Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 1342
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Orbiter1 » So 11. Mär 2018, 07:05

Senexx hat geschrieben:(10 Mar 2018, 09:56)

Es wurde nur etwas Zeit gewonnen. Die Vielvölkerschlacht ist noch nicht geschlagen. Sie ist aber unausweichlich. Es gilt Verbündeten zu suchen.

Wozu Verbündete? Einer Erweiterung der bestehenden Transferunion wurde doch bereits im Koalitionsvertrag zugestimmt. Da geht es nur noch darum ob zusätzlich 5 Mrd € deutscher Steuergelder pro Jahr oder 30 Mrd € pro Jahr in Fässern ohne Boden versenkt werden.

„Wir wollen die EU finanziell stärken, damit sie ihre Aufgaben besser wahrnehmen kann. Dafür werden wir bei der Erstellung des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens Sorge tragen. Dabei befürworten wir auch spezifische Haushaltsmittel für wirtschaftliche Stabilisierung und soziale Konvergenz und für die Unterstützung von Strukturreformen in der Eurozone, die Ausgangspunkt für einen künftigen Investivhaushalt für die Eurozone sein können. Wir sind zu höheren Beiträgen Deutschlands zum EU-Haushalt bereit.“

Strukurreformen, vor der sich die üblichen Verdächtigen bisher ziemlich erfolgreich gedrückt haben, sind der Bevölkerung nur in Krisensituationen vermittelbar. Hier wird alles getan um die Krise abzufedern (so wie das die EZB auch mit ihrer Nullzinspolitik macht). Strukturreformen wird es deswegen auch nicht geben, nur eine Umverteilung.

Einer Vergemeinschaftung der Schulden wurde im Koalitionsvertrag bereits ebenfalls zugestimmt. Hier ist nur noch zu klären in welcher Höhe.

„Den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) wollen wir zu einem parlamentarisch kontrollierten Europäischen Währungsfonds weiterentwickeln, der im Unionsrecht verankert sein sollte.“

Mir ist nicht klar wozu Verbündete gut sein sollen wenn man (sinngemäß) der Kapitulation bereits zugestimmt hat.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18255
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon H2O » So 11. Mär 2018, 08:40

Nach so viel Bedenken erinnere ich daran, daß sich die Nordstaaten der EU zusammengetan haben, um die Veränderungen in der EU mitgestalten zu können. Ich werde den Verdacht nicht los, daß sie sich so aufgestellt haben, daß es Deutschland leicht gemacht wird, sich diesem Geleitzug an zu schließen. Aber erst einmal muß der Schulterschluß der Kanzlerin mit Präsident Macron eingeübt werden.
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 4973
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Senexx » So 11. Mär 2018, 08:45

Haben Sie zum Bündnis der Nordstaaten nähere Informationen?
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18255
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon H2O » So 11. Mär 2018, 09:13

Senexx hat geschrieben:(11 Mar 2018, 08:45)

Haben Sie zum Bündnis der Nordstaaten nähere Informationen?


Ja, muß ich heraussuchen. War in der vorigen Woche das große Thema, mit dem Niederländer Rutte als Wortführer: Irland, Niederlande, Dänemark, Schweden, Finnland, Estland , Lettland, Litauen... und nun fehlen mir 2 bis zu 10. ?Luxemburg und Belgien?

Na, hier: http://www.freiewelt.net/nachricht/acht ... -10073771/

Es waren auch "nur" 8; habe ich also maßlos übertrieben! Aber auch die allgemeine Tagespresse hatte darüber berichtet bis hin nach Polen (Rzeczpospolita).
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 1342
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Orbiter1 » So 11. Mär 2018, 10:05

H2O hat geschrieben:(11 Mar 2018, 08:40)

Nach so viel Bedenken erinnere ich daran, daß sich die Nordstaaten der EU zusammengetan haben, um die Veränderungen in der EU mitgestalten zu können. Ich werde den Verdacht nicht los, daß sie sich so aufgestellt haben, daß es Deutschland leicht gemacht wird, sich diesem Geleitzug an zu schließen. Aber erst einmal muß der Schulterschluß der Kanzlerin mit Präsident Macron eingeübt werden.

