Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Keoma
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Keoma » Mi 11. Jul 2018, 08:31

Senexx hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:24)

Selbst aus Afrika kommt schon lange der Ruf nach einer Wiederbelebung des Kolonialismus.

https://www.welt.de/kultur/article11871 ... ollen.html


Wird wohl auch nicht mehrheitsfähig sein.
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Orbiter1
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Mi 11. Jul 2018, 08:34

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:14)

In Libyen einen TÜV für Boote einführen.
In Libyen entlang der gesamten Küste eine Auslauf- und Einfahrtskontrolle einführen und diese engmaschig überwachen, zu Lande, zu Wasser und zu Luft.
In Libyen Behörden- und Sicherheitspersonal nach deutschem Standard ausbilden.
In Libyen Aufenthaltsmöglichkeiten nach deutschem Standard einrichten.

In Libyen die exzessive Korruption, die Sklaverei, den islamischen Terrorismus abschaffen und Menschenrechte etablieren.


Was Libyen betrifft sollen die Trottel die das Chaos dort angerichtet haben, vor allem Frankreich, GB und USA, dafür sorgen dass es dort wieder stabile politische Verhältnisse gibt. Ansonsten sind die aufgeführten Punkte gar nicht durchführbar.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Mi 11. Jul 2018, 08:38

Keoma hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:16)

Gute Vorschläge, aber teilweise nur mit Gewalt durchsetzbar.
Außerdem kommt dann gleich das Geplärr "Neokolonialismus".


Genau so wäre das auch! Die EU zeichnet sich dadurch aus, daß sie von Dritten etwas fordert oder ihnen zumuten möchte, was ihre Mitgliedsstaaten auf ihrem Boden nicht zulassen würden. Ich sehe, daß der Zustrom von Flüchtlingen im wesentlichen Österreich und Deutschland zum Ziel hat, indem Italien seine Grenzen öffnet und vielleicht den unerwünschten Zuwanderern Fahrkarten nach Norden verschafft.

In Schweden, Deutschland und Österreich gehen die Wogen hoch wegen der Integrations-, Wohnungs-, Sozialprobleme durch Flüchtlinge, in anderen gehen sie hoch, weil sie diese Zumutungen glatt ablehnen. Die EU zerlegt sich schon aus diesem Grunde.

Zeit, sehr heftig gegen zu steuern. Wenn die EU dazu keine Lust hat, dann eben national und mehrschichtig. Insofern hat Herr Seehofer schon Recht, auch wenn ich sein innenpolitisches Vorgehen für verrückt halte und viel zu eng auf "Flüchtlinge" begrenzt.

Mittel für Entwicklungshilfe in Korruptokratien und Kleptokratien in Afrika und Asien anlegen heißt, das Geld der Steuerzahler in ein Faß ohne Boden abfließen zu lassen. Das ändert gar nichts an den furchtbaren Verhältnissen dort, wie die vergangenen 60 Jahre Entwicklungshilfe gezeigt haben. Was bleibt, das ist die Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten mit guter Regierungsführung... nur kommen von dort keine Flüchtlinge (Ruanda, Botswana, Namibia).
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Mi 11. Jul 2018, 08:39

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:34)

Was Libyen betrifft sollen die Trottel die das Chaos dort angerichtet haben, vor allem Frankreich, GB und USA, dafür sorgen dass es dort wieder stabile politische Verhältnisse gibt. Ansonsten sind die aufgeführten Punkte gar nicht durchführbar.


Die zeigen Ihnen den Stinkefinger und machen ansonsten gar nix. Die Flüchtlinge landen am Ende immer in Österreich, Deutschland und Schweden (?). Und nun?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mi 11. Jul 2018, 08:45

unity in diversity hat geschrieben:(11 Jul 2018, 00:21)

Wenn Europa alle Verdammten dieser Erde aufnimmt, sind Alteuropäer und Neueuropäer gleicharm.
...
Ist das der Merkelsozialismus?

Strohmannargument, das gerne auch aus der rechten Ecke gebracht wird. Es kommen nicht alle. Bitte kram deine Schulbücher der 4. Klasse heraus und mach dich kundig, wie viel 6 % von allen sind. Das ist etwa der Anteil der Flüchtigen, der in Europa ankommt.

