Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
sunny.crockett
Beiträge: 568
Registriert: So 25. Feb 2018, 15:52

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon sunny.crockett » Di 19. Jun 2018, 20:59

Laut UN schätzt man, dass sich bis 2050 die Bevölkerung in Afrika verdoppelt, das wären weitere 1,3 Mrd. Menschen. Laut Grünen und Linken gibt es keine Einschränkungen beim Zuzug, auch wenn vielleicht einige hundert Millionen Menschen nach Europa kommen. Die Araber und Asiaten kommen dann ja noch oben drauf. Davon haben ja 50% das Ziel Deutschland. Wie würden sich z.B. 300 Mio neue Bürger in 30 Jahren auswirken?
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 17991
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon think twice » Di 19. Jun 2018, 21:11

Haben schon nordafrikanische Staaten den Plänen der EU zugestimmt oder werden die garnicht gefragt oder wird einfach mal wieder fröhlich vor sich hin fantasiert?
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 31275
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon DarkLightbringer » Di 19. Jun 2018, 22:17

Ratschef Tusk fordert Sammellager für Bootsflüchtlinge außerhalb der EU
http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 13883.html

Es wird Schutzzonen brauchen sowie die pro-aktive Bekämpfung von Terrorismus.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13444
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon Teeernte » Di 19. Jun 2018, 23:44

Mahmoud hat geschrieben:(19 Jun 2018, 21:22)

Auffanglager in den Herkunftsländern, also in Nordafrika und der Levante, gelten mittlerweile unisono als das Zaubermittel, um die Flüchtlinge aus Europa fernzuhalten. Weil man mittlerweile weiß, daß die europäische Bevölkerung die eingebildete oder tatsächliche Überfremdung immer weniger akzeptieren wird.

Wie aber muß man sich ein solches Lager eigentlich vorstellen?


Kann das dann wirklich die Lösung sein?


Die gibts doch schon seit langem...

UN Flüchtlingslager....30 eu im Monat....auf Karte. https://goo.gl/images/sQcAzJ

Keine Berichte gelesen ? Bessergestellt als in einem UN Lager ? Sicher NICHT.

Natürlich könnten die Leute ihr Leben selbst in die Hand nehmen... Da sind mehr junge Männer auf der Flucht..... als im Kampf.

....Palestina hier mit reinnehmen.... weis nicht ob das was hilft - da ist ja kein Krieg.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
jack000
Moderator
Beiträge: 26220
Registriert: So 1. Jun 2008, 17:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon jack000 » Mi 20. Jun 2018, 06:58

think twice hat geschrieben:(19 Jun 2018, 22:11)

Haben schon nordafrikanische Staaten den Plänen der EU zugestimmt oder werden die garnicht gefragt oder wird einfach mal wieder fröhlich vor sich hin fantasiert?

Wurden denn die EU-Staaten gefragt ob die deren Bürger haben wollen die ungefragt in die EU eindringen? Warum sollten denn also die gefragt werden ihre eigenen Bürger aufzunehmen?
Zuletzt geändert von jack000 am Mi 20. Jun 2018, 07:00, insgesamt 1-mal geändert.
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 31275
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jun 2018, 07:14

Um Flüchtlingslager wird man nicht herum kommen. Um so mehr, je weniger man sich um Zivilaufbau und Sicherheitspartnerschaften kümmert.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 31275
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jun 2018, 07:28

Noch nie seit Weltkriegsende war die internationale Lage so instabill wie heute. Können die Europäer die neuen Herausforderungen meistern? Durchaus, meint EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.
(…)
Die Globale Strategie ist der breiten Öffentlichkeit kaum vertraut. Noch geringer ist die Zahl derer, die sie wirklich verstehen.
https://info.arte.tv/de/operation-europ ... masterplan

Mogherinis Masterplan verdeutlicht die eng verzahnten Zusammenhänge von Sicherheitspolitik, Ökonomie, Regierungsführung und Terrorismus.

Auffanglager, welcher Art auch immer, bewältigen maximal einen Teil der Herausforderungen. Die Beispiele Mali und Niger zeigen, welche Bedeutung die Ursachenproblematik hat.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 31275
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jun 2018, 07:45

sunny.crockett hat geschrieben:(19 Jun 2018, 21:59)

Laut UN schätzt man, dass sich bis 2050 die Bevölkerung in Afrika verdoppelt, das wären weitere 1,3 Mrd. Menschen. Laut Grünen und Linken gibt es keine Einschränkungen beim Zuzug, auch wenn vielleicht einige hundert Millionen Menschen nach Europa kommen. Die Araber und Asiaten kommen dann ja noch oben drauf. Davon haben ja 50% das Ziel Deutschland. Wie würden sich z.B. 300 Mio neue Bürger in 30 Jahren auswirken?

