Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

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Nomen Nescio
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Nomen Nescio » Do 3. Mai 2018, 10:44

H2O hat geschrieben:(03 May 2018, 10:36)

Den französischen Widerstand gegen pauschale 5% Kürzungen im Agrarhaushalt der EU kann ich völlig verstehen. Wichtig ist eben, wer wofür Geld bekommt. Agrarfabriken jedenfalls nicht; da macht man Kapitalgesellschaften reich, und kleine landwirtschaftliche Betriebe werden vom Markt gefegt. Das wäre schon einmal ein Reformschritt: Landschaftspflege schützen!

Ein Streit um einen Haushalt, der auf zwingend notwendige Reformen keine Rücksicht nimmt (nehmen kann), der geht doch völlig ins Leere und kostet unnütze Kraft!. Ich unterstütze die Einwände der Niederländer, daß nämlich der Haushalt schrumpfen müßte, weil die Briten nicht mehr mit an Bord sind. Erst Reformen der EU, dann Haushalt der EU. Punkt!

Vielleicht verstehen Sie jetzt meinen Einwand mit Blick auf die Abstimmung von D & F. Die Abstimmung hat Reformen zum Ziel. Welche Pläne am Ende mausetot sein werden, das werden wir am Ende der Verhandlungen sehen und nicht durch einstimmigen Beschluß in diesem Forum. :)

Die Frage nach der Sinnfälligkeit von 25 bis 30 Mrd deutscher Überschußzahlungen an die EU stellt sich hoffentlich jeder. Ich bleibe dabei: Zahlungen in dieser Größenordnung können nur nach Reformen im Sinne des Europäischen Projekts diskutiert werden. Da muß die EU insgesamt unter Druck gesetzt werden, mit Deutschland als üblem Stänker, wenn es denn sein muß. Verdammt, das ist unsere Kohle!

300 milliarden bei 1.000 milliarden ist n.m.m. eine erhöhung von 30% !! FAST EINDRITTEL !!!
die EU ist VERRÜCKT. und das bei verlust des britischen beitrags :rolleyes: :mad2:
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Do 3. Mai 2018, 10:54

Nomen Nescio hat geschrieben:(03 May 2018, 11:44)

300 milliarden bei 1.000 milliarden ist n.m.m. eine erhöhung von 30% !! FAST EINDRITTEL !!!
die EU ist VERRÜCKT. und das bei verlust des britischen beitrags :rolleyes: :mad2:
Kommt mir auch extrem ambitioniert vor. Die EU begründet das mit einer ganzen Reihe neuer Aufgaben wie z. B. den Schutz der Außengrenzen. Dazu gehört eine Aufstockung der FRONTEX-Mitarbeiter von ca. 1.000 auf 10.000. Und natürlich muß auch die Inflation ausgeglichen werden. Am besten man erhöht die Anzahl der EU-Parlamentarier auch gleich um 30% damit die dem vielen Geld auch Herr werden.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Do 3. Mai 2018, 11:11

Nomen Nescio hat geschrieben:(03 May 2018, 11:44)

300 milliarden bei 1.000 milliarden ist n.m.m. eine erhöhung von 30% !! FAST EINDRITTEL !!!
die EU ist VERRÜCKT. und das bei verlust des britischen beitrags :rolleyes: :mad2:


Ich kritisiere nicht die Höhe des geplanten Haushalts; schließlich hat die EU auch einige Maßnahmen zum Grenzschutz und zur gemeinsamen Rüstungsplanung und -entwicklung beschlossen. So etwas geht nicht kostenlos. Niederländer und Österreicher haben aber diesen Vorhaben zugestimmt. Die werden doch nicht geglaubt haben, daß so etwas ohne Kosten auf die Beine zu stellen ist? Der Weihnachtsmann wird uns diese guten Dinge nicht bescheren!

