Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

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JJazzGold
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Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon JJazzGold » Mi 18. Jul 2018, 18:18

......wenn sie koscheres Fleisch kaufen wollen.

Ein Versuch, das Ansinnen der FPÖ bereits im Thread Titel möglichst emotionslos darzustellen. Nicht, dass ich bei diesem Ansinnen emotionslos bliebe. Was exakt geplant ist, ist im nachfolgenden Artikel zu lesen.



https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... ?cap=swipe

Die neutralste Frage, die mir dazu einfällt lautet, wie weit darf Tierschutz gehen?

Daran schließt sich aber gleich die Frage, werden als nächstes Muslime gezwungen, sich als solche auszuweisen, da sie ebenfalls rituell geschlachtetes Fleisch bevorzugen.

Drittens, kann das als Aushebelung des Datenschutzes betrachtet werden?

Tu infelix austria.....

Zuletzt geändert von JJazzGold am Mi 18. Jul 2018, 18:54, insgesamt 1-mal geändert.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Tom Bombadil
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 18. Jul 2018, 18:28

Da bleibt einem die Spucke weg.
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Quatschki
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Quatschki » Mi 18. Jul 2018, 18:28

Der Gleichheitsgrundsatz gebietet die gleichberechtigte Schikanierung aller Gläubigen!
Zum Beispiel sollten die Sikh einen Antrag stellen müssen, wenn sie mit Turban statt Helm Fahrrad fahren wollen
Es ist Deutscvhland hier!
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Vongole
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Vongole » Mi 18. Jul 2018, 19:02

Der deftige Wiener Fluch, der mir dabei einfällt, blieb mir grad im Hals stecken. :dead:
JFK
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon JFK » Mi 18. Jul 2018, 19:04

Quatschki hat geschrieben:(18 Jul 2018, 19:28)

Der Gleichheitsgrundsatz gebietet die gleichberechtigte Schikanierung aller Gläubigen!


Dann bin ich eben kein Gläubiger und hab Bock und die Kohle für Koscheres essen.

Und nu?

Mein Gott!!! Die Leute kaufen sich getrage Unterwäsche und sonstiges und kein schwein schert sicj, aber wenn jemand vermeindlich ins jenseits investiert, ist der Voyurismus unerträglich.
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Ebiker » Mi 18. Jul 2018, 19:06

Quatschki hat geschrieben:(18 Jul 2018, 19:28)

Der Gleichheitsgrundsatz gebietet die gleichberechtigte Schikanierung aller Gläubigen!
Zum Beispiel sollten die Sikh einen Antrag stellen müssen, wenn sie mit Turban statt Helm Fahrrad fahren wollen


so lange es keine Helmpflicht gibt ist das völlig egal. Aber es gibt ein Tierschutzgesetz und danach ist zumindest in D das Schächten von Tieren verboten. Warum für welche Religion auch immer da Ausnahmen gemacht werden ist mir völlig unverständlich.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Skeptiker » Mi 18. Jul 2018, 19:07

Die FPÖ nutzt hier den positiven Rassismus der ursprünglichen Initiative um daraus das nach außen hin zu machen was es auch ist, nämlich schlicht Rassismus.

Das Grundproblem ist, wenn man Rechtsgüter gegeneinander abwägt und unterschiedliche Gruppen von Menschen mit unterschiedlichen Rechten ausstattet.

Schächten ist eigentlich Tierquälerei. Dem gegenüber stehen religiöse Gewohnheiten, die man auch nicht beschneiden möchte. Also schafft man ein Recht "nur für Juden". Damit öffnet man die Büchse der Pandora. Das ist der Einstieg in unterschiedliche Rechtssysteme auf gleichem Grund und Boden. Für mich vollkommen inakzeptabel.

Alle Menschen müssen den selben Gesetzen unterworfen werden und diese dürfen keinerlei rassistischen Unterschiede machen (wozu ja, wie ich gelernt habe, auch religiöse Merkmale gehören).

