Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Fliege
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Fliege » Mi 10. Okt 2018, 15:00

Wolverine hat geschrieben:(10 Oct 2018, 13:30)
Das ist alles richtig. Nur erhalten Kriegsflüchtlinge subsidiären Schutz gem. der Genfer Konvention und sind somit nicht illegal. Die Art der Einreise war insofern illegal, da der EuGH festgestellt hat, dass auch während der Krise die Dublin II und Dublin III VO Gültigkeit besaßen. Juristen streiten sich seit einiger Zeit darüber, ob man die nachweislich aus sicheren EU-Staaten eingereisten gleich an der Grenze zurückweisen kann oder ob ein Richter das entscheiden muss.
Über das verfassungswidrige Handeln der Kanzlerin müssen wir nicht diskutieren. Da sind wir einer Meinung.

Da bin ich deiner Meinung. Was den kleinen Schutz von Kriegsflüchtlingen anlangt, so hätte es, wie ich bereits anmerkte, ein Lager an der ungarisch-serbischen Grenze gut getan.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wolverine » Mi 10. Okt 2018, 15:10

Fliege hat geschrieben:(10 Oct 2018, 16:00)

Da bin ich deiner Meinung. Was den kleinen Schutz von Kriegsflüchtlingen anlangt, so hätte es, wie ich bereits anmerkte, ein Lager an der ungarisch-serbischen Grenze gut getan.

Sehen viele Menschen so. Auch viele von denen , die kein Kreuzchen bei der AfD machen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Mi 10. Okt 2018, 15:37

Wolverine hat geschrieben:(10 Oct 2018, 16:10)

Sehen viele Menschen so. Auch viele von denen , die kein Kreuzchen bei der AfD machen.
Da gibts dann bestimmt auch viele Menschen hier im Forum die das auch so sehen. Warten wir mal ab wer sich hier im Thread noch dazu bekennt.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Fliege » Mi 10. Okt 2018, 16:20

Wolverine hat geschrieben:(10 Oct 2018, 16:10)
Sehen viele Menschen so. Auch viele von denen , die kein Kreuzchen bei der AfD machen.

Das sehe ich wie du. Nur etwa ein Drittel der Merkel-Gegner wählt AfD (18 zu 54).
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Mi 17. Okt 2018, 16:50

Politico 12. Oktober 2018 Symposium - How Europe can stop African migration
https://www.politico.eu/article/europe- ... m-experts/
Paul Collier is professor of economics and public policy at the Blavatnik School of Government at Oxford University.
Europe should indeed spend €6 billion bringing jobs to Africa — it is far more humane that luring young people to the hazards of marginal lives in Europe.
The best way to spend the money is through Europe’s development finance institutions, such as the European Investment Bank, which can use it to encourage European firms to pioneer the development of job-intensive sectors such as light manufacturing and construction.
Africa is desperately short of proper firms that are able to harness the economies of scale and specialization that transform the productivity of ordinary workers. At the moment, most Africans work alone, or in tiny enterprises that doom them to low productivity.
Young Africans are drowning in attempts to reach our firms. We could so easily encourage our companies to bring the jobs to them instead.

"Africa is desperately short of proper firms that are able to harness the economies of scale and specialization that transform the productivity of ordinary workers. At the moment, most Africans work alone, or in tiny enterprises that doom them to low productivity."
Die Vorschläge der Experten unterscheiden sich sehr stark voneinander.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Mi 17. Okt 2018, 17:21

Wähler hat geschrieben:(17 Oct 2018, 17:50)

Politico 12. Oktober 2018 Symposium - How Europe can stop African migration
https://www.politico.eu/article/europe- ... m-experts/

"Africa is desperately short of proper firms that are able to harness the economies of scale and specialization that transform the productivity of ordinary workers. At the moment, most Africans work alone, or in tiny enterprises that doom them to low productivity."
Die Vorschläge der Experten unterscheiden sich sehr stark voneinander.