Ich kritisiere den Zeitpunkt der Haushaltsplanung jetzt, bevor die EU die notwendigen Reformen und Kursänderungen beschlossen hat. Denn auch die werden nicht ohne Einfluß auf die Kosten des Unternehmens bleiben. Die Frage wird dabei schon sein, ob die EU oder ihr Nachfolger nicht deutlich weniger Mitglieder haben wird als derzeit.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Do 3. Mai 2018, 11:19

H2O hat geschrieben:(03 May 2018, 12:11)

Ich kritisiere den Zeitpunkt der Haushaltsplanung jetzt, bevor die EU die notwendigen Reformen und Kursänderungen beschlossen hat.
Beim letzten EU-Haushalt hat man 2 1/2 Jahre gebraucht um sich zu einigen. Dieses mal dürfte das nicht so zügig über die Bühne gehen. Da muß man einfach zeitig beginnen, sonst wird man nie fertig.
Die Frage wird dabei schon sein, ob die EU oder ihr Nachfolger nicht deutlich weniger Mitglieder haben wird als derzeit.
Diese Frage könnte durchaus im Rahmen der Verhandlungen zum EU-Haushalt hochkommen. Durchaus möglich dass eine EU von der man weniger Geld als bisher bekommt, die aber im Gegenzug auch noch Forderungen erfüllt sehen will, gar nicht mehr so attraktiv für den einen oder anderen Staat ist.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 3. Mai 2018, 12:51

Orbiter1 hat geschrieben:(02 May 2018, 13:46)

"Die EU-Kommission fordert von der Bundesrepublik im nächsten Jahrzehnt elf bis zwölf Milliarden Euro pro Jahr mehr an Einzahlungen in den europäischen Haushalt.

Im gleichen Umfang werden die Ausgaben der Bundesrepublik in Deutschland sinken, die schwarze Null muss stehen, die anderen machen weiter munter Schulden. Ist auch super für die Moral: wir bauen andere Länder auf! Dass bei uns im Land die Infrastruktur immer mehr verfällt ist doch egal.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Do 3. Mai 2018, 13:54

H2O hat geschrieben:(03 May 2018, 12:11)

Ich kritisiere nicht die Höhe des geplanten Haushalts; schließlich hat die EU auch einige Maßnahmen zum Grenzschutz und zur gemeinsamen Rüstungsplanung und -entwicklung beschlossen. So etwas geht nicht kostenlos. Niederländer und Österreicher haben aber diesen Vorhaben zugestimmt.
Die Position der Ösis ist wirklich interessant. Kanzler Kurz besteht durch den Wegfall von UK als zweitgrößten Steuerzahler auf einen niedrigeren Haushalt als bisher. Österreich besteht ebenfalls auf die neuen Maßnahmen, z. B. beim Grenzschutz. Was aber auf gar keinen Fall von Österreich akzeptiert wird ist eine Senkung der Agrarsubventionen.

"Bereits vor der Präsentation am Mittwoch hatte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Pläne Oettingers als inakzeptabel bezeichnet. Kurz reche mit „harten und langen” Verhandlungen. Positiv erwähnte er jedoch laut österreichischen Medienberichten die Schwerpunkte beim Außengrenzschutz sowie bei Innovation und Digitalisierung. Den Austritt Großbritanniens müsse man zum Anlass nehmen, um auch bei den Strukturen schlanker zu werden. Es könne nicht sein, so Kurz, dass es nach dem Brexit zu einseitigen Mehrbelastungen der Nettozahler komme. Der neue EU-Finanzplan könnte sich auch negativ auf die heimische Landwirtschaft auswirken. Zuletzt wurden Kürzungen von rund fünf Prozent kolportiert. „Wir wollen keine Kürzungen für die österreichischen Bauern”, betonte nun Kurz angesichts des EU-Finanzplans." Quelle: https://www.tagesstimme.com/2018/05/03/ ... bauern-ab/

Das sind die Positionen der Ösis. Ich fürchte bei den anderen 26 EU-Mitgliedern sieht es nicht viel besser aus. Die Quadratur des Kreises sollte deutlich einfacher zu lösen sein als der neue EU-Haushalt.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Nomen Nescio » Do 3. Mai 2018, 13:58

@Orbiter1 + @H2O

soweit ich für NL reden darf/kann, wird bei uns gesagt »schaue mal nach wo verschiebungen statt finden können«.

könnte bei dem agrarsektor nicht abgebaut werden, auch wenn bauer dann streiken? was ist dagegen um sehr billige importsoja zu verteuern? jetzt wird subventioniert daß anderswo der boden ausgelaugt wird.

was gibt es an alte kraftwerke? schau mal nach was dort getan werden kann. laß endlich mal die luftfahrt besteuert werden. mach PKW-verkehr teurer aber beginn damit bahn usw zu innovieren.