Entscheidend ist die Frage der Stabilität, nicht die der Bevölkerungsdichte. In Portugal und Japan ist die Besiedelung dicht, es sind aber gleichzeitig stabile Staaten. Im Niger gibt es hingegen flächenmäßig viel Platz, aber trotzdem Probleme.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
sunny.crockett
Beiträge: 568
Registriert: So 25. Feb 2018, 15:52

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon sunny.crockett » Mi 20. Jun 2018, 07:58

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jun 2018, 08:45)

Entscheidend ist die Frage der Stabilität, nicht die der Bevölkerungsdichte. In Portugal und Japan ist die Besiedelung dicht, es sind aber gleichzeitig stabile Staaten. Im Niger gibt es hingegen flächenmäßig viel Platz, aber trotzdem Probleme.


Klar kann auch ein dicht besiedelter Staat stabil sein, allerings wird das nicht funktionieren, wenn dieser Bevölkerungszuwachs in relativ wenigen Jahren stattfindet. Berlin ist z.B. ein Anziehungspunkt für Migranten. Wie stabil wäre Berlin, wenn die Stadt innerhalt von 20 Jahren von 4 Mio Einwohner z.B. auf 15 Mio anwachsen würde? Wo sollen diese Menschen wohnen, wenn nicht in Slums ohne irgendwelche Infrastruktur? Würde ein eh schon finanziell marodes Berlin die nötigen Sozialleistungen zahlen können?
Wäre mal ein interessanter Versuch, speziell auch, was Linke und Grüne dann zu dem Ergebnis sagen würden? Schätzungsweise würden diejenigen, die etwas finanziellen Spielraum haben, sich in anderen Gegenden ansiedeln und Berlin sich selbst überlassen.
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 31275
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jun 2018, 08:05

sunny.crockett hat geschrieben:(20 Jun 2018, 08:58)

Klar kann auch ein dicht besiedelter Staat stabil sein, allerings wird das nicht funktionieren, wenn dieser Bevölkerungszuwachs in relativ wenigen Jahren stattfindet. Berlin ist z.B. ein Anziehungspunkt für Migranten. Wie stabil wäre Berlin, wenn die Stadt innerhalt von 20 Jahren von 4 Mio Einwohner z.B. auf 15 Mio anwachsen würde? Wo sollen diese Menschen wohnen, wenn nicht in Slums ohne irgendwelche Infrastruktur? Würde ein eh schon finanziell marodes Berlin die nötigen Sozialleistungen zahlen können?
Wäre mal ein interessanter Versuch, speziell auch, was Linke und Grüne dann zu dem Ergebnis sagen würden? Schätzungsweise würden diejenigen, die etwas finanziellen Spielraum haben, sich in anderen Gegenden ansiedeln und Berlin sich selbst überlassen.

Ja, und wie stabil wäre Berlin, wenn man ein schwaches Rathaus allein ließe, die Lebensmittelversorgung einbräche und Terroristen ganze Viertel beherrschen würden ?

Die Grundphilosophie der sog. Abschottung hätte in dem Fall die Idee, das Rathaus-Viertel zu umzäunen und sich sonst um nichts zu kümmern.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23049
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon relativ » Mi 20. Jun 2018, 08:11

sunny.crockett hat geschrieben:(20 Jun 2018, 08:58)

Klar kann auch ein dicht besiedelter Staat stabil sein, allerings wird das nicht funktionieren, wenn dieser Bevölkerungszuwachs in relativ wenigen Jahren stattfindet. Berlin ist z.B. ein Anziehungspunkt für Migranten. Wie stabil wäre Berlin, wenn die Stadt innerhalt von 20 Jahren von 4 Mio Einwohner z.B. auf 15 Mio anwachsen würde? Wo sollen diese Menschen wohnen, wenn nicht in Slums ohne irgendwelche Infrastruktur? Würde ein eh schon finanziell marodes Berlin die nötigen Sozialleistungen zahlen können?
Wäre mal ein interessanter Versuch, speziell auch, was Linke und Grüne dann zu dem Ergebnis sagen würden? Schätzungsweise würden diejenigen, die etwas finanziellen Spielraum haben, sich in anderen Gegenden ansiedeln und Berlin sich selbst überlassen.