Es gibt doch bereits klare Zugeständnisse im Koalitionsvertrag gegenüber Frankreich (s. oben). Der "Aufstand" der Nordstaaten wird dann eben dazu führen dass sie nicht Teil der Transferunion werden. Dann marschieren Frankreich und Deutschland (und vermutlich die Nehmerländer im Süden) voran.
Wähler
Beiträge: 3801
Registriert: Di 25. Dez 2012, 13:04
Wohnort: Bayern

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Wähler » So 11. Mär 2018, 10:13

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Mar 2018, 10:05)
Es gibt doch bereits klare Zugeständnisse im Koalitionsvertrag gegenüber Frankreich (s. oben). Der "Aufstand" der Nordstaaten wird dann eben dazu führen dass sie nicht Teil der Transferunion werden. Dann marschieren Frankreich und Deutschland (und vermutlich die Nehmerländer im Süden) voran.

Es wird auf absehbare Zeit kein Euro-Budget geben. Die Bundesregierung ist doch schon dabei, wieder zurückzurudern.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18255
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon H2O » So 11. Mär 2018, 10:15

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Mar 2018, 10:05)

Es gibt doch bereits klare Zugeständnisse im Koalitionsvertrag gegenüber Frankreich (s. oben). Der "Aufstand" der Nordstaaten wird dann eben dazu führen dass sie nicht Teil der Transferunion werden. Dann marschieren Frankreich und Deutschland (und vermutlich die Nehmerländer im Süden) voran.


Ich werde den Verdacht aber nicht los, daß die beiden sich gegenseitig "abholen" und dann durch Notwendigkeit dahin kommen, wo die Nordstaaten stehen. Den Braten hatte ein Redakteur der Rzeczpospolita vor einigen Tagen auch schon gerochen; daß nämlich der nördliche Standpunkt den Segen der deutschen Politik hat.
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 1342
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Orbiter1 » So 11. Mär 2018, 10:43

H2O hat geschrieben:(11 Mar 2018, 10:15)

Ich werde den Verdacht aber nicht los, daß die beiden sich gegenseitig "abholen" und dann durch Notwendigkeit dahin kommen, wo die Nordstaaten stehen. Den Braten hatte ein Redakteur der Rzeczpospolita vor einigen Tagen auch schon gerochen; daß nämlich der nördliche Standpunkt den Segen der deutschen Politik hat.

Das heißt dieser Passus im Koalitionsvertrag ist nur ein Täuschungsmanöver der GroKo?

"Die Erneuerung der EU wird nur gelingen, wenn Deutschland und Frankreich mit ganzer Kraft gemeinsam dafür arbeiten. Deshalb wollen wir die deutsch-französische Zusammenarbeit weiter stärken und erneuern. Ein neuer Élysée-Vertrag ist hierzu ein erster und wichtiger Schritt, der insbesondere auch die europapolitische Zusammenarbeit weiter stärken sollte. Deutschland und Frankreich müssen insbesondere auch Innovationsmotor sein und werden dies in Vorhaben wie der Erforschung Künstlicher Intelligenz unter Beweis stellen. Wir wollen gemeinsame Positionen möglichst zu allen wichtigen Fragen der europäischen und internationalen Politik entwickeln und in Bereichen, in denen die EU mit 27 Mitgliedstaaten nicht handlungsfähig ist, vorangehen. ...

Wir werden mit Frankreich konkrete Schritte zur Verwirklichung eines deutsch-französischen Wirtschaftsraums mit einheitlichen Regelungen vor allem im Bereich des Unternehmens-und Konkursrechts und zur Angleichung der Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer vereinbaren. Gemeinsam mit Frankreich werden wir uns für eine entsprechende Harmonisierung der Regelungen zur Vollendung des europäischen Binnenmarkts einsetzen. ..."

Das wäre dann Verrat an Frankreich. Wird Deutschland mit 100%iger Sicherheit nicht verüben. Da brechen sie schon eher mit den 8 Nordstaaten.
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 4973
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Senexx » So 11. Mär 2018, 10:49

Diesen Koalitionsvertrag haben Menschen geschrieben, die von Wirtschaft nicht den blassesten Schimmer haben. Da kann es einem Angst und Bange werden. Ein gemeinsames Konkursrecht, bei völlig unterschiedlichen Rechtssystemen und Unternehmensrecht.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18255
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon H2O » So 11. Mär 2018, 11:11

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Mar 2018, 10:43)

Das heißt dieser Passus im Koalitionsvertrag ist nur ein Täuschungsmanöver der GroKo?