Der grösste Teil afrikanischer Gesellschaften ist hunderte und tausende Jahre hinter der Entwicklung der Moderne zurück.
Es gibt unzählige Völker, Tribes und Clans, die kein Interesse an einem Nationalstaat haben, der Voraussetzung für planbare Industrialisierung und Sozialstaaten.
Ohne unmissverständliche Anleitung von aussen und ohne unmissverständliches Regime bei der Arbei mit eigenem Führungspersonal, gibt es keine Lösung für die Problematik. Die Chinesen haben das präzise erkannt und handeln, während hier das Gutmenschentum noch herumfaselt, dass doch alle Menschen gleich sind .... Ja, sind sie als Menschen auch, aber eben nicht ihre gesellschaftliche Entwicklung!!!
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Brainiac » Mi 17. Okt 2018, 17:59

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Oct 2018, 18:21)

... Ja, sind sie als Menschen auch, aber eben nicht ihre gesellschaftliche Entwicklung!!!

Tut gut, von dir diesen Nachsatz zu lesen. :thumbup: Da stimme ich dir sogar zu.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Mi 17. Okt 2018, 18:20

Brainiac hat geschrieben:(17 Oct 2018, 18:59)

Tut gut, von dir diesen Nachsatz zu lesen. :thumbup: Da stimme ich dir sogar zu.


Schön, dass ich Dir eine Freude bereiten konnte, aber ich habe noch nie etwas Anderes geschrieben ... :cool:
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Fr 19. Okt 2018, 10:05

Wähler hat geschrieben:(17 Oct 2018, 17:50)

Politico 12. Oktober 2018 Symposium - How Europe can stop African migration
https://www.politico.eu/article/europe- ... m-experts/

"Africa is desperately short of proper firms that are able to harness the economies of scale and specialization that transform the productivity of ordinary workers. At the moment, most Africans work alone, or in tiny enterprises that doom them to low productivity."
Die Vorschläge der Experten unterscheiden sich sehr stark voneinander.

Da wird sich nichts bewegen. Schon während des kalten Krieges haben beide Seiten versucht, Drittweltländer mit Hilfe von industriellen Entwicklungsprojekten an sich zu binden und abhängig zu machen. Während überall die wachsende Arbeitsproduktivität zu Standortbereinigungen geführt hat, sollten in Drittweltländern Überkapazitäten geschaffen werden? Aktuell reicht das Geld nichtmal, die Investruinen umweltfreundlich rückzubauen.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Sa 20. Okt 2018, 10:14

Welt 20. Oktober 2018 Pro Tag stellen im Schnitt 460 Personen erstmals einen Asylantrag in der Bundesrepublik
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... aetzt.html
"Insgesamt wurden in diesem Jahr bis Anfang Oktober 124.405 Erstanträge gestellt. Die Zahl ist fast identisch mit jenen 125.464 Asylsuchenden, die beim ersten Behördenkontakt angaben, dass sie einen Antrag stellen wollten...Bei Abfragen stellten die Behörden laut Bericht der EU-Kommission Mitte September innerhalb nur einer Woche 8343 Treffer für Personen fest, die zuvor bereits in einem anderen EU-Staat registriert worden waren. Vor allem bei Asylsuchenden in Frankreich (1522 Fälle) und in Deutschland (1098 Fälle) ergab der Datenabgleich, dass Migranten davor in einem anderen Mitgliedsland einen Asylantrag gestellt hatten."
Gut 30% der neuen Asylanträge in Deutschland in diesem Jahr hätten also durch bilaterale Abkommen zur Rücknahme des Landes, in dem der Erstantrag gestellt wurde, verhindert werden können.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Quatschki » Sa 20. Okt 2018, 11:41

Wähler hat geschrieben:(20 Oct 2018, 11:14)Gut 10% der neuen Asylanträge in Deutschland in diesem Jahr hätten also durch bilaterale Abkommen zur Rücknahme des Landes, in dem der Erstantrag gestellt wurde, verhindert werden können.

Da braucht man kein bilaterales Abkommen.
Asylantrag abgewiesen. Aufenthaltsrecht entzogen. Fertig.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Sa 20. Okt 2018, 11:48

Wähler hat geschrieben:(20 Oct 2018, 11:14)
Welt 20. Oktober 2018 Pro Tag stellen im Schnitt 460 Personen erstmals einen Asylantrag in der Bundesrepublik
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... aetzt.html
"Insgesamt wurden in diesem Jahr bis Anfang Oktober 124.405 Erstanträge gestellt. Die Zahl ist fast identisch mit jenen 125.464 Asylsuchenden, die beim ersten Behördenkontakt angaben, dass sie einen Antrag stellen wollten...Bei Abfragen stellten die Behörden laut Bericht der EU-Kommission Mitte September innerhalb nur einer Woche 8343 Treffer für Personen fest, die zuvor bereits in einem anderen EU-Staat registriert worden waren. Vor allem bei Asylsuchenden in Frankreich (1522 Fälle) und in Deutschland (1098 Fälle) ergab der Datenabgleich, dass Migranten davor in einem anderen Mitgliedsland einen Asylantrag gestellt hatten."
Gut 30% der neuen Asylanträge in Deutschland in diesem Jahr hätten also durch bilaterale Abkommen zur Rücknahme des Landes, in dem der Erstantrag gestellt wurde, verhindert werden können.

