Die Nordkorea-Frage

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King Kong 2006
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Re: Da verschlägt es Trump die Sprache

Beitragvon King Kong 2006 » So 10. Sep 2017, 21:44

oga hat geschrieben:(10 Sep 2017, 21:14)

Wenn's schiefgeht mit der Info waren's die Briten. Die können sich's z.Z. leisten.
Donald nicht. :D


Dazu sind die Transatlantiker da. Donald kann sich nicht mit Nordkoreanern, Chinesen, Iranern und Russen gleichzeitig anlegen. Da schicken sie die Briten vor. Das hat seinerzeit Blair beim eigenen Volk die Bezeichnung des Pudels von Bush eingebracht. London tickt in der Internationalen Politik einfach eher im Gleichklang mit den USA. Nicht mit dem europäischen Festland.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Sunnyeurope
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Sunnyeurope » Fr 15. Sep 2017, 09:29

Summers hat geschrieben:(08 Sep 2017, 20:01)

Interessantes Interview zum Thema:



"Es ist nicht sicher, dass die USA einen Krieg gewinnen würden"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 66677.html



So viele Kriege haben sie ja auch nicht gewonnen (nach dem 2 Weltkrieg). Vietnam und Korea lief nicht überzeugend, in Afghanistan und im Irak hatte man nur kleine "Green Zones" wirklich kontrolliert, von Entwaffnung oder Kontrolle des ganzen Landes ganz zu schweigen (was aber zwingend nötig ist). Einen wirklich großen Krieg kann auch die USA momentan nicht aus dem Ärmel schütteln, sie müssten in ganz großen Dimensionen Soldaten auf den Boden bringen und einen Großteil der Wirtschaft umstellen, denn für einen längeren und intensiven Konflikt hat man nicht genug Rüstungsgüter.

Um Nordkorea zu beeindrucken müsste man eine sehr große UN-Truppe bereitstellen und China und Russland müssten sich distanzieren, dann wüsste auch Kim das Ende ist nah. Andersrum sollte man bis zuletzt die Diplomatie walten lassen, bisher haben sie ja noch den Ernstfall vermieden.
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unity in diversity
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Fr 15. Sep 2017, 14:09

Kim hat wieder sein Privat-Armageddon getestet:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 00121.html

Nun muß man damit rechnen, daß sich auch die Anrainer Angriffsraketen beschaffen.
Die Rüstungswirtschaft wird es erfreuen und die Immobilienmärkte abkühlen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Sunnyeurope » Fr 15. Sep 2017, 14:22

Es wurden ja schon länger diverse Anti-Raketen-Systeme rund um Nordkorea zusammengezogen, zur See und auf dem Land, ich frage mich warum man nicht mal eine Rakete über Internationalen Luftraum abgefangen hat? Taugen die Raketenschilde am Ende gar nicht viel?
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Raskolnikof » Fr 15. Sep 2017, 16:30

Genau das habe ich mich auch gefragt. Da hätten doch die Amis oder Japaner dem Kim doch mal zeigen können, was seine Raketen wert sind. Aber vielleicht ist die Raketenabwehr insbesondere der Amis gar nicht so toll?
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon krone » Fr 15. Sep 2017, 16:49

Raskolnikof hat geschrieben:(15 Sep 2017, 17:30)

Genau das habe ich mich auch gefragt. Da hätten doch die Amis oder Japaner dem Kim doch mal zeigen können, was seine Raketen wert sind. Aber vielleicht ist die Raketenabwehr insbesondere der Amis gar nicht so toll?

Schießt man sie ab fallen ne Menge Trümmer auf japanischen Boden .
Niemand kann Vorhersagen wo die einschlagen
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Fr 15. Sep 2017, 16:52

Raskolnikof hat geschrieben:(15 Sep 2017, 17:30)

Genau das habe ich mich auch gefragt. Da hätten doch die Amis oder Japaner dem Kim doch mal zeigen können, was seine Raketen wert sind. Aber vielleicht ist die Raketenabwehr insbesondere der Amis gar nicht so toll?