"Die Erneuerung der EU wird nur gelingen, wenn Deutschland und Frankreich mit ganzer Kraft gemeinsam dafür arbeiten. Deshalb wollen wir die deutsch-französische Zusammenarbeit weiter stärken und erneuern. Ein neuer Élysée-Vertrag ist hierzu ein erster und wichtiger Schritt, der insbesondere auch die europapolitische Zusammenarbeit weiter stärken sollte. Deutschland und Frankreich müssen insbesondere auch Innovationsmotor sein und werden dies in Vorhaben wie der Erforschung Künstlicher Intelligenz unter Beweis stellen. Wir wollen gemeinsame Positionen möglichst zu allen wichtigen Fragen der europäischen und internationalen Politik entwickeln und in Bereichen, in denen die EU mit 27 Mitgliedstaaten nicht handlungsfähig ist, vorangehen. ...

Wir werden mit Frankreich konkrete Schritte zur Verwirklichung eines deutsch-französischen Wirtschaftsraums mit einheitlichen Regelungen vor allem im Bereich des Unternehmens-und Konkursrechts und zur Angleichung der Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer vereinbaren. Gemeinsam mit Frankreich werden wir uns für eine entsprechende Harmonisierung der Regelungen zur Vollendung des europäischen Binnenmarkts einsetzen. ..."

Das wäre dann Verrat an Frankreich. Wird Deutschland mit 100%iger Sicherheit nicht verüben. Da brechen sie schon eher mit den 8 Nordstaaten.


Ihre Gedanken sind viel zu fest gefügt. Lesen Sie den Satz der GroKo: Dort steht nicht, daß Deutschland einer französischen Weisung folgt, sondern daß man gemeinsam etwas entwickeln will.

Und wenn Sie dann die Vorstellungen der Nordstaaten lesen, dann sind auch die dafür zu gewinnen, nationale Bereiche auf zu geben, wenn dabei ein greifbarer Mehrwert heraus kommt. Solche Gedanken finde ich konstruktiv und unterstützenswert.

Wenn Sie dann wieder lesen, daß wir die Rahmenbedingungen der deutschen und französischen Wirtschaft harmonisieren wollen, dann kann daraus ja nur ein Mehrwert entstehen.

Ich bin ziemlich froh, daß Präsident Macron das europäische Projekt voran bringen will. Als Politiker wird ihm aber klar sein, daß vermutlich an jedem seiner Vorschläge mehr oder weniger Anpassungsarbeit geleistet werden muß, wenn er gemeinsam unterstützte Vorschläge erreichen will.

Richten wir unseren Blick auf Griechenland und Italien als derzeit besonders schwierige Partner. Deutschland wird nie und nimmer die Erwartungshaltung bedienen können, beide Partner zu versorgen. Dann fliegen hier im Lande die Fetzen. Schon um ihr Überleben zu sichern, wird die GroKo nur das vereinbaren können, was das Leben in Deutschland nicht fühlbar erschwert. Das wird auch Frankreichs Politikern klar sein... oder klar gemacht werden, wenn wir den gemeinsamen Weg suchen.

Ich unterstütze deshalb auch das deutsch-französische Gespräch über mögliche Ziele und Abläufe im europäischen Projekt. Ein Palaver gleichzeitig mit allen Partnern, das wird doch nichts. Das kann doch erst am Ende der deutsch-französischen Vereinbarungen stehen. Klar wird man sich zwischendurch in Einzelgesprächen unter Nachbarn beraten, damit nichts zu weit ab von möglichen Einigungen angelegt wird. Aber die Hauptlast sollten schon Frankreich und Deutschland allein abarbeiten. Dann wird auch etwas daraus.
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 1342
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Orbiter1 » So 11. Mär 2018, 18:05

H2O hat geschrieben:(11 Mar 2018, 11:11)

Ihre Gedanken sind viel zu fest gefügt. Lesen Sie den Satz der GroKo: Dort steht nicht, daß Deutschland einer französischen Weisung folgt, sondern daß man gemeinsam etwas entwickeln will.

