Freiheitskampf der Völker in Europa

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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 16. Nov 2017, 12:30

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Nov 2017, 10:57)

Willst du Bayern zu einem Bundesstaat machen und die Kreise oder Regionen zu Bundesländern ?


Und die wären dann plötzlich die neue Landesoberhäupter, schöne Gruselgeschichte. :)

Die Bezirke entsprechen ungefähr Ö-Bundesländern. Dann gibt es einen Landeshauptmann für Oberfranken, Oberpfalz, ...
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Alexyessin » Do 16. Nov 2017, 12:30

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Nov 2017, 10:57)

Willst du Bayern zu einem Bundesstaat machen und die Kreise oder Regionen zu Bundesländern ?


Durchaus, sowas schwebt mir vor ( also, keine Hybris, würde mir vorschweben wenn.

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Nov 2017, 10:57)
Und die wären dann plötzlich die neue Landesoberhäupter, schöne Gruselgeschichte. :)


Kein Ding. Aber diesmal bist du mir in die Falle gelaufen. Natürlich ist das Schmarrn einen Wittelsbacher als König einzusetzen. Überhaupt einen König einsetzen. Aber grad noch einen von der Familie die überhaupt daran Schuld tragen, das Bayern nicht eigenständig ist - gwies ned.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Ein Terraner » Do 16. Nov 2017, 13:14

Alexyessin hat geschrieben:(16 Nov 2017, 12:30)

Durchaus, sowas schwebt mir vor ( also, keine Hybris, würde mir vorschweben wenn.

Du willst also genau das selbe wie wir es auch jetzt schon haben, halt nur ohne die anderen.


Alexyessin hat geschrieben:(16 Nov 2017, 12:30)

Kein Ding. Aber diesmal bist du mir in die Falle gelaufen. Natürlich ist das Schmarrn einen Wittelsbacher als König einzusetzen. Überhaupt einen König einsetzen. Aber grad noch einen von der Familie die überhaupt daran Schuld tragen, das Bayern nicht eigenständig ist - gwies ned.


Welche Falle? Und wie soll die Bayerische Regierung die dir so vorschwebt dann aufgebaut sein?
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Alexyessin » Do 16. Nov 2017, 13:50

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Nov 2017, 13:14)

Du willst also genau das selbe wie wir es auch jetzt schon haben, halt nur ohne die anderen.


Nein, nicht das selbe, wenn dann das gleiche, aber selbst das nicht.

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Nov 2017, 13:14)
Welche Falle? Und wie soll die Bayerische Regierung die dir so vorschwebt dann aufgebaut sein?


Weil ich wußte, das du auf das Kini Thema anspringen würdest.

Warum sollte ich mir die Mühe machen, dich näher mit meiner Vorstellung eines eigenen bayrischen Staates vertraut zu machen?
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Ein Terraner » Do 16. Nov 2017, 13:54

Alexyessin hat geschrieben:(16 Nov 2017, 13:50)

Nein, nicht das selbe, wenn dann das gleiche, aber selbst das nicht.

Ach so, und willst du das sofort, jetzt oder gleich ?



Weil ich wußte, das du auf das Kini Thema anspringen würdest.

Wahnsinn, deine Falle bestand also darin das ich dir Antworte. :rolleyes:


Na dann, ich muss jetzt wieder.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Alexyessin » Do 16. Nov 2017, 16:23

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Nov 2017, 13:54)

Ach so, und willst du das sofort, jetzt oder gleich ?


Nein, hatte ich aber auch geschrieben. Kommt es mir nur so vor oder spielst du hier absichtlich den agent provocateur?
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Ein Terraner » Do 16. Nov 2017, 16:25

Alexyessin hat geschrieben:(16 Nov 2017, 16:23)

Nein, hatte ich aber auch geschrieben. Kommt es mir nur so vor oder spielst du hier absichtlich den agent provocateur?


Vielleicht unbewusst, liegt vielleicht daran das ich die Idee nicht gerade für gut und für nicht sehr ausgereift halte um es mal milde zu sagen.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Alexyessin » Fr 17. Nov 2017, 08:04

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Nov 2017, 16:25)

Vielleicht unbewusst, liegt vielleicht daran das ich die Idee nicht gerade für gut und für nicht sehr ausgereift halte um es mal milde zu sagen.


Naja, jemand der schon mit dem jetztigen bisserl Föderalismus ein Problem hat, dem ist eine Eigenenständigkeit natürlich suspekt.
Was verstehst du unter ausgereift?
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 17. Nov 2017, 08:25

Alexyessin hat geschrieben:(17 Nov 2017, 08:04)
Naja, jemand der schon mit dem jetztigen bisserl Föderalismus ein Problem hat, dem ist eine Eigenenständigkeit natürlich suspekt.

