Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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relativ
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 14. Aug 2018, 13:11

ThorsHamar hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:03)

Es kann gar keine "Flüchtlingspolitik" geben, weil die Problematik eben so gut wie nichts mit "FLÜCHTLINGEN" zu tun hat!!!
Genau deshalb gibt es die Diskrepanzen in Europa.

Es kommen Menschen nach Europa. Wie du sie nennen willst ist unerheblich und kümmert diese Menschen nicht, sie kommen trotzdem.
Der Streit um Begriffe und ihrer Einschätzung legal/illegal bringt uns nicht ein Stückchen näher zu einer Lösung, die Kurz, Mittel und Langfristig sein muss.Es wäre mal schön, wenn dies die entscheidenen Leute endlich begreifen würden.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 14. Aug 2018, 13:18

ThorsHamar hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:09)

Ja, so ist das, wenn man sich in die Hände von Erpressern begibt.
Welche Erpresser?


Die beteiligten Menschen tun mir leid, die Migranten natürlich auch, aber hauptsächlich die Seeleute, die Entscheidungsträger, die an den Grenzen ( auch bildlich ) sitzen und über Schicksale entscheiden müssen.

Warum tun sie dir leid, die entscheiden doch nicht ob die Flüchtlinge anlanden dürfen. Als Helfer wäre ich aber sehr wohl auch frustiert. Ein Flüchtling der es bis auf Mittelmeer geschafft hat, denkt wohl eher nur in Überlebensetappen und erstmal ist er auf einen sicheren Boot.
Seeleute werden erpresst, die Gesetze der Seefahrt bei Schiffbrüchigen zu benutzen, um Kriminellen ihre Taten zu ermöglichen ....
Welche Seeleute werden erpresst? Nunja die markgesetze gelten nun leider auch für Schlepper und anderes kriminelles Kruppzeug.
Das ist zum Kotzen ....
Zum kotzen ist, daß die EU noch immer keinen Schritt weiter gekommen ist mit einem gemeinsames Konzept und die Uhr tickt.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon jack000 » Di 14. Aug 2018, 13:20

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:11)

Es kommen Menschen nach Europa. Wie du sie nennen willst ist unerheblich und kümmert diese Menschen nicht, sie kommen trotzdem.
Der Streit um Begriffe und ihrer Einschätzung legal/illegal bringt uns nicht ein Stückchen näher zu einer Lösung, die Kurz, Mittel und Langfristig sein muss.Es wäre mal schön, wenn dies die entscheidenen Leute endlich begreifen würden.

Wie könnte denn eine Lösung aussehen?
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon jack000 » Di 14. Aug 2018, 13:28

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2018, 13:55)

Das beliebte politische "Reise nach Jerusalem" Spiel. Man könnte nur noch kotzen

Das wäre alles überhaupt nicht notwendig, wenn die vor z.B. der libyschen Küste nur von den libyschen Küstewache diejenigen an die libysche Küste zurückbringt die gehofft haben, dass eine NGO sie nach Europa bringt. Das Märchen von "In Seenot gerieten" und "Vor dem Ertrinken gerettet" ist so ziemlich ausgelutscht und glaubt kein Mensch mehr.
=> Keine NGOs => keine Ertrinkenden mehr => keine Leute die einen Hafen suchen müssen ...
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Di 14. Aug 2018, 13:29

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:11)

Es kommen Menschen nach Europa. Wie du sie nennen willst ist unerheblich und kümmert diese Menschen nicht, sie kommen trotzdem.


Moment mal, bitte:
Es ist ein gravierender Unterschied, ob man Menschen in akuten Notsituationen, also z.B. Flüchtlingen, hilft, durch Schutz und Asyl, oder ab man irgendwelchen Leuten ihren Lebenstraum erfüllen soll!

Der Streit um Begriffe und ihrer Einschätzung legal/illegal bringt uns nicht ein Stückchen näher zu einer Lösung, die Kurz, Mittel und Langfristig sein muss.


Es geht nicht um "legal/illegal", sondern um die Feststellung einer unverschuldete Notlage ( Flüchtling/Asylrecht) oder um Lebensplanung zur ökonomischen Verbesserung.
Das ist ebenso "legal", impliziert aber eine ganz eigene Mit-Verantwortung für die eigene Lage und somit keinen generellen Anspruch auf Hilfe!

Es wäre mal schön, wenn dies die entscheidenen Leute endlich begreifen würden.


