Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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relativ
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 21. Aug 2018, 13:40

Paperbackwriter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 13:14)

Dem schließe ich mich auch an. Die Fakten des Verfassungsbruchs durch Merkel sind so gut dokumentiert, dass die Fragen nach Quellen für bestimmte Vorgänge eigentlich nur dazu dienen sollen, die Diskussion zu verwässern. Frau Merkel oder ihre Regierung hat unter Missachtung der eigenen Verfassung und unter Missachtung des AsylverfG die unkontrollierte Einreise von Ausländern (Flüchtllinge, Asylbewerber) zugelassen und ist somit schuldig im Sinne der von mir angestrebten Anklage :)
Nun ich weiss ja nicht in welcher Fakewelt du lebst , aber meine scheint dies nicht zu sein.
Die Dublin-VO sieht vor, dass in der Regel das erste sichere EU-Land, das ein Asylsuchender erreicht, für das Asylverfahren zuständig ist. Ein anderes EU-Land kann sich stattdessen als zuständig erklären und das Verfahren an sich ziehen, also einen Selbsteintritt erklären. Will es von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, muss es freilich die eigenen Gesetze einhalten, also das Grundgesetz und das deutsche Asylgesetz. Nach dem Grundgesetz kann niemand, der über ein sicheres Drittland einreist, in Deutschland Asyl beanspruchen, und nach dem Asylgesetz ist der Zutritt zu verweigern, wenn jemand die Einreise begehrt, um hier Asyl zu beantragen.
Soweit alles richtig aber dann kommt wieder der Horizont Hammer. obwohl dir hier schon Mehrfach mitgeteilt steht im Artikel 16a genau dies was du glaubst es würde nicht existieren.
5) Die Absätze 1 bis 4 stehen völkerrechtlichen Verträgen von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften untereinander und mit dritten Staaten nicht entgegen, die unter Beachtung der Verpflichtungen aus dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, deren Anwendung in den Vertragsstaaten sichergestellt sein muß, Zuständigkeitsregelungen für die Prüfung von Asylbegehren einschließlich der gegenseitigen Anerkennung von Asylentscheidungen treffen.
Fußnote

Deweitern sieht die Dublin VO nicht vor Flüchtling an der Grenze abzuweisen, auch wenn sie offensichtlich aus einen sicheren EU Drittland kommen. Erst wird geprüft dann zurückgeschickt. Wieder ein Argument gegen Grenzkontrollen die es seit Schengen ja eigentlich auch gar nicht mehr gibt. :eek:
Ergo, es wird dir wohl sehr schwer fallen eine rechtskräfige Verurteilung von Merkel diesbezüglich hin zu bekommen, von einem Verfassungsbruch mal ganz zu schweigen.
Aber evtl. schafft ihr dies ja als Spiel an euren Stammtisch. ;)

Die sogenannte Freizügigkeit und hiermit verbunden die freie Auswahl des begehrten Asylstaates innerhalb des Schengen - Raumes gilt nicht für Flüchtlinge.
Wer hat denn sowas behauptet?

Meiner und nicht nur meiner Ansicht nach hat die Aussetzung der Identitätsfeststellung und damit die unkontrollierte Einreise von Flüchtlingen nicht nur die Dublin-VO außer Kraft gesetzt sondern auch damit verbunden, die Verfassung ausgehebelt.
Also viel verstanden hast du bisher nicht. aber auch mal an dich eine rein rethorische Frage. Wieso sind die Flüchtlinge eigentlich nicht in Italien., Österreich oder Ungarn Identifiziert worden? Sind das keine Rechtsstaaten? Haben die keine Grenzkontrolle in ihren Gesetzen?
Zuletzt geändert von relativ am Di 21. Aug 2018, 13:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Di 21. Aug 2018, 13:47

ThorsHamar hat geschrieben:(21 Aug 2018, 14:06)

...das ist sogar hier das Thema ... ;)



Ja, da bin ich bei Dir.