Und die Bemerkung über Merkelsozialismus hat mit dem Despotenregime in Nordkorea welchen Bezug?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Keoma » Mi 11. Jul 2018, 08:47

zollagent hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:45)

Strohmannargument, das gerne auch aus der rechten Ecke gebracht wird. Es kommen nicht alle. Bitte kram deine Schulbücher der 4. Klasse heraus und mach dich kundig, wie viel 6 % von allen sind. Das ist etwa der Anteil der Flüchtigen, der in Europa ankommt.

Und die Bemerkung über Merkelsozialismus hat mit dem Despotenregime in Nordkorea welchen Bezug?


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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Jul 2018, 08:48

Keoma hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:16)

Gute Vorschläge, aber teilweise nur mit Gewalt durchsetzbar.
Außerdem kommt dann gleich das Geplärr "Neokolonialismus".


Das Geplärre wäre mir egal, wenn es auch nur den Hauch einer Chance gäbe, dieses zutieftst korrupte, archaische, menschenrechtsverletzende Libyen wenigstens teilweise wieder der Zivilisation zuzuführen, auch zu unserem Nutzen und der Dritter.
Die irritierende Idee ausgerechnet in diesem Staat die Lösung für Nahostprobleme und Asylantragsteller zu sehen, ist nichts Neues. Daran haben sich schon vor Jahrzehnten Union, SPD und Grüne versucht, während die Linke generell einen Pro-Gaddafi-Kurs fuhr.

Entweder gelingt es, in Libyen akzeptable Standards zu etablieren, woran ich berechtigte Zweifel hege, oder man wird sich etwas Anderes einfallen lassen müssen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mi 11. Jul 2018, 08:50

H2O hat geschrieben:(11 Jul 2018, 08:43)

War mehrfach schon unser Thema hier: Was ist davon zu halten, wenn Menschen, also das Zusammenspiel von Schlepperbanden und Flüchtlingsmassen, die Seenot bewußt herbeiführen, um sich durch "Rettung" Zutritt zu Europa zu verschaffen? Die Europäer haben so gar keine Möglichkeit ihnen den erpressten Zutritt zur EU zu verweigern.

Muß man europäischerseits nicht darüber nachdenken, wie man dieser Erpressung entgegen wirkt? Ganz klar: Ersaufen lassen, womöglich noch mit gewaltsamer Nachhilfe, kommt nicht in Frage. Aber Hunderttausende ungebetener Zuwanderer jährlich überfordern sichtlich die Sozialstaaten in Europa, und sie führen zum Zerfall der EU. Sie sind das ganz große Streitthema in der EU und auch in D. Da geht der Reihe nach der Zusammenhalt der EU vor die Hühner und zuvor schon der Zusammenhalt in D.

Was also tun?

Dieses ständige Gequatsche von "Überforderung" wird auch durch Wiederholung nicht wahrer. Wer von Überforderung sprechen könnte, wären allenfalls Jordanien, Libanon, auch die Türkei. DORT sind die Anteile von Flüchtlingen an der Gesamtbevölkerung um vieles größer als in irgendeinem Land in Europa, und es gibt auch dort keine Staatszusammenbrüche. Die gefühlte Überforderung verwöhnter Wohlstandskinder kann keinesfalls Maßstab sein.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Jul 2018, 08:52

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:34)

Was Libyen betrifft sollen die Trottel die das Chaos dort angerichtet haben, vor allem Frankreich, GB und USA, dafür sorgen dass es dort wieder stabile politische Verhältnisse gibt. Ansonsten sind die aufgeführten Punkte gar nicht durchführbar.


Das können sie nicht. In Libyen stehen sich zwei Clans trotz Friedensvertrag feindlich gegenüber und die Zeiten, da GB in der Lage war auf dem Reißbrett Staatslinien zu ziehen sind lange vorbei.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mi 11. Jul 2018, 08:52

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:14)

In Libyen einen TÜV für Boote einführen.
In Libyen entlang der gesamten Küste eine Auslauf- und Einfahrtskontrolle einführen und diese engmaschig überwachen, zu Lande, zu Wasser und zu Luft.
In Libyen Behörden- und Sicherheitspersonal nach deutschem Standard ausbilden.
In Libyen Aufenthaltsmöglichkeiten nach deutschem Standard einrichten.