Also die mom. Tendenz ist ja nicht die, daß die meisten Flüchtlinge nach Europa wollen, bzw. sie es dort hinzieht. Daher ist es doch gerade jetzt ein Gebot der Stunde. Nicht alte Fehler zu wiederholen.
Daher sollten wir vordringlich die Nachbarstaaten stabilisieren und ihnen vor Ort mit den Flüchtlingen massiv helfen.
D.h. für mich z.B., für ordentliche Unterkünfte sorgen, den Kindern Bildung ermöglichen, sogar Ausbildungsstätte könnten wir mit Hilfe von NGOs dort errichten, anknüpfend daran, könnten wir für interessierte und qualifisierte Flüchtlinge dann sogar einen Migartionsangebot für Europa/ Nordamerika ect. (Kanada macht dies ja schon) machen.
Zuletzt geändert von relativ am Mi 20. Jun 2018, 08:53, insgesamt 2-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 31275
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jun 2018, 08:42

Europa ist von einem Feuerring umgeben. Im Osten sorgen autoritäre Mächte für Konflikte, im Süden ist das Mittelmeer Epizentrum einer bedenklichen Lage. Kriege, Terrorismus und Armut sorgen für Unruhe, treiben riesige Flüchtlingsströme an.
Das ist die Situation.

Auffanglager sind dann quasi kleine Schutzzonen, nicht mehr, nicht weniger.
Sie sind die mikroskopische Lösung für ein Makro-Problem, ein Nadelöhr für Wellen der Instabilität.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 32889
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 20. Jun 2018, 08:48

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jun 2018, 09:42)

Sie sind die mikroskopische Lösung für ein Makro-Problem, ein Nadelöhr für Wellen der Instabilität.

Was schlägst du als Lösung vor? Wie willst du den Feuerring löschen, die Konflikte, Kriege, Terrorismus und Armut beenden?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 31275
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jun 2018, 09:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Jun 2018, 09:48)

Was schlägst du als Lösung vor? Wie willst du den Feuerring löschen, die Konflikte, Kriege, Terrorismus und Armut beenden?

Durch umfangreiche Stabilisierungsmaßnahmen ziviler und robuster Natur.

Sammellager - oder "Ausschiffungsplattformen" wie Tusk sie vorschlägt - sind eine vorübergehende Teillösung, etwa um die Initiative im Mittelmeer zurück zu gewinnen.
Der Gedanke der Schutzzonen ist dann von den Küsten aus ins Landesinnere zu übertragen. Grob gesagt, was sich in Mali erledigen lässt, muss man nicht in Libyen erledigen und was sich in Libyen erledigen lässt, muss man nicht auf dem Mittelmeer bearbeiten.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 32889
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 20. Jun 2018, 09:12

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jun 2018, 10:07)

Durch umfangreiche Stabilisierungsmaßnahmen ziviler und robuster Natur.

Also Krieg. Und wie vermeidest du ein neues Afghanistan, einen neuen Irak, ein neues Libyen, ein neues Syrien? Diese "Stabilisierungsmaßnahmen" haben das genaue Gegenteil erreicht.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
GLÜ2010
Beiträge: 155
Registriert: Di 15. Mär 2011, 13:48

Die Achse der WILLIGEN oder Vorsicht Polit-Posse

Beitragvon GLÜ2010 » Mi 20. Jun 2018, 09:17

Die Achse der WILLIGEN oder Vorsicht Polit-Posse

Die Raben fliegen wieder um den Kyffhäuser .

Was heißt fliegen ?! Sie scheinen bekifft zu sein , wie es die neueste Polit-Mode vorzuschreiben scheint .
Am ärgsten bekifft scheinen die Politiker zu sein .
Allen voran Horsti unser Gammelfleisch-Heimatminister (oder übertrifft Ihn Trump?) . Kann er doch endlich seinem seit Jahrzehnten gehüteten Gammelfleisch eine würdige Heimat bieten
(oder will er es gar als rein Bajuwarisches-Weltkulturerbe einführen) . Was lange liegt bleibt immer noch (längst vergessenes) Gammelfleisch .
Da hilft auch keine Achse der Billigen , oder sind es die Kurz(süichtigen)- Willigen separaten Stacheldraht-Gekrönten-Einmaurer-Logisten .

