Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 10:10

Senexx hat geschrieben:(09 May 2017, 10:38)

Die EU maßt sich immer Kompetenzen an. Begonnen hat es mit Delors, als unter dem Vorwand des Wettbewerbs und der Abschaffung von Wettbewebshindernissen immer mehr Bereiche reguliert wurden.

Geht doch gar nicht anders, selbst mit krummen Gurken nicht. Maße, Gewichte, Normen für Farben, Energieverbraucher, Materialnormen, Nahrungsmittel muß es doch geben, damit Waren und Dienstleistungen vergleichbar werden. Das war also gar kein Fehler soindern ein Fortschritt!

Das ist das französische Zentralstaatsmodell.

Diametral entgegengesetzt dem deutschen Verständnis von Föderalismus.

Dadurch ist Deutschland um einiges bunter als Frankreich, leider auch im Bildungssystem...

Mit Blick auf Europa muß Frankreich seinen Regionen mehr Selbständigkeit zubilligen, damit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Menschen erleichtert wird. Da sind aber auch vernünftige Anfangsschritte vollzogen worden.
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Ger9374
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Di 9. Mai 2017, 15:05

Es wird Länder geben die den Teufelskreis des
Misstrauens gegenüber Europäischen Partnerländern durchbrechen wollen.
Dieses Misstrauen basiert auf dem alten Bild" gebe ich den kleinen Finger nehmen die gleich die ganze Hand". Das treibt den E.U Norden um.
Die anderen fürchten die Dominanz der grossen
Länder! Obwohl vieles genau nach Einwohnerzahl der Nationen relativiert wird.Andere haben erst kurz ihre Souveränität zurück erlangt und wollen alles so lassen. Die Länder die den Kreis durchbrechen haben auch den € schon. Sie haben schon vieles an Bereitschaft gezeigt.Darum Deutschland, Frankreich, Benelux mein Tipp!
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Di 9. Mai 2017, 15:05

Ger9374 hat geschrieben:(09 May 2017, 16:05)

Es wird Länder geben die den Teufelskreis des
Misstrauens gegenüber Europäischen Partnerländern durchbrechen wollen.
Dieses Misstrauen basiert auf dem alten Bild" gebe ich den kleinen Finger nehmen die gleich die ganze Hand". Das treibt den E.U Norden um.
Die anderen fürchten die Dominanz der grossen
Länder! Obwohl vieles genau nach Einwohnerzahl der Nationen relativiert wird.Andere haben erst kurz ihre Souveränität zurück erlangt und wollen alles so lassen. Die Länder die den Kreis durchbrochen haben auch den € schon. Sie haben schon vieles an Bereitschaft gezeigt.Darum Deutschland, Frankreich, Benelux mein Tipp!
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 19:19

Ger9374 hat geschrieben:(09 May 2017, 16:05)



Wir sollten alle Partner einladen, sich in den geplanten Integrationsschritt mit ein zu bringen. Auf der Grundlage des Euros als Gemeinschaftswährung und auf der Grundlage eines demokratischen Rechtsstaats nach europäischem Muster. Dann ist es wenigstens der freie Wille des Partners, sich daran nicht beteiligen zu wollen. Finde ich besser als den Partner durch "Nichtnominierung" vor die Tür zu setzen. Daß die Sache am Ende auf die Kleingruppe BeNeLux, Frankreich, Deutschland und Italien hinaus laufen könnte, fände ich bedauerlich... aber viele große Dinge haben einmal klein angefangen :) .
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Mi 10. Mai 2017, 23:24

H2O hat geschrieben:(09 May 2017, 20:19)

Wir sollten alle Partner einladen, sich in den geplanten Integrationsschritt mit ein zu bringen. Auf der Grundlage des Euros als Gemeinschaftswährung und auf der Grundlage eines demokratischen Rechtsstaats nach europäischem Muster. Dann ist es wenigstens der freie Wille des Partners, sich daran nicht beteiligen zu wollen. Finde ich besser als den Partner durch "Nichtnominierung" vor die Tür zu setzen. Daß die Sache am Ende auf die Kleingruppe BeNeLux, Frankreich, Deutschland und Italien hinaus laufen könnte, fände ich bedauerlich... aber viele große Dinge haben einmal klein angefangen :) .