Da sehe ich gravierende Probleme. Wer bestimmt denn, wer ausgeschlossen wird? Im Moment sehe ich da nach demokratischen Regeln, dass Deutschland achtkantig rausfliegen würde ...

Glaube ich nicht; wir sind doch schon recht brav. Oder meinen Sie dem Mehrheitsverhalten zufolge? Wenn's nach mir ginge, dann bauen wir die Euro-Gruppe aus... denn wer heute den Euro nicht hat, der verletzt den Lissabon-Vertrag. Dann werden die Willigen nachziehen, und schon sind wir da, wo wir hin wollten. Die EU ist ohnehin überdehnt; also straffen wir sie.
Ich will mal ein Problem ansprechen:
Ganz pragmatisch gesehen, ist eine sog. Flüchtlingswelle eine potentielle Macht, Kraft, Gewalt, die in den bisherigen Regelwerken zivilisierter Gesellschaften nicht adäquat gewürdigt werden konnte. Logisch, hat ja keiner dran gedacht ...
Bislang begegnen wir dieser Herausforderung mit intellektuell-humanistisch geprägter Empathie, also mit "Hallo erstmal, wir schaffen das. Ihr seid ja nett und wir helfen euch doch. Alle Menschen werden Brüder usw. ..."
Was passiert, wenn naive Nächstenliebe auf Überlebenswillen und völlig un-intellektuelle, rein materielle Prämissen trifft ?

Na ja, das wäre reichlich ernüchternd, aber auch gutartige Menschen sind lernfähig. Sehen Sie doch, wenn sie die deutsche Politik auf diesem Gebiet verfolgen. Tatsächlich sehe ich inzwischen politisch mehr Anstrengungen, Forderungen nach mehr Unmenschlichkeit zurück zu drängen als Forderungen nach vermehrten Anstrengungen für gute Integration nach zu kommen. Von Letzterer hängt unsere Zukunft ab.

Eines Tages werden ethnisch gesäuberte Staaten verdutzt sehen, wie hier der Laden brummt, weil der neuen Zeit im weltweiten Austausch angepaßt... und das dann auch noch bei hoher Bevölkerungszahl. Das kann sogar zu einem europäischen Problem werden, wenn die Unterschiede zu groß werden. Unser Land saugt heute schon die wagemutigsten und selbstbewußtesten Leute aus den Oststaaten und dem Balkan auf. Fleißige Fachkräfte, und in 2 Generationen sind das Deutsche. Unser Land wächst nicht an Fläche, aber an Möglichkeiten!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Di 21. Aug 2018, 14:13

H2O hat geschrieben:(21 Aug 2018, 14:47)

Glaube ich nicht; wir sind doch schon recht brav. Oder meinen Sie dem Mehrheitsverhalten zufolge? Wenn's nach mir ginge, dann bauen wir die Euro-Gruppe aus... denn wer heute den Euro nicht hat, der verletzt den Lissabon-Vertrag. Dann werden die Willigen nachziehen, und schon sind wir da, wo wir hin wollten. Die EU ist ohnehin überdehnt; also straffen wir sie.


Wir sind nicht brav, immerhin haben auch wir bei der Aufnahme in die EU beschissen, sondern wir haben genug Kohle, um der Bestimmer zu sein .... :cool:
Ansonsten würden uns die anderen Staaten mehrheitlich rausschmeissen! Da bin ich sicher....

... Unser Land saugt heute schon die wagemutigsten und selbstbewußtesten Leute aus den Oststaaten und dem Balkan auf. Fleißige Fachkräfte, und in 2 Generationen sind das Deutsche. Unser Land wächst nicht an Fläche, aber an Möglichkeiten!


...aber nicht mit ungebildeten Analphabeten ....
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Paperbackwriter » Di 21. Aug 2018, 14:20

Hier noch einmal ein kleiner Hinweis an objektive Forenmitglieder.

