Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon frems » Do 8. Dez 2016, 06:31

Cobra9 hat geschrieben:(08 Dec 2016, 06:14)

Italien ja gar nicht. Was flattert den da überall ? Besagte EU Fahne. Flattern tut viel. Werte allerdings hören bei eigenen Einschnitten schnell an zu verblassen. So ein Propaganda System wie Russland es hat wäre eine Alternative. Dann man Programme den Menschen einimpfen

Satori kommt halt aus seinem kleinen Nest nie raus. Wäre er/sie mal in Athen, Rom, Malta, Lissabon, Stockholm etc., würde er/sie nicht so einen Quatsch reden. Sind halt Hinterwäldler.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Cobra9 » Do 8. Dez 2016, 06:37

frems hat geschrieben:(08 Dec 2016, 06:31)

Satori kommt halt aus seinem kleinen Nest nie raus. Wäre er/sie mal in Athen, Rom, Malta, Lissabon, Stockholm etc., würde er/sie nicht so einen Quatsch reden. Sind halt Hinterwäldler.


Man könnte es fast meinen. Wobei man nie eine homogene Gemeinschaft kriegen wird in unserem System. Dazu müsste man schon viel ändern. Die Flüchtlings Krise beweist doch das man viel von Werten predigen kann, gehts ans Eingemachte gehen die Ängste um. Es prallen Welten auffeinander.

Schon das ist ein Beleg dafür das man in der EU keine fertigen Meinungen universal hat. Beispiel nur gegen Russland.
Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Do 8. Dez 2016, 09:48

frems hat geschrieben:(08 Dec 2016, 06:31)

Satori kommt halt aus seinem kleinen Nest nie raus. Wäre er/sie mal in Athen, Rom, Malta, Lissabon, Stockholm etc., würde er/sie nicht so einen Quatsch reden. Sind halt Hinterwäldler.


Warum nur verlegt der Bund breitbandiges Internet in den Hinterwald? Danke, Merkel :D :D
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Satori » Fr 9. Dez 2016, 01:54

Cobra9 hat geschrieben:(08 Dec 2016, 06:14)

Italien ja gar nicht. Was flattert den da überall ? Besagte EU Fahne. Flattern tut viel. Werte allerdings hören bei eigenen Einschnitten schnell an zu verblassen.


Europäische Werte wie Redefreiheit, soziale Absicherung, bezahlbarer Wohnraum ..... sitzen tief.
Die "eu" hat bisher Werte zerstört, treibt die Arbeiter in den Wettlauf mit China, und drängt auf "Reformen",
meint aber Preisgabe von kollektivem Eigentum.
Städttische Wohnungen, das Wasser, die Böden sollen dann versteigert werden.

Eigene Einschnitt, sicher. Warum sollen wir das, was uns gehört, den Investoren feilbieten. :?:
Wenn dein Wohngebiet morgen einem saudischen oder amerikanischen Investor gehört, glaubst du, der kümmert sich besser als die
Gemeinde oder Genossenschaft, wo du immerhin mitreden kannst ?

So ein Propaganda System wie Russland es hat wäre eine Alternative.


Da haben wir hier längst. :D
Heute wieder, zB DLF:

EU setzt wichtiges Signal gegen nationale Alleingänge

Da wird der VW-Konzern angegriffen, wegen Pille Palle Abgasvorwürfen,
einer der erfolgreisten deutschen Autobauer, und der Kommentator im Deutschlandfunk feiert.
Wahnsinn.
:rolleyes:

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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Satori » Fr 9. Dez 2016, 02:24

frems hat geschrieben:(08 Dec 2016, 02:58)Einerseits mit xenophoben Vorurteilen um sich werfen und dann die Tränendrüse zu drücken, weil man es ja nur gut mit den Heimatländern meint, ist halt sehr unseriös.


Wenn es die eu nicht schafft, die Lebenstandart in den Mitgliedsländern zu verbessern, dann ist sie unseriös.
Aber das wissen wir schon. Ausser in Litauen oder Luxemburg ware sie Sonntag abgewählt, wenn es nach Volksentscheiden ginge.