Wenn sich eine Rakete mit der 2. kosmischen Geschwindigkeit nähert, ist ein Einzeltreffer Zufall.
Man muß einen Verteidigungsraketenabwehrfächer abfeuern.
Eine lückenlose Serie von ballistischen Verteidigungsraketen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Loki » Fr 15. Sep 2017, 16:59

Solch eine Sachbeschädigung geschätzt weit über 50 Km oberhalb der Erdoberfläche Japans wird dann entweder als kriegerischer Akt
oder als allgemeine Erlaubnis für alle, sämtliche ausländische Satelliten über dem Hoheitsgebiet zerstören zu dürfen, gewertet.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Sunnyeurope » Fr 15. Sep 2017, 19:22

Ca. 0,00001% des Raketenflug ging über einen schmalen Inselstreifen, 95% des Flugs war internationaler Luftraum überm dem Meer.

Aber das Abfangen ist wohl wirklich sehr schwer, weil sehr hoch, sehr schnell und sehr wenig Zeit.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 16. Sep 2017, 12:26

laut spon geht man inzwischen davon aus, dass der letzte test mit ca 300 kt eine wasserstoffbombe war. wenn das der von den nordkoreanern in bildern gezeigte gefechtskopf für eine icbm war, dann hut ab.
normaler weise braucht man für die berechnungen dieses designs einen supercomputer und die algorithmen für die us-bomben sind bis heute geheim.
IT'S A LONG WAY TO THE TOP (IF YOU WANNA ROCK 'N' ROLL) - AC DC!!
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Sunnyeurope » Sa 16. Sep 2017, 14:51

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(16 Sep 2017, 13:26)

wenn das der von den nordkoreanern in bildern gezeigte gefechtskopf für eine icbm war, dann hut ab.


Ein deutscher Astronaut (Name entfallen) meinte in einem Nachrichtensender die Fotos seien von einer Requisite gewesen, davon würde ich auch ausgehen. Also ob es wirklich ein funktionierender Sprengkopf einer ICBM war bleibt offen - es ist ja auch nicht damit getan etwas oben auf eine Rakete zu setzen, durch den Wiedereintritt in die Atmosphäre treten ja enorme Kräfte auf, die muß man erstmal stabil überstehen und dann müsste man noch genau zielen - alles nicht so einfach.

Aber man muss ja gar nicht ABC-Waffen rausholen, rein mit konventionellen Raketen könnte sich die meisten koreanischen Städte auslöschen, die Hauptstädte sind ein paar Flugminuten voneinander entfernt.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 16. Sep 2017, 16:53

ich hörte heutmorgen (?)/gesternabend (?) saß herr kim verkündete daß sein land fast eine parität mit der VS erreicht hat. der himmel verhüte das.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Sa 16. Sep 2017, 17:22

Nomen Nescio hat geschrieben:(16 Sep 2017, 17:53)

ich hörte heutmorgen (?)/gesternabend (?) saß herr kim verkündete daß sein land fast eine parität mit der VS erreicht hat. der himmel verhüte das.

Hat er nicht.
Seine "Rüstung zuerst" Strategie schafft keinen Wohlstand.
Er kann mit seinen strategischen Treibstoffreserven einen Krieg anfangen, aber nicht gewinnen.
Er wird scheitern, wie das 3. Reich.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Europa2050 » Sa 16. Sep 2017, 21:15

unity in diversity hat geschrieben:(16 Sep 2017, 18:22)

Hat er nicht.
Seine "Rüstung zuerst" Strategie schafft keinen Wohlstand.
Er kann mit seinen strategischen Treibstoffreserven einen Krieg anfangen, aber nicht gewinnen.
Er wird scheitern, wie das 3. Reich.


