Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

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Ger9374
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Fr 27. Jan 2017, 09:43

H2O hat geschrieben:(27 Jan 2017, 09:05)

Immerhin ist China ein weltpolitischer Koloß, der seine Macht auch ein zu setzen weiß. Da wäre ich auch äußerst vorsichtig mit besonders herzlichen Beziehungen. Die EU ist derzeit auch in keiner besonders guten Form, um da als wertvoller Partner zu gelten. Da müßte die EU schon heftig an sich arbeiten... etwa Kerneuropa, um auf Interesse zu stoßen.



Da kommt Schwung in die Bude, hoffentlich
bleibt es nur beim Schwung.Bei Karussell
wird mir schlecht.;-);-)
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Brainiac
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Brainiac » Sa 28. Jan 2017, 13:29

DarkLightbringer hat geschrieben:(27 Jan 2017, 04:42)

Ich beginne mal mit dem zustimmenden Teil - die EU neu zu erfinden, wäre nicht die schlechteste Idee und richtig, eigene, jagd- und tragfähige Themen in den Wahlkampf einzubringen, dürfte mehr bringen als in der Defensive zu verharren.

Nur ist die Idee der "zwei Geschwindigkeiten" nicht gerade neu, das eigentliche Endziel des europäischen Projektes war schon immer umstritten, was sich dann einfach in offenen Kompromiss-Formeln niederschlug. Jetzt aber "Spielereien" thematisch zu vertiefen wäre nicht nur kompliziert, es widerspräche auch völlig den Festlegungen der EU-Außenbeauftragten. Man möchte sich eigentlich auf die Kernkompetenzen konzentrieren, auf das Wesentliche. Und just im Wahlkampf sollte der Bürger doch auch irgendwie verstehen, worum es überhaupt geht. Ein Grundsatz-Wahlkampf ist grundsätzlich zu führen, nicht mit philosophischen Petitessen.

Ich antworte mal in diesem Thread, weil das zu weit von der SPD und von Schulz wegführt.

Wenn man den Ansatz mit den zwei Geschwindigkeiten mal klarer und griffiger strukturieren würde, wären das eben keine "Spielereien" und keine "Petitesse" mehr. Ja, es gibt schon länger unterschiedliche Intensitäten der Zuammenarbeit und Koordination innerhalb der EU, das ist nichts grundsätzlich Neues, aber es lässt sich aufgrund der vielen Graustufen und Schattierungen nur schlecht politisch vermarkten.

Wenn ich hier mal frei rumspinnen darf, ich stelle mir das ungefähr so vor:

- Die EU in ihrer existierenden Form bleibt erhalten, incl. der engen Zusammenarbeit, und das mittel-/langfristige Ziel ist die weitere Vertiefung, Stichworte gemeinsame Armee, gemeinsame Sicherheitspolitik, gemeinsames Finanz- bzw. Wirtschaftsministerium, Aufwertung von Parlament und Kommission hin zu einer tatsächlich regierungsähnlichen Konstruktion, mehr direkt rechtsgültige Verordnungen statt ratifizierungspflichtige Richtlinien, etc.. Dabei Abgrenzung des Zentralisierungsgrades nach Politikfeldern, zB Finanzpolitik eher zentral, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik eher regional / national. Man könnte dies die "Core EU" nennen.
- Daneben gibt es eine erweiterte europäische Wirtschaftszone, sagen wir, "Extended EU", ähnlich dem jetzigen EWR. Dort ist die Zusammenarbeit und Koordination wesentlich geringer, wesentlich sind hier handelslerleichternde Regelungen wie weitgehende Personen-, Güter-, Dienstleistungs- und Kapitalfreizügigkeit und Zollfreiheit und minimale Koordination der nationalen Finanz- und Wirtschaftspolitiken. Für die "Extended EU" gibt es kein europäisches Parlament, sondern das wird alles in Koordination der nationalen Regierungen ausgehandelt, wie heute im Europäischen Rat bzw. Rat der EU.
- Rechte und Pflichten sind bei der Core EU erheblich höher, gleiches gilt für die Aufnahmekriterien (wirtschaftliche Stabilität, Umsetzung demokratischer Standards und Menschenrechte, etc.). Die gegenseitige Unterstützung, sei es in Form von Förderprogrammen oder auch Finanzspritzen bei staatlichen Liquiditätsproblemen, ist in der Core EU stärker ausgeprägt.
- In allen heutigen EU-Mitgliedsstaaten, von mir aus auch in UK, Schweiz etc., könnte es Volksentscheide geben, welchem der beiden Konstrukte (Core EU, Extended EU) das Land angehören will oder ob man ganz draussen bleiben möchte. Vorausgesetzt, das Land erfüllt überhaupt die jeweiligen Aufnahmebedingungen.

Damit gäbe es die Chance, mehrere Ressentiments abzubauen: Niemand wird zu seinem Glück gewzungen, zB die Visegrad-Staaten können ihr Ding machen, in der Extended EU bleiben und sich von den demokratischen und Menschenrechtsstandards der Core EU distanzieren, haben aber auch weniger Anspruch auf Staatsrettungsaktionen und sonstige Förderprogramme, was wiederum die Akzeptanz der Core EU bei den dortigen Bürgern steigern dürfte. Und in den Ländern, deren Bevölkerungen sich für die Core EU entschieden haben, gäbe es für diese einen viel stärkeren Rückhalt. Es wäre auch eine gute Antwort auf Trump.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Darkfire » Sa 28. Jan 2017, 13:38

Was die Menschen haben wird oft nicht so dominant gesehen wie das was sie nicht haben.
Ich bin davon überzeugt würde die EU tatsächlich aufhören zu Existieren wäre es für die meisten Menschen ein echter Schock und nicht die geglaubte Befreiung.

Ich glaube auch das weite Teile Europas inzwischen so stark verzahnt sind daß es ein Zurück gar nicht mehr geben kann.
Auch die USA ist nicht in ein paar Jahre zusammengewachsen, sondern es brauchte auch dort blutige Bürgerkriege über deren Ausrichtung.

Auch sollte man sich klar werden, warum Europa zunehmend zum Feindbild von Politikern wie Trump und Putin wird.
Weshalb es für die wichtig wäre diesen Staatenbund zu spalten, während sie selbst für ihre eigenen Länder jegliche Abspaltung teils blutig bekämpfen würden.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Sa 28. Jan 2017, 14:38

Darkfire hat geschrieben:(28 Jan 2017, 13:38)

Was die Menschen haben wird oft nicht so dominant gesehen wie das was sie nicht haben.
Ich bin davon überzeugt würde die EU tatsächlich aufhören zu Existieren wäre es für die meisten Menschen ein echter Schock und nicht die geglaubte Befreiung.