Quatschki hat geschrieben:(20 Oct 2018, 12:41)
Da braucht man kein bilaterales Abkommen.
Asylantrag abgewiesen. Aufenthaltsrecht entzogen. Fertig.

Wenn man nur die nationale Brille auf hat, mag das so logisch sein. Den Peripheriestaaten der EU die Bürden der Flüchtlingsregistrierung aufzuladen ohne einen eu-weiten Verteilungsschlüssel vergleichbar dem Königsteiner Schlüssel, ist aber schlichtweg unsolidarisch auch Deutschland gegenüber.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Quatschki » Sa 20. Okt 2018, 12:04

Wähler hat geschrieben:(20 Oct 2018, 12:48)

Wenn man nur die nationale Brille auf hat, mag das so logisch sein. Den Peripheriestaaten der EU die Bürden der Flüchtlingsregistrierung aufzuladen ohne einen eu-weiten Verteilungsschlüssel vergleichbar dem Königsteiner Schlüssel, ist aber schlichtweg unsolidarisch auch Deutschland gegenüber.

Wenn eine Regierung merkt, dass sie diese illegalen Einwanderer nicht durchwinken kann, sorgt sie ganz automatisch dafür, dass die Außengrenzen in der erforderlichen Weise gesichert werden.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wolverine » Sa 20. Okt 2018, 12:12

Quatschki hat geschrieben:(20 Oct 2018, 12:41)

Da braucht man kein bilaterales Abkommen.
Asylantrag abgewiesen. Aufenthaltsrecht entzogen. Fertig.


Die Dublin II und III Verordnungen sprechen da eine deutliche Sprache. In den europäischen Abkommen ist alles geregelt. Nur findet momentan der deutsche Staat nicht statt. Es gibt weder Rückführungen noch Abschiebungen. Alles ruht. Des Weiteren ist die Aufgabe der Einreisekontrollen ein Thema, welches auch im Ausland Entsetzen ausgelöst hat und in Deutschland nicht nur bei Rechtsradikalen sondern auch bei normalen Menschen. Ein Staat der hoheitliche Rechte aufgibt ist kein Staat mehr.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Sa 20. Okt 2018, 12:14

Wähler hat geschrieben:(20 Oct 2018, 12:48)
Wenn man nur die nationale Brille auf hat, mag das so logisch sein. Den Peripheriestaaten der EU die Bürden der Flüchtlingsregistrierung aufzuladen ohne einen eu-weiten Verteilungsschlüssel vergleichbar dem Königsteiner Schlüssel, ist aber schlichtweg unsolidarisch auch Deutschland gegenüber.

Quatschki hat geschrieben:(20 Oct 2018, 13:04)
Wenn eine Regierung merkt, dass sie diese illegalen Einwanderer nicht durchwinken kann, sorgt sie ganz automatisch dafür, dass die Außengrenzen in der erforderlichen Weise gesichert werden.

Das ist wieder ein schönes Beispiel für eine völlig unrealistische, politisch verdrehte Sichtweise. Matteo Salvini hat ja schon deutlich gemacht, dass er nach Italien zurückgeschickte Flüchtlinge nicht aufnehmen wird. Die Bundesregierung und auch Österreich können ihre nationalen Außengrenzen nicht allein sichern, nur die europäischen gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten. Noch absurder wird diese Argumentation, wenn sie auf Bayerns Grenzen beschränkt wird.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Quatschki » Sa 20. Okt 2018, 12:20

Wähler hat geschrieben:(20 Oct 2018, 13:14)

Das ist wieder ein schönes Beispiel für eine völlig unrealistische, politisch verdrehte Sichtweise. Matteo Salvini hat ja schon deutlich gemacht, dass er nach Italien zurückgeschickte Flüchtlinge nicht aufnehmen wird. Die Bundesregierung kann ihre nationalen Außengrenzen nicht allein sichern, nur die europäischen gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten. Noch absurder wird diese Argumentation, wenn sie auf Bayerns Grenzen beschränkt wird.