Und wenn Sie dann die Vorstellungen der Nordstaaten lesen, dann sind auch die dafür zu gewinnen, nationale Bereiche auf zu geben, wenn dabei ein greifbarer Mehrwert heraus kommt. Solche Gedanken finde ich konstruktiv und unterstützenswert.
Da empfehle ich ihnen mal das Originaldokument der Nordstaaten zu lesen. Sind nur 6 Statements auf 2 Seiten. Das ist eine glasklare Absage an die Pläne von Macron und eine glasklare Absage an einen französisch-deutschen Alleingang. Hier ist der Link: http://vm.fi/documents/10623/6305483/Po ... en.pdf.pdf

Die Mitgliedstaaten sollen geflälligst ihr Hausaufgaben machen. Und was neue Themen betrifft bleibt die Bankenunion und der Europäische Währungsfonds, sonst nichts. Damit wäre Macron komplett gescheitert.

Wenn Sie dann wieder lesen, daß wir die Rahmenbedingungen der deutschen und französischen Wirtschaft harmonisieren wollen, dann kann daraus ja nur ein Mehrwert entstehen.

Ich bin ziemlich froh, daß Präsident Macron das europäische Projekt voran bringen will. Als Politiker wird ihm aber klar sein, daß vermutlich an jedem seiner Vorschläge mehr oder weniger Anpassungsarbeit geleistet werden muß, wenn er gemeinsam unterstützte Vorschläge erreichen will.

Richten wir unseren Blick auf Griechenland und Italien als derzeit besonders schwierige Partner. Deutschland wird nie und nimmer die Erwartungshaltung bedienen können, beide Partner zu versorgen. Dann fliegen hier im Lande die Fetzen. Schon um ihr Überleben zu sichern, wird die GroKo nur das vereinbaren können, was das Leben in Deutschland nicht fühlbar erschwert. Das wird auch Frankreichs Politikern klar sein... oder klar gemacht werden, wenn wir den gemeinsamen Weg suchen.

Ich unterstütze deshalb auch das deutsch-französische Gespräch über mögliche Ziele und Abläufe im europäischen Projekt. Ein Palaver gleichzeitig mit allen Partnern, das wird doch nichts. Das kann doch erst am Ende der deutsch-französischen Vereinbarungen stehen. Klar wird man sich zwischendurch in Einzelgesprächen unter Nachbarn beraten, damit nichts zu weit ab von möglichen Einigungen angelegt wird. Aber die Hauptlast sollten schon Frankreich und Deutschland allein abarbeiten. Dann wird auch etwas daraus.

Eine engere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich werden die anderen Mitglieder mit Argusaugen verfolgen. Da können ganz schnell mächtige Allianzen entstehen. Die Nordstaaten haben sich ja bereits gefunden, sind aber nicht so mächtig. Die haben gerade mal 48 Mio Einwohner. Aber Polens Premierminister hat schon die Hand gehoben und signalisiert dass auch die 4 Visegradstaaten viele dieser Ziele teilen und sich gegen die Pläne von Frankreich und Deutschland wehren. https://www.express.co.uk/news/world/92 ... l-Brussels Die 4 Visegradstaaten haben 63 Mio Einwohner. Die kommen dann mit den Nordstaaten auf 111 Mio Einwohner, Deutschland und Frankreich auf 150 Mio Einwohner.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18255
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon H2O » So 11. Mär 2018, 18:25

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Mar 2018, 18:05)

Da empfehle ich ihnen mal das Originaldokument der Nordstaaten zu lesen. Sind nur 6 Statements auf 2 Seiten. Das ist eine glasklare Absage an die Pläne von Macron und eine glasklare Absage an einen französisch-deutschen Alleingang. Hier ist der Link: http://vm.fi/documents/10623/6305483/Po ... en.pdf.pdf

Die Mitgliedstaaten sollen geflälligst ihr Hausaufgaben machen. Und was neue Themen betrifft bleibt die Bankenunion und der Europäische Währungsfonds, sonst nichts. Damit wäre Macron komplett gescheitert.


Eine engere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich werden die anderen Mitglieder mit Argusaugen verfolgen. Da können ganz schnell mächtige Allianzen entstehen. Die Nordstaaten haben sich ja bereits gefunden, sind aber nicht so mächtig. Die haben gerade mal 48 Mio Einwohner. Aber Polens Premierminister hat schon die Hand gehoben und signalisiert dass auch die 4 Visegradstaaten viele dieser Ziele teilen und sich gegen die Pläne von Frankreich und Deutschland wehren. https://www.express.co.uk/news/world/92 ... l-Brussels Die 4 Visegradstaaten haben 63 Mio Einwohner. Die kommen dann mit den Nordstaaten auf 111 Mio Einwohner, Deutschland und Frankreich auf 150 Mio Einwohner.