Mir jedenfalls sind in diesem Zusammenhang andere Dinge "suspekt". Die Süddeutsche betitelte 2015 einen Artikel mit "Bayern, das deutsche Ungarn". Ein eigenständiges Bayern würde mit ziemlicher Gewissheit der aktuellen politischen Entwicklung in Österreich folgen und sich damit der Visegrád-Gemeinschaft annähern. Kannst du nicht verstehen, dass das völlig unabhängig vom Bekenntnis zu Förderalismus Beunruhigung auslöst? Wenn ich die Berechtigung zur Bildeinstellung hätte, würde ich an dieser Stelle ein Foto mit der herzlichen Umarmung von Seehofer und Orbán aus der Augsburger Allgemeinen hinzufügen: http://bilder.augsburger-allgemeine.de/img/incoming/crop39412807/845721865-ctopTeaser/Festakt-zum-ungarischen-Nationalfeiertag.jpg. Ein Déjà-vu zu den Honecker-Breshniew-Küssen.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Fr 17. Nov 2017, 08:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 17. Nov 2017, 08:28

Und davon unabhängig: Jedesmal, wenn ich diesen seltsamen Threadtitel "Freiheitskampf der Völker in Europa" lese, überkommt mich ein leichtes Schaudern der Zurückversetztheit in die Mitte des vorletzten Jahrhunderts.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon relativ » Fr 17. Nov 2017, 08:37

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Nov 2017, 08:28)

Und davon unabhängig: Jedesmal, wenn ich diesen seltsamen Threadtitel "Freiheitskampf der Völker in Europa" lese, überkommt mich ein leichtes Schaudern der Zurückversetztheit in die Mitte des vorletzten Jahrhunderts.

Man muss auch kein Prophet sein um zu erkennen, daß wenn die Abspaltungsbemühungen in Europa so weiter gehen, wir evtl. bald wieder vermehrt unterschiedliche Blöcke haben werden.
Davon halte ich absolut gar nix, aber wenn sich die unterschiedlichen Richtungen weiter verhärten ist dieses Szenario wohl nicht zu verhindern.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Sextus Ironicus » Fr 17. Nov 2017, 08:38

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Nov 2017, 08:25)

Mir jedenfalls sind in diesem Zusammenhang andere Dinge "suspekt". Die Süddeutsche betitelte 2015 einen Artikel mit "Bayern, das deutsche Ungarn". Ein eigenständiges Bayern würde mit ziemlicher Gewissheit der aktuellen politischen Entwicklung in Österreich folgen und sich damit der Visegrád-Gemeinschaft annähern. Kannst du nicht verstehen, dass das völlig unabhängig vom Bekenntnis zu Förderalismus Beunruhigung auslöst? Wenn ich die Berechtigung zur Bildeinstellung hätte, würde ich an dieser Stelle ein Foto mit der herzlichen Umarmung von Seehofer und Orbán aus der Augsburger Allgemeinen hinzufügen: http://bilder.augsburger-allgemeine.de/img/incoming/crop39412807/845721865-ctopTeaser/Festakt-zum-ungarischen-Nationalfeiertag.jpg.


Bedeutet aber nüchtern betrachtet unterm Strich, dass die Berechtigung von Menschen, in freier Entscheidung und Willensbekundung einen eigenständigen Staat zu bilden, von einem vorab festgelegten Wohl-/Wahlverhalten abhängt. Solche normativen Vorbehalte gegen das Selbstbestimmungsrecht scheinen immer attraktiver zu werden - im Kleinen wie im Großen. Und auch zusammen mit dem, was in Katalonien passiert ist, lautet die Botschaft ja dann: Da rechtliche und moralische Vorbehalte jede "Ausgründung" verhindern, bleibt nur Gewalt.
Übrigens: Aus Sicht Europas könnte man ja umgekehrt argumentieren, dass die Rücknahme der deutschen Reichsgründung von 1871 den wirtschaftlichen und moralischen Monolithen in der Mitte Europas auflösen würde.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 17. Nov 2017, 08:41

Sextus Ironicus hat geschrieben:(17 Nov 2017, 08:38)

Bedeutet aber nüchtern betrachtet unterm Strich, dass die Berechtigung von Menschen, in freier Entscheidung und Willensbekundung einen eigenständigen Staat zu bilden, von einem vorab festgelegten Wohl-/Wahlverhalten abhängt. Solche normativen Vorbehalte gegen das Selbstbestimmungsrecht scheinen immer attraktiver zu werden - im Kleinen wie im Großen. Und auch zusammen mit dem, was in Katalonien passiert ist, lautet die Botschaft ja dann: Da rechtliche und moralische Vorbehalte jede "Ausgründung" verhindern, bleibt nur Gewalt.
Übrigens: Aus Sicht Europas könnte man ja umgekehrt argumentieren, dass die Rücknahme der deutschen Reichsgründung von 1871 den wirtschaftlichen und moralischen Monolithen in der Mitte Europas auflösen würde.