Wenn man das Schächten also einschränken möchte, dann verbietet man es, oder man läßt nurnoch Kontingente zu. Wenn dann jemand aus einer religösen Minderheit geschächtetes Fleisch möchte, dann kann er es erwerben wie jeder andere auch. Der Grund warum man es erwerben möchte spielt keine Rolle.
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Milady de Winter » Mi 18. Jul 2018, 19:15

Verstehe ich nicht. Wie viele nichtjüdische Mitbürger kaufen denn tatsächlich koscheres Fleisch? Das dürfte sich in Grenzen halten, daher verstehe ich nicht, was ein Ausweisen bringen soll. Entweder es geht wirklich um Tierschutz, dann muss das Schächten generell verboten werden, ausnahmslos, oder hier wird aus mir unerfindlichen Gründen eine sehr seltsame Sau durchs Dorf getrieben.
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon JFK » Mi 18. Jul 2018, 19:15

Ebiker hat geschrieben:(18 Jul 2018, 20:06)

so lange es keine Helmpflicht gibt ist das völlig egal. Aber es gibt ein Tierschutzgesetz und danach ist zumindest in D das Schächten von Tieren verboten. Warum für welche Religion auch immer da Ausnahmen gemacht werden ist mir völlig unverständlich.


Woanders ist dieser Tierschutz irrelevant, in indien ist das Schlachten von Rind auch verboten, und es interessiert uns hier auch nicht, wir nehmen ihren Gottheiten jegliche würde in der Aufzucht und Schlachten die sie sogar als Kinder (Jungbullen)

Jetzt könnten wir natürlich den geschächteten Vieh importierten auf Länder die Moralisch Flexibler sind in diesem Bereich, da wir aber sowieso 6,5mio Tonnen ausschaffen, wird der Atem der Tierschützer nicht mal im Entferntesten in die Wirtschaftslobby schaffen.

Und daher wird dieser sektor der Rassismusindustrie auch nicht in Politisches Kleingeld umgemünzt werden.
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 18. Jul 2018, 19:21

JJazzGold hat geschrieben:(18 Jul 2018, 19:18)

......wenn sie koscheres Fleisch kaufen wollen.

Ein Versuch, das Ansinnen der FPÖ bereits im Thread Titel möglichst emotionslos darzustellen. Nicht, dass ich bei diesem Ansinnen emotionslos bliebe. Was exakt geplant ist, ist im nachfolgenden Artikel zu lesen.



https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... ?cap=swipe

Die neutralste Frage, die mir dazu einfällt lautet, wie weit darf Tierschutz gehen?

Daran schließt sich aber gleich die Frage, werden als nächstes Muslime gezwungen, sich als solche auszuweisen, da sie ebenfalls rituell geschlachtetes Fleisch bevorzugen.

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Klingt nach reiner Schikane. Ich habe noch nicht ganz begriffen, wie man sich rechtssicher als Jude ausweist, aber es klingt ungut. Dem Tierschutz hilft das auch nicht, allenfalls wird wer genervt vegetarisch.
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Skeptiker » Mi 18. Jul 2018, 19:25

Milady de Winter hat geschrieben:(18 Jul 2018, 20:15)

Verstehe ich nicht. Wie viele nichtjüdische Mitbürger kaufen denn tatsächlich koscheres Fleisch? Das dürfte sich in Grenzen halten, daher verstehe ich nicht, was ein Ausweisen bringen soll. Entweder es geht wirklich um Tierschutz, dann muss das Schächten generell verboten werden, ausnahmslos, oder hier wird aus mir unerfindlichen Gründen eine sehr seltsame Sau durchs Dorf getrieben.

Es ist die Sau die durch den Ort getrieben werden soll.

Der FPÖ ist natürlich klar, dass das weder sinnvoll noch durchsetzbar ist. Indem aber die Absicht einer rassistischen Unterscheidung zur Ungleichbehandlung derartig in die Öffentlichkeit gerückt wird, wird die Problematik diskutiert wieso es unterschiedliche Regeln für bestimmte Leute geben soll. Nach der Empöhrung über die Registrierungspflicht, bleibt dann die Frage offen wieso überhaupt unterschiedliche Rechte gelten sollen.