Alles schön und gut. Nun sollen die Beteiligten, meinetwegen jede Gruppe für sich, erst einmal überhaupt etwas Belastbares "zum Anfassen" auf die Beine stellen. Wenn sich dann "interessante Bündnisse" heraus schälen, dann umso besser. Die Geschichte wird im weiteren Verlauf lehren, ob die engere Zusammenarbeit erfolgreicher ist als die etwas lockerere.

Ich selbst neige mehr der sehr engen Zusammenarbeit zu, wenn sie sich denn harmonisch herstellen läßt. Wenn sich darin für mich unerwartet gegenseitige Beherrschungsgelüste ausleben sollten, dann bleibt immer noch der Rückzug auf weniger ehrgeizige Formen der Zusammenarbeit. Mit anderen Worten: Wir machen jetzt erst einmal den sehr ernst gemeinten Versuch einer umfassenden deutsch-französischen Zusammenarbeit... und mir wäre schnurz, was der Rest Europas davon hält. Der hat nämlich in der europäischen Sache bisher gar nichts geleistet. Er kann aber jetzt zeigen, daß er es besser kann. Ich sehe diese Anstrengungen mit viel Wohlwollen.
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 1342
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Orbiter1 » So 11. Mär 2018, 19:26

H2O hat geschrieben:(11 Mar 2018, 18:25)

Alles schön und gut. Nun sollen die Beteiligten, meinetwegen jede Gruppe für sich, erst einmal überhaupt etwas Belastbares "zum Anfassen" auf die Beine stellen. Wenn sich dann "interessante Bündnisse" heraus schälen, dann umso besser. Die Geschichte wird im weiteren Verlauf lehren, ob die engere Zusammenarbeit erfolgreicher ist als die etwas lockerere.

Wie soll,das funktionieren? 19 Länder haben die gleiche Währung. Die einen arbeiten enger zusammen und harmonisieren ihr Steuer- und Rechtssystem, die anderen nicht. Die einen machen ihre Hausaufgaben und führen Struktureformen durch, die anderen nicht. Da muß die nächste Euro-Krise zwangsläufig kommen.
Ich selbst neige mehr der sehr engen Zusammenarbeit zu, wenn sie sich denn harmonisch herstellen läßt.
Das sich die Zusammenarbeit harmonisch auf den Weg bringen lässt glaube ich gerne, aber eine harmonische weitere Entwicklung würde mich extrem wundern. Ich wurde vor 15 Jahren durch eine Übernahme für 6 Jahre zu einem Mitarbeiter eines sehr großen deutsch-französischen Konzerns und habe dort Einblick in mehrere Fachbereiche gewonnen. Ohne ins Detail gehen zu wollen, dass mit der engeren deutsch-französischen Zusammenarbeit, womöglich auch noch mit Personal aus Deutschland und Frankreich im gleichen Bereich, wird ganz sicher nicht funktionieren.
Wenn sich darin für mich unerwartet gegenseitige Beherrschungsgelüste ausleben sollten, dann bleibt immer noch der Rückzug auf weniger ehrgeizige Formen der Zusammenarbeit. Mit anderen Worten: Wir machen jetzt erst einmal den sehr ernst gemeinten Versuch einer umfassenden deutsch-französischen Zusammenarbeit.
Das würde zu massenhaft zerschlagenen Porzellan führen, das sollte man sich ersparen.
.. und mir wäre schnurz, was der Rest Europas davon hält. Der hat nämlich in der europäischen Sache bisher gar nichts geleistet.
Das meinen sie hoffentlich nicht im Ernst.
Er kann aber jetzt zeigen, daß er es besser kann. Ich sehe diese Anstrengungen mit viel Wohlwollen.
Der Rest hat doch klargemacht dass er keine engere Zusammenarbeit, d. h. eine Vertiefung der EU will. Die wollen keine weiteren Themen an die EU abgeben, im Gegenteil die wollen wieder mehr selbst bestimmen. Extremfall sind die Briten. Wer, außer Frankreich und ein Teil von Deutschland (die Union gehört sicher nicht dazu) will denn überhaupt eine engere Zusammenarbeit?
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18255
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon H2O » So 11. Mär 2018, 19:58

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Mar 2018, 19:26)

Wie soll,das funktionieren? 19 Länder haben die gleiche Währung. Die einen arbeiten enger zusammen und harmonisieren ihr Steuer- und Rechtssystem, die anderen nicht. Die einen machen ihre Hausaufgaben und führen Struktureformen durch, die anderen nicht. Da muß die nächste Euro-Krise zwangsläufig kommen.