Die Landbevölkerung kann ja selbst etwas unternehmen, wenn sie ihre Armut nicht hinnehmen wollen.


Als Linker würden sagen, welcher Faschist sagts sowas. :?:

Junge Menschen gegen ihren Willen zum Verbleib zwingen, hilft da nicht.


Bei einer Jugendarbeitslosigkeit wie in Spanien, Griechenland, Kroatien, Italien ... manche zum Deutschkurs treiben, damit sie im Schwarzwald-Hotel kellnern dürfen, Klasse Lösung.
Ja, das ist schon ein Verdienst der eu, sie rettet das Kapital der Spekulanten, dann bricht der Mittelstand ein,
dann selektiert sie, wer sind die Fittesten, die kriegen dann nen Billigjob in Zentraleuropa.

Von welchem Promillebereich redest Du, mit denen Du Menschen extrem die Freiheiten einschränken willst? Aus Bayern gab's ja auch Zahlen zum "Sozialmissbrauch". Die bayrische Staatsregierung teilte mit, dass es bei ihnen zwölf Tatverdächtige aus Rumänien gab.


Willkommen in Deutschland:

http://www.derwesten.de/staedte/duisbur ... 44776.html

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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Fr 9. Dez 2016, 10:13

Viel was Arbeitslosigkeit ect. angeht ist durch
jahrzehntelanges misswirtschaften der nationalregierungen verursacht. Und es gibt auch einfach regionale Infrastrukturen die nicht von
heute auf morgen zu ändern sind.Die E.U fördert auch meist nur Einzelprojekte. Die Wirtschaftliche Infrastruktur ist Ländersache. Man kann der E.U vieles vorwerfen aber wo sie nichts mit zu tun hat trifft sie keine Schuld!!Ihre kleinen Finanztöpfe
geben das auch nicht her. Auch ist Eigeninitiative
gefragt.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon frems » So 11. Dez 2016, 23:29

Satori hat geschrieben:(09 Dec 2016, 02:24)

Wenn es die eu nicht schafft, die Lebenstandart in den Mitgliedsländern zu verbessern, dann ist sie unseriös.

Die EU ist dafür nicht zuständig, sondern die Mitgliedsstaaten.

Als Linker würden sagen, welcher Faschist sagts sowas. :?:

Bitte was?

Bei einer Jugendarbeitslosigkeit wie in Spanien, Griechenland, Kroatien, Italien ... manche zum Deutschkurs treiben, damit sie im Schwarzwald-Hotel kellnern dürfen, Klasse Lösung.

Wird irgendwer gezwungen, in ein anderes Land Europas zu ziehen? Oder ist das Schwarzwald-Hotel vielleicht für ein paar Jahre (oder dauerhaft) angenehmer als die Arbeitslosigkeit in der Heimat?

Willkommen in Deutschland:

Okay, Statistiken und sonstige Fakten interessieren Dich nicht, sondern nur ein paar Bildchen einiger Häuser. Kein Wunder, dass man so durchtränkt ist mit Vorurteilen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Mo 12. Dez 2016, 00:39

frems hat geschrieben:(11 Dec 2016, 23:29)

Die EU ist dafür nicht zuständig, sondern die Mitgliedsstaaten.


Bitte was?


Wird irgendwer gezwungen, in ein anderes Land Europas zu ziehen? Oder ist das Schwarzwald-Hotel vielleicht für ein paar Jahre (oder dauerhaft) angenehmer als die Arbeitslosigkeit in der Heimat?


Okay, Statistiken und sonstige Fakten interessieren Dich nicht, sondern nur ein paar Bildchen einiger Häuser. Kein Wunder, dass man so durchtränkt ist mit Vorurteilen.




Der Begriff Faschist in diesem Zusammenhang
geht gar nicht!! Menschlich unter aller Würde.
Ein Vergleich von einem User wie frems mit
Massenmördern Ideologisch infiltrierten , denen
der Wert des Lebens nach Stammbuch geht, ist das allerletzte.Ich hoffe nur das dir noch klar
wird was du da geäußert hast!! Ich hoffe das
frems die nötige Professionalität aufbringt das schnell abzuhalten.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Mo 12. Dez 2016, 00:43

Zum Thema.