es gibt ja soviel möglichkeiten wo man sinnvoll geld anwerden kann. schau erst dort. schließlich kosten 20.000 zöllner nicht € 300.000.000.000 (dreihundert milliarden euros).
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 3. Mai 2018, 14:06

H2O hat geschrieben:(03 May 2018, 10:36)

Den französischen Widerstand gegen pauschale 5% Kürzungen im Agrarhaushalt der EU kann ich völlig verstehen. Wichtig ist eben, wer wofür Geld bekommt. Agrarfabriken jedenfalls nicht; da macht man Kapitalgesellschaften reich, und kleine landwirtschaftliche Betriebe werden vom Markt gefegt. Das wäre schon einmal ein Reformschritt: Landschaftspflege schützen!

Ein Streit um einen Haushalt, der auf zwingend notwendige Reformen keine Rücksicht nimmt (nehmen kann), der geht doch völlig ins Leere und kostet unnütze Kraft!. Ich unterstütze die Einwände der Niederländer, daß nämlich der Haushalt schrumpfen müßte, weil die Briten nicht mehr mit an Bord sind. Erst Reformen der EU, dann Haushalt der EU. Punkt!

Vielleicht verstehen Sie jetzt meinen Einwand mit Blick auf die Abstimmung von D & F. Die Abstimmung hat Reformen zum Ziel. Welche Pläne am Ende mausetot sein werden, das werden wir am Ende der Verhandlungen sehen und nicht durch einstimmigen Beschluß in diesem Forum. :)

Die Frage nach der Sinnfälligkeit von 25 bis 30 Mrd deutscher Überschußzahlungen an die EU stellt sich hoffentlich jeder. Ich bleibe dabei: Zahlungen in dieser Größenordnung können nur nach Reformen im Sinne des Europäischen Projekts diskutiert werden. Da muß die EU insgesamt unter Druck gesetzt werden, mit Deutschland als üblem Stänker, wenn es denn sein muß. Verdammt, das ist unsere Kohle!

Ich sehe das anders. Die EU ist das billigste deutsche Imperium aller Zeiten. Wichtig ist, dass die anderen auch zahlen müssen.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Do 3. Mai 2018, 14:36

Nomen Nescio hat geschrieben:(03 May 2018, 14:58)

@Orbiter1 + @H2O

soweit ich für NL reden darf/kann, wird bei uns gesagt »schaue mal nach wo verschiebungen statt finden können«.

könnte bei dem agrarsektor nicht abgebaut werden, auch wenn bauer dann streiken? was ist dagegen um sehr billige importsoja zu verteuern? jetzt wird subventioniert daß anderswo der boden ausgelaugt wird.

was gibt es an alte kraftwerke? schau mal nach was dort getan werden kann. laß endlich mal die luftfahrt besteuert werden. mach PKW-verkehr teurer aber beginn damit bahn usw zu innovieren.

es gibt ja soviel möglichkeiten wo man sinnvoll geld anwerden kann. schau erst dort. schließlich kosten 20.000 zöllner nicht € 300.000.000.000 (dreihundert milliarden euros).


Ich glaube nicht, daß "die Bauern" unser europäisches Problem sind. Die verschwinden aus der Landschaft in immer kürzeren Zeiträumen. Die EU Agrarsubventionen fließen systematisch in Agrarfabriken mit Massentiermast und Monokulturen. Die verderben unser Grundwasser und vergiften unsere Böden. Die paar Bauern dazwischen eingeklemmt quälen sich über die Runden. Die brauchen Hilfe, denn die haben die Landschaften geschaffen, von denen wir uns ernähren können. Das hätte ich gern auch für meine Enkel!

So weit ich weiß, unterstützt die EU doch keine Kraftfahrt und Luftfahrt und Kraftwerke aus Mitgliedsbeiträgen. Diese Lasten tragen die Nationalstaaten schon noch allein.

