Doppelpass für deutschsprachige Italiener

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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 12. Sep 2018, 10:42

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2018, 10:21)

Ja klar, "irgendwas ist immer" :) Bei offenen innereuropäischen Grenzen haben diese Sonderbeziehungen wenig Sinn, meine ich. Die könnte man auch in das europäische Paket einbauen, so lange darin nicht Sozialleistungen und ähnliche Verpflichtungen enthalten sind.

Wenn schon Hürden, dann an der EU-Außengrenze für den Rest der Welt. Da wird der europäische Hohe Kommissar für Außenbeziehungen sicher viel Arbeit zu schultern haben. Aber das Projekt EU-Staatsbürgerschaft wäre diese Mühe wert.

Aber auch wieder wahr, zuerst müssen wir die EU von innen aufräumen und arbeitsfähig machen. Also ist erst einmal Kuscheln mit Frankreich und den Niederlanden angesagt.



Absolut ! Es ist wichtig, das die EU eine gemeinsame Finanz und Sozialpolitik anstrebt in der alle Buerger der Gemeinschaft gleichgestellt sind. Ansonsten funktioniert es nicht.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 12. Sep 2018, 10:48

Europa2050 hat geschrieben:(12 Sep 2018, 11:21)

Dass nenn ich mal flexibel :thumbup:

Meine Frau und ich spekulieren tatsächlich damit, dereinst nach Arbeit und Kindererziehung nach Tirol zu gehen - Nord- oder Süd.

Und - um zum Thema zurück zu kommen - das geht nur gut, wenn die EU bis dahin noch das ist, was sie sein sollte. Und uns das nicht die alten Männer von heute (Sie natürlich ausgenommen) kaputt machen.

Und am besten mit einem europäischen Pass.


Wir liebauegeln immer mit Suedfrankreich aber schliessen auch nicht Thailand oder Malaysia aus. Letztere laender naeher zu Australien. Wir lebten als Familie in Suedostasien und es zieht uns immer wieder dahin zurueck aber Sprache und Kultur zieht mich auch immer nach Frankreich. Australia is home! So ist Deutschland. Man kann sich nicht vier oder fuenfteilen! Mit genuegend finaziellen Mitteln ginge es wohl aber wer ist schon Millionaer.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon Julian » Mi 12. Sep 2018, 11:16

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(12 Sep 2018, 11:39)

Du pauschalierst und schwafelst! wie gehabt. Was is der Prozentsatz der Suedtiroler die sich nicht als Italiener fuehlen? Fuehlen sie sich deshalb als Oesterreicher oder einfach als Tiroler, aehnlich von Nord Tirolern, die sich nicht als Oesterreicher fuehlen. Irgendwelche nachvollziehbare Fakten Monsieur Julian? Nein ich denke nicht.

Jungchen ich kenne hisorische Fakten besser als du! Die Italiener in Croatia (Istrian and Dalmatian Italians) sind in der Croatian Verfassung als selbststaendige Voelkergruppe anerkannt, haben weitgehend Autonomie und keinerlei Interesse von Rom heimgeholt zu werden!

Fuer jemand der Anti Eurpa pro Nationa Staaten ist, ist deine letzte Aussage das es keine Rolle spielen wuerde welchen Pass die ST letzlich haben ein Oxy Moron hoch 10. Du kapierst die europaeische Idee nicht! Niemand in Europa braucht 2 Paesse wozu? Paesse sind ok fuer Reisen in nicht EU Laender ansonsten freie Buerger, keine Grenzen!


Weder pauschalisiere ich noch schwafle ich. Nimm einfach zur Kenntnis, dass der ehemalige Vorsitzende der größten Partei und Landeshauptmann Südtirols selbstverständlich davon ausgeht, dass sich die Südtiroler nicht als Italiener fühlen. Für eine Abspaltung von Rom spricht sich laut Umfragen eine Mehrheit aus, und dies entspricht auch dem Eindruck des aktuellen Landeshauptmannes Kompatscher.