Arbeitslosigkeit, Industrie, Infrastruktur, alles Ländersache. Brüssel hat da nur kleine Strukturtöpfe die es in einigen Fällen zur Verfügung stellt.Die Menschen folgen der Arbeit seit Jahrhunderten.Wer sie halten will muss was
tun.Auch wieder Länder Regionen ect .
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Mo 12. Dez 2016, 00:44

Ger9374 hat geschrieben:(12 Dec 2016, 00:39)

Der Begriff Faschist in diesem Zusammenhang
geht gar nicht!! Menschlich unter aller Würde.
Ein Vergleich von einem User wie frems mit
Massenmördern Ideologisch infiltrierten , denen
der Wert des Lebens nach Stammbuch geht, ist das allerletzte.Ich hoffe nur das dir noch klar
wird was du da geäußert hast!! Ich hoffe das
frems die nötige Professionalität aufbringt das schnell abzuhaken.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon frems » Mo 12. Dez 2016, 00:45

Ger9374 hat geschrieben:(12 Dec 2016, 00:39)

Der Begriff Faschist in diesem Zusammenhang
geht gar nicht!! Menschlich unter aller Würde.
Ein Vergleich von einem User wie frems mit
Massenmördern Ideologisch infiltrierten , denen
der Wert des Lebens nach Stammbuch geht, ist das allerletzte.Ich hoffe nur das dir noch klar
wird was du da geäußert hast!! Ich hoffe das
frems die nötige Professionalität aufbringt das schnell abzuhalten.

Ach, alles gut, ich nehme das nicht persönlich, wenn jemand keine Argumente mehr, sondern nur noch willkürliche Beleidigungen ohne Grundlage hat. Da spricht man sich für Freiheit von Menschen aus statt sie gegen ihren Willen an einen Ort festzuketten und reflexartig kommt "Faschist" oder sonstwas aus dem schäumenden Mund geschossen, während der User selbst mit ausländerfeindlichen Parolen und Vorurteilen um sich schmeißt. Muss man nicht so ernstnehmen und mehr Aufmerksamkeit als nötig schenken.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon frems » Mo 12. Dez 2016, 00:49

Ger9374 hat geschrieben:(12 Dec 2016, 00:43)

Zum Thema.

Arbeitslosigkeit, Industrie, Infrastruktur, alles Ländersache. Brüssel hat da nur kleine Strukturtöpfe die es in einigen Fällen zur Verfügung stellt.Die Menschen folgen der Arbeit seit Jahrhunderten.Wer sie halten will muss was
tun.Auch wieder Länder Regionen ect .

Aufs Thema zurückzukommen ist auch immer sinnvoller. ;)

Und ja, irgendwie hat sich noch nicht herumgesprochen, dass für Wirtschaft, Sozialversicherung usw. die Nationalstaaten verantwortlich sind und die EU da nichts tun kann außer ggf. Projekte finanziell zu fördern. Und da sind die finanziellen Mittel auch überschaubar. Die EU hat für 510 Mio. Menschen nur ein siebtel des Geldes Deutschlands für 80 Mio. Und davon fließt ein Großteil noch immer in die Agrarsubventionen, weil sich die Mitgliedsstaaten dafür vehement einsetzen, insb. die großen Länder wie Frankreich und Deutschland.

Aber das Problem hat man ja auch in der Binnenwanderung. Wenn junge Leute in ihrer Region keine Arbeit finden, während in Städten Fachkräfte gesucht werden, ist es nachvollziehbar, dass die Jugend ihre Sachen packt. So schön ist eine längere Arbeitslosigkeit für junge Menschen sicherlich nicht. Da gehen sämtliche Perspektiven flöten. Am Ende müsste man ja um jedes Dorf eine Mauer bauen. Ob man so Wohlstand erreicht, wage ich sehr zu bezweifeln.
Labskaus!