Auch wenn sich jeder Einzelne separat einmauert , wird er die Flüchtlingsflut nicht aufhalten.

Aber sind in der EU Kompromisse zur Lösung des Flüchtlingsproblems überhaupt möglich ?!!

Wenn man sich die (Fehl)Konstruktion der EU mit Ihrer Einstimmigkeit anschaut , so dürften Beschlüsse gleich welcher Art und auf welchem Gebiet auch immer nur schwer durch zu bringen sein . Ich kenne keinen Verein der mit Einstimmigkeit funktioniert , geschweige eine Staaten-Union mit so vielen Mitgliedern .

Statt aus Großmannssucht auf Biegen und Brechen von Anfang an möglichst alle Staaten aufzunehmen , hätte man zunächst eine Kern-Union mit klaren Regeln (Gesetzen) und dem notwendigen Instrumentarium , um diese auch durchsetzen zu können , schaffen müssen . Funktionieren kann so ein Gebilde nicht mit Einstimmigkeit , 2/3 Mehrheit ist die gängige Lösung . Bei so einem jungen Gebilde wäre wahrscheinlich zur Eingewöhnung eine 3/4 Mehrheit erforderlich . Erst wenn sich diese Union als Beschluß- und Durchsetzungsfähig erwiesen hätte , war es ratsam sie nach und nach in diesem Sinn zu erweitern .

Bei all diesen Schwierigkeiten macht es trotzdem keinen Sinn , daß jeder seinen eigenen Stacheldrahtverhau installiert . Man muß sich halt mit dem kleinsten GEMEISAMEN-Nenner zufrieden geben .

Merkels Quotenplan hat bei den Wischegrad – Staaten keine Chance , wahrscheinlich auch nicht mit einem befristeten Asyl auf Zeit .

Wenn wir in der EU schon nicht in der Lage sind , die Kriegs-Flüchtlinge auf einige Jahre befristet in der EU unter zu bringen , so sollten wir wenigstens in den stark betroffenen Einreiseländern wie Italien und Griechenland auf EU-Kosten solide menschenwürdige Auffang- und Registrierungslager einrichten und Sie nicht im Winter unter Plastik-Folien hausen lassen .
Man sollte sich nicht scheinheilig hinter dem Dublin-Abkommen verschanzen !!! Dies mag funktioniert haben , als nur 400 und nicht 400 000 Flüchtlinge ankamen .

Für die humanitäre Betreuung sollte die EU internationalen Hilfsorganisationen die Gelder zur Verfügung stellen .
Die Registrierung und vor allem EU-Weite-KOORDINIERUNG (per Daumenabdruck) sollte ein Gremium von Beamten der EU-Länder übernehmen .
Jeder Flüchtling ohne Papiere (meist weg geschmissen) wird abgewiesen oder bleibt bis zur Abklärung in separaten Lagern . Jeder der in der EU dank Zentraler-Sortierung mittels Fingerabdruck mit mehrfacher Identität aufgegriffen wird , wird in diese Lager zurückgeschickt . Da die Lager in EU-Regie stehen kann die Rücksendung von keinem Land mehr verhindert werden . Auch können die Flüchtlinge nicht mehr ohne Registrierung per Bus zur nächsten Grenze durchgewunken werden , wie das demnächst von der neuen Ital.Regierung geschehen wird .

Diese Maßnahme konsequent durchgeführt ist wirksamer als jeder separate Stacheldraht-Zaun .
Außerdem schränkt sie den EU-Mitgliedern nicht die Reisefreiheit innerhalb des Schengen-Raums ein , was durch die Maßnahmen der Kurz-Willigen unweigerlich geschieht !!

Wenn wir uns weiterhin scheinheilig hinter dem Dublin-Abkommen verschanzen (der Achse der Willigen fällt ja seit Jahren nichts anderes ein) dürfen wir uns nicht wundern , dass Sie dies als Ausweg aus Ihrer überlasteten Lage benutzen und dass in der EU die Rechtspopulisten immer stärker werden .


Diese oder ähnliche Maßnahmen hätten den Kurz-Willigen evtl. eine befristete Aufnahme abgetrotzt , wie gesagt evtl. . Jedenfalls hätte sie nach Ablauf der Frist eine geordnete Rückführung sicher gestellt .

Sogenannte Separate-Lösungen lösen jedenfalls nicht unser Problem .

