Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon Misterfritz » Mi 8. Nov 2017, 19:28

Loki hat geschrieben:(08 Nov 2017, 19:24)

Man spürt den Frieden in Europa förmlich
- beim Besuch diverser Weihnachtsmärkte
- in der Nähe einer Großkirche in Barcelona
- in Zügen, U-Bahnen und an Bahnhöfen
- zu Silvester in Domnähe sowieso

Da hat dann gewiss Deutschland auch am meisten profitiert ?!
Dieser Vergleich ist dermassen blöd, man sollte eigentlich nicht darauf antworten.
Aber gut: Möchtest Du tatsächlich z.B. WKI + II damit vergleichen?
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon Loki » Mi 8. Nov 2017, 19:34

Misterfritz hat geschrieben:(08 Nov 2017, 19:28)

Dieser Vergleich ist dermassen blöd, man sollte eigentlich nicht darauf antworten.
Aber gut: Möchtest Du tatsächlich z.B. WKI + II damit vergleichen?

Wir können auch Atomkriege mit WKII vergleichen, was Unsinn wäre, da wohl nur Frankreich damit protzen kann.

Nein, ich schreibe lediglich indirekt, daß Frieden in Europa gewiss anders aussieht.
Möglicherweise sogar kein europäisches Land dann im Krieg mit anderen Staaten und NGOs wäre ?

Ist mir zu rosa, zu behaupten, daß die Kleintransporterterroristen und ähnliche Feinde keinen Unfrieden in Europa erzeugen würden.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon Misterfritz » Mi 8. Nov 2017, 19:52

Loki hat geschrieben:(08 Nov 2017, 19:34)

Wir können auch Atomkriege mit WKII vergleichen, was Unsinn wäre, da wohl nur Frankreich damit protzen kann.
Hiroshima war nicht WKII?
Loki hat geschrieben:(08 Nov 2017, 19:34)Nein, ich schreibe lediglich indirekt, daß Frieden in Europa gewiss anders aussieht.
Möglicherweise sogar kein europäisches Land dann im Krieg mit anderen Staaten und NGOs wäre ?

Ist mir zu rosa, zu behaupten, daß die Kleintransporterterroristen und ähnliche Feinde keinen Unfrieden in Europa erzeugen würden.
Unfrieden, wie Du ihn beschrieben hast, ist etwas anderes als Krieg.
Oder brauchst Du Bilder, wie es z.B. nach dem Krieg in Deutschland aussah?
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon Loki » Mi 8. Nov 2017, 20:58

Misterfritz hat geschrieben:(08 Nov 2017, 19:52)
Hiroshima war nicht WKII?

Das (und das andere) war ein Atombömbchen im Vergleich zu den Dingern, die heutzutage gebaut werden. Wenn heutzutage ein Atomkrieg wäre, würde das etwas anders aussehen; und anders enden.

Atombömbchen haben auch die derzeitigen Feinde Deutschlands möglicherweise bald. Wird Zeit, hier mal den Kriegsfahrplan zu überdenken. Nicht ?


Unfrieden, wie Du ihn beschrieben hast, ist etwas anderes als Krieg.
Oder brauchst Du Bilder, wie es z.B. nach dem Krieg in Deutschland aussah?

Ich habe mehrere Stunden Farbfilmaufnahmen der US-Streitkräfte.

Definiert sich Krieg somit über den Grad der Zerstörung von Städten ? An der Menge getöteter Soldaten ? Menge getöteter Zivilisten ? Dauer des Militäreinsatzes ?

Oder einfach daran, daß Staatsangehörige anderer Länder dt. Staatsangehörige - mit all den ihnen verfügbaren Mitteln und gehbaren Wegen - wegen eines Kriegszustandes vernichten wollen ?