"Das vom verfassungsändernden Gesetzgeber gewählte Konzept der sicheren Drittstaaten beschränkt den persönlichen Geltungsbereich des in Art. 16 a Abs. 1 GG nach wie vor gewährleisteten Grundrechts auf Asyl. Die Regelung knüpft an den Reiseweg des Ausländers Folgerungen für dessen Schutzbedürftigkeit: Wer aus einem sicheren Drittstaat im Sinne des Art. 16a Abs. 2 Satz 1 GG anreist, bedarf des Schutzes der grundrechtlichen Gewährleistung des Absatzes 1 in der Bundesrepublik Deutschland nicht, weil er in dem Drittstaat Schutz vor politischer Verfolgung hätte finden können. Der Ausschluß vom Asylgrundrecht ist nicht davon abhängig, ob der Ausländer in den Drittstaat zurückgeführt werden kann oder soll. Ein Asylverfahren findet nicht statt. Es entfällt auch das als Vorwirkung eines grundrechtlichen Schutzes gewährleistete vorläufige Bleiberecht. Hieran knüpft Art. 16a Abs. 2 Satz 3 GG die Folge, daß in den Fällen des Satzes 1 aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden können“. Quelle BVerfG.
Das zeigt ganz eindeutig, dass die Identitätsfeststellungen und die Verwehrung der Einreise im Anschluss an die Befragung ob der Antragstelleraus einem europäischen Land kommt, zwingend notwendig gewesen wären. Die Aussetzung dieser ID-Feststellung ist und war vor allem in jedem Fall verfassungswidrig.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 21. Aug 2018, 14:35

Paperbackwriter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 15:20)

Hier noch einmal ein kleiner Hinweis an objektive Forenmitglieder.

"Das vom verfassungsändernden Gesetzgeber gewählte Konzept der sicheren Drittstaaten beschränkt den persönlichen Geltungsbereich des in Art. 16 a Abs. 1 GG nach wie vor gewährleisteten Grundrechts auf Asyl. Die Regelung knüpft an den Reiseweg des Ausländers Folgerungen für dessen Schutzbedürftigkeit: Wer aus einem sicheren Drittstaat im Sinne des Art. 16a Abs. 2 Satz 1 GG anreist, bedarf des Schutzes der grundrechtlichen Gewährleistung des Absatzes 1 in der Bundesrepublik Deutschland nicht, weil er in dem Drittstaat Schutz vor politischer Verfolgung hätte finden können. Der Ausschluß vom Asylgrundrecht ist nicht davon abhängig, ob der Ausländer in den Drittstaat zurückgeführt werden kann oder soll. Ein Asylverfahren findet nicht statt. Es entfällt auch das als Vorwirkung eines grundrechtlichen Schutzes gewährleistete vorläufige Bleiberecht. Hieran knüpft Art. 16a Abs. 2 Satz 3 GG die Folge, daß in den Fällen des Satzes 1 aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden können“. Quelle BVerfG.
Das zeigt ganz eindeutig, dass die Identitätsfeststellungen und die Verwehrung der Einreise im Anschluss an die Befragung ob der Antragstelleraus einem europäischen Land kommt, zwingend notwendig gewesen wären. Die Aussetzung dieser ID-Feststellung ist und war vor allem in jedem Fall verfassungswidrig.



Es gibt dazu klar Aussagen und Meinungen die diesen deinen gesetzlichen Automatismus eben nicht sehen.
Das deutsche Aufenthaltsgesetz sieht vor, dass ein Ausländer, der unerlaubt einreisen will, an der Grenze zurückgewiesen wird (§ 15, Abs. 1). So wird verfahren, wenn etwa Ausweise oder Pässe fehlen oder die Herkunft der Menschen unklar ist. Anders verhält es sich allerdings, wenn die Ankömmlinge Asyl suchen. Nach europäischem Recht hat jeder Flüchtling in Deutschland Anspruch auf die individuelle Prüfung seines Antrags. Demnach dürfte er ohne diese Prüfung nicht zurückgewiesen werden, müsste also zumindest vorübergehend ins Land gelassen werden.