Aber wozu brauchen wir Problemlösungen , es genügt doch ein klares Feindbild , siehe eine aufstrebende Partei , Motto : Die sind schuld .
Aber wozu soll man eigentlich CSU wählen , wenn man doch das Original haben kann . Sicherlich aus Tradition sind wir Bajuwaren freilich eine Einparteien-Demokratie gewohnt , da muß die AFD sich halt noch ein wenig anstrengen .

Hinter einem klaren Feindbild lassen sich besser als hinter einer Fußball-Weltmeisterschaft dringende Problemlösungen aussitzen oder gar völlig vergessen machen wie z.B. Lohndumping statt gleicher Lohn für gleiche Arbeit . Hinter einer WM kann man doch höchstens 25 Mille zusätzliche Parteienfinanzierung geräuschlos abwickeln .

Aber unsere kinderlose Mutti wird das Problem in gewohnter Weise lösen (aussitzen?) . Hatte doch M.S. als EU-SP- Vorsitzender auch keine EU-Lösung anzubieten . (Deswegen hielt ich IHN auch für den geeigneten Kanzlerkandidaten . In sich selbst ein Bein zustellen , war er ja nicht zu überbieten.)


Es gibt jede Menge Probleme zu lösen . Erhalten wir sie uns doch ala Merkel und Seehofer lieber . Beide sind doch so unterhaltsam .


Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATY


GLÜ2010
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 31275
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jun 2018, 09:22

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Jun 2018, 10:12)

Also Krieg. Und wie vermeidest du ein neues Afghanistan, einen neuen Irak, ein neues Libyen, ein neues Syrien? Diese "Stabilisierungsmaßnahmen" haben das genaue Gegenteil erreicht.

Die zivile Aufbaumission „EUCAP Sahel“ ist z. B. nicht militärisch, man kann auch nicht alles militärisch machen. Stabilisierung meint ja weit mehr, denken wir etwa an Dürren, aber auch an Korruption, organisierte Kriminalität und schlechte oder schwache Regierungs- und Verwaltungsführung.
Aber klar ist, es braucht auch sichere Umfelder - das gülte ja eben auch für die ganz kleinen Schutzzonen in Gestalt von Sammellagern. Man kann da nicht einfach den Boko Haram einmarschieren lassen.

Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien sind nicht deshalb instabil, weil man zu viel täte, sondern weil man zu wenig tut.
Durch Untätigkeit hätte man in Mali ein neues Syrien, aber da ist ja rechtzeitig reagiert worden.

Aber nochmal, eine Schutzzone, sei sie klein oder groß, ist zwar robust abzusichern, kommt jedoch nicht ohne Zivilverwaltung und perspektivische Politik aus.
Das Militär kann keine Schulen unterhalten oder Impfungen durchführen. Diese Dinge sollte man nicht verwechseln.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23049
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon relativ » Mi 20. Jun 2018, 09:24

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jun 2018, 10:07)

Durch umfangreiche Stabilisierungsmaßnahmen ziviler und robuster Natur.
Umschwurbelt man so den Begriff Krieg?

Sammellager - oder "Ausschiffungsplattformen" wie Tusk sie vorschlägt - sind eine vorübergehende Teillösung, etwa um die Initiative im Mittelmeer zurück zu gewinnen.
Sie werden wohl bei deiner Strategie zu Lösung der "Markroprobleme" schnell zu den wichtigsten "Teillösungen".

Der Gedanke der Schutzzonen ist dann von den Küsten aus ins Landesinnere zu übertragen. Grob gesagt, was sich in Mali erledigen lässt, muss man nicht in Libyen erledigen und was sich in Libyen erledigen lässt, muss man nicht auf dem Mittelmeer bearbeiten.
Ja klar am Besten wäre es immer, wenn man den Kern der Probleme lösen könnte um die Ausbreitung zu verhindern. Wichtig ist dabei nur die Strategie um nicht, wegen einer verfehlten Strategie neue Problemherde aufzumachen. Aus Erfahrungen wissen wir eigentlich schon, was eher nicht geht.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23049
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Die Achse der WILLIGEN oder Vorsicht Polit-Posse

Beitragvon relativ » Mi 20. Jun 2018, 09:38

GLÜ2010 hat geschrieben:(20 Jun 2018, 10:17)

Die Achse der WILLIGEN oder Vorsicht Polit-Posse

Die Raben fliegen wieder um den Kyffhäuser .