Ich glaube auch das weite Teile Europas inzwischen so stark verzahnt sind daß es ein Zurück gar nicht mehr geben kann.
Auch die USA ist nicht in ein paar Jahre zusammengewachsen, sondern es brauchte auch dort blutige Bürgerkriege über deren Ausrichtung.

Auch sollte man sich klar werden, warum Europa zunehmend zum Feindbild von Politikern wie Trump und Putin wird.
Weshalb es für die wichtig wäre diesen Staatenbund zu spalten, während sie selbst für ihre eigenen Länder jegliche Abspaltung teils blutig bekämpfen würden.



Die schiere Wirtschaftskraft der E.U wird nicht auf Dauer ausreichen. Fast noch wichtiger als militärische Zusammenarbeit wird die politische einheitliche Vertretung durch Brüssel. Einiges Europa mit Regierung.Die militärische Zusammenarbeit ist zu intensivieren.
Alte Ideen aus den 50 ern eventuell als Grundsatz
einer Armee zu nehmen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 28. Jan 2017, 16:27

Brainiac hat geschrieben:(28 Jan 2017, 13:29)

Ich antworte mal in diesem Thread, weil das zu weit von der SPD und von Schulz wegführt.

Wenn man den Ansatz mit den zwei Geschwindigkeiten mal klarer und griffiger strukturieren würde, wären das eben keine "Spielereien" und keine "Petitesse" mehr. Ja, es gibt schon länger unterschiedliche Intensitäten der Zuammenarbeit und Koordination innerhalb der EU, das ist nichts grundsätzlich Neues, aber es lässt sich aufgrund der vielen Graustufen und Schattierungen nur schlecht politisch vermarkten.

Wenn ich hier mal frei rumspinnen darf, ich stelle mir das ungefähr so vor:

- Die EU in ihrer existierenden Form bleibt erhalten, incl. der engen Zusammenarbeit, und das mittel-/langfristige Ziel ist die weitere Vertiefung, Stichworte gemeinsame Armee, gemeinsame Sicherheitspolitik, gemeinsames Finanz- bzw. Wirtschaftsministerium, Aufwertung von Parlament und Kommission hin zu einer tatsächlich regierungsähnlichen Konstruktion, mehr direkt rechtsgültige Verordnungen statt ratifizierungspflichtige Richtlinien, etc.. Dabei Abgrenzung des Zentralisierungsgrades nach Politikfeldern, zB Finanzpolitik eher zentral, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik eher regional / national. Man könnte dies die "Core EU" nennen.
- Daneben gibt es eine erweiterte europäische Wirtschaftszone, sagen wir, "Extended EU", ähnlich dem jetzigen EWR. Dort ist die Zusammenarbeit und Koordination wesentlich geringer, wesentlich sind hier handelslerleichternde Regelungen wie weitgehende Personen-, Güter-, Dienstleistungs- und Kapitalfreizügigkeit und Zollfreiheit und minimale Koordination der nationalen Finanz- und Wirtschaftspolitiken. Für die "Extended EU" gibt es kein europäisches Parlament, sondern das wird alles in Koordination der nationalen Regierungen ausgehandelt, wie heute im Europäischen Rat bzw. Rat der EU.
- Rechte und Pflichten sind bei der Core EU erheblich höher, gleiches gilt für die Aufnahmekriterien (wirtschaftliche Stabilität, Umsetzung demokratischer Standards und Menschenrechte, etc.). Die gegenseitige Unterstützung, sei es in Form von Förderprogrammen oder auch Finanzspritzen bei staatlichen Liquiditätsproblemen, ist in der Core EU stärker ausgeprägt.
- In allen heutigen EU-Mitgliedsstaaten, von mir aus auch in UK, Schweiz etc., könnte es Volksentscheide geben, welchem der beiden Konstrukte (Core EU, Extended EU) das Land angehören will oder ob man ganz draussen bleiben möchte. Vorausgesetzt, das Land erfüllt überhaupt die jeweiligen Aufnahmebedingungen.

Damit gäbe es die Chance, mehrere Ressentiments abzubauen: Niemand wird zu seinem Glück gewzungen, zB die Visegrad-Staaten können ihr Ding machen, in der Extended EU bleiben und sich von den demokratischen und Menschenrechtsstandards der Core EU distanzieren, haben aber auch weniger Anspruch auf Staatsrettungsaktionen und sonstige Förderprogramme, was wiederum die Akzeptanz der Core EU bei den dortigen Bürgern steigern dürfte. Und in den Ländern, deren Bevölkerungen sich für die Core EU entschieden haben, gäbe es für diese einen viel stärkeren Rückhalt. Es wäre auch eine gute Antwort auf Trump.


Von Beginn an gab es unterschiedliche Vorstellungen zur Genese der Europäischen Union, die sich um die Themenkreise "Bundesstaat" vs "Staatenbund", "Differenzierte Integration" und "Europa der Regionen" drehen. Diese philosophische Debatte hinderte jedoch nicht daran, auch in eine gewisse Praxis überzugehen.
Nun gibt es allerdings neue Herausforderungen, für die der Brexit steht, es gibt die asymmetrische Entwicklung gegenüber Russland und populistische Bewegungen. Die EU hat entsprechend die Hochkommissarin Federici Mogherini damit beauftragt, eine Strategie für Sicherheits- und Außenpolitik der Union zu erarbeiten. Und diese zielt auf die Kernkompetenzen ab, stellt das Pragmatische in den Vordergrund. Wörtlich heißt es: "Jetzt ist nicht die Zeit für Unsicherheit; unsere Union braucht eine Strategie. Wir brauchen eine gemeinsame Vision und ein gemeinsames Vorgehen."

Das ist die diplomatische Ausdrucksweise der Hochkommissarin. Aus meiner Sicht ist das so zu interpretieren, dass die philosophische Debatte eben als Spielerei angesehen wird, um die es in der Praxis und in der gegenwärtigen Herausforderung nicht gehen kann oder soll. Im Kern stehen innere und äußere Sicherheit der Union sowie die soziale Sicherheit. Nicht mehr, nicht weniger. Und das dürfte weitgehendst konsensfähig sein.