Die Grenzschützer und Zöllner wollen als Organisation wirksam eingesetzt werden. Das alles kostet viel Geld. Nicht zu vergessen, daß auch die Niederlande der gemeinsamen europäischen Rüstungsplanung und Rüstungsentwicklung zugestimmt haben. Da könnten die Niederlande doch ihren Wehrhaushalt um solche Kostenanteile entlasten! Was auch mittelfristig für Deutschland und andere Partner gilt. Unter dem Strich sollte ein "Synergieeffekt" dabei heraus kommen: Die Summe aller Kosten national ist jetzt höher als die Summen in Zukunft national und für die EU.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Nomen Nescio » Do 3. Mai 2018, 14:48

H2O hat geschrieben:(03 May 2018, 15:36)

Ich glaube nicht, daß "die Bauern" unser europäisches Problem sind. Die verschwinden aus der Landschaft in immer kürzeren Zeiträumen. Die EU Agrarsubventionen fließen systematisch in Agrarfabriken mit Massentiermast und Monokulturen. Die verderben unser Grundwasser und vergiften unsere Böden. Die paar Bauern dazwischen eingeklemmt quälen sich über die Runden. Die brauchen Hilfe, denn die haben die Landschaften geschaffen, von denen wir uns ernähren können. Das hätte ich gern auch für meine Enkel!

So weit ich weiß, unterstützt die EU doch keine Kraftfahrt und Luftfahrt und Kraftwerke aus Mitgliedsbeiträgen. Diese Lasten tragen die Nationalstaaten schon noch allein.

Die Grenzschützer und Zöllner wollen als Organisation wirksam eingesetzt werden. Das alles kostet viel Geld. Nicht zu vergessen, daß auch die Niederlande der gemeinsamen europäischen Rüstungsplanung und Rüstungsentwicklung zugestimmt haben. Da könnten die Niederlande doch ihren Wehrhaushalt um solche Kostenanteile entlasten! Was auch mittelfristig für Deutschland und andere Partner gilt. Unter dem Strich sollte ein "Synergieeffekt" dabei heraus kommen: Die Summe aller Kosten national ist jetzt höher als die Summen in Zukunft national und für die EU.

die subventionierung der EG beträgt ± 40%. wer es denn auch bekommt, da kann auch sinnvoller ausgegeben werden.

luftfahrtsprit wird weltweit nicht belastet. flugplätze konkurrieren gegen einander.

wir werden viel mehr zöllner brauchen. vllt ist es sinvoll aus allen EU-länder zöllner zu beziehen die z.b. bei den südlichen bzw süd-balkanländer turnusmäßig mitkontrollieren. denn korruption scheint da noch sehr hoch zu sein.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Do 3. Mai 2018, 15:30

Nomen Nescio hat geschrieben:(03 May 2018, 15:48)

die subventionierung der EG beträgt ± 40%. wer es denn auch bekommt, da kann auch sinnvoller ausgegeben werden.

Ja, für das Überleben der bäuerlichen Familienbetriebe. Zur Not sollte Deutschland das selbst tun und der EU diese Mittel verweigern.
luftfahrtsprit wird weltweit nicht belastet. flugplätze konkurrieren gegen einander.

Die Niederlande könnten Shiphool schließen und KLM teuren Sprit verkaufen. Ob das den Niederländern wohl gefallen wird? Der Wettbewerb findet nicht nur innerhalb der EU statt. Lufthansa fühlt sich durch Emirates bedroht. Da ist der Sprit noch billiger...
wir werden viel mehr zöllner brauchen. vllt ist es sinvoll aus allen EU-länder zöllner zu beziehen die z.b. bei den südlichen bzw süd-balkanländer turnusmäßig mitkontrollieren. denn korruption scheint da noch sehr hoch zu sein.

Das Prinzip wechselnder und national gemischter Besetzungen sollte ohnehin gelten; Zollstellen und Grenzübergänge sollten kein gemütlicher Familienbetrieb sein, jedenfalls nicht an der Schnittstelle zum Publikumsverkehr. Dafür könnte man nationale Zollbeamte und Grenzpolizisten einsparen.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 3. Mai 2018, 20:17

Die EU braucht einen Armee und einen Marschallplan für Afrika.

Die USA ist kein verlässlicher Partner mehr, wie im Kontext des Handelskrieges zwischen den USA und der EU zu lesen war. Auch militärisch bedeutet dies mehr Eigenverantwortung. Ebenso können nicht nur Millionen weitere Flüchtlinge aus Middle East kommen, bei weiteren möglichen Kriegen, sondern vor allen Dingen auch aus Afrika.