Die Krise kommt ohnehin, weil sich Italien zum Totalausfall entwickelt. Den Glauben an regelmäßige Wunder habe ich mir gar nicht erst angewöhnt.
Das sich die Zusammenarbeit harmonisch auf den Weg bringen lässt glaube ich gerne, aber eine harmonische weitere Entwicklung würde mich extrem wundern. Ich wurde vor 15 Jahren durch eine Übernahme für 6 Jahre zu einem Mitarbeiter eines sehr großen deutsch-französischen Konzerns und habe dort Einblick in mehrere Fachbereiche gewonnen. Ohne ins Detail gehen zu wollen, dass mit der engeren deutsch-französischen Zusammenarbeit, womöglich auch noch mit Personal aus Deutschland und Frankreich im gleichen Bereich, wird ganz sicher nicht funktionieren. Das würde zu massenhaft zerschlagenen Porzellan führen, das sollte man sich ersparen.

Das kommt ganz auf den Charakter der Kollegen an. Ich war sogar Auftragnehmer eines französischen Staatsunternehmens... und bin dort freundlich und pfleglich auf Augenhöhe behandelt worden. Die Vorhersagen waren auch so Schwarz in Schwarz... und doch hat es dann ganz wunderbar geklappt. Ok, Französisch sollte man gut verstehen und sprechen, und schon öffnen sich die Herzen.
Das meinen sie hoffentlich nicht im Ernst.

Doch, wortwörtlich. Bitte mir den Druck hin zu Integrationsleistungen beschreiben, der von dieser Seite in der Vergangenheit gekommen ist und auch in der Gegenwart dahin strebt.

Der Rest hat doch klargemacht dass er keine engere Zusammenarbeit, d. h. eine Vertiefung der EU will. Die wollen keine weiteren Themen an die EU abgeben, im Gegenteil die wollen wieder mehr selbst bestimmen. Extremfall sind die Briten.

Genau so ist es. Und genau das ist unverbindlich und ohne Zukunft. Will ich nicht, schon gar nicht dafür etwas bezahlen oder meine Zeit vertun.
Wer, außer Frankreich und ein Teil von Deutschland (die Union gehört sicher nicht dazu) will denn überhaupt eine engere Zusammenarbeit?

Kann ich Ihnen sagen: Ich! Und vielleicht auch noch ein paar mehr übrig gebliebene Europäer... nicht nur in Deutschland. Dafür lohnt sich der Kampf!
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 1342
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Orbiter1 » So 11. Mär 2018, 21:11

H2O hat geschrieben:(11 Mar 2018, 19:58)

Die Krise kommt ohnehin, weil sich Italien zum Totalausfall entwickelt.
Falls sich Italien tatsächlich zum Totalausfall entwickelt muß man sich um eine Euro-Zone keine Gedanken machen. Die wird es dann nicht mehr geben und das Thema einer gemeinsamen Währung ist für mehrere Generationen vom Tisch.
Das kommt ganz auf den Charakter der Kollegen an. Ich war sogar Auftragnehmer eines französischen Staatsunternehmens... und bin dort freundlich und pfleglich auf Augenhöhe behandelt worden. Die Vorhersagen waren auch so Schwarz in Schwarz... und doch hat es dann ganz wunderbar geklappt. Ok, Französisch sollte man gut verstehen und sprechen, und schon öffnen sich die Herzen.
Klar, wenn man sich den Franzosen unterordnet oder die Franzosen den Deutschen (extrem unwahrscheinlich) kann es klappen.
Doch, wortwörtlich. Bitte mir den Druck hin zu Integrationsleistungen beschreiben, der von dieser Seite in der Vergangenheit gekommen ist und auch in der Gegenwart dahin strebt.

Aus meiner Sicht hat sich die große Mehrheit der EU-Staaten hervorragend verhalten und damit den Erfolg der EU begründet. Die haben die gemeinsamen Regeln angenommen und erfolgreich umgesetzt. Die baltischen Staaten haben auf diesem Weg die brutalsten Anpassungen abarbeiten müssen, und haben es auch geschafft. Leider gab und gibt es auch hoffnungslose Fälle wie Griechenland die nicht reformierbar sind und Staaten wie Ungarn und Polen die sich aus dem Regelwerk verabschieden und Autokratie anstreben.
Genau so ist es. Und genau das ist unverbindlich und ohne Zukunft. Will ich nicht, schon gar nicht dafür etwas bezahlen oder meine Zeit vertun. Kann ich Ihnen sagen: Ich! Und vielleicht auch noch ein paar mehr übrig gebliebene Europäer... nicht nur in Deutschland. Dafür lohnt sich der Kampf!

