Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » So 3. Jun 2018, 19:57

Wähler hat geschrieben:(03 Jun 2018, 18:37)

....

...Da hilft nur Bildung, wofür die Deutschen bekanntlich weniger ausgeben, als ihre Nachbarn.


https://www.destatis.de/Europa/DE/Staat ... leich.html

Dabei sollte dann auch die Höhe des BIP berücksichtigt werden.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon LiberalKonservativ » So 3. Jun 2018, 21:04

Wähler hat geschrieben:(03 Jun 2018, 18:27)

Wir haben, wie andere Euro-Länder, auch vom Euro profitiert. Für unsere Art der privaten Altersvorsorge können die anderen Euroländer nichts. Wohnungsbaugenossenschaften sind eine gute Alternative für mangelndes Eigenkapital zum individuellen Wohneigentum. Aktienfondsratensparen wie in Frankreich oder Großbritannien ist eine gute Alternative für Lebensversicherungen, die hauptsächlich in Staatspapiere mit geringer Bonität investieren. Wir sind einfach zu bequem, unsere liebgewonnenen Eigenarten zu ändern. Das ist zwar menschlich, aber nicht der Fehler oder gar die Schuld unserer Nachbarn.


Konkretisieren Sie mal bitte Ihr "Wir". Ich kann diese Pauschalausagen "Wir/Deutschland sind die größten Euro Profiteure" nicht mehr hören. Ich habe Ihnen oben die Wirkungsweisen auch für Laien verständlich aufgezeigt. Dass die deutsche Mittelschicht v.a. in Fixed Income Produkte investiert sind, hat auch mit politischer Steuerung und Regulierung zu tun. Da jetzt einfach zu sagen: Ihr seid selbst schuld, wenn ihr so blöd seid und in Fixed Income und nicht in Equity geht, halte ich für reichlich deplaziert.

Zur Bildung: Ist jetzt hier zwar nicht das Thema, aber das Problem im Bildungssystem liegt nicht am Geld sondern primär an einer komplett ideologischen Bildungspolitik.
Zuletzt geändert von LiberalKonservativ am So 3. Jun 2018, 21:11, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon LiberalKonservativ » So 3. Jun 2018, 21:07

BingoBurner hat geschrieben:(03 Jun 2018, 13:07)

ach du s......."totalitärsten Parteien"
soll ich dir mal sagen was totalitär ist ?

hautkrebs
asthma
lungenkrebs

but wait......was macht die dämliche eu........?
sie verklagt deutschland obwohl wir doch alle wissen........das deutsche auto ist safe.....
trump macht das richtig. er setzt auf dampfmaschinen..........ähmmmm kohlekraft......und zölle auf stahl.

schuld sind die grünen....ganz klar......ironie aus


..................ich ...........ignoriere...............alle .....infantil..............geschriebenen...... post..............
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Fliege » So 3. Jun 2018, 21:26

Stellt Merkel ihren Rücktritt in Aussicht? Immerhin sagt sie im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Europa muss handlungsfähig sein – nach außen und innen" (FAZ online plus, 3. Juni 2018).
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Troh.Klaus » So 3. Jun 2018, 21:46

Brainiac hat geschrieben:(03 Jun 2018, 19:41)
Was soll mir das jetzt sagen. :?:
Dass das Ergebnis on der Fragestellung abhängt, dürfte unstrittig sein. Wie würdest du das denn formulieren, damit "das Volk seinen demokratischen Willen bekommt"? Dutzende Einzelfragen zu stellen, scheint mir kein sinnvoll machbarer Ansatz zu sein, man muss sich schon auf etwas Zusammenfassendes festlegen.