Es mag zu mehr Ländern reichen, aber ich stapele lieber tief und lasse mich positiv überraschen!
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Rückbau der EU

Beitragvon Senexx » Do 11. Mai 2017, 00:35

Es ist nicht zu übersehen, die Eu steckt in einer tiefen Krise. Der Brexit ist nur das letzte einer ganzen Reihe von Alarmzeichen.

Hauptursache ist, dass die EU sich immer weitere Kompetenzen anmaßt. Entscheidungen werden von den Bürgern weg verlagert, ins ferne, gefräßige, fette Brüssel.

Es kann keinen Zweifel geben, dass die EU verschlankt und zurückgebaut werden muss. Aber wie?

Vorschläge, was zu tun ist?
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon ebi80 » Do 11. Mai 2017, 01:39

Noch schlanker? Ist doch fast nichts da. Neuerungen müssen her. Keine Zerstörungswut.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon unity in diversity » Do 11. Mai 2017, 01:58

Rückbau?
Der ist ein Selbstläufer geworden, wenn sich nichts ändert.
Ursache ist nicht die Kompetenzanmaßung Brüssels in immer unwichtiger werdenden Fragen.
Die richtig wichtigen Standortfragen gibt nämlich keiner von den zerstrittenen Zwergen irgendwohin ab.
Die verstecken sich hinter den Eurostabilitätskriterien, damit die Konvergenzkriterien unter den Tisch fallen können, die sie sich 1992 gegeben haben.
Einige EU-Länder sind schlicht abgegrast und wenn die rausgeschmissen werden, kommt schlechte Stimmung auf.
Läßt man die Abgehängten drin, greift die Deflation weiter um sich und das verarmt die Länder, in denen noch relativer Wohlstand herrscht, zusätzlich.
Insgesamt kann sich die EU immer weniger am Weltmarkt behaupten.
Weil die Innovationsschwäche unter deflationären Bedingungen kaum behoben werden kann.
Darum versucht man sich im Fach Insolvenzverschleppung, indem man veraltete Güter zu immer billigeren Preisen auf den Weltmarkt wirft.
Ob der immer ungleicher gewordene Hühnerstall jetzt noch zu einer koordinierten Standortpolitik fähig wird?
Vereinigte Staaten müssen in allen belangreichen Fragen mit einer Stimme auftreten.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon Senexx » Do 11. Mai 2017, 06:38

Erster Posten wäre natürlich das EU-Parlament. Dieses veranstaltet mehrmals jährlich einen Wanderzirkus. Es gibt schon lange Vorschläge, diesen einzustellen.

Überhaupt ist es ziemlich überflüssig. Gesetzgeberische Kompetenzen hat es keine, kaum jemand nimmt an den Wahlen teil, niemand kennt seinen Abgeordneten, die ja auch keine Wahlkreisarbeit machen, sich nicht als Interessenvertreter ihrer Wähler verstehen, sondern als Promotoren Europas.

Das wäre in etwa so, als würde sich die Bundestagsabgeordneten als Agenten der Bundesrepublik verstehen.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon Senexx » Do 11. Mai 2017, 06:47

Auch bei der Kommission kann gespart werden, hat anscheinend auch Junker erkannt. Oettinger soll nicht Vizepräsident werden. Sensationelle 2000 Euro werden dadurch jeden Monat gespart.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/g ... 47112.html :thumbup:
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon Sozialdemokrat » Do 11. Mai 2017, 06:49

Europa braucht mehr Kompetenzen und nicht weniger. Nur so könnten die EU-Aussengrenzen gesichert werden.....Deutschland weiss nicht, wie man Grenzen sichert. Wir brauchen Europa!
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon ebi80 » Do 11. Mai 2017, 06:54

Sozialdemokrat hat geschrieben:(11 May 2017, 07:49)

Europa braucht mehr Kompetenzen und nicht weniger. Nur so könnten die EU-Aussengrenzen gesichert werden.....Deutschland weiss nicht, wie man Grenzen sichert. Wir brauchen Europa!