Ja, das ist die Grundvoraussetzung.
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Di 14. Aug 2018, 13:33

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:18)

Warum tun sie dir leid, die entscheiden doch nicht ob die Flüchtlinge anlanden dürfen. Als Helfer wäre ich aber sehr wohl auch frustiert. Ein Flüchtling der es bis auf Mittelmeer geschafft hat, denkt wohl eher nur in Überlebensetappen und erstmal ist er auf einen sicheren Boot.
Welche Seeleute werden erpresst? Nunja die markgesetze gelten nun leider auch für Schlepper und anderes kriminelles Kruppzeug.
Zum kotzen ist, daß die EU noch immer keinen Schritt weiter gekommen ist mit einem gemeinsames Konzept und die Uhr tickt.


Ja, wie immer sind die Anderen die Schuldigen und sollen es richten .... :dead:
Warum heisst der grundsätzliche Tenor in dieser Problematik nicht endlich mal: AFRIKA ist noch keinen Schritt weitergekommen??
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 14. Aug 2018, 13:42

jack000 hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:20)

Wie könnte denn eine Lösung aussehen?

So eine grobe Richtung hab ich hier schon mal gegeben.
Zuerst sollten Lösungen wenn möglich keine Gewalt beinhalten, also z.B. keine Schießbefehle.
Kurzfristig Ankerzentren in Griechenland Italien, Frankreich und Spanien die komplett von der EU finanziert werden. Mittelfristig in allen EU Grenzländern.
Dort findet die Überprüfung statt, ob ein Asyl und/oder Fluchtgrund vorliegt.
Grundlegend gleiche Standarts bei der Unterbringung und Behandlung von Flüchtlingen. Einheitliche vorraussetzungen für ein mögliches Bleiberecht der Flüchtlinge. Sofortiges Arbeitsrecht ect.pp
Kurz und Mittelfristig sollten so schnell wie es geht Verhandlungen sowohl mit den EU Anrainerstaaten als auch mit den Staaten aufgenommen werden, die Hauptfluchtländer von Wirtschaftsmigranten sind.
Aushandeln von Verbesserungen der Lebensumstände und legale temporäre Kontigentabnahme von Arbeitswilligen zur Verbesserung der Ausbildung und Devisenzufuhr in diesen Ländern.
Für Anreihnerstaaten der EU in denen kein Krieg Bürgerkrieg, oder ähnliches wütet gilt es, diese auch wirtsachaftlich zu stützen.

Langfristig muss die EU ihr Handelsgebaren gegenüber armen gerade auch rohstoffreichen Ländern ändern. Die Zeit der permanenten, einseitigen und ausufernden Füllerrei muss Global beendet werden, damit Wirtschaftsflucht in großen Ausmaß bekämpft werden kann.
Die wichtige bekämpfung der Überbevölkerung des Menschen kann friedlich nur über Wohlstand erreicht werden.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 14. Aug 2018, 13:45

jack000 hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:28)

Das wäre alles überhaupt nicht notwendig, wenn die vor z.B. der libyschen Küste nur von den libyschen Küstewache diejenigen an die libysche Küste zurückbringt die gehofft haben, dass eine NGO sie nach Europa bringt. Das Märchen von "In Seenot gerieten" und "Vor dem Ertrinken gerettet" ist so ziemlich ausgelutscht und glaubt kein Mensch mehr.
=> Keine NGOs => keine Ertrinkenden mehr => keine Leute die einen Hafen suchen müssen ...

Du glaubst die libysche Küstenwache wäre dazu in der Lage ihren ganzen Küstenstreifen flächendeckend zu bewachen? Versuchen tut sie es ja schon, mit mäßigen Erfolg, da die Schlepper vor Ort eben auch nicht auf den Kopf gefallen sind.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Di 14. Aug 2018, 13:48

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:45)

Du glaubst die libysche Küstenwache wäre dazu in der Lage ihren ganzen Küstenstreifen flächendeckend zu bewachen? Versuchen tut sie es ja schon, mit mäßigen Erfolg, da die Schlepper vor Ort eben auch nicht auf den Kopf gefallen sind.


Was ist diesbezüglich mit den Kunden der Schlepper?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 14. Aug 2018, 13:55

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2018, 13:51)

Das Flüchtlingsthema ist jetzt kein Thema welches man mal aussitzen könnte und es Niemanden schadet.

Die Europäische Verteidigungspolitik hatte fünf Anläufe seit den 70ern. Der Euro und der Binnenmarkt waren auch Projekte mit Vorgeschichte und Rückschlägen. Die EU-Verfassung kam nie. Die EU überlebt das.
Ob es zu dem Flüchtlingsthema - ein Problem, das seit rund 18 Monaten für den Norden weitgehend erledigt ist - zügig eine Einigung gibt oder erst in 20 Jahren, ist für den Fortbestand der EU eher nebensächlich.


Wir brauchen, damit ein zukünftige Europa noch funktionieren kann, ein Mehrheitsentscheidung auch bei wichtigen Themen. Eine 2/3 Mehrheit würde ich erstmal bevorzugen.
Wer dies nicht möchte sollte austreten.

Dann möchte ich bitte austreten. Und 2/3 der Mitglieder vermutlich auch, denn sie sind explizit auf der Grundlage reingekommen, dass sie bei bindenden Entscheidungen ein Veto haben.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 14. Aug 2018, 13:57

ThorsHamar hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:29)

Moment mal, bitte:
Es ist ein gravierender Unterschied, ob man Menschen in akuten Notsituationen, also z.B. Flüchtlingen, hilft, durch Schutz und Asyl, oder ab man irgendwelchen Leuten ihren Lebenstraum erfüllen soll!
Kannst du mal bitte in der Realität ankommen und nicht bei, ich wünsch mir was bleiben? Hier/dir geht es doch in erster Linie um die unerwünschten Wirtschaftsflüchtlinge, dafür braucht es Lösungen. Wie du unterschiedliche Notsituationen einschätzt interessiert doch gar nicht, bzw. steht doch gar nicht zum Diskurs.



Es geht nicht um "legal/illegal", sondern um die Feststellung einer unverschuldete Notlage ( Flüchtling/Asylrecht) oder um Lebensplanung zur ökonomischen Verbesserung.
Das ist den Flüchtlingen ,so wie ich sie eben nenne, egal zu welcher Feststellung du kommst.
Das ist ebenso "legal", impliziert aber eine ganz eigene Mit-Verantwortung für die eigene Lage und somit keinen generellen Anspruch auf Hilfe!
Nunja wenn wir bei Mitverantwortung sind, so verbinden nicht weniger ihre Notlage mit dem Politischen sowie Handelsgebaren der Industriestaaten und Weltmächte in ihren Ländern/Regionen. Ich glaube kaum, daß sie diesbezüglich ein schlechtes Gewissen haben, davon mal abgesehen, daß viele eh nix zu verlieren haben ausser ihr eigenes leben


Ja, das ist die Grundvoraussetzung.
Ein Lösung anstreben ist die Grundvorraussetzung und nicht Wortklauberei die das Problem nicht lösen kann.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 14. Aug 2018, 13:57

ThorsHamar hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:48)

Was ist diesbezüglich mit den Kunden der Schlepper?

Was soll mit denen sein?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Di 14. Aug 2018, 14:09

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:57)

Kannst du mal bitte in der Realität ankommen und nicht bei, ich wünsch mir was bleiben? Hier/dir geht es doch in erster Linie um die unerwünschten Wirtschaftsflüchtlinge, dafür braucht es Lösungen. Wie du unterschiedliche Notsituationen einschätzt interessiert doch gar nicht, bzw. steht doch gar nicht zum Diskurs.



Das ist den Flüchtlingen ,so wie ich sie eben nenne, egal zu welcher Feststellung du kommst.
Nunja wenn wir bei Mitverantwortung sind, so verbinden nicht weniger ihre Notlage mit dem Politischen sowie Handelsgebaren der Industriestaaten und Weltmächte in ihren Ländern/Regionen. Ich glaube kaum, daß sie diesbezüglich ein schlechtes Gewissen haben, davon mal abgesehen, daß viele eh nix zu verlieren haben ausser ihr eigenes leben


Ein Lösung anstreben ist die Grundvorraussetzung und nicht Wortklauberei die das Problem nicht lösen kann.


Sorry, aber die "Wortklauberei" ist die unabdingbare Grundvoraussetzung für Analyse und daraus resultierende Problemlösungskonzepte!!!!!
Das gilt für JEDES Problem irgendwo auf der Welt ....
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Di 14. Aug 2018, 14:11

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:57)

Was soll mit denen sein?