Ausgangsthema war ja der bevorstehende Wahlkampf und Martin Schulz. Und die Vorstellung, der Spitzenkandidat der SPD solle mit einem komplexen Konstrukt von "Core und Extended EU" Wahlkampf machen, halte ich für äußerst gewagt. Politik muss auch ein Stück weit verkaufbar sein, sie kann nicht - anders gesagt - zur Gänze ohne breite Schichten der Bevölkerung auskommen. Schon gar nicht, wenn wichtige Wahlen bevorstehen.
Drastischer gesagt, ein Europa der zwei Geschwindigkeiten wäre ein Europa ohne Europa. Denn faktisch ist ein Zwei- oder Drei-Länder-Pakt eben keine europäische Union, sondern ein kleines Imperium in der Umgebung mehr oder weniger freundlich gesinnter oder abhängiger Staaten. Ein kleines Imperium, so etwas wie das Kaiserreich Österreich-Ungarn, welches bestimmte Dinge intim regelt und die Nachbarn in die Zweitrangigkeit verweist.

Ich finde, das Mogherini-Papier zur globalen Strategie der Union wäre weitaus wahlkampffähiger, zumal es nicht mit Abstraktionen arbeitet, sondern auf eine zugängliche Pragmatik abzielt. Es lebt nicht von Exklusivität, sondern von tatsächlicher Integration. Integration kann doch nicht heißen, ein exklusiver Club macht sein Ding, Integration bedeutet zwangsläufig auch immer Kompromissfähigkeit.

Abgesehen davon kann man natürlich immer Visionen haben, selbstverständlich auch "freies rumspinnen", wie du das nennst, das ist in Ordnung, aber letztlich wird man an den Bürgern der Union nicht vorbei kommen. Wie der französische Präsidentschaftskandidat Macron so schön sagt - und er ist alles andere als ein EU-Gegner - sowas kann man nicht im stillen Kämmerlein machen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Brainiac » Sa 28. Jan 2017, 17:45

DarkLightbringer hat geschrieben:(28 Jan 2017, 16:27)

Von Beginn an gab es unterschiedliche Vorstellungen zur Genese der Europäischen Union, die sich um die Themenkreise "Bundesstaat" vs "Staatenbund", "Differenzierte Integration" und "Europa der Regionen" drehen. Diese philosophische Debatte hinderte jedoch nicht daran, auch in eine gewisse Praxis überzugehen.
Nun gibt es allerdings neue Herausforderungen, für die der Brexit steht, es gibt die asymmetrische Entwicklung gegenüber Russland und populistische Bewegungen. Die EU hat entsprechend die Hochkommissarin Federici Mogherini damit beauftragt, eine Strategie für Sicherheits- und Außenpolitik der Union zu erarbeiten. Und diese zielt auf die Kernkompetenzen ab, stellt das Pragmatische in den Vordergrund. Wörtlich heißt es: "Jetzt ist nicht die Zeit für Unsicherheit; unsere Union braucht eine Strategie. Wir brauchen eine gemeinsame Vision und ein gemeinsames Vorgehen."

Das ist die diplomatische Ausdrucksweise der Hochkommissarin. Aus meiner Sicht ist das so zu interpretieren, dass die philosophische Debatte eben als Spielerei angesehen wird, um die es in der Praxis und in der gegenwärtigen Herausforderung nicht gehen kann oder soll. Im Kern stehen innere und äußere Sicherheit der Union sowie die soziale Sicherheit. Nicht mehr, nicht weniger. Und das dürfte weitgehendst konsensfähig sein.

Ausgangsthema war ja der bevorstehende Wahlkampf und Martin Schulz. Und die Vorstellung, der Spitzenkandidat der SPD solle mit einem komplexen Konstrukt von "Core und Extended EU" Wahlkampf machen, halte ich für äußerst gewagt. Politik muss auch ein Stück weit verkaufbar sein, sie kann nicht - anders gesagt - zur Gänze ohne breite Schichten der Bevölkerung auskommen. Schon gar nicht, wenn wichtige Wahlen bevorstehen.
Drastischer gesagt, ein Europa der zwei Geschwindigkeiten wäre ein Europa ohne Europa. Denn faktisch ist ein Zwei- oder Drei-Länder-Pakt eben keine europäische Union, sondern ein kleines Imperium in der Umgebung mehr oder weniger freundlich gesinnter oder abhängiger Staaten. Ein kleines Imperium, so etwas wie das Kaiserreich Österreich-Ungarn, welches bestimmte Dinge intim regelt und die Nachbarn in die Zweitrangigkeit verweist.

Ich finde, das Mogherini-Papier zur globalen Strategie der Union wäre weitaus wahlkampffähiger, zumal es nicht mit Abstraktionen arbeitet, sondern auf eine zugängliche Pragmatik abzielt. Es lebt nicht von Exklusivität, sondern von tatsächlicher Integration. Integration kann doch nicht heißen, ein exklusiver Club macht sein Ding, Integration bedeutet zwangsläufig auch immer Kompromissfähigkeit.

Abgesehen davon kann man natürlich immer Visionen haben, selbstverständlich auch "freies rumspinnen", wie du das nennst, das ist in Ordnung, aber letztlich wird man an den Bürgern der Union nicht vorbei kommen. Wie der französische Präsidentschaftskandidat Macron so schön sagt - und er ist alles andere als ein EU-Gegner - sowas kann man nicht im stillen Kämmerlein machen.

Ich habe bewusst "rumspinnen" geschrieben, weil das in dieser Form, vor allem mit den Volksabstimmungen, kaum so kommen wird, das traut sich keiner, und es ist terminlich kaum zu koordinieren. Es ist, was ich "in einer idealen Welt" als "EU-Architekt" tun würde. Eine Vision halt. Die man allerdings als solche in einem Wahlkampf vertreten könnte, vor allem wenn einem nichts anderes und besseres einfällt.

(Nur am Rande bemerkt, die Core-EU, wie von mir skizziert, würde wohl kaum aus nur 2 bis 3 Staaten bestehen. Die EWG begannen übrigens mit 6 Staaten.)

