Das Ende des Dublin Verfahrens ?

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Wähler
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Re: Das Ende des Dublin Verfahrens ?

Beitragvon Wähler » Sa 19. Aug 2017, 10:25

Wähler hat geschrieben:(19 Aug 2017, 10:56)
http://www.sueddeutsche.de/politik/stud ... -1.3631172
SZ 18. August 2018 Ob die Verteilung der Flüchtlinge europäisch geregelt werden soll, bleibt umstritten
Die Ambivalenz beim Thema Flüchtlinge ist bei den Wählern und Politikern in vielen EU-Staaten so hoch, dass es großer politischer Überzeugungskraft bedarf, die Flüchtlingspolitik eu-weit besser zu koordinieren. Das scheint eine Aufgabe für eine ganze Generation zu sein.

H2O hat geschrieben:(19 Aug 2017, 11:19)
Die größte Überzeugungskraft für gemeinsame Lösungen aller Art dürfte in der Mittelzuweisung aus den Einzahlungen der Nettozahler der EU liegen. Nach den gemachten Erfahrungen sollte die kommende Bundesregierung dieses Instrument ohne Gewissensbisse nutzen. Auch sollte ein EU-Haushalt gleitend für 5 Jahre angelegt werden, darüber aber jährlich entschieden werden. Man wird ja einmal seine Meinung ändern dürfen... Vor allem darf jedes Mitglied dazu lernen.

Steter finanzieller Druck ist sicherlich ähnlich wie bei der Euro-Krise nötig. Eine gute Flüchtlings- und Einwanderungspolitik bedarf allerdings auch gemeinsamer rechtlicher Verfahren, die sowohl für die Einheimischen als auch für die Migranten verständlich und sinnvoll sind. Einwanderung und Integration sind ein komplexer gesellschaftlicher Prozess, der seine Zeit braucht.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo ... el_id=1232 (Zugang auch bundesweit)
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Re: Das Ende des Dublin Verfahrens ?

Beitragvon H2O » Sa 19. Aug 2017, 10:35

Wähler hat geschrieben:(19 Aug 2017, 11:25)

Steter finanzieller Druck ist sicherlich ähnlich wie bei der Euro-Krise nötig. Eine gute Flüchtlings- und Einwanderungspolitik bedarf allerdings auch gemeinsamer rechtlicher Verfahren, die sowohl für die Einheimischen als auch für die Migranten verständlich und sinnvoll sind. Einwanderung und Integration sind ein komplexer gesellschaftlicher Prozess, der seine Zeit braucht.


Zweifellos; auf dem Gebiet hat unser Land wohl die größten Erfahrungen gesammelt, von der Anwerbung von "Gastarbeitern" über Familiennachzug aus fremden Kulturkreisen, Kriegsflüchtlingen vom Balkan, und jetzt eben einem besonders heftiger Andrang innerhalb der EU und von außen. Das kostet Geld, das wir ganz einfach nicht mehr nach außen verteilen sollten.

Wir sollten schon heraus kehren, daß wir es in 50 Jahren von fast Null auf 20% Mitbürger mit Migrationshintergrund (MimiMi ;) ) gebracht haben.
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Re: Das Ende des Dublin Verfahrens ?

Beitragvon Ger9374 » Sa 26. Aug 2017, 09:06

H2O hat geschrieben:(19 Aug 2017, 11:35)

Zweifellos; auf dem Gebiet hat unser Land wohl die größten Erfahrungen gesammelt, von der Anwerbung von "Gastarbeitern" über Familiennachzug aus fremden Kulturkreisen, Kriegsflüchtlingen vom Balkan, und jetzt eben einem besonders heftiger Andrang innerhalb der EU und von außen. Das kostet Geld, das wir ganz einfach nicht mehr nach außen verteilen sollten.

Wir sollten schon heraus kehren, daß wir es in 50 Jahren von fast Null auf 20% Mitbürger mit Migrationshintergrund (MimiMi ;) ) gebracht haben.



Migranten die der Wirtschaft zugute kamen, sich in die Gesellschaft eingliederten, eine Bereicherung für alle wurden. Das geregelte
Zuwandern führte auch zu Mischehen.
Viele neue Staatsbürger deren Kinder als Deutsche jetzt unter uns sind. Erfolgsgeschichte
nennt man das wohl.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Das Ende des Dublin Verfahrens ?

Beitragvon H2O » Sa 26. Aug 2017, 09:24

Ger9374 hat geschrieben:(26 Aug 2017, 10:06)

Migranten die der Wirtschaft zugute kamen, sich in die Gesellschaft eingliederten, eine Bereicherung für alle wurden. Das geregelte
Zuwandern führte auch zu Mischehen.
Viele neue Staatsbürger deren Kinder als Deutsche jetzt unter uns sind. Erfolgsgeschichte
nennt man das wohl.


Bis der Idealzustand hergestellt sein wird, dürften weitere 50 Jahre vergehen... natürlich nicht mehr so dramatische Abläufe, wie die ersten 50 Jahre. So wie heute niemand mehr zusammenzuckt, wenn ein Familienname mit -itz, ski, -ky endet und davor mit für uns wüsten Mitlautkombinationen aufwartet, so wird man dann auch nicht mehr die Ohren spitzen, wenn ganz viele "ö"s und "ü"s im Familiennamen vorkommen. Heh, was machen eigentlich "unsere" Vietnamesen? Die jungen Damen spielen Violine im Preußischen Kammerorchester... eine tolle Entwicklung, oder? Ein Grund, ein wenig stolz zu sein auf eine Gesellschaft, die solche Wege möglich macht!
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Re: Das Ende des Dublin Verfahrens ?

Beitragvon Ger9374 » So 27. Aug 2017, 17:22

In diesem Land ist durch dessen erarbeiteten
Wohlstand und die Lehren der Vergangenheit mehr möglich als gedacht. Eine tolerante Gesellschaft die hoffentlich weiter auf dem Wege
der DEMOKRATIE wandelt!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Das Ende des Dublin Verfahrens ?

Beitragvon H2O » Mo 28. Aug 2017, 07:52

Nachdem die Balkanpiste gesperrt ist, und Sultan Erdogan wenigstens in dieser Flüchtlingsfrage mit der EU zusammenarbeitet, hat sich die Hauptlast der Zuwanderung auf Italien verschoben. 100.000 Flüchtlinge sind in diesem Jahr vor dem Ertrinken gerettet worden!

Italien hat sich nun entschlossen, auch ohne diese zerstritttene EU Abhilfe zu schaffen. Es ist Italien gelungen, mit den halbseidenen Machtinhabern Libyens Abkommen zu schließen, die Flüchtlinge am Ablegen von der libyschen Küste zu hindern. Das wird nicht ganz kostenlos gelungen sein, und die Schweinearbeit, zur Flucht entschlossene Menschen in Lagern fest zu halten, liegt nun in libyscher Hand.. Deutschland ist insofern mit von der Partie, weil die Kanzlerin schon zugesagtb hat, die libysche Küstenwache mit dem notwendigen Gerät aus zu rüsten, damit sie auch auf hoher See die Schlepper und ihre menschliche Fracht greifen kann.

Das ist die neue Auslegung des Dublinabkommens: Die Hauptbetroffenen müssen unerwünschte Zuwanderung abwehren. Mal sehen, wann sich der Haupt-Flüchtlingsstrom nach Spanien verlegt.

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