Dazu kommt EU- oder internationales Recht, das Zurückweisungen erschwert. Wem im Herkunftsstaat Gefahr oder Verfolgung droht, der hat einen individuellen Anspruch auf Schutz vor Zurückweisung (Artikel 33 der Genfer Flüchtlingskonvention). Zudem müssen gemäß der Europäischen Menschenrechtskonvention Zurückweisungen unterbleiben, wenn Folter oder eine unmenschliche Behandlung drohen.

Gegen das Schließen der Grenze spricht zudem, dass auch Anträge von Asylsuchenden aus sicheren Herkunfts- und Drittstaaten stets inhaltlich zu prüfen sind. Zwar sind Schutzanträge von Personen aus sicheren Herkunftsstaaten grundsätzlich als „offensichtlich unbegründet“ abzulehnen (AsylG § 29a). Aber: Ein Asylbewerber kann im Einzelfall deutlich machen, dass das entsprechende Land für ihn nicht sicher ist und ihm dort Verfolgung oder andere schwerwiegende Gefahren drohen - und vor Gericht ziehen.



Das Deutsche Institut für Menschenrechte betont ausdrücklich, dass Deutschland gemäß Dublin-Verordnung zunächst grundsätzlich zu prüfen hat, welcher EU-Mitgliedstaat für das Asylverfahren zuständig ist: „Stellen Asylsuchende einen Antrag auf Schutz gegenüber deutschen Grenzbehörden, ist Deutschland gemäß Art. 3 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 Dublin III-Verordnung für den Antrag zuständig.“ Erst wenn diese Einzelfallprüfung abgeschlossen ist und die Zuständigkeit eines anderen EU-Staates feststeht, kann Deutschland an diesen Staat ein Rückübernahmeersuchen stellen und die Person dorthin bringen lassen.

Und weiter: „In Artikel 3 Abs. 1 Satz 1 heißt es explizit, dass die Mitgliedstaaten 'jeden' Antrag auf internationalen Schutz prüfen, den ein Drittstaatsangehöriger oder Staatenloser im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats 'einschließlich an der Grenze' stellt.“

Das sieht auch das UN-Flüchtlingshilfswerk UNCHR so. Dessen Leiter in Deutschland, Dominik Bartsch, sagte der Zeitung „Die Welt“: „Deutschland ist verpflichtet, bei Schutzsuchenden, die an der Grenze um Asyl nachsuchen, zu prüfen, welches Land zuständig ist. Jedenfalls für die Dauer dieser Prüfung muss die betreffende Person auch bleiben dürfen.“
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Di 21. Aug 2018, 14:38

Salvini lässt Schiff zwar in den Hafen einlaufen, aber nicht an Land. Zuerst will er Antworten von Europa.


https://www.suedtirolnews.it/italien/sa ... ht-an-land
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Paperbackwriter » Di 21. Aug 2018, 14:43

Verschiedene Meinungen bedeuten nicht automatisch, dass ein Merkel-Wähler recht hat.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Di 21. Aug 2018, 14:47

Paperbackwriter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 15:43)

Verschiedene Meinungen bedeuten nicht automatisch, dass ein Merkel-Wähler recht hat.

Ich weiss nicht wer Merkel wählt, aber umgekeht heisst dies eben, daß im Bezug auf Grenzkontrollen und Grenzübertritte die rechtlichen Meinungen auseinander gehen.
Ich folge den humanistischen Ansatz, der auch besser zum heutigen Europa/ Deutschland und deren gesetzliche Intentionen passt.
Es muessen andere Lösungen gefunden werden, daß Problem der Flucht zu bekämpfen und es gibt sie auch.
Zuletzt geändert von relativ am Di 21. Aug 2018, 15:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Di 21. Aug 2018, 14:49

ThorsHamar hat geschrieben:(21 Aug 2018, 15:13)

Wir sind nicht brav, immerhin haben auch wir bei der Aufnahme in die EU beschissen, sondern wir haben genug Kohle, um der Bestimmer zu sein .... :cool:
Ansonsten würden uns die anderen Staaten mehrheitlich rausschmeissen! Da bin ich sicher....

Wo hat unser Land seit 1948 seine Partner in Verträgen ausgetrixt? Gab es nie! Einziger für ewig vorgehaltener Fehltritt war die Verletzung der Maastrichtkriterien für die Staatsschuld. Ok, abgehakt... meine ich. Ist länger her, als ein Mörder im Knast sitzt.

...aber nicht mit ungebildeten Analphabeten ....

Die bekommen hier als Hartzer gar kein Bleiberecht. Allenfalls durch Schlamperei... oder durch Asylberechtigung. Dann greift irgendwann die Rückreisepflicht, wenn der Mensch seine Mängel nicht abarbeiten konnte, der Asylgrund nicht mehr besteht.

Die Kanzlerin arbeitet derzeit an einem europäischen geordneten Verfahren, wie mit Flüchtlingen um zu gehen ist. Teilerfolge sind erkennbar... mit Auswirkungen auf die Weiterentwicklung der EU... wetten, daß...
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Ein Terraner » Di 21. Aug 2018, 14:52

relativ hat geschrieben:(21 Aug 2018, 15:47)

Es muessen andere Lösungen gefunden werden, daß Problem der Flucht zu bekämpfen und es gibt sie auch.


ich denke wenn sich die Anstrengung der EU bei diesem Thema endlich dahin richten würden das in den Fluchtländern wieder ein gutes Leben möglich wäre, dann würde sich der Rest von ganz alleine erledigen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Di 21. Aug 2018, 14:54

Ein Terraner hat geschrieben:(21 Aug 2018, 15:52)

ich denke wenn sich die Anstrengung der EU bei diesem Thema endlich dahin richten würden das in den Fluchtländern wieder ein gutes Leben möglich wäre, dann würde sich der Rest von ganz alleine erledigen.

Was sollte/könnte die EU dafür/dazu tun/beitragen?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Ein Terraner » Di 21. Aug 2018, 14:57

Senexx hat geschrieben:(21 Aug 2018, 15:54)

Was sollte/könnte die EU dafür/dazu tun/beitragen?


Wirtschaftspolitik, Entwicklungshilfe, Krieg, Waffenlieferungen, da gibt es schon einige Bereiche wo man ansetzen könnte.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Di 21. Aug 2018, 14:59

Ein Terraner hat geschrieben:(21 Aug 2018, 15:57)

Wirtschaftspolitik, Entwicklungshilfe, Krieg, Waffenlieferungen, da gibt es schon einige Bereiche wo man ansetzen könnte.


Aha. Sie können Schlagworte in die Runde werfen. Alle Achtung.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Ein Terraner » Di 21. Aug 2018, 15:05

Senexx hat geschrieben:(21 Aug 2018, 15:59)

Aha. Sie können Schlagworte in die Runde werfen. Alle Achtung.


Weil es dazu ja nicht schon genug Ausführungen gibt. Na gut, ab sofort stellt die EU sämtliche Waffenlieferungen ein, startet eine Entwicklungshilfe in dem sie damit startet die Städte wieder aufzubauen und ändert seine Exportpolitik dahingegend das auch lokale Produzenten und Anbierter noch eine Chance haben. Aber das wird nicht passieren, da sind wir uns doch einig ?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Di 21. Aug 2018, 15:11

Ein Terraner hat geschrieben:(21 Aug 2018, 15:57)

Wirtschaftspolitik, Entwicklungshilfe, Krieg, Waffenlieferungen, da gibt es schon einige Bereiche wo man ansetzen könnte.


Was Wohltaten betrifft, würde ich die nur Partnern mit Guter Regierungsführung angedeihen lassen. Da sind die Mittel gut angelegt, und die Bürger sind am wachsenden Wohlstand beteiligt. Kleptokratien und Korruptokratien würden von mir keinen Cent erhalten. Die eingesparten Mittel können zur Förderung der Partner mit Guter Regierungsführung umgeleitet werden. Denen würde ich sogar ein Schutzbündnis anbieten, ihre Streitkräfte, Zoll und Polizei ausbilden, falls Räuberbanden sich dort bedienen wollen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Ein Terraner » Di 21. Aug 2018, 15:15