Ich sehe allerdings nicht, dass dein "Besinnen auf die Kernkompetenzen" irgendwie bürgernäher und griffiger wäre. Eher im Gegenteil. Was soll sich denn verändern, deiner Meinung nach, in einigen Eckpunkten zusammengefasst? Mit allgemeinen Phrasen wird man keinen Hund hinterm Ofen hervorlocken und keinen Kritiker überzeugen. Es muss etwas fundamental verändert werden, und ich sehe nicht, was das sein soll. Hier übrigens zu diesem Mogherini-Papier: https://ec.europa.eu/germany/news/mogherini-stellt-globale-strategie-f%C3%BCr-die-eu-sicherheitsarchitektur-vor_en

Das jedenfalls ist meine Meinung zu Veränderungen und Verbesserungen der EU von innen heraus. Alternativ kann man so weiter machen wie bisher. Es kann passieren, dass äussere Umstände, zB ein Amok laufender, einen Handelskrieg entfesselnder Trump oder sonstige dramatische äussere Bedrohungen die EU-Staaten zu einem engeren Zusammenhalt zwingen. Es kann. Muss aber nicht. :|
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Sa 28. Jan 2017, 21:42

Brainiac hat geschrieben:(28 Jan 2017, 13:29)

Ich antworte mal in diesem Thread, weil das zu weit von der SPD und von Schulz wegführt.

Wenn man den Ansatz mit den zwei Geschwindigkeiten mal klarer und griffiger strukturieren würde, wären das eben keine "Spielereien" und keine "Petitesse" mehr. Ja, es gibt schon länger unterschiedliche Intensitäten der Zuammenarbeit und Koordination innerhalb der EU, das ist nichts grundsätzlich Neues, aber es lässt sich aufgrund der vielen Graustufen und Schattierungen nur schlecht politisch vermarkten.

Wenn ich hier mal frei rumspinnen darf, ich stelle mir das ungefähr so vor:

- Die EU in ihrer existierenden Form bleibt erhalten, incl. der engen Zusammenarbeit, und das mittel-/langfristige Ziel ist die weitere Vertiefung, Stichworte gemeinsame Armee, gemeinsame Sicherheitspolitik, gemeinsames Finanz- bzw. Wirtschaftsministerium, Aufwertung von Parlament und Kommission hin zu einer tatsächlich regierungsähnlichen Konstruktion, mehr direkt rechtsgültige Verordnungen statt ratifizierungspflichtige Richtlinien, etc.. Dabei Abgrenzung des Zentralisierungsgrades nach Politikfeldern, zB Finanzpolitik eher zentral, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik eher regional / national. Man könnte dies die "Core EU" nennen.
- Daneben gibt es eine erweiterte europäische Wirtschaftszone, sagen wir, "Extended EU", ähnlich dem jetzigen EWR. Dort ist die Zusammenarbeit und Koordination wesentlich geringer, wesentlich sind hier handelslerleichternde Regelungen wie weitgehende Personen-, Güter-, Dienstleistungs- und Kapitalfreizügigkeit und Zollfreiheit und minimale Koordination der nationalen Finanz- und Wirtschaftspolitiken. Für die "Extended EU" gibt es kein europäisches Parlament, sondern das wird alles in Koordination der nationalen Regierungen ausgehandelt, wie heute im Europäischen Rat bzw. Rat der EU.
- Rechte und Pflichten sind bei der Core EU erheblich höher, gleiches gilt für die Aufnahmekriterien (wirtschaftliche Stabilität, Umsetzung demokratischer Standards und Menschenrechte, etc.). Die gegenseitige Unterstützung, sei es in Form von Förderprogrammen oder auch Finanzspritzen bei staatlichen Liquiditätsproblemen, ist in der Core EU stärker ausgeprägt.
- In allen heutigen EU-Mitgliedsstaaten, von mir aus auch in UK, Schweiz etc., könnte es Volksentscheide geben, welchem der beiden Konstrukte (Core EU, Extended EU) das Land angehören will oder ob man ganz draussen bleiben möchte. Vorausgesetzt, das Land erfüllt überhaupt die jeweiligen Aufnahmebedingungen.

Damit gäbe es die Chance, mehrere Ressentiments abzubauen: Niemand wird zu seinem Glück gewzungen, zB die Visegrad-Staaten können ihr Ding machen, in der Extended EU bleiben und sich von den demokratischen und Menschenrechtsstandards der Core EU distanzieren, haben aber auch weniger Anspruch auf Staatsrettungsaktionen und sonstige Förderprogramme, was wiederum die Akzeptanz der Core EU bei den dortigen Bürgern steigern dürfte. Und in den Ländern, deren Bevölkerungen sich für die Core EU entschieden haben, gäbe es für diese einen viel stärkeren Rückhalt. Es wäre auch eine gute Antwort auf Trump.


Diese Gesamtschau vertrete ich schon sehr viel länger... etwa seit dem Zeitpunkt, als die Ukraine-Krise auf einem vorläufigen Höhepunkt angekommen war und die Briten unter PM Cameron mit der Abstimmung über einen BREXIT drohten.

Ich bestärke Sie, daß unsere europäische Zukunft nur durch den Zusammenschluß aller Kräfte der europäisch gesinnten Bürger und Regierungen gesichert werden kann; wirtschaftlich, politisch und auch militärisch. Man kann die Zahlenverhältnisse "Europa zum Rest der Welt" nicht oft genug wiederholen: Unser Kontinent wird in 2050 aller Voraussicht nach weniger als ein Zwanzigstel der Weltbevölkerung stellen in einer Zeit, wo sich neue Groß- und Weltmächte mit anderen Vorstellungen als unseren europäisch geprägten zu Wort melden. Wenn wir uns in diesem Spiel behaupten möchten, dann sollten wir nicht jeder für sich und womöglich noch im politischen Wettbewerb mit <1% der Weltbevölkerung je Partner antreten. Da werden wir Europäer Nation für Nation zur Seite gedrängt. Wenn so etwas einmal geschehen ist, hilft die Reue kaum. Dann gelten andere Maßstäbe, auf jeden Fall keine europäischen Maßstäbe, die wir heute noch in den großen Weltorganisationen vor finden, bei allen unübersehbaren Schwächen.

Das ist keine Vision, sondern praktische Notwendigkeit, und auch keineswegs "gesponnen". Da gibt es nichts ab zu mildern, das sind leider unausweichliche Tatsachen. Niemand wird Mitleid haben mit den Europäern, die für viele Jahrhunderte den Ton angeben konnten, und die sich nun ins Abseits treiben ließen: Eher im Gegenteil.

Es bleibt dabei, daß Europa seine Jahrhunderte alten Streitigkeiten beilegt und zu freundlicher und sachlicher Zusammenarbeit auf allen Ebenen findet, vom Alltagsgeschehen bis in höchste Bereiche der Wissenschaft und Politik. Dabei spielt die Überwindung des deutsch-französischen nationalen Wettbewerbs um die Führung Europas die entscheidende Rolle. Diesen Wettbewerb können wir uns nicht mehr leisten... müssen sogar fürchten, daß zerstörerische Kräfte ihn anfachen, um jegliche europäische Gemeinschaft zu vernichten.