Wie die Reaktionen hier im Forum zeigen geht das ja auch voll auf. Hätte man nicht die Öffentlichkeit bekommen, hätte man bestimmt Armbinden oder ähnliches vorgeschagen...
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon KarlRanseier » Mi 18. Jul 2018, 19:32

JJazzGold hat geschrieben:(18 Jul 2018, 19:18)

......wenn sie koscheres Fleisch kaufen wollen.

Ein Versuch, das Ansinnen der FPÖ bereits im Thread Titel möglichst emotionslos darzustellen. Nicht, dass ich bei diesem Ansinnen emotionslos bliebe. Was exakt geplant ist, ist im nachfolgenden Artikel zu lesen.



https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... ?cap=swipe

Die neutralste Frage, die mir dazu einfällt lautet, wie weit darf Tierschutz gehen?

Daran schließt sich aber gleich die Frage, werden als nächstes Muslime gezwungen, sich als solche auszuweisen, da sie ebenfalls rituell geschlachtetes Fleisch bevorzugen.

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Das halte ich für eine Ente, soetwas gibt es nicht.

Wenn's der Gauland gefordert hätte, würde ich es glauben. Der würde aber sofort danach zurückrudern, abstreiten und später verkünden, dass sich in Deutschland alle Menschen jederzeit ausweisen können müssen, nicht nur Juden, dass er sich sowieso an gar nichts mehr erinnern könne und ihm die "Lügenpresse" die Worte in den Mund gelegt habe und das er doch gar nicht wisse, was ein Jude überhaupt ist...
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Haegar » Mi 18. Jul 2018, 19:39

Wie immer werden die Grenzen der Humanität durch Worte in den Abgrund ausgedehnt. :mad2:
War ja nicht so gemeint...
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Humelix33 » Mi 18. Jul 2018, 19:42

Die Forderung ist auch praktisch Blödsinn, da lediglich religiöse Menschen an der Schlachtart Interesse haben, von daher wäre die Ausweispflicht auch so Blödsinn, weil sich auch nur der Kreis dieses Fleisch beschaffen wird. Vor allem wird Dönerfleisch sicher auch von geschächtetem Kalb kommen.

Man kann natürlich das Schächten ansich kritisieren, dann müsste man das aber generell verbieten, wenn es dafür Mehrheiten geben sollte, und in Österreich machbar ist.
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Cat with a whip
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Cat with a whip » Mi 18. Jul 2018, 20:03

Ich habs schon immer befürchtet, dass die FPÖ Erfinder des Tierschutzes ist.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Julian
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Julian » Mi 18. Jul 2018, 20:31

JJazzGold hat geschrieben:(18 Jul 2018, 19:18)

......wenn sie koscheres Fleisch kaufen wollen.

Ein Versuch, das Ansinnen der FPÖ bereits im Thread Titel möglichst emotionslos darzustellen. Nicht, dass ich bei diesem Ansinnen emotionslos bliebe. Was exakt geplant ist, ist im nachfolgenden Artikel zu lesen.



https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... ?cap=swipe

Die neutralste Frage, die mir dazu einfällt lautet, wie weit darf Tierschutz gehen?

Daran schließt sich aber gleich die Frage, werden als nächstes Muslime gezwungen, sich als solche auszuweisen, da sie ebenfalls rituell geschlachtetes Fleisch bevorzugen.

Drittens, kann das als Aushebelung des Datenschutzes betrachtet werden?

Tu infelix austria.....



Ich bitte doch darum, beim nächsten Mal genauer zu recherchieren. Man kann die Sache sicher so oder anders sehen, oder von mir aus auch empört sein - aber man muss zunächst einmal völlig emotionslos die Fakten darstellen.

Die politische, auch gerichtlich gestützte Vorgabe in Österreich ist, dass Schächten grundsätzlich verboten ist, und zwar aus Tierschutzgründen. Erlaubt ist es nur bei zwingendem religiösen Bedarf. Und dieser Bedarf muss persönlich nachgewiesen werden. Natürlich betrifft das sowohl strenggläubige Juden als auch Muslime. Quantitativ dürften muslimische Schächtungen im Vordergrund stehen, nicht jüdische.