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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Allenstein » Mo 12. Dez 2016, 08:06

frems hat geschrieben:(11 Dec 2016, 23:29)
Wird irgendwer gezwungen, in ein anderes Land Europas zu ziehen? Oder ist das Schwarzwald-Hotel vielleicht für ein paar Jahre (oder dauerhaft) angenehmer als die Arbeitslosigkeit in der Heimat?


Das Perverse ist doch, daß die EU-Faschisten das als Errungenschaft ihrer EU feiern, wenn Jugendliche aus Südeuropa ihre Heimat, Familie und Freunde verlassen und tausende Kilometer nach Norden wandern müssen, um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 12. Dez 2016, 08:24

Satori hat geschrieben:(09 Dec 2016, 01:54)
Da haben wir hier längst. :D
Heute wieder, zB DLF:

EU setzt wichtiges Signal gegen nationale Alleingänge

Da wird der VW-Konzern angegriffen, wegen Pille Palle Abgasvorwürfen,
einer der erfolgreisten deutschen Autobauer, und der Kommentator im Deutschlandfunk feiert.

Und das zurecht. Auch wenn ich insgesamt eher pessimistisch bin. Anfang des Jahres wurde im Auftrag der Grünen-Fraktion im EU-Parlament eine Studie über die skandalösen Steuervermeidungsstrategien des IKEA-Konzerns angefertigt. Da und bei ähnlichen Fällen müsste es weitergehen. Es ist mir schleierhaft, dass man international operierenden Unternehmen nicht eine gleichfalls international operierende Gesetzesmacht gegegenüberstellen will.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Welfenprinz » Mo 12. Dez 2016, 08:46

Allenstein hat geschrieben:(12 Dec 2016, 08:06)

Das Perverse ist doch, daß die EU-Faschisten das als Errungenschaft ihrer EU feiern, wenn Jugendliche aus Südeuropa ihre Heimat, Familie und Freunde verlassen und tausende Kilometer nach Norden wandern müssen, um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden.


Faschist war Franco. Und zu dessen Zeit strömten die spanischen Gastarbeiter nach Norden. Der EU-Beitritt hat da einiges verändert an den Rahmenbedingungen.

Tut es rinem eigentlich nicht weh ,wenn man so einen Schwachsinn schreibt? Gibts da ne Schmerzgrenze? Was fürn Zeug muss man nehmen um sowas auszukotzen?
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mo 12. Dez 2016, 11:14

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Dec 2016, 08:24)

Und das zurecht. Auch wenn ich insgesamt eher pessimistisch bin. Anfang des Jahres wurde im Auftrag der Grünen-Fraktion im EU-Parlament eine Studie über die skandalösen Steuervermeidungsstrategien des IKEA-Konzerns angefertigt. Da und bei ähnlichen Fällen müsste es weitergehen. Es ist mir schleierhaft, dass man international operierenden Unternehmen nicht eine gleichfalls international operierende Gesetzesmacht gegegenüberstellen will.


Vermutlich wird sich auf diesem Feld etwas bewegen. In den letzten Monaten wiederholen sich Meldungen über Steuerparadiese auch innerhalb der EU... nicht nur Luxemburg steht da am Pranger. Irgendwann wird der politische Druck groß genug, und dann entstehen Regeln für die EU und zugehörige Strafen. Ein Skandal ist es schon, welche Absprachen zwischen international aufgestellten Unternehmen und einzelnen Regierungen innerhalb der EU möglich zu sein scheinen. Und das zum Nachteil nationaler Firmen und der Bürger, denen zu solchen Absprachen der riesige Geldstrom fehlt.

Diese Schurken nutzen unsere Einrichtungen von Polizei bis Gerichtsbarkeit, unsere Versorgungssysteme... und, und... aber um das Bezahlen drücken sie sich. Vielleicht vermeiden sie durch Parteispenden eine angemessene Besteuerung oder Gesetze, die sie zur Versteuerung dort verpflichten, wo die Umsätze gemacht werden?
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Wähler » Di 13. Dez 2016, 08:01

frems hat geschrieben:(11 Dec 2016, 23:29)
Wird irgendwer gezwungen, in ein anderes Land Europas zu ziehen? Oder ist das Schwarzwald-Hotel vielleicht für ein paar Jahre (oder dauerhaft) angenehmer als die Arbeitslosigkeit in der Heimat?