Nope, Einzelfragen!
Kann natürlich sein, dass die Antworten zu den Einzelfragen sich dann gegenseitig konterkarieren. Dann gibt es die Wiederholung als Oder-Frage.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon BingoBurner » So 3. Jun 2018, 22:12

LiberalKonservativ hat geschrieben:(03 Jun 2018, 22:07)

..................ich ...........ignoriere...............alle .....infantil..............geschriebenen...... post..............




tust du nicht.............hastvdu ein realitast problem ?
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon BingoBurner » So 3. Jun 2018, 22:14

Fliege hat geschrieben:(03 Jun 2018, 22:26)

Stellt Merkel ihren Rücktritt in Aussicht? Immerhin sagt sie im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Europa muss handlungsfähig sein – nach außen und innen" (FAZ online plus, 3. Juni 2018).



das ist die letzte amzeit von merkel
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Fliege » So 3. Jun 2018, 22:19

BingoBurner hat geschrieben:(03 Jun 2018, 23:14)

das ist die letzte amzeit von merkel

Sie geht erst, wenn sie alle ihre Spielzeuge kaputt gemacht hat?
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Brainiac » So 3. Jun 2018, 22:36

Troh.Klaus hat geschrieben:(03 Jun 2018, 22:46)

Nope, Einzelfragen!
Kann natürlich sein, dass die Antworten zu den Einzelfragen sich dann gegenseitig konterkarieren. Dann gibt es die Wiederholung als Oder-Frage.
Also 30-50 Einzelfragen parallel und koordiniert in 28 Staaten?
Kaum zu organisieren, und danach wird man so schlau sein wie zuvor, weil keiner eine zusammenfassende und konsensfähige Interpretation herstellen kann. Man wiederholt eine Volksabstimmung auch nicht mal eben so, siehe Brexit.

Und wie sollen die Einzelfragen überhaupt lauten? "Sind Sie für eine vertiefte europäische Integration auf dem Gebiet X", X = Verteidigung, Energie, Soziales...?
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon BingoBurner » So 3. Jun 2018, 22:37

Fliege hat geschrieben:(03 Jun 2018, 23:19)

Sie geht erst, wenn sie alle ihre Spielzeuge kaputt gemacht hat?






eine tolle frau........hast du mit putin telefoniert ?
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Wähler » Mo 4. Jun 2018, 05:14

Wähler hat geschrieben:(03 Jun 2018, 18:27)
Wir haben, wie andere Euro-Länder, auch vom Euro profitiert. Für unsere Art der privaten Altersvorsorge können die anderen Euroländer nichts. Wohnungsbaugenossenschaften sind eine gute Alternative für mangelndes Eigenkapital zum individuellen Wohneigentum. Aktienfondsratensparen wie in Frankreich oder Großbritannien ist eine gute Alternative für Lebensversicherungen, die hauptsächlich in Staatspapiere mit geringer Bonität investieren. Wir sind einfach zu bequem, unsere liebgewonnenen Eigenarten zu ändern. Das ist zwar menschlich, aber nicht der Fehler oder gar die Schuld unserer Nachbarn.

LiberalKonservativ hat geschrieben:(03 Jun 2018, 22:04)
Konkretisieren Sie mal bitte Ihr "Wir". Ich kann diese Pauschalausagen "Wir/Deutschland sind die größten Euro Profiteure" nicht mehr hören. Ich habe Ihnen oben die Wirkungsweisen auch für Laien verständlich aufgezeigt. Dass die deutsche Mittelschicht v.a. in Fixed Income Produkte investiert sind, hat auch mit politischer Steuerung und Regulierung zu tun. Da jetzt einfach zu sagen: Ihr seid selbst schuld, wenn ihr so blöd seid und in Fixed Income und nicht in Equity geht, halte ich für reichlich deplaziert.

Bitte korrekt zitieren. Ich habe geschrieben, dass wir deutschen Steuerzahler auch vom Euro profitiert haben, durch 100 Milliarden geringere Zinszahlungen und durch billigere Exporte. Auf mein Argument mit den 90 Millionen Lebensversicherungen, dem Aktienfondsratensparen und den Wohnungsbaugenossenschaften sind Sie überhaupt nicht konkret eingegangen. Die Komplexität mit der Geldpolitik der EZB und den Target-2-Salden haben Sie nicht für Laien verständlich erklärt. Ich kenne niemanden, der das kann.;) Banken müssen für Staatspapiere nach wie vor kein Eigenkapital in ihrer Bilanz vorhalten. Wir als Gesellschaften in den Euro-Ländern gehen also mit finanziellen Risiken falsch um.
Zuletzt geändert von Wähler am Mo 4. Jun 2018, 17:37, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Mo 4. Jun 2018, 05:47