Ob die Italiener Sloweniens oder Kroatiens nach Italien heimgeholt werden wollen, war hier nicht der Punkt, sondern die Tatsache, dass Italien ihnen Pässe angeboten hat.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon H2O » Mi 12. Sep 2018, 12:50

Julian hat geschrieben:(12 Sep 2018, 12:16)

Weder pauschalisiere ich noch schwafle ich. Nimm einfach zur Kenntnis, dass der ehemalige Vorsitzende der größten Partei und Landeshauptmann Südtirols selbstverständlich davon ausgeht, dass sich die Südtiroler nicht als Italiener fühlen. Für eine Abspaltung von Rom spricht sich laut Umfragen eine Mehrheit aus, und dies entspricht auch dem Eindruck des aktuellen Landeshauptmannes Kompatscher.

Ob die Italiener Sloweniens oder Kroatiens nach Italien heimgeholt werden wollen, war hier nicht der Punkt, sondern die Tatsache, dass Italien ihnen Pässe angeboten hat.


Was werden Sie denn tun, wenn einem zufällig an der politischen Macht befindlichen italienischen Chauvinisten einfällt, sämtliche Mitglieder der SVP nach Österreich aus zu weisen? Dann haben diese SVP-Leute ihren Willen, sind los von Italien und die Italiener müssen sich nie mehr damit befassen. Weinen Sie dann Krokodilstränen über die Bosheit dieser Welt, oder reifen wenigstens dann vernünftige Einsichten?

Natürlich geht das mit den Einsichten auch vorher... was ich wärmstens empfehle.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon Neandertaler » Mi 12. Sep 2018, 17:22

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2018, 13:50)

Was werden Sie denn tun, wenn einem zufällig an der politischen Macht befindlichen italienischen Chauvinisten einfällt, sämtliche Mitglieder der SVP nach Österreich aus zu weisen?

Ich habe da doch eine wesentlich höhere Meinung von denn Italienern als sie und halte dieses Szenario für völlig absurd.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon H2O » Mi 12. Sep 2018, 17:42

Neandertaler hat geschrieben:(12 Sep 2018, 18:22)

Ich habe da doch eine wesentlich höhere Meinung von denn Italienern als sie und halte dieses Szenario für völlig absurd.


Diese Meinung über Italiener könnte glatt meine sein! Bei den hier werkelnden Brandstiftern bin ich leider überhaupt nicht sicher. Manches hier erinnert an absurdes Theater.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon Julian » Mi 12. Sep 2018, 17:58

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2018, 13:50)

Was werden Sie denn tun, wenn einem zufällig an der politischen Macht befindlichen italienischen Chauvinisten einfällt, sämtliche Mitglieder der SVP nach Österreich aus zu weisen? Dann haben diese SVP-Leute ihren Willen, sind los von Italien und die Italiener müssen sich nie mehr damit befassen. Weinen Sie dann Krokodilstränen über die Bosheit dieser Welt, oder reifen wenigstens dann vernünftige Einsichten?

Natürlich geht das mit den Einsichten auch vorher... was ich wärmstens empfehle.


Dann wären doch die Italiener die Bösen, und nicht die SVP. Von daher sollten Sie ihre Kritik dann nicht an mich oder die Südtiroler, sondern die Italiener richten.

Das Szenario ist allerdings völlig unrealistisch. Denn die Italiener werden sich hüten, so etwas zu tun; sie wissen sehr genau, dass solch ein Vorgehen zu einem Volksaufstand in Südtirol führen würde.

Sie scheinen auch in Unkenntnis zu sein, wofür die Südtiroler Volkspartei (SVP) steht. Die SVP ist eine sehr moderate Partei, die über Jahrzehnte und bis vor wenigen Jahren über die absolute Mehrheit im Landtag verfügte. Sie ist eine Sammlungspartei, die konservative-agrarische und sozialdemokratische Strömungen umfasst und von daher kein Äquivalent in Deutschland oder Österreich hat.

