Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Quatschki
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Quatschki » Fr 20. Jul 2018, 12:52

Senexx hat geschrieben:(20 Jul 2018, 13:14)

Auf welchen?

Der, den Du benannt hast.
Diese ganze Kriegsindextheorie ist international anerkannt.
Nur in Deutschland ist das Thema tabuisiert und kommt in den Medien nicht vor. Es wird auch keine Begründung dafür geliefert, wieso. Denn wenn man eine Hypothese ablehnt, müßte man dies begründen und sie entkräften.
Aber statt systematische geopolitische Analysen zur Grundlage des Handelns zu machen, wird von diesen Frauen (die besser Kindergärtnerinnen geworden wären) Politik mit hemmungsloser Emotionalisierung willkürlich ausgewählter Einzelschicksale betrieben, ohne schlüssiges Gesamtkonzept, ohne Logik und ohne Verstand.
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unity in diversity
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Fr 20. Jul 2018, 12:58

Nagelprobe:
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... e-aufnahme

Gibt es jetzt Milliarden-Sanktionen gegen Italien, oder setzt sich Merkel durch?
Laut Merkel gibt es keine Zwangskontingentierungen mehr.
Alles erfolgt auf freiwilligen Grundlagen und mit bilateralen Verträgen.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Nightrain » Fr 20. Jul 2018, 13:03

relativ hat geschrieben:(19 Jul 2018, 15:07)

https://service.berlin.de/dienstleistung/326554/
Die Anforderungen sind dir zu niedrig für ein einfaches Bleiberecht?


Natürlich ist das im Sinne eines Einwanderungsrechts in ein technologisch hoch entwickeltes Land wie Deutschland eine Farce!

Anerkannt ausreichende Sprachkenntnisse für eine Arbeitsaufnahme ist nicht A2, sondern B1. Ohne B2 kommt man auch nicht an eine deutsche Universität.

50% Abhängigkeit von Alg2 sollen ausreichen, d.h. irgendein lausiger Minijob.

Nicht mal in eine eigene Mietwohnung muss man es geschafft haben.

Zusammengefasst können also über eine Million Flüchtlinge für immer in Deutschland bleiben, falls sie einfachstes Deutsch daherbrechen können, in der Fluchtlingsunterkunft wohnen und zum Zeitpunkt des Antrags einen Minijob haben.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon aleph » Fr 20. Jul 2018, 13:12

Quatschki hat geschrieben:(20 Jul 2018, 13:52)

Der, den Du benannt hast.
Diese ganze Kriegsindextheorie ist international anerkannt.
Nur in Deutschland ist das Thema tabuisiert und kommt in den Medien nicht vor. Es wird auch keine Begründung dafür geliefert, wieso. Denn wenn man eine Hypothese ablehnt, müßte man dies begründen und sie entkräften.
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Schon Huntingdon schrieb davon. Alte Männer führen keine Kriege, sie lassen Kriege führen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Fr 20. Jul 2018, 13:24

unity in diversity hat geschrieben:(20 Jul 2018, 13:58)

Nagelprobe:
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... e-aufnahme

Gibt es jetzt Milliarden-Sanktionen gegen Italien, oder setzt sich Merkel durch?
Laut Merkel gibt es keine Zwangskontingentierungen mehr.
Alles erfolgt auf freiwilligen Grundlagen und mit bilateralen Verträgen.
Der einzige der hier Mrd-Sanktionen ins Spiel bringt bist du. Erklär doch mal wie du auf so etwas abwegiges kommst. Wenn Italien bei der Schleuserbekämpfung (und das ist die Kernaufgabe von SOPHIA) keine EU-Unterstützung mehr haben will wird die Mission eben beendet und alle betroffenen Schiffe (u. a. auch von der Bundeswehr) fahren nach Hause. Dann muß sich Italien eben alleine um die Schleuserbekämpfung kümmern.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Fr 20. Jul 2018, 13:33

Orbiter1 hat geschrieben:(20 Jul 2018, 14:24)

Der einzige der hier Mrd-Sanktionen ins Spiel bringt bist du. Erklär doch mal wie du auf so etwas abwegiges kommst. Wenn Italien bei der Schleuserbekämpfung (und das ist die Kernaufgabe von SOPHIA) keine EU-Unterstützung mehr haben will wird die Mission eben beendet und alle betroffenen Schiffe (u. a. auch von der Bundeswehr) fahren nach Hause. Dann muß sich Italien eben alleine um die Schleuserbekämpfung kümmern.

Nun sei doch nicht so vergeßlich:
viewtopic.php?f=8&t=65847&start=1960#p4254787
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Fr 20. Jul 2018, 13:45

unity in diversity hat geschrieben:(20 Jul 2018, 14:33)

Nun sei doch nicht so vergeßlich:
viewtopic.php?f=8&t=65847&start=1960#p4254787
Du hast mein tiefstes Mitgefühl wenn du nicht in der Lage bist zwischen jahrelangen, eklatanten Verstössen eines EU-Mitgliedstaates gegen EU-Bestimmungen und dem Wunsch eines EU-Mitgliedstaates zu Änderungen an einer EU-Mission zu unterscheiden.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Fr 20. Jul 2018, 14:34

Tunesien weigert sich inzwischen ebenfalls Rettungsschiffe (es gibt einen aktuellen Fall mit 40 Flüchtlingen) anlanden zu lassen. Die sehen, wie auch die anderen nordafrikanischen Staaten, gar nicht ein warum sie die Probleme Europas lösen sollen.

"Tunesien weigert sich, diese Migranten willkommen zu heißen, weil es kein sicherer Hafen für europäische Staaten werden will" ... Die dortige Regierung will einen Präzedenzfall unbedingt vermeiden. Tunesien war eines der nordafrikanischen Länder, die in den vergangenen Woche immer wieder als Sitz vorgeschlagen wurden für die Asylcenter, die Politiker mehrerer europäischer Staaten sowie die EU vorgebracht hatten. Doch derartige Lager, in denen über das weitere Schicksal auf See Geretteten entschieden würde, stoßen in der Bevölkerung auf Ablehnung. „Wir sind nicht der Mülleimer Europas“, hatten hunderte Demonstranten vor zwei Wochen auf den Straßen von Tunis skandiert, nachdem erste Gerüchte über die EU-Pläne an die Öffentlichkeit kamen." Quelle: http://www.taz.de/!5522623/
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Fr 20. Jul 2018, 14:37

Quatschki hat geschrieben:(20 Jul 2018, 13:52)

Der, den Du benannt hast.
Diese ganze Kriegsindextheorie ist international anerkannt.
Nur in Deutschland ist das Thema tabuisiert und kommt in den Medien nicht vor. Es wird auch keine Begründung dafür geliefert, wieso. Denn wenn man eine Hypothese ablehnt, müßte man dies begründen und sie entkräften.
Aber statt systematische geopolitische Analysen zur Grundlage des Handelns zu machen, wird von diesen Frauen (die besser Kindergärtnerinnen geworden wären) Politik mit hemmungsloser Emotionalisierung willkürlich ausgewählter Einzelschicksale betrieben, ohne schlüssiges Gesamtkonzept, ohne Logik und ohne Verstand.

Ok.

Dann sind wir ja einer Meinung.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Quatschki » Fr 20. Jul 2018, 14:41

Orbiter1 hat geschrieben:(20 Jul 2018, 15:34)

Tunesien weigert sich inzwischen ebenfalls Rettungsschiffe (es gibt einen aktuellen Fall mit 40 Flüchtlingen) anlanden zu lassen. Die sehen, wie auch die anderen nordafrikanischen Staaten, gar nicht ein warum sie die Probleme Europas lösen sollen.

"Tunesien weigert sich, diese Migranten willkommen zu heißen, weil es kein sicherer Hafen für europäische Staaten werden will" ... Die dortige Regierung will einen Präzedenzfall unbedingt vermeiden. Tunesien war eines der nordafrikanischen Länder, die in den vergangenen Woche immer wieder als Sitz vorgeschlagen wurden für die Asylcenter, die Politiker mehrerer europäischer Staaten sowie die EU vorgebracht hatten. Doch derartige Lager, in denen über das weitere Schicksal auf See Geretteten entschieden würde, stoßen in der Bevölkerung auf Ablehnung. „Wir sind nicht der Mülleimer Europas“, hatten hunderte Demonstranten vor zwei Wochen auf den Straßen von Tunis skandiert, nachdem erste Gerüchte über die EU-Pläne an die Öffentlichkeit kamen." Quelle: http://www.taz.de/!5522623/

Tunesier bezeichnen afrikanische Glückssucher als "Müll Europas"?
Gehts noch?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Fr 20. Jul 2018, 14:43

Quatschki hat geschrieben:(20 Jul 2018, 15:41)

Tunesier bezeichnen afrikanische Glückssucher als "Müll Europas"?
Gehts noch?
Deine Tatsachenverdrehungen kannst du für dich behalten.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon aleph » Fr 20. Jul 2018, 14:54

Orbiter1 hat geschrieben:(20 Jul 2018, 15:43)

Deine Tatsachenverdrehungen kannst du für dich behalten.

Es sind doch Afrikaner. Müll sind sie auch nicht. Um mit seinen Worten zu retournieren: "wir sind nicht für den Müll Afrikas verantwortlich".

Es führt nichts daran vorbei, dass die strukturellen Probleme in Afrika gelöst werden müssen. Wir sollten gerne helfen, aber die Verantwortung liegt zunächst einmal bei den Afrikanern.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 20. Jul 2018, 15:00

aleph hat geschrieben:(20 Jul 2018, 15:54)

Es sind doch Afrikaner. Müll sind sie auch nicht. Um mit seinen Worten zu retournieren: "wir sind nicht für den Müll Afrikas verantwortlich".

Es führt nichts daran vorbei, dass die strukturellen Probleme in Afrika gelöst werden müssen. Wir sollten gerne helfen, aber die Verantwortung liegt zunächst einmal bei den Afrikanern.

Sinnvoll wäre natürlich ein gemeinsamer Plan, wie es der libysche Premierminister vorgeschlagen hatte.

Ansonsten kann man ewig über die Zuständigkeiten streiten oder sagen, wir sind nicht Afrika oder nicht Europa oder nicht Malta und etc.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Fr 20. Jul 2018, 15:23

aleph hat geschrieben:(20 Jul 2018, 15:54)

Es sind doch Afrikaner. Müll sind sie auch nicht. Um mit seinen Worten zu retournieren: "wir sind nicht für den Müll Afrikas verantwortlich".
Im Mülleimer landen die Dinge die man loswerden will. Und die Tunesier sagen, wir sind nicht der Mülleimer Europas. Ist doch nachvollziehbar. Tunesien wird die gleichen Argumente wie Ungarn vorbringen. "Das sind nicht unsere Flüchtlinge. Und die wollen auch nicht nach Ungarn (hier Tunesien), die wollen woanders hin." Für diese Argumente werden die Orban-Fans sicher vollstes Verständnis haben.
Es führt nichts daran vorbei, dass die strukturellen Probleme in Afrika gelöst werden müssen. Wir sollten gerne helfen, aber die Verantwortung liegt zunächst einmal bei den Afrikanern.
Das sehen die nordafrikanischen Staaten an der Mittelmeerküste höchstwahrscheinlich auch so und verweisen die EU auf die strukturellen Probleme und die Verantwortung der Subsaharastaaten, denn vor allem von dort kommen ja die afrikanischen Migranten.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Fr 20. Jul 2018, 15:28

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jul 2018, 16:00)

Sinnvoll wäre natürlich ein gemeinsamer Plan, wie es der libysche Premierminister vorgeschlagen hatte.

Ansonsten kann man ewig über die Zuständigkeiten streiten oder sagen, wir sind nicht Afrika oder nicht Europa oder nicht Malta und etc.
Was für ein gemeinsamer Plan?

"Der libysche Regierungschef Fajis al-Sarradsch hat sich gegen EU-Aufnahmezentren für Flüchtlinge in seinem Land ausgesprochen. "Wir sind absolut dagegen, dass Europa ganz offiziell bei uns illegale Migranten unterbringen will, die man in der EU nicht haben möchte", sagte er der Bild-Zeitung. "Wir werden auch keine Deals mit Geld mit der EU machen, um illegale Migranten aufzunehmen", sagte der Chef der international unterstützten Regierung der nationalen Einheit in Libyen weiter. Die EU solle vielmehr "mit den Ländern reden, aus denen die Menschen kommen und dort auch Druck ausüben". Al-Sarradsch sagte, er wundere sich "schon sehr darüber, dass in Europa mittlerweile niemand mehr Migranten aufnehmen will, aber man uns bittet, hier weitere Hunderttausende aufzunehmen". Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... hmezentren

Ich kann da keinen gemeinsamen Plan erkennen. Der libysche Premierminister verweist die EU auf Herkunftsländer der Migranten, sprich auf die Subsaharastaaten.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Fr 20. Jul 2018, 15:37

Quatschki hat geschrieben:(20 Jul 2018, 15:41)

Tunesier bezeichnen afrikanische Glückssucher als "Müll Europas"?
Gehts noch?

Bei dir offenbar auch nicht. Die Diffamierung dieser Menschen kotzt einen langsam an. Wer aus nachvollziehbarer Not flieht, ist ein "Glückssucher". Mir würden für diejenigen, auch für dich, die ausschließlich solche Diffamierungen verwenden, Bezeichnung einfallen, die hier eine wochenlange, wenn nicht permanente Sperre nach sich ziehen würden. So kann ich nur auf Max Liebermanns bekannten Ausspruch verweisen, der ja auch derselben Klientel galt.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 20. Jul 2018, 15:44

Orbiter1 hat geschrieben:(20 Jul 2018, 16:28)

Was für ein gemeinsamer Plan?

"Der libysche Regierungschef Fajis al-Sarradsch hat sich gegen EU-Aufnahmezentren für Flüchtlinge in seinem Land ausgesprochen. "Wir sind absolut dagegen, dass Europa ganz offiziell bei uns illegale Migranten unterbringen will, die man in der EU nicht haben möchte", sagte er der Bild-Zeitung. "Wir werden auch keine Deals mit Geld mit der EU machen, um illegale Migranten aufzunehmen", sagte der Chef der international unterstützten Regierung der nationalen Einheit in Libyen weiter. Die EU solle vielmehr "mit den Ländern reden, aus denen die Menschen kommen und dort auch Druck ausüben". Al-Sarradsch sagte, er wundere sich "schon sehr darüber, dass in Europa mittlerweile niemand mehr Migranten aufnehmen will, aber man uns bittet, hier weitere Hunderttausende aufzunehmen". Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... hmezentren

Ich kann da keinen gemeinsamen Plan erkennen. Der libysche Premierminister verweist die EU auf Herkunftsländer der Migranten, sprich auf die Subsaharastaaten.

Er will nur das nicht, was die Europäer auch nicht haben wollen.
Gleichzeitig sagt er jedoch:
Sarradsch forderte im Interview einen globalen Plan, um die Flüchtlingskrise zu lösen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 19314.html

Was er damit meinen könnte, wird erst verständlich, wenn man sich das frühere Interview ansieht: https://www.welt.de/politik/ausland/art ... rueck.html
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Fr 20. Jul 2018, 15:47

Senexx hat geschrieben:(20 Jul 2018, 07:53)
Wir haben nur zwei Möglichkeiten hier einzuwirken: Abschottung der Grenzen und Halten des Kessels unter Druck und/oder militärische Intervention und Neuauflage des Kolonialismus. Alles andere ist sinnlos und hat im schlimmsten Fall genau den entgegensetzen Effekt des Gewünschten.

Dass mit der Neuauflage des Kolonialismus wurde ja im 3. Golfkrieg von George Bush Junior erfolglos versucht. Ähnlich erging es den Russen in Afghanistan. Ohne stabile Staaten um den Südrand des Mittelmeeres herum wird keine kontrollierte Einwanderung oder gar Abschottung funktionieren. Das haben schon die Römer in der Spätantike vergeblich versucht.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Fr 20. Jul 2018, 15:51

zollagent hat geschrieben:(20 Jul 2018, 16:37)

Bei dir offenbar auch nicht. Die Diffamierung dieser Menschen kotzt einen langsam an. Wer aus nachvollziehbarer Not flieht, ist ein "Glückssucher". Mir würden für diejenigen, auch für dich, die ausschließlich solche Diffamierungen verwenden, Bezeichnung einfallen, die hier eine wochenlange, wenn nicht permanente Sperre nach sich ziehen würden. So kann ich nur auf Max Liebermanns bekannten Ausspruch verweisen, der ja auch derselben Klientel galt.

Für dich sind Ureinwohner und Migranten nur Verfügungsmassen im freien Spiel der Kräfte.
Von daher spreche ich dir jeden humanitären Gedanken ab.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Fr 20. Jul 2018, 15:53

zollagent hat geschrieben:(20 Jul 2018, 16:37)
Bei dir offenbar auch nicht. Die Diffamierung dieser Menschen kotzt einen langsam an. Wer aus nachvollziehbarer Not flieht, ist ein "Glückssucher". Mir würden für diejenigen, auch für dich, die ausschließlich solche Diffamierungen verwenden, Bezeichnung einfallen, die hier eine wochenlange, wenn nicht permanente Sperre nach sich ziehen würden. So kann ich nur auf Max Liebermanns bekannten Ausspruch verweisen, der ja auch derselben Klientel galt.

Es bringt nichts, hier weiter über ethische Grundsätze zu diskutieren. Hans Werner Sinn unterscheidet auch immer zwischen Gesinnungs- und Vernunftsethik. Wobei auch Vernunftsethik vorübergehend mehr Todesopfer im Mittelmeer in Kauf nimmt. Ist zynisch, aber gängige Denkweise im nationalkonservativen Lager.
Zuletzt geändert von Wähler am Fr 20. Jul 2018, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
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