Ich empfinde es als unsinnig, der EU eine gläserne Friedenstaube antackern zu wollen und zu behaupten, Deutschland würde deswegen am meisten profitieren, nur weil sich Deutsche, Franzosen, Italiener und Polen nicht mehr militärisch gegenseitige die Köpfe einschlagen.
Frieden zwischen Völkern gibt es, weil es - mehr oder weniger - Friedensverträge zwischen den jeweiligen Völkern gibt. Und ein Frankreich mit Atomwaffen. (Zukünftig außerhalb der EU natürlich auch noch GB. Beides Staaten, die schon einmal Deutschland den Krieg erklärten...)
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon frems » Do 9. Nov 2017, 00:05

Loki hat geschrieben:(08 Nov 2017, 18:53)
Insgesamt jedoch wohl eher deutsche, mehr als die rumänischen, spanischen oder polnischen Interessen.

Also europäische Interessen. Sehr gut.

Warum bedarf es dann überhaupt Armeen von Nationalstaaten, Staatenbunden und sonstigen Gebilden ? Furcht vor´m Russe ?

Geopolitik schon wieder.

Was willst Du (dagegen) tun, wenn die Ausländer im Ausland demokratisch mehrheitlich für eine Abschaffung des Geldzinses beim Euro abstimmen, die Inflation dann Deine Ersparnisse auffrisst, obwohl die großen Deutschen Wirtschaftsexperten allesamt warnend Pro-Geldzins sind und ebenso Dich überzeugt haben ?

Die EZB ist unabhängig. Da kann kein Parlament entscheiden, dass die Zinsen sinken oder steigen. Kann man blöd finden, aber das Vorbild hieß eben Deutsche Bundesbank. Und danach handelt Frankfurt.

Ich nehme an, Du erduldest bei dieser Gegebenheit, daß die Währungshoheit abgeben wurde.

Wurde sie nicht.

Die Französischen Gewählten züchten also pazifistische
oder wie ist deren aktive Militärpolitik der vorherigen Jahrzehnte zu werten ?

Du meinst wohl das Nein zum Irakkrieg, das eine Minderheit der Europäer anders sah und in den Nahen Osten einfiel. Mit einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft wäre das ausgeblieben.

Loki hat geschrieben:Man spürt den Frieden in Europa förmlich
- beim Besuch diverser Weihnachtsmärkte
- in der Nähe einer Großkirche in Barcelona
- in Zügen, U-Bahnen und an Bahnhöfen
- zu Silvester in Domnähe sowieso

Da hat dann gewiss Deutschland auch am meisten profitiert ?!

Ahja. RAF, ETA, IS, NSU, IRA etc. töten Zivilisten, also soll man den Frieden zwischen den Nationen Europas kippen. Sehr schlüssig. Hast Du in Deinem Ostdorf eigentlich jemals eine U-Bahn gesehen? :?:
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon Loki » Do 9. Nov 2017, 00:26

frems hat geschrieben:(09 Nov 2017, 00:05)
Die EZB ist unabhängig.

Ist sie nicht vollständig; EZB-Böden sind keine EU-gesetzesfreie Räume. Allerdings jucken die EZB deutsche Gesetze reichlich wenig; das war bei der Bundesbank als alleinige Zentralbank zu Zeiten der bundesdeutschen Währungshoheit noch anders.
Aber das erwähnte ich bereits. Danke für´s überlesen.

Da kann kein Parlament entscheiden, dass die Zinsen sinken oder steigen.

Es besteht die Möglichkeit der Entscheidung über die Höhe des sog. Wucherzinses, wie bereits zu Deutsche Mark Zeiten u. a. in Bezug auf die Bundesbank geschehen und heute noch für die dt. Kreditinstitute gültig, sowie sonstige Gesetze, die durchaus auch einem Zinsverbot gleichen könnten.

Spätestens wenn die "Steuerhoheit" an die EU abgegeben werden sollte, die EU neue, eigene Steuern erheben darf, könnte sie rein theoretisch eine 100 % Steuer auf Notenbankzinserträge erheben... das wäre dann eine andere Form der Nullzinspolitik.
Das EZB-System ist hier ebenso "autonom" und unabhängig wie Katalonien im September 2017, nämlich gar nicht.


Du meinst wohl das Nein zum Irakkrieg, das eine Minderheit der Europäer anders sah und in den Nahen Osten einfiel.

Die Liste der französischen Militäreinsätze nach WKII ist bekannt und relativ lang.

Ahja. RAF, ETA, IS, NSU, IRA etc. töten Zivilisten, also soll man den Frieden zwischen den Nationen Europas kippen.

(Militärischer) Frieden zwischen den EU-Mitgliedern ist dann doch etwas anderes als, Zitat: "Frieden seit 45 in Europa"
NAZIS fehlen in Deiner Auflistung.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon frems » Do 9. Nov 2017, 08:47

Loki hat geschrieben:(09 Nov 2017, 00:26)

Ist sie nicht vollständig; EZB-Böden sind keine EU-gesetzesfreie Räume. Allerdings jucken die EZB deutsche Gesetze reichlich wenig; das war bei der Bundesbank als alleinige Zentralbank zu Zeiten der bundesdeutschen Währungshoheit noch anders.
Aber das erwähnte ich bereits. Danke für´s überlesen.

Man muss nicht jede Falschbehauptung mehrmals korrigieren.

Es besteht die Möglichkeit der Entscheidung über die Höhe des sog. Wucherzinses, wie bereits zu Deutsche Mark Zeiten u. a. in Bezug auf die Bundesbank geschehen und heute noch für die dt. Kreditinstitute gültig, sowie sonstige Gesetze, die durchaus auch einem Zinsverbot gleichen könnten.

Wenn man von VWL keine Ahnung hat, ja.

Spätestens wenn die "Steuerhoheit" an die EU abgegeben werden sollte, die EU neue, eigene Steuern erheben darf, könnte sie rein theoretisch eine 100 % Steuer auf Notenbankzinserträge erheben...

Okay.

Die Liste der französischen Militäreinsätze nach WKII ist bekannt und relativ lang.

Dann wäre sie kürzer.

(Militärischer) Frieden zwischen den EU-Mitgliedern ist dann doch etwas anderes als, Zitat: "Frieden seit 45 in Europa"

Nein, genau das ist gemeint und nicht Deine Sensibilitäten, wenn Du das Wort "U-Bahn" hört, was Millionen von Europäern tagtäglich im Gegensatz zu Dir nutzen.

NAZIS fehlen in Deiner Auflistung.

Deine Gesinnungsgenossen vom NSU waren genannt.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon Odin1506 » Do 9. Nov 2017, 10:24

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(08 Nov 2017, 19:10)

Ende nächsten Jahres ist 20-jähriges Jubiliäum. Das ist schon eine lange Zeit, trotz aller Unkenrufe.


Na und? Wie lange sind die Währungen noch stabil? Ich kann es nicht sagen.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon Loki » Do 9. Nov 2017, 10:39

frems hat geschrieben:(09 Nov 2017, 08:47)

Man muss nicht jede Falschbehauptung mehrmals korrigieren.

Die Bundesbank hat ihren Hauptsitz nicht in Berlin West, wo laut Paragraph 3 des sechsten Überleitungsgesetz das Bundesrecht nicht vollständig gilt. Und auch der Boden des "EZB-Systems" ist kein soweit völlig rechtsfreier Raum.


Nein, genau das ist gemeint und nicht Deine Sensibilitäten, wenn Du das Wort "U-Bahn" hört, was Millionen von Europäern tagtäglich im Gegensatz zu Dir nutzen.

Immerhin kann man der EU nicht vorwerfen, daß sie (als Gesamtes) verantwortlich ist für den in Teilen Europas herrschenden Unfrieden durch Angriffe der jeweiligen Kriegsgegner.

Ein pazifistisches EU-Amt hingegen, zur Förderung friedlichen, unmilitärischen Verhaltens der Mitglieder, wäre indes etwas, wovon auch Deutschland profitieren würde. Vielleicht sogar am meisten, was dann ein Punkt mehr in dieser Diskussionsrunde wäre.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 9. Nov 2017, 10:44

Odin1506 hat geschrieben:(09 Nov 2017, 10:24)

Na und? Wie lange sind die Währungen noch stabil? Ich kann es nicht sagen.


Gibt aber auch keinen Grund schwarz zu sehen.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon H2O » Do 9. Nov 2017, 10:56

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(09 Nov 2017, 10:44)

Gibt aber auch keinen Grund schwarz zu sehen.


Das ist vernünftig; dennoch muß man als Staatsbürger wohl doch immer wieder und nachdrücklich darauf hinweisen, daß eine stabile Währung ziemlich weit oben in der Rangfolge der politischen Werte steht.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 9. Nov 2017, 10:59

H2O hat geschrieben:(09 Nov 2017, 10:56)

Das ist vernünftig; dennoch muß man als Staatsbürger wohl doch immer wieder und nachdrücklich darauf hinweisen, daß eine stabile Währung ziemlich weit oben in der Rangfolge der politischen Werte steht.


Sicher, es gibt aber auch keinen Hinweis, dass der EURO das nicht wäre. Ganz im Gegenteil.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon H2O » Do 9. Nov 2017, 11:04

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(09 Nov 2017, 10:59)

Sicher, es gibt aber auch keinen Hinweis, dass der EURO das nicht wäre. Ganz im Gegenteil.


Schadet aber nicht, von Zeit zu Zeit diese Erwartung auf die Tagesordnung zu setzen. Richtig, bisher hat's wohl geklappt!
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon frems » Do 9. Nov 2017, 11:33

Loki hat geschrieben:(09 Nov 2017, 10:39)
Und auch der Boden des "EZB-Systems" ist kein soweit völlig rechtsfreier Raum.

Hat auch niemand gesagt. Du führst Selbstgespräche. Schon wieder.

Immerhin kann man der EU nicht vorwerfen, daß sie (als Gesamtes) verantwortlich ist für den in Teilen Europas herrschenden Unfrieden durch Angriffe der jeweiligen Kriegsgegner.

Eben. Die russischen Angriffskriege haben mit Europas Werten nichts gemein, sondern gehören verurteilt.

Ein pazifistisches EU-Amt hingegen, zur Förderung friedlichen, unmilitärischen Verhaltens der Mitglieder, wäre indes etwas, wovon auch Deutschland profitieren würde. Vielleicht sogar am meisten, was dann ein Punkt mehr in dieser Diskussionsrunde wäre.

Ist auch unwichtig, weil das relativ ist. Wenn alle profitieren, juckt es nicht die Bohne, ob man Platz 1 oder 11 unter 27, weil es keine qualitative Aussage ist, sondern nur eine relative.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon Loki » Do 9. Nov 2017, 11:47

frems hat geschrieben:(09 Nov 2017, 11:33)
Die russischen Angriffskriege haben mit Europas Werten nichts gemein, sondern gehören verurteilt.

Die ebenso.

Ist auch unwichtig, weil das relativ ist. Wenn alle profitieren, juckt es nicht die Bohne, ob man Platz 1 oder 11 unter 27, weil es keine qualitative Aussage ist, sondern nur eine relative.

Machen wir eine etwas andere Tabelle: Welchen Mitgliedsländern schadet die EU am meisten.
Ich wöllte nicht um den ersten Platz streiten.

Vielleicht schadet es Rumänien oder Polen am meisten, denn deren Bewohner wollen in großer Anzahl lieber auf dt. Gebiet hausen; und tun es wohl auch im Rahmen der durch die EU-Regeln gegebenen Möglichkeiten.

Andersherum, wäre das sicherlich kein Grund zu behaupten, Deutschland profitiere hierbei und deswegen in oder wg. der EU am meisten.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon frems » Do 9. Nov 2017, 11:55

Loki hat geschrieben:(09 Nov 2017, 11:47)
Vielleicht schadet es Rumänien oder Polen am meisten, denn deren Bewohner wollen in großer Anzahl lieber auf dt. Gebiet hausen; und tun es wohl auch im Rahmen der durch die EU-Regeln gegebenen Möglichkeiten.

Dann können die Länder ja austreten. Blöderweise schätzen sie gerade diese Freiheiten sehr, auch wenn Du Dich vor ihnen fürchtest. Sind halt Macher, nicht Jammerer.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon Loki » Do 9. Nov 2017, 12:05

frems hat geschrieben:(09 Nov 2017, 11:55)

Dann können die Länder ja austreten. Blöderweise schätzen sie gerade diese Freiheiten sehr, auch wenn Du Dich vor ihnen fürchtest. Sind halt Macher, nicht Jammerer.

Grund zum Jammern hätten sie erst, wenn sie die Bevölkerungslücken, der fehlende Nachwuchs etc. durch Zuwanderer theoretisch auffüllen müssen.
Sie profitieren dann von den EU-Regeln diesbezüglich, so daß z. B. viele Neudeutsche in diese Regionen problemlos übersiedeln könnten.

Deutsche indes profitieren von dem Verfall der Immopreise dort und durch vorhandene EU-Immo.-Erwerbsreglungen, welche das Erwerben von Haus, Hof und Land EUweit erleichtern,
und können so enorm preisgünstig in Betongold - zumindest jedoch Grundstücke - investieren.
Ein weiterer Punkt.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon frems » Do 9. Nov 2017, 12:39

Loki hat geschrieben:(09 Nov 2017, 12:05)
Grund zum Jammern hätten sie erst, wenn sie die Bevölkerungslücken, der fehlende Nachwuchs etc. durch Zuwanderer theoretisch auffüllen müssen.

Dann haben sie keinen Grund zum Jammern, sondern zum Anpacken. Wenn der eigene Nachwuchs flüchtet, kann man jaulend resignieren -- oder eben schauen, wie man die Ärmel hochkrempelt und besser wird. Mit Subventionen klappt das ja nicht, wenn wir mal z.B. Sachsen mit der Slowakei oder Estland vergleichen.

Deutsche indes profitieren von dem Verfall der Immopreise dort und durch vorhandene EU-Immo.-Erwerbsreglungen, welche das Erwerben von Haus, Hof und Land EUweit erleichtern,
und können so enorm preisgünstig in Betongold - zumindest jedoch Grundstücke - investieren.

Schau Dir mal die Immobilienpreise in Warschau, Prag, Bukarest oder Budapest an. Da ist wenig in den letzten Jahrzehnten gefallen. Wenn Du Bruchbuden von Zwangsversteigerungen in der Pampa möchtest, dann kannst Du auch in die Uckermark oder ins Mansfelder Land fahren.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon Loki » Do 9. Nov 2017, 14:21

frems hat geschrieben:(09 Nov 2017, 12:39)
Wenn der eigene Nachwuchs flüchtet, kann man jaulend resignieren -- oder eben schauen, wie man die Ärmel hochkrempelt und besser wird.

Gut, man wird besser - aber niemals besser als wir hier in Deutschland.
Und nun ?


Schau Dir mal die Immobilienpreise in Warschau, Prag, Bukarest oder Budapest an. Da ist wenig in den letzten Jahrzehnten gefallen.

Städte ist so ein Thema, sicherlich, die fehlende eigene Deutsche Nationalwährung zudem, mit welcher man noch günstiger im Ausland Haus, Hof und Land erwerben könnte.
Wenn Du Bruchbuden von Zwangsversteigerungen in der Pampa möchtest, dann kannst Du auch in die Uckermark oder ins Mansfelder Land fahren.

Besteuerung (beim Kauf und im Anschluss) und ähnliches könnte einigen Vermögensumwandlern hier in Deutschland zu hoch sein.
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Re: Profitiert wirklich Deutschland am Meisten von der EU?

Beitragvon frems » Do 9. Nov 2017, 14:46

Loki hat geschrieben:(09 Nov 2017, 14:21)

Gut, man wird besser - aber niemals besser als wir hier in Deutschland.
Und nun ?

Du mit Deinen Glaskugeln... und selbst wenn: muss es das? Gehen alle Sachsen nach Westdeutschland? Gehen alle Westdeutsche in die Schweiz? Von Abenteuerlust abgesehen treibt nur Perspektivlosigkeit Menschen in die Ferne.

Städte ist so ein Thema, sicherlich, die fehlende eigene Deutsche Nationalwährung zudem, mit welcher man noch günstiger im Ausland Haus, Hof und Land erwerben könnte.

Was bringt Dir das, wenn Du stattdessen keinen Job mehr hast? :?:
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