(Es ist deshalb erfreulich, daß der frisch ernannte Außenminister Gabriel sich am ersten Tage nach seiner Ernennung gleich bei seinem französischen Partner eingefunden hat: Als Zeichen besonderer Wertschätzung des Partners und als Zeichen, mit besonders viel gutem Willen das europäische Projekt gemeinsam voran zu bringen.)

Auf der nächsten Stufe finden wir die engere Gemeinschaft der Gründungsmitglieder der EU. Auch dort sind besondere Anstrengungen notwendig, um das europäische Projekt weiterhin mit Leben zu erfüllen. Immerhin war diese Kerngemeinschaft so anziehend, daß am Ende 28 Mitglieder daran teilhaben wollten. Kehren wir zurück zu dieser Kerngemeinschaft, ohne dabei jene Partner aus zu schließen, die sich ohne wenn und aber zum europäischen Projekt bekennen. Im wesentlichen dürfte das die Euro-Gruppe sein, womöglich mit Ausnahme der Slowakei, aber Dänemark und Schweden eingeschlossen. Das muß man im Einzelnen nachprüfen... und dürfte nicht sonderlich überraschen.

In diesem festeren europäischen Zusammenschluß, dessen Ziele im Vertrag von Lissabon schon vorgegeben wurden, sehe ich die Zukunft unseres Lebensraums in einer Welt, die sich auch ohne unser Zutun sehr schnell verändert.

Viele Institutionen der bisherigen EU sind unmittelbar brauchbar für diese Kerngemeinschaft; sei es das EU-Parlament, in dem allerdings nur der Kern über seine Zukunft entscheiden kann, wo aber alle EU-Partner Gehör finden und über allen gemeinsame Angelegenheiten entscheiden können. Oder der EU-Ministerrat, in dem künftig das allein Konzept der qualifizierten Mehrheit zu Entscheidungen der EU gelten sollte. Ob diese Entscheidungen für die EU insgesamt so beschlossen werden, oder ob auch hier die Trennung von Kerneuropa eingeführt werden sollte, darüber muß man reden. Auch die EU-Kommission könnte weiterhin wirken, wobei sie auf jeden Fall die Geschäfte des Kerns führt, aber eine zweite Reihe eben für die übrigen Mitglieder als Beobachter zugelassen ist.

So ganz blöde haben die vorangehenden Europäer nämlich die EU gar nicht angelegt; nur war der letzte Wachstumsschub wohl doch von zu vielen Hoffnungen auf ein rasches Ende der Folgen der Zugehörigkeit zur kommunistischen Gewaltherrschaft getrieben. Das muß man im Einzelnen prüfen und zuordnen. Gar so kompliziert kann das doch gar nicht sein!

In dem loseren Verband der Mitglieder um den harten Kern herum sehe ich Chancen, kurzfristig neue Partner ohne Rücksicht auf den acquis européén zu gewinnen... etwa die Briten, die Türken, die Ukrainer, die Weißrussen, einige Balkanstaaten, die nach entsprechender Entwicklung und erwiesenem Stehvermögen einen Antrag auf Mitgliedschaft im Kern der EU stellen können. Diese Mitglieder können ein Zugehörigkeitsgefühl zur EU entwickeln... oder im Gegenteil erkennen, daß die EU doch nicht ihr Ding ist. Im letzteren Fall tut ein Austritt auch nicht mehr so weh, wie jetzt im Falle des Brexits, in dem ein Mitglied letztlich im gemeinsamen Gebäude tragende Teile schwächt.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 28. Jan 2017, 22:14

Donalds Idee keine Islamisten mehr in die USA zu lassen greift.

Vize der deutsch-amerikanischen Parlamentariergruppe

Grüner Abgeordneter darf nicht mehr in die USA reisen

Das von Donald Trump verhängte Einreiseverbot trifft auch Zehntausende Deutsche mit Doppelpass. Einer von ihnen ist der Grünen-Abgeordnete Omid Nouripour. Er ist Vizechef der deutsch-amerikanischen Parlamentariergruppe.

Omid Nouripour ist ein Transatlantiker, wie er im Buche steht. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete ist Vizechef der deutsch-amerikanischen Parlamentariergruppe, er sitzt im Vorstand der Atlantik-Brücke und der deutsch-atlantischen Gesellschaft. Mehrfach im Jahr reist er in die USA um Politiker zu treffen, er war schon in 40 US-Bundesstaaten.

Doch damit ist jetzt Schluss: US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret unterzeichnet, das Nouripour die Einreise in die Vereinigten Staaten verwehrt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 31900.html


Dieser mutmaßliche Islamist ist ja nicht nur Trump, sondern auch Teheran ein Dorn im Auge. Deshalb sollen sich ja Hardliner im Iran auch so über die Wahl von Trump gefreut haben. Tja, Omid. Jetzt ist Schluß mit dem Islamismus!

Die Saudis, Afghanen, Pakistanis, Ägypter uvm. sind zwar nicht betroffen, aber Donald wird schon wissen was er tut. Auch, wenn seine Ratschlüsse für viele unergründlich sind.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon DarkLightbringer » So 29. Jan 2017, 00:15

Brainiac hat geschrieben:(28 Jan 2017, 17:45)

Ich habe bewusst "rumspinnen" geschrieben, weil das in dieser Form, vor allem mit den Volksabstimmungen, kaum so kommen wird, das traut sich keiner, und es ist terminlich kaum zu koordinieren. Es ist, was ich "in einer idealen Welt" als "EU-Architekt" tun würde. Eine Vision halt. Die man allerdings als solche in einem Wahlkampf vertreten könnte, vor allem wenn einem nichts anderes und besseres einfällt.

(Nur am Rande bemerkt, die Core-EU, wie von mir skizziert, würde wohl kaum aus nur 2 bis 3 Staaten bestehen. Die EWG begannen übrigens mit 6 Staaten.)

