Freiheitskampf der Völker in Europa

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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 14. Nov 2017, 19:24

Misterfritz hat geschrieben:(14 Nov 2017, 19:15)

Klar, aber das ist immer noch kein Grund, weshalb Parlamentarier dafür stimmen sollten. Also, wieso, glaubst Du, sollen die das tun?

Wenn es eine anhaltende, starke mehrheitliche Stimmung in Bayern gibt, ein eigenes Land sein zu wollen mit einer so ähnlich wie deutschen Amtssprache und eigener Zentralbank (die am Euro und der EU teilnehmen kann oder nicht), eigener Volkswehr, eigenem Nixverratendienst und eigenen Botschaften in der lieben weiten Welt, dann werden die Deutschen das zur Kenntnis nehmen. Über Kosten und Folgeprobleme wird zu reden sein, über Übergangsfristen und das gemeinsame Verhältnis. Irgendwelche Kasperköpfe von wegen wir haben aber die A9 lassen wir mal beiseite. Und wenn dann nach vorluegendem Ergebnis immer noch alle wollen, dann wird es auch passieren. Die eine Partei wird mitmachen, weil sie dann die CSU loswird (und die andere auch ;) ) und die andere, weil man gegen das Volk nicht ankann. Es wird Solidarität geben außerhalb Bayerns. Man wird über Franken und das Vogtland reden müssen, evtl entdeckt Sonneberg, dass sie gar keine Thüringer sind.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Misterfritz » Di 14. Nov 2017, 19:26

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(14 Nov 2017, 19:24)

Wenn es eine anhaltende, starke mehrheitliche Stimmung in Bayern gibt, ein eigenes Land sein zu wollen mit einer so ähnlich wie deutschen Amtssprache und eigener Zentralbank (die am Euro und der EU teilnehmen kann oder nicht), eigener Volkswehr, eigenem Nixverratendienst und eigenen Botschaften in der lieben weiten Welt, dann werden die Deutschen das zur Kenntnis nehmen. Über Kosten und Folgeprobleme wird zu reden sein, über Übergangsfristen und das gemeinsame Verhältnis. Irgendwelche Kasperköpfe von wegen wir haben aber die A9 lassen wir mal beiseite. Und wenn dann nach vorluegendem Ergebnis immer noch alle wollen, dann wird es auch passieren. Die eine Partei wird mitmachen, weil sie dann die CSU loswird (und die andere auch ;) ) und die andere, weil man gegen das Volk nicht ankann. Es wird Solidarität geben außerhalb Bayerns. Man wird über Franken und das Vogtland reden müssen, evtl entdeckt Sonneberg, dass sie gar keine Thüringer sind.
Kannst Du mir einen einzigen Grund sagen, warum NRW-ler, Hessen, Niedersachsen, etc. für diesen Schmarrn stimmen sollten?
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 14. Nov 2017, 19:37

Misterfritz hat geschrieben:(14 Nov 2017, 19:26)

Kannst Du mir einen einzigen Grund sagen, warum NRW-ler, Hessen, Niedersachsen, etc. für diesen Schmarrn stimmen sollten?

Ein möglicher Grund: Weil ein Bayern, das nicht deutsch sein will, erheblich Sand im Getriebe sein kann. Kultusministerkonferenz, Harmonisierungsprojekte, Bundesrat, Bundestag. Keine bayrischen Polizisten mehr in Hamburg, kein Hessen-Abitur mehr an bayrischen Unis.

Ein anderer Grund: Weil Bayern eine gute Ablöse zahlt.

Aber das ist das Problem der Separatisten. Nur so viel: Würde das Saarland seine Unabhängigkeit zurück wollen, würde ich es von außen nicht stoppen. Sauberes Verfahren und gute Reise.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Ein Terraner » Di 14. Nov 2017, 19:45

Alexyessin hat geschrieben:(14 Nov 2017, 10:57)

Quellen wurden dir genannt, jetzt bist du dran mit Gegenquellen. Ich kann nichts dafür, das du nicht willens bist, den Aufbau unseres Landes zu begreifen, nur weil du ideologisch ein Zentralstaatler sein willst.