H2O hat geschrieben:(21 Aug 2018, 16:11)

Was Wohltaten betrifft, würde ich die nur Partnern mit Guter Regierungsführung angedeihen lassen. Da sind die Mittel gut angelegt, und die Bürger sind am wachsenden Wohlstand beteiligt. Kleptokratien und Korruptokratien würden von mir keinen Cent erhalten. Die eingesparten Mittel können zur Förderung der Partner mit Gute Regierungsführung umgeleitet werden. Denen würde ich sogar ein Schutzbündnis anbieten, ihre Streitkräfte, Zoll und Polizei ausbilden, falls Räuberbanden sich dort bedienen wollen.


Das ging doch bisher immer schief, jedesmal wenn der Westen irgendwelche Truppen ausgebildet hat sind am Ende Terroristen dabei herausgekommen. Wenn wirklich etwas bewirkt werden soll, dann muss die Hilfe an der Regierung vorbei direkt in die Bevölkerung, und wenn es der Bevölkerung erst gut geht ist das Thema mit der Regierung auch recht schnell erledigt. Aber Regierungen der Wahlen beeinflussen, Truppen ausbilden usw... das hat bis her noch nie funktioniert, jedenfalls nicht wenn man nicht gerade Krieg als Ziel hat.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Moses » Di 21. Aug 2018, 15:22

Ich mach hier mal zu, Spam und gegenseitige Angriffe sind nicht Ziel dieses Stranges

der zuständige Mod wird's schon putzen und ggf. sanktionieren

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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Brainiac » Di 21. Aug 2018, 16:26

[MOD] Aufgeräumt, wieder auf.

Zwei Hinweise:

1. Ich habe die Diskussion zu der Frage, ob Merkel 2015 verfassungwidrig gehandelt hat, hier lange laufen lassen, da ich durchaus einen erheblichen inhaltlichen Zusammenhang zur europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik, ua. der Dublin-VO, sehe. Das ist jetzt aber ziemlich ausgeufert und die Standpunkt sind erschöpfend ausgetauscht. Diese Nebendiskussion ist hier somit hier beendet und kann bei Bedarf im Innenforum forgesetzt werden. Weitere Beiträge, die sich ausschließlich aus national / deutscher Sicht mit dieser Frage auseinandersetzen, sind Spam.
2. Bitte die Emotionen wieder in den Griff kriegen und die Pöbeleien einstellen. Kleine Anmerkung am Rande, mir ist nicht entgangen, wer hier damit angefangen hat ("Ihr Knaller"), und es war nicht der User "Paperbackwriter". Schluß damit.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Di 21. Aug 2018, 17:01

Senexx hat geschrieben:(21 Aug 2018, 15:38)

Salvini lässt Schiff zwar in den Hafen einlaufen, aber nicht an Land. Zuerst will er Antworten von Europa.


https://www.suedtirolnews.it/italien/sa ... ht-an-land

Ein gerechter Verteilschlüssel fehlt in der EU, wohl auch, weil sich Flüchtlinge nicht verteilen lassen wollen. Sie wollen dorthin, wo es schon ihre Community gibt, also ihre Verwandten wohnen. Dort rechnen sie sich bessere Zukunftschancen aus.
Es geht aktuell nicht nur um die Verteilung von Flüchtlingen, sondern speziell um die Untergruppe der Fachkräfte.
Die will Deutschland und wer nimmt den Rest?
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Di 21. Aug 2018, 17:35

unity in diversity hat geschrieben:(21 Aug 2018, 18:01)

Ein gerechter Verteilschlüssel fehlt in der EU, wohl auch, weil sich Flüchtlinge nicht verteilen lassen wollen. Sie wollen dorthin, wo es schon ihre Community gibt, also ihre Verwandten wohnen. Dort rechnen sie sich bessere Zukunftschancen aus.
Es geht aktuell nicht nur um die Verteilung von Flüchtlingen, sondern speziell um die Untergruppe der Fachkräfte.
Die will Deutschland und wer nimmt den Rest?

Fachkräfte? Lachhaft.
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