Allenstein hat geschrieben:(12 Dec 2016, 08:06)
Das Perverse ist doch, daß die EU-Faschisten das als Errungenschaft ihrer EU feiern, wenn Jugendliche aus Südeuropa ihre Heimat, Familie und Freunde verlassen und tausende Kilometer nach Norden wandern müssen, um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden.

Dass die Migrationsdynamik in den EU-Südländern stetig zunimmt, ist unbestritten. Die Auswirkungen in den Ausgangsländern und im Zielland Deutschland sind aber nicht so negativ, wie oft dargestellt. Meine italienische Nichte kommt gerne nach Deutschland zur Berufsausbildung, während mein Neffe sich in Italien wohler fühlt. Überlegenswert ist es, dass die Migrationsdynamik auch in den Ausgangsländern gebremst wird, um dem zunehmenden nationalen Populismus in der EU nicht weiter Vorschub zu leisten.
Wähler hat geschrieben:(05 Dec 2016, 08:58)
http://archiv.wirtschaftsdienst.eu/jahr ... utschland/
Zahlen von 2009 bis 2013.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... hland.html
Welt 6. Januar 2016 Wo kommen die Migranten her?
Die Zahlen von 2014 und 2015 bestätigen den steigenden Trend der Migration von EU-Ausländern nach Deutschland seit 2009. Von Flut hat doch niemand jemals gesprochen. Es geht um steigenden Migrationsdruck, auch unabhängig von der Flüchtlingsproblematik. Muss ja nicht negativ sein, schafft aber praktische Probleme, die zu lösen sind.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon William » Di 13. Dez 2016, 09:32

Satori hat geschrieben:(09 Dec 2016, 01:54)

Europäische Werte wie Redefreiheit, soziale Absicherung, bezahlbarer Wohnraum ..... sitzen tief.
Die "eu" hat bisher Werte zerstört, treibt die Arbeiter in den Wettlauf mit China, und drängt auf "Reformen",
meint aber Preisgabe von kollektivem Eigentum.
Städttische Wohnungen, das Wasser, die Böden sollen dann versteigert werden.

Eigene Einschnitt, sicher. Warum sollen wir das, was uns gehört, den Investoren feilbieten. :?:
Wenn dein Wohngebiet morgen einem saudischen oder amerikanischen Investor gehört, glaubst du, der kümmert sich besser als die
Gemeinde oder Genossenschaft, wo du immerhin mitreden kannst ?


Mehr Privatisierung bedeutet weniger Staat und mehr persönliche Freiheit, ist deshalb grundsätzlich zu begrüßen.
Der Staat sollte sich um Werte wie Redefreiheit und Sicherheit kümmern, sprich übergeordnete Dinge, nicht z.B. die Wattzahl der Glühbirnen, denn solch Dinge regelt der freie Markt gänzlich allein.
Monopole unterbinden und verhindern dass Verluste ständig sozialisiert werden, wäre Aufgabe genug.

Firmenaufkäufe durch ausländische Investoren können per Gesetz verboten werden. China macht dies und fährt gut damit, Trump wird versuchen einen ähnlichen Kurs einzuschlagen und liegt m.E.n. richtig damit. Nicht generell, aber ein wenig Protektionismus ist nie verkehrt.