Ich sehe allerdings nicht, dass dein "Besinnen auf die Kernkompetenzen" irgendwie bürgernäher und griffiger wäre. Eher im Gegenteil. Was soll sich denn verändern, deiner Meinung nach, in einigen Eckpunkten zusammengefasst? Mit allgemeinen Phrasen wird man keinen Hund hinterm Ofen hervorlocken und keinen Kritiker überzeugen. Es muss etwas fundamental verändert werden, und ich sehe nicht, was das sein soll. Hier übrigens zu diesem Mogherini-Papier: https://ec.europa.eu/germany/news/mogherini-stellt-globale-strategie-f%C3%BCr-die-eu-sicherheitsarchitektur-vor_en

Das jedenfalls ist meine Meinung zu Veränderungen und Verbesserungen der EU von innen heraus. Alternativ kann man so weiter machen wie bisher. Es kann passieren, dass äussere Umstände, zB ein Amok laufender, einen Handelskrieg entfesselnder Trump oder sonstige dramatische äussere Bedrohungen die EU-Staaten zu einem engeren Zusammenhalt zwingen. Es kann. Muss aber nicht. :|

Sagte ja - vielleicht nicht deutlich genug - dass kreative Visionen in Ordnung seien, unabhängig davon, ob man sie nun teilen mag oder nicht.

Die "Core-EU" verstehe ich hier jedoch eher als ein kreatives Wort für das, was einer Teilfraktion einer Fraktion ohnehin schon länger vorschwebt. Es wäre doch eben ein "weiter so wie bisher". Einige finden es gut, andere nicht und die meisten Bürger (der Union) können nichts damit anfangen.

Das Mogherini-Papier ist hier freilich keine "Spinnerei", es ist ja auch was offizielles. Und ich denke schon, diese Inhalte könnte man wesentlich leichter vertreten, durchaus auch kampagnenfähig - denn Sicherheit als zentrales Element versteht praktisch jeder.
Mogherini vertritt logischerweise die Union, wie sie ist und nicht ein imaginäres Atommodell, das könnte sie ja gar nicht als Beauftragte dieser Union.

Eine Rückbesinnung auf das, was die EU groß und attraktiv gemacht hat, ist prinzipiell etwas völlig anderes als die Idee der Vormachtstellung in einem grundsätzlich gespaltenen Europa.

In der "Core-EU" hätte freilich Deutschland das Sagen, aufgrund seiner ökonomischen Stellung, ob da nun Belgien oder Monaco dabei ist oder nicht. Da wäre eben die Frage, warum das so sein sollte, wozu es gut wäre und - noch schlimmer - was daran überhaupt europäisch sein soll. Eine EU ohne Europa ist aus kritischer Sicht eben keine europäische Union, sondern ein Staatenbund daran interessierter Mächte.
Die "Föderation Arabischer Republiken" in Gestalt der Achse Libyen - Ägypten - Sudan ist übrigens auch gescheitert, was nicht an dem Fehlen des Begriffes von einer "Core-AU" liegen dürfte.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » So 29. Jan 2017, 10:19

"In der "Core-EU" hätte freilich Deutschland das Sagen, aufgrund seiner ökonomischen Stellung, ob da nun Belgien oder Monaco dabei ist oder nicht. Da wäre eben die Frage, warum das so sein sollte, wozu es gut wäre und - noch schlimmer - was daran überhaupt europäisch sein soll. Eine EU ohne Europa ist aus kritischer Sicht eben keine europäische Union, sondern ein Staatenbund daran interessierter Mächte. "

Das Verfahren muß ja so überhaupt nicht angelegt sein; die Wirtschaftsmächte Italien, Spanien, Niederlande, Belgien und Frankreich sind neben Malta vermutlich auch im Kern der EU enthalten. Der neuerliche Zusammenschluß der willigen Europäer wäre keineswegs die Fortsetzung der bestehenden Unverbindlichkeit, sondern schon sehr staatenähnlich. Da dürfte es schwer werden, eine nationale Vorherrschaft aus zu üben; durch die enge Zusammenarbeit mit Frankreich auf allen Ebenen sind dem ganz natürliche Grenzen gesetzt. Diese sehr bewußte und als "Staatsraison" in einer Verfassung verankerte Zusammenarbeit ist der Kern im Kern Europas... ohne den gar nichts läuft. Diese Erfahrung ist etwa 1.200 Jahre zurück zu verfolgen, in etwa beginnend mit dem Karolinger Reich. So ganz furchtbar neu ist dieser Zusammenschluß also gar nicht; jetzt allerdings als freiwilliges Bündnis, das Überleben unserer europäischen Lebensart zu sichern. Ich vermute, daß dieser Kern Europas etwa 20 der bisherigen EU-Mitglieder zusammen führen wird.

Der Rest der EU könnte, aus meiner Sicht, so weiter machen wie bisher eingeübt und für gut befunden. Änderungen dieser Zusammenarbeit könnten sich diese EU-Mitglieder ja im kleinen Kreis selbst überlegen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Teeernte » So 29. Jan 2017, 10:22

H2O hat geschrieben:(29 Jan 2017, 10:19)

"In der "Core-EU" hätte freilich Deutschland das Sagen, aufgrund seiner ökonomischen Stellung, ob da nun Belgien oder Monaco dabei ist oder nicht. Da wäre eben die Frage, warum das so sein sollte, wozu es gut wäre und - noch schlimmer - was daran überhaupt europäisch sein soll. Eine EU ohne Europa ist aus kritischer Sicht eben keine europäische Union, sondern ein Staatenbund daran interessierter Mächte. "

Das Verfahren muß ja so überhaupt nicht angelegt sein; die Wirtschaftsmächte Italien, Spanien, Niederlande, Belgien und Frankreich sind neben Malta vermutlich auch im Kern der EU enthalten. Der neuerliche Zusammenschluß der willigen Europäer wäre keineswegs die Fortsetzung der bestehenden Unverbindlichkeit, sondern schon sehr staatenähnlich. Da dürfte es schwer werden, eine nationale Vorherrschaft aus zu üben; durch die enge Zusammenarbeit mit Frankreich auf allen Ebenen sind dem ganz natürliche Grenzen gesetzt. Diese sehr bewußte und als "Staatsraison" in einer Verfassung verankerte Zusammenarbeit ist der Kern im Kern Europas... ohne den gar nichts läuft. Diese Erfahrung ist etwa 1.200 Jahre zurück zu verfolgen, in etwa beginnend mit dem Karolinger Reich. So ganz furchtbar neu ist dieser Zusammenschluß also gar nicht; jetzt allerdings als freiwilliges Bündnis, das Überleben unserer europäischen Lebensart zu sichern. Ich vermute, daß dieser Kern Europas etwa 20 der bisherigen EU-Mitglieder zusammen führen wird.

Der Rest der EU könnte, aus meiner Sicht, so weiter machen wie bisher eingeübt und für gut befunden. Änderungen dieser Zusammenarbeit könnten sich diese EU-Mitglieder ja im kleinen Kreis selbst überlegen.


