Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Mo 16. Jul 2018, 22:24

Tom Bombadil hat geschrieben:(16 Jul 2018, 23:13)

Zur Korruption gehören immer Zwei: einer, der die Hand aufhält und einer, der sie voll macht.


Das ist sehr wahr. Die Aufgabenteilung ist so angelegt: Eine Stelle vertritt die staatliche Hoheit oder die Geschäftsführung, und der Vertreter entscheidet zu Gunsten des Antragstellers, der am besten bezahlt. Wenn dieses Konzept in einem Land die Regel ist, dann hätte ich gar keine Gewissensbisse, mir meinen Vorteil zu kaufen. Ich bin doch nicht blöd.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 16. Jul 2018, 22:30

Senexx hat geschrieben:(16 Jul 2018, 23:05)

Das sind innere Probleme der jeweiligen Staaten.



Es gibt auch ein Geopolitisches bzw. Ökonomisches Interesse am der Ausplünderung Afrikas also der Bereicherung auf Kosten bzw. zum.Nachteil der Afrikaner durch Europa,China, Russland. Es sind eben mitnichten nur " innere Probleme " Schuld an der gegenwärtigen Situation auf dem Kontinent.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 16. Jul 2018, 22:33

H2O hat geschrieben:(16 Jul 2018, 23:07)

Klar ist das Rosinenpickerei; wie bei jeder Personalauswahl, wenn sich mehr Bewerber finden als benötigt werden. "Wir" tragen keine Mitschuld daran, daß in Afrika Kleptokratien und Korruptokratien das Bild bestimmen.


Ach nein? Und wer bezahlt sie die Kleptokraten und macht mit ihnen Geschäfte?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 16. Jul 2018, 22:54

H2O hat geschrieben:(16 Jul 2018, 23:24)

Wenn dieses Konzept in einem Land die Regel ist, dann hätte ich gar keine Gewissensbisse, mir meinen Vorteil zu kaufen. Ich bin doch nicht blöd.

Ich schon, wenn im eigenen Land diese Regel verpönt, gar strafbar, ist. Compliance sollte weltweit gelten.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon DarkLightbringer » Di 17. Jul 2018, 02:55

H2O hat geschrieben:(16 Jul 2018, 15:50)

Diese Hoffnung habe ich überhaupt nicht; aber sie sollten nachgewiesene Übergriffigkeiten auf mein Gebiet sehr bereuen. Vorbereitet sein ist alles. Dafür gibt es einige gute Vorbilder.

Den Ort der Verteidigung sollte nicht der Terrorist bestimmen, jedenfalls nicht ausschließlich. Der Schutz der Zivilbevölkerung ist hier wichtiger als die taktische Vorteilsgewährung aus Gründen falsch verstandener Fairness.
Aber Terrorismusbekämpfung ist vielleicht ein zu heikles Thema und DE steckt da noch in der Pubertät.

Eventuell ließen sich kleinere Schritte schmackhaft machen, in dem man auf eine bereits eingeübte Nachbarschaftspolitik verweist:
Die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) ist ein Programm der Europäischen Union (EU), das am 12. Mai 2004 von der EU-Kommission als Strategiepapier vorgelegt wurde. Strategisches Ziel der ENP ist es, einen „Ring stabiler, befreundeter Staaten“ um die EU herum zu etablieren.
Ergänzend zur Europäischen Nachbarschaftspolitik sind 2008 die Union für das Mittelmeer und 2009 die Östliche Partnerschaft gegründet worden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Europäisc ... ftspolitik

In diesem Rahmen sollte es mit einiger Anstrengung möglich sein, Tunesien dabei zu unterstützen, zu einem sicheren Herkunftsland zu werden.
Derzeit ist es ja noch nicht so, wie der Fall des abgeschobenen Fundamentalisten und ehemaligen Bin Laden-Leibwächters zeigt - der Gefährder gilt als gefährdet, sozusagen. Daran müsste man doch arbeiten können.

Übersichtskarte - Europäische Union und Nachbarn:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... er_map.svg
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Di 17. Jul 2018, 06:00

Senexx hat geschrieben:(16 Jul 2018, 22:36)
Es ist eine Verschwendung der durch Steuern zwangsenteigneten Einkommensteile der Bürger, diese für "Integrationsangebote" auszugeben. Wer sich integrieren will, muss das aus eigener Kraft tun. Nicht finanziert durch andere.

Überhaupt keine Entwicklungshilfe an den 1 Million Flüchtlingen aus Entwicklungsländern hier zu leisten, birgt die Gefahr von randzonigen Banlieues und unintegrierten Parallelgesellschaften in sich.
Wenn wir Anreize schaffen würden für die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen in ihre befriedeten Heimatländer, könnten wir auch Kosten senken und soziale Spannungen bei uns abbauen.
Für die Integration, also die unbefristete Niederlassungsfreiheit in der EU, braucht es ein Einwanderungsgesetz mit klaren Bedingungen, auch für integrationswillige Flüchtlinge.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Di 17. Jul 2018, 07:19

Wähler hat geschrieben:(17 Jul 2018, 07:00)

Überhaupt keine Entwicklungshilfe an den 1 Million Flüchtlingen aus Entwicklungsländern hier zu leisten, birgt die Gefahr von randzonigen Banlieues und unintegrierten Parallelgesellschaften in sich.
Wenn wir Anreize schaffen würden für die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen in ihre befriedeten Heimatländer, könnten wir auch Kosten senken und soziale Spannungen bei uns abbauen.
Für die Integration, also die unbefristete Niederlassungsfreiheit in der EU, braucht es ein Einwanderungsgesetz mit klaren Bedingungen, auch für integrationswillige Flüchtlinge.

Immigranten, egal ob legal oder illegal, werden zu staatlich finanzierten Integrationsmaßnahmen verdonnert. Wenn beispielsweise ein Türke seine Frau nachholt, muss sie in einen solchen Kurs. Andernfalls bekommt sie kein Aufenthaltsrecht. Wieso muss der deutsche Steuerzahler das zahlen? Es ist den Immigranten zuzumuten, die Kosten selbst zu tragen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Di 17. Jul 2018, 07:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(16 Jul 2018, 23:54)

Ich schon, wenn im eigenen Land diese Regel verpönt, gar strafbar, ist. Compliance sollte weltweit gelten.


Dem stimme ich zu; die Menschen sollten überall auf der Welt gleichen Regeln der Amtsführung und der guten Regierungsführung folgen. Transparency International kommt leider zur gegenteiligen Erkenntnis. Mit anderen Worten: Wer Aufträge aus solchen Ländern gewinnen will / muß, der muß mit den dortigen Wölfen heulen. Oder man verzichtet auf die Dienstreise.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Di 17. Jul 2018, 07:27

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Jul 2018, 23:33)

Ach nein? Und wer bezahlt sie die Kleptokraten und macht mit ihnen Geschäfte?


Soll man auf ein Geschäft verzichten, das man machen kann? Kommt ganz auf die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens an. Und ja, ich bin schuldig, seit ich geboren wurde. Aber nicht daran, daß andere Menschen auch so schlecht sind. Da müssen Sie sich höheren Orts beschweren.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Di 17. Jul 2018, 07:38

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Jul 2018, 03:55)

Den Ort der Verteidigung sollte nicht der Terrorist bestimmen, jedenfalls nicht ausschließlich. Der Schutz der Zivilbevölkerung ist hier wichtiger als die taktische Vorteilsgewährung aus Gründen falsch verstandener Fairness.
Aber Terrorismusbekämpfung ist vielleicht ein zu heikles Thema und DE steckt da noch in der Pubertät.

Sehe ich nun einmal ganz anders. Niemand soll sich gefährdet sehen, wenn er mich zufrieden läßt. Das wäre eine hochoffizielle Doktrin. Die damit verbundenen Risiken muß ich ertragen. Der Angreifer dann aber auch; und darauf würde ich meine Streitkräfte einrichten.
Eventuell ließen sich kleinere Schritte schmackhaft machen, in dem man auf eine bereits eingeübte Nachbarschaftspolitik verweist:
https://de.wikipedia.org/wiki/Europäisc ... ftspolitik

In diesem Rahmen sollte es mit einiger Anstrengung möglich sein, Tunesien dabei zu unterstützen, zu einem sicheren Herkunftsland zu werden.
Derzeit ist es ja noch nicht so, wie der Fall des abgeschobenen Fundamentalisten und ehemaligen Bin Laden-Leibwächters zeigt - der Gefährder gilt als gefährdet, sozusagen. Daran müsste man doch arbeiten können.

Übersichtskarte - Europäische Union und Nachbarn:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... er_map.svg

Gar nichts spricht gegen allerbeste Beziehungen zu Staaten mit guter Regierungsführung... im Gegenteil kann man sie auf dem Wege dahin unterstützen. Davon getrennt sind Sicherheitsbündnisse vorstellbar. Dann wird der befreundete Staat zum gemeinsamen Verteidigungsraum... siehe NATO. Das ist aber nur bei guter Regierungsführung angezeigt. Beispiel Türkei: Nie und nimmer!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 17. Jul 2018, 07:46

H2O hat geschrieben:(16 Jul 2018, 23:07)

Klar ist das Rosinenpickerei; wie bei jeder Personalauswahl, wenn sich mehr Bewerber finden als benötigt werden. "Wir" tragen keine Mitschuld daran, daß in Afrika Kleptokratien und Korruptokratien das Bild bestimmen.

Das ist natürlich so pauschal und einfach begründet nicht richtig.
Also du persönlich trägst natürlich keine Schuld.
Gehen wir aber mal historisch und aktuell davon aus, daß wie uns zum sogenannten Westen zählen.
Der Westen hat in Afrika und Nahen Osten wilkürlich Grenzen gezogen aus denen nachher eigenständige Staaten wurden, wo vorher nur unterschiedliche, teils verfeindete, Stämme wohnten. Häufig war es dann so, daß der Stamm die Regendschaft bekommen hat , mit dem die Kolonialherren am Besten konnten, unabhängig davon wie es den anderen Stämmen in diesen künstlichen Ländern ging. Grundsätzlich haben m.M. fast alle heutigen Konflikte in diesen Ländern und Regionen diesen einen Ursprung/Hintergrund.
Nun jetzt ist es aber so wie es ist und was macht der Westen heutzutage?
Hofiert in vielen Fällen immer noch ihre Stammenführer (Nahen Osetn) und in Falle Afrika behindert eine unfaire Handelspolitik des Westens in vielen Fällen ein wirtschaftlichen Weiterkommen vieler afrikanischen Staaten. Eine Reform der europäischen Handelspolitik gegenüber Afrika könnte einiges positives bewirken, auch im Bezug auf die wirtschaftlichen Fluchtgründe.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Di 17. Jul 2018, 08:10

relativ hat geschrieben:(17 Jul 2018, 08:46)

Das ist natürlich so pauschal und einfach begründet nicht richtig.
Also du persönlich trägst natürlich keine Schuld.

Meine ich doch! :)
Gehen wir aber mal historisch und aktuell davon aus, daß wie uns zum sogenannten Westen zählen.
Der Westen hat in Afrika und Nahen Osten wilkürlich Grenzen gezogen aus denen nachher eigenständige Staaten wurden, wo vorher nur unterschiedliche, teils verfeindete, Stämme wohnten. Häufig war es dann so, daß der Stamm die Regendschaft bekommen hat , mit dem die Kolonialherren am Besten konnten, unabhängig davon wie es den anderen Stämmen in diesen künstlichen Ländern ging. Grundsätzlich haben m.M. fast alle heutigen Konflikte in diesen Ländern und Regionen diesen einen Ursprung/Hintergrund.
Nun jetzt ist es aber so wie es ist und was macht der Westen heutzutage?
Hofiert in vielen Fällen immer noch ihre Stammenführer (Nahen Osetn) und in Falle Afrika behindert eine unfaire Handelspolitik des Westens in vielen Fällen ein wirtschaftlichen Weiterkommen vieler afrikanischen Staaten. Eine Reform der europäischen Handelspolitik gegenüber Afrika könnte einiges positives bewirken, auch im Bezug auf die wirtschaftlichen Fluchtgründe.

Manchem kann ich hier zustimmen. Nun haben die Menschen in Afrika und Asien aber auch Köpfe mit Gehirn darinnen. Und von denen erwarte ich ganz einfach, daß sie sich anstrengen und notfalls dem guten Beispiel folgen, das überall auf der Welt systematisch abgegriffen werden kann... so wie das in Ostasien gelungen ist.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 17. Jul 2018, 08:31

H2O hat geschrieben:(17 Jul 2018, 09:10)

Meine ich doch! :)
:thumbup:

Manchem kann ich hier zustimmen. Nun haben die Menschen in Afrika und Asien aber auch Köpfe mit Gehirn darinnen. Und von denen erwarte ich ganz einfach, daß sie sich anstrengen und notfalls dem guten Beispiel folgen, das überall auf der Welt systematisch abgegriffen werden kann... so wie das in Ostasien gelungen ist.
Wir sind doch nicht deren Gouvernanten!
Da gehe ich mit, natürlich muessen sich die Menschen vor ort auch selber bewegen um eine Verbesserung ihrer Lebensumstände herbeizuführen. Natürlich ist dies vielerorts ncht so einfach wie z.B. im sogenannten Westen, wo wir mit einem Kreuz Veränderungen herbeiführen können.
Man sollte auch unterscheiden zwischen Staaten, die schon vor der Kolonialzeit staatliche Strukturen hatten und Staaten die einfach wilkürlich entstanden sind ohne vorher eine staatliche, gesellschaftliche oder geographische Einheit gebildet zu haben.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Di 17. Jul 2018, 08:54

H2O hat geschrieben:(17 Jul 2018, 08:21)

Mit anderen Worten: Wer Aufträge aus solchen Ländern gewinnen will / muß, der muß mit den dortigen Wölfen heulen. Oder man verzichtet auf die Dienstreise.

Deswegen muss es mMn. internationale Sanktionen gegen alle Unternehmen geben, die an Korruption beteiligt sind. Ich denke, dass die Industrienationen da am längeren Hebel sitzen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Alpha Centauri » Di 17. Jul 2018, 09:07

Senexx hat geschrieben:(17 Jul 2018, 08:19)

Immigranten, egal ob legal oder illegal, werden zu staatlich finanzierten Integrationsmaßnahmen verdonnert. Wenn beispielsweise ein Türke seine Frau nachholt, muss sie in einen solchen Kurs. Andernfalls bekommt sie kein Aufenthaltsrecht. Wieso muss der deutsche Steuerzahler das zahlen? Es ist den Immigranten zuzumuten, die Kosten selbst zu tragen.



Warum muss der amerikanische Steuerzahler für die militärische Souveränität Deutschlands zahlen?

Warum muss die normale Bevölkerung Afrika für den ausbeuterischen Raub Europas an den Rohstoffen des Kontinents, die Zeche zahlen?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 17. Jul 2018, 09:22

Senexx hat geschrieben:(17 Jul 2018, 08:19)

Immigranten, egal ob legal oder illegal, werden zu staatlich finanzierten Integrationsmaßnahmen verdonnert. Wenn beispielsweise ein Türke seine Frau nachholt, muss sie in einen solchen Kurs. Andernfalls bekommt sie kein Aufenthaltsrecht. Wieso muss der deutsche Steuerzahler das zahlen? Es ist den Immigranten zuzumuten, die Kosten selbst zu tragen.

Warum der Steuerzahler das tragen muss hast du doch schon beschrieben. Die Frau muss in so ein Kurs, damit sie hier bei ihrem Mann leben darf. Na klingelt etwas? Nebenbei bemerkt, hat eine besssree sprachliche Integration von Migranten ja auch einen gesellschaftlichen Nutzen für die Gesellschaft hat.
Mal unabhängig davon, wer die Migranten hier gar nicht haben will und deshalb natürlich auch nicht zahlen möchte, gelle?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Di 17. Jul 2018, 09:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Jul 2018, 09:54)

Deswegen muss es mMn. internationale Sanktionen gegen alle Unternehmen geben, die an Korruption beteiligt sind. Ich denke, dass die Industrienationen da am längeren Hebel sitzen.


Nichts dagegen, wenn das im Westen einheitlich und fair durchgeführt wird. Könnte natürlich sein, daß dann einige Schwellenländer wie Indien, China, Vietnam, Brasilien die großen Aufträge in Afrika und Südamerika abgreifen. Mit anderen Worten: So einfach geht das gar nicht im Wettbewerb! Noch nicht einmal innerhalb der EU... siehe Korruptionsindex von Transparency International.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Di 17. Jul 2018, 10:12

H2O hat geschrieben:(17 Jul 2018, 10:40)

Nichts dagegen, wenn das im Westen einheitlich und fair durchgeführt wird. Könnte natürlich sein, daß dann einige Schwellenländer wie Indien, China, Vietnam, Brasilien die großen Aufträge in Afrika und Südamerika abgreifen.

Nicht nur im Westen, Sanktionen sollte alle Unternehmen weltweit treffen können, wenn sie Korruption betreiben, dazu bedarf es aber internationaler Abkommen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon aleph » Di 17. Jul 2018, 11:52

Europa ist nur begrenzt belastbar für Zuwanderung. Vor 10 Jahren haben wir eine hohe Arbeitslosigkeit gehabt und der Staat fühlte sich gezwungen, Sozialleistungen zu kürzen. Die Rentenfrage ist nicht geklärt. Zuwanderung so weit man Arbeitsplätze garantieren kann, ist ok. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Sozialleistungen wieder steigen und der Staat weiter kürzen will.

In etlichen anderen Ländern hingegen gibt es eine hohe Arbeitslosigkeit. Sozialleistungen gibt es, wenn überhaupt, oft nur begrenzt. Es ist verständlich, dass diese Länder keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, für diese selbst sind diese Länder ja auch uninteressant. Es ist durchaus sinnvoll, wenn man Arbeiter braucht, diese zunächst aus dem nahen
europäischen Ausland zu holen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Di 17. Jul 2018, 12:55

aleph hat geschrieben:(17 Jul 2018, 12:52)

Europa ist nur begrenzt belastbar für Zuwanderung. Vor 10 Jahren haben wir eine hohe Arbeitslosigkeit gehabt und der Staat fühlte sich gezwungen, Sozialleistungen zu kürzen. Die Rentenfrage ist nicht geklärt. Zuwanderung so weit man Arbeitsplätze garantieren kann, ist ok. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Sozialleistungen wieder steigen und der Staat weiter kürzen will.

In etlichen anderen Ländern hingegen gibt es eine hohe Arbeitslosigkeit. Sozialleistungen gibt es, wenn überhaupt, oft nur begrenzt. Es ist verständlich, dass diese Länder keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, für diese selbst sind diese Länder ja auch uninteressant. Es ist durchaus sinnvoll, wenn man Arbeiter braucht, diese zunächst aus dem nahen
europäischen Ausland zu holen.

Das ist völliger Quatsch. Und einfach nur Feigenblattausreden, warum man humanitären Verpflichtungen nicht nachkommen will. Es gibt weder Sozialleistungskürzungen "Wegen Flüchtlingen", noch ist solches irgendwo angedacht. Die Rente ist durch diese Leute auch nicht in Gefahr, denn sie ist ein Umlagesystem, von dem die Flüchtlinge nicht profitieren. Nicht eine dieser Ausreden paßt.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)

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