Hast du eigentlich nichts anderes als Flüchtlinge im Kopf. Darum geht es hier gar nicht. :dead:
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Do 11. Mai 2017, 07:08

Ger9374 hat geschrieben:(11 May 2017, 00:24)

Es mag zu mehr Ländern reichen, aber ich stapele lieber tief und lasse mich positiv überraschen!


Ja, das ist nicht ganz verkehrt! Hoffentlich erleben wir keine böse Überraschung, nämlich daß einer von den "gesetzten Partnern" nicht mitspielen will.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon Adam Smith » Do 11. Mai 2017, 07:13

ebi80 hat geschrieben:(11 May 2017, 07:54)

Hast du eigentlich nichts anderes als Flüchtlinge im Kopf. Darum geht es hier gar nicht. :dead:

Die Polen wünschen sich in dieser Hinsicht weniger EU.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon schokoschendrezki » Do 11. Mai 2017, 07:54

Adam Smith hat geschrieben:(11 May 2017, 08:13)

Die Polen wünschen sich in dieser Hinsicht weniger EU.

Die kritische Haltung einer Mehrheit der Polen in Hinsicht auf Flüchtlingsaufnahme hat nix mit der Haltung zur EU zu tun. In keinem anderen europäischen Land gibt es eine positivere Haltung der Bevölkerung zur EU. Ich kann es nicht oft genug betonen. Dass die Polen gleichzeitig mit der PiS eine betont EU-kritische Regierung gewählt haben, gehört einfach zu den Widersprüchligkeiten einer komplexen politischen Weltlage. Die EU-Kritik dieser Regierung (ebenso wie die der ungarischen Regierung) zielt auch keineswegs - wie in UK - auf einen EU-Austritt sondern auf eine EU-Veränderung ab. Man hält sich für stark genug, dies zu bewirken. Meine persönliche Ansicht ist, dass dies mit der Rückendeckung zu tun hat, die diese Länder von seiten konservativer Kräfte in Europa wie etwa der deutschen CSU bekommen, die dies nur nicht so offen zur Schau stellen wollen. Es hat ganz sicher und hundertprozentig nix mit der Spitzenstellung bei den EU-Förderbeiträgen zu tun. Diese Argumentation geht selbst bei bei Netto-Einzahlern wie UK daneben. Auch dort werden Gemeindezentren oder Radwege mit EU-Fördergeldern bezahlt, die nun in Kürze nicht mehr fließen.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon Sozialdemokrat » Do 11. Mai 2017, 07:57

ebi80 hat geschrieben:(11 May 2017, 07:54)

Hast du eigentlich nichts anderes als Flüchtlinge im Kopf. Darum geht es hier gar nicht. :dead:

Ich sprach von Grenzsicherung und nicht von "Flüchtlingen". Das ist ein himmelweiter Unterschied. Eigentlich gibt es da gar keinen Zusammenhang.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon Sozialdemokrat » Do 11. Mai 2017, 08:03

Adam Smith hat geschrieben:(11 May 2017, 08:13)

Die Polen wünschen sich in dieser Hinsicht weniger EU.

Es ist nicht so lange her, da hatten wir innerhalb Europas so gut wie keine Grenzkontrollen mehr. Schengen war keine Illusion sondern Realität. Die EU befindet sich diesbezüglich in einer Rückbauphase. So gibt es jetzt zum Beispiel wieder Grenzkontrollen zwischen den Schengen-Staaten Österreich und Slowenien. Die Ungarn streben ein Europa ohne interne Grenzkontrollen an. Darum sichern sie die Schengen-Außengrenze auf eine professionelle Weise.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon schokoschendrezki » Do 11. Mai 2017, 08:06

Sozialdemokrat hat geschrieben:(11 May 2017, 08:57)

Ich sprach von Grenzsicherung und nicht von "Flüchtlingen". Das ist ein himmelweiter Unterschied. Eigentlich gibt es da gar keinen Zusammenhang.