Von so einer kleinen Minderheit dürfen sich die Bürger der EU ihr Recht auf Selbsbestimmtheit nicht nehmen lassen. Keine engere Zusammenarbeit wenn es dafür keine Mehrheiten gibt. Und die gibt es nicht.
Benutzeravatar
Brainiac
Moderator
Beiträge: 5386
Registriert: Do 30. Jun 2011, 10:41

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Brainiac » So 11. Mär 2018, 21:51

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Mar 2018, 21:11)
Von so einer kleinen Minderheit dürfen sich die Bürger der EU ihr Recht auf Selbsbestimmtheit nicht nehmen lassen. Keine engere Zusammenarbeit wenn es dafür keine Mehrheiten gibt. Und die gibt es nicht.

Quelle?

Die schon mal nicht:

Mehr als die Hälfte der EU-Bürger wünscht sich einer Umfrage zufolge mehr europäische Integration - unabhängig davon, ob sie Globalisierung positiv oder negativ sieht. 56 Prozent der Bürger sehen Globalisierung als Chance
https://www.merkur.de/politik/europaeer-wuenschen-sich-mehr-eu-integration-mit-einer-ausnahme-zr-9515741.html
this is planet earth
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18255
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon H2O » So 11. Mär 2018, 22:04

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Mar 2018, 21:11)

...

Klar, wenn man sich den Franzosen unterordnet oder die Franzosen den Deutschen (extrem unwahrscheinlich) kann es klappen.

So funktionierte mein gesamtes Berufsleben nicht; wir Kollegen haben unser Ziel gesehen und sind gemeinsam darauf zu gegangen. Das war mit "meinen" Franzosen nicht anders. Sie müssen ein ausgesprochener Pechvogel sein.

Aus meiner Sicht hat sich die große Mehrheit der EU-Staaten hervorragend verhalten und damit den Erfolg der EU begründet. Die haben die gemeinsamen Regeln angenommen und erfolgreich umgesetzt. Die baltischen Staaten haben auf diesem Weg die brutalsten Anpassungen abarbeiten müssen, und haben es auch geschafft. Leider gab und gibt es auch hoffnungslose Fälle wie Griechenland die nicht reformierbar sind und Staaten wie Ungarn und Polen die sich aus dem Regelwerk verabschieden und Autokratie anstreben.

Sie weichen aber meiner Nachfrage aus. Ich hatte gefragt, welches dieser Partnerländer "Dampf" gemacht hat, damit aus der EU das wird, was aus ihr geworden ist. Es geht nicht um die bekannten Störenfriede, sondern um jene, die sich durchaus wohl verhalten. Wer also hat gestaltet? Zur Erinnerung: Mir war schnurz, was die zu den deutsch-französischen Bemühungen sagen. Erst einmal machen.
Von so einer kleinen Minderheit dürfen sich die Bürger der EU ihr Recht auf Selbsbestimmtheit nicht nehmen lassen. Keine engere Zusammenarbeit wenn es dafür keine Mehrheiten gibt. Und die gibt es nicht.

Darüber entscheiden zunächst einmal Mehrheiten in D & F für ihre Zusammenarbeit... die Sache mit "schnurz" hatten wir schon. Und danach werden Partner eingeladen, ihre Wünsche und Vorstellungen ein zu bringen, wenn die das europäische Projekt voran bringen. Niemand muß müssen, wie bisher auch schon. Aber auch D & F müssen nichts müssen.
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 1342
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Orbiter1 » So 11. Mär 2018, 22:58

Brainiac hat geschrieben:(11 Mar 2018, 21:51)

Quelle?

Die Wahlergebnisse in den EU-Staaten. Das Statement der 8 Nordstaaten (die sicher keine Positionen vertreten, die der Mehrheit ihrer Bevölkerung zuwiderläuft). Bei den 4 Visegradstaaten dürfte es eh klar sein.