Was heißt fliegen ?! Sie scheinen bekifft zu sein , wie es die neueste Polit-Mode vorzuschreiben scheint .
Am ärgsten bekifft scheinen die Politiker zu sein .
Allen voran Horsti unser Gammelfleisch-Heimatminister (oder übertrifft Ihn Trump?) . Kann er doch endlich seinem seit Jahrzehnten gehüteten Gammelfleisch eine würdige Heimat bieten
(oder will er es gar als rein Bajuwarisches-Weltkulturerbe einführen) . Was lange liegt bleibt immer noch (längst vergessenes) Gammelfleisch .
Da hilft auch keine Achse der Billigen , oder sind es die Kurz(süichtigen)- Willigen separaten Stacheldraht-Gekrönten-Einmaurer-Logisten .

Auch wenn sich jeder Einzelne separat einmauert , wird er die Flüchtlingsflut nicht aufhalten.

Aber sind in der EU Kompromisse zur Lösung des Flüchtlingsproblems überhaupt möglich ?!!

Wenn man sich die (Fehl)Konstruktion der EU mit Ihrer Einstimmigkeit anschaut , so dürften Beschlüsse gleich welcher Art und auf welchem Gebiet auch immer nur schwer durch zu bringen sein . Ich kenne keinen Verein der mit Einstimmigkeit funktioniert , geschweige eine Staaten-Union mit so vielen Mitgliedern .

Statt aus Großmannssucht auf Biegen und Brechen von Anfang an möglichst alle Staaten aufzunehmen , hätte man zunächst eine Kern-Union mit klaren Regeln (Gesetzen) und dem notwendigen Instrumentarium , um diese auch durchsetzen zu können , schaffen müssen . Funktionieren kann so ein Gebilde nicht mit Einstimmigkeit , 2/3 Mehrheit ist die gängige Lösung . Bei so einem jungen Gebilde wäre wahrscheinlich zur Eingewöhnung eine 3/4 Mehrheit erforderlich . Erst wenn sich diese Union als Beschluß- und Durchsetzungsfähig erwiesen hätte , war es ratsam sie nach und nach in diesem Sinn zu erweitern .

Bei all diesen Schwierigkeiten macht es trotzdem keinen Sinn , daß jeder seinen eigenen Stacheldrahtverhau installiert . Man muß sich halt mit dem kleinsten GEMEISAMEN-Nenner zufrieden geben .

Merkels Quotenplan hat bei den Wischegrad – Staaten keine Chance , wahrscheinlich auch nicht mit einem befristeten Asyl auf Zeit .

Wenn wir in der EU schon nicht in der Lage sind , die Kriegs-Flüchtlinge auf einige Jahre befristet in der EU unter zu bringen , so sollten wir wenigstens in den stark betroffenen Einreiseländern wie Italien und Griechenland auf EU-Kosten solide menschenwürdige Auffang- und Registrierungslager einrichten und Sie nicht im Winter unter Plastik-Folien hausen lassen .
Man sollte sich nicht scheinheilig hinter dem Dublin-Abkommen verschanzen !!! Dies mag funktioniert haben , als nur 400 und nicht 400 000 Flüchtlinge ankamen .

Für die humanitäre Betreuung sollte die EU internationalen Hilfsorganisationen die Gelder zur Verfügung stellen .
Die Registrierung und vor allem EU-Weite-KOORDINIERUNG (per Daumenabdruck) sollte ein Gremium von Beamten der EU-Länder übernehmen .
Jeder Flüchtling ohne Papiere (meist weg geschmissen) wird abgewiesen oder bleibt bis zur Abklärung in separaten Lagern . Jeder der in der EU dank Zentraler-Sortierung mittels Fingerabdruck mit mehrfacher Identität aufgegriffen wird , wird in diese Lager zurückgeschickt . Da die Lager in EU-Regie stehen kann die Rücksendung von keinem Land mehr verhindert werden . Auch können die Flüchtlinge nicht mehr ohne Registrierung per Bus zur nächsten Grenze durchgewunken werden , wie das demnächst von der neuen Ital.Regierung geschehen wird .

Diese Maßnahme konsequent durchgeführt ist wirksamer als jeder separate Stacheldraht-Zaun .
Außerdem schränkt sie den EU-Mitgliedern nicht die Reisefreiheit innerhalb des Schengen-Raums ein , was durch die Maßnahmen der Kurz-Willigen unweigerlich geschieht !!