Ich habe meinen Beitrag nicht umsonst mit "Mir jedenfalls" eingeleitet. Es handelt sich um eine vollkommen subjektive und damit auch völkerrechtlich irrelevante Sicht. Ich wollte lediglich deutlich machen, dass in den Köpfen von Skeptikern nicht nur "Antiföderalismus" herumgeistert.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Alexyessin » Fr 17. Nov 2017, 08:42

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Nov 2017, 08:28)

Und davon unabhängig: Jedesmal, wenn ich diesen seltsamen Threadtitel "Freiheitskampf der Völker in Europa" lese, überkommt mich ein leichtes Schaudern der Zurückversetztheit in die Mitte des vorletzten Jahrhunderts.


Naja, die Nationalstaatsbildung des 19. Jhd. hat eben nicht nur Nationen geschaffen sondern eben in selbigen auch vermeintlich unterdrückte Völker.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Alexyessin » Fr 17. Nov 2017, 08:42

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Nov 2017, 08:25)

Mir jedenfalls sind in diesem Zusammenhang andere Dinge "suspekt". Die Süddeutsche betitelte 2015 einen Artikel mit "Bayern, das deutsche Ungarn". Ein eigenständiges Bayern würde mit ziemlicher Gewissheit der aktuellen politischen Entwicklung in Österreich folgen und sich damit der Visegrád-Gemeinschaft annähern. Kannst du nicht verstehen, dass das völlig unabhängig vom Bekenntnis zu Förderalismus Beunruhigung auslöst? Wenn ich die Berechtigung zur Bildeinstellung hätte, würde ich an dieser Stelle ein Foto mit der herzlichen Umarmung von Seehofer und Orbán aus der Augsburger Allgemeinen hinzufügen: http://bilder.augsburger-allgemeine.de/img/incoming/crop39412807/845721865-ctopTeaser/Festakt-zum-ungarischen-Nationalfeiertag.jpg. Ein Déjà-vu zu den Honecker-Breshniew-Küssen.


In einem eigenständigen Bayern wäre ja Herr Seehofer nicht wirklich zu finden.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 17. Nov 2017, 09:15

Alexyessin hat geschrieben:(17 Nov 2017, 08:42)

Naja, die Nationalstaatsbildung des 19. Jhd. hat eben nicht nur Nationen geschaffen sondern eben in selbigen auch vermeintlich unterdrückte Völker.

Und völlig zurecht wird immer wieder die Frage gestellt, wie "völkisch" etwa Organisationen wie die UNPO oder die "Gesellschaft für bedrohte Völker" sind.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 17. Nov 2017, 10:49

relativ hat geschrieben:(17 Nov 2017, 08:37)

Man muss auch kein Prophet sein um zu erkennen, daß wenn die Abspaltungsbemühungen in Europa so weiter gehen, wir evtl. bald wieder vermehrt unterschiedliche Blöcke haben werden.
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"Unterschiedliche Blöcke", eiserne Vorhänge wären eine sehr negative Entwicklung aber immer noch die zweitschlimmste. Die erstschlimmste haben wir doch erlebt und erleben sie immer noch: Kein Mensch möchte Jugoslawien oder gar die Sowjetunion wiederhaben. Aber das Autokratische dieser Systeme spielte sich auf der Ebene von Machtpolitik und staatlicher Unterdrückung ab. Auf der menschlichen Ebene hat es so gut wie niemand als Problem gesehen, dass eine Serbin und ein Kroate heiratete oder dass ukrainische und russische Kinder nebeneinander auf der Schulbank saßen. Ist es wirklich so viel besser bestellt, wenn sich Serben und Kroaten um der "Volksfreiheit" willen gegenseitig Kugeln in den Kopf schießen?
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Alexyessin » Fr 17. Nov 2017, 11:15

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Nov 2017, 09:15)

Und völlig zurecht wird immer wieder die Frage gestellt, wie "völkisch" etwa Organisationen wie die UNPO oder die "Gesellschaft für bedrohte Völker" sind.


Kommt darauf an, wie negativ besetzt du Volk lesen möchtest.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 17. Nov 2017, 11:51

Alexyessin hat geschrieben:(17 Nov 2017, 11:15)

Kommt darauf an, wie negativ besetzt du Volk lesen möchtest.


Objektiv sehe ich, dass sich "Völker" als bewusst erlebte Gemeinschaften und politische Pseudosubjekte langfristig auflösen werden. Subjektiv sehe ich keinen Grund, dagegen aufzubegehren.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon relativ » Fr 17. Nov 2017, 12:05

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Nov 2017, 11:51)

Objektiv sehe ich, dass sich "Völker" als bewusst erlebte Gemeinschaften und politische Pseudosubjekte langfristig auflösen werden. Subjektiv sehe ich keinen Grund, dagegen aufzubegehren.

Solange es noch zu viele machtaffine Menschen auf dieser Erde gibt, wird es solche Abspaltungskostellationen wohl auch vermehrt geben. Den meisten ganz normalen Bürger ist sowas eigentlich völlig egal, diesem sind ganz andere Sachen wichtig, aber eben nicht den machtaffinen Menschen.
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