Die SVP tritt für einen Ausbau der von ihr über Jahrzehnte ausgehandelten Autonomie ein, lehnt aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein schnelles Streben nach Sezession ab, auch aus Angst, das Erreichte wieder zu verlieren. Trotzdem sagt ein ehemaliger Landeshauptmann von der SVP, dass Südtiroler sich eben nicht als Italiener fühlen, und der aktuelle Landeshauptmann bejaht, dass es wohl eine Mehrheit für eine Abspaltung geben würde.

Andere Parteien sehen die Angelegenheit radikaler, so etwa die Freiheitlichen, eine Schwesterpartei zur FPÖ, und die Süd-Tiroler Freiheit, sowie auch die BürgerUnion. Sehr wahrscheinlich werden diese Parteien, die für ein Los von Rom eintreten, in den Landtagswahlen im Oktober weiter gestärkt.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 13. Sep 2018, 00:11

[quote="Julian"](12 Sep 2018, 12:16)

Weder pauschalisiere ich noch schwafle ich. Nimm einfach zur Kenntnis, dass der ehemalige Vorsitzende der größten Partei und Landeshauptmann Südtirols selbstverständlich davon ausgeht, dass sich die Südtiroler nicht als Italiener fühlen. /quote]

Ein ehemaliger Vorsitzender der behauptet das sich Sued Tiroler selbstverstaendlich nicht als Italiener fuehlen. :D :D :D Das Wort eines Mannes fuer die ganze Volksgruppe. Und an diesen Worten eines Einzelnen baust du deine ganze Argumentation auf. Aber lassen wir das mal in den Raum gestellt. Hat dein ehlmaliger Sprecher auch irgendwann behauptet das sich die lustigen Tiroler als Oesterreicher fuehlen??? Denke nein! Wien ist noch weiter entfernt als Rom.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon Julian » Do 13. Sep 2018, 00:17

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Sep 2018, 01:11)



Durnwalder ist nicht irgendwer, sondern war 25 Jahre lang Landeshauptmann. Wahrscheinlich wissen Sie nicht einmal, was das ist - so wenig Ahnung scheinen Sie von Südtirol zu haben.

Außerdem scheint Ihnen entgangen zu sein, dass ich auch eine Umfrage erwähnt habe, in der eine Mehrheit los von Rom möchte.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 13. Sep 2018, 00:34

Julian hat geschrieben:(13 Sep 2018, 01:17)

Durnwalder ist nicht irgendwer, sondern war 25 Jahre lang Landeshauptmann.

War. Was sagt denn der aktuelle Chef zu deinen Heim-ins-Reich-Ideen?

Arno Kompatscher Landeshauptmann Südtirol
"Europa war für uns immer Chance, Vision und Hoffnung gleichzeitig. Die Überwindung der Grenzen ist für uns wie eine Befreiung gewesen und deshalb sind die Südtiroler überzeugte Europäer, und wenn man jetzt beobachtet, dass man wieder zurückfällt in nationalstaatliches Denken, dann muss man einfach daran erinnern: Für Südtirol war das im Ersten und Zweiten Weltkrieg die Katastrophe. Wir glauben fest daran, dass es ein Europa der Regionen braucht, wo Südtirol eine Brücke zwischen dem Norden und dem Süden Europas sein kann, eine Art Kulturvermittler."

https://www.br.de/nachricht/umstrittene ... r-100.html

Das Ganze ist vor allem vor dem Hintergrund der Landtagswahlen 2018 zu sehen, nicht wahr?
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 13. Sep 2018, 05:23

Julian hat geschrieben:(13 Sep 2018, 01:17)

Durnwalder ist nicht irgendwer, sondern war 25 Jahre lang Landeshauptmann. Wahrscheinlich wissen Sie nicht einmal, was das ist - so wenig Ahnung scheinen Sie von Südtirol zu haben.