H2O hat geschrieben:(03 Jun 2018, 14:19)

Das sinnvoll Mögliche unverzüglich auf den Weg bringen, völlig klar. Und dann an Konzepten arbeiten, wie wir uns Europa in 20, 50 und 100 Jahren vorstellen. Von der Kanzlerin erwarte ich keinen sogenannten großen Wurf. Der große Wurf Mitmenschlichkeit ist ihr so gründlich mißlungen, daß sie sich wohl nie wieder ein Herz fassen wird. Da kann uns als Deutsche nur trösten, daß ein Macron auch nicht mit jeder Präsidentenwahl aus dem Nichts aufstrahlt. Bleiben wir also in unserer Mittelmäßigkeit gefangen. Etwas Hoffnung habe ich dennoch: Die Verhandlungen D & F auf Regierungsebene sind ja nicht mit einem Pressegespräch der Kanzlerin beendet. Da erwarte ich schon noch ein Ringen um eine gemeinsame Lösung.
Inzwischen gibt es ja eine erste Antwort von Merkel auf die Vorschläge von Macron. Wie erwartet geht das kaum über den Koalitionsvertrag hinaus. Zu jedem Vorschlag von Macron lautet die Antwort von Merkel „Ja, aber“. Die größten Differenzen gibt es sicher beim eigenständigen Eurozonenhaushalt in der Größenordnung von mehreren Prozent des BSP (das wären mindestens 300 Mrd € pro Jahr) für Arbeitsbeschaffung und Investitionen in primär wirtschaftlich schwachen EU-Regionen. Da sieht Merkel eher die Fortführung des Juncker-Investitionsfonds im niedrigen 2-stelligen Mrd-Bereich. Hier eine erste Einschätzung der FAZ zur Antwort Merkels auf Macron’s Vorschläge. http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 20502.html
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Mo 4. Jun 2018, 07:18

Die Kanzlerin will also die Gesamt-EU in Finanzfragen möglichst weitgehend im Spiel halten, während Präsident Macron mit der Euro-Zone voran gehen will. Ich bin gespannt, was dann nach ausgiebigen Verhandlungen D & F daraus wird. Beides zugleich ist wohl schwer unter einen Hut zu bringen. Oder Präsident Juncker greift wieder seinen Plan auf, den Euro als Gemeinschaftswährung mit Hochdruck durch zu setzen. Dann gäbe es formal Deckungsgleichheit.

Wer bekommt denn Euros als Hilfskredit: Euro-Partner oder jeder EU-Partner? Da gäbe es ja einige Kandidaten... und weitere stehen in der Warteschlange.

Der gemeinsame Grenzschutz national "unabhängig"... das riecht doch nach neuem Streit. Ich stelle mir dazu ein Riesendurcheinander an der Grenze zur Ukraine oder Weißrußland vor, also keinen Verteidigungsfall. Wird dann die EU... oder doch Polen und Litauen allein... für geordnete Abläufe sorgen? Welchen Wert hat eine "europäische Asylpolitik", wenn sich die Visegrad-Staaten weiterhin weigern, sich Kontingenten zugewiesener Flüchtlinge zu öffnen.

Gemeinsame Vereinheitlichung und Beschaffung von Wehrmaterial, das ist ja harmlos im Vergleich dazu, ob es in einigen Jahren noch eine Bundeswehr gibt, über deren Einsatz der Bundestag befinden kann. Da werden Kanzlerin und Präsident Macron sich wohl noch gründlich beraten müssen. Eine Verbundstruktur mit der Möglichkeit, sich an Einsätzen zu beteiligen oder sich heraus zu halten... das ist doch nicht Fisch und auch nicht Fleisch! Ich stelle mir eine militärische Führung vor, die mit einem solchen Haufen einen Einsatz planen soll... grober Unfug!