Dem FPÖ-Minister geht es offenbar nicht zuletzt darum, dass er den Export geschächteten Fleisches aus Niederösterreich nach Wien verhindern will. Es soll in Niederösterreich nur so viel geschächtet werden, wie es dem Bedarf in diesem Bundesland entspricht.

Die Vorlage zu dem Erlass stammt von einem SPÖ-Minister der niederösterreichischen Landesregierung. Man kann das alles nachlesen, so man denn will.

Waldhäusl betonte am Donnerstag, dass er umsetze, was unter seinem SPÖ-Vorgänger Maurice Androsch begonnen wurde. Das Informationsschreiben unter "Betrifft: § 32 Tierschutzgesetz; Schlachten ohne Betäubung vor dem Blutentzug (Rituelle Schlachtung)" erging am 20. September 2017 an alle Bezirkshauptmannschaften und die Magistrate der Statutarstädte. Schächten ist laut Tierschutzgesetz nur unter bestimmten Auflagen erlaubt. Androsch hatte im September 2017 in einem Informationsschreiben über Rituelle Schlachtungen - damit ist Schlachten ohne Betäubung vor dem Blutentzug gemeint - festgehalten, dass die Prüfung zwingender religiöser Gründe immer auf den Einzelfall und eine konkrete Person bezogen erfolgen müsse. In dem auch dem KURIER vorliegenden Schreiben heißt es u.a. wörtlich: "Die 'zwingenden religiösen Gründe' haben daher immer eine maßgebliche persönliche Komponente, die bloße Religionszugehörigkeit genügt nicht den Bewilligungsvoraussetzungen."

Und weiter: "Als Bewilligungswerber kommen ausschließlich: Einzelpersonen, welche für sich das Vorliegen zwingender religiöser Ge- und Verbote geltend machen in Betracht." Die Zugehörigkeit zu einer anerkannten Religionsgemeinschaft könnte in der Praxis folgendermaßen dargelegt werden: "Auszüge aus einem Mitgliederverzeichnis, Vorlage eines Meldezettels, auf welchem das Religionsbekenntnis enthalten ist, diverse Dokumente, aus denen die Religionszugehörigkeit zweifelsfrei hervorgeht, etc.", wird aufgelistet.

"Zu beachten ist allerdings, dass teilweise nur wenig außenwirksame/förmliche Akte erforderlich sind, um einer Glaubensgemeinschaft beizutreten. Eine bloße Berufung auf die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft wird jedenfalls nicht ausreichend sein", heißt es außerdem.

https://kurier.at/politik/inland/einsch ... /400068170

Ich bin mir selbst nicht sicher, ob das korrekt und sachkundig durchgeführte Schächten wirklich mehr Leiden verursacht als sonstige Vorgehensweise in mitteleuropäischen Schlachthöfen. Von daher würde ich mir eine ganz objektive, wissenschaftliche Untersuchung wünschen, um zunächst einmal festzustellen, ob das Schächten überhaupt ein signifikantes Problem für den Tierschutz darstellt.

Ein anderer Aspekt ist, dass Tierversuche in der Wissenschaft inzwischen maximal reguliert sind, inklusive langer Anträge, Ethikkommissionen, behördlich durchgeführten Kontrollen bis hin zur strafrechtlichen Verfolgung. Aus dieser Sicht ist es unverständlich, warum in der Tierhaltung plötzlich alles anders sein soll, leiden die Tiere dort doch oft nicht weniger als in der Wissenschaft.

Und dass bei Religionen Ausnahmen gemacht werden, mag mancher begrüßen, ein anderer mag aber die Frage stellen, warum hier Sonderrechte eingeräumt werden sollen. Überhaupt müssten einem logisch denkenden, aufgeklärten Menschen die ganzen religiösen Speisevorschriften ohnehin als abergläubischer Unsinn erscheinen.