Ich bin kein Zentralstaatler, das bist du. Du willst einen Bayerischen Staat, du willst hier das Grundgesetz für Bayern über Bord werfen, du bringst hier dauernd komplett unlogische Ideen mit ein. Du willst hier den Deutschen Natinalstast aufkündigen und durch einen Bayerischen Nationalstaat ersetzen, und das mit der Begründung das der Deutsche überflüssig ist. Sag mal gehts noch?
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Misterfritz » Di 14. Nov 2017, 20:01

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(14 Nov 2017, 19:37)

Ein möglicher Grund: Weil ein Bayern, das nicht deutsch sein will, erheblich Sand im Getriebe sein kann. Kultusministerkonferenz, Harmonisierungsprojekte, Bundesrat, Bundestag. Keine bayrischen Polizisten mehr in Hamburg, kein Hessen-Abitur mehr an bayrischen Unis.

Ein anderer Grund: Weil Bayern eine gute Ablöse zahlt.

Aber das ist das Problem der Separatisten. Nur so viel: Würde das Saarland seine Unabhängigkeit zurück wollen, würde ich es von außen nicht stoppen. Sauberes Verfahren und gute Reise.
Nun ja,
die Separatisten in Bayern haben gerade mal 2,5% der Wähler hinter sich, da sehe ich keine grosse Gefahr, dass es überhaupt zu irgendeinem Antrag der Bayern kommt ;)
Und dass die CSU im Moment gerade in einem Umfragtief hängt, liegt wohl eher an deren Personal an der Spitze. Würde ein F.J.S. wieder auftauchen, die CSU käme sicherlich wieder auf über 50% :D
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 14. Nov 2017, 20:27

Misterfritz hat geschrieben:(14 Nov 2017, 20:01)

Nun ja,
die Separatisten in Bayern haben gerade mal 2,5% der Wähler hinter sich, da sehe ich keine grosse Gefahr, dass es überhaupt zu irgendeinem Antrag der Bayern kommt ;)
Und dass die CSU im Moment gerade in einem Umfragtief hängt, liegt wohl eher an deren Personal an der Spitze. Würde ein F.J.S. wieder auftauchen, die CSU käme sicherlich wieder auf über 50% :D

Dass letzte mal, dass ein toter wiederkam, hielt er sich gleich für eine Personalunion mit seinem Vater. Da gab es die DDR noch nicht. Ob die Separatisten gerade trölf Prozent haben, ist für solche Wenn-Fragen egal.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Misterfritz » Di 14. Nov 2017, 20:32

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(14 Nov 2017, 20:27)
Ob die Separatisten gerade trölf Prozent haben, ist für solche Wenn-Fragen egal.
Nun sind aber diese "was wäre wenn"-Fragen aber erheblich interessanter, wenn es um realistische "Wenns" geht ;)
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon relativ » Mi 15. Nov 2017, 00:07

JJazzGold hat geschrieben:(14 Nov 2017, 16:21)

Weshalb "bajuwarischer Dollar"? Zahlungsmittel wäre nach wie vor der Euro.

Ja klar ihr bleibt ja auch in der EU.... :s
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon relativ » Mi 15. Nov 2017, 00:09

Alexyessin hat geschrieben:(14 Nov 2017, 16:23)

Naja, die Schweiz macht es doch vor ;)

Wie ist die Schweiz denn schon mal irgendwo Ausgetreten wo sie vorher drin war? Ich glaube kaum, daß Bayern die Schweiz als Beispiel diesbezüglich als Trittbrett benutzen könnten
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon relativ » Mi 15. Nov 2017, 00:13

JJazzGold hat geschrieben:(14 Nov 2017, 18:11)


Es bestünde keine Notwendigkeit, Euro zu drucken. Es kann im Zuge von vorläufigen bilateralen Abkommen nur im Sinne der EU sein, wenn der Euro als Währung beibehalten würde. Nach dem EU Beitritt hat sich das sowieso wieder erledigt.