Wie in Japan auch, halten in D viele Inländer die Schulden des Staates. Es ist somit eine ausreichende Summe an Guthabenbeträgen und Vermögen im Umlauf welche für Investitionen bereit stünden. Ohne Planungs- und Rechtssicherheit wird das aber nichts, deshalb liegt viel Geld brach. Es ist am Staat diese zu schaffen bevor die EU seine Währung dem Verfall preisgibt, denn die Wirtschaft geht nicht freiwillig jedes noch so große Investitionsrisiko ein.
Bevor die Südländer nicht aus dem € ausgestiegen sind, wird daraus nichts und solange Merkel regiert werden höchstens finanzkräftige Konzerne größere Investitionen tätigen, weil sie einen evtl. Verlust besser verkraften können.
Dem armen Schlucker ist relativ egal wer regiert, er hat ohnehin nicht die Möglichkeit signifikant zu investieren, der (untere) Mittelstand würde jedoch durchaus von weniger Staat und EU profitieren. Im Grunde gibt es kein Problem damit Strom-, Wasserversorgung, etc. in private Hände zu legen, denn kein Normalvernünftiger wird sein Vermögen in unrentable, unproduktive oder völlig überteuerte (Prestige)Projekte stecken, so wie es z.B. der Staat bei S21 oder BER tat. Leider scheitert dies aber immer wieder an der Ängstlichkeit einiger Weniger, die oft genug selbst nichts haben um hernach davon zu profitieren oder schlicht dem Neid verfallen sind.

Was derzeit geschieht ist nicht nur die Verteilung des Geldes von Unten nach Oben, sprich von Arm zu Reich, sondern auch vom (noch einigermaßen produktiven) Norden, in den (überschuldeten) Süden. Man könnte es kollektiven Sozialismus nennen, der leider erst durch die Abschaffung der Gemeinschaftswährung gebrochen werden kann. Einfach so wird dies jedoch nicht geschehen, sondern der € inflationiert um die Staatsschulden loszuwerden - gleichzeitig jedoch viel privates Geldvermögen damit vernichtet, welches dann für zukünftige Investitionen fehlt.
Es wird nahezu unerheblich sein ob einer oder mehrere Staaten aus dem € austreten. Der Währungstod ist bereits beschlossene Sache, so wie der des Dollar, Yen und Yuan auch. Nicht umsonst wird ständig neues Geld geschaffen und somit die jeweilige Währung abgewertet.

Chancen in der Krise gibt es dennoch, allerdings sind sie nicht mehr äußerst zahlreich. Wer sie (monetär) nutzen will, der muss sich deutlich mehr anstrengen als noch vor 20...30 Jahren. Auf Hilfe von Staat und Banken sollte man allerdings nicht hoffen, denn sie waren es welche die Krise erst auslösten. In voller Absicht wohlgemerkt.
Atheist

Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Atheist » Di 13. Dez 2016, 09:54

William hat geschrieben:(13 Dec 2016, 09:32)

Mehr Privatisierung bedeutet weniger Staat und mehr persönliche Freiheit, ist deshalb grundsätzlich zu begrüßen. [...] denn solch Dinge regelt der freie Markt gänzlich allein [...] Firmenaufkäufe durch ausländische Investoren können per Gesetz verboten werden. [...] ein wenig Protektionismus ist nie verkehrt.


Das Problem an Protektionisten dieser Tage ist, dass sie den freien Markt nur dort wollen, wo sie meinen, dass er ihnen nützt, sonst aber auf Interventionismus setzen. Das ist nichts anderes als Instrumentalisierung des Staates zur Erzwingung von Partikularinteressen (ähnlich der Diktatur des Proletariats) und hat mit freiem Markt nicht das Geringste zu tun, außer der Tatsache, dass sämtliche Marktakteure derartige Motivationen systembedingt haben müssen.

Was derzeit geschieht ist nicht nur die Verteilung des Geldes von Unten nach Oben, sprich von Arm zu Reich, sondern auch vom (noch einigermaßen produktiven) Norden, in den (überschuldeten) Süden. Man könnte es kollektiven Sozialismus nennen, der leider erst durch die Abschaffung der Gemeinschaftswährung gebrochen werden kann.