One man - one vote ? - ist ja nicht - bereits da hakt es schon.

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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » So 29. Jan 2017, 10:30

Teeernte hat geschrieben:(29 Jan 2017, 10:22)

One man - one vote ? - ist ja nicht - bereits da hakt es schon. Wie sollen die Deppen da den Knall hören ?


Die bisher eingeübte qualifizierte Mehrheit des EU-Ministerrats könnte ja auch in diesen angedachten Kern von etwa 20 Partnerstaaten gelten. Lösungen für solche Vorbehalte haben unsere europäisch gesonnenen Vorgänger schon vor Jahrzehnten erfunden.

Ein Riesenstaat wie die USA hat auch Stimmengewichte einzelner Bundesstaaten eingeführt, um auf der oberen Staatsebene auch kleinen Bundesstaaten genügend Gewicht zu geben. Eine Revolution ist deshalb immer noch nicht ausgebrochen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Teeernte » So 29. Jan 2017, 10:38

H2O hat geschrieben:(29 Jan 2017, 10:30)
...... auch kleinen Bundesstaaten genügend Gewicht zu geben. Eine Revolution ist deshalb immer noch nicht ausgebrochen.


Wozu ? ....desinteresse wird witer lähmen - und Rechts bekommt DADURCH den Zulauf....

Später beschweren ? Ungleichheit - selbst Schuld.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » So 29. Jan 2017, 10:51

Teeernte hat geschrieben:(29 Jan 2017, 10:38)

Wozu ? ....desinteresse wird witer lähmen - und Rechts bekommt DADURCH den Zulauf....

Später beschweren ? Ungleichheit - selbst Schuld.


Ja, für Ihre Beiträge sind letztlich Sie selbst verantwortlich; und dabei hätten Sie hier eine wunderbare Möglichkeit, ihre politischen Konzepte zu erläutern. In einem Halbsatz gelingt das nicht, auch nicht mit vielen Pünktchen. :s
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Teeernte » So 29. Jan 2017, 10:58

H2O hat geschrieben:(29 Jan 2017, 10:51)

Ja, für Ihre Beiträge sind letztlich Sie selbst verantwortlich; und dabei hätten Sie hier eine wunderbare Möglichkeit, ihre politischen Konzepte zu erläutern. In einem Halbsatz gelingt das nicht, auch nicht mit vielen Pünktchen. :s


Im Moment braucht es eine starke EU - da sollten Direktwahlen eingeführt werden - bis hin zu einer "Regierung"/Regierungsbildung - gern Überparteilich !
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » So 29. Jan 2017, 11:10

Teeernte hat geschrieben:(29 Jan 2017, 10:58)

Im Moment braucht es eine starke EU - da sollten Direktwahlen eingeführt werden - bis hin zu einer "Regierung"/Regierungsbildung - gern Überparteilich !


Tja, Sie sagen es; der Weg dahin ist aber weit; deshalb kann man sich nur schrittweise diesem Ziel annähern. Die politischen Verhältnisse in Europa legen einen solchen Annäherungsschritt zwingend nahe. Vielleicht klappt das jetzt einmal wieder!
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon DarkLightbringer » So 29. Jan 2017, 11:15

H2O hat geschrieben:(29 Jan 2017, 10:19)

"In der "Core-EU" hätte freilich Deutschland das Sagen, aufgrund seiner ökonomischen Stellung, ob da nun Belgien oder Monaco dabei ist oder nicht. Da wäre eben die Frage, warum das so sein sollte, wozu es gut wäre und - noch schlimmer - was daran überhaupt europäisch sein soll. Eine EU ohne Europa ist aus kritischer Sicht eben keine europäische Union, sondern ein Staatenbund daran interessierter Mächte. "

Das Verfahren muß ja so überhaupt nicht angelegt sein; die Wirtschaftsmächte Italien, Spanien, Niederlande, Belgien und Frankreich sind neben Malta vermutlich auch im Kern der EU enthalten. Der neuerliche Zusammenschluß der willigen Europäer wäre keineswegs die Fortsetzung der bestehenden Unverbindlichkeit, sondern schon sehr staatenähnlich. Da dürfte es schwer werden, eine nationale Vorherrschaft aus zu üben; durch die enge Zusammenarbeit mit Frankreich auf allen Ebenen sind dem ganz natürliche Grenzen gesetzt. Diese sehr bewußte und als "Staatsraison" in einer Verfassung verankerte Zusammenarbeit ist der Kern im Kern Europas... ohne den gar nichts läuft. Diese Erfahrung ist etwa 1.200 Jahre zurück zu verfolgen, in etwa beginnend mit dem Karolinger Reich. So ganz furchtbar neu ist dieser Zusammenschluß also gar nicht; jetzt allerdings als freiwilliges Bündnis, das Überleben unserer europäischen Lebensart zu sichern. Ich vermute, daß dieser Kern Europas etwa 20 der bisherigen EU-Mitglieder zusammen führen wird.

Der Rest der EU könnte, aus meiner Sicht, so weiter machen wie bisher eingeübt und für gut befunden. Änderungen dieser Zusammenarbeit könnten sich diese EU-Mitglieder ja im kleinen Kreis selbst überlegen.

Nun war ja das Karolinger Reich, der Rheinbund oder Österreich-Ungarn nicht unbedingt eine Staatenunion europäischer Partner, sondern Zentralmächte mit abhängigen Lehnsherren. Sicher verkörpert ein Machtzentrum - symbolisiert durch Kaiser oder Hohen Rat, wie auch immer - auch irgendwas, wenn man so will, auch Einheit im Sinne eines solchen Reiches, Imperiums oder Vielvölkerstaates.

Die Union ist aber eigentlich ein völlig anderes Modell, beruhend auf der Partnerschaft prinzipiell gleichberechtiger Souveränitäten, die sich in einem permamenten Prozess auf Grundsätze, Interessen und Prioritäten einigen. In einem Karolinger Reich huldigt man dem Herrscherhaus, in einen Binnenmarkt verliebt sich aber niemand. Das ist ein großer Unterschied.