Welches bilaterales Abkommen soll dies denn sein? Die Briten versuchen gerade etwas, da kannst mal schauen wie dann evtl. mit so einem kleinen Region wie Bayern verfahren wird. Ist dir der Ausspruch "Hinten anstellen" bekannt?
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon JJazzGold » Mi 15. Nov 2017, 08:31

Misterfritz hat geschrieben:(14 Nov 2017, 19:08)

Es reicht, wenn sich ein Staat quer stellt.


Man sollte nicht alles von vorne herein negativ sehen, wenn man etwas erreichen will. :)
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon JJazzGold » Mi 15. Nov 2017, 08:40

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(14 Nov 2017, 19:09)

Was den Handel einzelner EU-Staaten mit Dritten angeht, gibt es da schon ein paar Gemeinschaftsklauseln. Was die Verträge der EU als solcher angeht, ist sie nicht gezwungen, irgendwas mitzumachen, das sie nicht will.


Es ist niemand gezwungen, der EU beizutreten. Wobei das im Fall einer Separation sicherlich sinnvoll wäre.
Im Falle wenn, wird sich niemand der Illusion hingeben, das wäre ein zügiger Prozess. Sowohl die Separation, als auch ein geplanter späterer EU Beitritt würden viel Zeit in Anspruch nehmen und lange intensive Verhandlungen, wesentlich länger als Jamaika Sondierungen und Koalitionsverhandlungen, erfordern. Es ist einfacher, ein Netzwerk zu etablieren, als eines aufzulösen, siehe Brexit.
Aber nichts ist unmöglich. :)
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon JJazzGold » Mi 15. Nov 2017, 08:41

relativ hat geschrieben:(15 Nov 2017, 00:07)

Ja klar ihr bleibt ja auch in der EU.... :s


Vielleicht - vielleicht auch nicht, den Euro könnten wir unabhängig von dieser Entscheidung nutzen.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 15. Nov 2017, 08:42

Auf SWR2 lief übrigens in der Reihe "Wissen" ein sehr kluger, unaufgeregt-wohlüberlegter Beitrag zum Thema "Zukunft des Nationalstaats", speziell innerhalb der EU. Da wurde überzeugend dargelegt, dass es in der EU zumindest in naher Zukunft stets nur um kleinere und nicht um größere Einheiten gehen wird. Weil die Frage nationaler Eigenständigkeit (Slowakei, Flandern, Schottland, Südtirol, Bayern usw.) immer mit Antiglobalisierungstendenzen gekoppelt sein wird und diese Tendenzen noch zunehmen werden. http://avdlswr-a.akamaihd.net/swr/swr2/wissen/sendungen/2017/10/swr2-wissen-aula-20171029aula-europa-und-die-zukunft-der-nationalstaaten.m.mp3

Ich persönlich verstehe eins vor allem nicht: Warum bringt man als Argument für eine Separation nicht das (seit der Reformation gängige) Prinzip der Subsidiarität ins Spiel? Dass also Entscheidungen prinzipiell immer auf der unterst möglichen Ebene gefällt werden sollen. Und faselt stattdessen immer verschwommen und vage von irgendeiner "Kultur". Das Subsidiaritätsprinzip ist rein systemisch und ein rationales Vernunftsargument. Man braucht nur noch das praktische Argument hinzufügen, dass es unsinnig aufwändig wäre, neue territoriale Einheiten (zum Beispiel solche mit etwa gleicher Flächengröße oder einfach rechteckige "Planquadrate") wenn es denn bereits historisch gewachsene Einheiten gibt, die keine neu aufzubauenden Verwaltungskapazitäten nötig machen.