Warum soll, was bei anderen Ländern geht und was früher auch ging, bei uns nicht möglich sein?
Deine Sprache ist die Sprache derer, die die Probleme nicht lösen wollen!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Sa 20. Okt 2018, 12:31

Wähler hat geschrieben:(20 Oct 2018, 13:14)
Das ist wieder ein schönes Beispiel für eine völlig unrealistische, politisch verdrehte Sichtweise. Matteo Salvini hat ja schon deutlich gemacht, dass er nach Italien zurückgeschickte Flüchtlinge nicht aufnehmen wird. Die Bundesregierung und auch Österreich können ihre nationalen Außengrenzen nicht allein sichern, nur die europäischen gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten. Noch absurder wird diese Argumentation, wenn sie auf Bayerns Grenzen beschränkt wird.

Quatschki hat geschrieben:(20 Oct 2018, 13:20)
Warum soll, was bei anderen Ländern geht und was früher auch ging, bei uns nicht möglich sein?
Deine Sprache ist die Sprache derer, die die Probleme nicht lösen wollen!

Ich habe die konkreten politischen und administrativen Umsetzungsprobleme beim Zurückschicken von Flüchtlingen innerhalb der EU angesprochen. Deine Antwort ist ein Beweis dafür, dass Du keine sachlichen realistischen Gegenvorschläge machen kannst oder willst, sondern Dich in Pseudoargumentation und Metakommunikation - "Deine Sprache ist die Sprache derer.. - flüchtest. Auf einen solch sinnlosen Forumsaustausch kann ich auch gut verzichten. Du bist allerdings nicht der einzige, der diese Masche seit Monaten hier durchziehen will.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wolverine » Sa 20. Okt 2018, 13:37

Wähler hat geschrieben:(20 Oct 2018, 13:31)

Ich habe die konkreten politischen und administrativen Umsetzungsprobleme beim Zurückschicken von Flüchtlingen innerhalb der EU angesprochen. Deine Antwort ist ein Beweis dafür, dass Du keine sachlichen realistischen Gegenvorschläge machen kannst oder willst, sondern Dich in Pseudoargumentation und Metakommunikation - "Deine Sprache ist die Sprache derer.. - flüchtest. Auf einen solch sinnlosen Forumsaustausch kann ich auch gut verzichten. Du bist allerdings nicht der einzige, der diese Masche seit Monaten hier durchziehen will.


Sind Dir die Dublin II und III VO bekannt?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Do 25. Okt 2018, 07:21

Tagesspiegel 18. Oktober 2018 Merkel gegen Kurswechsel in der EU-Asylpolitik
https://www.tagesspiegel.de/politik/eu- ... 04392.html
Sie wandte sich damit gegen einen Vorstoß des österreichischen Kanzlers Sebastian Kurz. Dieser hatte eine „verpflichtende Solidarität“ in der EU vorgeschlagen, derzufolge jedes EU-Land beim Thema Migration einen Beitrag leisten müsse, dieser Beitrag aber unterschiedlich sein könne.

"Merkel äußerte die Meinung, „dass wir weiter an diesem Werkstück noch arbeiten müssen“. In die Gipfelbeschlüsse ging Kurz' Vorschlag nicht ein. Sie bekräftigten einige konsensfähige Punkte wie den Kampf gegen Menschenschlepper und verstärkte Abschiebungen."
Die Regierung Merkel sitzt das Thema nach wie vor aus, ohne neue Impulse zu setzen. Das wird nicht reichen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Alpha Centauri » Do 25. Okt 2018, 09:20

Quatschki hat geschrieben:(20 Oct 2018, 13:04)

Wenn eine Regierung merkt, dass sie diese illegalen Einwanderer nicht durchwinken kann, sorgt sie ganz automatisch dafür, dass die Außengrenzen in der erforderlichen Weise gesichert werden.



Diese Märchen vom durchwinken, die Situation ist ja deshalb so weil die reichen Nordstaaten Europas die Peripherie Staaten Europas Jahrelang mit der Migrationsproblematik allein gelassen hat und eben statt solidarisch zu sein auf dem Ego Trip waren ,das die Italiener irgendwann darauf sauer reagieren war nur eine Frage der Zeit.

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