Irgendwann ist der Sprung heraus aus der nationalen Eingrenzung nicht mehr zu vermeiden, aber der Abschied tut offenbar weh! Da fehlt die Zukunftsplanung, wie diese EU dann funktionieren soll.

Aber der Grund für weiterführende politische Gespräche und Verhandlungen ist gelegt, und das ist schon einmal erfreulich! Der Konflikt der Euro-Zone mit der EU allgemein muß ausgetragen werden.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Troh.Klaus » Mo 4. Jun 2018, 08:38

Brainiac hat geschrieben:(03 Jun 2018, 23:36)

Also 30-50 Einzelfragen parallel und koordiniert in 28 Staaten?
Kaum zu organisieren, und danach wird man so schlau sein wie zuvor, weil keiner eine zusammenfassende und konsensfähige Interpretation herstellen kann. Man wiederholt eine Volksabstimmung auch nicht mal eben so, siehe Brexit.

Und wie sollen die Einzelfragen überhaupt lauten? "Sind Sie für eine vertiefte europäische Integration auf dem Gebiet X", X = Verteidigung, Energie, Soziales...?

Ja, das wird bestimmt lustig, solche Volksabstimmungen auf europäischer Ebene.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Mo 4. Jun 2018, 09:02

Troh.Klaus hat geschrieben:(04 Jun 2018, 09:38)

Ja, das wird bestimmt lustig, solche Volksabstimmungen auf europäischer Ebene.
Es wird sinnvollerweise keine Volksabstimmungen geben.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Mo 4. Jun 2018, 14:04

Den Grünen kann es mit der Abtretung von Befugnissen an das EU-Parlament offenbar nicht schnell genug gehen.

„Grünen-Chefin Baerbock: EU-Währungsfonds muss dem EU-Parlament unterstellt werden um die Demokratie in Europa zu stärken. Die nicht ausreichende Ernstnahme des Parlaments ist die falsche Antwort auf den Rechtsruck in Europa.“

Tolle Idee, über die Mittelverwendung entscheidet das EU-Parlament, die Mittel selbst und die Haftung für die Entscheidung sollen von den Mitgliedstaaten getragen werden. Bei der Frage wie sich die EU und das EU-Parlament bei den Wählern noch unbeliebter machen könnte fällt mir da nicht mehr allzuviel ein.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Mo 4. Jun 2018, 16:09

Was man auch im Hinterkopf behalten sollte. Es gibt noch jemanden der die Institution EU loswerden will und lieber bilaterale Vereinbarungen trifft.

"Deutschland ist empört. Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung eines Interviews des US-Botschafters in Deutschland, Richard Grenell, werden die ersten Rufe laut, ihn des Landes zu verweisen. Der Grund: In einem Gespräch mit dem rechten US-Portal Breitbart hatte der Trump-Mann erklärt, er wolle konservative Kräfte in Europa stärken, die gegen das Establishment sind. Die Passagen, in denen er von der schweigenden Mehrheit spricht, dem Wohlergehen der normal arbeitenden Menschen, der Kritik an der aktuellen Flüchtlingspolitik und überhaupt dem Abgehobensein der politischen Eliten, könnte er auf einer Veranstaltung der rechtskonservativen AFD wiederholen - der Applaus wäre ihm sicher." Quelle: http://www.dw.com/de/kommentar-die-usa- ... a-44068021
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon LiberalKonservativ » Di 5. Jun 2018, 21:00

Orbiter1 hat geschrieben:(04 Jun 2018, 10:02)

Es wird sinnvollerweise keine Volksabstimmungen geben.


Und das wird der Grund sein, weshalb das gesamte Projekt inhärent instabil bleiben wird. Es fehlt die demokratische Legitimations Basis. Ein Hausbau beginnt immer mit der Betonierung der Bodenplatt als Basisfundament. Das will man hier nicht machen, weil man den Wähler für zu unaufgeklärt hält. Diese Arroganz gepaart mit dem, in meinen Augen, undemokratischen Vorgehen wird das ganze Projekt eines Tages in die Luft sprengen.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon LiberalKonservativ » Di 5. Jun 2018, 21:03

Wähler hat geschrieben:(04 Jun 2018, 06:14)