Außerdem scheint Ihnen entgangen zu sein, dass ich auch eine Umfrage erwähnt habe, in der eine Mehrheit los von Rom möchte.


Betonung liegt auf war, also past tense!

Muss man den kennen? :rolleyes: Was was ist???? Der Landeshauptmann also wenn schon dann "wer das ist" .

Ja Julianchen du hast eine Umfrage erwaehnt. Wie immer kein Link.

Und nirgendwo war und ist von einem Anschluss an Oesterreich die Rede.
Zuletzt geändert von TheManFromDownUnder am Do 13. Sep 2018, 05:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 13. Sep 2018, 05:26

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(13 Sep 2018, 01:34)

War. Was sagt denn der aktuelle Chef zu deinen Heim-ins-Reich-Ideen?

Arno Kompatscher Landeshauptmann Südtirol

Europa war für uns immer Chance, Vision und Hoffnung gleichzeitig. Die Überwindung der Grenzen ist für uns wie eine Befreiung gewesen und deshalb sind die Südtiroler überzeugte Europäer, und wenn man jetzt beobachtet, dass man wieder zurückfällt in nationalstaatliches Denken, dann muss man einfach daran erinnern: Für Südtirol war das im Ersten und Zweiten Weltkrieg die Katastrophe. Wir glauben fest daran, dass es ein Europa der Regionen braucht, wo Südtirol eine Brücke zwischen dem Norden und dem Süden Europas sein kann, eine Art Kulturvermittler."

Das Ganze ist vor allem vor dem Hintergrund der Landtagswahlen 2018 zu sehen, nicht wahr?


Das ist dem Julian nicht "voelkisch" genug und nicht "anti-europaeisch" genug
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon Julian » Do 13. Sep 2018, 07:07

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Sep 2018, 06:23)

Betonung liegt auf war, also past tense!

Muss man den kennen? :rolleyes: Was was ist???? Der Landeshauptmann also wenn schon dann "wer das ist" .

Ja Julianchen du hast eine Umfrage erwaehnt. Wie immer kein Link.

Und nirgendwo war und ist von einem Anschluss an Oesterreich die Rede.


Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(13 Sep 2018, 01:34)

War. Was sagt denn der aktuelle Chef zu deinen Heim-ins-Reich-Ideen?

Arno Kompatscher Landeshauptmann Südtirol

https://www.br.de/nachricht/umstrittene ... r-100.html

Das Ganze ist vor allem vor dem Hintergrund der Landtagswahlen 2018 zu sehen, nicht wahr?


Habe ich alles bereits geschrieben - ihr müsstet eben meine Beiträge auch lesen. Sowohl zu Kompatscher als auch der Umfrage werdet ihr etwas finden.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon H2O » Do 13. Sep 2018, 07:33

Julian hat geschrieben:(12 Sep 2018, 18:58)

...

Das Szenario ist allerdings völlig unrealistisch. Denn die Italiener werden sich hüten, so etwas zu tun; sie wissen sehr genau, dass solch ein Vorgehen zu einem Volksaufstand in Südtirol führen würde.

...


Natürlich werden die Italiener vernünftig sein. Aber Spitze auf Knopf brennen auch dort die Sicherungen durch, und man wird sich an die Benesch-Dekrete erinnern und sie seinerseits anwenden. Und dann findet der Volksaufstand eben in Östereich statt, nicht mehr in Südtirol.

Gut, daß die Süd-Tiroler ganz offenbar eher europäisch als national geprägt sind. Das macht Hoffnung auch für Italien, wo derzeit dem nationalen Wahnsinn eine Chance eingeräumt wurde.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon Europa2050 » Do 13. Sep 2018, 07:48

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2018, 08:33)

Natürlich werden die Italiener vernünftig sein. Aber Spitze auf Knopf brennen auch dort die Sicherungen durch, und man wird sich an die Benesch-Dekrete erinnern und sie seinerseits anwenden. Und dann findet der Volksaufstand eben in Östereich statt, nicht mehr in Südtirol.