...das habe ich doch extra fett hervorgehoben ...
Du: da die Schlepper vor Ort eben auch nicht auf den Kopf gefallen sind.


Ich: Was ist diesbezüglich mit den Kunden der Schlepper?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 14. Aug 2018, 14:14

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:55)

Die Europäische Verteidigungspolitik hatte fünf Anläufe seit den 70ern. Der Euro und der Binnenmarkt waren auch Projekte mit Vorgeschichte und Rückschlägen. Die EU-Verfassung kam nie. Die EU überlebt das.
Ob es zu dem Flüchtlingsthema - ein Problem, das seit rund 18 Monaten für den Norden weitgehend erledigt ist - zügig eine Einigung gibt oder erst in 20 Jahren, ist für den Fortbestand der EU eher nebensächlich.

Das Flüchtlingsthema bzw. die Problemathik ist aber keine die man in igrgendwelchen Ausschüssen lenken könnte um damit Zeit zu gewinnen. Der nächste Flüchtlingsstrom kommt bestimmt und Europa ist noch nicht einen Schritt weiter was die Konzepte angeht, sondern nur mit schwarzen Peter Spielchen



Dann möchte ich bitte austreten. Und 2/3 der Mitglieder vermutlich auch, denn sie sind explizit auf der Grundlage reingekommen, dass sie bei bindenden Entscheidungen ein Veto haben.

Als letzte Möglichkeit der Handlungsfähigkeit und Weiterentwicklung einer Union halte ist dies leider für unausweichlich, gerade wenn man sieht was die EU sich hier angelacht hat.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 14. Aug 2018, 14:15

ThorsHamar hat geschrieben:(14 Aug 2018, 15:11)

...das habe ich doch extra fett hervorgehoben ...
Du: da die Schlepper vor Ort eben auch nicht auf den Kopf gefallen sind.


Ich: Was ist diesbezüglich mit den Kunden der Schlepper?

Meinst du die Kunden sind Ortskundig?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Di 14. Aug 2018, 14:17

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2018, 15:15)

Meinst du die Kunden sind Ortskundig?


Ist es denn nötig, ortskundig zu sein, wenn man die Dienste von Schleppern bezahlt?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 14. Aug 2018, 14:23

ThorsHamar hat geschrieben:(14 Aug 2018, 15:17)

Ist es denn nötig, ortskundig zu sein, wenn man die Dienste von Schleppern bezahlt?

Da geht es wohl eher um andere mögliche Alternativen, die es für diese Menschen eben nicht gibt. Ortskenntnis ist die erste Vorrausetzung für so eine Reise/Flucht.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Di 14. Aug 2018, 14:35

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2018, 15:23)

Da geht es wohl eher um andere mögliche Alternativen, die es für diese Menschen eben nicht gibt. Ortskenntnis ist die erste Vorrausetzung für so eine Reise/Flucht.


Aha, ich dachte, die erste Voraussetzung wäre, dass man weiss, was Schlepper machen ....
Antwortest Du eventuell noch auf meine Frage : Warum heisst der grundsätzliche Tenor in dieser Problematik nicht endlich mal: AFRIKA ist noch keinen Schritt weitergekommen??
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 14. Aug 2018, 14:42

ThorsHamar hat geschrieben:(14 Aug 2018, 15:35)

Aha, ich dachte, die erste Voraussetzung wäre, dass man weiss, was Schlepper machen ....
Antwortest Du eventuell noch auf meine Frage : Warum heisst der grundsätzliche Tenor in dieser Problematik nicht endlich mal: AFRIKA ist noch keinen Schritt weitergekommen??

Das Thema Afrika und dessen Probleme hatten wir hier auch schon zur genüge und hier soll es ja in erster Linie um die europäische Politik gehen.
Natürlich wissen die Flüchtlinge was Schlepper machen schließlich muessen sie diese bezahlen. Für die sind es notwendige Übel ohne die sie nicht weiter kommen, für uns Kriminelle die die Not anderer ausnutzen. Nur gut, daß die meisten von uns Wohlstandskindern mit dem ausnutzen von Not und Möglichkeiten nie so direkt in Kontakt kommen, so können sie eine Mitverantwortung immer schön weit von sich weg schieben. Das unser ganzer Wohlstand auf der Lüge der Unschuld basiert, hält sich ja als hartnäckiges Märchen von einigen Mitbürgern, die wohl schon als Kind zu heiss gebadet wurden.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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