EU-Parlamentspräsident Tajani

"Die EU braucht eine eigene Armee"

Die EU verhandelt den nächsten Sieben-Jahres-Haushalt - und damit über ihren Weg in die Zukunft. Parlamentspräsident Tajani fordert einen Marshallplan für Afrika und eine europäische Armee.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/a ... 06054.html


"Die USA sind kein verlässlicher Partner mehr"

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 05654.html
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 3. Mai 2018, 20:21

H2O hat geschrieben:(03 May 2018, 16:30)

Ja, für das Überleben der bäuerlichen Familienbetriebe.

Für das Überleben von Schaustellerfamilien, Gastwirtschaften und Internetcafes gibt die EU auch kein Geld aus.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 3. Mai 2018, 20:22

King Kong 2006 hat geschrieben:(03 May 2018, 21:17)

Die EU braucht einen Armee und einen Marschallplan für Afrika.

Die USA ist kein verlässlicher Partner mehr, wie im Kontext des Handelskrieges zwischen den USA und der EU zu lesen war. Auch militärisch bedeutet dies mehr Eigenverantwortung. Ebenso können nicht nur Millionen weitere Flüchtlinge aus Middle East kommen, bei weiteren möglichen Kriegen, sondern vor allen Dingen auch aus Afrika.

Was soll diese Armee denn? Außenpolitisch konnte sich zuletzt nicht mal Bulgarien mit Frankreich einigen.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Do 3. Mai 2018, 20:31

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(03 May 2018, 21:21)

Für das Überleben von Schaustellerfamilien, Gastwirtschaften und Internetcafes gibt die EU auch kein Geld aus.


Die erzeugen mit den zugreifbaren Mitteln auch keine Nahrung für Millionen Menschen im Krisen- und Spannungsfall. Dafür und für die Landschaftspflege wurden die bäuerlichen Familienbetriebe geschützt.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 3. Mai 2018, 20:31

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(03 May 2018, 21:22)

Was soll diese Armee denn? Außenpolitisch konnte sich zuletzt nicht mal Bulgarien mit Frankreich einigen.


Das sehe ich auch eher als frommen Wunsch.

Das würde wohl nur mit einem Kerneuropa funktionieren. Frankreich, Benelux, Deutschland, Italien, vielleicht Spanien. Dem Norden wirds wohl zu teuer. Sind auch etwas weiter weg von den hot spots. Der Osten Europas macht sein eigenes Ding. Notfalls mit den USA oder Russland. Die sind meist "näher" als Brüssel. Die EU halte ich für zu groß. Also eher der klassischen EG
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Do 3. Mai 2018, 20:33

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(03 May 2018, 21:22)

Was soll diese Armee denn? Außenpolitisch konnte sich zuletzt nicht mal Bulgarien mit Frankreich einigen.


Mag sein; was das nach der fälligen Reform der EU bedeuten wird, kann ich mir schon heute denken.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 3. Mai 2018, 20:34

H2O hat geschrieben:(03 May 2018, 21:31)

Die erzeugen mit den zugreifbaren Mitteln auch keine Nahrung für Millionen Menschen im Krisen- und Spannungsfall. Dafür und für die Landschaftspflege wurden die bäuerlichen Familienbetriebe geschützt.

Landschaftspflege kann auch der Konzernangestellte in Osteuropa oder demnächst der Roboter. Pommes ausgeben oder Klöße brühen hat durchaus was nit Ernährung zu tun.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Do 3. Mai 2018, 20:42

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(03 May 2018, 21:34)

Landschaftspflege kann auch der Konzernangestellte in Osteuropa oder demnächst der Roboter. Pommes ausgeben oder Klöße brühen hat durchaus was nit Ernährung zu tun.


Na schön, dann sind wir beiden da eben unterschiedlicher Meinung. Solche Fragen werden durch politische Mehrheiten entschieden. Damit kann ich leben.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 3. Mai 2018, 20:50

H2O hat geschrieben:(03 May 2018, 21:42)

Na schön, dann sind wir beiden da eben unterschiedlicher Meinung. Solche Fragen werden durch politische Mehrheiten entschieden. Damit kann ich leben.

Ja, ich mag meine Bauern auch sehr. Daran lasse ich aber die EU nicht scheitern.
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