Was dann bleibt ist zum einen die Frage der Notwendigkeit/Nichtnotwendigkeit staatlicher Eigenständigkeit sowie natürlich (in diesem Zusammenhang) die ökonomischen Fragen. Von BMW war weiter oben die Rede. BMW muss künftig sowohl für die Einfuhr von Teilen wie auch für die Ausfuhr von fertigen Autos (Mini, Rolls Royce) nach und von England Zoll bezahlen (oder die britische Regierung dazu überreden, auf diese Gelder zu verzichten oder sie zurückzuerstatten).
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 15. Nov 2017, 08:47

Und die nächste Frage ist, ob mit der Separation größerer Regionen wie Schottland oder Katalonien die Separierungstendenz zu Ende sein wird oder ob diese sich nicht möglicherweise in immer kleineren Regionen fortsetzenn wird. Und am Ende ein eigenständiger Staat "Usedom" oder "Dithmarschen" gefordert wird.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 15. Nov 2017, 08:55

JJazzGold hat geschrieben:(15 Nov 2017, 08:31)

Man sollte nicht alles von vorne herein negativ sehen, wenn man etwas erreichen will. :)

Die Weiternutzung des Euro durch Länder, die nicht in der Eurozone sind, betrachtet die EZB als unfreundlich. Mit einigen historisch begründeten Fällen wurden nachträglich Währungsvereinbarungen getroffen (Andorra, Vatikan), andere gelten als einseitig (Montenegro) und werden kritisiert.

Kroatien wurde einst mehrfach angedroht, dass eine einseitige Euro-Einführung ein Hinderungsgrund für den mittlerweile erfolgten EU-Anschluß sein könnte.

Inzwischen versucht es EU-Mitglied Kroatien legal http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/e ... 70169.html

Der Euro / die EWWU ist ein wichtiger Anreiz für Staaten, der EU beizutreten. Die EU wird den Euro nicht ohne spezifischen Grund für Länder öffnen, die nur selektiv an der EU teilnehmen wollen, etwa die Schweiz - umgekehrt sind mit dem Ausscheiden der Briten nur noch zwei alte EU-Länder ohne Euro. Eine erklärte Euro-Verweigerung gibt es nur in Polen und Ungarn. Kroatien möchte lieber gestern als morgen, da sind wir die Bremser. In Tschechien geht es eher um wann und wie, offiziell plant man wohl 2020 - dann müssten sie nächstes Jahr konkrete Schritte unternehmen.

Bayern hat den Euro, weil es Teil Deutschlands ist, das den Euro hat.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 15. Nov 2017, 08:55

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Nov 2017, 08:47)

Und die nächste Frage ist, ob mit der Separation größerer Regionen wie Schottland oder Katalonien die Separierungstendenz zu Ende sein wird oder ob diese sich nicht möglicherweise in immer kleineren Regionen fortsetzenn wird. Und am Ende ein eigenständiger Staat "Usedom" oder "Dithmarschen" gefordert wird.

Ein unabhängiges Rügen war schon mal in der Diskussion.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon JJazzGold » Mi 15. Nov 2017, 08:56

relativ hat geschrieben:(15 Nov 2017, 00:13)

Welches bilaterales Abkommen soll dies denn sein? Die Briten versuchen gerade etwas, da kannst mal schauen wie dann evtl. mit so einem kleinen Region wie Bayern verfahren wird. Ist dir der Ausspruch "Hinten anstellen" bekannt?
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Wenn ich mir die letzten Beiträge durchlese, dann habe ich konkrete Vorstellungen, wie sich ein Bayexit gestalten ließe, während dessen Gegner ausser aufgeplusterte Backen “geht nicht, das haben wir noch nie so gemacht“, wenig, Sole, bis nichts dagegen zu setzen haben. Vielleicht solltet ihr einfach froh und dankbar sein, dass wir momentan keine Abspaltungsabsichten hegen, obwohl ihr uns seit Jahren nichts als Verachtung, Beleidigungen und Ablehnung entgegen bringt, es sei denn, es geht ums Handaufhalten. Denn machbar wäre es.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon JJazzGold » Mi 15. Nov 2017, 09:04