Wenn wir uns weiterhin scheinheilig hinter dem Dublin-Abkommen verschanzen (der Achse der Willigen fällt ja seit Jahren nichts anderes ein) dürfen wir uns nicht wundern , dass Sie dies als Ausweg aus Ihrer überlasteten Lage benutzen und dass in der EU die Rechtspopulisten immer stärker werden .


Diese oder ähnliche Maßnahmen hätten den Kurz-Willigen evtl. eine befristete Aufnahme abgetrotzt , wie gesagt evtl. . Jedenfalls hätte sie nach Ablauf der Frist eine geordnete Rückführung sicher gestellt .

Sogenannte Separate-Lösungen lösen jedenfalls nicht unser Problem .

Aber wozu brauchen wir Problemlösungen , es genügt doch ein klares Feindbild , siehe eine aufstrebende Partei , Motto : Die sind schuld .
Aber wozu soll man eigentlich CSU wählen , wenn man doch das Original haben kann . Sicherlich aus Tradition sind wir Bajuwaren freilich eine Einparteien-Demokratie gewohnt , da muß die AFD sich halt noch ein wenig anstrengen .

Hinter einem klaren Feindbild lassen sich besser als hinter einer Fußball-Weltmeisterschaft dringende Problemlösungen aussitzen oder gar völlig vergessen machen wie z.B. Lohndumping statt gleicher Lohn für gleiche Arbeit . Hinter einer WM kann man doch höchstens 25 Mille zusätzliche Parteienfinanzierung geräuschlos abwickeln .

Aber unsere kinderlose Mutti wird das Problem in gewohnter Weise lösen (aussitzen?) . Hatte doch M.S. als EU-SP- Vorsitzender auch keine EU-Lösung anzubieten . (Deswegen hielt ich IHN auch für den geeigneten Kanzlerkandidaten . In sich selbst ein Bein zustellen , war er ja nicht zu überbieten.)


Es gibt jede Menge Probleme zu lösen . Erhalten wir sie uns doch ala Merkel und Seehofer lieber . Beide sind doch so unterhaltsam .


Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATY


GLÜ2010


Die Fehler die bei der EU Erweiterung gemacht wurden sind unumstritten. Die Frage wie man da wieder raus kommt, ohne die gesamte EU einzumotten, oder stark zurückzufahren kommt wohl eher einer Sisyphusarbeit gleich.
M.M. muss hier ein großer Wurf gelingen um die EU, so wie sie jetzt besteht, noch zu retten.
Gelingt das nicht und stellen weiter EU Länder ihren Egosimus vor den der Gemeinschaft, ist die EU, so wie sie zur Zeit ist, gestorben.
Vielleicht ist sie es ja auch schon jetzt, weil die Menschen in der EU mom. gerade einen diamentral unterschiedlichen Weg bestreiten, auch selbst in den einzelnen Ländern.
Da wäre m.M. der einziger Ausweg, daß man dann die EU erstmal wieder teilt, um später evtl. nochmal die Möglichkeit zu haben wieder zusammenzuwachsen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 31275
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Auffanglager in den Herkunftsländern

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jun 2018, 09:52

relativ hat geschrieben:(20 Jun 2018, 10:24)

Umschwurbelt man so den Begriff Krieg?
Zivil heißt zivil, militärisch heißt militärisch. Das sollte schon unterscheidbar sein.
Ist ein Flüchtlingslager in Bamberg zivil oder militärisch ? Ist ein Flüchtlingslager in Libyen zivil oder militärisch ?

Sie werden wohl bei deiner Strategie zu Lösung der "Markroprobleme" schnell zu den wichtigsten "Teillösungen".
Wenn es um Flüchtlingsströme geht, die einen Ausgangs- und Endpunkt haben, ist es ein Teilthema der makropolitischen Situation. Das Phänomen ist wohl kein naturgesetzlicher Zufall.

Ja klar am Besten wäre es immer, wenn man den Kern der Probleme lösen könnte um die Ausbreitung zu verhindern. Wichtig ist dabei nur die Strategie um nicht, wegen einer verfehlten Strategie neue Problemherde aufzumachen. Aus Erfahrungen wissen wir eigentlich schon, was eher nicht geht.
Das Nichtstun ist eine verfehlte Strategie.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]

Zurück zu „31. EU - EFTA“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast