Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Wähler
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Mi 11. Jul 2018, 10:13

Wähler hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:04)
Nach neuestem Stand hat der Gipfel der EU-Regierungschefs Ende Juni beschlossen, keinen Druck mehr auf die Viszegradstaaten und Österreich auszuüben, Flüchtlinge aufzunehmen. Es geht nur noch um Freiwilligkeit. In Deutschland kann man auch nicht eine wachsende Minderheit zur freiwilligen Hilfe zwingen. Es geht nur mit überzeugenden Konzepten EU-weit, also nicht national.

zollagent hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:09)
Also das, was Frau Merkel schon länger sagt.

Auch Frau Merkel will die UNO-Flüchtlingskonvention nicht mehr 1:1 umsetzen, sonst hätte sie gegen die Obergrenze im Koalitionsvertrag gestimmt. Vielleicht kommt es ja noch zu einer Kenia-Koaliton. ;)
Zuletzt geändert von Wähler am Mi 11. Jul 2018, 10:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mi 11. Jul 2018, 10:15

Klarsteller hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:09)

Es ist nun einmal illegale Migration. Man kann natürlich einfach mit dem Fuß aufstampfen und weiterhin die rechtsstaatlichen Regeln missachten und auch weiterhin bei jedem Migrant von Flüchtling faseln, aber das muss dann auch niemanden interessieren. Es ruft lediglich ein mitleidiges Lächeln hervor.

Und rechtsstaatlich ist es, jedem die Möglichkeit zu geben, eben sein Ansinnen prüfen zu lassen. Jedes andere Verhalten ist eine Mißachtung des Rechtsstaats. Man kann ihn nicht verteidigen, indem man ihn in der See versenkt. Das "mitleidige Lächeln" ist wohl nur eine mildere Stufe des Hohnlachens derjenigen, die schon mal Menschen mal nach links und mal nach rechts über die Rampe trieben. In allen diesen Fällen sind Menschen eben plötzlich keine Menschen mehr, sondern "Schmarotzer, Eindringlinge, Invasoren". Danke, diese Denke behalte für dich, mein Freund.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mi 11. Jul 2018, 10:17

Wähler hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:13)

Auch Frau Merkel will die UNO-Flüchtlingskonvention nicht mehr 1:1 umsetzen, sonst hätte sie gegen die Obergrenze im Koalitionsvertrag gestimmt. Vielleicht kommt es ja noch zu einer Kenia-Koaliton. ;)

Vielleicht sollte man sie mal direkt fragen, ob sie diese Konvention nicht mehr komplett umsetzen will, statt einfach mal ins Blaue zu fabulieren.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Europa2050 » Mi 11. Jul 2018, 10:21

Klarsteller hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:06)

Der Vergleich mit den Palästinensern ist zwar möglich, aber hinkt. Alleine schon die Begrifflichkeit Flüchtling passt auf die meisten, sich selbst in Seenot Begebenden nicht.
Ausbildung und Einbindung hat aber nicht hier zu erfolgen. Du kannst natürlich gerne eine pauschale Pflicht von Deutschland oder des Westens ausgehen, aber dies führt nur zur weiteren Verwerfungen.
Welche Vorurteile? Meinst jene, welche 2015 noch Hetze waren und sich immer wieder bestätigt haben, auch auf Grund der Erfahrungen bis dahin?
Welche Rückkehrer? Die meisten kehren nicht freiwillig zurück. Und jene, welche gezwungen werden müssen oder überhaupt mal gezwungen werden, haben bestimmt kein positives Deutschlandbild. Die Werte und Fähigkeiten kann man auch nicht einfach aufs Auge drücken. Die sollten vorher schon vorhanden sein, was sie eben meistens nicht sind.
Die Werte der Aufklärung müssen die sich schon selbst erarbeiten, ansonsten ist es nichts, was prägend ist.
Von mehr Leistungsempfängern und mehr Straftaten profitiert wer in Deutschland? Wer profitiert von mehr rückwärtsgewandten Werten? Wer profitiert von mehr religiösen Sonderrechten?

Es geht um das Gesamtergebnis und nicht um Einzelgewinne, welche in der Gesamtheit nichts wert sind.


Ein Gedankenexperiment:
Ein Mensch aus den uns umgebenden Afrikanischen oder arabischen Staaten liest Dein und mein letztes Posting und soll sich dann ein Bild über Europa machen.
Welches Bild wird er sich über diese Europäer machen?
Gute Nachbarn oder Kreuzritter?

Er wird die Posts nie lesen, aber es ist eine Einstellungsfrage.

Und ob wir in Europa in ein paar Jahrzehnten von guten Nachbarn, Freunden umgeben sind, wie Deutschland heute oder von verfeindeten Nachbarn wie Deutschland früher, liegt eben auch an uns und wie wir die Leute in ihrer schwierigen Zeit behandeln.
Und aufgrund der guten Erfahrungen Deutschlands mit netten Nachbarn ist das für mich definitiv ein Ziel für Europa.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Klarsteller » Mi 11. Jul 2018, 10:29

Europa2050 hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:21)

Ein Gedankenexperiment:
Ein Mensch aus den uns umgebenden Afrikanischen oder arabischen Staaten liest Dein und mein letztes Posting und soll sich dann ein Bild über Europa machen.
Welches Bild wird er sich über diese Europäer machen?
Gute Nachbarn oder Kreuzritter?

Er wird die Posts nie lesen, aber es ist eine Einstellungsfrage.

Und ob wir in Europa in ein paar Jahrzehnten von guten Nachbarn, Freunden umgeben sind, wie Deutschland heute oder von verfeindeten Nachbarn wie Deutschland früher, liegt eben auch an uns und wie wir die Leute in ihrer schwierigen Zeit behandeln.
Und aufgrund der guten Erfahrungen Deutschlands mit netten Nachbarn ist das für mich definitiv ein Ziel für Europa.


Diese Menschen interessieren sich nur nicht dafür. Du kannst dreimal raten, warum die meisten lieber dort hin wollen, wo die Sozialleistungen entsprechend hoch sind.
Ist nicht schwer.
Kreuzritter bleiben in Ihrer Heimat und sind plötzlich keine Eroberer mehr? Das Gelernte im Geschichtsunterrricht sollte noch einmal überprüft werden.
Übrigens Nachbarn von einem Münchener wohnen auch nicht in Hamburg.

Wenn man sich viele Menschen reinholt, welche nur den Sozialstaat ausnutzen wollen und Werte hereintransportieren, welche nicht den unseren entsprechen, (wobei das nur ein kleiner Auszug der Probleme ist) dann scheitern Deutschland und Europa daran und nicht dass man diese nicht reinlässt.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Jul 2018, 10:31

Klarsteller hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:29)

Diese Menschen interessieren sich nur nicht dafür. Du kannst dreimal raten, warum die meisten lieber dort hin wollen, wo die Sozialleistungen entsprechend hoch sind.
Ist nicht schwer.
Kreuzritter bleiben in Ihrer Heimat und sind plötzlich keine Eroberer mehr? Das Gelernte im Geschichtsunterrricht sollte noch einmal überprüft werden.
Übrigens Nachbarn von einem Münchener wohnen auch nicht in Hamburg.

Wenn man sich viele Menschen reinholt, welche nur den Sozialstaat ausnutzen wollen und Werte hereintransportieren, welche nicht den unseren entsprechen, (wobei das nur ein kleiner Auszug der Probleme ist) dann scheitern Deutschland und Europa daran und nicht dass man diese nicht reinlässt.


Die meisten Flüchtlinge sitzen in den Nachbarländern ihrer ehemaligen Heimat.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 11. Jul 2018, 10:34

zollagent hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:15)

Und rechtsstaatlich ist es, jedem die Möglichkeit zu geben, eben sein Ansinnen prüfen zu lassen.

Genauso rechtsstaatlich wäre es, diejenigen abzuweisen und zurückzuschicken, die nach Prüfung kein Anrecht auf Asyl haben. So macht es die Schweiz: https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/as ... tegie.html
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Mi 11. Jul 2018, 10:38

Wähler hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:13)
Auch Frau Merkel will die UNO-Flüchtlingskonvention nicht mehr 1:1 umsetzen, sonst hätte sie gegen die Obergrenze im Koalitionsvertrag gestimmt. Vielleicht kommt es ja noch zu einer Kenia-Koaliton. ;)

zollagent hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:17)
Vielleicht sollte man sie mal direkt fragen, ob sie diese Konvention nicht mehr komplett umsetzen will, statt einfach mal ins Blaue zu fabulieren.

Brauche ich nicht. Frau Merkel hat den Koalitionsvertrag mit der Obergrenze persönlich unterschrieben. Die Obergrenze widerspricht der UNO-Flüchtlingskonvention, wenn der 201 000 Flüchtlinge in 2018 bei uns anklopft.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Europa2050 » Mi 11. Jul 2018, 10:42

Klarsteller hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:29)

Diese Menschen interessieren sich nur nicht dafür. Du kannst dreimal raten, warum die meisten lieber dort hin wollen, wo die Sozialleistungen entsprechend hoch sind.
Ist nicht schwer.
Kreuzritter bleiben in Ihrer Heimat und sind plötzlich keine Eroberer mehr? Das Gelernte im Geschichtsunterrricht sollte noch einmal überprüft werden.
Übrigens Nachbarn von einem Münchener wohnen auch nicht in Hamburg.

Wenn man sich viele Menschen reinholt, welche nur den Sozialstaat ausnutzen wollen und Werte hereintransportieren, welche nicht den unseren entsprechen, (wobei das nur ein kleiner Auszug der Probleme ist) dann scheitern Deutschland und Europa daran und nicht dass man diese nicht reinlässt.


Der Anfang dieser Unterdiskussion zwischen uns beiden war aber, wie man die Menschen behandelt, die bei uns sind und nicht, wie viele man wie hereinlässt. Das sollte man schon trennen.

Und wenn man sie nicht arbeiten lässt, weis man auch nicht, ob sie es gar nicht wollen. Was sollen sie denn tun, außer durch die Stadt zu spazieren, während unserereins arbeitet?

Der Begriff „Kreuzritter“ in seiner heutigen Verwendung durch islamistische Brunnenvergifter ist Ihnen bekannt?

Und ein Hamburger und ein Münchner haben keine gemeinsame Grundstücksgrenze, sind also keine Nachbarn, die EU und diverse Staaten Nordafrikas und Arabiens aber schon (auch wenn die gemeinsame Grenze recht feucht ist).
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Mi 11. Jul 2018, 10:45

Mal sehen ob Italien tatsächlich die Häfen für alle Schiffe schließt die Migranten an Bord haben. Luigi Di Maio, der Chef von M5S, sieht das sehr kritisch.

"Vice premier Luigi Di Maio criticised interior minister Matteo Salvini’s decision to keep ports closed to endangered Italian vessel the Diciotti; “It’s unimaginable to close our ports to an Italian vessel,” he declared, speaking on the La7 programme Omnibus on Wednesday morning. The vice premier went on to say “but I do agree that the question of what to do in the Mediterranean is a complex one. The ports should only be closed to ONGs who don’t respect the rules.” Quelle: http://www.italianinsider.it/?q=node/6977
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Klarsteller » Mi 11. Jul 2018, 10:49

Europa2050 hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:42)

Der Anfang dieser Unterdiskussion zwischen uns beiden war aber, wie man die Menschen behandelt, die bei uns sind und nicht, wie viele man wie hereinlässt. Das sollte man schon trennen.

Und wenn man sie nicht arbeiten lässt, weis man auch nicht, ob sie es gar nicht wollen. Was sollen sie denn tun, außer durch die Stadt zu spazieren, während unserereins arbeitet?

Der Begriff „Kreuzritter“ in seiner heutigen Verwendung durch islamistische Brunnenvergifter ist Ihnen bekannt?

Und ein Hamburger und ein Münchner haben keine gemeinsame Grundstücksgrenze, sind also keine Nachbarn, die EU und diverse Staaten Nordafrikas und Arabiens aber schon (auch wenn die gemeinsame Grenze recht feucht ist).


Zur Zeit nicht wirklich trennbar, da jeder reingelassen wird und jeder hier bleibt.
Zunächst sollte man erst einmal wieder das vorhandene Recht durchsetzen. Dann kann man sich mit den Problemen beschäftigen.
Zur Behandlung gehört dann u.a. auch festzustellen, ob Integration notwendig ist oder eben nicht. Und für Gäste ist dies nicht notwendig. Da sollte man eher andere Dinge schaffen. Die sollte man auf die Rückkehr in ihre Heimat vorbereiten und auch diesbezüglich gerne schulen und ausbilden.

Und bzgl. Arbeiten lassen. Den Generationen, welche schon hier sind, hat man das arbeiten nicht verboten. Die Statistiken sind dennoch eindeutig. Wobei man das weiterhin ignorieren kann.

Für Islamisten ist dies wohl eher jeder, der kein Islamist ist. Deswegen muss mich deren Definition nicht jucken.

Und welche Grenze hat Deutschland mit dem Kongo? Oder mit Syrien? Oder Afghanistan? Und auch eine feuchte Seegrenze haben wir nicht. Und falls Du auf das Mittelmeer bzgl. Europa anspielst: Internationale Gewässer sind dazwischen. Da gibt es keine gemeinsame Grenze.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mi 11. Jul 2018, 12:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:34)

Genauso rechtsstaatlich wäre es, diejenigen abzuweisen und zurückzuschicken, die nach Prüfung kein Anrecht auf Asyl haben. So macht es die Schweiz: https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/as ... tegie.html

Wenn das Verfahren erst gar nicht eröffnet wird, ist das schlicht warme Luft. Und genau das ist das Ziel.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mi 11. Jul 2018, 12:12

Wähler hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:38)

Brauche ich nicht. Frau Merkel hat den Koalitionsvertrag mit der Obergrenze persönlich unterschrieben. Die Obergrenze widerspricht der UNO-Flüchtlingskonvention, wenn der 201 000 Flüchtlinge in 2018 bei uns anklopft.

Ich denke, dann würden die Obergrenzenvertreter es schriftlich bekommen, daß diese Vereinbarung Makulatur ist und von Anfang an war.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 11. Jul 2018, 12:16

zollagent hat geschrieben:(11 Jul 2018, 13:11)

Wenn das Verfahren erst gar nicht eröffnet wird, ist das schlicht warme Luft. Und genau das ist das Ziel.

In der Schweiz wird ein Verfahren gar nicht erst eröffnet!?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mi 11. Jul 2018, 12:17

Klarsteller hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:49)

Zur Zeit nicht wirklich trennbar, da jeder reingelassen wird und jeder hier bleibt.
Zunächst sollte man erst einmal wieder das vorhandene Recht durchsetzen. Dann kann man sich mit den Problemen beschäftigen.....



Das übliche Geschwätz, das man eben aus der rechten Ecke hört und das neuerdings auch im Bundestag zu hören ist. Ob man auf solchen Unsinn wirklich noch eingehen muß? "Vorhandenes Recht durchsetzen" ist auch das Recht gegeneinander abwägen. Und da fällt das Rechtsgeschwätz angesichts des Artikels 1 des Grundgesetzes ganz schnell in die Tonne. Dieses Karussel muß niemand mehr in Bewegung setzen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Mi 11. Jul 2018, 12:42

Wähler hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:38)
Brauche ich nicht. Frau Merkel hat den Koalitionsvertrag mit der Obergrenze persönlich unterschrieben. Die Obergrenze widerspricht der UNO-Flüchtlingskonvention, wenn der 201 000 Flüchtlinge in 2018 bei uns anklopft.

zollagent hat geschrieben:(11 Jul 2018, 13:12)
Ich denke, dann würden die Obergrenzenvertreter es schriftlich bekommen, daß diese Vereinbarung Makulatur ist und von Anfang an war.

Durch eine Koalitionsvereinbarung einer möglichen Kenia-Koalition ohne CSU?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Klarsteller » Mi 11. Jul 2018, 12:53

Wähler hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:38)

Brauche ich nicht. Frau Merkel hat den Koalitionsvertrag mit der Obergrenze persönlich unterschrieben. Die Obergrenze widerspricht der UNO-Flüchtlingskonvention, wenn der 201 000 Flüchtlinge in 2018 bei uns anklopft.


Wie gesagt, die UN Flüchtlingskonvention spielt nicht rein, wenn die angebliche Flucht über 1000ste km und viele Länder geht.
Und die Obergrenze ist einfach fernab jegliche Realität. Schon einmal darüber nachgedacht, welche Infrastruktur alleine für 200.000 Leute benötigt wird? Und dann noch die fiskalischen Probleme.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mi 11. Jul 2018, 12:56

Klarsteller hat geschrieben:(11 Jul 2018, 13:51)

Der Artikel ist ein schwacher Artikel. Und die Menschenwürde alleine reicht eben nicht aus. Ansonsten müsste man hier alles aufgeben und zBsp die ganzen Finanzen auf der Welt verteilen. Und es dürfte auch keinen Darwin Pokal geben, für jene, die es bisher schaffen, während die anderen in deren Heimatländern nicht das Glück auf den Pokal haben. Wo ist da die angebliche Menschenwürde? Oder ist es dann plötzlich egal. Na so funktioniert das nicht.

Dieser Artikel ist die Grundlage unserer Verfassung. Ihn als "schwach" anzusehen, zeigt, daß sie Euch nicht wichtig ist, die Menschenwürde. Und man müßte gar nichts, vor allem nicht die schwachsinnigen Aktionen, die Ihr ohnehin nie tun würdet. Man muß nur eines, dort, wo unser Grundgesetz gilt, eben dieser Menschenwürde die Bedeutung geben, die sie verdient. Und das tut man u.a. auch damit, daß man grundlegende Rechte bewahrt und gewährt. Damit jedenfalls ist Euer Festungsdenken gegen "Invasoren" schlicht als Menschenverachtung entlarvt.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Vongole » Mi 11. Jul 2018, 13:43

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:34)

Genauso rechtsstaatlich wäre es, diejenigen abzuweisen und zurückzuschicken, die nach Prüfung kein Anrecht auf Asyl haben. So macht es die Schweiz: https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/as ... tegie.html


Oder die Niederlande, deren Verfahren ich, soweit ich es beurteilen kann, für effektiv, und durch die sofortige Beistellung eines Rechtsanwaltes auch für menschenwürdig halte.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Mi 11. Jul 2018, 14:18

Keoma hat geschrieben:(11 Jul 2018, 10:20)

Moment, diese Vermischung von Asyl, Flüchtlingen und Migration kam doch nicht von Rechtsradikalen, sondern war Bestandteil der Willkommenskultur ("Integration so schnell wie möglich, sofort arbeiten lassen").

Stimmt.

Anfangs hieß es Refugees Welcome.
Danach wurden neue Begriffe eingeführt, zum Beispiel Schutzsuchende. Man kann vor Regen, Armut, Krieg, Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit usw. Schutz suchen.
Wenn die Stützung der Demografie-Lüge ins Zentrum geriet, sprach man von Migrationspolitik.
Ebenso, um die Fachkräftemangel-Lüge zu rechtfertigen.
Um Solidarität innerhalb der EU zu forcieren, wurde der Migrationsdruck bemüht, den kein Land allein stemmen könne.
Mal sehen, welche Fortschritte die babylonische Sprachverwirrung noch macht.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.

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