Da sollte man aber schon einen genaueren Blick darauf werfen. Es gibt Leute die tun sowas. Und dann sieht das etwas anders aus. https://www.tichyseinblick.de/meinungen ... ulzens-eu/
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 1342
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon Orbiter1 » So 11. Mär 2018, 23:30

H2O hat geschrieben:(11 Mar 2018, 22:04)

So funktionierte mein gesamtes Berufsleben nicht; wir Kollegen haben unser Ziel gesehen und sind gemeinsam darauf zu gegangen. Das war mit "meinen" Franzosen nicht anders. Sie müssen ein ausgesprochener Pechvogel sein.
Das halte ich für unwahrscheinlich. http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 34010.html
Sie weichen aber meiner Nachfrage aus. Ich hatte gefragt, welches dieser Partnerländer "Dampf" gemacht hat, damit aus der EU das wird, was aus ihr geworden ist.
Was dachten sie denn wie die bisherige Weiterentwicklung der EU erfolgte? Deutschland und Frankreich erarbeiten einen Vertragstext und der Rest nickt ihn ab? Das ist nicht der Fall. Der Lissabonvertrag (um den letzten Vertrag zu nennen) ist eine Änderung des Maastrichtvertrages (nachdem ausgerechnet ihre Franzosen in einem Referendum eine EU-Verfassung abgelehnt haben) und wurde von allen Staaten gemeinsam erarbeitet. Dabei werden in einer Konferenz der Vertreter der Regierungen der EU-Mitgliedstaaten, kurz Regierungskonferenz genannt, Änderungen an den Verträgen verhandelt und vereinbart. Jetzt aber will Macron davon abweichen. Ist auch logisch, für seine Pläne gibt es keine Mehrheiten. Aber das hatten wir schon.
Darüber entscheiden zunächst einmal Mehrheiten in D & F für ihre Zusammenarbeit... die Sache mit "schnurz" hatten wir schon. Und danach werden Partner eingeladen, ihre Wünsche und Vorstellungen ein zu bringen, wenn die das europäische Projekt voran bringen. Niemand muß müssen, wie bisher auch schon. Aber auch D & F müssen nichts müssen.
Warten sie mal ab was bei der engeren deutsch-französischen Zusammenarbeit am Ende wirklich rauskommt. Die Union wird sich hier als massiver Bremsklotz erweisen, egal was im Koalitionsvertrag steht.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18255
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Quo Vadis, Europa?

Beitragvon H2O » So 11. Mär 2018, 23:47

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Mar 2018, 23:30)

Das halte ich für unwahrscheinlich. http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 34010.html

Was hat der Konkurrenzneid zwischen Firmen mit dem Umgang von Mitarbeitern zu tun, die an einer Aufgabe arbeiten? Da ist es sogar Wurscht, ob die aus einem oder aus drei Ländern stammen.
Was dachten sie denn wie die bisherige Weiterentwicklung der EU erfolgte? Deutschland und Frankreich erarbeiten einen Vertragstext und der Rest nickt ihn ab? Das ist nicht der Fall. Der Lissabonvertrag (um den letzten Vertrag zu nennen) ist eine Änderung des Maastrichtvertrages (nachdem ausgerechnet ihre Franzosen in einem Referendum eine EU-Verfassung abgelehnt haben) und wurde von allen Staaten gemeinsam erarbeitet. Dabei werden in einer Konferenz der Vertreter der Regierungen der EU-Mitgliedstaaten, kurz Regierungskonferenz genannt, Änderungen an den Verträgen verhandelt und vereinbart.

Nö; es geht darum, wer dahinter Dampf gemacht hat; Abnicker hatte ich nicht gemeint
Jetzt aber will Macron davon abweichen. Ist auch logisch, für seine Pläne gibt es keine Mehrheiten. Aber das hatten wir schon.

Darüber wird zwischen Deutschen und Franzosen verhandelt und eine gemeinsame Meinung gebildet. Ich finde es gut, das Präsident Macron mit Vorschlägen und Meinungen kommt. Diese Offenheit vermisse ich auf der deutschen Seite.
Warten sie mal ab was bei der engeren deutsch-französischen Zusammenarbeit am Ende wirklich rauskommt. Die Union wird sich hier als massiver Bremsklotz erweisen, egal was im Koalitionsvertrag steht.

Das können wir doch ganz ohne einen drohenden Unterton abwarten. Ich erwarte nur Gutes. :)

Zurück zu „31. EU - EFTA“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast