Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

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relativ
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon relativ » Di 6. Dez 2016, 12:03

Eiskalt hat geschrieben:(06 Dec 2016, 11:40)

Hier stimme ich zu, Verordnungen, Regelnugen etc alles nimmt Überhand, sehe ich in meiner Firma selber auch, der helle Wahnsinn.

Kein Wunder das Projekte wie BER nicht fertig werden und andere nur zu überdimensionierten Kosten, die wissen alle nicht mehr wo welche Schraube Pflicht ist.

Evtl. sollten wir uns nicht mehr vor Allem und Jedes absichern wollen, welches ja die Regeln in die Höhe schießen lässt, gerade die Versicherer, sind hier ganz große Verordnungsmonster.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Eiskalt » Di 6. Dez 2016, 12:06

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Dec 2016, 08:27)

Deine Milchmädchenrechnung geht nicht auf. Niedrigere Zinslast für den Steuerzahler bedeuten weniger bis gar keine Steuererhöhungen, mitunter Erleichterungen. Am Ende ein Nullsummenspiel für den Sparer und Versicherten. Also die Besitzenden. Wieso du Rentner mit aufgezählt hast ist mir ein Rätsel.
Und niedrige Zinsen heißen geringere Zinsen auch für private Schuldner. Bei der privaten Verschuldung in Deutschland gerade beim kleinen Mann verdient also auch der Geringverdiener an Griechenlands Schulden. Außerdem heizen niedrige Zinsen den Baumarkt an. Bei dem Fehlbestand an Wohnungen ein weiterer Pluspunkt.

Aber gut. Du darfst weiter um die niedrigen Zinsen für die besitzende Klasse trauern. Als wenn mein Sparbuch jemals bedeutende Zinsen erwirtschaftet hätte......


Ach du Heiland leider haben Sie keine Ahnung.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 6. Dez 2016, 12:16

Eiskalt hat geschrieben:(06 Dec 2016, 12:06)

Ach du Heiland leider haben Sie keine Ahnung.


Ach du lieber Heiland. Leider haben Sie keine Ahnung.
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Eiskalt » Di 6. Dez 2016, 12:29

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Dec 2016, 12:16)

Ach du lieber Heiland. Leider haben Sie keine Ahnung.


Doch sicherlich.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Adam Smith » Di 6. Dez 2016, 12:34

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Dec 2016, 08:27)
Wieso du Rentner mit aufgezählt hast ist mir ein Rätsel.

Das sollte noch diskutiert werden.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 6. Dez 2016, 15:45

Eiskalt hat geschrieben:(06 Dec 2016, 12:29)

Doch sicherlich.

Wer zahlt Zinsen? Schuldner. Private und Staatliche.
Wer kassiert Zinsen? Besitzende und die Banken.
Beides gehört zusammen. Das größte Problem bei den ganzen Liberalisierungen im Finanzmarkt seit den 80ern ist die immer weitergehende Akkumulation von Vermögen zu Gunsten einer immer kleiner werdenden Zahl von Besitzenden. Lass das mal wirken!
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 6. Dez 2016, 15:48

relativ hat geschrieben:(06 Dec 2016, 12:03)

Evtl. sollten wir uns nicht mehr vor Allem und Jedes absichern wollen, welches ja die Regeln in die Höhe schießen lässt, gerade die Versicherer, sind hier ganz große Verordnungsmonster.

Genau. Und die Öffentlichkeit muß erkennen das es Lebensrisiken gibt. Und wenn man diese exzessiv minimiert kann es passiert das sich am Ende nichts mehr bewegt. Genau das ist ja jetzt passiert mit der neuen Verordnung zur Entsorgung von Styropor.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Satori » Mi 7. Dez 2016, 02:46

frems hat geschrieben:(05 Dec 2016, 02:39)

So ist das bei einem gemeinsamen Binnenmarkt halt.


Eine Art Stadtflucht. Alles, was jung ist und laufen kann, rennt zum Geld, das Hinterland verarmt und Familien gehen kaputt.
Also ein bischen wie in Indien, mit dem Unterschied, dass die asiatische Mentalität mit mehr Geduld gesegnet ist.
Hier in Europa könnte es schneller zu Unruhen kommen zwischen Eingesessenen und Fremden.
:?

.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Satori » Mi 7. Dez 2016, 02:52

Eiskalt hat geschrieben:(06 Dec 2016, 11:18)

Nö das ist nationale Politik!


Wie überall. :D
Ausser in Merkel-Deutschland, da flattert die EU-Fahne vor jedem Rathaus.
Alle Europäer denken, fühlen und wählen mehr oder weniger national.
Ausnahme vielleicht Luxemburg. ;)

.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Satori » Mi 7. Dez 2016, 03:18

Welfenprinz hat geschrieben:(05 Dec 2016, 18:14)

Die Gesellschaften aus denen ,die Arbeitsmigration kommt,sind stärker belastet als wir,die wir darüber jammern,ja. In Polen war die Abwanderung arbeitsfähiger Menschen ab den 90ern derart hoch,dass das dort als substanzgefährdend für den Staat und seinen Zusammenhalt angesehen wurde.

Mittelfristig ergibt sich daraus erstmal ein nennenswerter Kapitalfluss,ich habe immer gesagt “ die beste Entwicklungshilfe,die Deutschland je geleistet hat“. Marek und Consorten haben mit diesen Geldern ihre Häuser gebaut,Kindern Ausbildung ermöglicht und Betriebe gegründet.
Langfristig bei Verringerung des Wohlstandsgefälles steht dann auch derRückwanderung und demografische Stabilisierung an.



Langfristig gibt es immer Gewinner und Verlierer.
Nach 20 Jahren hatten die Briten jetzt einfach genug von den Polen, die sich jeden Job schnappen.
Irgendwie gibt es auch ein Menschenrecht auf sozialen Frieden.
Die Balkan-Einwanderer in Duisburg scheinen weniger Intergrationsbereit zu sein, vielleicht gibt es doch
unterschiedliche Europäer,
warum soll man so tun, als wären sie alle gleich, warum lassen wir nicht die einwandern, die Sprachkenntnisse haben
und klar sagen können, welche Fähigkeiten sie anbieten wollen.
Die ganze Welt funktioniert so, jedes Land ist offen für Neubürger, wenn die ein Startgeld mitbringen und eine Vision.
USA, Kanada, Australien - so funktionierts auch.
Deren Einwanderer werden zumeist bewusste Neubürger, die brauchen nicht mal Integrationsprogramme.

Die "Minderjährigen" aus Nordafrika, also die mit Bartwuchs aber ohne Papiere,
kriegen gleich bei Ankunft in Italien und Frankreich ein Zugticket nach Deutschland.
Über Deutschland lacht die Welt.
:?

.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Mi 7. Dez 2016, 03:49

Aber Einwanderer unterliegen doch kriterien
damit sie zu uns dürfen.Sind diese zu weich?
Nehmen wir zu viele einwanderer auf?
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Satori » Mi 7. Dez 2016, 03:49

Alter Stubentiger hat geschrieben:(05 Dec 2016, 15:01)Die EU wurde glasklar mit der Prämisse gegründet künftige Kriege auf Grund von Streitigkeiten über Ressourcen und landwirtschaftliche Fläche zu vermeiden. Es ging wirklich um den Frieden.


Ein wirtschaftlicher Frieden kommt den "Geldgebern" natürlich gut.
Kapitalkräfte werden gebündelt. :cool:

Und man entschied sich gerade in Deutschland und Frankreich für eine soziale Marktwirtschaft. Du ziehst es allerdings vor Dinge wie eine Kranken/Rentenversicherung und 365 Tage im Jahr Lebensmittel in Hülle und Fülle gering zu schätzen.


Hatte Deutschland schon, Frankreich wohl auch, also dazu braucht es keine EU.
Und eine Kranken/Rentenversicherung war in den kommunistischen Ländern selbstverständlich, wenn es soziale Errungenschaften ein Ziel gewesen wären,
hätte man auch mit Osteuropa kooperieren können.

Mich kotzen die großen Vereinfacher immer mehr an die meinen mit immer reißerischen Aussagen die Welt verbessern zu wollen.


Manche meinen, die EU habe im Sinn gehabt, die Welt zu verbessern. So wie ein Friedenswerk ?
Offensichtlich sollte sie aber ein Bollwerk sein gegen die schlimmen Russen.
Wenn man es sich einfach macht, kann man sagen, es waren immer Machtbereiche, die gegeneinander gearbeitete haben.
Im Osten genauso wie im Westen hat man Massen mobilisiert, die vor den Kameras gejubelt haben,
und die Oppositionellen hat man nicht gezeigt, die bekamen soziale Ausgrenzung, Berufsverbote oder sogar Klappsmühle.

Es ist falsch, zu sagen: Wir sind besser als die anderen.
Auch die EU ist ein Machtpack.
Und die Geldgeber, die viel reingesteckt haben, die kämpfen jetzt,
und die zahlen auch für "Ideen-Fabriken", die tolle Schlagwörter erfinden
zB = Frieden, Freiheit, besondere Werte.
:?

.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Eiskalt » Mi 7. Dez 2016, 10:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Dec 2016, 15:45)

Wer zahlt Zinsen? Schuldner. Private und Staatliche.
Wer kassiert Zinsen? Besitzende und die Banken.
Beides gehört zusammen. Das größte Problem bei den ganzen Liberalisierungen im Finanzmarkt seit den 80ern ist die immer weitergehende Akkumulation von Vermögen zu Gunsten einer immer kleiner werdenden Zahl von Besitzenden. Lass das mal wirken!


Wieso sollte jemand der Geld verleiht auch keine Zinsen erhalten?

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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 7. Dez 2016, 10:28

Ger9374 hat geschrieben:(07 Dec 2016, 03:49)

Aber Einwanderer unterliegen doch kriterien
damit sie zu uns dürfen.Sind diese zu weich?
Nehmen wir zu viele einwanderer auf?


Das ist grundsätzlich richtig; aber in dem Chaos und dem unmenschlichen Umgang mit Kriegsflüchtlingen auf dem Balkan hatte sich die Bundesregierung (nicht nur die Kanzlerin!) und die DIE GRÜNEN für eine ungehinderte Einreise dieser Menschen nach Deutschland entschieden, um diesem unwürdigen Zustand ein Ende zu machen.

Und da sind Trittbrettfahrer aus allen Erdteilen aufgesprungen und in diesem Zustrom mit ins Land gereist.

In der EU waren auch die Landesgrenzen offen; da kann jemand unbemerkt von Süd-Italien bis Flensburg reisen. So kam es auch zu schrecklichen Vorfällen durch Schlepper, die in unkontrollierten Lastwagen mehrfach Größenordnung Hundert Menschen ersticken ließen, um sie nach Deutschland oder Österreich zu schleusen.

Nachdem Deutschland wieder an den einschlägigen Übergängen Grenzkontrollen und fällige Zurückweisungen eingeführt hatte, schlossen die Balkanstaaten ihre Grenzen.

Aber das Problem mit Zuwanderern ohne Asylanspruch haben wir im Lande; angeblich 100.000 ohne jegliches Bleiberecht, und fast 700.000 mit Duldung aus ganz unterschiedlichen Gründen. Daran wird sich in den kommenden Monaten wohl etwas ändern. Schon daran ab zu lesen, daß inzwischen Zuwanderer aus Afghanistan in Ihr Herkunftsland zurück geführt werden.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 7. Dez 2016, 11:27

Eiskalt hat geschrieben:(07 Dec 2016, 10:25)

Wieso sollte jemand der Geld verleiht auch keine Zinsen erhalten?

Die jetzt niedrigen Zinsen treffen einen Großteil der normalen Bürger.


Sie treffen die welche am meisten Besitzen. Normale Bürger besitzen nicht viel oder haben Schulden.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon frems » Mi 7. Dez 2016, 19:04

Satori hat geschrieben:(07 Dec 2016, 02:46)

Eine Art Stadtflucht. Alles, was jung ist und laufen kann, rennt zum Geld, das Hinterland verarmt und Familien gehen kaputt.

Wenn es nur in den Städten Jobs gibt, ist das naheliegend. Ansonsten vegetiert man perspektiv- und arbeitslos vor sich hin. Davon hat niemand was.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Satori » Do 8. Dez 2016, 02:31

frems hat geschrieben:(07 Dec 2016, 19:04)

Wenn es nur in den Städten Jobs gibt, ist das naheliegend. Ansonsten vegetiert man perspektiv- und arbeitslos vor sich hin. Davon hat niemand was.


Wenn die wenigen jungen rumänischen Ärzte nach Deutschland gelockt werden, ist die verbliebene Landbevölkerung noch ärmer dran.
Andere Südost-Europäer nutzen die gleichen Freiheiten und melden ein Scheingewerbe an und leben dann aber vom Kindergeld.
:rolleyes:

.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Satori » Do 8. Dez 2016, 02:41

Eiskalt hat geschrieben:(07 Dec 2016, 10:25)

Wieso sollte jemand der Geld verleiht auch keine Zinsen erhalten?


Wieso sollte jemand der Geld verleiht, Zinsen erhalten ?
Angenommen, ein Staat verleiht Geld an aussichtsreiche Unternehmen, dann verdient er an den späteren Umsätzen,
Löhnen der Arbeiter und derem Konsum.

.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon frems » Do 8. Dez 2016, 02:58

Satori hat geschrieben:(08 Dec 2016, 02:31)
Wenn die wenigen jungen rumänischen Ärzte nach Deutschland gelockt werden, ist die verbliebene Landbevölkerung noch ärmer dran.

Das Problem der Landärzte gibt's hier auch, trotz finanzieller Anreize. Junge, kulturinteressierte Ärzte wollen halt in Städten leben: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/jo ... 89303.html

Einerseits mit xenophoben Vorurteilen um sich werfen und dann die Tränendrüse zu drücken, weil man es ja nur gut mit den Heimatländern meint, ist halt sehr unseriös. Die Landbevölkerung kann ja selbst etwas unternehmen, wenn sie ihre Armut nicht hinnehmen wollen. Junge Menschen gegen ihren Willen zum Verbleib zwingen, hilft da nicht. Kannst aber gerne schauen wie Du es hinbekommst, dass ein deutscher Medizinstudent nach seinem Abschluss nicht 50 Kilometer in die Landeshauptstadt zieht. Böser Tübinger, der nach Stuttgart flüchtet und dort als Arzt arbeitet. Gleich eine Mauer errichten, denn weniger Freiheit ist mehr! :thumbup:

Andere Südost-Europäer nutzen die gleichen Freiheiten und melden ein Scheingewerbe an und leben dann aber vom Kindergeld.

Von welchem Promillebereich redest Du, mit denen Du Menschen extrem die Freiheiten einschränken willst? Aus Bayern gab's ja auch Zahlen zum "Sozialmissbrauch". Die bayrische Staatsregierung teilte mit, dass es bei ihnen zwölf Tatverdächtige aus Rumänien gab. Nein, nicht 12%, sondern zwölf insgesamt. Und da gibt es nur den Verdacht: http://www.gruene-fraktion-bayern.de/si ... smache.pdf

Wenn Du noch eine andere Zahl haben willst: Die Arbeitslosenquote unter Rumänen in Deutschland lag übrigens im Mai 2015 bei 6,4%. Die gesamtdeutsche Arbeitslosenquote war zum selben Zeitpunkt bei 7,4% (http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/Zu ... r_1507.pdf). Alles böse Sozialschmarotzer? Glaub mir: ein Arzt aus Osteuropa hat auch besseres zu tun als weit unterm Existenzminimum in Deutschland herumzukrebsen. Dafür muss er nicht auswandern, sondern kann in seiner eigenen Hauptstadt tätig werden.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Cobra9 » Do 8. Dez 2016, 06:14

Satori hat geschrieben:(07 Dec 2016, 02:52)

Wie überall. :D
Ausser in Merkel-Deutschland, da flattert die EU-Fahne vor jedem Rathaus.
Alle Europäer denken, fühlen und wählen mehr oder weniger national.
Ausnahme vielleicht Luxemburg. ;)

.


Italien ja gar nicht. Was flattert den da überall ? Besagte EU Fahne. Flattern tut viel. Werte allerdings hören bei eigenen Einschnitten schnell an zu verblassen. So ein Propaganda System wie Russland es hat wäre eine Alternative. Dann man Programme den Menschen einimpfen
Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.

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