Wäre aber ganz praktisch wenn er es nicht - wie das dritte Reich - ausprobieren würde.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Sunnyeurope » Mi 20. Sep 2017, 14:34

Von Paris nach Berlin sind es 1000 km, die Hauptstadt von Nord/Südkorea sind knapp 100 km voneinander entfernt - diese Distanz konnte schon die alte Stalinorgel schießen, also die Hauptstädte wären von der ersten Sekunde an Ziele.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Cobra9 » Mi 20. Sep 2017, 14:43

Sunnyeurope hat geschrieben:(20 Sep 2017, 15:34)

Von Paris nach Berlin sind es 1000 km, die Hauptstadt von Nord/Südkorea sind knapp 100 km voneinander entfernt - diese Distanz konnte schon die alte Stalinorgel schießen, also die Hauptstädte wären von der ersten Sekunde an Ziele.



Nope. Die alten Mehrfach Raketenwerfer der Sowjetunion hatte keine 100 km Reichweite.


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Katjusc ... etenwerfer)


Das Süd und Nordkorea jeweils ihre Nachbarn beschießen können ist aber real
Anton Tschechow

Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Sunnyeurope » Fr 22. Sep 2017, 09:32

Wikipedia: "Einen überproportional großen Teil des nordkoreanischen Heeres nimmt die Rohr- und Raketenartillerie ein."

Wenn sie wirklich mal beidseitig aus allen Rohren schiessen, dann werden sie in kürzester Zeit viele Großstädte in neue Aleppos verwandeln. Drücken wir mal den Diplomaten die Daumen.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Provokateur » Fr 22. Sep 2017, 10:03

Sunnyeurope hat geschrieben:(22 Sep 2017, 10:32)

Wikipedia: "Einen überproportional großen Teil des nordkoreanischen Heeres nimmt die Rohr- und Raketenartillerie ein."

Wenn sie wirklich mal beidseitig aus allen Rohren schiessen, dann werden sie in kürzester Zeit viele Großstädte in neue Aleppos verwandeln. Drücken wir mal den Diplomaten die Daumen.


Diese Artillerie ist aber gemäß der alten Stalinistischen Militärdoktrin vor allem für den Direktbeschuss von Befestigungen gedacht. Die Fähigkeiten als Flächenartillerie sind da, aber nicht der exklusive Schwerpunkt.

Die Südkoreaner könnten über ein System ähnlich des israelischen Iron Dome verfügen. Afaik war mal was über eine ähnliche Entwicklung zu lesen. Damit fallen dann nur noch Dinge ohne Wirkladung vom Himmel.
Zudem können die Südkoreaner Counter Artillery....und das ziemlich gut. Nach spätestens einer halben Stunde schweigen im Norden die Rohre.
Vor den großen Raketen muss man sich in Acht nehmen. Die sind gefährlich, selbst ohne nukleare Wirkladung.

China sollte das Problem von Norden her aufrollen.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon unity in diversity » Fr 22. Sep 2017, 10:10

Michael Wolffsohn ist nicht irgendwer.
Er meint, Nordkorea werde eine Atommacht bleiben und dennoch sei ein Krieg unwahrscheinlich:
http://www.rp-online.de/politik/ausland ... -1.7070211
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Re: Die Nordkorea-Frage

Beitragvon Sunnyeurope » Sa 23. Sep 2017, 09:20

Da die Welt die Ost-West-Konfrontation im gespaltenen Deutschland diplomatisch gelöst hat, da bleibt die Hoffnung ein Nord-Süd-Konflikt in einem gespaltenen Korea könnte auch lösbar sein, unter Vermittlung der Supermächte.

Zum Nordkoreakrieg gibts ja viele gute Dokus, es war für "den Westen" (c) alles andere als ein Spaziergang, daher glaube ich auch die Hemmschwelle wird sehr hoch sein.

Vielleicht sollten Trump/Kim sich ein Forum installieren und sich da gegenseitig trollen, dann müssten wir es nicht öffentlich verfolgen - ist ja schon ein peinlicher Flame-War. : )

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