Bitte korrekt zitieren. Ich habe geschrieben, dass wir deutschen Steuerzahler auch vom Euro profitiert haben, durch 100 Milliarden geringere Zinszahlungen und durch billigere Exporte. Auf mein Argument mit den 90 Millionen Lebensversicherungen, dem Aktienfondsratensparen und den Wohnungsbaugenossenschaften sind Sie überhaupt nicht konkret eingegangen. Die Komplexität mit der Geldpolitik der EZB und den Target-2-Salden haben Sie nicht für Laien verständlich erklärt. Ich kenne niemanden, der das kann.;) Banken müssen für Staatspapiere nach wie vor kein Eigenkapital in ihrer Bilanz vorhalten. Wir als Gesellschaften in den Euro-Ländern gehen also mit finanziellen Risiken falsch um.


Haben Sie nicht. Sie schrieben plakativ von "Deutschland" und "wir". Und wer zahlt für diese gesparten Zinszahlungen? Habe ich oben beschrieben: Eine Vermögenssteuer der Mittelschicht. Diese Fakten können Sie nicht weg reden. Wenn Sie das für richtig und sozial halten, ok. Ich halte es für eine schreinde Ungerechtigkeit. Und ich bin sehr wohl auf die Asset Allocation wegen der Regulierung eingegangen.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Wähler » Mi 6. Jun 2018, 06:24

Wähler hat geschrieben:(04 Jun 2018, 06:14)
Bitte korrekt zitieren. Ich habe geschrieben, dass wir deutschen Steuerzahler auch vom Euro profitiert haben, durch 100 Milliarden geringere Zinszahlungen und durch billigere Exporte. Auf mein Argument mit den 90 Millionen Lebensversicherungen, dem Aktienfondsratensparen und den Wohnungsbaugenossenschaften sind Sie überhaupt nicht konkret eingegangen. Die Komplexität mit der Geldpolitik der EZB und den Target-2-Salden haben Sie nicht für Laien verständlich erklärt. Ich kenne niemanden, der das kann.;) Banken müssen für Staatspapiere nach wie vor kein Eigenkapital in ihrer Bilanz vorhalten. Wir als Gesellschaften in den Euro-Ländern gehen also mit finanziellen Risiken falsch um.

LiberalKonservativ hat geschrieben:(05 Jun 2018, 22:03)
Haben Sie nicht. Sie schrieben plakativ von "Deutschland" und "wir". Und wer zahlt für diese gesparten Zinszahlungen? Habe ich oben beschrieben: Eine Vermögenssteuer der Mittelschicht. Diese Fakten können Sie nicht weg reden. Wenn Sie das für richtig und sozial halten, ok. Ich halte es für eine schreinde Ungerechtigkeit. Und ich bin sehr wohl auf die Asset Allocation wegen der Regulierung eingegangen.

Dem privaten Zinsverlust der sogenannten Mittelschicht stehen höhere staatliche Leistungen für die Mittelschicht in Folge der Zinsersparnis gegenüber, also Prinzip rechte Tasche linke Tasche:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 27083.html
FAZ 19. Juli 2010 Transferleistungen Unserer Mittelschicht geht es prächtig
siehe auch Grafik Nr. 3 Was die Mittelschicht bekommt und zahlt
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 19537.html
Es gibt für Deutschland keine besseren empirischen Daten und Fakten, als das Sozioökonomische Panel.
Außerdem hat die Mittelschicht die Möglichkeit, ihr Anlageverhalten den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Auch wenn die Mittelschicht hier in Deutschland leicht schrumpft, vergessen Sie bitte nicht die hohe Jugendarbeitslosigkeit in den EU-Südstaaten. Ich bin nicht für eine sozialstaatliche Transferunion innerhalb der EU, aber die Einordnung "schreiende Ungerechtigkeit" gegenüber der deutschen Mittelschicht halte ich angesichts persönlicher Verwandtschaftsbeziehungen nach Frankreich, Belgien und Italien für übertrieben.
Zuletzt geändert von Wähler am Mi 6. Jun 2018, 09:11, insgesamt 1-mal geändert.
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