Man könnte das auch freie Marktwirtschaft nennen, in der Angestellte im Export (die nicht zwingend das "Oben" der Gesellschaft sind, während sie nach vielen Jahren des Studiums/der Ausbildung in Excel rumfummeln oder zwischen Büro, Flughafen und Kunden rumeilen) die Gewinner sind. Allerdings wird auch hier die Motivation der, nun ja, anderen deutlich, mit nationalstaatlichen Instrumenten die Freiheit des Marktes zu ihren Gunsten zu beschneiden, denn so frei soll der Markt nun wieder auch nicht sein, so dass man sich plötzlich in Idealkonkurrenz zum Rest der 7,5 Mrd. Menschen wiederfindet... ne!? ;)

Es wird nahezu unerheblich sein ob einer oder mehrere Staaten aus dem € austreten. Der Währungstod ist bereits beschlossene Sache, so wie der des Dollar, Yen und Yuan auch. Nicht umsonst wird ständig neues Geld geschaffen und somit die jeweilige Währung abgewertet.


Und was geschieht mit diesem Geld? Wird es gegenleistungslos ans Volk verschenkt?

Chancen in der Krise gibt es dennoch


Das meine ich auch! Wenn Brexit, Trump, Erdogan, Putin und etc. für die konservativen Eliten nicht Motivator genug sein werden, die EU endlich zum handlungsfähigen Zentralstaat umzugestalten, werden sie wegen der Geister, die sie riefen, untergehen - und das zu Recht. Ich bin da aber guter Hoffnung.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon William » Di 13. Dez 2016, 10:30

Atheist hat geschrieben:(13 Dec 2016, 09:54)

Das Problem an Protektionisten dieser Tage ist, dass sie den freien Markt nur dort wollen, wo sie meinen, dass er ihnen nützt, sonst aber auf Interventionismus setzen. Das ist nichts anderes als Instrumentalisierung des Staates zur Erzwingung von Partikularinteressen (ähnlich der Diktatur des Proletariats) und hat mit freiem Markt nicht das Geringste zu tun, außer der Tatsache, dass sämtliche Marktakteure derartige Motivationen systembedingt haben müssen.



Man könnte das auch freie Marktwirtschaft nennen, in der Angestellte im Export (die nicht zwingend das "Oben" der Gesellschaft sind, während sie nach vielen Jahren des Studiums/der Ausbildung in Excel rumfummeln oder zwischen Büro, Flughafen und Kunden rumeilen) die Gewinner sind. Allerdings wird auch hier die Motivation der, nun ja, anderen deutlich, mit nationalstaatlichen Instrumenten die Freiheit des Marktes zu ihren Gunsten zu beschneiden, denn so frei soll der Markt nun wieder auch nicht sein, so dass man sich plötzlich in Idealkonkurrenz zum Rest der 7,5 Mrd. Menschen wiederfindet... ne!? ;)



Und was geschieht mit diesem Geld? Wird es gegenleistungslos ans Volk verschenkt?



Das meine ich auch! Wenn Brexit, Trump, Erdogan, Putin und etc. für die konservativen Eliten nicht Motivator genug sein werden, die EU endlich zum handlungsfähigen Zentralstaat umzugestalten, werden sie wegen der Geister, die sie riefen, untergehen - und das zu Recht. Ich bin da aber guter Hoffnung.


Wirklich freie Marktwirtschaft wird bei den derzeitig vorherrschenden Situationen im und rund um den Globalismus nicht möglich sein, denn solange es Länder und Kontinente samt entsprechenden Grenzen gibt, wird sich niemals absolutes Gleichgewicht einstellen.
Gleiche Rechte und Pflichten, ergo auch gleiche Preise und möglichst gleiche Vermögen für alle - also eine Art NWO der sozialen (und finanziellen) Gerechtigkeit - wird es niemals geben, weder innhalb eines einzelnen Landes noch global.
Dieser Ideologie ist noch nicht mal Merkel verfallen, obwohl ich sie für die in dieser Hinsicht derzeit größte Träumerin mit Machtanspruch halte.
Aber selbst sie spricht nicht von freier sondern sozialer Marktwirtschaft und das will etwas heißen.
Sie übertreibt es mit dem "sozial" und tritt damit dem arbeitenden Mittelstand auf den Füßen herum, deswegen schrumpft er auch.

Und ja, es wird gegenleistungslos Geld an das Volk (und auch die Hochfinanz) verschenkt. Zunehmend mehr und das seit Jahren, u.a. deswegen befinden wir uns auch immer noch in einer Krise.

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