In Libyen die exzessive Korruption, die Sklaverei, den islamischen Terrorismus abschaffen und Menschenrechte etablieren.



Also Bürokratie, die hindern soll, statt wirkliche Hilfe. Dir ist schon bewußt, wie pervers das ist? Der letzte Satz würde bedeuten, Libyen erstmal die Staatlichkeit zu nehmen. Und ob du damit "Terrorismus abschaffen" würdest, ob du die Korruption in den Griff bekämst, das ist höchst zweifelhaft. Das würde diese Dinge eher anfachen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mi 11. Jul 2018, 08:56

Keoma hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:47)

Jedes Jahr?
Einmalig?
Nie wieder?
Was schätzt du denn?

Ich schätze, daß hier in Europa ein paar rechte Hysteriker spinnen und den Kontakt zur Realität verloren haben. Und daß ihnen leider zu viele in die Angstmacherei folgen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Jul 2018, 08:58

H2O hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:39)

Die zeigen Ihnen den Stinkefinger und machen ansonsten gar nix. Die Flüchtlinge landen am Ende immer in Österreich, Deutschland und Schweden (?). Und nun?


Der Not gehorchend, nicht der Tugend, wir binden die Holländer ein und bauen mit deren fachlich versierter Unterstützung ein schwimmendes Auffanglager einschließlich bearbeitender EU-Behörde und Start-und Landestrip zur Verteilung und Rückführung ausserhalb jeglicher 3 Meilenzone aber jeweils in Nähe von Libyen und Marokko im Mittelmeer.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Keoma » Mi 11. Jul 2018, 08:59

zollagent hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:56)

Ich schätze, daß hier in Europa ein paar rechte Hysteriker spinnen und den Kontakt zur Realität verloren haben. Und daß ihnen leider zu viele in die Angstmacherei folgen.


Und ich schätze, dass du jeden, der deine Meinung nicht teilt, als rechten Hysteriker hinstellst.
Antwort war das jedenfalls keine.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Mi 11. Jul 2018, 09:00

H2O hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:38)

Mittel für Entwicklungshilfe in Korruptokratien und Kleptokratien in Afrika und Asien anlegen heißt, das Geld der Steuerzahler in ein Faß ohne Boden abfließen zu lassen. Das ändert gar nichts an den furchtbaren Verhältnissen dort, wie die vergangenen 60 Jahre Entwicklungshilfe gezeigt haben. Was bleibt, das ist die Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten mit guter Regierungsführung... nur kommen von dort keine Flüchtlinge (Ruanda, Botswana, Namibia).
Das ist schon richtig, aber in den Maghreb-Staaten ist da durchaus noch Hoffnung. Tunesien hat sich innerhalb von 3 Jahren im Korruptionsindex von Platz 85 auf 74 vorgearbeitet und steht nur noch knapp hinter dem EU-Land Bulgarien (Platz 71). In den Maghreb-Staaten könnten Sonderwirtschaftszonen und Weiterbildungsstätten aufgebaut werden. In Marokko und Algerien ist eine Automobilindustrie mit hohem Eigenanteil am Entstehen. Da werden inzwischen ca. 1 Mio Fahrzeuge pro Jahr gebaut. Französisch wird in den Maghreb-Staaten von vielen Einwohnern verstanden, auch wenn die Amtssprache arabisch ist. Nur mit politisch stabilen Staaten an der afrikanischen Mittelmeerküste ist der Migrationsdruck aus Afrika beherrschbar. Sieht man ja an Libyen was passiert wenn ein Land instabil wird.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 11. Jul 2018, 09:01

zollagent hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:52)

Also Bürokratie, die hindern soll, statt wirkliche Hilfe. Dir ist schon bewußt, wie pervers das ist? Der letzte Satz würde bedeuten, Libyen erstmal die Staatlichkeit zu nehmen. Und ob du damit "Terrorismus abschaffen" würdest, ob du die Korruption in den Griff bekämst, das ist höchst zweifelhaft. Das würde diese Dinge eher anfachen.