Realiter ist das Modell "Festung Europa" gerade die Geschäftsgrundlage für kommerziell arbeitende Schlepperbanden. Wir brauchen ein offenes Europa.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon Sozialdemokrat » Do 11. Mai 2017, 08:15

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 May 2017, 09:06)

Realiter ist das Modell "Festung Europa" gerade die Geschäftsgrundlage für kommerziell arbeitende Schlepperbanden. Wir brauchen ein offenes Europa.

Wir brauchen ein offenes und freies Europa. Das kann es nur geben mit funktionierender Sicherung der EU-Außengrenzen.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon H2O » Do 11. Mai 2017, 08:24

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 May 2017, 08:54)

Die kritische Haltung einer Mehrheit der Polen in Hinsicht auf Flüchtlingsaufnahme hat nix mit der Haltung zur EU zu tun. In keinem anderen europäischen Land gibt es eine positivere Haltung der Bevölkerung zur EU. Ich kann es nicht oft genug betonen. Dass die Polen gleichzeitig mit der PiS eine betont EU-kritische Regierung gewählt haben, gehört einfach zu den Widersprüchligkeiten einer komplexen politischen Weltlage. Die EU-Kritik dieser Regierung (ebenso wie die der ungarischen Regierung) zielt auch keineswegs - wie in UK - auf einen EU-Austritt sondern auf eine EU-Veränderung ab. Man hält sich für stark genug, dies zu bewirken. Meine persönliche Ansicht ist, dass dies mit der Rückendeckung zu tun hat, die diese Länder von seiten konservativer Kräfte in Europa wie etwa der deutschen CSU bekommen, die dies nur nicht so offen zur Schau stellen wollen. Es hat ganz sicher und hundertprozentig nix mit der Spitzenstellung bei den EU-Förderbeiträgen zu tun. Diese Argumentation geht selbst bei bei Netto-Einzahlern wie UK daneben. Auch dort werden Gemeindezentren oder Radwege mit EU-Fördergeldern bezahlt, die nun in Kürze nicht mehr fließen.


Warum nicht klipp und klar sagen, daß die polnische Regierungspartei sich ein freigiebiges und zu allen denkbaren Wohltaten bereites Europa wünscht, in dem Polen den Ton angeben kann? Oder fällt Ihnen jetzt kurz ein Akt polnischer Solidarität ein, wenn wir erst einmal beide Augen zudrücken, was die Verteilung von Flüchtlingen in der EU betrifft? Der Vergleich Polens mit GB hinkt ein klein wenig, weil GB die Mittel, die es der EU zuführt höchstens in geschrumpfter Form für den Bau von "Radwegen" zurück erhält, also diese Mittel auch ohne EU umlenken könnte, wenn GB vergleichbare Regionalförderungen im Sinn hätte.

Dieses Kunststück muß die polnische Regierung erst noch lernen, denn die Fördermittel der EU laufen auf etwa 5% des Brutto-Sozialproduktes herauf... habe ich mir aus einem Ihrer Beiträge gemerkt. Wenn also die EU ihre Cents etwas sparsamer fließen ließe, dann gäbe es in Polen betretene Mienen. Und wenn westliche Investitionen ausblieben, und die Möglichkeit entfiele, im Westen ordentlich entlohnt zu werden, dann würden die Mienen lang und länger.

Nicht etwa, daß ich solche Ansichten verfolgte oder herbei wünschte... aber der Vergleich mit GB erschien mir denn doch zu gewagt! Daß der alltägliche Pole ein Pfundskerl ist, mit dem man zur Not auch Pferde stehlen kann, das sollte hier nicht unerwähnt bleiben. Ich wohne da nämlich. Aber die Zahl meiner Pferde hält sich in Grenzen. :)

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