Warum war oder ist denn die EU so attraktiv und ist stets erweitert worden, während Großmacht-Konzepte immer in Frage gestellt wurden? Warum will gegenwärtig niemand in die Eurasische Union unter Führung des Kreml, wenn er nicht muss?
Die Antwort liegt doch auf der Hand - die Union war einerseits flexibel, bot aber gleichzeitig Prosperität und Sicherheit. Nicht mehr, nicht weniger. Kernige Imperien bieten indes nur eines - Machtkonzentration. Im guten wie im bösen, auf Gedeih und Verderb.
Das Karolinger Reich wurde nötigenfalls durch Einsatz der Panzerreiter zusammen gehalten und das Römische Reich - im vorgedachten Sinn ja auch irgendwie europäisch - entsandte fast unentwegt Kohorten in die unruhigen Provinzen. Brüssel oder Berlin wird aber keine Panzerbrigade in Kopenhagen auffahren können oder wollen, um etwaige Meinungsverschiedenheiten zu klären.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Teeernte » So 29. Jan 2017, 11:35

DarkLightbringer hat geschrieben:(29 Jan 2017, 11:15)

Nun war ja das Karolinger Reich, der Rheinbund oder Österreich-Ungarn nicht unbedingt eine Staatenunion europäischer Partner, sondern Zentralmächte mit abhängigen Lehnsherren. Sicher verkörpert ein Machtzentrum - symbolisiert durch Kaiser oder Hohen Rat, wie auch immer - auch irgendwas, wenn man so will, auch Einheit im Sinne eines solchen Reiches, Imperiums oder Vielvölkerstaates.

Die Union ist aber eigentlich ein völlig anderes Modell, beruhend auf der Partnerschaft prinzipiell gleichberechtiger Souveränitäten, die sich in einem permamenten Prozess auf Grundsätze, Interessen und Prioritäten einigen. In einem Karolinger Reich huldigt man dem Herrscherhaus, in einen Binnenmarkt verliebt sich aber niemand. Das ist ein großer Unterschied.

Warum war oder ist denn die EU so attraktiv und ist stets erweitert worden, während Großmacht-Konzepte immer in Frage gestellt wurden? Warum will gegenwärtig niemand in die Eurasische Union unter Führung des Kreml, wenn er nicht muss?
Die Antwort liegt doch auf der Hand - die Union war einerseits flexibel, bot aber gleichzeitig Prosperität und Sicherheit. Nicht mehr, nicht weniger. Kernige Imperien bieten indes nur eines - Machtkonzentration. Im guten wie im bösen, auf Gedeih und Verderb.
Das Karolinger Reich wurde nötigenfalls durch Einsatz der Panzerreiter zusammen gehalten und das Römische Reich - im vorgedachten Sinn ja auch irgendwie europäisch - entsandte fast unentwegt Kohorten in die unruhigen Provinzen. Brüssel oder Berlin wird aber keine Panzerbrigade in Kopenhagen auffahren können oder wollen, um etwaige Meinungsverschiedenheiten zu klären.


Das "Imperium" ist in der EU grenzenlos - nur die Kohorten werden unterschiedlich arm gehalten.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » So 29. Jan 2017, 11:44

DarkLightbringer hat geschrieben:(29 Jan 2017, 11:15)

Nun war ja das Karolinger Reich, der Rheinbund oder Österreich-Ungarn nicht unbedingt eine Staatenunion europäischer Partner, sondern Zentralmächte mit abhängigen Lehnsherren. Sicher verkörpert ein Machtzentrum - symbolisiert durch Kaiser oder Hohen Rat, wie auch immer - auch irgendwas, wenn man so will, auch Einheit im Sinne eines solchen Reiches, Imperiums oder Vielvölkerstaates.

Die Union ist aber eigentlich ein völlig anderes Modell, beruhend auf der Partnerschaft prinzipiell gleichberechtiger Souveränitäten, die sich in einem permamenten Prozess auf Grundsätze, Interessen und Prioritäten einigen. In einem Karolinger Reich huldigt man dem Herrscherhaus, in einen Binnenmarkt verliebt sich aber niemand. Das ist ein großer Unterschied.

Warum war oder ist denn die EU so attraktiv und ist stets erweitert worden, während Großmacht-Konzepte immer in Frage gestellt wurden? Warum will gegenwärtig niemand in die Eurasische Union unter Führung des Kreml, wenn er nicht muss?
Die Antwort liegt doch auf der Hand - die Union war einerseits flexibel, bot aber gleichzeitig Prosperität und Sicherheit. Nicht mehr, nicht weniger. Kernige Imperien bieten indes nur eines - Machtkonzentration. Im guten wie im bösen, auf Gedeih und Verderb.
Das Karolinger Reich wurde nötigenfalls durch Einsatz der Panzerreiter zusammen gehalten und das Römische Reich - im vorgedachten Sinn ja auch irgendwie europäisch - entsandte fast unentwegt Kohorten in die unruhigen Provinzen. Brüssel oder Berlin wird aber keine Panzerbrigade in Kopenhagen auffahren können oder wollen, um etwaige Meinungsverschiedenheiten zu klären.


Sie klammern sich an den Gedanken, daß geschichtlich gewachsene Staaten stets das fortsetzen, was ihre Entstehung ermöglicht hatte: Die Gewalt eines Heerführers, der sich Unterworfene unter zu ordnen hatten. Dabei sehen Sie nicht, daß die Nachfolgestaaten des Karolingerreichs fast durchweg Demokratien entwickelt haben... die aber jeder für sich zu unbedeutend geworden sind, sich in der Neuordnung dieser viel größer gewordenen Welt in gewohnter Weise zu behaupten. Da liegt es aus meiner Sicht nahe, aufbauend auf der gemeinsamen Überlieferung, nun den demokratischen und freiwilligen Zusammenschluß zu suchen. Trotz der harten Machtausübung Karls des Großen hält ein begehrter Ehrenpreis Europas ausgewiesene Demokraten nicht davon ab, den Karlspreis entgegen zu nehmen, der sie für ihre europäische Gesinnung und ihr Wirken für ein gemeinsames europäisches Vaterland ehrt.

Mein Gedanke: Wer will, der soll mitmachen bei diesem politischen Zusammenschluß. Aber man muß das Angebot endlich machen. Dazu wäre die 60-Jahrfeier der römischen Verträge am 25. März 2017 eine gute Gelegenheit. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » So 29. Jan 2017, 11:45

Teeernte hat geschrieben:(29 Jan 2017, 11:35)

Das "Imperium" ist in der EU grenzenlos - nur die Kohorten werden unterschiedlich arm gehalten.



Die Südlichen Kohorten sind froh das Generalkommando trotz schlechter Leistungen
Ihren Sold weiter zahlt! Die Südlichen Kohorten brauchen mehr Disziplin, denn wenn sie weiter
so mit ihrem Sold Wirtschaften, kommen sie nie den Monat lang. Da ist man froh so ein Generalkommando zu haben;-);-)
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!

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