Sehe ich auch so ist aber auch typische deutsche Denkweise wenn sonst nichts geht mehr Bürokratie geht immer, plus Tipps für Libyen aus dem Behörden - und Antrags Dschungel Deutschland. :D
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Jul 2018, 09:02

zollagent hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:52)

Also Bürokratie, die hindern soll, statt wirkliche Hilfe. Dir ist schon bewußt, wie pervers das ist? Der letzte Satz würde bedeuten, Libyen erstmal die Staatlichkeit zu nehmen. Und ob du damit "Terrorismus abschaffen" würdest, ob du die Korruption in den Griff bekämst, das ist höchst zweifelhaft. Das würde diese Dinge eher anfachen.


Haben Sie überhaupt einen Lösungsansatz, oder sind Sie einfach immer nur “dagegen“?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Mi 11. Jul 2018, 09:11

H2O hat geschrieben:(11 Jul 2018, 09:39)

Die zeigen Ihnen den Stinkefinger und machen ansonsten gar nix. Die Flüchtlinge landen am Ende immer in Österreich, Deutschland und Schweden (?). Und nun?
Das hat mit den Fakten nichts zu tun. Die landen am Ende nicht immer in Österreich, Deutschland und Schweden. Gemäß den Daten von Eurostat haben sich im ersten Quartal 2018 die Asylerstanträge innerhalb der EU-Staaten wie folgt verteilt:

"The highest number of first time asylum applicants in the first quarter of 2018 was registered in Germany (with 34 400 first time applicants, or 26 % of all applicants in the EU Member States), followed by France (25 300, or 19%), Italy (17 800, or 14%), Greece (13 000, or 10%) and Spain (8 800, or 7%). These 5 Member States together account for 75 % of all first time applicants in the EU-28." Quelle: http://ec.europa.eu/eurostat/statistics ... s_go_to.3F
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Mi 11. Jul 2018, 09:12

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jul 2018, 10:02)
Haben Sie überhaupt einen Lösungsansatz, oder sind Sie einfach immer nur “dagegen“?

Im Kern geht es doch um eine Begrenzung und Kontrolle der (Flüchtlings)migration und die Suche nach einer Mehrheit für diese Politik in der EU, ohne dass der Populismus und seine Scheinlösungen überhand nehmen.
Die Vorstellung von einer Obergrenze hat die CSU in der Regierungsmehrheit durchsetzen können.
Die Diskussion über ein Einwanderungsgesetz könnte präzisieren, was Deutschland unter Migration sich vorstellt. Gänzlich ohne Migration dürften wir unseren Wohlstand nur schwer aufrecht erhalten können.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mi 11. Jul 2018, 09:16

Auch ein Einwanderungsgesetz könnte Kriegsflüchtlinge nicht "begrenzen", da sie von einem Einwanderungsgesetz gar nicht erfaßt werden könnten, sondern sie unter die Regelungen der UN-Flüchtlingskonvention fallen. Migration und Flüchtlingsbewegung als einheitlich wahrzunehmen, das ist das zweifelhafte "Verdienst" der rechten und rechtsradikalen Lager, die damit eher ihrer ureigenen Einstellung folgen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Keoma » Mi 11. Jul 2018, 09:20

zollagent hat geschrieben:(11 Jul 2018, 10:16)

Auch ein Einwanderungsgesetz könnte Kriegsflüchtlinge nicht "begrenzen", da sie von einem Einwanderungsgesetz gar nicht erfaßt werden könnten, sondern sie unter die Regelungen der UN-Flüchtlingskonvention fallen. Migration und Flüchtlingsbewegung als einheitlich wahrzunehmen, das ist das zweifelhafte "Verdienst" der rechten und rechtsradikalen Lager, die damit eher ihrer ureigenen Einstellung folgen.


Moment, diese Vermischung von Asyl, Flüchtlingen und Migration kam doch nicht von Rechtsradikalen, sondern war Bestandteil der Willkommenskultur ("Integration so schnell wie möglich, sofort arbeiten lassen").
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