Man sollte der FPÖ also nicht immer in etwas eindimensionaler Weise Böswilligkeit unterstellen, auch wenn es - unter Verschweigen oder Falschdarstellung gewisser Begleitumstände - propagandistisch sicher ein Volltreffer ist.

Übrigens ist das Schächten in den Niederlanden oder in Dänemark ganz verboten. Seltsam, dass gar keine Empörung darüber herrscht.
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Julian » Mi 18. Jul 2018, 20:38

Humelix33 hat geschrieben:(18 Jul 2018, 20:42)

Die Forderung ist auch praktisch Blödsinn, da lediglich religiöse Menschen an der Schlachtart Interesse haben, von daher wäre die Ausweispflicht auch so Blödsinn, weil sich auch nur der Kreis dieses Fleisch beschaffen wird. Vor allem wird Dönerfleisch sicher auch von geschächtetem Kalb kommen.

Man kann natürlich das Schächten ansich kritisieren, dann müsste man das aber generell verbieten, wenn es dafür Mehrheiten geben sollte, und in Österreich machbar ist.


Hab ich schon gesagt, dass ich liebend gerne Döner esse, und dass da immer Halal an den Dönerbuden steht? Und nein, ich bin kein Moslem. Tierschutzrechtler könnten nun sagen, dass die Halal-Schlachtung für Julian unnötig sei; das Leiden des Tieres sei nicht gerechtfertigt, weil bei mir keine zwingenden religiösen Gründe dafür vorliegen. (Ganz abgesehen davon, dass mir der Döner nicht schlechter schmecken würde, wäre er nicht Halal.)

So falsch finde ich die Argumentation nicht, wenn man davon ausgeht, dass Schächten für ein Tier Leiden verursacht. Allerdings bin ich mir nicht klar darüber, ob das Schächten wirklich mehr Leiden verursacht als die übliche Vorgehensweise im Schlachthof.
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Cat with a whip » Mi 18. Jul 2018, 20:40

Also ich hätte da einen tollen Vorschlag fürs Tierwohl.

- Alle österreichischen Wähler müssen sich registrieren lassen
- Wähler der Parteien ausser der FPÖ bekommen in den Märkten und beim Fleischer gegen vorzeigen ihrer Wählerkarte Fleischprodukte
- Wähler der Tierschutzpartei FPÖ benötigen kein Fleisch weil ihnen das Tierwohl am Herzen liegt.
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 18. Jul 2018, 20:43

Skeptiker hat geschrieben:(18 Jul 2018, 20:25)

Es ist die Sau die durch den Ort getrieben werden soll.

Der FPÖ ist natürlich klar, dass das weder sinnvoll noch durchsetzbar ist. Indem aber die Absicht einer rassistischen Unterscheidung zur Ungleichbehandlung derartig in die Öffentlichkeit gerückt wird, wird die Problematik diskutiert wieso es unterschiedliche Regeln für bestimmte Leute geben soll. Nach der Empöhrung über die Registrierungspflicht, bleibt dann die Frage offen wieso überhaupt unterschiedliche Rechte gelten sollen.

Wie die Reaktionen hier im Forum zeigen geht das ja auch voll auf. Hätte man nicht die Öffentlichkeit bekommen, hätte man bestimmt Armbinden oder ähnliches vorgeschagen...

Die FPÖ will einfach schauen, ob man bald den Stern vorschlagen kann. Kurz schlucken, dann weitermachen.
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Re: Österreich-Juden sollen sich ausweisen....

Beitragvon Misterfritz » Mi 18. Jul 2018, 20:46

Ebiker hat geschrieben:(18 Jul 2018, 20:06)

so lange es keine Helmpflicht gibt ist das völlig egal. Aber es gibt ein Tierschutzgesetz und danach ist zumindest in D das Schächten von Tieren verboten. Warum für welche Religion auch immer da Ausnahmen gemacht werden ist mir völlig unverständlich.
Das Schächten an sich ist nicht verboten. Die Tiere müssen nur vorher betäubt werden.

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