Gut, daß die Süd-Tiroler ganz offenbar eher europäisch als national geprägt sind. Das macht Hoffnung auch für Italien, wo derzeit dem nationalen Wahnsinn eine Chance eingeräumt wurde.


Für die Südtiroler ist Europa und die EU die einzige Lösung ihrer Situation, nachdem König Viktor Emanuel III, Mussolini, Dollfuss/Schuschnigg und Hitler sie verraten hatten und die Nachkriegsregierungen Italiens und Österreichs Ihnen auch nicht helfen könnten/wollten.

Mehr als (fast) alle anderen Regionen Europas verdanken die Südtiroler Frieden, Ausgleich und Wohlstand der europäischen Einigung und diejenigen, die ich persönlich kenne, wissen das auch zu schätzen.
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stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon H2O » Do 13. Sep 2018, 08:01

Europa2050 hat geschrieben:(13 Sep 2018, 08:48)

Für die Südtiroler ist Europa und die EU die einzige Lösung ihrer Situation, nachdem König Viktor Emanuel III, Mussolini, Dollfuss/Schuschnigg und Hitler sie verraten hatten und die Nachkriegsregierungen Italiens und Österreichs Ihnen auch nicht helfen könnten/wollten.

Mehr als (fast) alle anderen Regionen Europas verdanken die Südtiroler Frieden, Ausgleich und Wohlstand der europäischen Einigung und diejenigen, die ich persönlich kenne, wissen das auch zu schätzen.


Letzteres glaube ich unbesehen; die müssten ja vom Wahnsinn umfächelt sein, ihre heutige Lage nicht wert zu schätzen!

Sich angesichts der Vertreibungen der allermeisten Abkömmlinge deutscher Stämme aus Ost- und Mitteleuropa wieder ohne erkennbare Bedrückung wieder mit solchen Stänkereien zu befassen... da haben einige Leute wohl einen Riesenjoint geraucht!
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon Julian » Do 13. Sep 2018, 17:51

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2018, 09:01)

Letzteres glaube ich unbesehen; die müssten ja vom Wahnsinn umfächelt sein, ihre heutige Lage nicht wert zu schätzen!

Sich angesichts der Vertreibungen der allermeisten Abkömmlinge deutscher Stämme aus Ost- und Mitteleuropa wieder ohne erkennbare Bedrückung wieder mit solchen Stänkereien zu befassen... da haben einige Leute wohl einen Riesenjoint geraucht!


Was haben Sie denn immer mit den Vertreibungen? Sie meinen, deutschsprachige Minderheiten müssten grundsätzlich klein beigeben, weil sie quasi vogelfrei sind und jederzeit vertrieben werden könnten?

Wenden Sie diese Denkfigur auch auf andere, nicht-deutsche Minderheiten an?
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon H2O » Fr 14. Sep 2018, 07:45

Julian hat geschrieben:(13 Sep 2018, 18:51)

Was haben Sie denn immer mit den Vertreibungen? Sie meinen, deutschsprachige Minderheiten müssten grundsätzlich klein beigeben, weil sie quasi vogelfrei sind und jederzeit vertrieben werden könnten?

Wenden Sie diese Denkfigur auch auf andere, nicht-deutsche Minderheiten an?



Aber ja; wer sich in unserer freiheitlich demokratischen Gemeinschaft nicht wohl fühlt, dem steht doch die Wahl einer besseren Gemeinschaft offen. Chauvinisten würden diese Leute am liebsten vertreiben; das schätzen Sie schon ganz richtig ein. Ein solcher Schuß geht gelegentlich nach hinten los, wie wir Deutschen zuletzt noch erfahren haben. Ich werde durch solche Erfahrungen klüger; andere brauchen eben weitere Erfahrungen dieser Art.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon Julian » Fr 14. Sep 2018, 07:55

H2O hat geschrieben:(14 Sep 2018, 08:45)

Aber ja; wer sich in unserer freiheitlich demokratischen Gemeinschaft nicht wohl fühlt, dem steht doch die Wahl einer besseren Gemeinschaft offen. Chauvinisten würden diese Leute am liebsten vertreiben; das schätzen Sie schon ganz richtig ein. Ein solcher Schuß geht gelegentlich nach hinten los, wie wir Deutschen zuletzt noch erfahren haben. Ich werde durch solche Erfahrungen klüger; andere brauchen eben weitere Erfahrungen dieser Art.