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(15 Nov 2017, 08:55)

Die Weiternutzung des Euro durch Länder, die nicht in der Eurozone sind, betrachtet die EZB als unfreundlich. Mit einigen historisch begründeten Fällen wurden nachträglich Währungsvereinbarungen getroffen (Andorra, Vatikan), andere gelten als einseitig (Montenegro) und werden kritisiert.

Kroatien wurde einst mehrfach angedroht, dass eine einseitige Euro-Einführung ein Hinderungsgrund für den mittlerweile erfolgten EU-Anschluß sein könnte.

Inzwischen versucht es EU-Mitglied Kroatien legal http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/e ... 70169.html

Der Euro / die EWWU ist ein wichtiger Anreiz für Staaten, der EU beizutreten. Die EU wird den Euro nicht ohne spezifischen Grund für Länder öffnen, die nur selektiv an der EU teilnehmen wollen, etwa die Schweiz - umgekehrt sind mit dem Ausscheiden der Briten nur noch zwei alte EU-Länder ohne Euro. Eine erklärte Euro-Verweigerung gibt es nur in Polen und Ungarn. Kroatien möchte lieber gestern als morgen, da sind wir die Bremser. In Tschechien geht es eher um wann und wie, offiziell plant man wohl 2020 - dann müssten sie nächstes Jahr konkrete Schritte unternehmen.

Bayern hat den Euro, weil es Teil Deutschlands ist, das den Euro hat.


Richtig und damit ist die Grundlage auch eine andere, auf der der Euro interim beibehalten werden könnte, bis die verkürzten Verhandlungen zum EU Beitritt erfolgreich abgeschlossen sind. Ich halte es für müßig, hier darauf zu verweisen, dass nachweislich wirtschaftliche und finanzielle Stabilität und Wachstum eine der Grundvoraussetzungen zur Separierung sein müssen, ansonsten braucht man gar nicht erst anfangen, darüber nachzudenken.
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Re: Freiheitskampf der Völker in Europa

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 15. Nov 2017, 09:30

JJazzGold hat geschrieben:(15 Nov 2017, 08:56)

Wenn ich mir die letzten Beiträge durchlese, dann habe ich konkrete Vorstellungen, wie sich ein Bayexit gestalten ließe, während dessen Gegner ausser aufgeplusterte Backen “geht nicht, das haben wir noch nie so gemacht“, wenig, Sole, bis nichts dagegen zu setzen haben. Vielleicht solltet ihr einfach froh und dankbar sein, dass wir momentan keine Abspaltungsabsichten hegen, obwohl ihr uns seit Jahren nichts als Verachtung, Beleidigungen und Ablehnung entgegen bringt, es sei denn, es geht ums Handaufhalten. Denn machbar wäre es.

Handaufhalten ... Mit dem Länderfinanzausgleich ist es ähnlich wie mit den EU-Ausgleichszahlungen: Sie werden gnadenlos überschätzt. Und vor allem propagandistisch genutzt. Dem Gesamt-Volumen von etwa 9.6 Milliarden Euro Länderfinanzausgleich stehen Steuereinnahmen der Länder und Gemeinden von zusammen 306 Milliarden gegenüber. Oder auch 506 Milliarden Euro BIP im Bundesland Bayern. Es wird suggeriert, der Länderfinanzausgleich halte gewissermaßen finanzschwächere Bundesländer "am Leben". Dabei handelt es sich, wenn auch nicht um geringfügige, so doch keineswegs existenzielle Zuzahlungen.
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