopathie". Saddam war genauso legitimiert wie Kim. Nicht mehr und nicht weniger.

Also gar nicht.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Mi 13. Jun 2018, 12:18

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Jun 2018, 11:57)

Trump hat Kim zu einem fast normalen Staatsmann gemacht. Stellen wir uns vor ein US Praesident haette Pol Pot zu einem fast normalen Staatsmann gemacht. Unvorstellbar?

Kann man nicht vergleichen. Steinzeitkommunist Pol Pot hat nach seinem Sieg alle Städte räumen lassen und die ex Bewohner mußten unter primitivsten Bedingungen auf dem Land für ihre Nahrung sorgen. Die Armee wurde eingesetzt, um Akademiker und andere höher Gebildete auszurotten. Damit war gesichert, daß es unter Pol Pot keine Aufwärtsentwicklung in der Wirtschaft gibt. Bildungswesen und Gesundheitswesen waren abgeschafft. Wer in den Volkskommunen zu langsam arbeitete, wurde erschossen. Jede Infrastruktur war dem Verfall preisgegeben.
Die hätten nie selber moderne Waffen zustande gebracht. Was sie hatten, kam aus Mao-China.
Gegen Vietnam konnten die keine Chance haben.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA

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