Zu Ihrer Information: Deutschland und Italien waren Verbündete im Zweiten Weltkrieg. Italien hat auch eine aggressive Kriegspolitik geführt; die Abenteuer auf dem Balkan und in Griechenland gehen im wesentlichen auf ihre Kosten.

Wenn Italien also ein Opfer des Zweiten Weltkrieges war, dann war es Österreich ebenso; von daher habe ich nie verstanden, warum man die Südtirol-Sache nicht nach dem Zweiten Weltkrieg bereinigt hat. Pläne dazu gab es ja, und Italien hat ja auch andere Gebiete an Jugoslawien abgetreten.

Vertreibungen, wie Sie Ihnen vorschweben, gab es nach dem Zweiten Weltkrieg in großem Ausmaß eigentlich nur in Osteuropa und Ostmitteleuropa, nicht in Westeuropa. Auch die Elsässer wurden ja nicht vertrieben, sondern nur gezwungen, sich zu assimilieren und ihr Deutschtum ein für allemal abzulegen.

Bei einem Anschluss an Österreich würden selbstverständlich die in Südtirol lebenden Italiener nicht vertrieben und würden weiterhin bestimmte Sprachrechte genießen. Nur würden dann die nach Südtirol kommenden Ausländer denken: Wir sind in Österreich! statt Siamo in Italia! und würden sich in die deutsche Sprachgemeinschaft integrieren.
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Re: Doppelpass für deutschsprachige Italiener

Beitragvon H2O » Fr 14. Sep 2018, 09:04

Julian hat geschrieben:(14 Sep 2018, 08:55)

Zu Ihrer Information: Deutschland und Italien waren Verbündete im Zweiten Weltkrieg. Italien hat auch eine aggressive Kriegspolitik geführt; die Abenteuer auf dem Balkan und in Griechenland gehen im wesentlichen auf ihre Kosten.

Wenn Italien also ein Opfer des Zweiten Weltkrieges war, dann war es Österreich ebenso; von daher habe ich nie verstanden, warum man die Südtirol-Sache nicht nach dem Zweiten Weltkrieg bereinigt hat. Pläne dazu gab es ja, und Italien hat ja auch andere Gebiete an Jugoslawien abgetreten.

Vertreibungen, wie Sie Ihnen vorschweben, gab es nach dem Zweiten Weltkrieg in großem Ausmaß eigentlich nur in Osteuropa und Ostmitteleuropa, nicht in Westeuropa. Auch die Elsässer wurden ja nicht vertrieben, sondern nur gezwungen, sich zu assimilieren und ihr Deutschtum ein für allemal abzulegen.

Bei einem Anschluss an Österreich würden selbstverständlich die in Südtirol lebenden Italiener nicht vertrieben und würden weiterhin bestimmte Sprachrechte genießen. Nur würden dann die nach Südtirol kommenden Ausländer denken: Wir sind in Österreich! statt Siamo in Italia! und würden sich in die deutsche Sprachgemeinschaft integrieren.


Es ist wahr, daß nach dem 1. Weltkrieg noch ein Rest alter europäischer Kultur verblieben war. Nach dem 2. Weltkrieg war diese alte Kultur ausgelöscht. Italien hat sich aber noch dran erinnert. Kann sein, daß sich diese europäische Haltung jetzt ändert. Sie könnten einen entscheidenden Beitrag dazu leisten.

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